Blog

  • Ohne wenn und aber

    Ohne wenn und aber

    IMG_0807Nachdem wir bisher nicht nur positiv über die bisher besuchten portugiesischen Orte geschrieben haben, machen wir jetzt mal eine Kehrtwende. Wir sind hier in Figueira da Foz und müssen sagen, dass wir uns hier sofort wohl gefühlt haben. Schöner Park, fast alle Gebäude rausgeputzt und renoviert, super Marina mit neuem Sanitätsgebäude, schöne Altstadt mit tollen Restaurants und dazu scheint jetzt auch noch die Sonne.

    Gestern Abend haben wir dann auch ausgiebig die portugiesische Küche genossen, mit Vorspeise, Hauptspeise und einem super leckeren Dessert. Leben wie Gott in Portugal. Besser geht nicht mehr, oder?
    Heute werden wir dann mal mit Nico noch einen Tierarzt konsultieren, weil der Gute sich seit mehreren Tagen wie wild kratzt. Flöhe können wir keine entdecken, das Bad im Salzwasser hat ihm nicht geholfen und auch die Medizin gegen Zecken, Flöhe und ähnliches Getier bringt keine Linderung. Vielleicht sind es ja Milben, Läuse oder andere ähnlich unliebsame Haustierbewohner. Uns juckt es auch schon bei dem Gedanken daran. Noch eine Anmerkung aus aktuellem Anlass für ängstliche Gemüter, den bösen Hund Kiko haben wir jetzt auch erfolgreich abgeschüttelt! 🙂

    IMG_0798Gestern bei der Anfahrt nach Figueira da Foz sind wir noch in ein nicht markiertes Treibmetz reinmotort. Unserer Kielform sei Dank ging das Netz nicht in die Schraube, sondern blieb am Kiel hängen. Mit beherzter Rückwärtsfahrt konnten wir uns aus den Klauen der Fischjäger schnell befreien. Den Fischen wird das leider nicht gelingen. Bisher hatten wir es nur mit markierten Netzen zu tun und wenn man die rechtzeitig (!) sieht, kann man einen großen Bogen drum machen.

    IMG_0795(Susanne, danke für die Wäscheklammern, die kann man sogar benutzen, um störende Leinen festzuklammern!)

    Sonst ist alles im Lot auf dem Boot. Wer Lust und Spaß hat, kann mal unseren Wetterbericht für die nächste Woche anschauen. Vielleicht müssen wir den Meeres- und Wettergöttern ein paar Opfergaben überreichen, damit sie ein Einsehen haben. Vielleicht kennt ja der eine oder andere von Euch einen guten Trick, zum Gnädigstimmen von wichtigen Göttern. Lasst es uns wissen, wir sind offen für Anregungen!

