Ausgeflogen

Kirsten und Birger aus Potsdam zu Besuch

Kirsten und Birger aus Potsdam zu Besuch

Am Sonntag wollten wir ja eigentlich mit unseren Potsdamer Freunden in die verschiedenen Museen der Stadt Cartagena, insbesondere wollte ich in das Museum des römischen Theaters, aber es war so schönes Wetter, dass wir beschlossen haben, einen Ausflug zu machen, und zur Cala Cortina zu laufen. Kirsten und Birger aus Potsdam, unsere Freunde hier an Bord, müssen und wollen natürlich mit, Martina und Jens von der Maje kommen auch mit. Wir laufen zuerst ein längeres Stück durch Industriegebiete, aber Martina und ich haben uns ja länger nicht mehr gesehen, und so mussten wir mal locker drei Monate nachholen, so viele Wörter sind wohl selten diese Straßen entlang geströmt….

IMG_2540 IMG_2541Oben bot sich ein großartiger Blick auf das Fort San Julian, eine der beiden Festungen, die die Stadt Cartagena bewachen, und rings um die Bucht gibt es noch viel mehr davon. Noch ein Stückchen weiter über Treppen und Felsen, und wir sind in der Cala Cortina.

Cala Cortina

Cala Cortina

Rast in der Bucht

Rast in der Bucht

Die Sonne scheint aufs Meer

Die Sonne scheint aufs Meer

Da gibt es auch ein berühmtes Fischrestaurant, wir verkneifen uns das heute, Volker hat nämlich Bierdosen und Schokolade im Rucksack, Martina Weingummis, und so machen wir eine Rast auf den Felsen, Nico gefällt das auch, nachdem er sich mit den beiden anderen Hunden genügend angeschnüffelt hat.

Am Abend grillen wir mal wieder, wunderbares Iberico-Schwein, gutes Rind und dazu einen herzhaften Salat und Fladenbrot, das ich am Sonntag Abend noch bei einem arabischen Laden gefunden habe. Martina und Jens kommen auf einen Schnack und wir beschließen die Regatta „Nixen gegen Neptun“, Martina und ich ich gegen Volker und Jens, über den Atlantik, die Jungs haben schon Angst vor den Nixen, haha!

Heute, am Montag, war der Skipper krank. Mehrfach war er in der Nacht aufgewacht, hatte über Halsschmerzen, Husten und Ohrenschmerzen geklagt, und sich am Morgen mit Fieber krank und arbeitsunfähig gemeldet. Wir haben ihn umtüttelt, versucht, die Leiden zu lindern durch unsere mitfühlende Anwesenheit, aber er wollte lieber alleine sterben.

Also haben wir drei (oder vier, mit Nico) uns aufgemacht, um den beiden Potsdamern das Cabo Tiñoso zu zeigen. Der Weg aus der Stadt ist dank des Navis schnell geschehen, nach dem steinigen Weg nach oben sind wir froh, dass heute, an einem wolkenverhangenen Montag, nicht viel los ist, und uns nur wenige Autos auf der schmalen Straße entgegen kommen, denen wir ausweichen müssen.

Die Regenfront kommt aus Osten

Die Regenfront kommt aus Osten

Das Wetter wird leider immer schlechter, heute morgen zeigte Cartagena sich noch im Sonnenschein, aber jetzt wird es immer grauer, und bald fallen die ersten Regentropfen. Wir parken unseren Opel Corsa auf dem kleinen Parkplatz und schauen uns, schon auf dem Weg in die Festung, nach einem Ort um, wo wir uns vor dem annähernden Regen verstecken können. Wir finden auch einen Platz auf einem der heutigen Aussichtstürme, die früher offensichtlich für die Steuerung der beiden Kanonen zuständig waren.

So sah die Bucht heute aus

So sah die Bucht heute aus

Zwei holländische Männer und zwei englische Paare haben sich auch dort eingefunden, gemeinsam warten wir das Ende der Regenfront ab, die da aus Osten über die Bucht schwebt. Ganz anders sah das aus, als wir vor zwei Wochen mit unserem belgischen Gitarrenbauer hier oben waren!
Das gleiche Bild gibt es, mit anderem Wetter, bei:
Mal etwas ausführlicher…

Die Obstbäume fangen an zu blühen

Die Obstbäume fangen an zu blühen

Auf dem Weg nach unten fotografieren wir die ersten Obstbaumblüten, machen einen Abstecher nach Mazarrón zum Mittagessen am Hafen, essen leckere Pasta, und nach einem heißen Café con Leche wird mir auch wieder warm, nicht zuletzt von der schönen Stimmung in dem ziemlich voll besetzten Restaurant am Hafen. Das Boot von Daniel liegt wieder an seinem alten Platz, er selber ist aber nicht da, vielleicht baut er schon wieder eine neue Gitarre…

Lauter Obstbaumplantagen

Lauter Obstbaumplantagen

Blick über die Ebene mit den Terrassen

Blick über die Ebene mit den Terrassen

Noch ein kleiner Abstecher auf dem Weg nach Cartagena, ein Hügel lockt uns mit einer unvergleichlichen Aussicht. Wir schauen über eine schier endlose Ebene mit Obstbaum- und Olivenplantagen, alten terrassierten Gegenden im Westen, und unglaublich viel Müll direkt um uns herum.

Auf dem Heimweg liegt ein riesiger  Eroski-Supermarkt an der Strecke, mit ungefähr 25 verschiedenen Zauberstäben und 40 verschiedenen Föns im Angebot, daneben auch 35 verschiedene Pizzas, Butterpäckchen und Toilettenpapier. Was für eine Qual der Wahl, kein Wunder, dass wir die Hälfte der angeforderten Artikel vergessen. Wir suchen für Volker die gewünschten asiatischen Leckerbissen wie Mie-Nudeln (erfolgreich) und Ketchup Manis (leider nicht vorhanden, dafür gibt es aber bei den ausländischen Spezialitäten neben Shortbread und Kikoman-Sauce Sauerkraut und deutsches Müsli).

Unser kranker Skipper liegt danieder auf dem Sofa, als wir ankommen, Ursel’s asiatisches Spitzkohl-Rezept muntert ihn nur ein bisschen auf, und der immer wiederkehrende Regen tut sein Übriges, ab morgen wird es, angeblich, besser!

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