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Die Hexe hängt im Kran

Die Hexe hängt im Kran

Ob ein Glas als halbvoll oder als halbleer angesehen wird, ordnet man ja gerne zu einer optimistischen Sichtweise oder eben der pessimistchen Betrachterebene zu. Zu unserem gestrigen Thema, dem Anodenwechsel würden wir ganz klar sagen, das Glas ist halbleer, oder: “Das war wohl nix”.
Es fing schon an mit einer unergründlichen Terminverschiebung zum Mittag hin, dem folgte ein Kranvorgang, bei dem wir Blut und Wasser schwitzten, dass nichts schief ging und es folgte, was folgen musste. Der Monteuer hatte nur eine richtige Zinkanode dabei, die eigentlich aufgebrauchte Opferanode am Antrieb leider nicht. Großes Schulterzucken bei allen Beteiligten einschließlich dem Dehlervertreter, zahlreiche Telefonate von allen und nochmaliges Schulterzucken. Skipper und Capitania leicht angesäuert, ging das Schiff, Gott sei Dank, wieder in sein Element hinein. 90 Euro für einen “halb erfolgreichen Krantermin” sind dann auch ärgerlich. Auch ein Anruf bei unserem Dehlerhändler in Holland brachte keine endgültige Klärung, welcher Schiffspropeller denn bei uns verbaut wurde und welche Opferanode dazu passt.
Manches scheint beispielsweise in der Autoindustrie dann schon besser standardisiert zu sein, z.B. die Dokumentation beim Zusammenbau.
Jetzt liegen wir wieder an inserem Liegeplatz und überlegen, ob wir in den kommenden Tagen bereits nach Darmstadt aufbrechen sollen, da der Wetterbericht und die Wettergötter mal wieder ein für uns ungünstiges Wetterszenario bereithalten. Erst in einer Woche soll der Wind drehen und den Weg nach Lissabon (und weiter) ebnen. Mit uns warten hier einige Schiffe im Hafen – Sturm von vorne will keiner und braucht keiner. So ist es nun mal mit der Fahrtensegelei, es sollte immer mit einem großzügigen Zeitfaktor gerechnet werden, um bei Wetterkapriolen angemessen reagieren zu können.
Vigo ist weiterhin sehr schön und wir entdecken immer noch neue Gassen, an denen wir uns erfreuen können.
Also die Klingeldrähte zu einigen Autoverleihern haben wir bereits glühen lassen und das eine oder andere Angebot eingeholt. Rund 2500 Kilometer sind es bis Darmstadt, erst ab Gibraltar verringert sich die Distanz zu Hessen dann wieder merklich. Aber das wird dann auch der zweite Abschnitt unserer Reise!

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