  • (K)ein dicker Hund

    Gestern morgen wollte ich doch gerne probieren, im Ort Brot zu kaufen, schließlich hatte die Senhora vom Hafenbüro noch vorgestern gesagt, es gäbe eine „Baderia“, dort habe man Brot, und die diversen Damen und Herren, die ich in den Gassen, auf der Suche nach besagter Baderia gefragt habe, sagten mir auch, es gäbe Brot: „izquierda“, links, sollte ich gehen. Da habe sie dann auch gefunden, und sie sah sehr geschlossen aus, und so haben wir das Vortagsbrot aufgebacken.
    Aber, wie gesagt, gestern morgen wollte ich mein Glück noch einmal probieren, vielleicht haben Baderias in Portugal am Mittwoch Morgen geschlossen? Ich dackele also mit meinem Hund durch die schmalen Gassen, den Weg weiß ich ja jetzt, da stehen auf der Straße drei Frauen und schwatzen, normal, das dürfen sie ja auch. Nur der Hund, der bei ihnen ist, interessiert sich plötzlich sehr für Nico. Sie rufen ihn zurück: „Kiko, vem!“ Nur „Kiko“ kommt gar nicht, er hört auch überhaupt nicht auf die Stimmen, sondern stellt das Rückenfell und kommt Nico immer näher. Nun ist er, leider, ein Rüde, ein sehr hübscher, mit goldblondem kurzen Fell und wachen Augen, aber Nico gefällt er gar nicht. Zumal Nico an der Leine ist, und er dann immer mehr aufpassen muss, als wenn er frei läuft. Also fängt er schon mal an zu knurren, und ich ziehe ihn weg, in der Annahme, dass Kiko in der Nähe seiner Frauchen bleibt. Aber Pustekuchen! Kiko lassen die Rufe der Damen völlig kalt, er folgt uns durch die Gasse, bis ich mich rumdrehe und ihn lauthals wegscheuche. Das bringt mir einen zustimmenden Blick der Damen ein, und auch Nico muss sich beteiligen und bellt Kiko an. Den interessiert das aber nur marginal. Kurzfristig fällt er ein bisschen zurück, um an der nächsten Straßenecke wieder direkt hinter uns zu sein. Ich hebe wieder die Arme in die Höhe, schrei ihn auf Deutsch an: „Hau ab!“ Auch das hilft für eine kurze Zeit, wir gehen weiter.
    Die Baderie ist immer noch geschlossen, aber hier riecht es so lecker nach frischem Brot und Kaffee, dass ich noch einige Ecken weitergehe, bis ich ein kleines Café finde, wo man sicher auch ein Baguette kaufen kann. Wenn nur Kiko nicht wäre! Der steht schon wieder bei uns und bedroht meinen Hund! Das Café ist nur so eine Art Ausschank, das bietet uns auch keinen Schutz, zumal hier die Hunde nicht in Restaurants und Bars dürfen. Also machen wir einen letzten Versuch, Kiko abzuschütteln, Nico mit lautstarkem Bellen und ich mit einschüchternden „Schschschtttt“-Geräuschen, vergeblic! Schließlich machen wir uns auf den Weg zurück zum Hafen, dann gibt es eben die Leftovers von gestern abend zum Frühstück.

  • Winterzeit???

    Winterzeit???

    Seit wir hier in Portugal sind, haben wir unsere Uhren schon mal auf Winterzeit, respektive Ortszeit umgestellt. Da Portugal so weit westlich liegt, genau so weit wie England, ist es hier eine Stunde früher als im Rest von Europa.
    So werden wir, früher als uns lieb ist, schon mal an die Winterzeit gewöhnt.

    So hoch sind die Wellen hinter der Hafenmauer
    So hoch sind die Wellen hinter der Hafenmauer

    Gestern früh um 4 Uhr hatten wir schon mal ein Aha-Erlebnis hier im Hafen. Bedingt durch stürmischen Wind und hohem Wasserstand, hat sich im Hafen eine ungefährliche, aber unangenehme Welle gebildet und uns aufgeweckt. Also einmal raus, ab auf den Steg und die Leinen gecheckt. dabei fiel uns ein Segelschiff in der benachbarten Ankerbucht auf, dessen Anker scheinbar nicht mehr hielt und das schon bedrohlich nah an die Kaimauer herangeslippt war. Die Crew war sichtlich bemüht, den Anker aufzuhohlen und unter Motor, den Anker an einem besseren Platz fallen zu lassen. Wir haben das mit Spannung verfolgt, bereit zu helfen, haben den Liegeplatz hinter uns ausgemessen, als sie überlegten, doch in den Hafen zu kommen und ihnen die Länge zugeschrien.
    Nachmittags haben wir das nette französische Paar hier im Hafen kennengelernt, ein Käffchen zusammen bei uns an Bord getrunken, und die Details der nächtlichen Aktion erfahren. Joelle ist wohl wach geworden und hat beim Blick nach draußen bemerkt, dass der Anker nicht mehr hält, flott den Liebsten geweckt und damit auch das Schiff gerettet. Glück gehabt, das gehört beim Segeln manchmal genau so dazu, wie in vielen anderen Lebenssituationen auch. Die Reise von den beiden geht bald weiter zu den Kanaren und heute abend sind wir zu ihnen auf einen Apéritif eingeladen, damir wir die vielen kleinen Täfelchen übersetzen können, die in ihrem Boot von dem Vorbesitzer, einem Schweizer, hängen.
    Ansonsten sind wir hier im Regenwunderland, Schieber auf Wassermassen nach unten, Wind heult um den Mast, noch mehr Wasser von oben, die Lautstärke draußen nimmt weiter zu, der Wetterbericht ändert sich schneller als der Wetter-Wahnsinn.
    Zwischendurch haben wir uns an einen deutlich ruhigeren Liegeplatz weiter innen in den Hafen gelegt, mit den Bug gegen den Wind, so bleibt es wenigstens an unserem Bootseingang schön trocken, viel, viel besser so. Die Marineros sind unglaublich hilfreich: Als wir gefragt haben, auf welchen anderen Liegeplatz wir uns hier im Hafen legen können, rücken sie gleich zu dritt an, um uns die Leinen loszumachen und auf dem neuen Platz wieder anzunehmen, vielen Dank dafür!

