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  • Das erste Mal

    Das war ein Tag für die Götter, segeln vom Feinsten und dabei ging das gar nicht mal so gut los. Als wir heute morgen um 8.15 abgelegt haben, war es in Vigo noch ziemlich duster. Wir sind hier auf 8,5 Grad West, da geht die Sonne erst um halb neun auf, dafür aber auch erst um halb neun unter. Na ja, das ist schon ein ziemlicher Unterschied zu
    Darmstadt. Muss man sich erst mal dran gewöhnen.
    Also nach dem Ablegen war sozusagen null Winnd und der Motor sorgte erst mal für unser Vorankommen, lärmig zwar, irgendwie auch unvermeidbar.
    Gegen 10 Uhr setzte dann der vorhergesagte Nordwind ein und wir haben dann gleich das Großsegel und den Spinnaker gesetzt, um alles aus dem Windhauch rauszuholen.
    Erst sind wir mit 5 Knoten so langsam dahin geseglt und dann gab es immer mehr Wind und schließlich sind wir beständig zwischen 7-9 Knoten gesegelt, das ist schon reichlich flott für uns. Das avisierte Tagesziel war dann auch zu schnell im greifbarer Nähe und wir haben uns entschieden, noch weiter nach Leixoes zu segeln, dicht bei Porto. Wir kamen flott voran und und bereits um 19 Uhr lagen fast 70 Seemeilen in unserem Kielwasser und unser Schiff sicher vertäut im Yachthafen.
    Jetzt sind wir das erste Mal auf eigenem Kiel in portugiesischen Gewässern unterwegs. Und soweit westlich sind wir auch noch nicht gesegelt.
    Der Wetterbericht für die nächsten Tage stimmt uns ein bisschen nachdenklich.
    Bei England ist wohl ein Sturmtief und der Ausläufer davon beschert uns die nächsten Tage kräftige südliche Winde. Da wollen wir genau hin, notfalls bleiben wir ein paar Tage hier und nutzen das Wetterfenster, was sich ab Samstag einstellen soll.
    Topspeed heute war übrigens 10,8 Konten über Grund, flottes Schiff, schnelle HEXE eben, super Mannschaft, da müssen wir uns mal selbst loben.

  • Geschafft und geschafft

    Hier gibt es mal ein kurzes Lebenszeichen von uns: Gestern haben wir es uns mit dem Autofahren so richtig gegeben. 1300 Kilometer haben wir zwischen 8 und 20 Uhr abgespult, staufrei, flott, aber auch anstrengend.

    Kurz vor der Grenze zu Spanien haben wir in Bayonne einen Zwischenstop eingelegt, super schöner Ort, zweigeteilt durch einen Fluß in Bayonne und Petiti Bayonne, hübsche Altstadt und natürlich “Essen wie Gott in Frankreich”. Die Capitania hatte kleine Flussforellen und der Skipper ein schönes Rindersteak und baskisches Bier zum Spülen.
    Dann noch ein Rundgang durch die Altstadt und schon ging es für einen tiefen erholsamen Schlaf zurück ins Hotel.
    Die letzten 800 Kilometer heute vergingen dann fast wie im Flug und kurz vor 16 Uhr waren wir glücklich im Hafen angekommen. Unser schwimmendes Zuhause lag immer noch perfekt an seinem angestammten Liegeplatz. Nur der Regen kurz nach unserer Ankunft hättte nicht sein müssen, aber das war bestimmt nur, dass wir uns daran schon mal gewöhnen. Denn Regen steht ganz weit oben beim Wetterbericht für nächste Woche.
    Jetzt ist alles verstaut und wir haben auch kräftig frische Lebensmittel gebunkert. Gleich wird gegrillt und danach gechillt. Morgen wollen wir dann nach Portugal segeln.

    Also Ihr Lieben, herzliche Grüße aus Vigo sendet die Hexencrew!

  • Voll, der Spanier!

    Voll, der Spanier!

    Kennt Ihr das beliebte Kinder-Auto-Reise-Spiel?
    Ich packe meinen Koffer (mein Auto) und nehme mit:…
    Neue Leselampen
    Die berühmt-berüchtigte Opferanodeimage
    Eine neu gefüllte Gasflasche
    Das Tarierjacket mit Taucherflasche
    Der neue Tauchcomputer
    Für Nico eine Palette Hundefutter
    Viele neue Bücher
    Für Cornelia Ausdrucke zum Lektorieren und Korrigieren
    Einen neuen Drucker
    Papier für den Drucker
    Der Erdbeerlimes von Ute
    Drei Flaschen Wasser für die Autofahrt
    Vierlagiges Toilettenpapier (volker liebt das und der Spanier hat es nicht)
    Die frisch gewaschene Wäsche
    Die neuen Schuhe
    Für Volker die leckeren Salzbrezeln…
    Das heißt, unser kleiner Spanier, der Seat Ibiza, ist bis unters Dach gefüllt.

