Ins Wasser gefallen

So schön im Sonnenschein

So schön im Sonnenschein

Bedrohlich wirkend, ziehen immer mehr dunkle Gewitterwolken über Cannes auf. Ein erstes Gewittergrollen ist in weiter Ferne zu vernehmen, der Wind frischt auf, und ein paar Regentropfen fallen vom verdunkelten Himmel. Ich bin allein unterwegs mit unserem Beiboot, Cornelia hat es vorgezogen, im trockenen Boot zu bleiben. Der Start zur zweiten Wettfahrt, der Regates Royales de Cannes ist erst vor wenigen Minuten erfolgt. Aufgereiht wie an einer unsichtbaren Perlenschnur, streben die Yachten der Luvtonne, durch den Winddruck mit ordentlich Schräglage, entgegen. Die Mannschaften sitzen sozusagen als lebendes Gewicht auf der Luvkante und wirken der Krängung entgegen. Es liegt was in der Luft an diesem zweiten Wettkampftag. Wetterbedingt. Der Wind frischt auf, der Regen wird stärker. für mich wird es Zeit, das Beiboot zu wenden und Kurs auf den sicheren Hafen zu nehmen. Zu groß ist das Risiko, bei einem möglichen Motorausfall hilflos abgetrieben zu werden. Trotz Paddel, denn die sind bei viel Wind wirkungslos. Leider gibt es von der Segelaction diesmal keine Bilder, ich hatte schlichtweg nichts zum Fotografieren dabei.

Nico ist auch hundemüde

Nico ist auch hundemüde

Kurz nachdem das Dinghy sicher vertäut am Steg liegt, öffnet der Himmel vollends seine Schleusen und der Wind heult im Mast. Draußen auf der Regattabahn wird es jetzt hoch hergehen, Segel müssen gerefft-, leichte Vorwindsegel eingeholt werden und die Segler werden sich wohl hektisch das Ölzeug überziehen, um den Elementen zu trotzen. Für uns im Hafen hat diese Wetterturbulenz diesmal keine Auswirkungen. Wir liegen lesend auf den Salonsofas und sind froh, gerade nicht unterwegs zu sein. Bis in die frühen Abendstunden hält der Wetterspuk an und gegen 7 Uhr machen wir uns auf in die Stadt. Ein letztes Abendesssen mit Annett und Patrick in einem Super-Fischrestaurant steht an, bevor die beiden nach Hause fahren.

Wie???
Volker geht ins Fischrestaurant???

Gurkensalat einmal anders

Gurkensalat einmal anders

Ja, auch das gibt es, aus Liebe zu Cornelia und aus Freundschaft zu den beiden. Aber was esse ich da? Es gibt ein Fleischgericht und ein vegetarisches Menü für die Fischverweigerer.  Als ausgewiesener Fleischesser bin ich vegetarischen Gerichten gegenüber „von Hause aus“ skeptisch eingestellt. Trotzdem liest sich die fleischlose Variante interessanter als das frankreich-übliche „Steak avec Frites“. Und ich muss sagen, das gestrige Essen im Astoux war der Knaller. Als Vorspeise gab eine Art Gurkensalat in der Mitte des Tellers, umrahmt von Kartoffel-Sahne-Schaum rundherum, und Zwiebeln mit Dill on Top, das Ganze kalt serviert. Der Hauptgang war ein Risotto mit geräucherten Tomaten, umrandet von Mozarellaschaum, krass klasse.  Immer wieder kam mir  beim Essen dieser Köstlichkeiten der Spruch von Martina in den Sinn, „Fleischlos, aber nicht reizlos“.

Ein Gruß aus der Küche, Meerschnecken und selbst gemachte Mayonnaise

Ein Gruß aus der Küche, Meerschnecken und selbst gemachte Mayonnaise

Der hat in dem Fall den berühmten Nagel auf den Kopf getroffen. Abschließend bermerkt, war auch die Fisch- und Meeresgetier essende Fraktion mehr als zufrieden mit ihren ausgewählten Speisen.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreibe einen Kommentar

Gut Holz!

img_2891Hoch und runter, hoch und runter, unser kleines Beiboot bockt wild in den bis zu einem halben Meter hohen Wellen, in der Bucht von Cannes. Fähren, Motoryachten und nicht zuletzt der Wind selbst, verursachen eine kurze steile Welle, die uns zwischendurch am Sinn unserer heutigen Mission zweifeln lässt. Wir wollen unnedingt die Regattayachten aus nächster Nähe, bei ihrem ersten Wettkampftag im Rahmen der Regates Royales Cannes, live auf der Regatttabahn filmen. Leicht gesagt, schnell gedacht. Vom sicheren Ufer aus schien die mit großen gelben Bojen ausgelegte Wettkampfbahn ganz schön weit weg. Von unserem 2,7 Meter langen Beiboot, in dem man sitzend eine Augenhöhe von nur ungefähr einem Meter hat, sah es aus, als wären die Holzklassiker auf weit entfernter hoher See unterwegs. Egal, wir gaben unserem 6 PS Außenbordmotor die Sporen und mit Rauschefahrt ging es durch die “Wellenberge” weit raus auf die Regattabahn. Noch gerade rechtzeitig, bevor die „Elena of London” als derzeit Führende mit knappem Abstand an uns vorbeirauschte, dicht gefolgt von der zweitplazierten „Cambria”.

