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  • klein und fein

    Bisher waren die Kneipen und Restaurants rund um den Yachthafen von Estepona ziemlich leer. Das hat sich gestern schlagartig geändert und die große Fiesta Espagnola nahm schon zum frühen Nachmittag mächtig an Fahrt auf. Es wirde gegessen, musiziert, gesungen und gelacht. Ein fröhliches Stimmengewirr. Und so haben wir uns dann am frühen/späteren (?) Abend auch in den Trubel gestürzt. Erstmal zum „warm up“ in einer englischen Kneipe und dann später in einer Art Diskothek mit DJ. Wir haben viel getanzt, gelacht und gefeiert. Unsere Stimmung und die der Spanier war ausgelassen. Der Grund für den ganzen Trubel sind wohl die bevorstehenden Feiertage und für die meisten war der gestrige Tag auch der letzte Arbeitstag des Jahres, also eigentlich mehr als ein Grund…
    Irgendwann waren nicht nur unsere Beine vom Tanzen müde, der neue Tag angebrochen und die Stimme etwas rau vom Mitsingen, also eindeutig Zeit zum Heimgehen. Wer feiern kann, kann auch segeln, so heißt das doch? Deshalb sind wir, nachdem wir die Hafengebühren beglichen hatten, auf einem spiegelglatten Meer unserem nächsten Ziel entgegenmotort. Sechs Seemeilen vor Marbella, unserem heutigen Tagesziel, hat es dann doch ein bisschen Wind gegeben und wir sind mit zwei bis drei Knoten Fahrt unserem Ziel entgegengezockelt. Langsam kann auch mal schön sein, zumal wenn, so wie heute, die Sonne vom Himmel lacht.
    Wir liegen hier fünf Gehminuten nah zur Unferpromenade von Marbella im Ortsteil Bajadilla, ruhig und geschützt und doch ein bisschen ab vom Lärm, sehr schön.
    Die Altstadt von Marbella ist klein aber wunderschön, es gibt nur ein paar eng verwinkelte Gassen, aber das lohnt sich allemal. Das hier ist mit das Schönste, was wir bisher an historischen Zentren gesehen haben. (Aber Estepona und Cádiz waren auch sehr schön)
    Der Rest von Marbella entspricht in der Tat eher dem Klischee der spanischen Touristenhochburg mit zum Teil fragwürdiger Architektur. Ab dem Strand ist der Blick auf das Meer aber in jedem Fall unverbaut und Schönheit ist ja auch Ansichtssache.
    Morgen segeln wir, wenn der Wind weht, nach Fuengirola oder nach Benalmádena, wo wir dann im Prizip auch zur Weihnachtszeit liegen werden. Der Flughafen von Malaga ist von dort nicht mehr weit entfernt, das ist in so fern praktisch, als der Nachwuchs zu jeweils unterschiedlichen Zeiten angeflogen kommt und wir mehrmals zum Flughafen mit dem Leihauto pendeln werden.
    Am 25. Dezember sind hoffentlich alle Mann, bzw. Kinder an Bord und unser Weihnachtsfest startet dann so richtig.

  • Das Affenvideo auf Youtube

    Hier ist ein kleiner ungezogener Berberaffe, der sich gerade über seinen großen Bruder geärgert hat.

    DCIM100GOPROUnd das war der Sonnenuntergang heute in Estepona, der für den morgigen Tag nur Gutes verheißt.

  • Sommer, Sonne, Sonnenschein und noch eine nette Familie

    Orangenbäume in der Altstadt von Estepona
    Orangenbäume in der Altstadt von Estepona
    Alle Straße sind so schön geschmückt
    Alle Straße sind so schön geschmückt
    Die Blumentöpfe gib es in allen Farben
    Die Blumentöpfe gib es in allen Farben
    Der Leuchtturm von Estepona
    Der Leuchtturm von Estepona

    Estepona, unser momentaner Standort an der Costa del Sol, sieht auf den ersten Blick sehr modern und touristisch aus. Ist es auch sicher in der Saison. Aber da es auch eine typisch andalusische Altstadt gibt, fühlen wir uns hier in Estepona rundum wohl. Und in der Altstadt findet auch das typisch spanische Leben statt, so wie man es kennt, mit spätem Abendessen, mittags bis spätnachmittags sind alle Läden dicht wegen der Siesta und ab 17 Uhr sind die Gassen wieder belebt. Ein anderer Rhythmus, ein anderes Lebensgefühl.

