Autor: Hexymama

  • A bóia do pescador

    Sonntag, 19. Oktober 2014

    die hat zumindest ein Fähnchen
    die hat zumindest ein Fähnchen

    Ablegen in Peniche, genau um 08:30 Uhr, kurz nach der Maje, und nach gefühlten 1000 Fischern. Seit halb vier machen die da draußen einen Lärm und Wellen beim Rausfahren aus dem Hafen. Heute heißt es für alle Fische: “Achtung, in Deckung gehen!” Auch hier draußen auf dem Meer bei über 40 m Wassertiefe wimmelt es nur so von Fischerbojen, und vor denen haben wir inzwischen einen Heidenrespekt! Die Bojen haben verschiedene Farben, und die meisten auch noch ein Fähnchen drauf, damit hat man eine bessere Chance, sie zu sehen.

    Eine von den schlimmeren...
    Eine von den schlimmeren…

    Ganz schlimm sind die schwarzen Bojen mit schwarzen Fähnchen, wogegen die weißen Bojen mit roten Fähnchen, oder auch umgekehrt, seglerfreundlich sind. Manchmal entpuppt sich eine solche Boje auch als Möwe, das merkt man, wenn sich die Boje plötzlich bewegt und in die Lüfte steigt.

    Das Wetter ist angenehm, ebenso der Wind, schön, dass wir früh rausgefahren sind. Zwischendurch raumt der Wind immer weiter. Wir bereiten schon mal alles für den Spi vor, da schläft der Wind wieder ein, um dann zurückzudrehen auf halben Wind. Und dann nimmt der Wind plötzlich zu bis zu zwanzig Knoten, klar, da wird die Hexe schnell! Aber da muss man denn auch die Kleider, die man bei wenig achterlichem Wind gerade ausgezogen hat, ganz schnell wieder anziehen, denn jetzt wird es kühl.
    Der Wind bleibt uns noch mit angenehmen 14 Knoten erhalten bis 13:15 Uhr, danach geht er weg und die pure Sonne kommt. Wenn der Fahrtwind nicht wäre, bräuchte man keine Kleider mehr.

    Cabo da Roca im Mittagsdunst
    Cabo da Roca im Mittagsdunst

    Ca. 14:00 Uhr haben wir Cabo de Roca erreicht, das ist der westlichste Punkt unserer diesjährigen Reise mit 009 Grad und fast 31 Minuten West. Danach geht es nach Südosten, Richtung Cascais, dem Badeort von Lissabon. In der Bucht vor dem Hafen treiben sich wieder unzählige Fischerbojen rum, man muss tierisch aufpassen, Martina hat eine sms geschrieben, dass sie ein großes Fischernetz in der Schraube hatten, und Jens ins Wasser musste, um es loszuschneiden. Um 16:00 machen wir die Leinen fest in der Marina Cascais, nach einem schönen Segeltag.