imgp0044Beide Schiffe lieferten sich ein packendes Wendeduell und die Crews an Bord hatten reichlich Arbeit mit den Segeln. Kurze Zeit danach griff noch als Dritte im Bumde die „Moonbeam IV“ in das Duell um die Führung ein. Eigentlich ein wenig abgeschlagen, wagte deren Skipper einen kühnen Schlag, raus aus dem Windschatten der nahen Iles des Lerins und wurden dafür reichlich entlohnt.

Wir ließen noch ein, zwei weitere hübsche klassische Yachten passieren, bevor wir uns auf den holprigen Heimweg zum Hafen machten. Immer darauf achtend, die Fotoausrüstung vor dem salzigen Nass zu schützen.

img_2957Es ist soooooo schön, diese Segelgiganten aus längst vergangenen Zeiten über das glitzernde Wasser des Mittelmeers gleiten zu sehen, dass einem ganz warm ums Herz wird, angesichts von soviel Schönheit und Anmut. Zum Teil sind diese segelnden Riesen mehr als hundert Jahre alt und muten dank engagierten Eignern an, als hätten sie gerade die Werfthalle verlassen. Viel Spaß mit unserem ersten Video von der Regates Royales de Cannes.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreibe einen Kommentar

Doppelt gespannt

Wiedersehen mit der Croisette in der Abendsonne

Wiedersehen mit der Croisette in der Abendsonne

Larissa und Johannes sind gestern Morgen mit dem Airlinerbus zum Flughafen gefahren und nach Frankfurt zurückgeflogen. Die 12 gemeinsamen Tage sind schnell vorbeigegangen, wir haben viel gesehen und noch mehr unternommen. Irgendwie sind Abschiede nicht so ganz mein Ding, Wiedersehen schon eher. Deswegen wechseln wir mal gamz schnell Thema.

Mehrere große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Morgen findet das große Hafenfest im hiesigen Port Pierre Canto in Cannes statt. (Es hat nicht geklappt mit dem Liegeplatz im Vieux Port, aber hier in dem anderen Hafen von Cannes ist es auch sehr schön.) Viele kleine weiße Ausstellungszelte säumen den Parkplatz, eine Bühne ist aufgebaut und ein großes Schwimmbecken mit Wasser gefüllt. Es gibt nur rudimentäre Hinweise darauf, was es so an Programm gibt. Wir sind sehr gespannt.

In der Bucht von Cannes werden die Regatten gesegelt

In der Bucht von Cannes werden die Regatten gesegelt

Die zweite Veranstaltung sind die Régates Royales Cannes vom 18. – 25. September. Eine Regatta für klassisch-traditionelle Holzyachten, die zahlreiche segelnde Schönheiten in das historische Hafenbecken von Cannes gelockt hat. Ab Dienstag wird gegeneinander gesegelt. Die Windprognosen lassen auf spannende Wettkämpfe hoffen. Titelsponsor der Veranstaltung ist die Uhrenmanufaktur Panerei. Wir wollen uns die Wettkämpfer vom Wasser aus anschauen und hoffen, einen günstigen Ankerplatz dicht bei einer Boje zu finden, die die Regattateilnehmer runden müssen.

So viele Holzschönheiten, glänzend mit Klarlack versiegelt, mit klassischem Segelplan, sieht man selten so dicht beieinander, und wir freuen uns total, dass diese Veranstaltung gerade jetzt, wenn wir in Cannes sind, stattfindet. Was für ein schöner Zufall! Dazu gibt es für die See(h)leute an Land ein Rahmenprogramm mit maritimen Verkaufsständen aller Art und Livemusik. Wir sind sehr sehr gespannt.

Palme mit Fruchtständen …

Palme mit Fruchtständen …

… und die Früchte am Boden

… und die Früchte am Boden

Ja, und gestern Abend waren wir mit Patrick und Anett so richtig lecker Essen und natürlich trinken. Ich hatte meine bis dahin leckerste Entenbrust mit Kartoffelbrei und einer dunkel glänzenden dickflüssigen Soße, superlecker.

Es war für mich auch der erste Abend mit langer Hose und langärmeligen Longsleve, seit gefühlt einer halben Ewigkeit. Während tagsüber die Sonne noch gut vom Himmel ballert, fällt nach Sonnenuntergang die Quecksilbersäule deutlich. Keine Angst, von richitg kalt ist das noch weit weg, aber 20 Grad mit Wind fühlen sich einfach kühl an.

