Oh là là!

Nach einer guten Autofahrt  mit ein paar kleineren Staus nach Lyon, sind wir am späten Nachmittag gut in La Grande Motte angekommen. Anstatt des zu erwartenden sommerlichen Treibens wurden wir mit einem schweren Gewitter und Regenschauern “begrüßt” . Der Hochsommer hatte wohl einen Tag Pause. Wir ließen erstmal alle mitgebrachten Sachen im Auto und wetterten im Boot den Frontendurchgang ab.

Leider sind einige Punkte auf der To-Do-Liste seitens der Werft nicht abgearbeitet worden, und wir sind darüber ziemlich frustriert. Im Gegenteil, durch anscheinend unvorsichtiges Bootshandling, oder fehlendem Respekt vor fremdem Eigentum kamen sogar noch ein paar neue Schäden hinzu. Details erspare ich mir jetzt, weil es noch einiges zu klären gibt.

Insgesamt müssen wir leider feststellen, dass wir voraussichtlich noch einige Zeit in LGM verbringen werden, und dass unsere geplante Azorenreise erstmal ins Wasser fallen wird. Es ist jetzt zudem noch Urlaubszeit bis Anfang September in Frankreich, die meisten Mitarbeiter der Werft sind in Ferien…

Gestern Abend haben wir sehr nette französische Outremereigner kennengelernt und zwei Flaschen Cava zusammen geleert. Am späten Abend gab es anlässlich des 50-jährigen Bestehens von La Grande Motte ein enorm langes und eindrucksvolles Feuerwerk. Samy hat dem Lärm tapfer getrotzt und nur hin und wieder den Lichtschein der Raketen angebellt.

Heute haben wir ein paar schöne nautische Meilen  auf dem tiefblauen Mittelmeer zurückgelegt, kurz vor Sète geankert und tauchend die Hexe vom Algen- und Muschelbewuchs befreit. Bei 26 Grad Wassertemperatur wähnt man sich schon fast in tropischen Gefilden. Sonntag ist dann Edelstahlputzgang, da der ach so rostfreie Stahl bekanntermaßen seinem Namen leider nur teilweise Ehre macht.

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Nasser Empfang

Tatsächlich haben wir es heute früh getan: Wir sind losgefahren, Richtung Süden, nach La Grande Motte, zur Hexe.Wahrscheinlich hat niemand von unseren Freunden mehr dran geglaubt, dass wir in diesem Sommer wirklich noch den Absprung schaffen, so oft haben wir die Abreise verschoben. Einige, wenn sie uns zufällig in der Stadt getroffen haben, schauten uns mit ungläubigen Gesichtern an: “Seid Ihr immer noch da, oder schon wieder?”

Um sechs Uhr war es in Darmstadt noch angenehm temperiert, bei meinem vorerst letzten Hundespaziergang auf der Mathildenhöhe konnte man, im Trägerhemd und mit kurzem Rock, gut und flott laufen. Auch der Samy fand es angenehm und rannte ein bisschen über die Wiesen. In Deutschland war es sonnig und trocken, erst ab zehn Uhr, schon in Frankreich, kamen die ersten Wolken und nun, um zwölf, regnet es ununterbrochen aus einem grauen Wolkenhimmel, die Temperaturen sind auf 21° zurück gegangen, eben beim Pipistop fühlte sich das an wie ein Kälteschock!

Laut Wetterbericht hört es aber, zumindest in LGM, ab 17 Uhr auf, und das Thermometer klettert wieder auf sommerliche Temperaturen. Auch morgen erwarten uns Sonnenschein und 29°, das ist ein freundliches Angebot nach dem feuchten Empfang.

Wir sind sehr gespannt, wie es an Bord aussieht, ob alle Mängel erledigt sind, und werden entsprechend berichten!