    Welle5 Welle4 Welle3 Welle2 Welle1 Welle_TitelSchaut Euch die Bilder hier nur mal in Ruhe an. Der Atlantik draußen ist ganz schön in Bewegung und braucht halt auch seine Zeit, um sich zu beruhigen, auch wenn der Wind plötzlich nachlässt, ist halt ganz schön groß, der Atlantik. Gestern ist hier ein großes Kreuzfahrtschiff raus und das hat sooooo geschaukelt, ob da allen Passagieren das Abendessen bekommen wird?

    Heute morgen sind wir auch nicht ausgelaufen, zwar hat sich der Wind gelegt, aber der portugiesische Wetterbericht warnt vor einer 4 m hohen Welle im Bereich der 20-m-Linie, da kann das Ansteuern von Figueira da Foz gefährlich werden und das wollen wir nicht riskieren.
    Übrigens: Alle wartenden Schiffe außer unserem und einem kleinem polnischen Segelschiff führen die französische Flagge.
    Zu dem polnischen Schiff haben wir für später eine spamnende Story für Euch.
    Aber erst später!

  • Schönheit und Verfall

    Schönheit und Verfall

    Nachdem es gestern eher kühl, bewölkt und regnerisch war, kurzum usselig, wie der Rheinländer sagt, war heute morgen die Sonne wieder am Start und alles sah hübscher aus. Na ja fast alles, aber erst mal der Reihe nach.

    Nach einem Top-Frühstück im Cockpit, mit allem, was das Herz und der Magen begehrt, haben wir uns an die Tagesplanung herangewagt. (Dabei haben wir eine  Gruppe Intellektueller beobachtet, die erstmal auf den Steg kamen, um sich Strom zu holen, das machte Volker dann neugierig. Und er ist hochgestiegen, um nachzuschauen, und fand…. Ein Torpedo! Das haben die Jungs dann, mit dem Handy gesteuert, durch den Hafen fahren lassen.)

    Blick über Riveira, die Altstadt
    Blick über Riveira, die Altstadt

    Mittwoch soll es den ganzen Tag über schütten und deshalb stand der Entschluss schnell fest, ein Taxi zu rufen und uns nach Porto kutschieren zu lassen. Schon die Einfahrt in die drittgrößte Stadt Portugals war beeindruckend.

    Die Kathedrale von Porto
    Die Kathedrale von Porto

    Wie gewünscht, wurden wir dann an der Kathedrale abgesetzt und hatten von dort den ersten und auch schönsten Blick über die komplette Altstadt von Porto.
    Nach dem obligatorischen Besuch der Kathedrale sind wir auf Schusters Rappen durch die sehr engen und sehr verwinkelten Gassen der Altstadt gewandelt. Mit eng meinen wir sehr eng, gegenüberliegende Häuserwände haben vielleicht einen Abstand von 3 Metern.
    IMG_0774Leider sind hier in Porto viele Häuser so weit verfallen, dass sie unbewohnbar sind und das sieht nicht mehr so hübsch aus, auch wenn die Sonne scheint. Dann haben wir noch eine Rundfahrt mit einer Proa, einem typisch portugiesischen Schiff, auf dem Douro gemacht. Dabei haben wir noch mehr zum Teil sehr alte verfallene Villen, Industrieruinen und wiederum superschöne Gebäude gesehen.

