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  • Dies und das

    Katamaran-Name: "Mehr als eine"
    Bezeichnender Katamaran-Name: “Mehr als eine”

    Was soll man schreiben, wenn nicht ganz so viel passiert? Wenn die Tage relativ gleichförmig sind? So gleichförmig wie das Wetter, mittlerweile, endlich. Die Sonne scheint seit Samstag vom wolkenlosen Himmel, die Quecksilbersäule pendelt sich tagsüber bei komfortablen 25 Grad ein, nachts ist es mit 14 Grad angenehm kühl. Am langen Pfingstwochenende waren die umliegenden Strände und die Uferpromenaden gut gefüllt mit Erholungssuchenden.

    Doch nicht alle Betriebe standen am Pfingstmontag still. Seit einigen Jahrzehnten gilt der Pfingstmontag als Tag der Solidarität in Frankreich. Wer an diesem Tag arbeitet, tut etwas Gutes – nicht für den Firmeninhaber, sondern für bedürftige Menschen in Altersheimen und Hospizen. Die Arbeitgeber leiten den Lohn des Arbeitnehmers für diesen karitativen Werktag weiter – eine gute Idee.

    Abendstimmung
    Abendstimmung

    Gestern Abend waren wir auswärts essen, wie man so schön sagt. Auswärts betont in dem Fall nur, dass der heimische Herd oder Grill kalt bleibt. Nicht die Entfernung zum nächsten italienischen Restaurant, das liegt keine 100 Metter weg, hat dafür aber einen seltsam anmutenden Namen. Es heißt “La Cosa Nostra” und wer denkt dabei nicht an die Mafia. Als wir dann auf der Speisekarte noch eine Pizza “Vendetta”, Blutrache, entdeckten, ging beinahe die Fantasie mit uns durch. Trotz der seltsamen Namen war das Essen ausgezeichnet. Besonders hervorzuheben waren die Miesmuscheln von Cornelia in einer Sahne-Käse-Wein-Soße und mein Dessert, ein Mousse-au-Chocolat. Letzteres fast so gut wie das von Ute, aber eben nur fast.

    Heute waren wir mit Nico am Strand und der hat sich ganz tapfer ins kühle Nass des Mittelmeers hineingelegt. Danach allerdings hat die Capitania unsere Mailadressen und unseren Server erfolgreich (?) aktualisiert. Leider sind dabei meine ganzen alten Mails und Mailadressen im Datennirwana verschütt gegangen. Die Capitania ratlos (Mist!), der Skipper schlecht gelaunt. Grrrrrr… Wer also in den nächsten Wochen Mails mit mir schreiben will, macht daher am besten mal den Anfang und schreibt mir eine. (Wir beantworten sie auch alle!)

  • Hoch hinaus

    Endlich! Am Freitag, dem 13. haben wir uns auf den Weg zum Boot gemacht, und alles ist gut gegangen. Das Boot lag noch sicher vertäut an seinem Platz, die Autobahnen waren nicht überfüllt, nach achteinhalb Stunden waren wir in La Grande Motte. Freund Wolfgang hat sich drei Tage Auszeit gegönnt und ist mit uns gefahren, jetzt, am Sonntag, ist er schon wieder unterwegs, und nimmt unser Auto mit zurück.

    Köstlichkeiten der Meere
    Köstlichkeiten der Meere

    Auf der Hinfahrt war es etwas eng im Wagen, denn Wolfgang hatte zwei Kitefurfbretter und die entsprechende Ausrüstung dabei. Am Freitag begleitete uns der Regen und das schlechte Wetter bis zum Meer. Genügend Wind gab es schon, aber die ablandige Brise lud auch nicht so sehr zum Surfen ein, wer weiß, ob man nicht plötzlich in die Mitte der Bucht abgetrieben wird, und bei dem Wetter sind auch keine anderen Surfer oder Ausflugsboote unterwegs. Also verschieben wir das auf den nächsten Tag, am Samstag soll das Wetter deutlich besser sein, wir schauen ein bisschen die möglichen Surf-Spots an und erfreuen uns am Abend an den Köstlichkeiten des Meeres.

    Wie versprochen scheint Samstag Morgen die Sonne, nach einem Frühstück im Cockpit machen wir uns auf nach Le Grau du Roi, denn dort, am östlichen Ende der Bucht ist der nordwestliche Wind günstiger, weil auflandig, das bedeutet, bei eventuellen Problemen auf dem Wasser wird der Surfer von seinem Kite an Land gezogen.

    Das Aufblasen ist die härteste Arbeit, sagt Wolfgang
    Das Aufblasen ist die härteste Arbeit, sagt Wolfgang

    Man muss ein bisschen zum Strand laufen, dort sehen wir am Ende der Bucht einige bunte Schirme am Himmel, auch ein paar Windsurfer fegen übers Wasser, und bei der Marina Port Camargue findet eine Regatta mit Segelbooten statt. Nachdem die Jungs das ganze Gepäck, zwei Bretter, zwei Schirme, die Gurte, den Trapezgurt zum richtigen Spot geschleppt haben, muss mit einer Fußpumpe zunächst der Schirm aufgeblasen werden, vorher die Entscheidung: Nimmt man 9 qm oder doch lieber 12?