     

    Palmen am langen Strand von Estepona
    Palmen am langen Strand von Estepona

    Seit 2 Tagen strahlt die Sonne vom makellos blauen Himmel mit dem blauen Meer um die Wette, kein Wölkchen ist zu sehen und heute ist das Thermometer auf 25 Grad geklettert. Kurze statt lange Hosen sind wieder angesagt und Sonnencreme statt Regenschirm. Das Gute ist, dass das auch erst mal so bleiben soll, so haben wir es uns ja vorgestellt. Und für die Zeit um Weihnachten, in der unsere Kinder zu Besuch kommen, soll es auch so schönes Wetter und keinen Regen geben.

    Deutlich zu sehen: Der Felsen von Gibraltar und links davon, wolkenverhangen,  Dschebel Musa, die beiden Säulen des Herakles
    Deutlich zu sehen: Der Felsen von Gibraltar und links davon, wolkenverhangen, Dschebel Musa, die beiden Säulen des Herakles

    Der Blick vom Cockpit aus ist grandios, wir können noch Gibraltar und Afrika sehen. Seit gestern haben wir auch wieder neue Nachbarn, eine belgische Familie mit vier Kindern, die für ein Jahr durch die Gegend segeln und danach wieder ins normale Leben zurückkehren werden. Die Kinder, drei Jungs und ein Mädchen, sind zwischen sechs und elf Jahren alt, sprechen französisch in einem ziemlich schnellen Tempo. Wir versuchen, so gut es geht, zu folgen.

    Die geplante Route der Belgier ist die gleiche wie die unsere, ab Mitte Januar soll es zu den Balearen gehen. Nachher gibt es dann auch einen gemeinsamen Kennenlerndrink, zwischendrin waren wir, um das Eis zu brechen, Frisbee spielen. Ein von uns spontan mitgebrachtes Eis aus dem Supermarkt wurde schon mal gerne angenommen, logisch!
    Der Elfjährige hat uns heute morgen auch schon mal erklärt, dass man bei einer Aluminiumyacht immer auf galvanische Ströme achten muss, damit das Schiff nicht korrodiert. Das haben wir zwar schon gewusst, hat er aber sauber erklärt, Respekt.

    Was ist das für ein Baum?
    Was ist das für ein Baum?

    Weihnachten naht ja nun mit großen Schritten, wir sind bis jetzt von dem ganzen Trubel noch verschont geblieben. Das einzige, was wir schon mal besprechen, ist das geplante Abendessen an Heiligabend und den Feiertagen, denn am 25. und 26. Dezember haben auch hier die Geschäfte zu.

  • Am Traumschiff vorbei

    16. Dezember 2014, Dienstag, Baro 1020, bedeckt, Wind um 4 Geaufort mit Böen bis 28 Knoten

    Ein Wasserfall direkt unterhalb vom "Rock"
    Ein Wasserfall direkt unterhalb vom „Rock“

    Ablegen 10:45, raus aus der Bucht von Algecira, da sehen wir in der Ferne ein paar Fallschirmspringer und einen Fallschirm mit einem Paket. Und im Wasser sind ganz viele kleine Motorboote. Das muss irgendeine Übung sein. Mitten hier in der Bucht ankern viele Frachtschiff, Tanker, u.s.w., die von kleineren Versorgerschiffen bestückt werden.
    Wir umrunden den Europapoint, die südlichste Landspitze von Gibraltar, plötzlich dreht der Wind um 180 Grad und nimmt zu bis zu sechs Windstärken in Böen.

     

     

    Die fliegende Flasche...
    Die fliegende Flasche…
    ... und der Aufprall
    … und der Aufprall

    Jetzt wird es Zeit, dass wir die Flaschenpost, die wir von Ingo zum Abschied bekommen haben, ins Meer werfen. Zuerst leere ich den Sand aus Vlieland direkt am Europapoint aus, und dann kommt die Flasche mit Ingos Telefonnummer hinterher, mal sehen, wo sie wohl angeschwemmt wird und ob sich jemand meldet, wir haben auf einem kleinen Zettel um eine SMS gebeten…

    Das ZDF-Traumschiff, die "Deutschland"
    Das ZDF-Traumschiff, die „Deutschland“

