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  • Eilmeldung, Fehler vom Amt!

    Wo gehobelt wird, fallen Späne und manchmal reicht gut gemeint nicht aus. Wir haben aus Versehen das letzte Video zwar hochgeladen aber nicht veröffentlicht. Gut, dass das einigen von Euch aufgefallen ist, danke!

    Hier ist nun der korrekte Link zum ultimativen HEXENFLUG, bzw. Surfvideo

    Viel Spaß beim Anschauen

  • Zwanzigkommaneun Knoten

    20,9 Knoten war heute der absolute Topspeed, den ich jemals mit einem Segelschiff gefahren bin und ich bzw. wir segeln schon ein paar Jährchen. Heute morgen nach dem Ablegen hat es ganz flink aufgefrischt, kleine Schaumkronen färbten die Wellenspitzen weiß. Der erste Surf war mit 9,8 Knoten Bootsgeschwindigkeit schon mal nicht schlecht. Dann hatte der Wind wohl keine Puste mehr und schlief wieder ein, blöd für mich, die übriggebliebenen Wellen schaukelten das Schiff ganz schön durch. Heute hatte ich meinen Solosegeltag, d.h. ich bin allein gesegelt, Cornelia und Larissa sind mit dem Leihauto nach Almerimar gefahren.

    So gegen 11 Uhr hatten die Windgötter wohl wieder genügend Kraft getankt und der Reigen ging los. Der Wind frischte auf flotte 7 Windstärken auf und die Hexe begann ihren Tanz. Bald zeigte die Logge 12 Knoten Bootsgeschwingigkeit an, schon mal ein Vorgeschmack auf das, was noch kommen sollte. Ich habe dann ein bisschen von der Küste weggesteuert, um in der Erwartung stabilerer Winde, die nicht von den Bergen und der Küste abgelenkt werden.
    So war es auch, zeitgleich nahm der Wind weiter zu, die Anzeige zeigte bald ständig Wind über 30 Knoten an, ca. 55 km/h. Bisher hatte ich nur das volle Großsegel oben, das war jetzt trotzdem deutlich zuviel Segelfläche und der erste Sonnenschuss war dafür ein klarer Indikator. ich habe gleich das 2. Reff eingebunden, man weiß ja nie, was noch kommt. Und das war gut so, der Windmesser zeigte bald 38 Knoten, also Windstärke 8, die Wellenhöhe nahm auch zu auf ca. 3 Meter. Die Hexe dankte es mit flotter Fahrt und ausgiebigen Surfs, manchmal über 15 Knoten. Hier gibt es das Video dazu. Das muss man gesehen haben!

    An einem Punkt war das zuviel für den Autopilot und das ganze Schiff legte sich, relativ stabil, auf die Seite und lies sich weder mit gutem Zureden noch kräftigem Drehen am Steuerrad dazu bewegen, sich wieder aufzurichten. Ich habe deshalb das kleine Stück Vorsegel auch noch weggedreht, daraufhin fuhr das Schiff wieder dorthin, wo ich es wollte.
    Kurz darauf erreichte der Wind die 40-Knoten-Marke und überbot sogar diese noch mit bis zu 48 Knoten. Der Kahn oder besser gesagt die Hexe war in einem Dauersurfzustand, ständig über 12 Knoten, teilweise auch bei 17 Knoten, so etwas hatte ich noch nie erlebt.

    Und dann kam diese Welle, ich hörte sie schon anrauschen. Deutlich höher als ihre Vorgängerinnen hob sie das Schiff an, die einfallende Windböe ließ das Schiff lossurfen, 13, 15, bis17 Knoten. dann bohrte sich der Bug tief in die vorauslaufende Welle, weiße Gicht schoss über das Vordeck, doch plötzlich hebt sich der Bug, der Surf geht weiter, 17 Knoten, 19 Knoten, dann springt die Anzeige auf über 20 Knoten! Ich steh nur staunend da, der Autopilot hat die Kontrolle, dann münden mein Adrenalinrausch und meine angestauten Emotionen in einem lauten Jubel, so etwas hatte ich noch nie erlebt. Angsteinflößend, aber gleichzeitig auch faszinierend. Kurz danach war Schluss mit lustig, ein erneuter Sonnenschuss folgte und wir lagen abermals auf der Seite, eine Welle stieg dabei von der Seite ein und ergoss sich über das ganze Schiff und über mich. Das Wasser ist zum Glück noch relativ warm.

