Das war ein Tag für die Götter, segeln vom Feinsten und dabei ging das gar nicht mal so gut los. Als wir heute morgen um 8.15 abgelegt haben, war es in Vigo noch ziemlich duster. Wir sind hier auf 8,5 Grad West, da geht die Sonne erst um halb neun auf, dafür aber auch erst um halb neun unter. Na ja, das ist schon ein ziemlicher Unterschied zu
Darmstadt. Muss man sich erst mal dran gewöhnen.
Also nach dem Ablegen war sozusagen null Winnd und der Motor sorgte erst mal für unser Vorankommen, lärmig zwar, irgendwie auch unvermeidbar.
Gegen 10 Uhr setzte dann der vorhergesagte Nordwind ein und wir haben dann gleich das Großsegel und den Spinnaker gesetzt, um alles aus dem Windhauch rauszuholen.
Erst sind wir mit 5 Knoten so langsam dahin geseglt und dann gab es immer mehr Wind und schließlich sind wir beständig zwischen 7-9 Knoten gesegelt, das ist schon reichlich flott für uns. Das avisierte Tagesziel war dann auch zu schnell im greifbarer Nähe und wir haben uns entschieden, noch weiter nach Leixoes zu segeln, dicht bei Porto. Wir kamen flott voran und und bereits um 19 Uhr lagen fast 70 Seemeilen in unserem Kielwasser und unser Schiff sicher vertäut im Yachthafen.
Jetzt sind wir das erste Mal auf eigenem Kiel in portugiesischen Gewässern unterwegs. Und soweit westlich sind wir auch noch nicht gesegelt.
Der Wetterbericht für die nächsten Tage stimmt uns ein bisschen nachdenklich.
Bei England ist wohl ein Sturmtief und der Ausläufer davon beschert uns die nächsten Tage kräftige südliche Winde. Da wollen wir genau hin, notfalls bleiben wir ein paar Tage hier und nutzen das Wetterfenster, was sich ab Samstag einstellen soll.
Topspeed heute war übrigens 10,8 Konten über Grund, flottes Schiff, schnelle HEXE eben, super Mannschaft, da müssen wir uns mal selbst loben.
Monat: Oktober 2014
Geschafft und geschafft
Hier gibt es mal ein kurzes Lebenszeichen von uns: Gestern haben wir es uns mit dem Autofahren so richtig gegeben. 1300 Kilometer haben wir zwischen 8 und 20 Uhr abgespult, staufrei, flott, aber auch anstrengend.
Kurz vor der Grenze zu Spanien haben wir in Bayonne einen Zwischenstop eingelegt, super schöner Ort, zweigeteilt durch einen Fluß in Bayonne und Petiti Bayonne, hübsche Altstadt und natürlich “Essen wie Gott in Frankreich”. Die Capitania hatte kleine Flussforellen und der Skipper ein schönes Rindersteak und baskisches Bier zum Spülen.
Dann noch ein Rundgang durch die Altstadt und schon ging es für einen tiefen erholsamen Schlaf zurück ins Hotel.
Die letzten 800 Kilometer heute vergingen dann fast wie im Flug und kurz vor 16 Uhr waren wir glücklich im Hafen angekommen. Unser schwimmendes Zuhause lag immer noch perfekt an seinem angestammten Liegeplatz. Nur der Regen kurz nach unserer Ankunft hättte nicht sein müssen, aber das war bestimmt nur, dass wir uns daran schon mal gewöhnen. Denn Regen steht ganz weit oben beim Wetterbericht für nächste Woche.
Jetzt ist alles verstaut und wir haben auch kräftig frische Lebensmittel gebunkert. Gleich wird gegrillt und danach gechillt. Morgen wollen wir dann nach Portugal segeln.
Also Ihr Lieben, herzliche Grüße aus Vigo sendet die Hexencrew!
Voll, der Spanier!
Kennt Ihr das beliebte Kinder-Auto-Reise-Spiel?