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Total geschafft

Zuhause…

Die Zeit rast gefühlt mal wieder dahin, seit sechs Wochen sind wir schon in Darmstadt. Die Werft hat signalisiert, dass alle Garantiearbeiten an unserer Hexe ausgeführt sind und unsere Reise weitergehen kann. Am letzten Sonntag hat ein Nachbarlieger mit einem misslungenen Anlegemanöver noch einen Teil unserer Scheuerleiste beschädigt, verneint dies frech in einer dreisten Mail an Pantaenius, unterstellt eine Vorschädigung und kündigt auch an, dies notfalls gerichtlich zu untermauern. Ich weiß nur, dass wir ein tadelloses, vollkommen unbeschädigtes Schiff in LGM hinterlassen haben. Wie gesagt, wir reden hier von einem kleinen Haftpflichtschaden, der ohne Folgen von Pantaenius geregelt werden würde, da der Schädiger beim gleichen Versicherer ist wie wir. Schade, schade. Aber sogar die Scheuerleiste soll bereits wieder repariert sein, und wir warten mal, wie dieser skurrile Fall sich entwickelt.

Keine Hooligans, nur Fans

Heute war ich mal wieder mit meinen Freunden zu einem vorsaisonalen Testspiel der Lilienelf am Böllenfalltor. Testpielgegner war Roda-Kerkrade, ein Erstliga-Absteiger aus der südholländischen Provinz Limburg. Die 98er gewannen das Spiel souverän 4:1 und unsere Spieler überzeugten mit engagiertem Fußball.

Völlig abgeschafft kamen vor wenigen Minuten die Capitania und Petra aus der Stadt. Beide haben eine mehrstündige Shoppingtour in der Darmstädter City hinter sich, und sitzen jetzt völlig platt mit einem Perlwasser auf dem Balkon. Zum abendlichen Boulespielen unterm Platanenhain haben beide keine Lust mehr. Relaxen steht auf dem Programm, und es wird über die abendliche Restaurantwahl diskutiert.

Im Laufe der nächsten Woche wollen wir voraussichtlich nach LGM fahren, und den Darmstädter Topsommer gegen den südlichen Mittelmeersommer eintauschen. Die heimischen Sommertage  sind derzeit der absoluten Knaller und wir gehen jeden Tag zur Abkühlung an oder in den Rhein.

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Die Mathildenhöhe in Darmstadt

Im Morgensonnenschein

Jeden Morgen, wenn ich mit Samy spazieren gehe, erfreue ich mich an der Schönheit dieses Ortes. Natürlich auch vormittags oder nachmittags, aber morgens ist es besonders schön.

Spaziergänger auf dem Dachfirst

Über allem thront der Hochzeitsturm mit seinen fünf Fingern, daneben das Ausstellungsgebäude mit der auf dem Dachfirst balancierenden Figur, und vorne dran erstrahlt die Russische Kappelle mit ihren Goldtürmchen im sommerlichen Sonnenschein.

Die Mathildenhöhe mit Hochzeitsturm und Russischer Kappelle

Hier ist das Zentrum des Jugendstils zuhause, viele Gebäude auf dem Hügel und rundherum in der Künstlerkolonie stammen von Joseph Maria Olbrich, dem großen Jugendstil-Architekten. So auch der Hochzeitsturm, in dem man sich heute noch das Ja-Wort geben kann, hoch über der Stadt mit großartiger Aussicht. In der Eingangshalle sieht man das Mosaik „Der Kuss“ und hier gibt es allerlei Schönes zu kaufen, so auch den Hochzeitsbecher, oder Darmstadt Memories, bei uns beliebt an Heiligabend, wenn wir uns die Geschenke verdienen müssen.

Außen am Turm prangt eine wunderschöne Sonnenuhr, und immer wieder sieht man festlich gekleidete Gesellschaften, die vor dem Eingang das gegebene Jawort mit einem Glas Sekt begießen. Oder ein launiger Butler begrüßt die Gäste und stellt den Turm vor.

Das Ausstellungsgebäude ist seit 2012 ein riesiger Bauplatz, die Kosten für den Umbau sowie für die Sanierung sind auch deutlich höher als erwartet. Nun soll der Umbau bis zum Sommer 2019 fertig gestellt sein, wir sind gespannt.

