Vor Anker

Lütten Vogel hat uns am Anfang ein Stück begleitet

Während wir hier rum dümpeln, machen mal wieder Arztgeschichten die Runde. Es wird aus dem Nähkästchen geplaudert, mit welcher Fadengröße man die beste Wundnaht machen, oder welche Kuriositäten einem im Berufsalltag schon begegnet sind. Bewegungsstudien werden angestellt, Allegra ist ganz klarer Spitzenreiter im Glieder verbiegen. Cornelia und ich haben eher eine Altersstarre, zumindest im Gliederverrenken.

Leonard probiert die Möglicjkeiten

Familiengespräche eben und wann hat man schon mal soviel Zeit mit den Kindern zusammen. Nur Larissa und Johannes fehlen. Seit wir Barcelona am Sonntag verlassen haben, gab es noch keinen Hafenaufenthalt. Nonstop zusammen, fast nonstop an Bord.

Frühstück an Deck

Gestern Abend haben wir einen kleinen Landausflug unternommen und den malerischen historischen Ortskern von Peñiscolà erkundet. Der Kern selbst ist von meterdicken Mauern umgeben und stammt aus der Zeit von 1.000 v. Chr, und gehörte im Laufe der Zeit den Kathargern, den Phöniziern, den Griechen, den Römern und den Arabern. Ganz oben thront ein Kloster, das von den Templern erbaut wurde, im schlichten Stil, trotzdem neben der Alhambra eines der meist besuchten Bauwerke Spaniens. Davon merken wir nicht mehr so viel Anfang Oktober…

Kastell mit Leuchtturm

Direkt nebenan ist der Leuchtturm und just als wir darauf zugingen, nahm das Leuchtfeuer seine allnächtliche Arbeit auf. Gerne hätten wir mehr Zeit in Peñiscolà verbracht, das uns mit seiner Architektur sehr an Calvi auf Korsika erinnert hat. Überhaupt kann man die Segeleigenschaften unserer Outremer garnicht genug loben. Am Wind segeln, mit guten Tagesetappen und Geschwindigkeiten ist eine Freude.

Segeltechnisch war heute ein echter Supertag, der thermische Seewind hat sehr früh eingesetzt und uns schönen segelbaren Wind beschert. Bei 11 Knoten wahrem Wind lief das Schiff bis zu 8,3 Knoten hoch am Wind und das „bretteben“, also gerade ohne Krängung.

Die neue Angel zum ersten Mal im Einsatz

Jeden Abend, so gegen 20 Uhr geht der der Seewind schlafen, trotz Luvküste können wir auf sandigem Untergrund sicher ankern. Noch fehlen uns gut 25 Seemeilen bis zu unserem nächsten Etappenziel Valencia.

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