Die Jagd nach den Megabytes

Der kleine Zauber-Domino

Der kleine Zauber-Domino

Montag Abend haben wir in Ajaccio – leider erstmal vergeblich – versucht, eine französische Internetkarte für das IPad zu bekommen. Im Orange-Laden war man sehr freundlich und professionell, sie sagen, man muss es mit dem Gerät ausprobieren, weil manche IPads aus dem Ausland mit französischen Simkarten nicht zurecht kommen. Also läuft Volker zum Boot zurück, um das IPad zu holen, und ich gehe die große Einkaufsstraße weiter entlang, ohne einen Blick in die Boutiquen zu werfen, auf der Suche nach anderen Mobilfunkanbietern. Ich finde einen SFR-Laden, frage nach dem Preis, der ist ähnlich wie bei Orange, aber die Mädels scheinen mir von ihrem Job überfordert und nicht halb so professionell. Also probieren wir es bei Orange im arg frequentierten aber netten Servicebereich, doch das Pad will nicht mit der Karte ins Internet. Pech gehabt, wir fragen nach anderen Möglichkeiten, ja, die gibt es, aber da müssen wir uns wieder vorne bei den Verkäufern anstellen.

Unsere Geduld machte das aber nicht mehr mit, und so sind wir schnell in den – leeren – SFR-Laden gelaufen. Dort verstand man gar nicht, dass wir die Karte ausprobieren wollten, das würde auf jeden Fall klappen. Wir bestehen aber auf der Probe, und nach einigem Hin und Her mit dem Chef holt die eher zurückhaltend-freundliche Verkäuferin eine Simkarte, und siehe da, es klappt nicht. “Ja,” meint der Chef, “da muss man die APN-Einstellungen ändern!” O.k., wir stellen erstmal die Sprache des IPad auf Französisch ein, damit der Chef auch weiß, was er antippt, dann ändert er die APN-Einstellungen, aber es funktioniert trotzdem nicht. Ja, das könne zwei Stunden dauern, aber sie würden jetzt schließen. Wir lassen die nicht funktionerende Karte im Laden und vertagen das Ganze auf Morgen. Dann sollte es funktionieren.

Am Morgen geht die Jagd auf die Megabytes weiter. Diesmal mache ich mich alleine auf, versuche zuerst mein Glück bei Orange, da will ich es auch mit den APN-Einstellungen nochmal probieren. Außerdem liegt der Laden als erstes auf meinem Weg. Leider hat sich am Servicepoint schon eine Schlange gebildet, und es ist nur ein Techniker im Einsatz. Eine uralte Dame bekommt ihr Telefon neu eingestellt, das scheint nicht so einfach zu sein, der Techniker telefoniert wild in der Gegend rum. Außerdem warten noch zwei Männer vor mir, und einer stellt sich hinter mir an, ganz erschrocken über die Länge der Schlange. Dabei hat er nur ein Problem beim Übertragen eines Fotos von einem Handy auf das andere. Er fragt mich, ob ich was davon verstehe, ich empfehle ihm, das Bild zuerst auf einen Computer und dann auf das zweite Handy zu übertragen, falls die beiden Mobiltelefone nicht miteinander kommunizieren. Er ist glücklich und geht.

Nach gefühlten Stunden bin ich endlich dran, wir probieren es mit den APN-Einstellungen: wieder nix! Der Techniker empfiehlt, einen Domino zu kaufen, das ist eine Station, die mittels einer Telefonkarte ein Wlan-Netz aufbaut, in das bis zu zehn Geräte können. Das mache ich, da gibt es auch ein Sonderangebot, da bekommt man zwei Gigabyte dazu geschenkt, ich verlasse den Laden, und nach ein paar kleinen Anlaufschwierigkeiten funktioniert es auch tadellos an Bord. Freies Internet für freie Segler!