    Starthilfe
    Starthilfe

    Dann wird der Trapezgurt angelegt, die Leinen befestigt, nun braucht der Kitesurfer nur noch einen Helfer, der ihm den Schirm hält, bis dieser genügend Druck hat und in die Luft steigt. Jetzt können wir Wolfgang bewundern, wie er – mit einigen anderen, aber nicht zu vielen – durch die Bucht fegt, und schließlich soviel Höhe geholt hat, dass er ein bisschen freies Wasser um sich herum hat und nicht immer aufpassen muss, dass er nicht einem anderen zu nahe kommt, und sich die vielen Leinen verwickeln.

    Der Schirm steht!
    Der Schirm steht!

    Mittags kommen immer mehr Kitesurfer, nachdem Wolfgang sich richtig ausgetobt hat, suchen wir einenPlatz, an dem auch Volker es probieren kann, nur mal den Schirm steigen lassen und über dem Kopf halten, das ist schon schwierig genug für das erste Mal. Es ist anstrengend und gar nicht so leicht, wie es bei den routinierten Fahrern aussieht.

    Da hat ein blauer Crog das Maul ganz schön weit aufgerissen
    Da hat ein blauer Crog das Maul ganz schön weit aufgerissen

    Die blauen Crogs haben es leider auch nicht mitgemacht, wenn der Schirm und Volker sich nicht richtig verstanden haben. Es gibt den einen oder anderen Absturz, bis der Kite richtig am Himmel steht. Ich bin sicher, dass Volker das ganz bald lernen wird, wenn wir mal länger an einem schönen windigen Ort verweilen. Und wer sich die ersten Versuche des tapferen Schülers, und – am Anfang des Films – den rasenden Lehrer anschauen mag, der klicke hier.

  • Tolle Jolle

    Coxiella Einsatzbereit!
    Coxiella einsatzbereit!

    Dicke Staubschichten, abgelaufener TÜV und platte Reifen am Anhänger mussten erstmal sozusagen “beseitigt“ werden, bevor der Ausflug mit unserer flotten Jolle beginnen konnte. Knapp zwei Wochen segelfreie Zeit haben ihre Spuren bei uns hinterlassen  und zwei Jahre segelfreie Zeit die ihren beim Material. Ein frischer Ostwind, reichlich Sonne und steigende Temperaturen taten den Rest. Es war mal wieder an der Zeit zu segeln, An der Zeit, die lange eingemottete Segeljolle ans Tageslicht zu ziehen und aufzuriggen. Das Meer ist weit weg, der Rhein mit seinen Altrheinarmen lockt in erreichbarer Nähe.

    Nico sucht sich einen sicheren Platz
    Nico sucht sich einen sicheren Platz

    Unser schwimmendes Gefährt ist eine Jolle. Also ein Boot mit Segeln und aufholbarem Schwert, das qua Definition nicht gewichtsstabil, sondern formstabil ist. Was bedeutet das in der Praxis? Gewichtsstabil, wie bei unserer Hexe bedeutet, dass das Schiff nicht umkippen kann, weil ein schwerer Kiel darunter hängt. Zumindest theoretisch. Formstabil bedeutet, dass das Boot so gebaut ist, dass die Form des Rumpfes ein Umkippen verhindern soll und die Segler ihr Körpergewicht mit einsetzen müssen. So weit, so gut. Unsere “Javelin“ ist, wie schon eingangs geschrieben, eine sehr flotte und sehr arbeitsintensive Jolle mit reichlich Segelfläche und garantiertem Spaßfaktor.

    Ein glücklicher Segler
    Ein glücklicher Segler

    Spaßfaktor deshalb, weil man damit meistens mühelos an jedem anderen Boot vorbeisegelt. Obwohl das mit dem mühelos auch wieder so eine Sache ist. Denn dafür muss man sich ganz schön bewegen. Bewegen, um nicht zu kentern und ständig an den Schoten rumtrimmen, damit es fix vorangeht.

    Ein ideales Gefährt für Binnenreviere, auf denen der Wind nicht so frisch wie auf dem Meer weht, sonderrn vielfach von Bäumen oder Gebäuden gebremst wird. Auf dem Wasser war an diesen Tagen alles unterwegs was es als Wassersportgefährt so gibt. Motorboote klein und groß, Tretboote, Surfer, die landestypischen Angelkähne, jede Menge Kanuten, Gummiboote und Segelschiffe.

