Autor: Hexymama

  • Viggo, Sophie, Sami und Co.

    Website

    Gestern haben wir es schon einmal ausprobiert, und heute ausgiebig genossen: Bei dem Hunderefugium in Teneriffa kann man mittags mit den dort lebenden Hunden Gassi gehen, Hilfe für die Hunde und die Menschen, die sich engagieren. In Los Realejos, südlich von Puerto de la Cruz, fährt man abenteuerlich steile „Straßen“ (immerhin asphaltiert) hinunter zu einem Wasserspeicher, da ist die „Hundeauffangstation“. Über 60 Tiere leben hier, die meisten glücklicherweise temporär, andere haben fast keine Chance mehr auf Vermittlung.

    Wir bekamen eine Führung durch das Gelände, die Tiere sehen alle gut aus, die größeren Hunde sind zu zweit in Käfigen, manche alleine, je nach Verträglichkeit, die mittleren bis kleinen im Rudel, die sieht man auch zuerst, wenn man die Glocke läutet.

    Gestern sind wir mit zwei Hunden spazieren gegangen, einem ganz ruhigen, etwas älteren Spanielmischling und einer ganz jungen bildschönen mittelgroßen Fast-noch-Baby-Hündin.

    Heute waren wir pünktlich um 11:00 Uhr wieder da, mit einem großen Sack Hundefutter im Kofferraum und den Taschen voller Leckerlis. Denn heute wollten wir mit vielen der süßen Tiere eine runde um den Wasserspeicher drehen, auch wenn es dort nach dem Regen ganz schön matschig ist.

    Viggo, wuschelig
    und grau

    Als erstes hat Volker sich gewünscht, dass wir Viggo ausführen dürfen, er ist ein süßer kleiner wuscheliger Mischling, mit einem Haufen Blödsinn im Kopf, der enorm hoch springen kann. Dazu bekamen wir Ronny, ein etwas ruhigerer freundlicher Hund, der sich aber furchtbar aufregte, sobald wir einen anderen Hund getroffen haben.

    Caramelito und Ronny

    Die zweite Runde gingen wir mit Caramelo und Ronny (?), beide nicht so gut bei Fuß, Caramelo kam schon mit einem gebrochenen, aber verheilten Fuß ins Tierheim, und der Tierarzt meint, es sei besser, das auch so zu lassen, er humpelt halt ein bisschen. Ronny ist schon alt und hat grauen Star, aber er ist ein sehr netter und anhänglicher Hund, weit über zehn Jahre alt, „Den holt keiner mehr“, sagt der Chef des Hundeasyls.

    Sami, bildschön
    Sophie, klein aber oho

    Noch ‘ne Runde, diesmal mit Sami und Sophie. Sami ist ein bildschöner, halbhoher Mischling, dessen Frauchen ins Krankenhaus musste und niemand für ihn hatte; ob sie ihn je wieder holen kann, ist eher zweifelhaft. Er ist gut erzogen und läuft so brav an der Leine, zurück beim Rudel merkt man aber, dass er noch trauert. Sophie kam mit ihrer Tochter oder ihrer Schwester, so genau weiß man das nicht, von der Straße, und sie ist ein Sonnenschein, eine kleine Schönheit, auch wenn sie lustigerweise immer beim Laufen Pipi macht wie ein Rüde.

    So, die letzte Runde mit Otto, schon älter und keine Schönheit, aber extrem lieb, und Eddie, der sich im Rudel als Zicke outet, aber beim Spazierengehen ein Lämmchen ist, als könne er kein Wässerchen trüben, und auch ultrazart die Leckerli aus der Hand nimmt.

    Unterwegs begegnet man natürlich auch anderen Menschen, die mit weiteren Hunden ausgehen, gut, wenn es viele Menschen gibt, die dieses Projekt unterstützen. Für mehr Infos: http://www.refugiodeanimales.org/f_adopcion.php

    leuchtend buntes
    Gefieder
    der Papageien

    Auf dem Heimweg waren wir noch bei den Papageien, die dem Loropark den Namen gegeben haben, alles bezaubernde bunte Schönheiten!

    weißer Schaum
    Die Häuser
    an der Wasserfront

    Anschließend haben wir die wilden Wellen trotz wirklich leichten Winds vor Puerto de la Cruz bestaunt, und uns gefragt, wie man die Gebäude trocken bekommt, denen man außen an der Fassade deutlich die Feuchtigkeit ansieht, wahrscheinlich eher nicht…

  • Im Süden Teneriffas

    Schluss mit der Völlerei und der Stubenhockerei! Heute wird die Insel erkundet!