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreibe einen Kommentar

Funkkontakt

Die Bucht von Tizzano

Die Bucht von Tizzano

Wieder einmal mehr hieß es gestern: Leinen los, nicht mit Auslaufmusik und lauten Tuuuut-Tönen wie bei den Kreuzfahrtschiffen, die jeden Tag Ajaccio an- und abends wieder auslaufen. Bei uns geht das leise, nahezu lautlos vonstatten, wenn man mal vom monoton-gleichmäßigen Tuckern unseres 40 PS-Borddiesels absieht. Der Diesel oder eiserne Gustav, wie er auch gerne unter Seglern genannt wird, ist in den letzten 12 Momaten exakt 215,4 Stunden gelaufen. Hört sich viel an für ein Jahr unter Segeln, und wenn ich alle paar Wochen mal auf den Betriebsstundenzähler schaue, wundere ich mich über die neu hinzugekommenen Stunden. Aber ein bisschen muss man die Arbeitszeit unseres “Gustav” relativieren. Bei jedem Einlaufen in einen Hafen läuft der Motor solange, bis die Leinen fest sind am Liegeplatz, jedes Ankermanöver, egal ob Anker auf oder runter, geschieht unter Zuhilfenahme des Borddiesels. Da kommt ganz schön was zusammen, hier mal ‘ne halbe Stunde, bis der Anker wie gewünscht liegt, da mal 40 Minuten bis in den Hafen. Aber es gibt natürlich auch und gerade im Mittelmeer viele Flauten und da haben wir in der Tat einige Seemeilen mit dem Motor zurückgelegt. Die Capitania vermerkt das fleißig im Logbuch und so wissen wir, wie hoch unser Motoranteil, bezogen auf unsere zurückgelegten Seemeilen ist.
Gestern jedenfalls gab es einen schönen Segelwind von hinten und so wurde der “Eiserne Gustav” kurz nach dem Verlassen des Hafens zum Schweigen gebracht und die Segel haben den Vortrieb übernommen. Südostkurs lag an, die Straße von Bonifacio voraus. Mit 5-7 Knoten Fahrt ging es flott voran. Einige Schiffe kamen uns entgegen, zum Teil kreuzend (gegen den Wind segelnd) zum Teil motorend. Darunter auch ein großer Katamaran mit deutscher Fahne am Heck. Das Schiff hat mein Interesse geweckt, Cornelia auf dem AIS nach dem Bootsnamen geschaut und kurze Zeit später hatten wir einen regen Funkkontakt über UKW – mit dem Eigner der Jonathan. Der Katamaran ist mit seinem stolzen Eigner schon einmal um die Welt gesegelt, hat dabei Kap Hoorn und das Kap der guten Hoffnung gerundet, ist jetzt auf dem Weg zum Ausgang des Mittelmeers und danach soll es In Richtung Grönland gehen. Mehr als 47.000 Seemeilen liegen im Kielwasser des Katamaran “Jonathan”. Nach einer Weile war das Wichtigste ausgetauscht, gegenseitig gut Wünsche für die Weiterreise ausgesprochen und mit einem “Over and Out” die Funkrunde beendet.

Ptivatstrand in der Bucht

Ptivatstrand in der Bucht

Kurz darauf lag die fjordartige Bucht von Tizzano vor unserem Bug. Der Anker fällt auf 5 Metter Wassertiefe in das blaue Nass, gräbt sich nach einer Weile in den sandigen Ankergrund, der Motor verstummt, angekommen. Der übliche Rundumblick – Berge, Strand, Ortschaft in nächster Nähe, alles sieht gut aus, Zeit für einen Sprung ins 24 Grad warme Mittelmeerwasser. Abends grillt der Lotusgrill Rinderfilet und Hähnchenteile, Bier und Wein sind gut gekühlt, die Außentemperatur mit 26 Grad sehr angenehm. Danach noch mit Hund und Beiboot ans Land, ein Wein für Cornelia, ein Eis für mich, dabei die Füße im Sand.
Danach zahlreiche Sternschnuppen mit langgezogenem Schweif beobachtet, dunkle Neumondnacht, die Milchstraße und endlos viele Sterne über uns. So viele Eindrücke machen müde, Zivilisationsgeräusche gibt es außer einem in der Ferne bellenden Hund keine – stille Nacht.

Veröffentlicht unter Uncategorized | 2 Kommentare

Das Straßenbild…

wird jetzt nicht mehr von Ferraris, Bentleys, Bugattis oder anderen Luxusschlitten wie an der Cote d’Azur dominiert. Sozusagen zurück zur touristischen Normalität, auch die millionenschweren Megayachten trifft man in oder auf Korsika nur selten. Die Flagge am Heck der normal großen Segelschiffe ist überwiegend “Bleu Blanc Rouge”, oder italienisch “Verde Bianco Rosso”. Andere Gastyachten sind eher selten im Hafenbild vertreten.

Wir warten im Moment noch immer auf das Gewitter, das eine Wetteränderung für die nächsten Tage einläuten soll. Wir liegen sicherheitshalber im gut geschützten Hafen “Tino Rossi” (ja, dem Schlagersänger ist ein Hafen gewidmet), dem nächsten Hafen zum historischen Zentrum. Die Altstadt von Ajaccio ist ganz dicht bei, eher klein aber fein, und daher schnell entdeckt und erwandert. Platte Füße bleiben aus, das Gefühl, sich zuhause auf bekanntem Terrain zu bewegen, stellt sich so schnell ein.

Ajaccio ist nicht nur die Geburtsstadt von Napoleon, sondern in der heutigen Zeit ein wichtiger Ausgangspunkt für Mittelmeerfähren aus Frankreich und moderne Kreuzfahrer. Das Geburtshaus von Napoleon steht mitten in der Altstadt, arbeitnehmerfreundliche Besuchszeiten haben bisher einen Besichtigung unserserseits vereitelt, aber wir bleiben dran. Das Nacht- und Tagleben in dem kleinen Stadtkern ist wuselig und lebhaft. Die Außenbezirke sind so, wie man französische Außenbezirke kennt und erwartet. Nur vom Wasser aus sind diese Wohnsilos sichtbar. Aber irgendwohin muss auch so eine kleine Stadt rational wachsen können.