    Eine Bratwurst tut gut nach einem anstrengenden Tag
    Eine Bratwurst tut gut nach einem anstrengenden Tag

    Nach drei Tagen Seesegeln, im wahrsten Sinne des Wortes, schmerzen einige Muskeln, die anscheinend lange nicht eingesetzt wurden. (Ich wusste gar nicht, dass man an den Knien so viele Muskeln haben kann, die einen Kater haben. Am letzten Tag bin ich froh, als der Steuermann sagt, wir müssten jetzt langsam zurück, weil wir abends eingeladen waren, lange hätten meine Knie und mein Po das auf den harten Planken nicht mehr mitgemacht…) Wir packen alles wieder zusammen, d.h. Segel, Schoten und Fallen abschlagen, den Mast legen, die Jolle mitsamt dem Slipwagen auf den Anhänger ziehen, alles verkehrssicher verzurren und verstauen, zum Schluss noch die Elektrik vom Anhänger am das Zugfahrzeug anschließen, insgesamt rund eine Stunde Rumwurschtelei.

    Zum Klassenerhalt: Liliensekt!
    Zum Klassenerhalt: Liliensekt!

    Und am Ende der Tage werden wir belohnt: Zur Feier des Verbleibs der Lilien in der 1. Bundesliga grillen wir mit den lieben Nachbarn und stoßen mit Liliensekt auf den Klassenerhalt an.

  • “Experiminta” in Frankfurt

    Schattenspiele
    Schattenspiele

    Am Dienstag habe ich mir wieder einmal meine Lieblings-Nachbarskinder ausgeliehen, um ins Museum zu gehen. Eigentlich wollte ich mit Lukas und Franziska ins Mathematicum nach Gießen, weil Franziska mir mal erzählt hatte, dass Mathe ihr nicht so viel Spaß macht, und ich wollte sie davon überzeugen, dass Rechnen nicht nur langweilig sein muss.

    Dann bekam ich den Tipp, dass es in Frankfurt die “Experiminta” gibt, auch ein Museum, in dem Naturwissenschaft erlebt werden kann. Für einen Nachmittag erschien mir das – schon wegen der räumlichen Nähe zu Darmstadt – eine attrative Alternative. Und es war genau die richtige Entscheidung!
    Schon am Eingang zum Museum hatten wir Spaß: Deckenhohe Spiegel hängen dort, ein ganz normaler, ein konvexer und ein konkaver, so konnten wir uns lang und dünn machen, aber auch klein und dick.

    Die unendlichen Weiten…
    Die unendlichen Weiten…

    Als Kleinfamilie hatten wir vergünstigte Eintrittspreise, und schon waren die beiden dabei, all die ausgestellten Maschinen zu erforschen. Während ich erstmal die Tafeln an den Wänden las, um den Zweck des Experiments erklärt zu bekommen, hatten sie es oft intuitiv im wahrsten Sinne des Wortes “begriffen”.
    An der Kasse hatten wir den Tipp bekommen, doch gleich mal in den 1. Stock zu gehen, da sei der Flugsimulator in Betrieb. Das war ein großer Spaß für die beiden, mit einer 3D-Brille, Steuerknüppel und Gasschalter in den Händen, durch den Weltraum zu fliegen.

    Die kleine Fakirin
    Die kleine Fakirin

    Das Prinzip des Flaschenzugs wird ganz leicht verständlich, wenn man sich, auf einem kleinen Stuhl sitzend, selbst mit einem Seil an die Decke ziehen muss, bei dem vierfach übersetzten Flaschenzug ging es viel leichter. Es gab ein Fakirbett, vor dem sie zunächst Respekt hatten, aber Franziska lag zum Schluss ganz entspannt darauf, weil sie verstanden hatte, dass man sich möglichst flach hinlegt, um das Gewicht zu verteilen. Mit dem Energie-Gokart ließen sie eine Eisenbahn fahren und eine Nähmaschine rattern. Von einem Ritt auf dem Teufelsrad haben wir Abstand genommen, nachdem wir Zeuge waren, dass man davon durchaus runterrutschen und sich wehtun kann; aber wir hatten viel Spaß dabei, ins Innere eines Auges zu steigen und die Linse groß und klein zu machen, und uns von einer Statue aus allen möglichen Blickwinkeln verfolgen zu lassen.

    Eine Seifenblase kurz vorm Platzen
    Eine Seifenblase kurz vorm Platzen

    Wir haben den Ball um Luftstrom tanzen lassen, uns am Schattentheater erfreut, zweimal einen Code geknackt, und uns kurz vor Schluss beim Puzzeln entspannt, eine Brücke gebaut, und Monster-Seifenblasen gemacht. Was für ein schöner und informativer Nachmittag, wir haben auf jeden Fall viel erlebt, erlernt und erfahren.