Heute hatten wir Besuch von Mohammed und Dorothee, die wir vor ein paar Monaten in Villeneuve-Loubet kennen- und schätzengelernt haben. Zusammen sind wir ins hochgelegene Altstadt-/Künstlerviertel von Cannes marschiert und haben dort lecker Kaffee getrunken, ein Museum besucht bei heutigem freien Eintritt, einer Hochzeit in der Kirche zugeschaut, anschließend zur Happy Hour ins Pub und danach zum gemeinsamen Abendessen zurück an Bord.

Achtung Kunst: Halbmond, Kreuz, Judenstern – FRAGILE

Achtung Kunst:
Halbmond, Kreuz, Judenstern – FRAGILE

Hochzeitsdeko

Hochzeitsdeko

Dekorierter Gang im Museum

Dekorierter Gang im Museum

 

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreibe einen Kommentar

Wer Cannes, kann

15. September 2016, Donnerstag, Baro 1008, sonnig, warm, Wind Südwest
Baie des Anges 11:10 – Cannes 13:30, 11,1 sm

Das Meer ist noch unruhig

Das Meer ist am Morgen danach noch unruhig

Das war ja ein Gewitter heute nacht! Wir sind froh, dass wir uns rechtzeitig in die Marina verkrochen haben, ab 01:30 fängt draußen das Gewitter an, es blitzt und es regnet, und der Wind kommt. Noch hält die Regenplane das aus, und wir können einige Fenster zumindest gekippt offen halten. Um 03:15 geht es dann richtig los, die Plane ist wie eine große Segelfläche, und muss ganz schnell weg, alle Fenster müssen zugemacht werden, dadurch wird es drinnen noch wärmer und draußen pfeift der Wind und die Blitze zucken, und es gibt ein paar, nicht zu viele, aber dafür heftige Donnerschläge.

Um 05:00 Uhr ist der Zauber vorbei, man kann an Schlaf denken, wie durch ein Wunder ist der Wind weg, und man hört im Boot nur noch die Wellen, die natürlich draußen immer noch sind, und hier in der gut geschützten Marina leise ans Heck plätschern.

Piniennadeln schwimmen in den Pfützen

Piniennadeln schwimmen in den Pfützen

Morgens scheint die Sonne, die ganze Marina liegt voller Kiefernnadeln und in den kleinen Vertiefungen am Boden haben sich riesige Pfützen gebildet. Nach Frühstück und einem kurzen Schnack mit Dorothee legen wir ab, Richtung Cannes. Die Wellen sind immer noch ordentlich und der Wind sehr böig, aber segelbar.

Wir quälen uns bis Cap d’Antibes, mehr motorend als segelnd, danach ist alles gut, wir können wunderbar segeln, leider nimmt der Wind zu, je weiter wir uns Cannes nähern, mit dem vielen Seitenwind wird das ein spannendes Anlegemannöver werden. Irgendwie sind die auch absolut unterbesetzt in der Marina, nicht nur ich, auch andere Boote rufen mehrfach „Cannes Port“, ohne jedoch direkt eine Antwort zu erhalten. Aber irgendwann hat der Hafenmeister ein Einsehen und antwortet über VHF, wir sollen an die Westseite des H-Stegs gehen und uns dort einen Platz suchen. Wir nehmen den Liegeplatz, der am weitesten zu der Stadt liegt und uns somit am geschütztesten erscheint, Die Anfahrt ist nicht ganz einfach, wird aber gemeistert, und bald sind die Leinen fest.

Der rote Teppich in Cannes

Der rote Teppich in Cannes

Der Besuch beim Hafenmeister lässt mich wieder einmal wütend rausgehen: Der ältere Hafenmeister hat meine Anfrage für ein paar Tage freundlich entgegengenommen und uns einen Platz zugesichert, und der jüngere, der sich schon mal als Ekel geoutet hat, will uns den Platz nur für eine einzige Nacht zugesagt haben. Vielleicht ist er ja ein Deutschenhasser, oder ein Macho, oder ich erinnere ihn an eine frühere Freundin, die ihn verlassen hat…, jedenfalls ist es schon auffällig, wie er sich uns gegenüber verhält. Vielleicht habe ich morgen früh beim Bezahlen Glück und ein anderer hat Dienst, ansonsten versuchen wir unser Glück halt anderswo. Eigentlich würden wir aber gerne ein paar Tage hier in Cannes bleiben, zumal für die nächsten zwei Tage Regen und Starkwind vorausgesagt sind, und man hier vieles machen kann, ins Museum gehen z.B. oder die Pastis überfallen, oder oder…

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreibe einen Kommentar

Segel- und Wandertag

Sonnenaufgang über dem Flügel

Sonnenaufgang über dem Flügel

Montag war Cornelia, wie berichtet, für einen Tag in Darmstadt und ist spät abends wohlbehalten wieder zurück an Bord gewesen. Während ihrer Abwesenheit ist mir ein Badevergnügen durch Feuerquallen schmerzhaft verleitet worden. Der linke Oberarm ist betroffen und selbst noch 48 Stunden danach juckt es unangenehm.

rote Streifen am Oberarm

rote Streifen am Oberarm

Leider habe ich unwissenderweise versucht, die Nesselfäden der Qualle mit Süßwasser abzuwaschen, was, wie ich jetzt gelesen habe, grundsätzlich falsch ist und die Nesselzellen zum Platzen bringt. Das Beste ist lt. dem allwissenden Internet, die Stellen mit Salzwasser abzuwaschen oder einfach Sand oder Rasierschaum auf die roten Stellen aufzutragen, diesen trockenen zu lassen und, mit einem Rasierer oder einer Kreditkarte, die Nesseln abzuschaben.  Ich versuche also schön, meine Hände still zu halten und nicht zu kratzen.