  • Ein längerer Abschied

    Montag Abend wird es unruhig im Hafen, Martina und Jens wollen weiter, manche Wetterberichte sagen Westwind voraus, eher schwach, damit käme man gut Richtung Süden. Auch Hervé und Joëlle überlegen zu fahren, und wir machen uns auch reisefertig. Zuerst legen Martina und Jens ab, mit ihrem 31-Fuß-Boot brauchen sie eher länger als die großen Boote, dann gehen auch wir raus.
    Oben vom Land, wo ich mit Nico hinspaziert war, sahen die Wellen auch freundlich aus. Aber an der Hafenausfahrt, wir hatten gerade das Großsegel gesetzt, motoren wir gegen eine tosende Brandung. Und nachdem vorhin der Himmel blau und sonnig war, haben sich jetzt dicke schwarze Wolken breit gemacht. Na, denken wir, das wird nach der 10-Meter-Linie besser werden. Aber die Wellen werden nicht kleiner, das sind schon richtige Kawentzmänner, mir ist das nicht geheuer und ich hole die Schwimmwesten und Leinen. Wir knallen in die Wellentäler, dass es scheppert; wenn wir umkehren wollen, dann aber jetzt, wo man noch ein bisschen Licht hat. Nach einer besonders hohen Welle mit einem besonders unangenehmen Knaller ins Tal kehrt Volker um: “Das ist zu gefährlich, da kann zuviel kaputt gehen!” In der Hafenausfahrt kommen uns das Boot von Hervé und das Boot des rothaarigen Franzosen entgegen, sie gehen raus.
    Wir allerdings sind froh, wieder im Hafen zu sein, (vor allem ich!) gehen früh ins Bett, denn am anderen Morgen wollen wir es nochmal probieren.
    Morgens bin ich erstmal nicht ganz überzeugt, aber wenn wir nicht noch eine Woche hierbleiben wollen, müssen wir jetzt mal los, und das Wetter verspricht auch Sonne-Wolken-Mix, und nicht zuviel Wind, also legen wir um halb acht ab.
    Nach der Hafenausfahrt sind die Wellen anfangs ziemlich unangenehm, aber als wir die 20-Meter-Linie erreicht haben, wird es besser. Volker steuert, eben kam ein kleiner Regenschauer, aber zwischendurch scheint auch die Sonne.
    Leider geht auch manchmal der Wind ein bisschen schlafen, dann motoren wir wieder. Um 11.00 Uhr dreht der Wind weiter westlich, jetzt können wir wieder segeln.
    14:30 Uhr Delfine spielen ums Boot und springen unglaublich in die Höhe.

    Der Leuchtturm von Peniche im Abendsonnenschein
    Der Leuchtturm von Peniche im Abendsonnenschein

    Die Welle wird immer angenehmer, Volker würde gerne weiterfahren nach Cascais, aber nach einem Blick auf den Wetterbericht für heute Nacht kann ich ihn umstimmen, der protugiesische Wetterbericht erwartet Südwestwind 4-6 mit Böen von 7 Beaufort, das finde ich einfach zuviel Wind, um nachts gegenan zu kreuzen.

    IMG_8820So kreuzen wir gemütlich die letzten acht Seemeilen, machen um 18:00 Uhr die Leinen fest am Längssteiger von Peniche, wo neben einigen Engländern und einem Belgier mit einem Schrottboot auch die MaJe liegt, die Halberg Rassy von Martina und Jens, die als erstes gestern Abend rausgegangen sind,  und die tatsächlich durch die Nacht hierher gesegelt sind. “Aber das war nicht immer angenehm mit den hohen Wellen und ganz schön anstrengend!” wusste Martina zu berichten.

    Nun liegen wir hier, heute morgen waren wir schon einkaufen, und warten darauf, dass der Wind dreht, oder zumindest weniger wird, und auch das Meer sich beruhigt, und die Wellen wieder kleiner werden, damit wir weiter Richtung Süden kommen, wo uns besseres und vor allem wärmeres Wetter erwartet (hoffentlich!).

  • Portugiesische Sitten: Die Uni-Taufe

    Portugiesische Sitten: Die Uni-Taufe

    Als wir in Peniche ankamen, liefen unglaublich viele junge Leute am Hafen entlang, einige festlich schwarz gekleidet, mit einer schwarzen Pelerine à la Harry Potters Zauberumhang, andere in meist gelben T-Shirts, und mit wilden Farben im Gesicht, in den Haaren und auf der Kleidung. Die sprangen dann auch ins Wasser, um sich der Farben zu entledigen, einige hatten auch alkoholische Getränke dabei.

    Das war die Inaugurationsfeier der Universität für die neuen Studenten, die so getauft wurden, und die Schwarzgekleideten waren ihre Paten. So mancher Pate hat auch dem Täufling nach dem Bad seinen Umhang abgetreten, denn gestern Abend war es mit dem Wind doch empfindlich kalt.