    Vorspeise im
    Taller de seve díaz

    Am Abend vorher hatten wir unseren Weihnachts-Essens-Gutschein von Allegra und Christian eingelöst und waren vorzüglich essen, im „Taller de seve díaz“ in Puerto de la Cruz, laut Tripadvisor dem besten Restaurant der Insel. Das Essen war super lecker, mit außergewöhnlicher Liebe zum Detail zubereitet.

    ehemals
    Ferienwohnungen im Fels
    wildes Meer

    Vorher hatten wir noch einen Abstecher zu Segelfreund Sepp unternommen, haben den Blick von seiner Terrasse aus genossen, und einen Spaziergang an der wilden Küste entlang gemacht. Der gut befestigte  Küstenweg bei Sauzal ist mit EU-Mitteln finanziert und lohnt einen Abstecher.

    Am Samstagmorgen gibt es  einen schnellen Kaffee auf dem Boot, dann sitzen wir im Auto auf dem Weg in den  Inselsüden. Dort soll es ja generell eher sonniger und wärmer sein als im kühleren und wolkenverhangenen Norden und viele sehenswerte Plätze, Städte und Attraktionen liegen im Südteil der Insel.

    bereit für den Tag
    Frühstück an der
    Strandpromenade

    Für El Medano, den Surferstrand ist es noch zu früh, nur drei Kitesurfer tummeln sich auf dem Wasser, wir fahren weiter. Wir wollen die Costa Adeje sehen mit den Touristenhochburgen Playa de las Americas und Los Cristianos. In las Americas ist der langgezogene Strand inzwischen gut besucht, jedoch nicht überfüllt, das Wasser schillert verlockend blau, es gibt fliegende Händler mit großen Tüchern, Massagezelte, Restaurants und alles, was man für einen langen Tag am Meer so braucht. Wir nehmen ein spätes Frühstück in der Sonne; wenn sie scheint, wird es gleich richtig warm. Wir beobachten das Treiben am Strand und auf der Uferpromenade.

    Bananen

    Ein Abstecher zur Stadt Adeje folgt, hier geht es gleich richtig steil nach oben, wenn man weiter führe, käme man zum Barranco del infierno, der Höllenschlucht. Klingt gefährlich, und leider ist es, je höher man kommt, umso kühler. Adeje selbst ist ein netter Ort mit den typischen kanarisch-weißen Häusern und Plätzen, dann folgen wir der Küstenstraße bis Los Gigantes. Von hier bis zu den Bergen im Nordwesten werden Bananen angebaut, auf riesigen Feldern wachsen die Stauden dicht an dicht. Bei manchen Bäumen sind die Bananenstauden bereits in Plastikfolie verpackt (zur schnelleren Reife und gegen Schädlinge), und müssen nur noch verschifft werden, krass.

    Los Gigantes

    In Los Gigantes fallen die Felswände beeindruckend steil ins Meer hinunter ab, über 400 m ragen sie fast senkrecht hinauf, eine Aussichtsplattform gibt den Besuchern die Möglichkeit zu fotografieren.

    Danach beginnt der Aufstieg. Ich weiß nicht, wieviele Haarnadelkurven wir hinauf und wieder hinunter gefahren sind, Volker mit Speed, ich ein bisschen vorsichtiger. Und das bei entsetzlich engen Straßen!

    Landschaftsdetails

    Wir fahren nach Santiago del Teide, wo wir einen beeindruckend großen öffentlichen Grillplatz finden, der von spanischen Familien bevölkert wird. Dann  geht es weiter, auf noch schmaleren Straßen durch die berühmte Masca-Schlucht.

    beeindruckende Landschaft
    bei Masca

    In Masca, der Felsenstadt, ist es so voller Touristen, dass wir keinen Parkplatz mehr finden, und beschließen, einmal früh morgens hinzufahren. Ein bisschen weiter die Straße hinauf gibt es wieder einmal eine Aussichtsplattform (also, es gibt natürlich unzählig viele kleine Parkplätze mit Aussichten, Weitsichten und Absichten :-)), von der aus wir den Ort fotografieren können. Außerdem warten Christiane und Branco beim Leuchtturm in Buenavista del Norte.

    schroffe Abhänge

    Diese Schluchten, Täler und Gebirge sind unglaublich beeindruckend, Felsformationen, die die Fantasie anregen und beflügeln. Und immer wieder, hinter der nächsten Kurve, verschlägt es einem einfach die Sprache.

    Bananenfelder
    in den Barrancos

    Dann sind die letzten Haarnadeln durch und wir haben es nach Buenavista del Norte geschafft, treffen die beiden Freunde am Meer, hinter dem Friedhof und weiteren Bananenplantagen. Wir kosten, mutig, von den dort wild wachsenden Kaktusfeigen, die dunkelrot an den piekseligen Gebilden wachsen und total süß sind. Aber es ist hart verdiente Süße, immer wieder bleibt so ein kleiner kleiner Dorn in den Fingern stecken.

    Stadtmitte in Buenavista
    Farbkontraste

    Nach einem Besuch auf dem örtlichen Friedhof mit den vielen blumengeschmückten Kästen gibt es Café und Bier auf dem örtlichen Platz für uns vier, in der Kirche scheint sich eine Messe anzubahnen, und am Ende stellt sich heraus, dass es eine Beerdigung wird, und es gehen so viele Menschen hinein, dass sie in den offenen Türen stehen müssen.