Cornelia hat sich heute der Kunst zugewandt. Im Museum Fesch gibt es eine großartige  Sammlung italienischer Meister vom 15. – 18. Jahrhundert, die Kardinal Fesch, ein nur unwesentlich älterer Onkel Napoleons, als Kardinal zusammengestellt hatte, und die nach seinem Tod an die Stadt Ajaccio fiel. Sogar ein wunderschönes Gemälde von Botticelli und eine Studie von Tizian gehören zu der Sammlung. Wohltuend waren die mitten in die alten italienischen Meister eingestreuten hervorragenden, modernen Arbeiten kubanischer Künstler, ausgesucht stets passend zum Motiv des jeweiligen Saales, wirklich eine sehr interessante Ausstellungsarchitektur.

Ich bin derweil einigen Schäkeln und Beschlägen mit Edelstahlpolitur zu Leibe gerückt und habe deren beginnende Korrosion erfolgreich beseitigt. So hatte jeder seine Erfolgsmomente an diesem heißen Sonntag. Nur eine Frage bleibt am Ende des Tages. Kann uns bitte mal jemand erklären, warum Industriewaschmaschinen so schlecht waschen müssen? Die Flecken bleiben drin, bei der Art von Waschmaschinenwäsche. Nur der Geruch der Kleidung ist besser. Sonst ist alles gut an Bord, Korsika ist ein echter Volltreffer. Wenn die Wetterküche weniger heftig köchelt, geht es weiter nach Bonifacio, der Südspitze von Korsika und dem Absprungsort nach Sardinien.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreibe einen Kommentar

Steil nach oben

07. August 2015, Freitag, Baro 1009, sonnig, warm, leichter Nordwind um die Mittagszeit, nachmittags bis 17 Knoten
Galéria 10:00 – Scandola – Cargèse 15:30 26 sm

Gemeinsam unternehmen wir morgens beim Hundespaziergang einen Ausflug zum Supermarkt, um für heute Abend einzukaufen, dann schnell zum Boot, nochmal kurz ins Wasser hupfen, und ab nach Süden. Mit Großsegel, aber unter Motor kommen wir zu den roten Granitfelsen von Scandola, aus der Ferne sagt Volker noch: “Na, was an denen da so besonderes sein soll?!”, aber als wir nahe genug sind, sehen wir uns doch tief beeindruckt von den Gesteinsformationen, den Schluchten und der großartigen Unterwasserwelt. Ankern ist hier verboten, wir lassen uns treiben, denn die Felsen gehen tief ins Wasser hinunter, sodass man quasi bis auf ein paar Meter an die Steinwände heran kann. Wir sind hier auc hnicht alleine, alle Nase lang erscheinen große Ausflugsboote und viele Leute sind einfach mit ihrem Dinghy hierher gekommen. In einer Schlucht gibt es einen richtigen Stau, weil die Gummiboote dem größeren Ausflugsboot keinen Platz machen wollen. Es gibt ein wildes Gehupe, dann ist das auch geregelt. Wir fahren zwischen den Felsen hindurch, sehr beeindruckend, halten an einem kleinen Felsen, und tauchen einmal rundherum, mit Hunderten von kleinen Fischen, die sich hier im Schutz des Steines aufhalten.
Dann setzen wir Segel, und weil es so schön läuft, schauen wir uns die vielgerühmte Girolata-Bucht nur aus der Ferne an, da sind auch schon ein paar Boote am Anker, aber es ist noch nicht überfüllt. Die Scandalo-Felsen waren so beeindruckend, dass wir jetzt nicht schon wieder Highlights brauchen. Wir können sogar den Spinnaker setzen, und Volker beginnt ein Rennen mit einer anderen Dehler(?), die allerdings kein Beiboot nachzieht und sich leider nicht einholen lässt.
Am Nachmittag lassen wir den Anker vor dem Hafen von Cargèse fallen, führen den Hund aus und schnorcheln immer wieder in dem kristallklaren Wasser, umgeben von Fischen, insbesondere kleinen und mittleren Doraden, aber auch einer dunkleren Art mit einer zweigeteilten Schwanzflosse und Volker sieht noch andere Fische mit orangefarbenen Augen.

Wunderschön ist auch die Landschaft, vor der wir liegen: Hier unten der Hafen und eine steinige Küste, hintendran mit Macchia bewachsen, darüber thront der Ort Cargèse mit seinen zwei Kirchen. Griechische Einwanderer hatten hier Mitte des 17. Jahrhunderts eine Zuflucht vor der türkischen Invasion der Peloponnes gefunden, und konnten später eine griechisch-orthodoxe Kirche bauen, die genau wie die römisch-katholische am gleichen Platz im klassizistischen Stil errichtet wurde. Beide Kirchen sind in einem für hiesige Verhältnisse guten Erhaltungszustand, in der katholischen fallen die steinernen Deckenverzierungen und die bunten, sehr weit oben angebrachten Fenster auf, in der orthodoxen natürlich die goldgrundierten Ikonen, die das Kircheninnere dominieren.

