Autor: Hexymama

  • Auf, in den Norden!

    Die Dämmerung hinter Almeria
    Die Dämmerung hinter Almeria

    Heute morgen sind wir, noch im ganz Dunkeln, mit unserem geliehenen Seat Ibiza losgefahren. Das Meer der Costa del Sol hat uns mit einem traumhaften Sonnenaufgang verabschiedet, wir sind auf dem Weg nach La Toussuire zum Skifahren. Schon ein bisschen verrückt, 1.580 km (one way) in die Kälte zu fahren! Aber wir haben letztes Jahr mit Kindern und Freunden beschlossen, uns doch noch ein “allerletztes Mal” im “Petit Chalet” zu treffen, wo wir seit sechzehn Jahren mit großem Vergnügen und vielen Freunden diese hessische Ferienwoche verbracht haben.

    Ein Sonnenaufgang
    Ein Sonnenaufgang

    Hinter Almeria, nach der großartigen Dämmerung und dem anschließenden Sonnenaufgang wand sich die Straße langsam in die Berge, weg vom Meer, in eine total karge Gegend. Trotzdem gibt es hier einen Naturschutz-Park, und plötzlich war es nur noch zwei Grad kalt. Fünfzig Kilometer weiter, wieder in der Ebene, wird jeder Zentimeter Boden landwirtschaftlich genutzt, die Erde ist voll mit Mandarinenplantagen, Kohlfeldern und den hier unvermeidlichen Gewächshäusern. Diese sollen nicht etwa, so wie bei uns, die Wärme drinnen halten, davon gibt es eher genug, sondern die Feuchtigkeit, denn Regen ist Mangelware.

    Vorne die Gewächshäuser, hinten schroffe Bergehöhen
    Vorne die Gewächshäuser, hinten schroffe Bergehöhen

    Von Murcía Richtung Alicante scheint der Boden immer fruchtbarer zu werden, das ist wohl das große Obst- und Gemüseanbaugebiet, Felder mit Gemüse gibt es, aber vor allem Zitronenplantagen, massenweise hängen die gelben Früchte in den Bäumen. Und Palmen gibt es auch, dazu Olivenbäume und lange Reihen mit Rebenstöcken für die guten spanischen Weine. Aber so fruchtbar das Tal zu sein scheint, die Berge außen herum sind karg, voller schroffer Klippen und Abhänge und ganz wenig Vegetation, einzelne Flechten und Büsche halten sich verzweifelt an den Geröllhängen fest; insgesamt eine tolle Kulisse.

    Die futuristische Skyline von Benidorm
    Die futuristische Skyline von Benidorm

    Bei Alicante nähert sich die Autobahn wieder dem Meer, wir passieren Benidorm ganz nah, es sieht futuristisch aus mit seinen enormen Hochhäusern, wie Klein-Manhattan. Auf jeden Fall werden wir dort mal mit dem Boot anhalten, um uns den Mega-Touri-Ort aus der Nähe anzuschauen. Ab hier wird auch die Gegend insgesamt grüner, die Berge sind nicht mehr so kahl, dafür werden die Palmen weniger und machen Zypressen und Pinien Platz.

    "Orangenbaumblätter liegen auf dem Weg"
    “Orangenbaumblätter liegen auf dem Weg”

    Auf unserer Fahrt weiter nach Norden werden die Berge kleiner und weniger schroff, bewachsen mit kleinen Bäumen und Sträuchern. In der Mitte der Autobahn wachsen Oleandersträucher, die allerdings nicht, wie noch in Südportugal, in der Blüte stehen. In der Ebene rechts und links der Autobahn wechseln sich Olivenbaumplantagen mit den uns seit Almeria begleitenden Orangen-, Zitronen- und Mandarinenplantagen ab. Volker hat uns von einem wildwachsenden Baum direkt an der Autobahn ein paar Früchtchen geholt, die sind aber noch ziemlich sauer, am besten werden wir sie auspressen, und, mit Zuckerzusatz versehen, lieber trinken als essen.

