Irgendwo

Lautsprecherdurchsagen hallen über das vom Mondlicht beschienene Wasser. Eine aufgeregte männliche Stimme versucht anscheinend in seiner Funktion als Entertainer in einem strandnahen Club das Publikum zu erheitern. Eine Fledermaus fliegt mit hellen Piepstönen aufgeregt um unser Boot. Am Heck plätschern hin und wieder leise kleine Wellen, die sich an unserem ankernden Schiff brechen. Ansonsten ist es still, kein Auto, keine nächtlichen Schwärmer am Strand. Der Mond steht dreiviertel voll vorm Bug.

Der heutige Segeltag ist längst passé. Es war eines dieser Segelerlebnisse, die haften bleiben, die Eindruck machen, die etwas ganz Besonderes sind. Ein konstanter leicht Wind aus Südost hat heute den Kat zum Laufen gebracht. Die Wasseroberfläche war dabei spiegelglatt. Ruhiges Wasser, schnelle Fahrt = viel Freude, bei allen an Bord. Gesegelt wurde bis zum frühen Abend, 54 gesegelte Seemeilen standen am Ende des Tages auf der Logge. Mittlerweile sind die Luft und das Wasser so warm, das Leonard und ich noch ein paar Meter ums ankernde Schiff geschwommen sind. Eine Freude bei 23 Grad Wassertemperatur.

Nur die arme Capitania kann einem wirklich leid tun, seit drei Tagen hat sie Zahnweh. Ein Backenzahn, um genauer zu sein, der schon zum Ziehen im Oktober vorgesehen war. Morgen wollen wir jetzt ‘ne Zahnklinik in Valencia suchen, um den Eingriff vorzuziehen.

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