    Plastikdeckel werden
    herzlich gesammelt
    und recycelt
    Hafeneinfahrt
    von Garachico

    Von hier aus fahren Christiane und Branco mit dem Bus zurück über Santiago del Teide nach Puerto de Santiago und wir nehmen die Küstenstraße bis Puerto de la Cruz, und zurück nach Santa Cruz. Auf dem Weg werfen wir noch einen Blick über den Hafen von Garachico, der so verrufen ist für die schwierige Einfahrt. Die Einfahrt ist eng, aber außer bei starkem auflandigen Wind durchaus machbar, und dann könnte man auch in Rihe den offensichtlich sehr beliebten Ort erkunden.

    Wir haben in einem Tag fast die ganze Insel umrundet, und vieles erlebt,  beeindruckende Landschaften, die wir so noch nirgends gesehen haben und die wir sicherlich nicht vergessen werden.

  • Im Norden Teneriffas

    vulkanisches Anaga-Gebirge

    Nach den vielen faulen und nährstoffreichen Weihnachts- und anderen Feiertagen sind wir heute Morgen, direkt nachdem wir die SY Florentine nach La Gomera verabschiedet haben, aufgebrochen, um endlich die Insel Teneriffa zu erkunden. Als erstes, weil nicht so weit weg,  haben wir uns das im Norden liegende Anaga-Gebirge vorgenommen, wie sich herausstellt, eines der schönsten Gebiete der Insel.

    Playa de las Teresitas

    Mit dem Leihauto brechen wir auf, fahren erstmal am Meer entlang nach San Andrés und dem sehr schönen weißen (!) Sandstrand Las Teresitas, heben uns aber den Busch dort für einen anderen Zeitpunkt auf, und folgen der kleinen Straße nach Igueste de San Andrés.

    Der Friedhof

    Dort hört dann auch die Autostraße einfach auf, aber ein Wanderweg führt durch den kleinen Ort zu einem sehr schön gelegenen kleinen Friedhof. Die Gräber sind rechts und links der – leider verschlossenen – Tür in Wände eingelassen, wie Bilder, geschmückt mit Plastikblumen. Wir nennen dieses Tal das „Tal der wütenden Hunde“, denn andauernd fängt irgendeiner an zu bellen, und die anderen antworten. Wir können nur nicht erkennen, warum.

    Gecko auf der Flucht
    die kleine Kirche in Igueste de San Andrés
    Das Tal der wütenden Hunde

    An dem Weg huschen jede Menge Geckos weg, sobald sie Schritte hören, und es gibt traumhafte Ausblicke auf Tal und Meer. Und alles ist grün, im Norden regnet es viel.

    Nun müssen wir natürlich die Stichstraße zurück bis San Andrés, dann geht der Weg nach oben, mit unzähligen Haarnadelkurven gespickt, führt die Route von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt.

    Einblicke
    Ausblicke

    Es sind immer wieder spektakuläre Blicke, die man über diese einzigartige Bergwelt mit ihren gefalteten Hügeln und tiefen Tälern werfen kann. Vereinzelt sieht man einsame Gehöfte. „Hier muss man schon das Alleinsein mögen“, meine ich, und Volker entgegnet: „Solange das Internet funktioniert…“

    Die Felsen wärmen den Rücken
    die Wellen brechen an den Felsen…
    … oder am Strand

    Wir fahren die TF-12 bis El Bailadero, dann biegen wir auf die kleinere TF-134 nach Taganana ab, lassen den Ort aber für den Rückweg übrig, und staunen über die Felsansammlungen im Meer, wo auch Bodysurfer auf die Wellen warten.

    Papas arrugadas – verschrumpelte Kartoffeln
    der Felsstrand
    auf der Terrasse des Restaurant “Mirador”

    Auf Anraten von Seglerfreund Sepp legen wir unsere Mittagspause nach Benijo, direkt hinter der Haarnadelkurve im Ort sollen wir essen, im kleinen Restaurant “Mirador”, es sei köstlich dort, hat er empfohlen. Wir finden auch direkt den Abzweig, und essen Gambas und Hühnchen mit den salzigsten und köstlichsten Papas arrugadas der ganzen Insel. Und direkt von der Terrasse des kleinen Restaurants hat man wiederum einen unglaublich schönen Blick auf die Felsküste im Norden Teneriffas.

