Calvi und danach

Der Leuchtturm  an der Revellata vorCalvi

Der Leuchtturm an der Revellata vor Calvi

Drei Tage oder zwei Nächte haben wir uns Zeit genommen, um Calvi zu erkunden und kennen zu lernen. So viel vorab, ein Besuch dieser alten, ursprünglich genuesischen Stadt lohnt. Calvi liegt am nördlichen Ende einer sehr weitläufige Bucht mit über 500 Meter hohen, steilen und schroffen Bergen im Hintergrund. Die Bucht ist nach Nordosten offen, bietet aber sonst bei allen Windrichtungen Schutz vor Stürmen und heranrollenden Wellen. Besonders sicher liegen hier Schiff und Mannschaft bei Mistral-Lagen. jetzt aber zurück zu Calvi selbst. Die auf einem Fels errichte und dominierende Zitadelle stammt aus dem 15. Jahrhundert, zu der Zeit gehörte Calvi zu Pisa. Die Schutzwälle der Festung sind zum Meer hin ausgerichtet. In der Festung selbst gibt es gut erhaltene und bewohnte Häuser, Restaurants und die bekannte kleine Kathedrale St.-Jean-Baptiste (oder auch “Johannes der Täufer”). Die Fremdenlegion hat ebenfalls einen Standort in der Festung und versucht, das militärische Leben mit einer permanenten Ausstellung stark zu beschönigen. Gut gestählte uniformierte Krieger, unterwegs auf heldenhaften Missionen, für Frankreich. Also mal davon ab, ist diese Festung sehenswert, die verwinkelten Gassen der dreiseitige grandiose Ausblick aufs Meer, die erwähnte Kathedrale und eine schöne Auswahl an korsischen Spezialitätenrestaurants, wenn das nichts ist. Es gibt noch eine Altstadt außerhalb der Festung mit vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten, altem Kunsthandwerk, alles quirlig und bunt. Abends gibt es immer irgendwo Livemusik. Nebenbei sei noch für die Freunde des kühlen Gerstensaftes erwähnt, dass es auch Brauereien auf Korsika gibt. Das Inselgetränk schlechthin ist das würzige Pietra Bier, sehr lecker…

Bei so einer hübschen Stadt kommt keine Langeweile auf, tagsüber bummeln wir durch die Gassen und abends geht es auf die Piste.
Heute ging es dann weiter, der Wetterbericht hat nördliche Winde versprochen, die auch eintrafen. Für die touristischen Highlights von Korsika sind wir diesmal bestens gerüstet. Wir haben einen Insel-Reiseführer von Steffi und Thomas geschenkt bekommen und können uns vorab über die geplanten Stopps informieren, danke nochmal an Euch beide! Erster Stop nach Calvi ist in der ca. 3 Seemeilen großen Bucht von Crovani. Nur wenige Menschen zieht es dorthin, weil die Bucht, sowohl von Land als auch vom Wasser aus, relativ weit abgeschieden ist. Dabei bietet gerade diese Bucht, sozusagen für jeden etwas. Steile Felsen und Abbrüche im Norden, einen gaaaaannnnzzzz langen Steinstrand, bebaumte Berge im Nordosten mit einem lieblich-grünen Tal davor. (Danke für den Tipp, ein paar Handschmeichlersteine folgen). Trotz absoluter Hochsaison und Rummel in allen Metropolen liegen in dem Naturkleinod gerade mal 8 Boote, grandios. Der Unterschied, insgesamt, zur Côte d’Azur könte größer nicht sein, es gibt hier an der korsichen Westküste nur sehr wenig Bebauung, zu wild, karg und steil ist die Landschaft.
(Und noch ein Dankeschön an Doro und Matthias für die After-Sun-Creme, ich habe mir heute so richtig den Pelz verbrannt.)
Morgen geht es in den Golf von Girolata, der ist Unesco-Weltnaturerbe und wir sind schon sehr gespannt darauf, diese Naturschönheit zu entdecken.
Für die Nacht haben wir noch einmal die Aussicht oder besser gesagt die Ankerbuucht gewechselt und sind nach Galéria gesegelt. Der kleine Ort ist laut Reiseführer die einzig nennenswerte Ansiedlung an der Westküste zwischen Calvi und Ajaccio. Auch hier liegen nur 5 Segelboote inkl. unserem vor Anker. Eins wollen wir an diesem Tag nicht unerwähnt lassen. Heute ist Jahrestag, vor genau einem Jahr sind wir sozusagen aufs Boot gezogen. Da wollen wir doch mal schauen, ob es in der kleinen “Ansiedlung” ein kleines nettes Restaurant gibt, wo wir dieses Datum mit einem Abendessen gebührend feiern können.

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1 Antwort zu Calvi und danach

  1. Thomas sagt:

    Einen schönen Jahrestag wünschen Steffi und Thomas.
    Nicht das Fangoral vergessen- Ihr liegt gerade im Mündungsgebiet, im Sommer meist von einem Kieswall getrennt. Viel Spaß beim Gumpenbaden, möglichst weit flussaufwärts fahren, da ist man etwas von den Touris weg.

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