    50 Minuten lang "Selfies"?!
    50 Minuten lang „Selfies“?!

    (Und neben uns saß ein hübsches Mädchen, das sich die geschlagenen 50 Minuten mit der Gopro und dem Handy selbst fotografiert hat, sensationell!)

     

    Im Innern des Bahnhofs
    Im Innern des Bahnhofs

    Porto gilt als eine der ältesten Städte Europas, voll mit Kulturdenkmälern, leider sind die Folgen der portugiesischen Wirtschaftskrise aber überall sichtbar. Seit 2000 steigt die Verschuldung des Landes beständig an und die Wirtschaftsleistung nimmt ab. Da bleibt auch eine schöne Altstadt schnell auf der Strecke.
    Gegen 17 Uhr haben wir uns zur Rückfahrt entschieden und sind am schönen Jugendstilbahnhof in ein Taxi gestiegen
    Im heimatlichen Hafen waren wir gerade noch rechtzeitig, um zu sehen, wie ein großes Passagierschiff mit Schlepperunterstützung gedreht wurde und Kurs auf die offene See nahm, Kräftig und tief klingend wurde stilecht an der Hafenausfahrt das Schiffshorn betätigt – hinaus ging es auf den aufgewühlten Atlantik.
    Jetzt heißt es kräftig Daumen drücken, es scheint, als gäbe es für uns am Donnerstag ein Wetterfenster zur Weiterfahrt. Drei Wetterberichte geben grünes Licht, nur der 4. Wetterbericht sagt noch Gegenwind voraus. Wem wir wohl glauben???

  • Alte Leier

    Die spanische Flagge geht
    Die spanische Flagge geht

     

    Nachdem wir gestern mit Rauschefahrt, traumhaftem Spinnakersegeln und zum Schluss nur noch mit Großsegel, in Bestzeit bis Porto gesegelt sind, ist jetzt für die nächsten Tage erstmal „Abwarten und Teetrinken“ angesagt. Das Sturmtief, das über England und Schottland Windgeschwindigkeiten bis zu 180 km/h im Gepäck hat, sorgt mit seinen Ausläufern auch hier für einige Turbulenzen und Wind aus der falschen Richtung. Südwind können wir nicht brauchen, da wollen wir hin und der Regen stand auch

    Die portugiesische kommt
    Die portugiesische kommt

    nicht auf unserer Wunschliste. aber über das Wetter hatten wir es ja schon öfter, alte Leier eben, für den Segler aber Tagesgeschäft.

    Deswegen machen wir so eine Art Alternativprogramm. morgen leihen wir ein Auto und fahren ein bisschen rum, schauen uns Porto und das Hinterland an. Heimageute haben wir die Leselampen angebaut und angeschlossen – ziemlicher Aufwand, jetzt sehen wir endlich, was wir lesen, oder?
    Die Zeit bis zur Wetterbesserumg am Samstag bekommen wir schon rum, auch wenn der Stop nicht unbedingt gewollt ist. Aber auch hier ist der Herbst angekommen und mit ihm das wechselhafte Wetter.
    Da hilft nur eins, die Kompassnadel nach Süd ausrichten und Strecke machen. Werden wir auch tun, sobald das möglich ist. Unter unserer Rubrik Videos findet Ihr aktuell ein paar richtig schöne Segelvideos. die haben wir gestern gemacht haben und wir finden die selbst richtig gut. Auch wenn meine Capitania bei dem einem Video meint, dass ich schon einbsschen seltsam in die Kamera schaue. Aber überzeugt Euch selbst.