  • Die letzte Woche

    Eine Woche ist es jetzt schon her, dass wir den langen Rückweg nach Darmstadt angetreten haben. Acht Tage weg vom Boot und weg vom Meer. Dabei sind wir noch einen Tag vor der Abreise in eine gefühlt weit zurückliegende Zeit eingetaucht. Genauer gesagt, haben wir mit Patrick und Annett, einem deutschen Seglerpaar, die mittelalterliche Stadt Aigues Mortes besichtigt. Der alte Innenstadtkern ist von einer hohen Festungsmauer umgeben und die jahrhundertalte Geschichte von Aigues Mortes ist überall spür- und sichtbar. Außerhalb des steinernen Befestigungswalls gibt es einige schiffbare Kanäle und das Panaorama erinnert uns ganz stark an Holland. Masten und Bootskörper, die so erscheinen, als würden sie durch Felder und Landschaft fahren. Die Kanäle ziehen sich wie blaue weitverzweigte Lebensadern durch die Camargue-Region und kontrastieren mit dem weithin sichtbaren Weiß der Salzberge um die Wette. Ein ausführlicher Stadtrundgang und ein leckeres Abendessen in einem gemütlichen Restaurant runden den rundum gelungenen Ausflug ab. Danke an Patrick und Annett für den Tip!

    Und nach einem Zeitsprung und Ortswechsel sind wir wieder im Hier und Jetzt in Darmstadt.

    Von gestern bis heute hatten wir Besuch aus dem hohen Norden der Republik. Jens und Martina von der Maje waren spontan zu Gast. Ein Besuch, über den wir uns sehr gefreutt haben, auch wenn die paar Stunden mit reichlich Klönschnack, Besuch bei unseren Nachbarn  und ein bisschen Programm zum Sightseeing viel zu schnell vorbei gegangen sind.

    Morgen kommen Detlef und Ingrid, unsere Segelfreunde vom Kaarster Segelclub, zum Mittagsessen vorbei. Gut, dass Segler nicht nur auf dem Wasser, sondern auch auf der Straße, ein recht reisefreudiges Völkchen sind.

  • Montagsboot?

    Wellenspiele
    Wellenspiele

    In Sète haben wir einen Sozialarbeiter kennengelernt, der auf seinem Segelboot Kinder aus sozialschwachen Familien auf Segeltörns mitnimmt und diese auch zu Hause pädagogisch betreut. Ein engmaschiges Betreuungssystem wacht konstant, nicht nur bei den Segelfreizeiten, über das Wohl der Kinder. Das ist so leider nicht bei allen erlebnispädagogischen Maßnahmen der Fall und meines Erachtens der Grund, warum der Erfolg ausbleibt. Häufig fallen die Teilnehmer nach den Pädagogikmaßnahmen in ihre alten tradierten Verhaltensweisen zurück und langfristige zeigen sich keine Veränderungen. Aber das nur am Rande.

    Jedenfalls kannte der nette Pädagoge einen Bootseigner, der so kreuzunglücklich mit seiner Dehler 41 ist, dass er schon langjährig prozessiert und einen eigenen Blog darüber schreibt. Das Boot wurde mit einem zu kurzen Mast geliefert, ist an mehreren Stellen undicht und der Innenausbau ist an einigen Stellen mangelhaft, kurz ein Montagsboot. Das schlimmste ist für den Eigner wohl, dass Hanse/Dehler Deutschland alle Garantieleistungen ablehnt und versucht, diese auf den Händler vor Ort abzuwälzen. Das Gerichtsurteil aus Frankreich erkennen die deutschen Bootsbauer nicht an, und so geht die Leidensgeschichte des unglücklichen Bootskäufers weiter. Das wirft auch kein gutes Licht auf den deutschen Bootsbauer.

    Aber der Fairness halber, bei längerer Recherche im Internet finden sich einige solcher Bootskaufdramen im Netz, mit fast jedem Großserienbauer, aus unterschiedlichen Ländern. Ein bisschen widersprüchlich ist das schon von den Werften, da wird für viel Geld und Aufwand Werbung betrieben und im Reklamationsfall lässt man den Kunden im Stich und verliert somit nicht nur diesen, sondern durch dessen Erzählungen noch andere potenzielle Neukunden.

    Wer das verstehen will? Klar gibt es häufig ein paar Dinge, die bei einem Neuschiff leider nicht so sind, wie vereinbart, es ist halt ein komplexes Sytem, so ein Boot. Diese kleinen Problempunkte sollten aber willig und zügig seitens der Werft oder vom Händler beseitigt werden. Boot gut, Kunde happy, macht Gratiswerbung für die Werft. So einfach ist es, und so sollte sein. Win-Win-Situation für alle. Es könnte halt vieles so leicht sein.

    Jedenfalls meinte der Sozialpädagoge noch, dass die Dehler seines auch langsam sei und nicht so schnell wie seine Dufour. Ich war da ziemlich verdutzt, denn, um so eine Dufour fahren wir normalerweise Kreise und ich dachte, dass ich da erstmal nichts zu sage. Wir haben dann am nächsten Morgen gemeinsam abgelegt, er mit seinem und wir mit unserem Boot und raus ging es aufs Meer. An der Hafeneinfahrt hatte er schon das Vor-und Großsegel oben und wir nur das Groß. Motor aus, und selbst mit dem einen Segel schiebt sich unsere flinke Hexe ganz langsam am Gegner vorbei. Der schaut nur entgeistert und ruft noch, dass seine Elektronik nicht funktioniert, und er nicht sieht, wo der Wind herkommt. Das merkt man doch, wo der herkommt! Wir haben dann noch das Vorsegel ausgerollt und liesen ihn verdutzt zurück. Dann ging es auf Kurs La Grande Motte, der Spinnaker kam hoch und die Dufour wurde immer kleiner am Horizont.