    IMG_0562Gestern gab es noch eine Allee-gemäße Abschiedsfeier, danke dafür an Cecile und Gerhard (der extra noch den Grill angeworfen hat, um uns den Abschied schwer zu machen, vielleicht betreibt er ja demnächst den Grillstand bei den 98ern), Axel und Ute, Philipp, Dorothee und Matthias, Annette, Michael, und natürlich Larissa.
    Und heute morgen hieß es dann wieder: “Ade Allee” und wir fahren durch die neblige Pfalz nach Südwesten. Wenn sich zwischendurch der Nebel lichtet, strahlt die Sonne auf die langsam bunt werdenden Bäume. Wir kommen gut voran, anfangs wunderten wir uns über die vielen Autos, aber seit Kaiserslautern wird die Autobahn leer und heute abend wollen wir schon in Südfrankreich am Meer sein. Ahoi!

  • Sie ist da!

    Die Opferanode bereit zum Einbau
    Die Opferanode bereit zum Einbau

    Das hat ganz schön lange gedauert, aber was lange währt, wird endlich gut, gut Ding braucht Weile oder eile mit Weile. Seit heute morgen sind wir die stolzen Besitzer der ersehnten Opferanode und passen auf sie auf, dass niemand sie mehr wegnimmt – smile.

    image

    Und auch ansonsten sind alle bestellten und begehrten Artikel wohlbehalten bei uns eingetroffen, wie unsere neuen Leselampen und die Sim-Karte fürs Ausland ( die Nummer schicken wir Euch per Mail.
    Viele Dinge haben wir geregelt oder angestoßen, viele liebe Freunde gesehen (leider nicht alle), unsere Ausrüstung ergänzt und Zeit für unsere Kinder hatten wir auch.
    Ingesamt war es bis jetzt wieder eine sehr schöne Zeit in Darmstadt. Unsere Gedanken schweifen aber auch immer wieder zum Boot, unseren Plänen und den Abenteuern, die vor uns liegen
    Ein Gefühlsmix aus nahendem Abschied, Reisefieber und Abenteuerlust begleitet uns. Das soll jetzt nicht zu sentimental klingen, aber so ist es schon irgendwie – das Los der Reisenden.
    Das heißt für uns, dass wir vorraussichtlich den Tag der deutschen Einheit nur noch zu einem kleinen Teil in Deutschland verbringen werden, kurz nach Saarbrücken werden wir die offene Grenze zu Frankreich passieren. Und genau wie auf dem Weg nach Darmstadt wollen wir eine Nacht bei ungefähr halber Wegstrecke stoppen. wo genau das sein wird, wissen wir jetzt noch nicht.
    Morgen werden wir noch ein paar vorweihnachtliche Köstlichkeiten wie Stollen, Lebkuchen und Gebäck kaufen (und Brezeln!). Uns schmecken die ganzen Weihnachtsleckereien auf jeden Fall schon jetzt und die gibt es in Spanien so nicht. Aber die Spanier haben auch kleine kalorienreiche Sauereien mit Sahne und Pudding und reichlich Fett und Zucker, den Verlockungen sind wir auch schon ein paarmal erlegen.
    Am kommenden Montag geben wir dann in Vigo noch den Leihwagen ab und dann soll es am gleichen Tag auch weitergehen. Wie gewohnt werden wir dann Brichte schreiben und Ihr könnt uns auf www. marinetraffic.com verfolgen.
    Einfach im Suchfeld Hexe eingeben und das Boot aussuchen, das mit 12×4 Meter hinterlegt ist aussuchen, bzw. anklicken. Bei wem es partout nicht funktioniert, kann uns gerne eine Nachricht senden umd dann holen wir die Kuh gemeinsam vom Eis, bzw. das Schiff auf den Schirm.