  • Das erste Mal

    Das war ein Tag für die Götter, segeln vom Feinsten und dabei ging das gar nicht mal so gut los. Als wir heute morgen um 8.15 abgelegt haben, war es in Vigo noch ziemlich duster. Wir sind hier auf 8,5 Grad West, da geht die Sonne erst um halb neun auf, dafür aber auch erst um halb neun unter. Na ja, das ist schon ein ziemlicher Unterschied zu
    Darmstadt. Muss man sich erst mal dran gewöhnen.
    Also nach dem Ablegen war sozusagen null Winnd und der Motor sorgte erst mal für unser Vorankommen, lärmig zwar, irgendwie auch unvermeidbar.
    Gegen 10 Uhr setzte dann der vorhergesagte Nordwind ein und wir haben dann gleich das Großsegel und den Spinnaker gesetzt, um alles aus dem Windhauch rauszuholen.
    Erst sind wir mit 5 Knoten so langsam dahin geseglt und dann gab es immer mehr Wind und schließlich sind wir beständig zwischen 7-9 Knoten gesegelt, das ist schon reichlich flott für uns. Das avisierte Tagesziel war dann auch zu schnell im greifbarer Nähe und wir haben uns entschieden, noch weiter nach Leixoes zu segeln, dicht bei Porto. Wir kamen flott voran und und bereits um 19 Uhr lagen fast 70 Seemeilen in unserem Kielwasser und unser Schiff sicher vertäut im Yachthafen.
    Jetzt sind wir das erste Mal auf eigenem Kiel in portugiesischen Gewässern unterwegs. Und soweit westlich sind wir auch noch nicht gesegelt.
    Der Wetterbericht für die nächsten Tage stimmt uns ein bisschen nachdenklich.
    Bei England ist wohl ein Sturmtief und der Ausläufer davon beschert uns die nächsten Tage kräftige südliche Winde. Da wollen wir genau hin, notfalls bleiben wir ein paar Tage hier und nutzen das Wetterfenster, was sich ab Samstag einstellen soll.
    Topspeed heute war übrigens 10,8 Konten über Grund, flottes Schiff, schnelle HEXE eben, super Mannschaft, da müssen wir uns mal selbst loben.

  • Geschafft und geschafft

    Hier gibt es mal ein kurzes Lebenszeichen von uns: Gestern haben wir es uns mit dem Autofahren so richtig gegeben. 1300 Kilometer haben wir zwischen 8 und 20 Uhr abgespult, staufrei, flott, aber auch anstrengend.

    Kurz vor der Grenze zu Spanien haben wir in Bayonne einen Zwischenstop eingelegt, super schöner Ort, zweigeteilt durch einen Fluß in Bayonne und Petiti Bayonne, hübsche Altstadt und natürlich „Essen wie Gott in Frankreich“. Die Capitania hatte kleine Flussforellen und der Skipper ein schönes Rindersteak und baskisches Bier zum Spülen.
    Dann noch ein Rundgang durch die Altstadt und schon ging es für einen tiefen erholsamen Schlaf zurück ins Hotel.
    Die letzten 800 Kilometer heute vergingen dann fast wie im Flug und kurz vor 16 Uhr waren wir glücklich im Hafen angekommen. Unser schwimmendes Zuhause lag immer noch perfekt an seinem angestammten Liegeplatz. Nur der Regen kurz nach unserer Ankunft hättte nicht sein müssen, aber das war bestimmt nur, dass wir uns daran schon mal gewöhnen. Denn Regen steht ganz weit oben beim Wetterbericht für nächste Woche.
    Jetzt ist alles verstaut und wir haben auch kräftig frische Lebensmittel gebunkert. Gleich wird gegrillt und danach gechillt. Morgen wollen wir dann nach Portugal segeln.

    Also Ihr Lieben, herzliche Grüße aus Vigo sendet die Hexencrew!

  • Voll, der Spanier!