Die Russische Kapelle von hinten, mit Feierzelten

Die Russische Kappelle ist ein wahres Kleinod, eine prachtvolle kleine Kirche, die der russische Zar Nikolaus II. errichten ließ, damit er auch bei Besuchen bei der Familie seiner Frau, Zarin Alexandra, geborene Prinzessin Alix von Hessen-Darmstadt,  nicht auf den Besuch in einem orthodoxen Gotteshaus verzichten musste. Tatsächlich ist die Kappelle auf aus Russland importierter Erde errichtet. Noch heute werden dort orthodoxe Gottesdienste abgehalten, sonntags sowie an einigen Wochentagen begegnen mir vor allem Frauen mit duftigen Schleiern auf dem Kopf auf dem Weg dorthin. Der Rasen rund um die Kappelle und das angrenzende Wasserbassin in schönem Mosaik ist grün, im Gegensatz zum Rest der Wiese auf der Mathildenhöhe, weil der Küster der russischen Kirche jeden Morgen die Rasensprenger bemüht. Eine Augenweide!

Der Schwanentempel

Mein Favorit jedoch ist der kleine Schwanentempel, der ein bisschen im Schatten der Kappelle steht, am Ende einer großen Treppe, die von dem Olbrichweg mit seinen Jugendstil-Künstlerhäusern zur Mathildenhöhe führt. Der Regen, der vom Dach dieses Tempels abläuft, wird durch den Mund von weißen Marmor-Schwänen geführt, ich finde diesen Tempel einfach zauberhaft.

Abends treffen sich die Darmstädter gerne im Platanenhain, es gibt ein kleines Freiluft-Café dort, und genug Raum unter den Bäumen für viele Boulespieler. Auch wir lieben diesen Platz und gehen am späten Nachmittag gerne auch mal nur zu Zweit dorthin, um unsere Fertigkeiten mit den kleinen Kugeln zu üben.

Die Mathildenhöhe bei Nacht

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Irrwege im Paketdienst

Einmal, nur ein einziges Mal, habe ich unsere Adresse angegeben für eine Sendung. Ansonsten bestelle ich immer alles zu Larissas Adresse, denn in dem Haus sind nicht so viele Parteien, und immer jemand zuhause, der die Pakete für den Rest annimmt.

Doch von vorne. Seitdem unser SSB-Gerät eingebaut ist, haben wir ein Problem damit, dass es sich manchmal, ganz plötzlich, unter Abgabe eines hässlichen lauten Tons abschaltet, und die Funkeinheit „einfriert“. Es hat eine Weile gedauert, bis herauskam, dass noch mehrere Boote diesen Fehler hatten, und Icom, der Hersteller, sich bereit erklärt hat, die fehlerhaften Teile in dem Gerät auszutauschen. Dafür muss aber die Einheit nach Hamburg geschickt werden. Von den Kanaren aus schien uns das viel zu riskant, denn auch die Wiedereinfuhr würde erhebliche Probleme beim Zoll aufwerfen. Also haben wir es so geplant, dass wir zu unserem Heimaturlaub im Sommer die Blackbox mit nach Hause nehmen, und sie von Darmstadt aus versenden, und auch dorthin zurück geliefert bekommen.

Dumm war natürlich, dass wir bei der Abreise vom Boot vergessen haben, unsere SSB-Unit, die Blackbox, die hinter unserer Sitzbank verstaut ist, auszubauen und mitzunehmen. Und natürlich fiel uns das erst nach ein paar Tagen auf, als wir die To-Do-Liste abarbeiteten. Outremer hat sich freundlicherweise bereit erklärt, die Box auszubauen und uns zuzuschicken. Damit ich sie nicht noch mehr verwirre, habe ich nicht darum gebeten, dass es an Larissas Adresse gehen soll.

Am 21.6. bekomme ich die Nachricht von Outremer, dass das Paket morgen verschickt werden soll. Super, denke ich, dann haben wir ja noch genug Zeit. Aber das Paket kommt und kommt nicht. Am 29. Juni frage ich bei Outremer nach, und sage, dass ich ein bisschen beunruhigt bin. Daraufhin bekomme ich den Nachweis mit der Tracking-Nummer. Bei meinen Recherchen muss ich feststellen, dass angeblich bereits zweimal versucht wurde, das Paket zuzustellen. Nur dass wir beide Male zu der genannten Uhrzeit zuhause gewesen sind. Ich rufe bei der DPD an, bekomme die Auskunft, dass das Paket am nächsten Morgen erneut zugestellt werden soll, die genaue Uhrzeit würde ich über die Paketverfolgung am Ausliefertag erfahren.

