Barcelona – mi amor

Ostern in Barcelona

Ostern in Barcelona

Am Sonntag, dem 31. März sind wir hier angekommen, morgen, Montag, am 6. April, werden wir wohl weiter segeln. Allegra und Leonard sind zu Besuch über Ostern bei uns, und wir haben uns redlich bemüht, viele Facetten dieser faszinierenden Stadt kennenzulernen. Aber Barcelona ist so groß und voller Sehenswürdigkeiten, es gibt über dreißig Museen, ich weiß nicht wie viele Kirchen, Theater, Parks, Statuen, etc., dass man wirklich gar nicht alles in so kurzer Zeit anschauen kann.

In der Altstadt sind die Gassen eng

In der Altstadt sind die Gassen eng

Am Mittwoch, dem Tag der Ankunft der Kinder, waren wir abends mit ihnen in der Altstadt in einer kleinen Tapasbar, dort durfte auch Nico mit rein. Da gab es köstliche kleine Spezialitäten zum Bier oder zum Wein, und am Ende bekam Volker noch einen Setzling eines Basilikum-Pflänzchens geschenkt. Dem mussten wir dann erst einmal ein Gefäß besorgen, dafür haben wir, schneller als geplant, ein Glas mit Silberzwiebeln geleert und zudem brauchte das Gewächs Erde. Die hat Allegra aus einem Blumenbeet hier am Hafen besorgt, und jetzt hegen und pflegen wir die kleine Pflanze, mal sehen, wie ihr das Segeln bekommt.

Ein Mittagssnack nach langer Stadt-Wanderung

Ein Mittagssnack nach langer Stadt-Wanderung

Am Gründonnerstag folgten ausgedehnte Spaziergänge durch die wirklich hinreißenden Gassen und Plätze der Altstadt, auch dort waren wir natürlich nicht allein, aber es war noch nicht wirklich überfüllt. Es gibt natürlich alle Ketten-Läden, und besonders Desigual, der Modeladen, scheint omnipräsent, mit vielen Ladenlokalen in der Innenstadt zu sein. Aber es gibt auch pfiffige kreative kleine Läden, mit schönen Keramikarbeiten oder ein Geschäft, in dem man sich seine Schuhe aus den Einzelteilen Sohle, Bänder und Schnallen selbst zusammenstellen kann. Glücklicherweise gibt es auch kleine Cafés und Bars, in die man sich zu einer Pause zurückziehen kann.

Für das Abendessen hatte Volker schon bei einem Spaziergang ein entzückendes kleines Restaurant ausgesucht, das hervorragendes, sehr gesundes Essen bot, ebenfalls eher in Tapas-Form. Wir verbrachten dort einen sehr schönen Abend in ausgesprochen angenehmer Atmosphäre.

IMG_3970Wir haben uns immer ein bisschen vom Wetter leiten lassen, waren am Karfreitag bei strahlendem Sonnenschein am Strand, denn Allegra und Leonard mussten unbedingt ins Meer abtauchen. Dabei waren sie durchaus nicht allein, es gab einige mehr oder weniger ausdauernde Schwimmer, trotz der 14 Grad Wassertemperatur. Aber die meisten Menschen saßen auf dem warmen Sand, ja, tatsächlich, der Strand war voller Leute.Es kamen leider ununterbrochen Verkäufer vorbei, die „Beer, Cerveza, Bier“, oder „Mojito, Caipirinha“ oder „Massage, Massaje“ oder Strandtücher an verkaufen wollten. Das war schon ein bisschen nervig. Die Cafés und Restaurants im Carrer de Sant Carles, das direkt zwischen Strand und Hafen liegt, und ein ganz entzückender Stadtteil ist, waren so voll, dass Volker lieber eine Paella an Bord gekocht hat.

Der Kirchturm von Santa Maria del Mar, die "Kathedrale der  Armen"

Der Kirchturm von Santa Maria del Mar, die “Kathedrale der Armen”

Ein Turm hnter der Kathedrale von Barcelona

Ein Turm hnter der Kathedrale von Barcelona

Der Eingang zur Kathedrale am Ostersamstag, mit Menschenschlange

Der Eingang zur Kathedrale am Ostersamstag, mit Menschenschlange

Typisches Gehsteigmuster

Typisches Gehsteigmuster

Ostersamstag haben wir uns noch einmal an der Altstadt versucht, da musste man schon die Gassen suchen, die ein bisschen neben den Haupt-Touristenrouten lagen, denn in den anderen Straßen war es so voll, dass man nur ganz langsamen Schrittes vorankam. An der Kathedrale standen die Touristen Schlange, und auch in den anderen Kirchen waren die Eingänge voller Menschen.