    Voll, der Spanier!

    Kennt Ihr das beliebte Kinder-Auto-Reise-Spiel?
    Ich packe meinen Koffer (mein Auto) und nehme mit:…
    Neue Leselampen
    Die berühmt-berüchtigte Opferanodeimage
    Eine neu gefüllte Gasflasche
    Das Tarierjacket mit Taucherflasche
    Der neue Tauchcomputer
    Für Nico eine Palette Hundefutter
    Viele neue Bücher
    Für Cornelia Ausdrucke zum Lektorieren und Korrigieren
    Einen neuen Drucker
    Papier für den Drucker
    Der Erdbeerlimes von Ute
    Drei Flaschen Wasser für die Autofahrt
    Vierlagiges Toilettenpapier (volker liebt das und der Spanier hat es nicht)
    Die frisch gewaschene Wäsche
    Die neuen Schuhe
    Für Volker die leckeren Salzbrezeln…
    Das heißt, unser kleiner Spanier, der Seat Ibiza, ist bis unters Dach gefüllt.

    IMG_0562Gestern gab es noch eine Allee-gemäße Abschiedsfeier, danke dafür an Cecile und Gerhard (der extra noch den Grill angeworfen hat, um uns den Abschied schwer zu machen, vielleicht betreibt er ja demnächst den Grillstand bei den 98ern), Axel und Ute, Philipp, Dorothee und Matthias, Annette, Michael, und natürlich Larissa.
    Und heute morgen hieß es dann wieder: „Ade Allee“ und wir fahren durch die neblige Pfalz nach Südwesten. Wenn sich zwischendurch der Nebel lichtet, strahlt die Sonne auf die langsam bunt werdenden Bäume. Wir kommen gut voran, anfangs wunderten wir uns über die vielen Autos, aber seit Kaiserslautern wird die Autobahn leer und heute abend wollen wir schon in Südfrankreich am Meer sein. Ahoi!

  • Sie ist da!

    Die Opferanode bereit zum Einbau
    Die Opferanode bereit zum Einbau

    Das hat ganz schön lange gedauert, aber was lange währt, wird endlich gut, gut Ding braucht Weile oder eile mit Weile. Seit heute morgen sind wir die stolzen Besitzer der ersehnten Opferanode und passen auf sie auf, dass niemand sie mehr wegnimmt – smile.

    image

    Und auch ansonsten sind alle bestellten und begehrten Artikel wohlbehalten bei uns eingetroffen, wie unsere neuen Leselampen und die Sim-Karte fürs Ausland ( die Nummer schicken wir Euch per Mail.
    Viele Dinge haben wir geregelt oder angestoßen, viele liebe Freunde gesehen (leider nicht alle), unsere Ausrüstung ergänzt und Zeit für unsere Kinder hatten wir auch.
    Ingesamt war es bis jetzt wieder eine sehr schöne Zeit in Darmstadt. Unsere Gedanken schweifen aber auch immer wieder zum Boot, unseren Plänen und den Abenteuern, die vor uns liegen
    Ein Gefühlsmix aus nahendem Abschied, Reisefieber und Abenteuerlust begleitet uns. Das soll jetzt nicht zu sentimental klingen, aber so ist es schon irgendwie – das Los der Reisenden.
    Das heißt für uns, dass wir vorraussichtlich den Tag der deutschen Einheit nur noch zu einem kleinen Teil in Deutschland verbringen werden, kurz nach Saarbrücken werden wir die offene Grenze zu Frankreich passieren. Und genau wie auf dem Weg nach Darmstadt wollen wir eine Nacht bei ungefähr halber Wegstrecke stoppen. wo genau das sein wird, wissen wir jetzt noch nicht.
    Morgen werden wir noch ein paar vorweihnachtliche Köstlichkeiten wie Stollen, Lebkuchen und Gebäck kaufen (und Brezeln!). Uns schmecken die ganzen Weihnachtsleckereien auf jeden Fall schon jetzt und die gibt es in Spanien so nicht. Aber die Spanier haben auch kleine kalorienreiche Sauereien mit Sahne und Pudding und reichlich Fett und Zucker, den Verlockungen sind wir auch schon ein paarmal erlegen.
    Am kommenden Montag geben wir dann in Vigo noch den Leihwagen ab und dann soll es am gleichen Tag auch weitergehen. Wie gewohnt werden wir dann Brichte schreiben und Ihr könnt uns auf www. marinetraffic.com verfolgen.
    Einfach im Suchfeld Hexe eingeben und das Boot aussuchen, das mit 12×4 Meter hinterlegt ist aussuchen, bzw. anklicken. Bei wem es partout nicht funktioniert, kann uns gerne eine Nachricht senden umd dann holen wir die Kuh gemeinsam vom Eis, bzw. das Schiff auf den Schirm.