Idylle

Idylle

St. Honorât

St. Honorât

Das Kloster

Das Kloster

Gestern sind wir gegen Mittag zu den den Lerininseln vor Cannes motort und haben den Nachmittag mit Schwimmen, Schwimmen und nochmal Schwimmen verbracht. Denn es war warm, sehr warm sogar und der Sprung ins diesmal quallenfreie Nass eine Wohltat. Abends haben wir dann bei einem kleinen gemeinsamen Rundgang mit Johannes und Larissa sowie Patrick und Annette von der Pastis die Insel umrundet. Das geht einfach und ist, bei ca. 4,5 Kilometer Gesamtweg mit bester Aussicht, ein Vergnügen für alle.

Am frühen Abend haben wir dann die “Sicherheitsgrenze” vom Lotusgrill erreicht und überschritten. Grund waren relativ fettige leckere Rinds- und Lammwürstchen, bei denen soviel Fett in die innere Schüssel getropft ist, dass sich dieses an dem heißen Kohlebehälter entzündet hat. Kurze Stichflammen waren die Folge, die aber glücklicherweise an sich folgenlos blieben. Nach dem Runterregeln der Luftzufur war dann auch Schluss dem Flammengezüngel.

Da ab heute Abend Gewitter mit Starkwind angesagt sind, haben wir heute früh den Anker gelichtet und bei frischem Segelwind, abermals unseren Kurs auf Villeneuve-Loubet abgesetzt. Nach knapp über zwei Stunden kamen wir im gut aufgeheizten Hafenbecken an, und haben erst mal ein spätes Frühstück im Cockpit eingenommen.

Madonna an der Ecke

Madonna an der Ecke

Zeichen am Haus

Zeichen am Haus

Bäckerszeichen

Bäckerszeichen

Um die Mittagszeit rum ging es frohen Mutes per Pedes in Richtung Antibes. Ein Wanderweg führt direkt am Meer und an den Stränden entlang in das historische Zentrum von Antibes. Ok, Wanderweg ist vielleicht übertrieben, Weg an einer viel befahrenen Straße trifft es eher. Aber direkt am Meer entlang bleibt stehen. Nach sieben Kilometern gab es eine kleine und wohlerwanderte Erfrischung im Irish Pub und eine anschließende Altstadtführung für die beiden Youngsters.

Leckereien

Leckereien

Fahrrad, aufgehängt

Fahrrad, aufgehängt

tschechisches Mofa

tschechisches Mofa

Da der gemeinsame Wille fehlte, den gleichen langen Weg zum Boot zurückzugehen, wurde der Zug als Transportmittel auserkoren. Mit der freundlichen Hilfe einer Bahnbediensteten konnten wir am Automat die Tickets kaufen. Nur Nico musste schwarzfahren, weil Zugtickets für Hunde am Automaten nicht verkauft werden, dafür musst man an dem Schalter mit der langen Schlange Menschen davor anstehen.

Die Bahn kam, wie sollte es anders sein, (oder ist das jetzt übertrieben?) mit bahntypischer Verspätung an. Der ganze Zug sah aus wie “bei Hempels unterm Sofa“, und war auch technisch unter aller Kanone. Der Sitz, auf dem wir saßen, war nicht fest in seiner Halterung, so hatten wir eine Art Schaukelbank. Und die Bremsen ruckelten so sehr, dass alle Fahrgäste immer misstrauisch in die Runde guckten, wenn der Zug langsamer wurde. Wir waren froh, nach zwei Stationen aussteigen zu können.

Jetzt sitzen wir mit hochgelegten Wanderfüßen wieder auf unserer Hexe, und warten auf das versprochene Gewitter. Bilanz des heutigen Tages, 12 Seemeilen gesegelt, 10 Kilometer gewandert – Seglerbiathlon!

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreibe einen Kommentar

Hundedramen

Was für ein Schreck gestern Abend! Nach dem Abendessen waren Larissa und Johannes anlässlich ihres zweiten Jahrestages einen romantischen Cocktail trinken, in St. Tropez nicht ganz billig, na, dann halt nur einen, und sind anschließend noch auf einen Plausch zu uns in den Irish Pub gekommen.