Ein Gaudí-Bau in einer kleinen Seitenstraße

Ein Gaudí-Bau in einer kleinen Seitenstraße

Die Casa Batlló von Gaudí entworfen

Die Casa Batlló von Gaudí entworfen

Antoní Gaudí (1852-1926) war ein großartiger Architekt und Künstler, der Barcelona massgeblich mit seiner Architektur und Kunst geprägt hat. An ihm kommt man in Barcelona nicht vorbei, die Stadt ist voll von seinen Gebäuden, Skulpturen, Parks, der Sagrada Familia, einer großartigen Basilika, und, sozusagen, seiner Lebensaufgabe. Seine Werke haben, ebenso wie die Stadt Barcelona, einen Hang zum Monumentalen, aber auch die Detailverliebtheit auf der andere Seite vereint die Stadt und ihren Künstler.

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Die Arkaden im Parque Güell

Die Arkaden im Parque Güell

Am Ostersonntag haben wir uns zu einem großen Marsch aufgemacht, wir wollten die fünfeinhalb Kilometer zum Park Güell laufen, ein Park, den Gaudí auf Veranlassung seines Gönners, des Industriellen Eusebi Güell entworfen und gebaut hat. Auch hier war der Weg das Ziel, er führte uns, vorbei an der Altstadt, durch großzügig angelegte Stadtviertel mit riesigen Parks und großen breiten Straßen, mit schönen Häusern, kurz, trotz über 20.000 Schritten, die wir zurückgelegt haben, war es nie langweilig.

Die Schlange an der Kasse beim Park war gar nicht so lang, wie ich erfreut feststellte, aber die Freude war kurz, denn eine freundliche Frau informierte die Wartenden, dass die Karten, die man jetzt, um 13:00 Uhr kaufen kann, für eine Besichtigung der Monumente um 18:00 Uhr gelten. Aber im restlichen Park konnten wir auch so herumlaufen, nur dass das ungefähr auch gefühlt 10.000 weitere Menschen taten.

Die Sagrada Familia gibt es wohl nicht ohne Gerüst

Die Sagrada Familia gibt es wohl nicht ohne Gerüst

Beim Rückweg haben wir noch einen Umweg in Kauf genommen, um die Sagrada Familia, eine von Gaudí entworfene Kirche zu sehen, die immer noch eingerüstet ist, weil sie, mehr als neunzig Jahre nach Gaudís Tod, immer noch nicht fertig gestellt ist. Wir waren vom vielen Laufen hungrig und durstig, und dachten, es sei eine gute Idee, vor dem langen Weitermarsch (denn an eine Besichtigung musste man heute auch nicht denken), uns ein bisschen zu stärken, großartiger Platz, mit Blick auf die Basilika. Das mussten wir bei der Abrechnung büßen, die Preise waren gegenüber dem Rest der Cafés exponentiell in die Höhe geschossen (neun Euro für ein Bier), aber wann sitzt man auch schon mal vor so einer Kulisse.

Es gibt auch einen Triumphbogen

Es gibt auch einen Triumphbogen

Überall in den Parks sitzen Menschen, führen Hunde, Kleider, Kinder aus, und genießen den Feiertag, es herrscht eine freundlich-fröhliche Atmosphäre insgesamt. Wir werden gerne wieder nach Barcelona kommen, nicht unbedingt am Osterwochenende, eher außerhalb von solchen Feiertagen.

Selbst das Schild sieht aus, als hätte Gaudí es entworfen

Selbst das Schild sieht aus, als hätte Gaudí es entworfen

Außerhalb der Altstadt …

Außerhalb der Altstadt …

… sind die Straßen breit …

… sind die Straßen breit …

… und lang

… und lang

wunderschöne Erker an einem Wohnhaus

wunderschöne Erker an einem Wohnhaus

am Park Güell

am Park Güell

auch sehr schön

auch sehr schön

Auch der Bahnhof ist ein architektonisches Kunstwerk

Auch der Bahnhof ist ein architektonisches Kunstwerk

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Ein Kommentar zu Barcelona – mi amor

  1. susann sagt:

    Barcelona…weckt bei mir so viele schöne Erinnerungen..ne tolle Stadt…
    hier auf kreta muss man schon mutiger sein um ins wasser zu springen…dieses jahr ist es kühler als alle jahre zuvor…ungewöhnlich aber trotzdem schön…
    mal scheun ob ihr es bis hierher schafft! Sonst kommen eben wir und das sowieso!

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