    Botanikrätsel: Was sind das für Beeren?
    Bananenstaude mir Früchten
    Wilder Weihnachtsstern

    Mit dem Besuch der berühmten und ältesten Kirche der Insel „Nuestra Señora de las Nieves“ in Taganana wird es leider nichts, wahrscheinlich macht der Küster Mittag, jedenfalls ist die große Tür verschlossen. Also fahren wir weiter, erstmal wieder zurück bis zur TF-12. Damit wir nicht genau die gleiche Straße zurückfahren wie auf der Herfahrt, nehmen wir einen Umweg in Kauf und fahren die TF-12 nach Westen statt nach Süden, Richtung Laguna, der alten Hauptstadt der Insel.

    wie im Urwald
    Blick über die Hochebene bis zum Teide
    Blick über Santa Cruz bis Gran Canaria

    Wieder gibt es viele Aussichtspunkte, die Straßen dazwischen sind wie Urwald, gesäumt von Gummibäumen, Pinien und anderen Nadelhölzern, ein dichtes Blätterdach, das sich in der Mitte der Straße trifft. Die vereinzelten Blicke zur Süd- wie zur Nordseite bieten ausreichend Motive für ganze Fotoserien, auf dem letzten Parkplatz vor Las Mercedes steht ein Tinerfeño, so nennt man die Einwohner der Insel, weist Parkplätze an (völlig unnötig) und verkauft Tütchen mit Nüssen, getrockneten Feigen sowie Bananen von der Insel (sehr lecker, Banane und Feigen haben wir gekostet und gekauft). Der Blick über die Hochebene reicht über Las Mercedes bis Laguna, links hinab bis Santa Cruz, rechts zu den Ausläufern des Anaga-Gebirges. Ein wunderbarer erster Ausflug!

  • Fröhliche Weihnachten!

    Am heutigen 24. Dezember möchten wir allen unseren Freunden und Bloglesern ein fröhliches Weihnachtsfest und ein gesundes und glückliches neues Jahr wünschen.

     

  • von Gran Canaria nach Teneriffa

    Sonntag, 10. Dezember 2017, Baro 1024, leicht bewölkt, Wind NO um 3
    Las Palmas de Gran Canaria 07:45 – 15:45 Santa Cruz de Teneriffa

    Sonnenaufgang über Las Palma

    Mit Sonnenaufgang sind wir unterwegs, haben in Las Palmas abgelegt, ohne dass wir die letzte Nacht bezahlen mussten. Gestern morgen bin ich – wie schon am Tag zuvor – zur Marina Office gegangen, um das hier eher günstige Liegegeld für eine weitere Nacht zu bezahlen. Am Freitag Morgen war nichts los, ich konnte in Ruhe mit dem Marinero über die Spiele von Las Palmas in der 1. spanischen Liga plaudern, am Samstag Morgen dagegen saßen bereits 18 weitere Wartende im Büro. Glücklicherweise kann man hier – wie bei uns auf dem Amt – Nummern ziehen, zum Boot gehen, und eine Stunde später mal wieder nachschauen. Da waren gerade mal fünf von den 18 abgearbeitet! Also kommen wir nach einer weiteren Stunde um viertel vor zwölf wieder, immer noch sechs weitere vor uns. Trotzdem setzen wir uns vor das Büro, vielleicht geht es ja jetzt schneller, die Öffnungszeiten gehen heute bis 14 Uhr. Steht zumindest auf dem Schild. Um zwölf Uhr schließt ein Marinero die Tür ab, wer drin ist, kommt wohl noch dran, die draußen schauen dumm. Ein weiterer Marinero kommt mit dem Dinghy angefahren, ich frage ihn, wie wir denn jetzt bezahlen sollen, wenn wir morgen früh schon vor den Öffnungszeiten des Hafenbüros ablegen wollen. „Ach“, sagt er in freundlichem Spanisch, „dann legt Ihr einfach ganz in Ruhe ab, und fahrt raus.“ Das ist mir nicht geheuer, ich frage nach, ob wir dann einfach beim nächsten Mal den Zusatztag bezahlen. Nein, auch das nicht. Er erklärt uns, dass sie viel zuviel Arbeit haben, keine Leute bekommen, es erscheint uns so eine Art Bummelstreik. Na gut, dann schlafen wir heute Nacht eben auf Kosten des spanischen Staates, auch in Ordnung.

    La Isleta im Norden Gran Canarias

    Aus der Hafeneinfahrt heraus fahren wir durch den beeindruckend großen Hafen, zwei Kreuzfahrtschiffe haben heute morgen festgemacht, abends legen sie ab, und im Laufe der Nacht kommt das nächste. Immer eine Aida und ein größeres. Draußen liegen große Tanker und Frachtschiffe vor Anker und warten auf neue Aufgaben oder die Löschung ihrer Ladung. Die Welle ist total konfus, alles wackelt an Bord. Leider ist der versprochene NNO-Wind schwächer als vorhergesagt, und kommt eher aus Osten, also fast von hinten, sodass ein Motor mitschieben muss. Am nördlichen Ende der Isleta, der kleinen, von Militär besiedelten Halbinsel im Norden Gran Canarias, brechen hohe Wellen an den Felsriffen, es sieht spektakulär aus. In der Ferne kann man den Teide, den höchsten Berg von Spanien, auf Teneriffa erkennen.