    Aprilwetter mit Hagelkörnern in Darmstadt
    Aprilwetter mit Hagelkörnern in Darmstadt
  • Sète

    hat einen Nachteil: Es gibt nur wenig Auslauf für den Hund. Eigentlich fast gar keinen. Auf dem Weg zur Aussichtsplatform in 173 m Höhe konnten wir ihn laufen lassen, aber eher, weil er so fertig war, dass er nicht mehr weiter laufen wollte.

    Judas-Baum (lest es nach…)
    Judas-Baum (lest es nach…)

    Aber nach den „Kunststädten” Villeneuve und La Grande Motte sind wir begeistert von einem urbanen Ort, mit Kneipen, täglichem Markt, lauten, lärmenden Straßen und einem sehr lebendigen Fischerhafen. Gestern lag morgens ein nicht so großes Kreuzfahrtschiff am Terminal, heute Abend kam die Fähre aus Sardinien, die sicher bald wieder ablegen wird.

    Am ersten Tag haben wir nach der Ankunft einen Teil des Hügels erstiegen, waren am Leuchtturm, sind anschließend durch einen Teil der inneren Stadt wieder nach unten gewandert und haben dort – wie berichtet – mal köstlich, mal nicht so berauschend – unser Abendessen eingenommen.

    Am nächsten Morgen habe ich mit Nico ein kleines bisschen das Viertel erkundet, bin – nach längerem Suchen – auf einen Biobäcker mit sehr leckerem Baguette und einer unfreundlichen Verkäuferin gestoßen, gegen Mittag machen wir uns auf den Weg, die Stadt und die Umgebung zu erkunden.

    Rundblick
    Rundblick

    Eigentlich wollten wir es weder dem Hund noch uns zumuten, in der Mittagshitze auf den Berg (Hügel) zu steigen, aber irgendwie war es doch einfach so. Volker mit Hund voraus, um ab und zu im Schatten auf mich zu warten, leider immer an der Straße entlang, irgendwann haben wir es geschafft.

    Auf dem Weg sehen wir eine Reihe von ziemlich geilen Häusern, manche ganz neu, andere eher alt und rekonstruiert, aber immer mit wunderschönen Grundstücken und eigentlich fast alle mit einem unverbaubaren Blick aufs Meer, oder auf den Etang de Thau, den See hintendran,

    Nach einer halben Stunde schon haben wir es geschafft, wir sind oben, an dem Kreuz, das man auch vom Hafen aus sehen kann, wir legen eine kurze Pause ein, Wasser für den Hund, eine Orangina für mich, ein Eis für den Skipper.

    Kerzen in der Kirche
    Kerzen in der Kirche

    Noch ein paar Schritte, und wir sind am „Mirador“, der Aussichtsplattform. Es gibt einen wunderbaren Rundumblick auf Meer und Land und Binnensee, eine Kirche mit unzähligen Kerzenlichtern und Dankesplatten an die Mutter Gottes, den heiligen Antonius von Padua, und anderen Heiligen, dann machen wir uns an den Abstieg.

    Heiligsplättle, das tut aber in den Beinen weh! So steil fällt die Straße ab, dass wir schon nach kurzer Zeit wieder auf Meeresniveau sind. Doch tapfer wandern wir weiter, weitere Teile der Stadt wollen erkundet werden.

    Watt nen geiles Ding
    Watt ‘nen geiles Ding
    farbenfrohes Boot am Stadtkai
    farbenfrohes Boot 
    Raumschiff Orion
    Raumschiff Orion

    Am inneren Kanal entdecken wir einen genialen Renntrimaran, einen großen Segler, ein altes Binnenschiff und „Raumschiff Orion“ auf dem Wasser.

    Am Abend erkunden wir die Kneipenszene von Sète, in einem Bistro am Fischabschlag ist Party, da herrscht „Après-Ski“ auf französisch, von nebendran kommt immer mal der Kellner und bringt was zum Essen, Jungs und Mädels tanzen Polonaise – sogar durch den Biergarten – hier geht was.

    Wir laufen noch ein bisschen durch die Stadt und nehmen einen letzten Drink in der Kneipe „Au bout de la rue“ (Am Ende der Straße ohne Haus am See), nebenan in dem Laden dekorieren die neuen Eigentümerinnen, mal sehen, was das wird. Heute waren es jedenfalls deutlich über 10 km und mindestens 173 x 2 Höhenmeter, die wir zurückgelegt haben.