  • Aquanaut

    Grob gesagt bezeichnet das Wort „Aquanaut“ jemand, der „die besonderen Lebens- und Umweltbedingungen in gršößeren Meerestiefen erforscht (© Duden – Deutsches Universalwörterbuch, 7. Aufl. Mannheim 2011).
    . Wir interpretieren das als neudeutsch „Tiefseetaucher“, das trifft es wohl am besten. Dann steckt da noch das griechische Wort .Nautes“ drin, das allgemein den Seemann bezeichnet. Aber der Seemann hat normalerweise, oder besser gesagt sehr häufig, Angst vor der großen Tiefe und assoziiert damit gewöhnlich solche Dinge wie

    • Ein nasses Grab für Mannschaft und Schiff
    • Schreckliche Lebewesen, die dort wohnen
    • Das Reich der mystischen Seejungfrauen

    Auf jedenfall kein Ort, wo Seemann oder Seefrau sein will.
    Und doch fasziniert uns Segler seit ewigen Zeiten das Meer mit seinen Tiefen und Lebewesen. Genau deshalb gehört Segeln und Tauchen so unverrückbar zusammen, wie z.B. die Weißwurst und das Weißbier (ist ja gerade auch Oktoberfestzeit, deswegen der Vergleich).

    Was das Taucherherz so begehrt
    Was das Taucherherz so begehrt

    Und so habe auch ich, gut angeleitet und sehr behütet durch das Tauchlehrerteam von Aquanaut Darmstadt, Tauchschule und Tauchfachgeschäft, das Tauchen im schönen Steinbruchsee bei Diez gelernt. Nach und nach habe ich mir die Ausrüstung zusammengekauft, die Theorie gelernt und schließlich die Prüfung abgelegt. Hat alles super und reibungslos geklappt. Es war im November 2013 stellenweise ein bisschen kalt im Wasser, aber dann habe ich kurzfristig von Aquanaut einen Trockentauchanzug (da wird dann nur noch das Gesicht nass) geliehen bekommen und so konnten wir sogar noch Anfang Dezember im See tauchen, klasse.

    Volker und Peter mit der neuen Ausrüstung
    Volker und Peter mit der neuen Ausrüstung

    Und jetzt sind wir mit unserem Schiff in einem der Top-Tauchreviere am Atlantik und ein paar Ausrüstungsgegenstände haben noch gefehlt. So habe ich mich dann gestern zu Aquanaut auf den Weg gemacht und mit Peter, dem Chef des Tauchshops, die fehlende Ausrüstung ausgesucht und ergänzt. Mir ist bei solchen Dingen die fachkundige Beratung vor Ort tausendmal lieber als der unter Umständen letzte gesparte Euro beim Internetkauf. Jetzt ist meine Taucherausrüstung komplett, und sobald wir zurück beim Schiff sind, werde ich die Opferanode tauchend wechseln, geht schneller als mit dem Kran.
    Die Capitania wird meine Blubberblasen überwachen und auch, dass keine Meerjungfrauen mich in die Tiefe ziehen. vielleicht bringe ich ihr dafür einen schönen Fisch mit, oder?