Ich packe meinen Koffer (mein Auto) und nehme mit:…
Neue Leselampen
Die berühmt-berüchtigte Opferanode
Eine neu gefüllte Gasflasche
Das Tarierjacket mit Taucherflasche
Der neue Tauchcomputer
Für Nico eine Palette Hundefutter
Viele neue Bücher
Für Cornelia Ausdrucke zum Lektorieren und Korrigieren
Einen neuen Drucker
Papier für den Drucker
Der Erdbeerlimes von Ute
Drei Flaschen Wasser für die Autofahrt
Vierlagiges Toilettenpapier (volker liebt das und der Spanier hat es nicht)
Die frisch gewaschene Wäsche
Die neuen Schuhe
Für Volker die leckeren Salzbrezeln…
Das heißt, unser kleiner Spanier, der Seat Ibiza, ist bis unters Dach gefüllt.
Gestern gab es noch eine Allee-gemäße Abschiedsfeier, danke dafür an Cecile und Gerhard (der extra noch den Grill angeworfen hat, um uns den Abschied schwer zu machen, vielleicht betreibt er ja demnächst den Grillstand bei den 98ern), Axel und Ute, Philipp, Dorothee und Matthias, Annette, Michael, und natürlich Larissa.
Und heute morgen hieß es dann wieder: “Ade Allee” und wir fahren durch die neblige Pfalz nach Südwesten. Wenn sich zwischendurch der Nebel lichtet, strahlt die Sonne auf die langsam bunt werdenden Bäume. Wir kommen gut voran, anfangs wunderten wir uns über die vielen Autos, aber seit Kaiserslautern wird die Autobahn leer und heute abend wollen wir schon in Südfrankreich am Meer sein. Ahoi!
Sie ist da!

Das hat ganz schön lange gedauert, aber was lange währt, wird endlich gut, gut Ding braucht Weile oder eile mit Weile. Seit heute morgen sind wir die stolzen Besitzer der ersehnten Opferanode und passen auf sie auf, dass niemand sie mehr wegnimmt – smile.
Und auch ansonsten sind alle bestellten und begehrten Artikel wohlbehalten bei uns eingetroffen, wie unsere neuen Leselampen und die Sim-Karte fürs Ausland ( die Nummer schicken wir Euch per Mail.
Viele Dinge haben wir geregelt oder angestoßen, viele liebe Freunde gesehen (leider nicht alle), unsere Ausrüstung ergänzt und Zeit für unsere Kinder hatten wir auch.
Ingesamt war es bis jetzt wieder eine sehr schöne Zeit in Darmstadt. Unsere Gedanken schweifen aber auch immer wieder zum Boot, unseren Plänen und den Abenteuern, die vor uns liegen
Ein Gefühlsmix aus nahendem Abschied, Reisefieber und Abenteuerlust begleitet uns. Das soll jetzt nicht zu sentimental klingen, aber so ist es schon irgendwie – das Los der Reisenden.
Das heißt für uns, dass wir vorraussichtlich den Tag der deutschen Einheit nur noch zu einem kleinen Teil in Deutschland verbringen werden, kurz nach Saarbrücken werden wir die offene Grenze zu Frankreich passieren. Und genau wie auf dem Weg nach Darmstadt wollen wir eine Nacht bei ungefähr halber Wegstrecke stoppen. wo genau das sein wird, wissen wir jetzt noch nicht.
Morgen werden wir noch ein paar vorweihnachtliche Köstlichkeiten wie Stollen, Lebkuchen und Gebäck kaufen (und Brezeln!). Uns schmecken die ganzen Weihnachtsleckereien auf jeden Fall schon jetzt und die gibt es in Spanien so nicht. Aber die Spanier haben auch kleine kalorienreiche Sauereien mit Sahne und Pudding und reichlich Fett und Zucker, den Verlockungen sind wir auch schon ein paarmal erlegen.
Am kommenden Montag geben wir dann in Vigo noch den Leihwagen ab und dann soll es am gleichen Tag auch weitergehen. Wie gewohnt werden wir dann Brichte schreiben und Ihr könnt uns auf www. marinetraffic.com verfolgen.
Einfach im Suchfeld Hexe eingeben und das Boot aussuchen, das mit 12×4 Meter hinterlegt ist aussuchen, bzw. anklicken. Bei wem es partout nicht funktioniert, kann uns gerne eine Nachricht senden umd dann holen wir die Kuh gemeinsam vom Eis, bzw. das Schiff auf den Schirm.