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  • A good life

    A good life

    IMG_0821Eigentlich hätten wir heute morgen ganz früh ablegen müssen, wenn irgendein Wetterbericht den Ostwind vorausgesagt hätte, wären wir auch schon weg. Leider haben die das alle nicht gewusst, und wegen Nico sind wir ja auch hier geblieben, um zum Tierarzt zu gehen. Übrigens haben wir das weibliche Pendant zu Kiko gefunden: Lola, sie hat Nico hier in einem Park gefunden und wollte, jung und stürmisch, wie sie war, unbedingt mit ihm spielen, aber der alte Herr hat sie mal ganz cool in die Schnauze gebissen und gesagt: “So nicht!” Sie hat sich davon nur wenig beeindrucken lassen und tanzte um ihn herum, leider erfolglos.
    IMG_0828Wir haben gemütlich den Ort erkundet, einen dreihundertjährigen Baum gesehen, einen anderen fotografiert, von dem ich meine, es sei eine Araukarie, wer weiß dazu was?
    Im Mercado Central, direkt bei der Marina, haben wir noch Aceitunas (Oliven), Piri-Piri-Hähnchen für Volker und Mariscos (Shrimps) für mich erstanden, um ein kleines, leckeres Mittagessen am Samstag an Bord zu genießen. großartig!

    Das sind leider nur die Reste...
    Das sind leider nur die Reste…
  • (K)ein dicker Hund

    Gestern morgen wollte ich doch gerne probieren, im Ort Brot zu kaufen, schließlich hatte die Senhora vom Hafenbüro noch vorgestern gesagt, es gäbe eine “Baderia”, dort habe man Brot, und die diversen Damen und Herren, die ich in den Gassen, auf der Suche nach besagter Baderia gefragt habe, sagten mir auch, es gäbe Brot: “izquierda”, links, sollte ich gehen. Da habe sie dann auch gefunden, und sie sah sehr geschlossen aus, und so haben wir das Vortagsbrot aufgebacken.
    Aber, wie gesagt, gestern morgen wollte ich mein Glück noch einmal probieren, vielleicht haben Baderias in Portugal am Mittwoch Morgen geschlossen? Ich dackele also mit meinem Hund durch die schmalen Gassen, den Weg weiß ich ja jetzt, da stehen auf der Straße drei Frauen und schwatzen, normal, das dürfen sie ja auch. Nur der Hund, der bei ihnen ist, interessiert sich plötzlich sehr für Nico. Sie rufen ihn zurück: “Kiko, vem!” Nur “Kiko” kommt gar nicht, er hört auch überhaupt nicht auf die Stimmen, sondern stellt das Rückenfell und kommt Nico immer näher. Nun ist er, leider, ein Rüde, ein sehr hübscher, mit goldblondem kurzen Fell und wachen Augen, aber Nico gefällt er gar nicht. Zumal Nico an der Leine ist, und er dann immer mehr aufpassen muss, als wenn er frei läuft. Also fängt er schon mal an zu knurren, und ich ziehe ihn weg, in der Annahme, dass Kiko in der Nähe seiner Frauchen bleibt. Aber Pustekuchen! Kiko lassen die Rufe der Damen völlig kalt, er folgt uns durch die Gasse, bis ich mich rumdrehe und ihn lauthals wegscheuche. Das bringt mir einen zustimmenden Blick der Damen ein, und auch Nico muss sich beteiligen und bellt Kiko an. Den interessiert das aber nur marginal. Kurzfristig fällt er ein bisschen zurück, um an der nächsten Straßenecke wieder direkt hinter uns zu sein. Ich hebe wieder die Arme in die Höhe, schrei ihn auf Deutsch an: “Hau ab!” Auch das hilft für eine kurze Zeit, wir gehen weiter.
    Die Baderie ist immer noch geschlossen, aber hier riecht es so lecker nach frischem Brot und Kaffee, dass ich noch einige Ecken weitergehe, bis ich ein kleines Café finde, wo man sicher auch ein Baguette kaufen kann. Wenn nur Kiko nicht wäre! Der steht schon wieder bei uns und bedroht meinen Hund! Das Café ist nur so eine Art Ausschank, das bietet uns auch keinen Schutz, zumal hier die Hunde nicht in Restaurants und Bars dürfen. Also machen wir einen letzten Versuch, Kiko abzuschütteln, Nico mit lautstarkem Bellen und ich mit einschüchternden “Schschschtttt”-Geräuschen, vergeblic! Schließlich machen wir uns auf den Weg zurück zum Hafen, dann gibt es eben die Leftovers von gestern abend zum Frühstück.