    Da geht es in die weite Ebene Richtung Barcelona
    Da geht es in die weite Ebene Richtung Barcelona

    Ab Barcelona verändert sich die Landschaft noch einmal, Laubbäume mischen sich unter die Kiefernwälder und es gibt ganze Pappelplantagen in der flachen Ebene. In der Ferne sieht man schneebedeckte Berge, schon eine kleine Verheißung auf die kommenden Tage.

    Übernachtet haben wir in Perpignan, in einem sehr französischen Bistro hervorragend gegessen, und in einer sehr vollen Studentenkneipe zum Abschluss des Tages eine “Ouvrette” getrunken, das hatte jemand am Tresen neben mir bestellt und gemeint, ich solle das mal probieren es sei sehr lecker. Es ist Bier mit Grenadine und Kirschlikör, schmeckt super, und der Name bedeutet, wohl zu Recht, “Büchsenöffner”!

    Der Weihnachtsmarkt in Perpignan
    Der Weihnachtsmarkt in Perpignan
  • Leihautos…

    Auf unserer Fahrt nach Norden haben wir beim Fahren gegen den Sonnenaufgang bemerkt, dass kein Wischwasser kommt, um die Scheiben sauberzumachen. Also fahren wir in der Nähe von Murcía zu einer Tankstelle, um Wasser nachzufüllen. Dabei muss Volker jedoch feststellen, dass es nicht an Wasser mangelte, sondern dass die Pumpe kaputt sein muss. Also rufe ich bei Europcar in Almería an, wo wir den Seat geliehen haben, und frage, ob wir irgendwo an der Strecke den Wagen tauschen können. Das scheint problemlos möglich, in Valencia sollen wir am Flughafen ein neues Auto bekommen. Vamos a ver!

    Noch ein Exkurs: Zu Weihnachten hatten wir bei Goldcar in Malaga am Flughafen einen Citroen gemietet, damit wir die Kinder vom Flughafen abholen und sie auch wieder dorthin zurückbringen können. Da Volker ja zwei Tage so schnell und weit gesegelt ist, hatten wir das Auto am 30. Dezember in Almerimar stehen, und mussten von dort aus Larissa zum Flughafen nach Malaga zurückbringen, gute 150 km weit, das Auto dort abgeben und mit Bus und Bahn wieder zurück nach Almerimar.
    Da haben wir uns ganz schlau überlegt, dass wir den Wagen doch auch gleich für die Fahrt nach Frankreich behalten könnten, und später in Almeria zurückgeben. Also habe ich mit der Zentrale von Goldcar telefoniert, ob wir das so machen könnten, und was es kosten würde. Die ansonsten sehr freundliche Señorita am Telefon konnte das nicht beantworten, das musste sie mit der Verleihstation direkt besprechen, da ging aber niemand ans Telefon. Also wollte sie mich zurückrufen. Als nach drei Stunden kein Anruf gekommen war, rief ich wieder bei Goldcar an. Ja, wir könnten das Auto behalten, und ja, wir können es in Almeria zurückgeben, aber nein, einen Preis kann sie mir nicht sagen, da müsse ich zu einer Goldcar-Filiale fahren. Ja, irgendeiner.
    Larissa und ich machten uns auf den Weg zum Flughafen in Almeria, weil das wohl die nächste Filiale war, und wir ja auch dort das Auto abgeben wollten. Wieder ist dort eine sehr freundliche Señorita, die auch einen Preis machen kann, an einem anderen Ort abgeben kostet über einhundert Euro mehr, aber das Problem ist, dass wir mit dem Auto nach Frankreich wollen. Um die Auslandsversicherung abschließen zu können, müssten wir in Valencia oder Barcelona zur Zentrale fahren und die Versicherung dort abschließen. Nein, das geht nicht bei ihr und auch nicht im Internet. Na, dazu haben wir ja überhaupt keine Lust!
    Es gibt auch noch zwei andere Schalter: Hertz und Europcar. Bei beiden fragen wir nach, vergleichen Priese und Leistung und entscheiden uns schließlich für Europcar, wo uns Dolores schon im Computer findet und uns den Ibiza ausleiht. Leider hat der Tausch in Valencia nicht geklappt, sie hatten dort kein Auto, das mit Diesel fuhr und einen Tempomat hatte, auch in den umliegenden Stationen nicht, so sind wir weiter mit dem Ibiza unterwegs und müssen halt ab und zu die Windschutzscheibe abwaschen.
    Schade.