    Der Pico de Teide in der Ferne sichtbar

    10:30 Uhr, die Wellen sind immer noch sehr konfus, aber der Wind schein sich bei um die 13 Knoten einzupendeln, jetzt können wir segeln, ohne Motor. Kleine Delfine kommen kurz zum Boot, aber sie sind offensichtlich auf der Jagd und haben keine Zeit zum Spielen. Wir vertreiben uns die Zeit mit Schlafen, Lesen, Internetten, es ist erstaunlich, wie weit das Netz bis zwischen die Inseln reicht. Am Nachmittag wird es wärmer, wir genießen die Sonnenstrahlen, ehe wir uns demnächst in die Winterlandschaft trauen werden…

    Santa Cruz liegt voraus

    So geht das einen schönen Segeltag lang, bis – natürlich – kurz vor Santa Cruz der Wind auffrischt, pünktlich zum Anlegen, wenn man eigentlich lieber das Gegenteil hätte, nämlich keinen Wind. Aber diesmal klappt alles, wir können die Marineros über Kanal 09 rufen, und Volker legt die Hexe bravourös, trotz Seitenwind, rückwärts an den Steg an.

  • Las Palmas de Gran Canaria

    Weihnachtsdeko

    Dienstag und Mittwoch haben wir endlich mal die Stadt erkundet. Ca. drei Kilometer muss man laufen, um in die Innenstadt zu gelangen, zunächst an der Strandpromenade entlang, wo uns der starke Ostwind die Haare zerzaust und die Gischt der Wellen bei Hochwasser rüberspritzt. In den Straßen der Stadt ist von dem Wind kaum noch etwas zu spüren, an der Busstation (die Busse heißen hier „Guaguas“, gesprochen “uaauaa”, cooler Name!) gehen wir durch einen kleinen, weihnachtlich geschmückten Park, die obligate Fußgänger-Einkaufsstraße hinunter, wo alle bekannten Kettenläden angesiedelt sind. Es macht die Städte ein bisschen austauschbar, die immergleichen Intimissimi, Calzedonia, Pimkie, in Spanien darf natürlich Desigual nicht fehlen, nur vereinzelt findet man lokale Geschäfte. Zum Glück für Volker und Trevor gibt es auch ein Irish Pub, mit ordentlich gezapftem Guiness.

    Blick auf die Innenstadt
    Blick zum Hügel

    Wir besichtigen die beeindruckende Kathedrale Santa Ana mit dem angeschlossenen Museum, steigen auf den Turm (mit Aufzug!), von wo aus man einen großartigen Blick über die ganze Stadt hat. In den schmalen Gassen verlocken nette Tapas-Bars zum Verweilen, wir stärken uns, bevor wir den langen Rückweg antreten, um am Abend am deutschen Segler-Stammtisch teilzunehmen. Dort sitzen um 19 Uhr schon die Seebären, die sich zum Teil nach mehrmaligen Transatlantik-Überquerungen hier in Las Palmas für längere Zeit niedergelassen haben. Nach uns kommen doch noch einige Paare, und es findet ein lebhafter Austausch statt.

    So sehen Weihnachtssterne gut aus

    Daher hatte ich auch den Hinweis, dass das Catalina-Viertel über ein ganz eigenes Zentrum verfügt, außerdem ist der Strand dort nahe. Und wieder laufen wir über drei Kilometer bis zur Mitte das Stadtviertels, tatsächlich gibt es dort Ramblas wie in Barcelona, mit einem Grünstreifen in der  Mitte und Geschäften an beiden Seiten. Hier ist auch das Kaufhaus „El Corte Ingles“ angesiedelt, die größte spanische Kaufhauskette, diesseits und jenseits der Straße mit gleich zwei großen Häusern. Alle Läden sind geöffnet, obwohl spanischer Nationalfeiertag ist In den kleinen Gassen rundherum sind nur vereinzelte Geschäfte auf, viele Bars haben geschlossen.

    Am Strand, der „Playa de las Canteras“ hingegen sind die Lokale gut gefüllt, der Sandstrand ebenfalls und einige Schnorchler erkunden das vorgelagerte Riff, das diese Bucht zu einem wunderbar geschützten Badesee macht.

    Palmen in weihnachtlicher Beleuchtung

    Am Abend gehen wir noch einmal in die „richtige“ Innenstadt, diesmal per Taxi, das ist für vier Leute billiger als mit dem Bus zu fahren. Das Triana-Viertel ist nach Einbruch der Dunkelheit sehr schön weihnachtlich beleuchtet, viele Menschen flanieren durch die Straßen oder sitzen in den Bars und Restaurants.

