und ich bin da nicht begeistert von. Am letzten Sonntag hat der lokale Taubenreiseverein, offensichtlich in Zusammenarbeit mit einem marokkanischen Verein, eine Ladung marokkanischer Tauben,von hier aus auf die Reise zum ostafrikanischen Kontinent geschickt. Nur, ein eigentlich gut gefütterter Täuberich hatte wohl keine Lust mehr auf seine Heimat und ist hier in Puerto Calero immigriert. Seit dem sitzt das eigentlich recht hübsche Federvieh Tag für Tag vor dem Boot auf dem Steg, und weil die Capitania es nicht hungern sehen kann, wird es mit meinem aus Deutschland mitgebrachten Müsli (der letzten Packung an Bord) gefüttert. Die Taube ist kein Kostverächter und pickt fleißig alles bis zum letzten Korn weg. Wenn der gefiederte Freund Cornelias Stimme hört, hebt er mittlerweile neugierig den Kopf und beim Landgang folgt er auf seinen zweiTaubenfüßen der Capitania auf Schritt und Tritt bis zum Stegende. Vorhin hat die (ehemalige) Reisetaube erstmals auf unserem Boot Platz genommen, bis der Hund an Deck erschienen ist, dafür gab es dann von mir ein Leckerli, nicht für die Taube , sondern für Samy, versteht sich. Um das Taubenthema vorläufig abzuschließen, die Taube ist beringt und die Aufschrift darauf besagt eindeutig, woher sie kommt und das sie zum Taubenverein Casablanca gehört.
Gestern war Reparaturtag auf der Hexe. Kurz nach sechs Uhr hörte ich hinter dem Bett ein klickendes Geräusch und dachte mir schon, dass das nichts Gutes zu bedeuten hatte, weil mein erster gedanklicher Verdacht auf die rausgeflogenen Hauptsicherung tippte. So früh am Morgen wollte ich noch keine Probleme an mich ranlassen, hab mir die Bettdecke übergezogen und mich rumgedreht.
Die Problemvermeidungsstrategie hat jedoch nur bedingt funktioniert, weil Cornelia die Waschmaschine ohne Landstrom nicht starten konnte. Eine kurzer Testlauf durch unser 220-Volt-System ergab, dass immer, wenn wir den Warmwasserboiler anschalteten, die Sicherung sofort rausflog. Ein schnelles Überprüfen der Elektroanschlüsse vom Boiler ist leider nicht möglich, da diese leider so schlecht erreichbar eingebaut sind, dass schon das Abschrauben der Schutzkappe eine Herausforderung ist, die ich nicht bewältige. Mit Wes und Danny von Catlanza hatten wir jedoch kurze Zeit später erfahrene Handwerker an Bord, die noch den ausgebildeten Sanitärspezialisten Antonio hinzuzogen. Der leerte erstmal das Heißwasser aus dem 80-Liter-Warmwasserbereiter, schraubte die Ringhalterungen ab, drehte den Boiler dann und erreichte so, erfolgreich nach einiger Zeit, den Elektro- und Heizelement-Anschluss. Der Heizstab und der Thermostat sind kurze Zeit später ausgebaut.
Bilder sagen hier mehr als Worte, so verkalkt ist der Heizstab, zudem hatte der Thermostat einen Kurzschluss, was wohl die Sicherung zum rausfliegen gebracht hat. Es war ein größerer Akt für alle Beteiligten, einen Heizstab mit exakt gleicher 1200-Watt-Leistung wie der alte auf der Insel zu organisieren, dazu obendrein noch einen passenden Thermostat. Schließlich gelang das fast Unmögliche nach endlosen Telefonaten und Fahrten. Abends ab 19 Uhr funktionierte unser Warmwassersystem dank des unermüdlichen Einsatzes aller drei Herren wieder, unseren besten Dank dafür und für die Hintergrundberatung auch an Ralf ein herzliches Dankeschön.


