  • Eilmeldung, Fehler vom Amt!

    Wo gehobelt wird, fallen Späne und manchmal reicht gut gemeint nicht aus. Wir haben aus Versehen das letzte Video zwar hochgeladen aber nicht veröffentlicht. Gut, dass das einigen von Euch aufgefallen ist, danke!

    Hier ist nun der korrekte Link zum ultimativen HEXENFLUG, bzw. Surfvideo

    Viel Spaß beim Anschauen

  • Zwanzigkommaneun Knoten

    20,9 Knoten war heute der absolute Topspeed, den ich jemals mit einem Segelschiff gefahren bin und ich bzw. wir segeln schon ein paar Jährchen. Heute morgen nach dem Ablegen hat es ganz flink aufgefrischt, kleine Schaumkronen färbten die Wellenspitzen weiß. Der erste Surf war mit 9,8 Knoten Bootsgeschwindigkeit schon mal nicht schlecht. Dann hatte der Wind wohl keine Puste mehr und schlief wieder ein, blöd für mich, die übriggebliebenen Wellen schaukelten das Schiff ganz schön durch. Heute hatte ich meinen Solosegeltag, d.h. ich bin allein gesegelt, Cornelia und Larissa sind mit dem Leihauto nach Almerimar gefahren.

    So gegen 11 Uhr hatten die Windgötter wohl wieder genügend Kraft getankt und der Reigen ging los. Der Wind frischte auf flotte 7 Windstärken auf und die Hexe begann ihren Tanz. Bald zeigte die Logge 12 Knoten Bootsgeschwingigkeit an, schon mal ein Vorgeschmack auf das, was noch kommen sollte. Ich habe dann ein bisschen von der Küste weggesteuert, um in der Erwartung stabilerer Winde, die nicht von den Bergen und der Küste abgelenkt werden.
    So war es auch, zeitgleich nahm der Wind weiter zu, die Anzeige zeigte bald ständig Wind über 30 Knoten an, ca. 55 km/h. Bisher hatte ich nur das volle Großsegel oben, das war jetzt trotzdem deutlich zuviel Segelfläche und der erste Sonnenschuss war dafür ein klarer Indikator. ich habe gleich das 2. Reff eingebunden, man weiß ja nie, was noch kommt. Und das war gut so, der Windmesser zeigte bald 38 Knoten, also Windstärke 8, die Wellenhöhe nahm auch zu auf ca. 3 Meter. Die Hexe dankte es mit flotter Fahrt und ausgiebigen Surfs, manchmal über 15 Knoten. Hier gibt es das Video dazu. Das muss man gesehen haben!

    An einem Punkt war das zuviel für den Autopilot und das ganze Schiff legte sich, relativ stabil, auf die Seite und lies sich weder mit gutem Zureden noch kräftigem Drehen am Steuerrad dazu bewegen, sich wieder aufzurichten. Ich habe deshalb das kleine Stück Vorsegel auch noch weggedreht, daraufhin fuhr das Schiff wieder dorthin, wo ich es wollte.
    Kurz darauf erreichte der Wind die 40-Knoten-Marke und überbot sogar diese noch mit bis zu 48 Knoten. Der Kahn oder besser gesagt die Hexe war in einem Dauersurfzustand, ständig über 12 Knoten, teilweise auch bei 17 Knoten, so etwas hatte ich noch nie erlebt.

    Und dann kam diese Welle, ich hörte sie schon anrauschen. Deutlich höher als ihre Vorgängerinnen hob sie das Schiff an, die einfallende Windböe ließ das Schiff lossurfen, 13, 15, bis17 Knoten. dann bohrte sich der Bug tief in die vorauslaufende Welle, weiße Gicht schoss über das Vordeck, doch plötzlich hebt sich der Bug, der Surf geht weiter, 17 Knoten, 19 Knoten, dann springt die Anzeige auf über 20 Knoten! Ich steh nur staunend da, der Autopilot hat die Kontrolle, dann münden mein Adrenalinrausch und meine angestauten Emotionen in einem lauten Jubel, so etwas hatte ich noch nie erlebt. Angsteinflößend, aber gleichzeitig auch faszinierend. Kurz danach war Schluss mit lustig, ein erneuter Sonnenschuss folgte und wir lagen abermals auf der Seite, eine Welle stieg dabei von der Seite ein und ergoss sich über das ganze Schiff und über mich. Das Wasser ist zum Glück noch relativ warm.