    Deko im Geschäft
  • Sport oder “no sports”

    Unsere Orchidee steht in voller Blüte

    Nach einer kurzen Schwimmrunde am Donnerstag Morgen, die allerdings nur ich absolviere, lichten wir den Anker, um unseren Weg an der Ostseite von Fuerteventura fortzusetzen. Der Wind zeigt sich gnädig, entgegen der Vorhersagen können wir fast den ganzen Weg segeln. Es ist eine angenehme Fahrt, wir haben Grindwale gesehen, eine Walart, die zu den Delfinen gehört, ihnen auch ähnelt, aber wenn sie auftauchen, sieht es aus, als würde ein Delfinfilm in Slow-motion abgespielt.

    verschiedene Gesteinsschichten

    Als der Wind sich 10 Meilen vor Gran Tarrajal verabschiedet, beschließen wir, den nächstmöglichen Ankerplatz anzulaufen.  Eine kleine Bucht vor Las Playitas, auf deutsch  “Die kleinen Strände” bietet sich an, wie sich herausstellt, ein großartiger Ankerplatz mit schöner Kulisse. Links ein großes, aber sich harmonisch in die Landschaft einfügendes Hotel, rechts am felsigen Berg der kleine Fischerort. Neben uns liegt die Schweizer Yacht „September“, die sich vor Los Lobos so nah an uns gelegt hat, dass wir umgeankert haben, und Volker dem Skipper lautstark zuruft, warum er denn so nahe bei unseren Platz Anker werfen muss, wenn die ganze Bucht leer ist; sowie die “Shuenga”, die wir aus Erzählungen von Dörte und Felix kennen.

    Nach einem kurzen Bad im Meer fahren wir mit dem Dingi an Land, machen kurz bei der Shuenga fest, um uns vorzustellen. Der steinerne Steg, an dem wir aussteigen müssen, hat eine Leiter zum Hochsteigen. Nun sind wir fast bei Niedrigwasser und die Wellen laufen parallel, es ist also gar nicht so einfach, dort aus dem kleinen schwankenden Gummiboot hochzukrabbeln. Wir machen einen Rundgang durch den kleinen Fischerort, finden einen Supermarkt, um Brot und Oliven zu kaufen, und beobachten die vielen Sportler, die sich hier eingefunden haben. Das große Hotel ist ein Sporthotel und bietet Fitnessprogramm und verschiedene Trainingswochen das ganze Jahr über an. Wir werfen einen Blick auf die Schwimmbahnen und die verschiedenen Sportarenen, im Moment läuft Aerobic und Workout, da setzen wir uns lieber in die Strandbar und nehmen einen Sundowner.

    Sonnenuntergang hinter der Hexe

    Es wird eine angenehme Nacht in der Bucht, nur unser Rigg fängt wieder um zwei Uhr an zu singen, ansonsten bleibt alles ruhig. Heute morgen wollten wir auch ein bisschen Sport machen, draußen liefen schon die ersten Jogger und radelten die Fahrradfahrer, wir machten uns bereit für eine große Schwimmrunde ums Boot, pro Runde über 50 m, wieviele Runden machen wir? Beim Sporthotel beginnt das Training, eine englischsprachige Animateuse bringt die „Guys“, Mädels sowie Kerle, auf Vordermann: „Come on, guys, one more time!“ „And now one more time“ und „And one more time“ „Good job!“, nach einer halben Stunde „You can have a drink of your water now“ und dann weiter „One more time…“

    Dicke Wolken hängen über Gran Tarrajal

    So geht das eine ganze Stunde, und als sie nach zehn Minuten Pause wieder anfängt, ist uns das zu anstrengend, sowohl der Gedanke an soviel Sport als auch das Zuhören, wir lichten den Anker und suchen uns eine neue Bucht. Mit den dunklen Wolken fahren wir weiter nach Süden, heute Nacht soll der Wind auf Nordost drehen, und am Nachmittag die Sonne zurückkommen, mal sehen.

  • Surfers Paradise

    Das Video von den Schnorchelgängen in der Bucht bei Puerto Calero ist auf Youtube hochgeladen, hier kann man es ansehen: “Unterwasserleben“

    Der Wind lässt die Gischt fliegen

    Die südlichen Winde, die zur Zeit auf den Kanaren herrschen, haben mich auf die Idee gebracht, die Strände und Buchten im Norden von Lanzarote zu erkunden. Volker ist ja für ein paar Tage nachhause geflogen, Trevor hatte nach unserem Ausflug am Montag Lust auf einen Ruhetag, und so sind wir zwei Mädels, Kay und ich, nach dem Frühstück mit dem kleinen Leihwagen losgezogen und sind über die Dörfer nach La Santa gefahren, einer kleinen Halbinsel im Norden Lanzarotes. Am Meer angekommen wurden wir von spektakulären Ausblicken überrascht. Der frische Wind stand gegen die Wellen, die hier – sozusagen ungebremst von einer Landmasse – von Norden her kommen. Zahlreiche Surfer waren im Wasser und viele Fotografen standen an Land. Leider sind die Buchten so, dass man  nicht so einfach zum Schwimmen ins Wasser kommt, so haben wir zunächst einige Buchten abgefahren und den Surfern zugeschaut. Der Südwind war warm und man konnte gut auf den aufgeheizten schwarzen Lavafelsen sitzen.