Go-Go-Girls

Go-Go-Girls

Auf dem Heimweg schauen wir an einem der “In-Spots” drei gestylten go-Go-Girls zu, die zur Animation der Gäste durchs Lokal und davor tanzen. Der kleine Marokkaner (?) von der Trommlertruppe hat die Rhythmen allerdings noch mehr im Blut und seine Bewegungen wirken authentischer als die der Mädels. Trotzdem fotografiere und filme ich, was das Zeug hält, bis mich eine schreckensbleiche Larissa holt, “Der Nico ist gebissen worden und blutet am linken Auge!”

Mit einigen Servietten aus dem Thai-Restaurant versuchen wir zunächst, die Blutung zu stillen. Larissa nimmt angesichts der Hundesituation all ihren Mut und all ihr Schulfranzösisch zusammen und geht zu den herumstehenden Polizisten, ob sie uns einen Veterinär nennen können. Die drei Gendarmen kommen auch dazu, haben ebenfalls Tücher organisiert und Telefonnummern von Tierärzten und -kliniken, aber dort melden sich nur die jeweiligen Anrufbeantworter.

verletzt!

verletzt!

Wir schaffen es, die Blutung zu stillen, Nico verhält sich dabei erstaunlich ruhig und lässt Volker gewähren. Deswegen gehen wir anschließend zum Boot, nicht ohne uns vorher bei den freundlichen Gendarmen zu bedanken. Das obere Augenlid istverletzt, daher hat es geblutet, aber das Auge selbst ist in Ordnung, er kann auch damit sehen. An Bord werden noch die wildesten Theorien aufgestellt,was passiert ist und wie, und was wir jetzt tun – schließlich ist morgen Sonntag – bis wir alle endlich einschlafen.

Medizinauswahl

Medizinauswahl

Heute morgen haben wir mit Wolfgang, „unserem“ Tierarzt aus Formentera, der unseren Nico schon einmal hervorragend behandelt hat, Kontakt aufgenommen. Ich wusste, dass er auch sonntags für die Sorgen seiner meist vierbeinigen Patienten und deren Herrchen oder Frauchen ein offenes Ohr hat. Und es dauerte keine fünf Minuten, da bekam ich auf meine sms eine Antwort. Welche Augentropfen wir Nico geben können und dass wir auch ein Antibiotikum geben sollen. Das hat schon mal alle an Bord beruhigt, danke, Wolfgang!

Wer kann diesen Augen widerstehen?

Wer kann diesen Augen widerstehen?

Leider kratzt der Hund sich auch, nicht an den Augen, aber am ganzen Körper, und wir können nicht feststellen, warum. Er badet doch immer im Salzwasser, wir dachten, da könnten sich keine Parasiten ansiedeln, weil die bei jedem Meerbad abgetötet werden. Heute mittag, nach einem wunderschönen Badestopp zwischen den Isles des Lerins stellt Larissa fest, dass einige wohl doch überleben, jedenfalls fanden wir im Fell Tiere, die da nicht hingehören! Auch das noch! Der arme Hund, nicht nur, dass er ein lädiertes Auge hat, jetzt hat er auch noch Flöhe! Das Floh-Halsband hat er jetzt schon an, morgen wird auf ganzer Linie zurückgeschossen, da muss Exspot auch noch drauf.

In der Marina ist eine große Oldtimer-Ausstellung.img_2723 img_2722 img_2720 img_2713 img_2699

Oldtimer in der Marina, einer schöner als der andere

Oldtimer in der Marina, einer schöner als der andere

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreibe einen Kommentar

Inselabschied und Wiedersehn mit St. Tropez

unterwegs auf staubigen Pfaden Foto: Johannes Emich

unterwegs auf staubigen Pfaden
Foto: Johannes Emich

Steilküste, erarbeitet Foto: Johannes Emich

Steilküste, erarbeitet
Foto: Johannes Emich

Nachdem wir, Larissa, Johannes, Patrick von der Pastis, und ich, nahezu die gesamte Insel Porquerolles am Donnerstag mit ausgeliehenen Fahrrädern erkundet und (fast) umrundet hatten, war gestern für die muskelverkaterten Beine der tapferen Radfahrer ein Ruhetag unter Segeln angesagt.

Agave auf Porquerolles Foto: Johannes Emich

Agave auf Porquerolles
Foto: Johannes Emich

Ausblicke

Ausblicke

Ein kurzes Fazit, Porquerolles ist nicht nur wunderschön, grün und vielseitig, sondern auch sehr hügelig. Mit steilen Anstiegen zu Aussichtspunkten wie dem Leuchtturm, dem Semaphor, der Mühle und dem Inselosten. Insgesamt, bei  30 Grad, ein anstrengend-schönes Erlebnis mit Fernsicht und einem kleinen Badestopp in einer Bucht.