    Kurze Zeit danach ließ der Wind immer weiter nach, nur die Wellen blieben, wie immer, deutlich länger noch und machten mir das Leben schwer. Ohne Wind hat ein Schiff keine so große seitliche Stabilität und rollt wie wild von einer Seite zur anderen. Da hilft nur, den Motor anzuschalten, Gas zu geben, und durch die damit verbundene Fahrt ist es ein bisschen angenehmer. Kurz vorm Hafen stand durch die abnehmende Wassertiefe noch reichlich Welle und eine davon sind wir, die Hexe und ich, mit 15,5 Knoten hinuntergerauscht, auch diese Welle hat sich vorher laut bemerkbar gemacht. Kurz darauf hatten wir die Hafeneinfahrt passiert und alles war ruhig und gut. Gott oder wem auch immer sei Dank, dass heute nichts zu Bruch ging.

    Jetzt liegen wir in Almerimar, Larissa fliegt am 30. zurück nach Good Old Germany, wir werden hier Silvester feiern.
    Danke an Ralf und Inge für das liebe Willkommen hier im Hafen.

  • Erster Schnee

    IMG_9386Den gibt es nicht nur in der Heimat, wo sicherlich der Verkehr zum Erliegen kommt und der Streudienst die weiße Pracht gleich wieder beseitigt. Auch hier hat es geschneit, die Bergspitzen der Sierra Nevada sind weiß bedeckt, zwar wirklich nur die obersten Kämme, aber immerhin. Baden im Meer, Skifahren in den Bergen, all das liegt nur eine Stunde mit dem Auto auseinander. Von Benalmádena haben wir uns losgeeist, was auch nicht wirklich schwerfiel. Der Hafen ist schwellig, sobald draußen das Wasser bewegt ist, die Hafenleitung ist schwerfällig und das Gesamtambiente muss man mögen. Der alte Ortsteil von Benalmádena liegt sieben Kilometer vom Hafen weg auf nahezu 500 Höhenmetern und bietet neben der kleinen und schönen Altstadt einen grandiosen Blick.

    Cornelia hat heute Allegra und Leonard zum Flughafen gefahren, dabei mit Allegra noch die wunderschöne Altstadt von Malaga besichtigt, die ist echt lohnenswert. Es lockt u.a. das römische Amphitheater, zahlreiche Kirchen und spanisches Kunsthandwerk.

    IMG_2021Wir haben das alles aber nicht besichtigt, sind nur gemütlich durch die Altstadt gelaufen, das war sehr schön, denn viele junge Leute und viele junge Familien waren unterwegs und genossen mit Freunden den Beginn des letzten Wochenendes im alten Jahr. Die Rastaurants und die Bars waren voll, und endlich mal mit ganz vielen Spaniern! Wir waren im Markt, wirklich sehenswert; haben zwei Keramik-Schüsseli in einem sehr netten Geschäft mit angeschlossener Kneipe erstanden und am Ende beim Samstagmittagsonnenscheinmarktfrühschoppen ein paar Tapas genossen.

    Ich bin mit Larissa bei leichten Winden und strahlendem Sonnenschein gesegelt. Der Sonnenschein blieb länger, der Wind legte kräftig zu, 32 Knoten war die Tagesspitze. Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit betrug so zwischen 18 und 20 Knoten wahr, der Windeinfallswinkel war mit 160 bis 180 Grad von hinten ganz schön herausfordernd. Aber leicht kann ja jeder und durch das geringe Gewicht unseres Boots und der großen Breite im hinteren Teil ist das Ganze relativ stabil, die HEXE und der Skipper hatten reichlich Spaß dabei, Larissa ein wenig Probleme mit dem zunehmenden Seegang, Topspeed waren gute 12, 4 Knoten über Grund – der Skipper ist stolz auf das Boot.
    Jetzt geht es ins Restaurant, alle sind hungrig. Morgen soll die Reise weitergehen, Almerimar ist das Ziel, dort wird das Schiff dann auch liegenbleiben, wenn wir nach Frankreich zum Skifahren fahren…