Wir erforschen den Ort noch ein bisschen weiter, kommen zu der belebten Piazza, dabei hören wir immer wieder Musik, es klingt nach Soundcheck. Natürlich gehen wir dem nach und finden, neben einem großartigen Blick über die neben gelegene Bucht und das weite Meer, eine Bühne, wo heute und Samstag Abend ein großes Festival stattfindet, für 25 Euro pro Abend oder 40 für zwei Abende. In der orthodoxen Kirche gibt es auch Musik, polyphone Gesänge, das hatten wir schon in allen Orten auf der Insel gesehen, dass am 7. August in ganz vielen Kirchen solche polyphonen Gesänge dargeboten werden. Muss irgendetwas zu bedeuten haben…

Ein letzter Blick über die Bucht, dann der steile Heimweg. Der Ort liegt 100 m über dem Meer, und der Weg, den wir gewählt haben, ist kurz und eben extrem steil, auf dem Rückweg geht das gut, der Hinweg war anstregender. Jetzt hat es ein bisschen abgekühlt und wir grillen unsere Supermarktbeute von heute Morgen.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreibe einen Kommentar

Calvi und danach

Der Leuchtturm  an der Revellata vorCalvi

Der Leuchtturm an der Revellata vor Calvi

Drei Tage oder zwei Nächte haben wir uns Zeit genommen, um Calvi zu erkunden und kennen zu lernen. So viel vorab, ein Besuch dieser alten, ursprünglich genuesischen Stadt lohnt. Calvi liegt am nördlichen Ende einer sehr weitläufige Bucht mit über 500 Meter hohen, steilen und schroffen Bergen im Hintergrund. Die Bucht ist nach Nordosten offen, bietet aber sonst bei allen Windrichtungen Schutz vor Stürmen und heranrollenden Wellen. Besonders sicher liegen hier Schiff und Mannschaft bei Mistral-Lagen. jetzt aber zurück zu Calvi selbst. Die auf einem Fels errichte und dominierende Zitadelle stammt aus dem 15. Jahrhundert, zu der Zeit gehörte Calvi zu Pisa. Die Schutzwälle der Festung sind zum Meer hin ausgerichtet. In der Festung selbst gibt es gut erhaltene und bewohnte Häuser, Restaurants und die bekannte kleine Kathedrale St.-Jean-Baptiste (oder auch “Johannes der Täufer”). Die Fremdenlegion hat ebenfalls einen Standort in der Festung und versucht, das militärische Leben mit einer permanenten Ausstellung stark zu beschönigen. Gut gestählte uniformierte Krieger, unterwegs auf heldenhaften Missionen, für Frankreich. Also mal davon ab, ist diese Festung sehenswert, die verwinkelten Gassen der dreiseitige grandiose Ausblick aufs Meer, die erwähnte Kathedrale und eine schöne Auswahl an korsischen Spezialitätenrestaurants, wenn das nichts ist. Es gibt noch eine Altstadt außerhalb der Festung mit vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten, altem Kunsthandwerk, alles quirlig und bunt. Abends gibt es immer irgendwo Livemusik. Nebenbei sei noch für die Freunde des kühlen Gerstensaftes erwähnt, dass es auch Brauereien auf Korsika gibt. Das Inselgetränk schlechthin ist das würzige Pietra Bier, sehr lecker…

Bei so einer hübschen Stadt kommt keine Langeweile auf, tagsüber bummeln wir durch die Gassen und abends geht es auf die Piste.
Heute ging es dann weiter, der Wetterbericht hat nördliche Winde versprochen, die auch eintrafen. Für die touristischen Highlights von Korsika sind wir diesmal bestens gerüstet. Wir haben einen Insel-Reiseführer von Steffi und Thomas geschenkt bekommen und können uns vorab über die geplanten Stopps informieren, danke nochmal an Euch beide! Erster Stop nach Calvi ist in der ca. 3 Seemeilen großen Bucht von Crovani. Nur wenige Menschen zieht es dorthin, weil die Bucht, sowohl von Land als auch vom Wasser aus, relativ weit abgeschieden ist. Dabei bietet gerade diese Bucht, sozusagen für jeden etwas. Steile Felsen und Abbrüche im Norden, einen gaaaaannnnzzzz langen Steinstrand, bebaumte Berge im Nordosten mit einem lieblich-grünen Tal davor. (Danke für den Tipp, ein paar Handschmeichlersteine folgen). Trotz absoluter Hochsaison und Rummel in allen Metropolen liegen in dem Naturkleinod gerade mal 8 Boote, grandios. Der Unterschied, insgesamt, zur Côte d’Azur könte größer nicht sein, es gibt hier an der korsichen Westküste nur sehr wenig Bebauung, zu wild, karg und steil ist die Landschaft.
(Und noch ein Dankeschön an Doro und Matthias für die After-Sun-Creme, ich habe mir heute so richtig den Pelz verbrannt.)
Morgen geht es in den Golf von Girolata, der ist Unesco-Weltnaturerbe und wir sind schon sehr gespannt darauf, diese Naturschönheit zu entdecken.
Für die Nacht haben wir noch einmal die Aussicht oder besser gesagt die Ankerbuucht gewechselt und sind nach Galéria gesegelt. Der kleine Ort ist laut Reiseführer die einzig nennenswerte Ansiedlung an der Westküste zwischen Calvi und Ajaccio. Auch hier liegen nur 5 Segelboote inkl. unserem vor Anker. Eins wollen wir an diesem Tag nicht unerwähnt lassen. Heute ist Jahrestag, vor genau einem Jahr sind wir sozusagen aufs Boot gezogen. Da wollen wir doch mal schauen, ob es in der kleinen “Ansiedlung” ein kleines nettes Restaurant gibt, wo wir dieses Datum mit einem Abendessen gebührend feiern können.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Ein Kommentar