    Wellen

    Wir dachten, dass wir am Sandstrand der Caleta de Famara gut in der Sonne liegen, und einfach ins Meer gehen könnten, aber weit gefehlt! Der Wind wirbelte den umliegenden Sand so stark auf, dass man das Gefühl hatte, gesandstrahlt zu werden, es fühlte sich wie ein Body Peeling an, und alles war innerhalb kürzester Zeit von einer soliden Sandschicht bedeckt. Im Wasser war so viel Gischt in der Luft, dass wir schon vor dem Eintauchen total nass waren, aber es hat viel Spaß gemacht. Man musste nur aufpassen, denn es gab eine starke Unterströmung, die zu den Felsbrocken hinzog. Das Sonnenbaden nach dem Bad im Meer haben wir dann lieber gestrichen und uns zu einem kleinen Lunch in die erstaunlich geschützte Bucht vor dem Restaurant „Sol“ zurückgezogen.

    Und weil das viel schöner im Film herauskommt als auf Fotos, habe ich noch einen kleinen Film hochgeladen: “Wellenspektakel“.

  • Im Norden Lanzarotes

    Grüne Bäume in der Stadtmitte von Haría
    Die ersten Palmen künden Haría an

    Am zweiten Tag haben wir uns den Inselnorden vorgenommen, allerdings mit kleinen Korrekturen des ursprünglichen Plans. Anfangen wollten wir mit der ehemaligen Hauptstadt Teguise, die einen mittelalterlichen Stadtkern hat. Allerdings waren wir sehr erstaunt, als wir dort ankamen, winkten uns zahlreiche Hände auf Parkplätze, links und rechts der Straße, bis wir herausfanden, dass dort sonntags ein großer Markt stattfindet, wohl so groß, dass man dafür Tausende von Parkplätzen aufmacht. Das haben wir uns dann lieber geschenkt und sind zum Mirador del Río gefahren über die erstaunlich grüne Stadt Haría, deren Straßen von Palmen gesäumt sind, ein ganz anderer Anblick als die Mondlandschaft der Südinsel. Es geht auch ziemlich hoch in die Berge, gewundene Straßen mit großartigen Ausblicken über die Insel und zum Meer hin auf allen Seiten.

    La Graciosa

    Beim Mirador del Río hat man große Ausblicke zur Insel La Graciosa, man sieht viele Yachten in der geschützten Bucht ankern. Auf dem Feld vorher haben wir gigantisch große Ziegen gesehen, die dort frei auf dem Feld herum liefen, und viele Autos mit einer Art Jagdhund, eine Aktivität, die offensichtlich  eine Sonntagsbeschäftigung der Inselbewohner ausmacht.

    Durchblicke
    Lava-Felsen
    Felsformationen

    Auf dem Weg zum Meer machen wir Halt bei den Cuevas de los Verdes, einer durch die zahlreichen Vulkanausbrüche geformten unterirdischen Höhle, die man mit einer geführten Gruppe besuchen kann. Es geht durch viele Gänge, die Höhle ist total trocken und hat eine konstante Temperatur von 19°. Am Ende des begehbaren Teils ist ein Auditorium, in dem auch Konzerte abgehalten werden, es gibt einen kleinen unterirdischen See. Die Einwohner der Insel haben die Höhle zu früheren Zeiten als Fluchtort genutzt, vor den Conquistadores der spanischen Armada und später vor den Piraten aus Afrika, die die Inselbewohner gerne als Sklaven mitnahmen. Die Gänge gehen bis hinunter zum Meer, auch das ein Fluchtweg vor Eindringlingen.

    Ein salziges Bad am Ende des Tunnels?
    Felsformationen am Meer
    Da kommt der unterirdische Höhlentunnel raus

    Das dem Meer nahegelegene Ende der Höhle haben wir in einem zweiten Schritt ebenfalls besucht, dort allerdings machten uns die Gerüche der ebenfalls in und um die Höhle ansässigen Restaurants darauf aufmerksam, dass wir noch kein Frühstück und kein Mittagessen hatten.

    In einem kleinen Fischerdorf an der Nordostküste finden wir ein Restaurant, das gut besucht ist von lauter spanisch sprechenden Menschen, da gehen wir hin und werden nicht enttäuscht, köstliches Essen erwartet uns.

    auch eine Kaktusart
    mit Blüte
    schön angelegt
    großartige Formen

    Danach schaffen wir nur noch einen Besuch im Jardín de Cactús, einem von Cesar Manrique, dem lokalen Inselkünstler, der alles hier entworfen hat, erfundenen Kaktusgarten, wunderschön angelegt, mit zahlreichen verschiedenen Kakteenarten. Hier gibt es außerdem richtige Kaktuszuchten, die vor allem die Cochenilleläuse, die auf diesen Kakteen leben, für die Gewinnung von rotem Farbstoff züchten. Die rote Farbe in vielen Kleidern, aber auch im Campari stammt daher, naja, man schmeckt es ja nicht…

  • Ausgeflogen

    Das Mechaniker-freie Wochenende haben wir genutzt, um zwei Tage lang mit Trevor und Kay die Insel Lanzarote zu erkunden. Ich hatte zwei Touri-Touren vorbereitet, eine Süd-Tour mit Vulkan-Besuch im Timanfaya Naturschutzgebiet, und die Nord-Tour mit Besuch der vulkanischen Höhlen „Cuevas de los Verdes“.