  • Aquanaut

    Grob gesagt bezeichnet das Wort “Aquanaut“ jemand, der “die besonderen Lebens- und Umweltbedingungen in gršößeren Meerestiefen erforscht (© Duden – Deutsches Universalwörterbuch, 7. Aufl. Mannheim 2011).
    . Wir interpretieren das als neudeutsch “Tiefseetaucher”, das trifft es wohl am besten. Dann steckt da noch das griechische Wort .Nautes“ drin, das allgemein den Seemann bezeichnet. Aber der Seemann hat normalerweise, oder besser gesagt sehr häufig, Angst vor der großen Tiefe und assoziiert damit gewöhnlich solche Dinge wie

    • Ein nasses Grab für Mannschaft und Schiff
    • Schreckliche Lebewesen, die dort wohnen
    • Das Reich der mystischen Seejungfrauen

    Auf jedenfall kein Ort, wo Seemann oder Seefrau sein will.
    Und doch fasziniert uns Segler seit ewigen Zeiten das Meer mit seinen Tiefen und Lebewesen. Genau deshalb gehört Segeln und Tauchen so unverrückbar zusammen, wie z.B. die Weißwurst und das Weißbier (ist ja gerade auch Oktoberfestzeit, deswegen der Vergleich).

    Was das Taucherherz so begehrt
    Was das Taucherherz so begehrt

    Und so habe auch ich, gut angeleitet und sehr behütet durch das Tauchlehrerteam von Aquanaut Darmstadt, Tauchschule und Tauchfachgeschäft, das Tauchen im schönen Steinbruchsee bei Diez gelernt. Nach und nach habe ich mir die Ausrüstung zusammengekauft, die Theorie gelernt und schließlich die Prüfung abgelegt. Hat alles super und reibungslos geklappt. Es war im November 2013 stellenweise ein bisschen kalt im Wasser, aber dann habe ich kurzfristig von Aquanaut einen Trockentauchanzug (da wird dann nur noch das Gesicht nass) geliehen bekommen und so konnten wir sogar noch Anfang Dezember im See tauchen, klasse.

    Volker und Peter mit der neuen Ausrüstung
    Volker und Peter mit der neuen Ausrüstung

    Und jetzt sind wir mit unserem Schiff in einem der Top-Tauchreviere am Atlantik und ein paar Ausrüstungsgegenstände haben noch gefehlt. So habe ich mich dann gestern zu Aquanaut auf den Weg gemacht und mit Peter, dem Chef des Tauchshops, die fehlende Ausrüstung ausgesucht und ergänzt. Mir ist bei solchen Dingen die fachkundige Beratung vor Ort tausendmal lieber als der unter Umständen letzte gesparte Euro beim Internetkauf. Jetzt ist meine Taucherausrüstung komplett, und sobald wir zurück beim Schiff sind, werde ich die Opferanode tauchend wechseln, geht schneller als mit dem Kran.
    Die Capitania wird meine Blubberblasen überwachen und auch, dass keine Meerjungfrauen mich in die Tiefe ziehen. vielleicht bringe ich ihr dafür einen schönen Fisch mit, oder?

  • Wir danken schön

    Vor ein paar Tagen erreichte uns die Mail unseres holländischen Dehler-Verkäufers, dass er herausgefunden hat, welcher Propeller oder besser gesagt, welche Schraube (klingt schiffiger, oder?), denn nun an unserem Schiffchen verbaut wurde.

    Arnoud, so heißt er, hat über die Nummer, die in die Schraube eingraviert ist, den dazugehörigen Hersteller gefunden. Die Schraube ist von der Firma Gori. Und nicht nur das, er hat sich auch noch die Mühe gemacht und uns einen Link im Internet geschickt, wo wir die passende Opferanode käuflich erwerben können. Deswegen geht heute unser Dank an Arnoud und seine Firma Messing Yachting in Enkhuizen.
    Die Zinkanode ist jetzt auf dem Weg zu uns und wird morgen hier eintreffen, wir freuen uns schon darauf (ist fast wie ein Weihnachtsgeschenk).

    Und wenn wir schon mal beim Dankeschön-Sagen sind, dann machen wir gleich weiter.

    Ein paar Tage vor unserer Abfahrt aus Vigo ist uns der Kohlebehälter von unserem geliebten Lotus-Bordgrill beim Ausleeren ins Wasser gefallen und sofort ins ewige Reich der Fische abgesunken.
    Gestern haben wir bei Firma angerufen, die den Lotusgrill (so heißt der wirklich) herstellt und auch noch ein bisschen über unsere Reisepläne geschnackt.

