Auf der anderen Seite

von Cannes waren wir im Port Canto und auf der anderen Seite von Juan-les-Pins wollen wir heute Nacht ankern.

Die gute Nachricht am Freitagmorgen kommt von dem netten Hafenmeister von Port Canto in Cannes: Wir können noch eine Nacht auf unserem Platz bleiben, ob er allerdings danach bis Sonntag oder Montag einen Platz hat, kann er erst Samstag Morgen sagen.
Das gibt uns die Chance, mit dem Auto einen großen Bunker-Einkauf zu machen, allerdings macht es am Freitagmittag in dem Casino-Supermarkt keinen Spaß, der ist, schon auf dem Parkplatz, dermaßen überfüllt, dass man nur mit Mühe an all die Sachen kommt, die sich in den Regalen stapeln. Und das nicht so teure Bier ist bis auf wenige Dosen ausverkauft, aber Wasser und Wein und Yoghurt und Fisch, Fleisch, Obst und Salat finden ihren Weg in den Einkaufswagen und in unser Auto.

Also alles im Boot verstaut und noch ein Ausflug zum Carrefour in der Stadt, wo Volker doch das begehrte Bier ergattert. Leider hat der Supermarkt keine Parkplätze, also muss ich anderswo warten. Ich stehe auf dem Bürgersteig am alten Hafen, wo wir auch schon mal ausgeladen haben, als ichdrei Stadtpolizisten auf mich zukommen sehe. Die haben keine guten Absichten, das sehe ich ihnen an. Also höre ich schnell mal bei Volker nach, ob er noch weit ist, nein, er ist gleich da. Aber die Stadtpolizisten sind schneller, ich höre mir die Predigt an, sage, ich hätte nur auf meinen Mann gewartet, und sie entlassen mich mit einem: “depechez-vous!” (Beeilen Sie sich). Grad nochmal Glück gehabt!

Ein weiteres Mal die Croisette entlang fahren, die jetzt sehr voll ist. Vor den großen Hotels wie dem Martinez oder dem Grand Hotel oder dem Marriott stehen Kuwaitische Porsches oder Rolls Royces oder Bentleys aus Dubai. So ‘ne S-Klasse ist hier vielfach vertreten, große Audis und BMWs an der Tagesordnung. Wahrscheinlich fällt man mit einer grünen Ente hier mehr auf.

Nachdem ich den Wagen weggebracht habe, laufe ich den Weg vom alten Hafen zurück zum Port Canto, gehe durch die große Einkaufsstraße, auch die ist jetzt überlaufen, erst in der zweiten Hälfte, wo die nicht ganz so populären Läden ansässig sind, wird es leerer. Ich finde noch einen Hundeausstatter (wir hatten hier schon mal einen entdeckt und davon berichtet), diesmal mit ausgefallenen Kleidchen für den kleinen Liebling.

Beim Port Canto ist zu beiden Seiten ein wirklich sehr schöner gepflegter Park, mit Rosarien und Bänken zum Ausruhen. Dorthin gehen wir auch nach dem leckeren Grill-Abendessen (na, was denn sonst am ersten Abend an Bord?!), zum Abendspaziergang, schlendern nochmal auf der Croisette an den Porsches und Bentleys vorbei und hören, als Zaungäste, den musikalischen Darbietungen für die Gäste in den Strandrestaurants zu. Ein schönes Detail: An der ganzen Strandpromenade stehen Stühle, die beliebig zusammengestellt werden können, auf denen Familien oder Pärchen den Abend verbringen und dem Vollmond zuschauen können.

Heute Morgen haben wir uns aufgemacht, Diesel getankt, und Kurs auf die Bucht direkt vor Juan-les-Pins genommen. Dort ankern nämlich die “Hope” mit Barbie und Wayne aus Cairns in Australien und die “Black Velvet” mit Liz und Kevin aus England. Die vier haben wir zuletzt in Cartagena gesehen und wir freuen uns sehr auf ein Wiedersehen.

Wir können dorthin segeln, hoch am Wind kommen wir bei 10 Knoten Wind mal wieder zu langsam voran, wahrscheinlich ist wieder der Rumpf oder zumindest der Wasserpass voller Muscheln! Die “Hope” erkennt Volker schon von Weitem, doch die Enttäuschung ist groß: Beide Boote sind leer und verschlossen, da muss die Besatzung wohl gerade bei einem Einkaufsbummel an Land sein. Und richtig, nach einer Viertelstunde sehen wir ein Schlauchboot auf uns zu kommen, auch sie haben die “Hexe” schon gesehen, und wir können das Wiedersehen feiern. Da viele von uns in der letzten Zeit Geburtstag hatten, schlägt Liz vor, wir sollten einfache ein Datum als Geburtstag festlegen, an dem wir uns alle feiern. Der 1. August ist doch ein gutes Datum, das kann man sich merken!

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