    Kurze Zeit danach ließ der Wind immer weiter nach, nur die Wellen blieben, wie immer, deutlich länger noch und machten mir das Leben schwer. Ohne Wind hat ein Schiff keine so große seitliche Stabilität und rollt wie wild von einer Seite zur anderen. Da hilft nur, den Motor anzuschalten, Gas zu geben, und durch die damit verbundene Fahrt ist es ein bisschen angenehmer. Kurz vorm Hafen stand durch die abnehmende Wassertiefe noch reichlich Welle und eine davon sind wir, die Hexe und ich, mit 15,5 Knoten hinuntergerauscht, auch diese Welle hat sich vorher laut bemerkbar gemacht. Kurz darauf hatten wir die Hafeneinfahrt passiert und alles war ruhig und gut. Gott oder wem auch immer sei Dank, dass heute nichts zu Bruch ging.

    Jetzt liegen wir in Almerimar, Larissa fliegt am 30. zurück nach Good Old Germany, wir werden hier Silvester feiern.
    Danke an Ralf und Inge für das liebe Willkommen hier im Hafen.

  • Das Affenvideo auf Youtube

    Hier ist ein kleiner ungezogener Berberaffe, der sich gerade über seinen großen Bruder geärgert hat.

    DCIM100GOPROUnd das war der Sonnenuntergang heute in Estepona, der für den morgigen Tag nur Gutes verheißt.

  • Am Traumschiff vorbei

    16. Dezember 2014, Dienstag, Baro 1020, bedeckt, Wind um 4 Geaufort mit Böen bis 28 Knoten

    Ein Wasserfall direkt unterhalb vom "Rock"
    Ein Wasserfall direkt unterhalb vom “Rock”

    Ablegen 10:45, raus aus der Bucht von Algecira, da sehen wir in der Ferne ein paar Fallschirmspringer und einen Fallschirm mit einem Paket. Und im Wasser sind ganz viele kleine Motorboote. Das muss irgendeine Übung sein. Mitten hier in der Bucht ankern viele Frachtschiff, Tanker, u.s.w., die von kleineren Versorgerschiffen bestückt werden.
    Wir umrunden den Europapoint, die südlichste Landspitze von Gibraltar, plötzlich dreht der Wind um 180 Grad und nimmt zu bis zu sechs Windstärken in Böen.

     

     

    Die fliegende Flasche...
    Die fliegende Flasche…
    ... und der Aufprall
    … und der Aufprall

    Jetzt wird es Zeit, dass wir die Flaschenpost, die wir von Ingo zum Abschied bekommen haben, ins Meer werfen. Zuerst leere ich den Sand aus Vlieland direkt am Europapoint aus, und dann kommt die Flasche mit Ingos Telefonnummer hinterher, mal sehen, wo sie wohl angeschwemmt wird und ob sich jemand meldet, wir haben auf einem kleinen Zettel um eine SMS gebeten…

    Das ZDF-Traumschiff, die "Deutschland"
    Das ZDF-Traumschiff, die “Deutschland”

    IMG_1882Auf der anderen Seite des Felsen liegt ein Passagierschiff, als wir näher kommen, sehen wir, dass es die “Deutschland” ist, das Traumschiff aus dem Fernsehen. Wir segeln ganz nah dran vorbei, und als wir vor ihrem Bug sind, grüßt sie uns zweimal mit einem lauten “Tuuut” und die Leute von der Brücke kommen raus und winken. Später erfahren wir von Volkers Mama, dass die Deutschland Insolvenz angemeldet hat, vielleicht wollten sie deswegen nicht mit mir funken, ich hätte ja auch ein neugieriger Journalist sein können…

    imageInsgesamt war es ein schneller Trip, wenn auch reichlich kalt, der Wind  und der Strom haben dafür gesorgt, dass wir die fast 25 Meilen in dreieinviertel Stunden hinter uns gelassen haben. Die HEXE ist schon reichlich flott unterwegs, soviel Potenzial und das  vollgeladen  mit dem ganzen Hausstand. Gutes Schiff, da kommt der Spaß am Segeln nicht zu kurz, und das ist ja auch wichtig. Im Hafen von Estepona war es dann warm und sonnig, und wir konnten unseren Anleger mit spanischen Oliven in der Sonne im Cockpit genießen.