    Am Mittwoch morgen heißt die Herausforderung: „Marché“. In der ganzen Stadt ist Markt, er beginnt mit einem Blumenmarkt auf dem Platz vor dem “Hôtel de Ville“, dem französischen Stadthaus, und endet, ich weiß nicht wo. Ursprünglich wollte ich nur ein Baguette beim bekannten Biobäcker erstehen, aber dann waren da so viele Leute, die alle in die gleiche Richtung liefen (“Millionen Fliegen können nicht irren, Scheiße ist essbar“) und ich wollte mit, hatte doch schon die nette Frau in der Marina mich auf den Mittwochsmarkt aufmerksam gemacht. Und ich sollte nicht zu spät dort ankommen, denn sonst sei es zu voll.

    Saucisson auf dem Markt
    Saucisson auf dem Markt
    geht auch als Schmuck
     Schmuck
    oder Seife
    oder Seife
    oder …
    oder …
    Spargel
    Spargel
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    Die Straßen sind voller Menschen

    Nun, es war leider schon zehn Uhr und es war definitiv zu voll. Auf jeden Fall mit dem Hund. Wir haben irgendwann beschlossen, dass wir beide diese Straßen  nicht weiter gemeinsam beschreiten können. Aber ich hatte einen wunderwollen Eindruck genossen von der Vielfältigkeit der Einkaufsmöglichkeiten auf diesem Mittwochs-Wochenmarkt in Sète, und ich habe einige Bilder davon mitgebracht.

    Am Nachmittag sind wir noch einmal auf den Hügel gestiegen, damit ich einen Ausflug in das wundervolle und überschaubare Musée Paul Valéry unternehmen konnte. Paul Valéry, der letzte französische Lyriker, der von seiner Kunst leben konnte, ist 1945 in Paris gestorben, aber in Sète geboren, und hier wollte er beerdigt werden, auf dem „cimetière marin“, den er selber in einem Gedicht so veredelt hatte.

    Hafen von Sète
    Hafen von Sète
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    Der Hafen von Estartit
    Hafen von Sète
    Hafen von Sète
    Hafen von Sète
    Hafen von Sète
    Hafen von Sète
    Hafen von Sète
    Hafen von Sète
    Hafen von Sète

    Das Museum ist großartig und zeigt viele Zeitzeugen des 19. Jahrhunderts, die den Ort kannten und zum Sujet ihrer Malereien machten.

    schön, wenn auch nicht furchtbar originell
    schön, wenn auch nicht furchtbar originell
    noch schöner
    noch schöner

    In der Sonderausstellung „4×4“ mit vier verschiedenen lebenden Künstlern hat es nur ein einziger in meine Gunst geschafft, aber den fand ich großartig, ich weiß leider nicht mehr den Namen.

    Mein letzter Gang ging noch über den alten Friedhof Marin im Glauben, dass neben Paul Valéry auch Georges Brassens dort liegt. Schon lange, denn ich habe meine Abitursarbeit über das französische Chanson geschrieben, weiß ich, dass Brassens hier begraben liegt. Und schon lange würde ich gerne auf sein Grab eine Rose legen, als Hommage an den – für meine Begriffe – größten Chansonnier aller Zeiten.

    IMG_0158Leider war mir das heute nicht vergönnt, eine nette kleine ältere Dame informierte mich auf mein Nachfragen, dass Brassens auf dem anderen Friedhof, hinter dem Hügel, liegt.

    Mal sehen, vielleicht komme ich ja morgen dorthin…

  • Gesellenstück

    Save our sea!
    Save our sea!

    Oder soll ich lieber sagen, ein Meisterstück, hat die liebe Capitania aus meinen mitgebrachten Videosegmenten vom Trimaransegeln gemacht. Das Video ist meiner Ansicht nach rundum gelungen. Jede Menge Arbeit steckt drin, über 3 Stunden rumexperimentieren. Immer wieder einzelne Segmente anschauen, aussuchen,aneinanderreihen, wieder anschauen, verbessern, Texte schreiben, Musik aussuchen, Suchwörter definieren, zum letzten Mal anschauen und schließlich und endlich auf Youtube hochladen. Wer das mal gemacht hat, weiß, wovon ich spreche, und wir reden immer noch von einer kurzen Videosequenz von vier Minuten. Aber wichtig ist ja bekanntlich, was “hinten rauskommt”. Gefilmt habe ich diesmal mit meinem Eiphone 4, weil die kleine Go-Pro-Kamera sich selbst entladen hatte und komplett leer war, und daher im entscheidenden Moment nicht filmen konnte, leider. Halb so wild, dafür arbeitet das Telefon doch ganz anständig und der Go-Pro-typische gewölbte Horizont entfällt so nebenbei. Werden wir jetzt öfter machen, das Telefon ist ja fast immer dabei.

