Kurzfristig verzogen

Sonne, Sonne, Sonne, dazu ein kräftiger Ostwind, dazu ein strahlend blauer wolkenloser Himmel. So liegt sie da, die Rheinebene und so ist das Wetter seit Tagen. Buchstäblich ungetrübt. Uns zieht es zum Rhein hin, noch nicht zum Meer. Das Gernsheimer Fährhaus ist unser Ziel. Gute Gastronomie, gutes Bier, gute Aussicht. Silbrig glänzend spiegelt sich die Sonne im ruhig dahinströmenden Rhein.

Eleonore Görges  / pixelio.de

Eleonore Görges / pixelio.de

Was auf dem Hinweg gefehlt hat, sind die sonst üblichen Störche auf den Feldern. Ein kurzer Blick ins Worldwideweb verschafft Klarheit. Der August ist längst vorbei und mit seinem Ende hat die Reisezeit für die ansonsten u.a. im hessischen Ried heimischen Störche begonnen. Afrika ruft umd diesem Ruf folgen die Aldebarane. Dabei stehen wohl traditionell zwei Flugrouten für diese Meister der Lüfte zur Wahl auf ihrer zweimonatigen Reise. Eine westliche und eine östliche Route. Die westliche Route führt über Portugal, Spanien und Gibraltar, dann der afrikanischen Westroute folgend bis nach Südafrika. Die östliche Flugroute führt die Störche über die Adria, die Türkei über den Bosporus und von dort aus weiter nach Afrika.

Zwei Monate fliegen, immer auf der Suche nach Thermik, um Energie zu sparen, legen die Störche jeden Tag zwischen 150 bis 300 Kilometer zurück. Nebenbei dazu noch einige Mädels in die Waden zwicken, damit das mit dem Nachwuchs klappt. Was für eine großartige Leistung.

Und im Mai werden die Störche die Felder und Rheinufer bevölkern. So wie jedes Jahr.

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