    IMG_1882Auf der anderen Seite des Felsen liegt ein Passagierschiff, als wir näher kommen, sehen wir, dass es die „Deutschland“ ist, das Traumschiff aus dem Fernsehen. Wir segeln ganz nah dran vorbei, und als wir vor ihrem Bug sind, grüßt sie uns zweimal mit einem lauten „Tuuut“ und die Leute von der Brücke kommen raus und winken. Später erfahren wir von Volkers Mama, dass die Deutschland Insolvenz angemeldet hat, vielleicht wollten sie deswegen nicht mit mir funken, ich hätte ja auch ein neugieriger Journalist sein können…

    imageInsgesamt war es ein schneller Trip, wenn auch reichlich kalt, der Wind  und der Strom haben dafür gesorgt, dass wir die fast 25 Meilen in dreieinviertel Stunden hinter uns gelassen haben. Die HEXE ist schon reichlich flott unterwegs, soviel Potenzial und das  vollgeladen  mit dem ganzen Hausstand. Gutes Schiff, da kommt der Spaß am Segeln nicht zu kurz, und das ist ja auch wichtig. Im Hafen von Estepona war es dann warm und sonnig, und wir konnten unseren Anleger mit spanischen Oliven in der Sonne im Cockpit genießen.

    IMG_1781IMG_1744 IMG_1758Gestern waren wir bei den Affen auf dem berühmten Felsen, und die Tierchen sind wirklich putzig! Wir haben auch ganz viel gefilmt, wenn ich das  hinbekomme, die Clips zu schneiden, stellen wir sie wieder  auf Youtube, wir geben Bescheid. Mit der Seilbahn sind wir in fünf Minuten hochgefahren, mit einem wunderschönen Blick über die Bucht von Algeciras, und von oben hatte man ebenfalls einen genialen Ausblick:

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    Morgen schauen wir uns mal hier in Estepona an der Costa del Sol um und werden berichten.

  • Gibraltar

    IMG_1650Wir sind noch immer in Gibraltar, haben uns heute den ganzen Tag den Regen angehört, der aufs Deck prasselte, und in der einzigen echten Regenpause sind wir ganz weit nach oben gewandert, fast bis zu den Affen, aber die werden wir morgen besuchen. Im Moment regnet es immer noch, aber morgen soll angeblich die Sonne wieder scheinen, dann nehmen wir das Cable Car und fahren rauf auf den Rock, ohne Nico, weil angeblich die Affen ihn fressen würden…

    Hier ist noch der Link zum Film vor Gibraltar: Hier

    Hier ein paar Bilder als Eindrücke:


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  • Da sind wir…

    Lange haben wir davon geträumt und jetzt ist es Wirklichkeit geworden. Noch ein bisschen surreal, so als müssten wir uns gegenseitig in die Wange kneifen und uns immer gegenseitig versichern, dass wir dieses Teilziel erreicht haben. Gibraltar, von Mythen umrankt, vor ca. 175 Millionen Jahren vom afrikanischen Kontinent abgetrennt, haben wir erreicht. Der Atlantik liegt hinter uns, seit über vier Monaten sind wir nun unterwegs, jetzt sind wir im Mittelmeer.
    Vorgestern haben wir noch das Kap Trafalgar mangels Wind mit Motorunterstützung umrundet. Jener Ort, an dem Admiral Nelson 1805 seine ruhmreichste Seeschlacht gegen Frankreich und Spanien geschlagen hat, und dann doch tödlich verwundet wurde. Deshalb wird in Gibraltar (und in England) an zahlreichen Stellen dem glorreichen Admiral gehuldigt. Nelson wird heute bei Seglern auch als Beispiel genommen, wenn es um Seekrankheit geht, war er doch Zeit seiner Seefahrt von dieser Geißel befallen und ist trotzdem zur See gefahren (Gruß an Jürgen 😉 und zahlreiche andere Seefahrer, z.B. Wilfried Erdmann).
    Gestern konnten wir mit leichten Winden, aber immerhin unserem Tagesziel entgegen kreuzen, Afrika recht, Europa links, was für eine Kulisse!
    Heute haben wir fast nichts gemacht, außer den englischen Supermarkt geplündert. Wir grillen abends ein saftiges Sirloinsteak und Seeteufel. Die Auswahl bei Morrisons war schon gewaltig, das Stimmengewirr englisch dominiert, aber auch sehr viele Spanier sind auf dem „Rock“, wie die Einheimischen sagen, unterwegs.