    Der Lotusgrill sollte auf keinem Boot fehlen
    Der Lotusgrill sollte auf keinem Boot fehlen

    Und heute stand dann schon der Paketmann vor der Tür, mit einem gut gefüllten Karton von der Firma „Lotuspfannen”. Da war nicht nur der ersehnte Kohlebehälter drin, nee, sondern auch noch ein ganzes Ersatzteilsortiment mit Gebläse, Bodenplatte, Batterieabdeckung, etc. Wir waren total positiv überrascht und auf der Rechnung wurde uns noch viel Glück für die weitere Reise gewünscht.
    Das nennen wir einen perfekten Service und bedanken uns gerne ganz herzlich. Klasse, Frau Siebert!
    Wir grillen ja auch fast jeden Tag mit unserem kleinen roten Grillfreund, die Capitania bekommt frischen Fisch und der Skipper ein schönes Steak und fürs schlechte Gewissen, bezüglich der fehlenden Vitamine, grillen wir meistens ein Gemüsepäckchen mit.
    Und weil uns noch ein paar Seekarten für das den Weg von Porto bis zur Straße von Gibraltar fehlen, haben wir die auch noch schnell bestellt, und hoffen, dass die auch bald kommen.

    Gleich geht es dann in die Kneipe, Freunde treffen und dann werden wir mal auf diesen guten Tag anstoßen! Die erste Runde geht auf uns.

  • Bildergalerie und Videos

    Ab sofort hat unsere Website auch eine funktionierende Bildergalerie.Dort könnt Ihr die Bilder von unseren bisherigen Reiseabschnitten anschauen. In der Bildergalerie findet Ihr ab sofort auch Videos, bei den Videos werdet Ihr zu Youtube weitergeleitet. Funktioniert prima!

    Wir wünschen ganz viel Spaß beim Anschauen

  • Nachtrag

    Der Torbogen am Fluss in Saintes
    Der Torbogen am Fluss in Saintes

    Auch der zweite Tag unserer Heimreise verlief reibungslos, wir blieben von Staus, Pannen und sonstigen Missgeschicken verschont.

    Gegen 10 Uhr morgens sind wir nach einer ruhigen Nacht in Saintes aufgebrochen, haben noch die örtliche Tankstelle genutzt, um unseren kleinen Seat Ibiza zu betanken, Mit flotter Fahrt fuhren wir der Hauptstadt der Liebe entgegen und waren sehr gespannt auf das freitägliche Verkehrsaufkommen. Alles lief prima, wir haben Paris im Süden umfahren und haben nach ein paar Stunden Fahrzeit noch einen Zwischenstop in Remering/Lothringen gemacht. Dort steht an einem malerischen See mit Campingplatz der Wohnwagen von Volkers Mutter, das ist gleichzeitig die seglerische Heimat von Volker und seinem Segelverein, dem Segelclub Saar. Volkers Mutter war über unser spontanes Eintreffen sehr erfreut und schnell wurde der Grill angeheizt. Herzlichen Dank an dieser Stelle an den Segelclub Saar, der unsere Reise mit Clubstander, Clubshirts und Link auf der Vereinsite unterstützt.

    Perfekt, so wurden wir verwöhnt, Hunger und Durst gestillt und nach zwei tunden Aufenhalt folgte der kurze Schlusssprint nach Darmstadt. Kaum dort angekommen wurden wir von unseren Freunden und Nachbarn mit kalter Cerveza verwöhnt.

    Was für ein freudiger Empfang – willkommen bei Freunden eben. Einziger Wermutstropfen: Darmstadt 98 hat an diesem Tag leider das Auswärtsspiel in Braunschweig 2:0 verloren. Die haben sicher nicht gewusst, dass wir heimkommen, sonst hätten sie sich sicher mehr Mühe gegeben, oder???

    Nach Mitternacht waren dann aber unsere Batterien leer und wir fielen in einen tiefen Schlaf.