Zwischen zehn und zwölf Uhr sitzen wir abwechselnd draußen vor der Tür, damit der Auslieferer keine Ausrede haben kann, aber es kommt kein DPD-Wagen in unsere Straße. Empört rufen wir wieder an, erst beim zweiten Anruf wird klar, dass das Paket gar nicht in den Wagen geladen wurde. Na, dann kann es ja auch nicht ausgeliefert werden. Wir bieten an, es in Raunheim abzuholen, aber das geht nicht, die Abläufe sind so mechanisiert, da kann man nicht eingreifen. Aber offensichtlich ein Paket vergessen!

Natürlich wird uns versichert, dass es am nächsten Tag zugestellt werden soll, wieder sollen wir auf der Website die genaue Uhrzeit bekommen. Ganz früh am nächsten Morgen schaue ich nach, da steht: „Wir konnten Sie dreimal nicht erreichen, das Paket wird an den Versender Outremer zurückgeschickt. Bitte setzen Sie sich mit dem Versender in Verbindung.“ Das schlägt dem Fass doch den Boden aus!

Nach weiteren Telefonaten wird uns versichert, dass unser Paket am nächsten Morgen kommt, „Nein, heute geht das nicht mehr, wir bekommen das nicht auf den Wagen“. Fast haben wir schon resigniert, da hält Volker das Paket pünktlich um 11:10 in der Hand und wundert sich, dass es so leicht ist. Kein Wunder, es ist das Pactor-Modem drin, und nicht die Blackbox, Schicksal. Es war auf jeden Fall gut gemeint…

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Halbzeit

Gänse mit Nachwuchs im Altrheinarm

oder wie die schnell Zeit vergeht, nicht nur bei der geliebten Segelei, sondern auch beim heimatlichen Sommeraufenthalt. Bereits zweieinhalb Wochen sind vergangen seit unserer Rückkehr nach Darmstadt, und fast jeder Tag ist vollgestopft mit Terminen.

Fußball-WM-mäßig hält sich unser Fernsehkonsum in Grenzen, auch wenn wir das eine oder andere Spiel verfolgen. Seit dem frühen Ausscheiden der deutschen Mannschaft denken wir darüber nach, ob wir nicht die deutsche mit der belgischen Fahne tauschen sollten, denn das belgische Team spielt einen sehr ordentlichen und sehenswerten Fußball und der Umänderungsaufwand wäre dank Farbengleichheit ja eher gering:-))

Der Kellerraum hat sich gut gefüllt und alle Bestellungen von der ehemals langen To-Do-Liste sind eingetroffen. 10 Dosen Seajet Platinum Antifouling à 2 Liter für den nächsten Unterwasseranstrich, 10 Flaschen Ethanol Brennpasten für den Lotusgrill sowie ein Ersatz-Kohlebehälter, Reißverschlüsse, um die Kopfkissenbezüge auf die Kopfkissengröße abzuändern, neue Antirutschbeläge für die Ablageflächen in der Küche, zwei neue Taschenlampen mit großen Leuchtweiten, Pflanzschalen für die Kakteen und Düngestäbchen für unsere geliebte Bordorchidee, sowie ein neues scharfes Filetiermesser

Die Navigatorin hat zur besseren Planung den Kartensatz von den Azoren downgeloaded und wir sind damit schon mal virtuell unterwegs nach São Miguel. Wann wir dann wirklich von Darmstadt loskommen, steht im Moment ein bisschen in den Sternen, denn Cornelia hat’s ordentlich im Rücken und im Moment ist trotz Physiotherapie wenig Besserung zu verzeichnen. Ein Bandscheibenvorfall wurde jedoch glücklicherweise definitiv ausgeschlossen.

Abendstimmung auf der Mathildenhöhe

Gestern fiel der Startschuss zu Darmstadts größtem Volksfest, dem “Heinerfest“. Durch die ganze Innenstadt reihen sich Imbisstände, Losbuden, Karrussels und andere Fahrgeschäfte dicht an dicht. Gut über das ganze Heinerfest verteilt gibt es zudem verschiedene Bühnen mit abendlichen Livemusik-Darbietungen, die wir gerne besuchen. Dem alljährlichen Heinerfestmotto “Kommt alle” folgen insgesamt ca. 700.000 Besucher und mit dem traditionell am Montag Abend stattfindenden  Feuerwerk gegenüber dem Schloss endet das beliebte Volksfest.