    Lavagestein

    Angefangen haben wir am Samstag morgen gemütlich nach dem Frühstück mit dem Nationalpark rund um den Vulkan. Es war nur eine kurze Anfahrt mit dem Auto, und die Landschaft wurde immer mondoberflächlicher. Von den letzten größeren Ausbrüchen im 18. und 19. Jahrhundert liegen im Süden von Lanzarote riesige Felder voller Lavagestein, es sieht wirklich aus wie man es sich auf dem Mond vorstellt, die ideale Filmkulisse für Science-Fiction-Filme. Natürlich sind wir die Bustour, die wir schon bei unserem ersten Besuch absolviert hatten, noch einmal mitgefahren, es ist einfach zu spannend, all das zu sehen, auch die Erklärungen kann man ruhig zweimal anhören.

    Der große Krater

    Beeindruckend ist der große Krater, wenn man sich vorstellt, dass da mal Feuer rauskam und Steine und Asche …

    Pollo asado gegrillt mit Erdwärme
    man-made Geysir
    die Hitze facht das trockene Gestrüpp sofort an
    mehr Lavagestein

    Wir haben anschließend die Hände an die von der inneren Hitze erwärmten Steine gelegt, in den Erdlöchern haben helfende Hände trockenes Gras gelegt, und es hat ganz schnell hoch aufgelodert, über einem Kamin hängt ein Schwenker-Grill, auf dem Hähnchenteile mit Erdwärme garen, alles sehr beeindruckend. Und es verleiht einem Respekt vor den Kräften unseres Planeten.

    Wo ist das Kamel?

    Bei den Kamelen haben wir nur einen kurzen Halt gemacht, ohne uns darauf zu setzen. Volker hat versucht, ein Kamel zu streicheln, aber das war nicht besonders amused.

    Die Salinen

    Weiter ging es an die südwestliche Küste der Insel, wir bewundern die Salinas de Janubio, die großartig angelegten Salinen zur Meersalzgewinnung, die urspünglich mit Windmühlen betrieben wurden.

    Höhle bei Los Hervideros
    Los Hervideros

    Einen weiteren Stopp haben wir bei Los Hervideros eingelegt, eine ebenfalls durch die Lavastrom-geprägte Landschaft außergewöhnliche Küstenstruktur, man muss diese Gegenden einfach besuchen und selber anschauen, so unglaublich ist das. An Tagen mit viel Wind und Wellen ist es bestimmt noch beeindruckender, aber wir fanden das schon alles sehr schön.

    Paella

    Erholen konnten wir uns beim anschließenden exzellenten Mittagessen in El Golfo, direkt am Strand, im Angesicht der Möwen, die auf unsere Fischpaella scharf waren.

    Schotterstraße bis zum Strand

    Vor dem Besuch der Weingüter sollte ein kurzer Strandausflug folgen, es wurde erst einmal zu einem Horrortripp, weil plötzlich die Straße aufhörte und wir die nächsten 6 Kilometer über eine Schotterpiste zu den Papagayo-Stränden zurücklegen mussten. Der schreckliche Weg hat sich gelohnt, die Strände sind wunderschön, viele Yachten ankerten im Schutze der Felsen auf türkisblauem Grund, und wir haben uns beim Schnorcheln über den Fischreichtum gefreut. Auf dem Rückweg haben wir einen Umweg über Playa Blanca gefunden, der zwar streckenmäßig viel länger war, aber dank der ausgebauten Straßen weniger Zeit benötigte.

    Statt Weinbergen gibt es einzelne Löcher pro Weinstock
    altes Werkzeug

    Kurz vor Sonnenuntergang kamen wir anschließend am Weingut, an der Bodega Rubicón an, wo man auch ein bisschen die Einrichtung der alten kanarischen Herrenhäuser bewundern kann. Die Flaschenweine sind sehr teuer, und zum Probieren muss man auch pro Glas einen Euro bezahlen, also haben wir uns in der angeschlossenen Bar ein ganzes Glas Wein und ein Bier gekauft, und dies im Schatten der großen Bäume genossen. Angebaut wird der Wein auf Lanzarote in runden Erdlöchern, die nachts die Feuchtigkeit sammeln, tagsüber tut die Sonne ihr übriges. Aber viel Arbeit ist das bestimmt im Vergleich zu den herkömmlichen Weinanbaumethoden.

    Morgen erzähle ich von der zweiten Tour durch den Inselnorden.