Anker auf!

03. August 2015, Montag, Baro 1014, sonnig, warm, Wind S 13 Knoten, am Ankerplatz zwischen den Isles des Lérins

Am Morgen unternehmen wir mit Liz und Kevin und Barbie und Wayne einen ausgedehnten Inselrundgang um St. Honorat, besichtigen die renovierte Festung, die sehr schön ist, aus drei verschiedenen Bauzeiten stammt, dem 13., 15. und 16. Jahrhundert, zum Teil aus noch viel älteren Steinen und Säulen aus der Römerzeit errichtet, dort sind freiwillige Führer unterwegs und erklären den Besuchern alles. Da England und Australien kein französisch sprechen, versuche ich ein paar Brocken aufzufangen und ihnen zu übersetzen. Bilder folgen, sobald wir Wlan haben.

Um 13:00 Uhr haben wir abgelegt, bei schönstem Wind, strahlendem Sonnenschein nehmen wirKurs auf die Insel Korsika. Irgendwann morgen ganz früh werden wir hoffentlich in Calvi sein, und dann gibt es einen weiteren Bericht.
14:00 Uhr: Der Wind frischt auf gute 14 Knoten auf, und raumt ein kleines bisschen, wir machen 6,8 Knoten.
15:00 Uhr: Der Skipper geht schlafen, wir segeln mit Halbwind und ca. 11 Knoten über 7 Knoten schnell. Vorhin ist uns ein Segler entgegengekommen, der offensichtlich nur auf einem Tagestripp war, denn er war vorher Richtung Korsika gesegelt. Ein schnelles Motorboot kommt entgegen, und verschwindet Richtung Cannes.
16:00 Uhr: Der Wind kommt immer noch aus 90 Grad, hat aber ein bisschen nachgelassen auf 9 Knoten. Noch 75 sm, wir machen 6,4 Knoten über Grund.
18:00 Uhr: Der Wind kommt mit 9-10 Knoten aus 110 Grad steuerbord, wir segeln mit 6,5 Knoten in der schönsten Sonne auf flachem Wasser. Leider lassen sich auch keine Wale oder Delfine blicken, keine Schiffe oder Fähren, nur zwei kleine Messbojen können wir erkennen.
18:30 Uhr: Beim Versuch, den Spi zu setzen, müssen wir leider feststellen, dass er nicht ordentlich gepackt ist. Letztes Mal haben wir ihn einfach nur so in denSack getan, ohne ihn so zusammenzupacken, dass er beim nächsten Mal ohne Probleme zu setzen ist.
19:00 Uhr: Der Spi steht, die Geschwindigkeit steigt sofort auf über 8 Knoten. Der Wind raumt immer weiter, und nimmt weiter ab. Ich will Frikadellen braten und schütte aus Versehen mindestens zwei Esslöffel Pfeffer dran, kann es aber gerade noch retten, indem ich mit einem Kaffeelöffel möglichst viel davon wieder abkratze. Dann halte ich mich mit dem weiteren Würzen zu sehr zurück, sodass Volker nachsalzt! Das mache normalerweise nur ich.
20:00 Uhr: Bullenstander gesetzt (damit der Baum nicht aus Versehen auf die andere Seite schwingen kann, das wäre eine “Patenthalse” und sehr schlecht u.U. für Mensch und Material, wenn so ein Baum mit dem großen Segel dran voller Wucht umschlägt).
Ein kleiner fliegender Fisch schwimmt vorbei, neben einer verirrten Libelle, die uns lange Zeit begleitet, das einzigeTier, das wir bisher gesehen haben.
20:47 Uhr: Die Sonne ist am Horizont untergegangen, ein Motorboot kommt von hinten auf, der Wind hat sich wieder stabilisiert. Der korsische Mohr flattert als neue Gastlandflagge fröhlich unter der Steuerbordsaling. Noch 43 Meilen. Volker macht sich bereit für die erste Nachtwache, es wird so feucht, dass wir die Segelkleider anlegen, Gummihose und -jacke, die Taschenlampe kommt in die Jackentasche, Schwimmweste und Life-Leine liegen bereit. Jetzt noch ‘ne Flasche Wasser dazu, und fertig ist er für die Nacht.
22:30 Uhr: Der Mond geht auf. Wie ein großer roter, oben rechts stark angenagter Ball steigt er am östlichen Horizont aus dem Wasser. Der Wind hat sich nach einer kurzen Schwächeperiode wieder stabilisiert. Speed 5-5,5 Knoten. Noch 33 Meilen.