Die Ankerbucht vor dem Ort

Die Ankerbucht vor dem Ort

Gestern war dann, wie eingangs erwähnt, ein Beinruhe- und dafür Segeltag. Bei leichtem Wind und ganz ruhigem Meer kreuzten wir zusammen mit einigen anderen Segelbooten  in Richtung St. Tropez. Jedenfalls für eine ganze Weile, bis der unbeständige Mittelmeerwind sich mal wieder leider entschieden hatte, eine Atempause einzulegen. So ging das dann den Rest des Weges und des Tages, Wind da – Motor aus, Wind weg – Motor an.

gestrandet :-((

gestrandet :-((

Einige Meilen vor St. Tropez hatten wir in einiger Entfernung eine große gestrandete Segelyacht entdeckt, die, halb versunken, an der steinigen Felsenküste auf ihre Bergung wartet. Kein schöner Anblick, man fragt sich, welches Drama sich dort wohl abgespielt hat, und was die Ursache war, die dazu geführt hat.

Vor acht Uhr abends sind wir, das letzte Stück des Weges komplett motorend, in St. Tropez angekommen. Trotz beginndender Nebensaison ist der Hafen gut gefüllt. Nach dem üblichen Aufklaren mit anschließendem Anlegebier brachen wir zu einem ausführlichen Altstadtbummel mit Kneipenstopp auf. Auch die pittoresken Gassen waren gut gefüllt mit See(h)leuten aus der ganzen Welt. Larissa und Johannes waren sehr von der nächtlichen Schönheit von St. Tropez angetan.

Bunte Leckereien Foto: Johannes Emich

Bunte Leckereien
Foto: Johannes Emich

Samstag ist in St. Tropez Marktag, der Veranstaltungshöhepunkt am Ende der Woche für Einheimische und Touristen. Auf dem großen Marktplatz findet man alle leckeren Dinge, aber auch Kleider, Stoffe, Hüte, Gürtel, selbst lebensgroße Hundestatuen.

Man(n) ist dort natürlich nicht alleine, dicht an dicht flaniert man an den reichhaltigen regionalen Warenangeboten vorbei.

Bilder sagen an der Stelle mehr als Worte.

Oliven … Foto: Johannes Emich

Oliven …
Foto: Johannes Emich

noch mehr Oliven… Foto: Johannes Emich

noch mehr Oliven…
Foto: Johannes Emich

Salamis in allen Variationen… Foto: Johannes Emich

Salamis in allen Variationen…
Foto: Johannes Emich

noch mehr Salamis … Foto: Johannes Emich

noch mehr Salamis …
Foto: Johannes Emich

Obst… Foto: Johannes Emich

Obst…
Foto: Johannes Emich

… und bunte Stoffe Foto: Johannes Emich

… und bunte Stoffe
Foto: Johannes Emich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Morgen geht es weiter, an der Côte d’ Azur entlang nach Villeneuve Loubet. Cornelia fliegt am Montag ab Nizza für einen Tag nach Deutschland, morgens hin und abends wieder zurück.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreibe einen Kommentar

Von allem etwas

6. September 2016, Dienstag, Baro 1015, sonnig, Wind N 6-4
Les-Saintes-Maries-de-la-mer 10:00 – Cassis 18:00 ca. 58 sm

Und das ist die schwarze Madonna

Und das ist die schwarze Madonna

Die Kerzen für die schwarze Madonna

Die Kerzen für die schwarze Madonna

Kurz nach acht machen Volker und ich uns auf, um neben dem obligatorischen Baguette-Einkauf der schwarzen Madonna einen Besuch abzustatten und die Seglerkerze anzuzünden. Segler sind abergläubisch, und in den Kirchen, in denen auch richtige Kerzen angezündet werden, machen wir das stets. Nur die elektrischen, die in Spanien sehr verbreitet sind, verschmähen wir total. In der Apsis der Kirche ist es richtig heiß, so viele Kerzen haben hier die ganze Nacht gebrannt. Die schwarze Madonna steht in der Ecke und schaut lächelnd zu.

Achtung, hier können Stiere und Pferde herumlaufen!

Achtung, hier können Stiere und Pferde herumlaufen!

Reis von der Camargue

Reis von der Camargue

Mit einem ausgeklügelten Ablegemannöver schaffen wir es, trotz Seitenwind unbeschadet aus der Box zu kommen. Mit zwei Reffs im Großsegel und ganz kleiner Fock fangen wir an, draußen weht der kräftige Nordwind mit Böen bis über 30 Knoten. Wir segeln zunächst neun Meilen 136 Grad, das ist Raumschotkurs, vom Kurs her schön, aber es baut sich eine recht unangenehme Welle auf. Doch wir sind schnell, ich höre Volkers kleine Freudenrufe: “10 Knoten”, später: “11,7 Knoten!” Nachher müssen wir anluven auf 108 Grad, aber da sind wir weiter unter Land und die Wellen werden kleiner.