    Hier findet Ihr ein Video von Bord der Hexe, kurz vor der Einfahrt nach Gibraltar:
    Die Hexe vor Gibraltar

    Und wie geht es mit uns weiter?
    Wir wollen immer noch auf den Affenfelsen, der höchste Punkt Gibraltars mit 424 Metern. Heute war es uns zu diesig, die Fernsicht nach Afrika zu eingetrübt.
    Affenfelsen heißt das übrigens, weil dort wilde Berberaffen leben. Wie die Primaten dort hingekommen sind, darauf weiß auch Wissenswiki keine eindeutige Antwort. Egal auch, nicht jedes „Geheimnis“ muss gelüftet werden. Sobald das Wetter klar ist, geht es mit der Bergbahn nach oben.
    Cornelia hat von unserem Nachbarboot, mit einer serbischen Frau, die auf Mallorca lebt und einem echten Amerikaner, der die Weiten des Meeres durchsegelt, eine Hochseeangelausrüstung bekommen (vielleicht, weil ich gestern ein paar Cuba libre spendiert habe). Den Rum und andere Getränke gibt es hier im Steuerparadies ziemlich günstig, genau so wie auf Helgoland. Künftig ziehen wir ein paar Meter Angelleine mit farbigem Köder hinter uns her.
    Also Fische aufgepasst…
    Soweit ist alles gut an Bord, wir sind zufrieden, alles im Lot auf’em Boot.

  • Guckst Du!?

    Anscheinend hat Marinetraffic.com irgendein Problem mit seinen Empfangsstationen. Aber, Joachim sei Dank für den Tipp, könnt Ihr bei www.vesselfinder.com unser AIS-Signal sehen und nachschauen, wo wir sind.

    Das Gute daran ist, dass unser Gerät fehlerfrei arbeitet und wir somit nicht noch weiter forschen müssen. Joachim hat auch schon mal bei Marinetraffic angefragt, was das Problem ist, die Antwort steht noch aus ( siehe sein Kommentar zu „Kleine Korrektur“.
    Nachdem wir das nun gelöst haben, die Welt wieder in Ordnung ist, machen wir uns heute auf den Weg nach Tarifa, dem Surferparadies. Wind ist nicht vorhergesagt, aber genug Diesel ist im Tank und somit steht der Weiterreise nichts im Weg. In Gibraltar werden wir denn Dieseltank wieder bis obenhin auffüllen, der Liter kostet dort nur 63 Cent, da macht das Tanken doch gleich mehr Spaß. Wir haben ja nur 110 Liter im Tank, was muss das für ein Gefühl sein bei einem größeren Motorboot mit mehreren tausend Litern Tankinhalt… Da kann die Liebste vom Ersparten schon mal ein schönes Collier zu Weihnachten bekommen, oder so ähnlich ;-))

    Seit gestern können wir sehr deutlich die Ausläufer von Afrika sehen – ganz schön aufregend.
    Der Liegeplatz zur Weihnachtzeit in Marbella ist reserviert, wir freuen uns aufs Mittelmeer. Mit herzlichen Grüßen „out of Afrika“ von Bord der HEXE.

  • Kleine Korrektur!

    IMG_1586Also, so ganz stimmt das nun auch wieder nicht, was wir über Rota geschrieben haben. Das mit der toten Hose ist wohl ein wenig von der Uhrzeit abhängig, natürlich nicht nur in Rota, sondern wohl in ganz Spanien. Wir waren abends nochmal in dem Ort unterwegs und haben einige Menschen auf den Straßen und in den Gassen gesichtet. Es gibt einen Platz mit zahlreichen Kneipen, phantasievoller Weihnachtsbeleuchtung und abends offenen Geschäften.

    Das Marktgebäude in Rota
    Das Marktgebäude in Rota

    Will meinen, es ist eine eher angenehme Betriebsamkeit, die den Segler/Tourist erfreut. So haben auch wir einen schönen Pub gefunden (O’Grady’s Irish Bar), in dem wir die leckersten Chicken Wings (14 Stück gesamt) unseres Lebens verspeist haben und dabei noch nett mit dem Besitzer, der aus Irland kommt, geschnackt haben. Gute Musik, nette Leute, angenehme Atmosphäre, die ideale Rezeptur für einen gelungenen Abend. Die Hafengebühr war mit die günstigste auf unserer Reise.