  • Geschafft und geschafft

    Hier gibt es mal ein kurzes Lebenszeichen von uns: Gestern haben wir es uns mit dem Autofahren so richtig gegeben. 1300 Kilometer haben wir zwischen 8 und 20 Uhr abgespult, staufrei, flott, aber auch anstrengend.

    Kurz vor der Grenze zu Spanien haben wir in Bayonne einen Zwischenstop eingelegt, super schöner Ort, zweigeteilt durch einen Fluß in Bayonne und Petiti Bayonne, hübsche Altstadt und natürlich “Essen wie Gott in Frankreich”. Die Capitania hatte kleine Flussforellen und der Skipper ein schönes Rindersteak und baskisches Bier zum Spülen.
    Dann noch ein Rundgang durch die Altstadt und schon ging es für einen tiefen erholsamen Schlaf zurück ins Hotel.
    Die letzten 800 Kilometer heute vergingen dann fast wie im Flug und kurz vor 16 Uhr waren wir glücklich im Hafen angekommen. Unser schwimmendes Zuhause lag immer noch perfekt an seinem angestammten Liegeplatz. Nur der Regen kurz nach unserer Ankunft hättte nicht sein müssen, aber das war bestimmt nur, dass wir uns daran schon mal gewöhnen. Denn Regen steht ganz weit oben beim Wetterbericht für nächste Woche.
    Jetzt ist alles verstaut und wir haben auch kräftig frische Lebensmittel gebunkert. Gleich wird gegrillt und danach gechillt. Morgen wollen wir dann nach Portugal segeln.

    Also Ihr Lieben, herzliche Grüße aus Vigo sendet die Hexencrew!

  • Voll, der Spanier!

    Voll, der Spanier!

    Kennt Ihr das beliebte Kinder-Auto-Reise-Spiel?
    Ich packe meinen Koffer (mein Auto) und nehme mit:…
    Neue Leselampen
    Die berühmt-berüchtigte Opferanodeimage
    Eine neu gefüllte Gasflasche
    Das Tarierjacket mit Taucherflasche
    Der neue Tauchcomputer
    Für Nico eine Palette Hundefutter
    Viele neue Bücher
    Für Cornelia Ausdrucke zum Lektorieren und Korrigieren
    Einen neuen Drucker
    Papier für den Drucker
    Der Erdbeerlimes von Ute
    Drei Flaschen Wasser für die Autofahrt
    Vierlagiges Toilettenpapier (volker liebt das und der Spanier hat es nicht)
    Die frisch gewaschene Wäsche
    Die neuen Schuhe
    Für Volker die leckeren Salzbrezeln…
    Das heißt, unser kleiner Spanier, der Seat Ibiza, ist bis unters Dach gefüllt.

    IMG_0562Gestern gab es noch eine Allee-gemäße Abschiedsfeier, danke dafür an Cecile und Gerhard (der extra noch den Grill angeworfen hat, um uns den Abschied schwer zu machen, vielleicht betreibt er ja demnächst den Grillstand bei den 98ern), Axel und Ute, Philipp, Dorothee und Matthias, Annette, Michael, und natürlich Larissa.
    Und heute morgen hieß es dann wieder: “Ade Allee” und wir fahren durch die neblige Pfalz nach Südwesten. Wenn sich zwischendurch der Nebel lichtet, strahlt die Sonne auf die langsam bunt werdenden Bäume. Wir kommen gut voran, anfangs wunderten wir uns über die vielen Autos, aber seit Kaiserslautern wird die Autobahn leer und heute abend wollen wir schon in Südfrankreich am Meer sein. Ahoi!

  • Sie ist da!

    Die Opferanode bereit zum Einbau
    Die Opferanode bereit zum Einbau

    Das hat ganz schön lange gedauert, aber was lange währt, wird endlich gut, gut Ding braucht Weile oder eile mit Weile. Seit heute morgen sind wir die stolzen Besitzer der ersehnten Opferanode und passen auf sie auf, dass niemand sie mehr wegnimmt – smile.