  • Heiligabend

    Traditionell feiern wir, in dem Falle die ganze Familie, Weihnachten nicht am Heiligabend, sondern am 25. Dezember, dem ersten Weihnachtsfeiertag. Das hat sich einfach so ergeben umd das wird auch sicher noch länger so bleiben. Und hier in Spanien passt das gut zusammen mit der Landestradition. Weihnachten wird nicht am Heiligabend gefeiert, sondern am 25.12., so, wie auch in vielen Teilen der Erde. Löwi und Allegra sind seit gestern an Bord und seit gestern haben wir endlich auch einen besseren Liegeplatz im inneren Teil des Hafens mit deutlich weniger Schwell und Geruckel. An unserem alten Liegeplatz haben zwei unserer guten Festmacherleinen deutlich gelitten und der Mantel ist an mehreren Stellen durchgescheuert. Da müssen wir nochmal irgendwie nachbessern.
    Es gibt einen anderen süßen Vorteil von dem neuen Liegeplatz, wir liegen vor zahlreichen Dattelpalmen, die reichlich Früchte tragen, diese reifen Datteln sind so lecker. Zahlreiche Kanarienvögel machen uns allerdings die süßen Früchte streitig. Auch sind die geschickten Flieger schon mit dem Nestbau beschäftigt, das Zuhause für die Jungvögel wird mit viel Akribie und Hingabe hoch oben auf der Dattelpalme gebaut und ist ein höhlenartiges Nestkonstrukt.
    Wer Kanarienvögel kennt, weiß um ihre “Sprachfertigkeit” und so werden wir von morgens bis abends stimmgewaltig unterhalten. Fotos folgen!
    Am gestrigen Abend waren wir zu einem Flamenco-Abend mit den belgischen Eltern und ihren vier Kids gewandert. Eine halbe Stunde ging es steil bergauf in das hochgelegene moderne Stadtzentrum von Benalmádena. Für den anstrengenden Aufstieg wurden wir mit original spanischer Flamenco-Musik entschädigt, stimmgewaltig dargebracht von acht Sängerinnen und Sängern. So viel spürbares Temperament, soviel Leidenschaft und Ausdruck. Das ganze Spektakel fand auf einer kommunalen Bühne statt und war für alle beeindruckten und mitklatschenden Zuhörer und Zuschauer kostenfrei.
    Heute scheint die Sonne und es ist ziemlich warm, Löwi und Allegra überlegen, im 16 Grad kühlen oder warmen Mittelmeerwasser ein Weihnachtsschwimmen zu wagen. Cornelia und mir ist das deutlich zu kühl. Ab Mai soll die Wassertemperatur über die 20 Grad-Marke klettern und dann können wir über das Thema “Schwimmen” nochmal reden.Später wollen wir noch einen kleinen Ausflug mit unserem super Leihauto, einem Peugeot Tepee, ins hügelige Hinterland, mit seinen kahlen Bergen und urigen Dörfern machen.
    Jetzt geht es erstmal in einen riesigen Carrefour-Supermarkt, um für den heutigen Abend und unser morgiges Weihnachtsfest lecker einzukaufen. Diesmal wird es wegen fehlender Gerätschaften kein traditionelles Raclette-Essen geben, wir grillen stattdessen T-Bone-Steaks und Seewolf.

  • Ab jetzt geht es bergauf!

    Die Tage werden wieder länger und darüber haben wir uns in den letzten Jahren so gefreut, dass wir in der längsten Nacht des Jahres eine große Wintersonnenwendfeier gefeiert haben. 30 bis 60 Freunde haben sich Jahr für Jahr in unserem Garten versammelt, ums Feuer herumgestanden, an den Stehtischen miteinander palavert, reichlich wärmende Getränke getrunken, viel miteinander gelacht und auch den Winterferienbeginn gefeiert. Witterungsmäßig war bei der Feier auch alles mit dabei, von milden plus 9 Grad bis zu eiskalten minus 15 Grad, auch Regen, Schneefall oder im besten Falle ein schöner Sternenhimmel. Diese große Feier hatten wir in diesem Jahr leider nicht. Aber die Tage werden bald auch so wieder länger und da hat ja jeder was davon, zumindest auf der Nordhalbkugel.