    Heute haben wir dann mal versucht, ein paar Dinge in die Wege zu leiten. Weihnachten macht auch vor uns nicht halt und vieles muss geplant werden. Die Flugtickets für unsere Kinder wollen gebucht sein, der Liegeplatz für Schiff und Mannschaft nahe bei Marbella soll reserviert sein und das Leihauto zum Flughafen muss bei der Verleihstation angefragt werden. Alles nicht so einfach von Bord aus zu organisieren, schon gar nicht ohne das liebe Internet.

    IMG_1610Und die Besichtigung von Cádiz steht auch noch aus und auf die will Cornelia absolut nicht verzichten. Ist ja auch eine Stadt mit viel Historie, über 3000 Jahre alt und wer war nicht alles schon da: die Römer, die Mauren, die Spanier natürlich und die Phönizier haben die Stadt gegründet. So viel Geschichte auf einem Fleck, also wirklich dicht beisammen und vieles ist davon auch sichtbar.

    Ja, wir waren/bzw. sind dort, sind hingesegelt haben einen tollen Liegeplatz beim Real Club Nautico ergattert. Die Marinamitarbeiter sind so super freundlich, meine Sprachkenntnisse stoßen leider an Grenzen, aber Cornelia füllt die Lücke. Ach und ein super Internet gibt es auch noch dazu. In allen Hafenführern wird geschrieben, dass Gastyachten nicht gerne gesehen sind, aber wir wurden mit offenen Armen willkommen geheißen, perfekt.

    Wandgemälde in den Straßen von Cádiz
    Wandgemälde in den Straßen von Cádiz

    Dann ging es in diese geschichtsträchtige Stadt (ca. 15 Laufminuten entfernt vom Hafen) mit den zahlreichen Parks und Gärten, monumentalen Bauten, der vielen Kunst, der Kathedrale, den alten Einkaufsstraßen, den maurischen Stilelementen, der alten Stadtmauer, der belebten Uferpromenade und noch viel mehr. Und es  gab eine Kneipe, in die der Hund mit reindurfte, und wir konnten ein kühles Bier trinken!

    Fünf Stunden sind wir durch Cádiz gewandert, haben viel bestaunt und gesehen, längst noch nicht alles, vielleicht hängen wir noch einen Tag dran. Die Füße sind platt, der Kopf ist voll von Eindrücken, Nico liegt faul auf dem Sofa, der Mond ist aufgegangen – gute Nacht.

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    Zum leidigen Thema AIS noch ein Satz, bei Marinetraffic.com werden wir immer noch in Faro/Portugal gelistet, echt keine Ahnung, was das soll, wenn jemand ’ne Idee hat, schreibt uns. Wir sehen jedenfalls auf unserem Bildschirm alle Schiffe in unserer Umgebung mit AIS-Signal.

    IMG_1490Und das hier ist eine Segler-Burka, getragen bei viel Wind auf der Fahrt nach Rota.

    Übrigens: Bei „Adeus, Lagos“ und „Weiter als gedacht oder Olà, España“ und  „Ankernacht vor Culatra“ gibt es neue Fotos!

  • Weiter als gedacht oder Olà, España

    Gestern war eigentlich unser Plan, ins nahegelegene Ayamonte zu segeln, dem ersten spanischen Hafen am Grenzfluss zwischen Spanien und Portugal. Doch der Wind hat einmal mehr unsere Pläne durchkreuzt. Statt Nordwind gab es einen kräftigen Nordostwind mit bis zu fünf Beaufort. Ein Plan beim Segeln ist aber nur so gut wie die „Wetterrealität“ und allein schon deswegen veränderbar.

    Sonnenuntergang auf See
    Sonnenuntergang auf See

    Wir haben unser Ziel neu definiert, auch wenn es mit 79 Seemeilen deutlich weiter gehen sollte als angedacht. Nach 12 Stunden segeln mit sehr wechselhaften Winden sind wir abends um 22 Uhr (spanischer Zeit) im spanischen Rota angekommen. Das Segeln war in sofern anstrengend, als der Wind dauernd Stärke und Richtung geändert hat und damit sehr viel Trimm-/Einstellarbeit an den Segeln notwendig war – Segel anholen, Segel rauslassen, also nix mit erholsamem Dahingleiten. (Und der Skipper hat Muskelkater!)IMG_1532

    Rota gehört zu Andalusien und liegt dicht bei Cadiz, hier ist so ein bisschen der Hund begraben oder klarer gesagt “ tote Hose“. Obwohl der Hafen gegen alle Wind- und Wellenrichtungen geschützt ist, die Stege sehr modern sind und der Ort recht hübsch ist, scheint kein Segler hier überwintern zu wollen. Wifi gibt es leider aucht nicht im Hafen und deshalb auch keine Bilder von hier, die folgen, wenn es wieder welches gubt.