    Hafenpromenade von Sète
    Hafenpromenade von Sète

    Sète macht einen guten Eindruck. Was man halt so nach einem 1-stündigen Rundgang sagen kann. Der Blick vom “Haushügel” hinter dem Ortskern ist grandios. Zumindest ging es immer bergauf bis aufs Plateau. Das Abendessen fand in einem Fischrestaurant statt, was hier kein Wunder ist. Jedes Restaurant hat Fisch und Muschelspezialitäten. Die Fangflotte ist riesig, so viele Fischtrawler auf einem Fleck habe ich noch nicht gesehen. Die meisten fischen auf roten Thunfisch.

    senza parole
    senza parole

    In unserem Restaurant gab es neben leckeren Meerespezialitäten für die Capitania und trockener Ente für mich noch zwei nette kanadische Paare, die eine Frankreichrundreise machen. Wir haben ein paar Ausflugstipps für die nächsten Tage ausgetauscht und uns zum Bier am Dienstagabend in der Hotelbar verabredet.
    Die “Meeresspezialitäten” waren “Tielles” zur Vorspeise, das ist kleingeschnittener Tintenfisch, geschmort und zwischen zwei Teigscheiben gesteckt, enorm lecker, sowie “Rouille de Seiches”, ebenfalls geschmorter Tintenfisch mit Tomatensauce und Gemüse, ein Festessen für mich!

    Der Adenauer nunmehr diebstahlsicher am Achterstag
    Der Adenauer nunmehr diebstahlsicher am Achterstag

    Nette Menschen trifft man, Gott sei Dank, fast überall. Nicht so nette Menschen haben in der letzten Nacht in La Grande Motte unseren Flaggenstock samt Flagge vom Heck geklaut, und wir haben nichts mitgekriegt. Wahrscheinlich waren das Deutschlandfans, die für die bald anstehende Europameisterschaft schon mal das passende Fanequipment organisieren wollten. Wir hatten noch ein Ersatzflagge die jetzt stolz, mit Kabelbindern gespannt und gesichert, vom Achterstag weht.

  • Mein allererstes Mal

    Der Wasserläufer
    Der Wasserläufer

    Es hat geklappt, ich durfte mit, auf den reinrassigen Renntrimaran, dem Rahmenprogrammschiff der Katamaranmesse in La Grande Motte. Mal kurz vorab, schnell wie der Wind waren wir, der deshalb spürbar immer von vorne ins Gesicht geweht hat. Die Bedingungen am gestrigen Tag: ideal, 10 bis max. 18 Knoten Wind aus Nordwest, dazu flaches Wasser – keine Wellen. Um 15 Uhr ging der Trip vom Messesteg los, neben mir gab es den Skipper und seinen Maat sowie noch weitere fünf Mitsegler an Bord des optisch stark an einen Wasserläufer erinnernden Gefährts. Gleich vorm Hafen gingen die Segel hoch, das Leeschwert nach unten und die Luzie ab.

    So spritzt das Wasser am Leerumpf
    So spritzt das Wasser am Leerumpf

    Nach ein paar Eingewöhnungsminuten und -erklärungen waren alle Manöverpostionen besetzt. Ich war für die Steuerbordvorschotwinsch eingeteilt und bei den Wenden und Halsen für das Absenken und bzw. Aufholen der Schwerter verantwortlich. 90 Quadratmeter Segelfläche am Wind, bei gerade mal 1,8 Tonnen Bootsgweicht, plus Crew. Bereits nach dem ersten Segeltrimm standen 13 Knoten auf der Logge und die erste kleine Bö beschleunigte uns schon ganz flott auf über 15 Knoten. Der Leerumpf durchpflügte mit kleinen, aufstiebenden Wasserfontänen filigran das tiefblaue Meer, der Luvrumpf war ca. einen Meter hoch freischwebend in der Luft. Das Ganze gefühlt – und hoffentlich real – ein stabiler Zustand. Der Wind nahm zu, unsere Geschwindigekeit dito. Topspeed waren flinke 18,7 Knoten am späten Nachmittag.

    Platz für einen Steuermann
    Platz für einen Steuermann

    Einmal nur haben die Hydrodynamik  des Leerumpfs und der Großsegeltrimmer gleichzeitig gepatzt, ersterer tauchte daraufhin tief ins bremsende Blau ein und es gab einen abrupten Stopp. Verwunderte und fragende Blicke bei uns Trimarannovizen, ein  gedeuteter „nicht-so-tragisch“-Blick vom Käpt’n und weiter gings im Gleichtakt.

    Ein enger Einstieg in die Kabine
    Ein enger Einstieg in die Kabine

    Kurz danach wurde der Wind schwächer, aber das Leistungsvermögen des Dreirumpfers war noch deutlicher sicht- und spürbar. Wie das? Wir haben die Fock gegen das deutlich größere Leichtwindsegel, den Gennaker, getauscht und das Geschoss segelte immer auf Windgeschwindigkeit. 6 Knoten Wind – 6 Knoten Fahrt, 9 Knoten Wind – 9 Knoten auf der Logge, 12 Knoten – schwupp auf 12 Knoten beschleunigt. Die Aufzählung ließe sich jetzt noch bestimmt beliebig fortsetzen, aber leider erschien allzuschnell die Hafeneinfahrt vor unserem Bug und drei Stunden adrenalinhaltiger Segelspaß waren vorüber.