    Gestern hatten wir, ziemlich sicher, unseren letzten Segeltag vor Weihnachten, der Wind kam zwar vorne, war aber von der Stärke her perfekt zum Kreuzen. Die 22 Seemeilen nach Benalmádena haben wir flott abgesegelt, segeln im Winter hat hier eine ganz andere Bedeutung als in den letzten Jahren in Holland, trotzdem sieht man kaum Yachten auf dem Wasser. Dafür sind hier die Häfen relativ voll mit festen Liegern, kaum jemand holt sein Schifflein aus dem Wasser, wofür auch, die Gefahr des Einfrierens geht wohl gegen null 🙂

    imageHeute waren wir schon mal fleißig! Die Ankunft der Kinder steht bevor, das Schiff ist innen und außen auf Vordermann gebracht, Cornelia verpackt soeben die Weihnachtsgeschenke, der Leihwagen ist reserviert, kurzum, Weihnachten kann kommen. Und ja, wir haben einen kleinen, also einen ganz ganz kleinen Weihnachtsbaum, der auch noch in unterschiedlichen Farben leuchtet, schaut mal selbst.

    Wir hatten soeben schon mal eine kleine Bescherung und haben uns beim lokalen Yachtausrüster einen neuen Fender und Bootswax gegönnt. Durch das Liegen an der Muringleine und dem direkten Kontakt zur nachbarlichen “Bootshaut” kann man gar nicht genug Fender haben und das ist eben im ganzen Mittelmeer so üblich. Das Wachs schützt ebenfalls unsere “Bootshaut”, diesmal vor den bösen UV-Strahlen und sorgt dafür, dass unser Schiff noch lange glänzt und hübsch aussieht.
    Leider gibt es hier in Benalmadena kein gratis Hafen-Wifi, die wollen sich das viel zu teuer bezahlen lassen. Die Woche soll 42 Euro kosten, ein nicht ganz zeitgemäßer Phantasiepreis. Da gehn wir lieber ins Pub vorn, vertrinken die 42 Euronen und nutzen das Gratispubwifi. Deshalb danken wir auch nur erstmal ganz ganz herzlich für die vielen lieben Mailweihnachtswünsche.

  • klein und fein

    Bisher waren die Kneipen und Restaurants rund um den Yachthafen von Estepona ziemlich leer. Das hat sich gestern schlagartig geändert und die große Fiesta Espagnola nahm schon zum frühen Nachmittag mächtig an Fahrt auf. Es wirde gegessen, musiziert, gesungen und gelacht. Ein fröhliches Stimmengewirr. Und so haben wir uns dann am frühen/späteren (?) Abend auch in den Trubel gestürzt. Erstmal zum “warm up” in einer englischen Kneipe und dann später in einer Art Diskothek mit DJ. Wir haben viel getanzt, gelacht und gefeiert. Unsere Stimmung und die der Spanier war ausgelassen. Der Grund für den ganzen Trubel sind wohl die bevorstehenden Feiertage und für die meisten war der gestrige Tag auch der letzte Arbeitstag des Jahres, also eigentlich mehr als ein Grund…
    Irgendwann waren nicht nur unsere Beine vom Tanzen müde, der neue Tag angebrochen und die Stimme etwas rau vom Mitsingen, also eindeutig Zeit zum Heimgehen. Wer feiern kann, kann auch segeln, so heißt das doch? Deshalb sind wir, nachdem wir die Hafengebühren beglichen hatten, auf einem spiegelglatten Meer unserem nächsten Ziel entgegenmotort. Sechs Seemeilen vor Marbella, unserem heutigen Tagesziel, hat es dann doch ein bisschen Wind gegeben und wir sind mit zwei bis drei Knoten Fahrt unserem Ziel entgegengezockelt. Langsam kann auch mal schön sein, zumal wenn, so wie heute, die Sonne vom Himmel lacht.
    Wir liegen hier fünf Gehminuten nah zur Unferpromenade von Marbella im Ortsteil Bajadilla, ruhig und geschützt und doch ein bisschen ab vom Lärm, sehr schön.
    Die Altstadt von Marbella ist klein aber wunderschön, es gibt nur ein paar eng verwinkelte Gassen, aber das lohnt sich allemal. Das hier ist mit das Schönste, was wir bisher an historischen Zentren gesehen haben. (Aber Estepona und Cádiz waren auch sehr schön)
    Der Rest von Marbella entspricht in der Tat eher dem Klischee der spanischen Touristenhochburg mit zum Teil fragwürdiger Architektur. Ab dem Strand ist der Blick auf das Meer aber in jedem Fall unverbaut und Schönheit ist ja auch Ansichtssache.
    Morgen segeln wir, wenn der Wind weht, nach Fuengirola oder nach Benalmádena, wo wir dann im Prizip auch zur Weihnachtszeit liegen werden. Der Flughafen von Malaga ist von dort nicht mehr weit entfernt, das ist in so fern praktisch, als der Nachwuchs zu jeweils unterschiedlichen Zeiten angeflogen kommt und wir mehrmals zum Flughafen mit dem Leihauto pendeln werden.
    Am 25. Dezember sind hoffentlich alle Mann, bzw. Kinder an Bord und unser Weihnachtsfest startet dann so richtig.