    IMG_1781IMG_1744 IMG_1758Gestern waren wir bei den Affen auf dem berühmten Felsen, und die Tierchen sind wirklich putzig! Wir haben auch ganz viel gefilmt, wenn ich das  hinbekomme, die Clips zu schneiden, stellen wir sie wieder  auf Youtube, wir geben Bescheid. Mit der Seilbahn sind wir in fünf Minuten hochgefahren, mit einem wunderschönen Blick über die Bucht von Algeciras, und von oben hatte man ebenfalls einen genialen Ausblick:

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    Morgen schauen wir uns mal hier in Estepona an der Costa del Sol um und werden berichten.

  • Gibraltar

    IMG_1650Wir sind noch immer in Gibraltar, haben uns heute den ganzen Tag den Regen angehört, der aufs Deck prasselte, und in der einzigen echten Regenpause sind wir ganz weit nach oben gewandert, fast bis zu den Affen, aber die werden wir morgen besuchen. Im Moment regnet es immer noch, aber morgen soll angeblich die Sonne wieder scheinen, dann nehmen wir das Cable Car und fahren rauf auf den Rock, ohne Nico, weil angeblich die Affen ihn fressen würden…

    Hier ist noch der Link zum Film vor Gibraltar: Hier

    Hier ein paar Bilder als Eindrücke:


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  • Ankernacht vor Culatra

    IMG_1484Nachdem wir gestern morgen in Vilamoura abgelegt haben, ging es mit flotter Fahrt, teilweise über 8 Knoten, zügig in Richtung der spanischen Grenze voran. Bei flachem Wasser, Strand und Küste unmittelbar in Luv, Segeln wie auf einem Binnensee. Doch man soll den Tag, zumindest den gestrigen, dann doch nicht vor dem Abend loben. Kurz vor Faro dreht der Wind auf Ost, genau aus der Richtung, in die wir hinwollen und frischt unangenehm auf. Einelige kurze Welle stellt sich unserem Schiff in den Weg. Das alles bei absolut blauem Himmel, blauem Meer und guter Fernsicht. Naja, das mit dem Kreuzen ist nicht unser Ding, ein kurzer Blick in die Seekarte und den nautischen Atlas und schon sind wir kurzerhand in die Lagune von Faro abgebogen.

    Als Ziel haben wir uns den Ankerplatz vor der Ferieninsel Culatra rausgesucht. Noch schnell die Segel geborgen und schon rasselt die Ankerkette,der Anker geht auf Tiefe und gräbt sich in den weichen sandigen Untergrund ein. Wir stellen den Motor aus und genießen andächtig die plötzliche Stille. Wir machen Peilungen zum Land, kontrollieren diese wieder nach einiger Zeit, um sicherzustellen, dass der Anker hält und somit unser Boot an seinem angestammten Platz bleibt. Alles ist gut und schon heißt es, das Beiboot klarzumachen und zur Inselerkundung zu starten.

    IMG_1496Außer ein paar kleinen Häusern besteht Culatra vornehmlich aus Sand. Im Inselinneren wird diese Sandwüste von einer typischen Dünen/Marschlandschaft unterbrochen. Die Insel ist in ca. 15 Minuten durchquert und wir finden uns am Südstrand wieder. Die Aussicht über das Meer zur einen und der Blick in die nördlich gelegenen Berge ist gigantisch. Wir wandern ein bisschen umher, erfreuen uns an der einen oder anderen blühenden Pflanze und genehmigen uns noch ein Bier und einen Wein im regionalen einfachen Restaurant, bezahlen dafür insgesamt eineuroneunzig. Dann wird es Zeit für eine kleine Spätmittagsruhe und mit dem Beiboot geht es zur Hexe zurück. Um 17. 15 Uhr geht die Sonne unter und ein schönes Abendrot verspricht auch für den nächsten Tag wieder schönes Wetter – Abendrot Schönwetterbot’…IMG_1540