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    Und auch ansonsten sind alle bestellten und begehrten Artikel wohlbehalten bei uns eingetroffen, wie unsere neuen Leselampen und die Sim-Karte fürs Ausland ( die Nummer schicken wir Euch per Mail.
    Viele Dinge haben wir geregelt oder angestoßen, viele liebe Freunde gesehen (leider nicht alle), unsere Ausrüstung ergänzt und Zeit für unsere Kinder hatten wir auch.
    Ingesamt war es bis jetzt wieder eine sehr schöne Zeit in Darmstadt. Unsere Gedanken schweifen aber auch immer wieder zum Boot, unseren Plänen und den Abenteuern, die vor uns liegen
    Ein Gefühlsmix aus nahendem Abschied, Reisefieber und Abenteuerlust begleitet uns. Das soll jetzt nicht zu sentimental klingen, aber so ist es schon irgendwie – das Los der Reisenden.
    Das heißt für uns, dass wir vorraussichtlich den Tag der deutschen Einheit nur noch zu einem kleinen Teil in Deutschland verbringen werden, kurz nach Saarbrücken werden wir die offene Grenze zu Frankreich passieren. Und genau wie auf dem Weg nach Darmstadt wollen wir eine Nacht bei ungefähr halber Wegstrecke stoppen. wo genau das sein wird, wissen wir jetzt noch nicht.
    Morgen werden wir noch ein paar vorweihnachtliche Köstlichkeiten wie Stollen, Lebkuchen und Gebäck kaufen (und Brezeln!). Uns schmecken die ganzen Weihnachtsleckereien auf jeden Fall schon jetzt und die gibt es in Spanien so nicht. Aber die Spanier haben auch kleine kalorienreiche Sauereien mit Sahne und Pudding und reichlich Fett und Zucker, den Verlockungen sind wir auch schon ein paarmal erlegen.
    Am kommenden Montag geben wir dann in Vigo noch den Leihwagen ab und dann soll es am gleichen Tag auch weitergehen. Wie gewohnt werden wir dann Brichte schreiben und Ihr könnt uns auf www. marinetraffic.com verfolgen.
    Einfach im Suchfeld Hexe eingeben und das Boot aussuchen, das mit 12×4 Meter hinterlegt ist aussuchen, bzw. anklicken. Bei wem es partout nicht funktioniert, kann uns gerne eine Nachricht senden umd dann holen wir die Kuh gemeinsam vom Eis, bzw. das Schiff auf den Schirm.

  • Aquanaut

    Grob gesagt bezeichnet das Wort “Aquanaut“ jemand, der “die besonderen Lebens- und Umweltbedingungen in gršößeren Meerestiefen erforscht (© Duden – Deutsches Universalwörterbuch, 7. Aufl. Mannheim 2011).
    . Wir interpretieren das als neudeutsch “Tiefseetaucher”, das trifft es wohl am besten. Dann steckt da noch das griechische Wort .Nautes“ drin, das allgemein den Seemann bezeichnet. Aber der Seemann hat normalerweise, oder besser gesagt sehr häufig, Angst vor der großen Tiefe und assoziiert damit gewöhnlich solche Dinge wie

    • Ein nasses Grab für Mannschaft und Schiff
    • Schreckliche Lebewesen, die dort wohnen
    • Das Reich der mystischen Seejungfrauen

    Auf jedenfall kein Ort, wo Seemann oder Seefrau sein will.
    Und doch fasziniert uns Segler seit ewigen Zeiten das Meer mit seinen Tiefen und Lebewesen. Genau deshalb gehört Segeln und Tauchen so unverrückbar zusammen, wie z.B. die Weißwurst und das Weißbier (ist ja gerade auch Oktoberfestzeit, deswegen der Vergleich).

    Was das Taucherherz so begehrt
    Was das Taucherherz so begehrt

    Und so habe auch ich, gut angeleitet und sehr behütet durch das Tauchlehrerteam von Aquanaut Darmstadt, Tauchschule und Tauchfachgeschäft, das Tauchen im schönen Steinbruchsee bei Diez gelernt. Nach und nach habe ich mir die Ausrüstung zusammengekauft, die Theorie gelernt und schließlich die Prüfung abgelegt. Hat alles super und reibungslos geklappt. Es war im November 2013 stellenweise ein bisschen kalt im Wasser, aber dann habe ich kurzfristig von Aquanaut einen Trockentauchanzug (da wird dann nur noch das Gesicht nass) geliehen bekommen und so konnten wir sogar noch Anfang Dezember im See tauchen, klasse.