Es haben sich lauter Wolken gebildet, über der Küste von St. Tropez sind dicke Wolken, auch über Korsika sind Wolken an den Himmel gezogen, hoffentlich verdecken sie nicht den Mond.
04.08.2015, 01:00 Uhr: Der Spi muss runter, der Wind hat auf unter 6 Knoten abgenommen. Der Spi ist so pitschnass, dass wir ihn direkt in den Sack stopfen und im Beiboot vertäuen, auch ich muss zu Wache die Gummihose drüberziehen. Volker geht schlafen.
01:15 Uhr: Der Motor ist an und wir müssen gleich dem Passagierschiff Europa2 ausweichen, das nach St. Tropez fährt. Noch 20 sm.
Die Wolken haben sich komplett verzogen, es ist sternenklar und ein heller Mond steht am Himmel. Die Cassiopeia kann ich erkennen, bei den anderen hilft mir meine Sternen-App. Am südlichen Himmel wieder dieser komische Schlangenträger, üner den habe ich mich schon mal in einer Nachtwache gefreut.
02:16 Uhr: Die Athara, ein italienisches Passagierschiff mit Ziel Genua gleitet majestätisch und überreichlich beleuchtet in einer Seemeile Entfernung vorbei. Voraus sieht man schon die Lichter von Calvi und von einer Stadt, die oben auf einem Berg liegen muss. Geschwindigkeit unter Motor um die 5,5 Knoten. Noch 15 sm.
Zwei große italienische Passagierschiffe mit Ziel Porto Torres ziehen hinter der Hexe durch, von rechts kommt ein Boot ohne Namen, das nur 5,4 Knoten fährt, und das wir erst in anderthalb Stunden treffen werden. Bestimmt auch ein Segler.
03:30 Uhr: Der Wind hat gedreht, er kommt jetzt von backbord vorne, ich muss zum Bug und den Bullenstander losmachen, damit das Großsegel auf die andere Seite kann. Das weckt natürlich Volker, wenn irgendetwas am Boot passiert, aber er legt sich nochmal hin, es sind ja noch über 8 sm. Der Felsen der Rebellata ist schon gut zu sehen, den Leuchtturm darauf habe ich schon seit mehreren Stunden erblickt.
05:15 Uhr passieren wir die Citadella und machen erst einmal in der Marina fest, um dem Nico die Gelegenheit zu einem Spaziergang zu geben. Leider hat der Boulanger noch geschlossen, sonst hätten wir uns ein schönes Baguette gekauft. So muss nachher die “Levure du Boulanger” mal zeigen, was sie drauf hat, dann backe ich eben Brot. In den Straßen sind noch ein paar Nachtschwärmer, und die ersten Müllmänner sammeln den Dreck des vergangenen Tages ein. Langsam wird es hell, die Wolken lila, und wir verziehen uns auf einen Ankerplatz. Neben dem Anker liegt ein Seestern, dass kann man gut erkennen in diesem unglaublich klaren Wasser, trotz 5 Meter Wassertiefe.

jetzt gute Nacht!

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreibe einen Kommentar

Auf der anderen Seite

von Cannes waren wir im Port Canto und auf der anderen Seite von Juan-les-Pins wollen wir heute Nacht ankern.

Die gute Nachricht am Freitagmorgen kommt von dem netten Hafenmeister von Port Canto in Cannes: Wir können noch eine Nacht auf unserem Platz bleiben, ob er allerdings danach bis Sonntag oder Montag einen Platz hat, kann er erst Samstag Morgen sagen.
Das gibt uns die Chance, mit dem Auto einen großen Bunker-Einkauf zu machen, allerdings macht es am Freitagmittag in dem Casino-Supermarkt keinen Spaß, der ist, schon auf dem Parkplatz, dermaßen überfüllt, dass man nur mit Mühe an all die Sachen kommt, die sich in den Regalen stapeln. Und das nicht so teure Bier ist bis auf wenige Dosen ausverkauft, aber Wasser und Wein und Yoghurt und Fisch, Fleisch, Obst und Salat finden ihren Weg in den Einkaufswagen und in unser Auto.