  • Fifty-Fifty

    Die Hexe hängt im Kran
    Die Hexe hängt im Kran

    Ob ein Glas als halbvoll oder als halbleer angesehen wird, ordnet man ja gerne zu einer optimistischen Sichtweise oder eben der pessimistchen Betrachterebene zu. Zu unserem gestrigen Thema, dem Anodenwechsel würden wir ganz klar sagen, das Glas ist halbleer, oder: “Das war wohl nix”.
    Es fing schon an mit einer unergründlichen Terminverschiebung zum Mittag hin, dem folgte ein Kranvorgang, bei dem wir Blut und Wasser schwitzten, dass nichts schief ging und es folgte, was folgen musste. Der Monteuer hatte nur eine richtige Zinkanode dabei, die eigentlich aufgebrauchte Opferanode am Antrieb leider nicht. Großes Schulterzucken bei allen Beteiligten einschließlich dem Dehlervertreter, zahlreiche Telefonate von allen und nochmaliges Schulterzucken. Skipper und Capitania leicht angesäuert, ging das Schiff, Gott sei Dank, wieder in sein Element hinein. 90 Euro für einen “halb erfolgreichen Krantermin” sind dann auch ärgerlich. Auch ein Anruf bei unserem Dehlerhändler in Holland brachte keine endgültige Klärung, welcher Schiffspropeller denn bei uns verbaut wurde und welche Opferanode dazu passt.
    Manches scheint beispielsweise in der Autoindustrie dann schon besser standardisiert zu sein, z.B. die Dokumentation beim Zusammenbau.
    Jetzt liegen wir wieder an inserem Liegeplatz und überlegen, ob wir in den kommenden Tagen bereits nach Darmstadt aufbrechen sollen, da der Wetterbericht und die Wettergötter mal wieder ein für uns ungünstiges Wetterszenario bereithalten. Erst in einer Woche soll der Wind drehen und den Weg nach Lissabon (und weiter) ebnen. Mit uns warten hier einige Schiffe im Hafen – Sturm von vorne will keiner und braucht keiner. So ist es nun mal mit der Fahrtensegelei, es sollte immer mit einem großzügigen Zeitfaktor gerechnet werden, um bei Wetterkapriolen angemessen reagieren zu können.
    Vigo ist weiterhin sehr schön und wir entdecken immer noch neue Gassen, an denen wir uns erfreuen können.
    Also die Klingeldrähte zu einigen Autoverleihern haben wir bereits glühen lassen und das eine oder andere Angebot eingeholt. Rund 2500 Kilometer sind es bis Darmstadt, erst ab Gibraltar verringert sich die Distanz zu Hessen dann wieder merklich. Aber das wird dann auch der zweite Abschnitt unserer Reise!

  • Aller guten Dinge sind drei

    Irgendwie hat die Spanienrundfahrt mit Fahrrad, La Vuelta, eine magische Anziehungskraft auf uns. Jetzt sind wir schon zum 3. Mal, mehr oder minder zufällig, Zuschauer dieses Sportspektakels geworden. Das erste Mal sind wir bewusst zur Vuelta in Sanxenxo gegangen, doch kaum hier in Vigo angekommen, werden wir ein weiteres Mal Zeugen dieser Großveranstaltung.

    Und heute war unser Plan, mit Larissa so früh Richtung Santiago de Compostela aufzubrechen, dass wir ihr noch den letzten Abschnitt des Jakobswegs zeigen können, und auvh die Kathedrale , wo die sterblichen Überreste des heiligen Jakob aufgebahrt sein sollen.
    Nach einem kurzen Rundgang durch die Randgebiete der Altstadt von Santiago näherten wir uns dann erwartungsvoll dem inneren Teil und dann der riesigen Kathedrale, die gleichzeitig auch die Ruhestätte des Apostels ist.
    Doch was sehen wir, ganz klar, statt der Kathedrale, den Zieleinlauf der heutigen Vueltaetappe. Die ganze Innenstadt scheint mit Absperrgittern vollgestellt zu sein, die den Weg für die Radprofis freihalten und die zigtausende Zuschauer in Bahnen lenken sollen. Ziemliches Chaos, so bleibt uns leider einiges verwehrt, aber, zwei von den Radprofis machen es sich nach dem Zieleinlauf mit einer Flasche Champagner in der gleichen Kneipe wie wir gemütlich. Fans werden darauf aufmerksam, Pressevertreter ebenso, Fotos werden geschossen, ihre Carbonfahrräder haben die beiden auch noch dabei und wir freuen uns einmal mehr über unseren Platz “in der ersten Reihe”. Die Vuelta 2014 ist jetzt zu Ende, die Radprofis haben jetzt Zeit zur Erholung und wir haben Zeit, uns einen neuen Etappenhafen mit einer anderen sportlichen Großveranstaltung zu suchen- smile!!!
    Larissa haben wir gut und sicher danach auf dem Flughafen abgesetzt und wir sind dann zu unserer “Hexe” gefahren und sitzen jetzt bei sehr angenehmen Temparaturen und einem Drink noch schön draußen.
    Unser englischer Segelfreund Trevor würde jetzt sagen “oh, what a good life”, wir schließen uns dem dann gerne an.
    P.S. Das Internet hier ist katastrophal, deswegen gibt es im Moment keine Bilder, holen wir es nach.