    Trampolin
    Trampolin

    Nur mal ‘ne kleine Zahl noch am Rande: Mit Gennaker und Großsegel stehen fast 200 Quadrameter Segelfläche für den schnellsegelsüchtigen Skipper parat. Unglaublich. Und wer jetzt denkt, dass es sich  bei der Formula 40, so die Klassenbezeichnung, um ein neumodisches Schiff handelt, der liegt falsch. Das Spaßding wurde bereits 1986 gebaut und ist somit schon ein echter Segeloldtimer, wenn auch ein ganz schneller. Anstrengend ist die Segelei auf so einem Schiff, ständig wird getrimmt, die Segel nach oben zu ziehen ist eine Plackerei und bei richtig Welle bockt der Wasserläufer bestimmt wie wild. Trotzdem: Supergeil war es und ein nachhaltiges Erlebnis, das ich nicht missen möchte, bestimmt nicht vergessen werde und jederzeit gerne widerholen würde!

    Kein Job für schwache Hände
    Kein Job für schwache Hände

    Zurück am Ufer, voll mit Adrenalin und Euphorie, habe ich erstmal minutenlang Cornelia zugetextet und hatte ein Riesengrinsen auf dem Gesicht.

    Heute ging es dann bei moderaten bis böigen Amwindbedingungen ins 20 Seemeilen entfernte Sète. Schönes Segeln, sehr intensiv, sonnenreflektiertes Glitzerwasser und bis acht Knoten Speed. Das Ruder ruhig, kein Lagerspiel mehr spürbar, die Reparatur war ein Erfolg.

    Ein Besuch in Sète soll lohnen, so die Empfehlung unserer Freunde,sowohl in der Stadt, als auf dem Friedhof und beim Leuchtturm, der hoch über Stadt drohnt.

    Morgen gibt es mehr Infos über Sète, jetzt erstmal viel Spaß mit dem Video vom Trimarantrip.

  • Gute Nachrichten

    sowohl von Bord als auch von unseren Lilien. Oh Lilien, oh Lilien, oh Lilien. Sensation am Böllenfalltor, die Darmstädter Equipe hat das Heimspiel gegen Ingolstadt, sehr verdient,  2:0 gewonnen und befindet sich im Moment auf dem 10. Tabellenplatz. Der Klassenerhalt in der Bundesliga rückt damit in greifbare Nähe. Das Tabellentief scheint endlich überwunden!

    Das Ruderlagerproblem ist auch gelöst, nur unseren geplanten Messetermin bei der Katamaranshow mussten wir heute mehrmals nach hinten schieben. So schnell wie gedacht ging die Reperatur dann doch nicht vonstatten. Zuerst wurden die auf Maß geschnittenen Aluplatten eingeklebt und später festgeschraubt. Besonders letzteres erwies sich als ziemlich schwierig, da der Kleber noch nicht vollständig ausgehärtet war und der Bohrer beim Durchbohren des Alus immer wieder die Platten verschob. Zudem hat unser Akkubohrer mittendrin den Geist aufgegeben, was dem lokalen Baumarktleiter einen Umsatzzuwachs bescherte. Das ist innerhalb einer kurzen Zeit das zweite ernsthafte Problem mit unserer Bosch-Akkubohrmaschine aus der sog. Profilinie.

    Jetzt haben wir einen Akkubohrer mit Lithium-Ionen-Akku für unschlagbare 69 Euro erstanden und der tut es echt gut. Die Platten sind drin und verschraubt, morgen kommen noch dickere Schrauben in die Schraubenlöcher und das war’s dann. Ich würde mal sagen, dass das Ganze ewig hält. Danke an alle, die mitgedacht haben. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

    Nachmittags waren wir noch ein paar Stunden auf der Messe und haben Schiffe angeschaut, die wir so noch nicht gesehen haben. Darunter ein relativ kleiner 10 Meter langer Katamaran aus Amerika, die Gemini 35, mit kluger Innenaufteilung, der so schon mehr als 1.200 mal gebaut wurde.

    Es gab einen in der Türkei gefertigten Zweirumpfer der Firma Swiss Tech und einen schönen 11 Meter langen Kat von der italienischen Traditionswerft Comet, die damit versucht, auf dem Mehrrumpfermarkt Fuß zu fassen. Es ist gut, dass bei so einer Veranstaltung nicht nur die Großen der Branche vertreten sind, sondern dass auch Nischenanbieter den Markt bereichern.

    Das Beste jetzt mal zum Schluss! im Hafen liegt ein 40 Fuß puristischer Renntrimaran.

    Der Mast ist 22 Meter hoch, reichlich Segelfläche und das bei gerade mal 1,8 Tonnen Bootsgewicht. Wenn alles gut geht, darf ich da morgen nachmittag ‘ne Runde mitsegeln. Die Kamera hängt schon am Ladestecker, die Spannung steigt. Hoffentlich gibt es ein bisschen Wind, obwohl, viel braucht es nicht, um das Geschoss zu beschleunigen.