11:20 Tatsächlich werden die Wellen kleiner, aber der Wind weht unvermindert stark, wir gehen auf 104 Grad, das ist mehr Halbwind als Raumschots, aber stabil. Die Sonne scheint, und nur der Wind kühlt so sehr, dass Larissa sich eine Jacke auf die nackten Beine legt. Volker sitzt im kompletten Ölzeug, weil ab und zu Wellen oder Spritzwasser überkommen. Im Boot ist es angenehm, der Hund schläft, bei so viel Crew muss ich nicht auch noch draußen im Weg rumsitzen, ich mache es mir hier gemütlich, prüfe ab und zu die Navigation, checke das Wetter und die Windmesswerte, scheitere allerdings hier öfter an nicht vorhandenem Netz, in der Camargueregion am Wasser ist es eher menschenleer, wahrscheinlich laufen hier nur die weißen Camarguepferde in freier Natur.

An der Rhônemündung ändert sich die Farbe der See

An der Rhônemündung ändert sich die Farbe der See

Der Wind nimmt ab, wie vorhergesagt, nach 12:00 Uhr wird er zuerst ein bisschen weniger, wir können ausreffen, und das Ölzeug ablegen. Dann wird er noch weniger und nach 13:30 motoren wir. Larissa und Johannes kochen Kartoffelsuppe zum Mittagessen. Nach dem Verkehrstrennungsgebiet an der Rhônemündung hat der Wind soweit gedreht, und ein bisschen an Stärke zugenommen, dass wir mit Spi an Marseille vorbei segeln.

Kurz danach stirbt leider der Wind, aber wir nutzen es aus, dass der Spi nicht steht, Johannes und Volker gehen mit Taucherbrillen an den serh pittoresken Felsen schnorcheln, aber es gibt keine Fische! Johannes hat einen oder zwei gesehen, und Volker klagt über das viel zu kalte Wasser. Daraufhin verzichten Larissa und ich auf den Badestopp, wir motorsegeln weiter.
Das macht allen nicht mehr so viel Spaß, wir beschließen, nach Cassis abzubiegen, und dort die Nacht zu verbringen. In der Marina ist kein Platz mehr für uns, wir sollen in die nahegelegene Calanque de Port-Miou fahren, da kann man an Bojen liegen. Das findet Volker aber zu weit weg vom Ort, wir ankern vor dem Hafen auf 10 Meter Wassertiefe. So haben wir die Möglichkeit, kleine Ausflüge in den Ort zu unternehmen, der auch jetzt, im Sommer, nichts von seinem Charme verloren hat.

Nachts um drei werden wir wach, weil die Wellen unangenehm ans Heck schlagen, so kann keiner schlafen, wir überlegen, direkt loszufahren, aber es wäre nachts genau gegenan, das macht auch keinen Spaß. So verholen wir uns in das hintere Ende der Bucht, da sind wir durch die steinernen Felsberge geschützt. Es ist viel ruhiger hier, und, wenn Wellen kommen, dann von vorne, das knallt nicht so. Zwischendurch gehen ein paar kräftige Böen durch, eine ganz ruhige Nacht wird es nicht, aber man kann immerhin immer mal wieder schlafen.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreibe einen Kommentar

Nochmal bei der schwarzen Madonna

5. September 2016, Montag, Baro 1012, sonnig, warm, Wind S um 3
La Grande Motte 11:45 – Les-Saintes-Maries-de-la-mer 15:00 19,5 sm

So friedlich kann es in Aigus-Mortes aussehen

So friedlich kann es in Aigus-Mortes aussehen

Nach der gestrigen Autofahrt haben wir zunächst das Boot eingeräumt, uns nach einem kühlen Bad im Meer wieder über die Wärme gefreut, und wir haben uns tatsächlich noch einmal ins Auto gesetzt, um den beiden die schöne mittelalterliche Stadt Aigues-mortes zu zeigen. Klar ist das ein Touristenort, aber uns gefällt die Ruhe, die trotzdem innerhalb der hohen Stadtmauern herrscht, und die schönen Plätze, Straßen und Häuser.

Heute morgen legen wir nach Hundespaziergang, Großeinkäufen, Besuch auf der Werft und beim Hafenmeister  ab, zunächst ohne, dann mit ganz leichtem Wind segeln wir Richtung Osten. Larissa und Johannes genießen die Sonne und die Aussicht auf die Küste, beobachten die Chemtrails am Himmel, Volker und Jo nehmen ein Bad, indem sie sich an einem Seil hinter der Hexe herschleppen lassen. Nur das Einsteigen ist ganz schön schwierig, bei 4 Knoten Fahrt bekommt man die Beine nicht so leicht auf die Sprossen der Leiter, deshalb beschließen Larissa und ich, dass unsere ins Meer gehängten Füße uns genug abkühlt haben.

Das Emblem: Anker, Herz und Kreuz, wie der Stier und das Pferd

Das Emblem: Anker, Herz und Kreuz, wie der Stier und das Pferd

Von der Pastis, die gerade auf Porquerolles ist, bekommen wir die Nachricht, dass sie sich vom Ankerplatz in den Hafen verzogen haben, weil es dort mit 35-40 Knoten weht, daraufhin checken wir noch einmal die Wetterberichte, und überstimmen den Skipper, dass wir nach Les-Saintes-Maries gehen, und nicht eine erste Sturmnacht mit den beiden riskieren wollen.