    IMG_1542Kurz danach geht der Vollmond im Osten auf, beinahe kitschig.
    Die Nacht ist kühl, aber ruhig, der Anker hält, und nach einem morgendlichen Ausflug mit Nico zum Gassigehen setzen wir unsere Fahrt Richtung Spanien fort. Leider schwingt der aufgehende Anker ziemlich und haut eine kleine Macke in den Bug, das müssen wir dann noch mal üben.

  • Adeus, Lagos

    Samstag, 6. Dezember 2014, sonnig, fast wolkenlos, Wind ONO
    IMG_1472Der Nikolaus war da! Bei den Kindern hört man es schon, völlig begeistert haben die Mädels ihre Schuhe ausgeräumt. Obwohl ich meine Dchuhe garnicht rausgestellt hatte, waren sie plötzlich doch draußen und darin lagen ein wunderschöner Schlauchschal und eine Flasche portugiesischen Rosés! So ein lieber Nikolaus!

     

    Wir legen um 10:30 ab, nach zahlreichen Abschieden, zuerst von
    IMG_1421Barbara, die heute nach Berlin zurückfliegt, und Jens, der sie zum Flughafen fährt, vielleicht treffen wir die beiden ja mal im Mittelmeer wieder, je nachdem, was Jens als weitere Route entscheidet, go west or go east. Noch mehr Umarmungen auf dem Steg, mit Heidi und Franz aus München, die jetzt erstmal ins kalte Deutschland fliegen;

    IMG_1422mit Martina und Jens von der Maje, die treffen wir bestimmt Ende Januar nochmal in Spanien oder so;

    IMG_1428und mit Monika und Carsten von der Namastee mit ihren bezaubernden Töchtern Hanna, Frida und Emma, die jetzt bald in die Karibik segeln werden. Monika und die Mädels stehen auch auf der äußersten Stegkante, um uns zu winken.IMG_1476

    Draußen empfängt uns ein leichter nordöstlicher Wind, der oft dreht, aber die Hexe mit fünf bis sechs Knoten Fahrt angenehm vorwärts bringt. Und das großartige Gefühl, endlich mal wieder unterwegs zu sein, und das bei traumhaftem Wetter! Um 13:00 Uhr dreht der Wind plötzlich auf Südost, bevor er eine halbe Stunde später sich gänzlich schlafen legt und wir motoren müssen.

    Lagos liegt in der Ferne
    Lagos liegt in der Ferne

    So ging das auch bis zum Hafen, kein Wind mehr, aber dafür Sonnenschein pur. Sogar eine Delfinfamilie haben wir gesehen, leider nur in der Ferne, die hatten gerade einen anderen Job, als mit uns zu spielen. Um 16:00 Uhr waren die Leinen fest in Villamoura, wir bekommen einen Platz an demselben Steg wie vor drei Wochen, und die “Orchestra” empfängt uns schon mit Titanic-Melodie und der großen Geste im Bugkorb… Dort werden wir auf einen Sundowner eingeladen, vielen Dank an Michael und Anne aus Irland und ihre musikalischen Gäste Michelle und Amy!

    Und jetzt, am Sonntag, segeln wir mit traumhaftem Nordwind und 8 Knoten schneller Fahrt weiter nach Osten. Mal sehen, wo wir heute abend sein werden.

  • Immer noch in Lagos

    Waren wir doch heute morgen schon ganz bereit zum Ablegen, haben für Barbara von der Linda noch schnell das Flugticket ausgedruckt, da sagt Volker: „Es ist ja überhaupt kein Wind! Motoren will ich nicht!“

    Also haben wir unser Gummiboot genommen und eine Tour bei Sonne zu den Grottas gemacht, wunderschöne Fotos mit Volkers Handy geschossen, aber das verbindet sich leider nicht über Bluetooth mit meinen Apple-Geräten, also hier nur ein kleiner Bericht. Aber morgen laufen wir aus!