    Heute war erst mal großer Schiffs- bzw. Hausputz innen und außen angesagt. Die Temperaturen sind hier gefühlt nochmal milder als in Lagos, Nordafrika ist jetzt zum Greifen nah. Wahrscheinlich werden wir zum Ende diese Woche die Straße von Gibraltar passieren, damit den Atlantik hinter uns lassen und das Mittelmeer erreichen. Rechts werden wir dann, bei guter Sicht, die hohen Berge des marokkanischen Riffgebirges sehen.
    Vorher wollen wir noch Cadiz besichtigen, das zu den ältesten Städten von Spanien zählt und dessen altes Stadtzentrum sehr ansprechend sein soll. Jetzt machen wir erstmal einen Bummel durchRota,  und heute abend segeln wir vielleicht noch nach Cadiz.

  • Ankernacht vor Culatra

    IMG_1484Nachdem wir gestern morgen in Vilamoura abgelegt haben, ging es mit flotter Fahrt, teilweise über 8 Knoten, zügig in Richtung der spanischen Grenze voran. Bei flachem Wasser, Strand und Küste unmittelbar in Luv, Segeln wie auf einem Binnensee. Doch man soll den Tag, zumindest den gestrigen, dann doch nicht vor dem Abend loben. Kurz vor Faro dreht der Wind auf Ost, genau aus der Richtung, in die wir hinwollen und frischt unangenehm auf. Einelige kurze Welle stellt sich unserem Schiff in den Weg. Das alles bei absolut blauem Himmel, blauem Meer und guter Fernsicht. Naja, das mit dem Kreuzen ist nicht unser Ding, ein kurzer Blick in die Seekarte und den nautischen Atlas und schon sind wir kurzerhand in die Lagune von Faro abgebogen.

    Als Ziel haben wir uns den Ankerplatz vor der Ferieninsel Culatra rausgesucht. Noch schnell die Segel geborgen und schon rasselt die Ankerkette,der Anker geht auf Tiefe und gräbt sich in den weichen sandigen Untergrund ein. Wir stellen den Motor aus und genießen andächtig die plötzliche Stille. Wir machen Peilungen zum Land, kontrollieren diese wieder nach einiger Zeit, um sicherzustellen, dass der Anker hält und somit unser Boot an seinem angestammten Platz bleibt. Alles ist gut und schon heißt es, das Beiboot klarzumachen und zur Inselerkundung zu starten.

    IMG_1496Außer ein paar kleinen Häusern besteht Culatra vornehmlich aus Sand. Im Inselinneren wird diese Sandwüste von einer typischen Dünen/Marschlandschaft unterbrochen. Die Insel ist in ca. 15 Minuten durchquert und wir finden uns am Südstrand wieder. Die Aussicht über das Meer zur einen und der Blick in die nördlich gelegenen Berge ist gigantisch. Wir wandern ein bisschen umher, erfreuen uns an der einen oder anderen blühenden Pflanze und genehmigen uns noch ein Bier und einen Wein im regionalen einfachen Restaurant, bezahlen dafür insgesamt eineuroneunzig. Dann wird es Zeit für eine kleine Spätmittagsruhe und mit dem Beiboot geht es zur Hexe zurück. Um 17. 15 Uhr geht die Sonne unter und ein schönes Abendrot verspricht auch für den nächsten Tag wieder schönes Wetter – Abendrot Schönwetterbot’…IMG_1540

    IMG_1542Kurz danach geht der Vollmond im Osten auf, beinahe kitschig.
    Die Nacht ist kühl, aber ruhig, der Anker hält, und nach einem morgendlichen Ausflug mit Nico zum Gassigehen setzen wir unsere Fahrt Richtung Spanien fort. Leider schwingt der aufgehende Anker ziemlich und haut eine kleine Macke in den Bug, das müssen wir dann noch mal üben.