Leider sind an den Dalben im Hafen dumme Ketten angebracht, man muss höllisch aufpassen. Aber bald sind die Leinen fest, der Hund darf spazieren gehen, und danach verziehen sich Larissa und Johannes an den Strand zu einem kurzen Bad in dem kühlen Meer.

das beeindruckende Innere der Kirche

Das beeindruckende Innere der Kirche

Anschließend habe wir noch einen Ausflug in die Innenstadt von Les-Saintes-Maries gemacht, ganz kurz die Kirche besichtigt; weil sie schließen wollten, mussten wir raus, aber Volker hat es noch geschafft, einen Blick auf die in der Apsis lagernde „schwarze Madonna“ zu werfen.

Nach einem Apéritif in einer kleinen Bar mit lauter Schallplatten an der Decke und an den Wänden machen wir es uns mit einem Grillabend an Bord gemütlich, während draußen der Wind pfeift.

verrostetes Fahrrad am Kakteentisch: Zeugnis einer charmanten Stadt

verrostetes Fahrrad am Kakteentisch: Zeugnis einer charmanten Stadt

Sonnenuntergang über dem Binnensee

Sonnenuntergang über dem Binnensee

Bunte Weintöpfe

Bunte Weintöpfe

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreibe einen Kommentar

Urlaubsende

Um kurz vor 7 Uhr klingelt uns der Wecker am heutigen Sonntag aus dem Schlaf. Die letzte Nacht in Darmstadt war kurz. Gestern Abend fand i n“unserer Allee“ das jährliche gemeinsame Hoffest statt. Die Gelegenheit, um einige schöne Stunden mit Nachbarn und guten Freunden zu verbringen. Wir haben gegrillt, gelacht und gefeiert, Neuigkeiten ausgetauscht, und alte Nachbarschaftsanekdoten wurden zum Besten gegeben. Neben uns Erwachsenen sind die zahlreichen größeren und kleineren Viertelskinder rumgewuselt. Ein lebendiges nachbarschaftliches Miteinander zeichnet unsere kleine Siedlung aus und macht per se jedes Nachhausekommen zu einem herausragenden Ereignis.

Ein bisschen eher als früher üblich haben wir uns von der Feier zurückgezogen, damit wir heute die 950 Kilometer nach La Grande Motte gut ausgeruht unter die Räder nehmen können. Diesmal fahren wir nicht allein zu unserer Hexe, Larissa und ihr Freund Johannes sind mit von der Partie. Beide bleiben 14 Tage bei uns an Bord, zusammen wollen wir die südfranzösische Küste bis nach Nizza entlang segeln. Als Larissa noch deutlich kleiner war, haben wir regelmäßig in der Gegend einmal jährlich mit guten Freunden einen Törn unternommen und sie freut sich schon sehr, altbekannte schöne Orte wiederzusehen.

Für mich ist jeder Abschied, egal ob vom Boot oder aus Darmstadt ein „klein wenig“ stimmungseintrübend. Am liebsten würde ich unsere Allee komplett einpacken und mitnehmen, Cornelia macht schon hin und wieder leicht sarkastische Bemerkungen über mein Empfinden. Aber so sind die Frauen…!?

Auf jeden Fall steigt die Außentemperatur äquivalent zu den in südlicher Richtung zurückgelegten Kilometern. Im Mittelmeerraum ist noch Hochsommer, gut, der hat ja auch dieses Jahr erst relativ spät, Ende Juni, begonnen und scheint sich dafür nach hinten hinaus auf längere Zeit zu etablieren. Uns ist das sehr recht so, jedes Grad zählt…

Das Rheinabenteuer mit unserem kleinen Motorboot ist auch schon wieder Geschichte.Die Zeit vergeht (viel zu) schnell Seit letztem Mittwoch steht das gute Stück in seinem  trockenen Unterstand und wartet dort auf die nächste Ausfahrt. Aber egal, was die anderen Segler so denken, mir persönlich macht Motorbootfahren auch viel Spaß. Und die Entscheidung von den Motorbootkollegen für so so ein kraftstoffverbrennendes Gerät kann ich gut nachvollziehen. Es ist schon faszinierend, mit einer relativ hohen Geschwindigkeit von 50-70 Stundenkilometern übers Wasser zu brettern, dabei den Achtzylindermotor im Keller brummen zu hören und schnell von A nach B zu kommen. Zumindet hin und wieder. An Eleganz ist indes eine hübsche Segelyacht mit gut eingestellten Segeln natürlich nicht zu überbieten. Ich denke, letzteres muss man nicht diskutieren.

In den nächsten Tagen gibt es dann in gewohnter Art und Weise wieder regelmäßig neue Blogbeiträge von uns. Nur, wenn man so auf Landurlaub ist, fehlen so fern ab vom Meer eben die Ideen und Anregungen, Segelblogbeiträge zu schreiben.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreibe einen Kommentar