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Oldies but Goldies

Schnell gehen die ersten sieben Tage in Darmstadt rum. Der vergangene Dienstag stand voll im Zeichen der Lilie, diesmal nicht im Stadion, dafür im Staatstheater. Das Team vom Theater scheint, wie der Rest von Darmstadt, fußballbegeistert zu sein und hat ein Fußballmusical erschaffen, das als Hauptthema den Aufstieg der Lilienelf in die erste Bundesliga im Jahre 1978 hat.

Die Spieler waren  auch als “Feierabendfußballer vom Böllenfalltor” bekannt und größtenteils, entgegen der heutigen Zeit, noch in einem normalen Beruf tätig und somit keine Vollprofis. Erst im Laufe des Spieljahres wurden die Spieler an den Zuschauereinnahmen beteiligt. Leider folgte auf den Aufstieg in das Oberhaus des Fußballs der sofortige Wiederabstieg in die Zweitklassigkeit, aber die Lilienelf erwarb sich durch ihre Spielauftritte sehr viele Sympathien in der Liga.

Das Musical “Aus Tradition anders” war musikalisch, darstellerisch und bühnentechnisch sehr gelungen und der Funke der Begeisterung sprang aufs Publikum über, das aus traditionellen Theaterbesuchern und Lilienfans zusammengesetzt war. Liebe Ute, lieber Axel, vielen Dank für die Theatereinladung!

Erste Ausfahrt auf dem Rhein

Trotz leicht wechselhaften Wetters haben wir dem Dieburger Biergarten einen saisonersten Besuch abgestattet und ein typisch hessisches Kochkässchnitzel vertilgt. Dieser Biergarten, mit seinem einzigartigen alten Kastanienbestand, ist einer der schönsten in Darmstadt.

Unser kleines Motorboot schwimmt wieder im Gernsheimer Hafen und wir warten auf richtig warme Tage, damit Volker auf dem Fluss Wakeboarden kann oder wir in einem der schönen Altrheinarme baden gehen.

Im Platanenhain auf der Mathildenhöhe

Der Freitag stand ganz in m Zeichen von König Fußball, wir haben beim portugiesischen Restaurant um die Ecke das Spiel Portugal gegen Spanien auf der Terrasse angeschaut. Für ein Vorrundenspiel war das schon ein echter Kracher und beide Mannschaften spielten voller Elan – ein Sehgenuss. Gestern waren  wir mit Samy an dem Waldsee “Grube Prinz von Hessen” und haben anschließend mit Larissa und Johannes auf der Mathildenhöhe, den Lotusgrill angefeuert, die Ausblick in Rheinebene bis hin zu den Pfälzer Bergen genossen und den Sonnenuntergang bewundert.

Aus Frankreich haben wir noch keine Nachricht über den Fortgang der Reparaturen erhalten und wollen am Montag mal nachfassen…

