Irrwege im Paketdienst

Einmal, nur ein einziges Mal, habe ich unsere Adresse angegeben für eine Sendung. Ansonsten bestelle ich immer alles zu Larissas Adresse, denn in dem Haus sind nicht so viele Parteien, und immer jemand zuhause, der die Pakete für den Rest annimmt.

Doch von vorne. Seitdem unser SSB-Gerät eingebaut ist, haben wir ein Problem damit, dass es sich manchmal, ganz plötzlich, unter Abgabe eines hässlichen lauten Tons abschaltet, und die Funkeinheit „einfriert“. Es hat eine Weile gedauert, bis herauskam, dass noch mehrere Boote diesen Fehler hatten, und Icom, der Hersteller, sich bereit erklärt hat, die fehlerhaften Teile in dem Gerät auszutauschen. Dafür muss aber die Einheit nach Hamburg geschickt werden. Von den Kanaren aus schien uns das viel zu riskant, denn auch die Wiedereinfuhr würde erhebliche Probleme beim Zoll aufwerfen. Also haben wir es so geplant, dass wir zu unserem Heimaturlaub im Sommer die Blackbox mit nach Hause nehmen, und sie von Darmstadt aus versenden, und auch dorthin zurück geliefert bekommen.

Dumm war natürlich, dass wir bei der Abreise vom Boot vergessen haben, unsere SSB-Unit, die Blackbox, die hinter unserer Sitzbank verstaut ist, auszubauen und mitzunehmen. Und natürlich fiel uns das erst nach ein paar Tagen auf, als wir die To-Do-Liste abarbeiteten. Outremer hat sich freundlicherweise bereit erklärt, die Box auszubauen und uns zuzuschicken. Damit ich sie nicht noch mehr verwirre, habe ich nicht darum gebeten, dass es an Larissas Adresse gehen soll.

Am 21.6. bekomme ich die Nachricht von Outremer, dass das Paket morgen verschickt werden soll. Super, denke ich, dann haben wir ja noch genug Zeit. Aber das Paket kommt und kommt nicht. Am 29. Juni frage ich bei Outremer nach, und sage, dass ich ein bisschen beunruhigt bin. Daraufhin bekomme ich den Nachweis mit der Tracking-Nummer. Bei meinen Recherchen muss ich feststellen, dass angeblich bereits zweimal versucht wurde, das Paket zuzustellen. Nur dass wir beide Male zu der genannten Uhrzeit zuhause gewesen sind. Ich rufe bei der DPD an, bekomme die Auskunft, dass das Paket am nächsten Morgen erneut zugestellt werden soll, die genaue Uhrzeit würde ich über die Paketverfolgung am Ausliefertag erfahren.

Zwischen zehn und zwölf Uhr sitzen wir abwechselnd draußen vor der Tür, damit der Auslieferer keine Ausrede haben kann, aber es kommt kein DPD-Wagen in unsere Straße. Empört rufen wir wieder an, erst beim zweiten Anruf wird klar, dass das Paket gar nicht in den Wagen geladen wurde. Na, dann kann es ja auch nicht ausgeliefert werden. Wir bieten an, es in Raunheim abzuholen, aber das geht nicht, die Abläufe sind so mechanisiert, da kann man nicht eingreifen. Aber offensichtlich ein Paket vergessen!

Natürlich wird uns versichert, dass es am nächsten Tag zugestellt werden soll, wieder sollen wir auf der Website die genaue Uhrzeit bekommen. Ganz früh am nächsten Morgen schaue ich nach, da steht: „Wir konnten Sie dreimal nicht erreichen, das Paket wird an den Versender Outremer zurückgeschickt. Bitte setzen Sie sich mit dem Versender in Verbindung.“ Das schlägt dem Fass doch den Boden aus!

Nach weiteren Telefonaten wird uns versichert, dass unser Paket am nächsten Morgen kommt, „Nein, heute geht das nicht mehr, wir bekommen das nicht auf den Wagen“. Fast haben wir schon resigniert, da hält Volker das Paket pünktlich um 11:10 in der Hand und wundert sich, dass es so leicht ist. Kein Wunder, es ist das Pactor-Modem drin, und nicht die Blackbox, Schicksal. Es war auf jeden Fall gut gemeint…

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Ein Kommentar zu Irrwege im Paketdienst

  1. Gerd sagt:

    Meine Erfahrungen mit DPD sind leider ähnlich

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