  • Das Affenvideo auf Youtube

    Hier ist ein kleiner ungezogener Berberaffe, der sich gerade über seinen großen Bruder geärgert hat.

    DCIM100GOPROUnd das war der Sonnenuntergang heute in Estepona, der für den morgigen Tag nur Gutes verheißt.

  • Sommer, Sonne, Sonnenschein und noch eine nette Familie

    Orangenbäume in der Altstadt von Estepona
    Orangenbäume in der Altstadt von Estepona
    Alle Straße sind so schön geschmückt
    Alle Straße sind so schön geschmückt
    Die Blumentöpfe gib es in allen Farben
    Die Blumentöpfe gib es in allen Farben
    Der Leuchtturm von Estepona
    Der Leuchtturm von Estepona

    Estepona, unser momentaner Standort an der Costa del Sol, sieht auf den ersten Blick sehr modern und touristisch aus. Ist es auch sicher in der Saison. Aber da es auch eine typisch andalusische Altstadt gibt, fühlen wir uns hier in Estepona rundum wohl. Und in der Altstadt findet auch das typisch spanische Leben statt, so wie man es kennt, mit spätem Abendessen, mittags bis spätnachmittags sind alle Läden dicht wegen der Siesta und ab 17 Uhr sind die Gassen wieder belebt. Ein anderer Rhythmus, ein anderes Lebensgefühl.

     

    Palmen am langen Strand von Estepona
    Palmen am langen Strand von Estepona

    Seit 2 Tagen strahlt die Sonne vom makellos blauen Himmel mit dem blauen Meer um die Wette, kein Wölkchen ist zu sehen und heute ist das Thermometer auf 25 Grad geklettert. Kurze statt lange Hosen sind wieder angesagt und Sonnencreme statt Regenschirm. Das Gute ist, dass das auch erst mal so bleiben soll, so haben wir es uns ja vorgestellt. Und für die Zeit um Weihnachten, in der unsere Kinder zu Besuch kommen, soll es auch so schönes Wetter und keinen Regen geben.

    Deutlich zu sehen: Der Felsen von Gibraltar und links davon, wolkenverhangen,  Dschebel Musa, die beiden Säulen des Herakles
    Deutlich zu sehen: Der Felsen von Gibraltar und links davon, wolkenverhangen, Dschebel Musa, die beiden Säulen des Herakles

    Der Blick vom Cockpit aus ist grandios, wir können noch Gibraltar und Afrika sehen. Seit gestern haben wir auch wieder neue Nachbarn, eine belgische Familie mit vier Kindern, die für ein Jahr durch die Gegend segeln und danach wieder ins normale Leben zurückkehren werden. Die Kinder, drei Jungs und ein Mädchen, sind zwischen sechs und elf Jahren alt, sprechen französisch in einem ziemlich schnellen Tempo. Wir versuchen, so gut es geht, zu folgen.

    Die geplante Route der Belgier ist die gleiche wie die unsere, ab Mitte Januar soll es zu den Balearen gehen. Nachher gibt es dann auch einen gemeinsamen Kennenlerndrink, zwischendrin waren wir, um das Eis zu brechen, Frisbee spielen. Ein von uns spontan mitgebrachtes Eis aus dem Supermarkt wurde schon mal gerne angenommen, logisch!
    Der Elfjährige hat uns heute morgen auch schon mal erklärt, dass man bei einer Aluminiumyacht immer auf galvanische Ströme achten muss, damit das Schiff nicht korrodiert. Das haben wir zwar schon gewusst, hat er aber sauber erklärt, Respekt.

    Was ist das für ein Baum?
    Was ist das für ein Baum?

    Weihnachten naht ja nun mit großen Schritten, wir sind bis jetzt von dem ganzen Trubel noch verschont geblieben. Das einzige, was wir schon mal besprechen, ist das geplante Abendessen an Heiligabend und den Feiertagen, denn am 25. und 26. Dezember haben auch hier die Geschäfte zu.