Also alles im Boot verstaut und noch ein Ausflug zum Carrefour in der Stadt, wo Volker doch das begehrte Bier ergattert. Leider hat der Supermarkt keine Parkplätze, also muss ich anderswo warten. Ich stehe auf dem Bürgersteig am alten Hafen, wo wir auch schon mal ausgeladen haben, als ichdrei Stadtpolizisten auf mich zukommen sehe. Die haben keine guten Absichten, das sehe ich ihnen an. Also höre ich schnell mal bei Volker nach, ob er noch weit ist, nein, er ist gleich da. Aber die Stadtpolizisten sind schneller, ich höre mir die Predigt an, sage, ich hätte nur auf meinen Mann gewartet, und sie entlassen mich mit einem: “depechez-vous!” (Beeilen Sie sich). Grad nochmal Glück gehabt!

Ein weiteres Mal die Croisette entlang fahren, die jetzt sehr voll ist. Vor den großen Hotels wie dem Martinez oder dem Grand Hotel oder dem Marriott stehen Kuwaitische Porsches oder Rolls Royces oder Bentleys aus Dubai. So ‘ne S-Klasse ist hier vielfach vertreten, große Audis und BMWs an der Tagesordnung. Wahrscheinlich fällt man mit einer grünen Ente hier mehr auf.

Nachdem ich den Wagen weggebracht habe, laufe ich den Weg vom alten Hafen zurück zum Port Canto, gehe durch die große Einkaufsstraße, auch die ist jetzt überlaufen, erst in der zweiten Hälfte, wo die nicht ganz so populären Läden ansässig sind, wird es leerer. Ich finde noch einen Hundeausstatter (wir hatten hier schon mal einen entdeckt und davon berichtet), diesmal mit ausgefallenen Kleidchen für den kleinen Liebling.

Beim Port Canto ist zu beiden Seiten ein wirklich sehr schöner gepflegter Park, mit Rosarien und Bänken zum Ausruhen. Dorthin gehen wir auch nach dem leckeren Grill-Abendessen (na, was denn sonst am ersten Abend an Bord?!), zum Abendspaziergang, schlendern nochmal auf der Croisette an den Porsches und Bentleys vorbei und hören, als Zaungäste, den musikalischen Darbietungen für die Gäste in den Strandrestaurants zu. Ein schönes Detail: An der ganzen Strandpromenade stehen Stühle, die beliebig zusammengestellt werden können, auf denen Familien oder Pärchen den Abend verbringen und dem Vollmond zuschauen können.

Heute Morgen haben wir uns aufgemacht, Diesel getankt, und Kurs auf die Bucht direkt vor Juan-les-Pins genommen. Dort ankern nämlich die “Hope” mit Barbie und Wayne aus Cairns in Australien und die “Black Velvet” mit Liz und Kevin aus England. Die vier haben wir zuletzt in Cartagena gesehen und wir freuen uns sehr auf ein Wiedersehen.

Wir können dorthin segeln, hoch am Wind kommen wir bei 10 Knoten Wind mal wieder zu langsam voran, wahrscheinlich ist wieder der Rumpf oder zumindest der Wasserpass voller Muscheln! Die “Hope” erkennt Volker schon von Weitem, doch die Enttäuschung ist groß: Beide Boote sind leer und verschlossen, da muss die Besatzung wohl gerade bei einem Einkaufsbummel an Land sein. Und richtig, nach einer Viertelstunde sehen wir ein Schlauchboot auf uns zu kommen, auch sie haben die “Hexe” schon gesehen, und wir können das Wiedersehen feiern. Da viele von uns in der letzten Zeit Geburtstag hatten, schlägt Liz vor, wir sollten einfache ein Datum als Geburtstag festlegen, an dem wir uns alle feiern. Der 1. August ist doch ein gutes Datum, das kann man sich merken!

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreibe einen Kommentar

Kurs Süd

Bewölkter Himmel, 25 Grad, der Wind pfeift durchs Rhonetal, die A 7 ist voll. Ferienmitte, die einen wollen nach Norden, Urlaubsende, die anderen wollen mach Süden. Wir gehören zu den Letzteren. Der Heimaturlaub ist zu Ende. Eine Woche waren wir in Darmstadt. Haben die kühlen Nächte genossen, die Sonne vermisst, dafür meinen Geburtstag im Kreise der Familie und mit vielen lieben Freunden gefeiert. Die letzten Jahre waren wir zu dem Ereignis immer segelnd unterwegs, meine erste Geburtstagsfeier seit 15 Jahren, genial. Larissa hat mit Johannes Cocktails geshaked, Spareribs haben auf dem Grill gebruzzelt. Mein Dank an die Gäste und Gratulanten, Ihr habt mir das Älterwerden versüßt 😉

Cornelia hat den ein oder anderen Job in der Firma gemacht, die Steuer wollte auch noch erledigt werden. Eine Woche geht schnell vorbei, die Zeit ist mal wieder nur so dahingeflogen.
Schneller Abschied, 1100 Kilometer lagen vor uns, Landschaft huscht flott vorbei, abgespult in 10 Stunden Fahrzeit, nahezu staufrei, Gott sei Dank.