    Volker und Peter mit der neuen Ausrüstung
    Volker und Peter mit der neuen Ausrüstung

    Und jetzt sind wir mit unserem Schiff in einem der Top-Tauchreviere am Atlantik und ein paar Ausrüstungsgegenstände haben noch gefehlt. So habe ich mich dann gestern zu Aquanaut auf den Weg gemacht und mit Peter, dem Chef des Tauchshops, die fehlende Ausrüstung ausgesucht und ergänzt. Mir ist bei solchen Dingen die fachkundige Beratung vor Ort tausendmal lieber als der unter Umständen letzte gesparte Euro beim Internetkauf. Jetzt ist meine Taucherausrüstung komplett, und sobald wir zurück beim Schiff sind, werde ich die Opferanode tauchend wechseln, geht schneller als mit dem Kran.
    Die Capitania wird meine Blubberblasen überwachen und auch, dass keine Meerjungfrauen mich in die Tiefe ziehen. vielleicht bringe ich ihr dafür einen schönen Fisch mit, oder?

  • Wir danken schön

    Vor ein paar Tagen erreichte uns die Mail unseres holländischen Dehler-Verkäufers, dass er herausgefunden hat, welcher Propeller oder besser gesagt, welche Schraube (klingt schiffiger, oder?), denn nun an unserem Schiffchen verbaut wurde.

    Arnoud, so heißt er, hat über die Nummer, die in die Schraube eingraviert ist, den dazugehörigen Hersteller gefunden. Die Schraube ist von der Firma Gori. Und nicht nur das, er hat sich auch noch die Mühe gemacht und uns einen Link im Internet geschickt, wo wir die passende Opferanode käuflich erwerben können. Deswegen geht heute unser Dank an Arnoud und seine Firma Messing Yachting in Enkhuizen.
    Die Zinkanode ist jetzt auf dem Weg zu uns und wird morgen hier eintreffen, wir freuen uns schon darauf (ist fast wie ein Weihnachtsgeschenk).

    Und wenn wir schon mal beim Dankeschön-Sagen sind, dann machen wir gleich weiter.

    Ein paar Tage vor unserer Abfahrt aus Vigo ist uns der Kohlebehälter von unserem geliebten Lotus-Bordgrill beim Ausleeren ins Wasser gefallen und sofort ins ewige Reich der Fische abgesunken.
    Gestern haben wir bei Firma angerufen, die den Lotusgrill (so heißt der wirklich) herstellt und auch noch ein bisschen über unsere Reisepläne geschnackt.

    Der Lotusgrill sollte auf keinem Boot fehlen
    Der Lotusgrill sollte auf keinem Boot fehlen

    Und heute stand dann schon der Paketmann vor der Tür, mit einem gut gefüllten Karton von der Firma „Lotuspfannen”. Da war nicht nur der ersehnte Kohlebehälter drin, nee, sondern auch noch ein ganzes Ersatzteilsortiment mit Gebläse, Bodenplatte, Batterieabdeckung, etc. Wir waren total positiv überrascht und auf der Rechnung wurde uns noch viel Glück für die weitere Reise gewünscht.
    Das nennen wir einen perfekten Service und bedanken uns gerne ganz herzlich. Klasse, Frau Siebert!
    Wir grillen ja auch fast jeden Tag mit unserem kleinen roten Grillfreund, die Capitania bekommt frischen Fisch und der Skipper ein schönes Steak und fürs schlechte Gewissen, bezüglich der fehlenden Vitamine, grillen wir meistens ein Gemüsepäckchen mit.
    Und weil uns noch ein paar Seekarten für das den Weg von Porto bis zur Straße von Gibraltar fehlen, haben wir die auch noch schnell bestellt, und hoffen, dass die auch bald kommen.

    Gleich geht es dann in die Kneipe, Freunde treffen und dann werden wir mal auf diesen guten Tag anstoßen! Die erste Runde geht auf uns.