  • Am Traumschiff vorbei

    16. Dezember 2014, Dienstag, Baro 1020, bedeckt, Wind um 4 Geaufort mit Böen bis 28 Knoten

    Ein Wasserfall direkt unterhalb vom "Rock"
    Ein Wasserfall direkt unterhalb vom “Rock”

    Ablegen 10:45, raus aus der Bucht von Algecira, da sehen wir in der Ferne ein paar Fallschirmspringer und einen Fallschirm mit einem Paket. Und im Wasser sind ganz viele kleine Motorboote. Das muss irgendeine Übung sein. Mitten hier in der Bucht ankern viele Frachtschiff, Tanker, u.s.w., die von kleineren Versorgerschiffen bestückt werden.
    Wir umrunden den Europapoint, die südlichste Landspitze von Gibraltar, plötzlich dreht der Wind um 180 Grad und nimmt zu bis zu sechs Windstärken in Böen.

     

     

    Die fliegende Flasche...
    Die fliegende Flasche…
    ... und der Aufprall
    … und der Aufprall

    Jetzt wird es Zeit, dass wir die Flaschenpost, die wir von Ingo zum Abschied bekommen haben, ins Meer werfen. Zuerst leere ich den Sand aus Vlieland direkt am Europapoint aus, und dann kommt die Flasche mit Ingos Telefonnummer hinterher, mal sehen, wo sie wohl angeschwemmt wird und ob sich jemand meldet, wir haben auf einem kleinen Zettel um eine SMS gebeten…

    Das ZDF-Traumschiff, die "Deutschland"
    Das ZDF-Traumschiff, die “Deutschland”

    IMG_1882Auf der anderen Seite des Felsen liegt ein Passagierschiff, als wir näher kommen, sehen wir, dass es die “Deutschland” ist, das Traumschiff aus dem Fernsehen. Wir segeln ganz nah dran vorbei, und als wir vor ihrem Bug sind, grüßt sie uns zweimal mit einem lauten “Tuuut” und die Leute von der Brücke kommen raus und winken. Später erfahren wir von Volkers Mama, dass die Deutschland Insolvenz angemeldet hat, vielleicht wollten sie deswegen nicht mit mir funken, ich hätte ja auch ein neugieriger Journalist sein können…

    imageInsgesamt war es ein schneller Trip, wenn auch reichlich kalt, der Wind  und der Strom haben dafür gesorgt, dass wir die fast 25 Meilen in dreieinviertel Stunden hinter uns gelassen haben. Die HEXE ist schon reichlich flott unterwegs, soviel Potenzial und das  vollgeladen  mit dem ganzen Hausstand. Gutes Schiff, da kommt der Spaß am Segeln nicht zu kurz, und das ist ja auch wichtig. Im Hafen von Estepona war es dann warm und sonnig, und wir konnten unseren Anleger mit spanischen Oliven in der Sonne im Cockpit genießen.

    IMG_1781IMG_1744 IMG_1758Gestern waren wir bei den Affen auf dem berühmten Felsen, und die Tierchen sind wirklich putzig! Wir haben auch ganz viel gefilmt, wenn ich das  hinbekomme, die Clips zu schneiden, stellen wir sie wieder  auf Youtube, wir geben Bescheid. Mit der Seilbahn sind wir in fünf Minuten hochgefahren, mit einem wunderschönen Blick über die Bucht von Algeciras, und von oben hatte man ebenfalls einen genialen Ausblick:

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    Morgen schauen wir uns mal hier in Estepona an der Costa del Sol um und werden berichten.

  • Gibraltar

    IMG_1650Wir sind noch immer in Gibraltar, haben uns heute den ganzen Tag den Regen angehört, der aufs Deck prasselte, und in der einzigen echten Regenpause sind wir ganz weit nach oben gewandert, fast bis zu den Affen, aber die werden wir morgen besuchen. Im Moment regnet es immer noch, aber morgen soll angeblich die Sonne wieder scheinen, dann nehmen wir das Cable Car und fahren rauf auf den Rock, ohne Nico, weil angeblich die Affen ihn fressen würden…

    Hier ist noch der Link zum Film vor Gibraltar: Hier

    Hier ein paar Bilder als Eindrücke:


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