Anspannung kurz vorm Ankommen, auf den letzten Kilometern: Der Moment, wenn man nach so einer langen Fahrt den (heimischen) Hafen und dann das Boot sieht, ist einfach magisch. Geht nicht nur uns so, da erzählen auch Segelfreunde von. Ist ja eigentlich klar, dass das Boot an seinem Platz liegt. Wo soll es sonst auch sein, aber dieser Moment, diese Anspannung, dieses Gefühl ist einfach da, immer und immer wieder. Seglers Freude – der Blick aufs schwimmende Zuhause.
Die Vorfreude war so groß, dass die Capitania beim schnellen Hundespaziergang über eine Fahrbahnschwelle gestolpert ist und lang hingeschlagen. Kniee, Schulter, Lippe und Handgelenk sind angeschlagen, so was blödes!

Jetzt mal seit langem wieder ein Wort zum Wetter. Es geht scheinbar doch noch anders als blau und heiß. Da gibt es zwei verschiedene Vorhersagen, die einen sprechen von Gewitter und Wetterturbulenzen von Freitag bis Samstag mit Starkwind. Die anderen sagen niedrigere Temperaturen vorraus, bei ansonsten stabilem Sommerwetter. Mal schauen, allein dass die Hitze weg ist, ist schon mal nicht schlecht. Fühlt sich fast an wie in Darmstadt, ein bisschen wärmer ist es schon und ganz viel Meer, rundrum.

Leider verpassen wir jetzt den baldigen Bundesligsaisonstart der Darmstädter Lilien. Es gab auch keine Dauerkarten mehr, nix mehr für das leider viel zu kleine Stadion, alles ausverkauft, und man kann halt leider nicht auf allen Hochzeiten tanzen. Die Daumen werden am ersten Spieltag trotzdem kräftig gedrückt, hoffentlich von ganz vielen anderen auch.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreibe einen Kommentar

Backwahn

Drei Tage liegen wir vor Anker, natürlich nicht vor Madagaskar, sondern vor Ste. Marguerite und haben glücklicherweise nicht die Pest, aber auch kein Brot mehr an Bord. Unser fertiges Backbrot haben wir vor ein paar Tagen im Ofen aufgebacken und aufgebraucht. Das alte Restbaguette von vorgestern ist baguettetypisch steinhart und kann allenfalls noch als Schlagstock verwendet werden (oder als Fischfutter). Der Schlagstock ist aber im Moment nicht gefragt.

Die Capitania, oder nennen wir sie in dem Falle besser die Bäckermeisterin Cornelia hat dann jedoch imageden rettenden Einfall und die glücklichen Hände. Nachdem der Vorratskeller durchforstet ist, kommen genügend Backzutaten an die Oberfläche, um daraus leckere Brötchen zu zaubern. Die Kombüse wird kurzerhand in eine Backstube umgewandelt. Schnell ist der Teig geknetet, der Ofen vorgeheizt und die Brötchen in Form gebracht. 20 Minuten später kann sich das Resultat mehr als sehen lassen. Einem feudalen Frühstück mit Spiegeleiern und frischen leckeren Brötchen steht nichts mehr im Weg. Skipper froh, Bäckermeisterin stolz, wir um eine lehrreiche Back-Erfahrung reicher. Da haben wir aus der Not eine Tugend gemacht und werden in Zukunft öfter mal selbst backen und von den Ergebnissen berichten. Aber jetzt muss erstmal die Backstube vom Mehl befreit werden.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreibe einen Kommentar

Von außen betrachtet

Das letzte Video, das wir von uns, der Umgebung oder unserem Schiff ins Netz gestellt haben, liegt schon ein paar Tage zurück. Mal war der Wind zu flau, mal der Seegang zu hoch, oder schlichtweg kein Internetz zum Einstellen da. Dabei hatten wir schon lange darüber nachgedacht, ein kleines Segelvideo, sozusagen von „Außen”, zu machen. Die Hexe in Fahrt unter vollen stolz geblähten Segeln, mit rauschender Bugwelle, dazu strahlender Sonnenschein und das Meer so blau, so blau. So schön, wie nur segeln sein kann!

Das Beiboot als Filmplattform, schnelle Szenenwechsel, den Motor kurz aufgedreht und schon wird aus einer anderen Perspektive gefilmt. Ganz so einfach war es dann doch nicht mit der Filmerei. Der Motor will bedient werden, der Wind soll stabil sein, das Beibbot schaukelt, die Kamera rutscht aus der Hand und wird von der Sicherungsleine gebremst. Mit anderen Worten, wir üben noch. Wenigstens strahlt die Sonne und das Meer ist blau, der Wind lässt leider schneller nach als gedacht. Spaß beim Filmen hatten wir reichlich und wünschen denselben auch beim Anschauen.

Schönwettersegeln mit der Hexe an der Côte d’Azur

Veröffentlicht unter Uncategorized | 2 Kommentare