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Samy lernt deutsch

Zumindest deutschhündisch. Das könnte man denken, wenn wir mit ihm über die angrenzende Mathildenhöhe spazieren. Wenn es langsam geht, schaffen wir 100 Meter in fünf Minuten mit ihm. Alle paar Meter bleibt Samy stehen, schnüffelt ewig lang an den Duftspuren seiner deutschen Hundekollegen und markiert anschließend dreibeinig stehend.Schnell mal einer kurzer Spaziergang ist mit ihm nicht drin, zu interessant scheint seine neue Umgebung zu duften. Ging jetzt ja auch schnell, in 18 Tagen ist unser Bordhund von den Kanaren über Spanien nach Frankreich gereist, um jetzt seinen ersten Tage in Darmstadt zu verleben. Aber wir haben den Eindruck, dass er mit der vielen Abwechslungen gut zurecht kommt und sich rundum mit uns wohl fühlt.
Nur der heutige Nachmittagsgang bei strömendem Gewitterregen, den hat er garnicht gemocht. Triefend nass, stand er wie ein Häufchen Elend in der Wohnung rum und schien heilfroh, dass wir ihn mit einem Frotteehandtuch halbwegs trocken gerubbelt haben.
Der Hexenkat liegt wohlbehalten in LGM und Outremer werkelt hoffentlich fleißig daran. Heute habe ich unser kleines Motorboot zur Durchsicht zu meinem Motorenspezialisten nach Frankenthal gebracht und wenn alles gut geht, können wir ab dem Wochenende auf dem Rhein rumflitzen. Zwei Jahre hat der Mercruiser Motor jetzt geruht, da will ich, dass ein Fachmann ein Auge auf den Motor nebst Aggregaten wirft, damit wir nicht unvorhergesehener Weise antriebslos auf dem Rhein herumtreiben. Nasser Hund bedeutet natürlich nasses Wetter und der Eine oder Andere versucht, uns für den Umschwung zum schlechteren Wetter verantwortlich zu machen. So nach dem Motto, “wo ihr seid, wird’s kühl”. Ja, wir haben auch vom sommerlichen Biergartenwetter geträumt und müssen uns wohl noch ein paar Tage bis dahin gedulden, aber nein, wir haben das schlechte Wetter nicht mitgebracht…
Zumindest nicht absichtlich!

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Dauerregen

Die Zone technique

und anhaltende Gewitter sind seit letzter Nacht das vorherrschende Wetterszenario in LGM. Da köchelt was in der südfranzösischen Wetterküche. Leider hatte die Capitania ihr gesamtes Schuhkontingent zeitgleich unterm Steuerrad geparkt. Jetzt muss sie mit ihren Crocs zum heutigen Friseurtermin radeln und ist davon nur mäßig begeistert.

Wir wurden gut von Outremer in der “Zone technique“, an unserem Liegeplatz für die nächsten Wochen empfangen, wo alle Arbeiten rund ums Schiff erledigt werden sollen. Olivier hatte extra die Hafenkamera im Auge, um uns beim Anlegen zu helfen, eine gute Tat bei dem ablandigen Wind.

Die neue Gunboat-Halle

Im Moment ist das Schiff in eine Werkstatt verwandelt, die Schiebetür zum Eignerrumpf ist ausgebaut, ebenso die Deckenverkleidungen, um eine Relingstütze neu einzudichten. Der Gelcoatspezialist hat sich ausgebreitet und beseitigt kleine Schönheitsmängel in der Außenhaut der Hexe. Gleichzeitig verbessern die Mitarbeiter von Atelier Bilbo die Abspannung unseres Cockpitzelts an einer Stelle  und ein gerissenes Haltegummi wird ausgetauscht. Für den späten Nachmittag haben sich die Rigger angekündigt, um das Vorstagsprofil zu kontrollieren, die Wanten ein bisschen zu spannen und eine Reffleine auszutauschen. Man ist spürbar bemüht um das Wohlergehen unseres Bootes.

Mittlerweile hat sich auch einiges rund um die  Gunboat-Katamaranproduktion in LGM getan, die schöne neue Produktionshalle ist fertig und die Baunummer eins  des 68-Fuss-Katamarans läuft vollumfänglich. Die Wasserung ist für Oktober geplant.

Samy am weißen Sandstrand

Samy genießt die Zeit, die wir mit ihm in den weitläufigen Parks  und am Strand von LGM verbringen und erfreut sich am restriktionsfreien Zugang in alle möglichen Kneipen. OK, ob er sich über letzteres freut, lassen wir mal dahingestellt sein, wir sind jedenfalls recht glücklich über den Umstand, dass er in jede Kneipe und jedes Restaurant darf. Die Fußball-WM steht vor der Tür und der eine oder andere Franzose frotzelt schon mal rum, wie lange wir unsere WM-Sommerpause planen müssen, oder ob wir relativ schnell wieder zurück zum Schiff kommen können. Mmmh, ich weiß ja nicht, wie lange das Sommermärchen für unsere französischen Freunde andauern wird, aber ein Match zwischen „Les Bleus“ und Jogis Jungs wäre schon nicht schlecht.

Übrigens, unser 1. Video von dem Törn Lanzarote nach Südfrankreich ist online, und hier zu besichtigen.

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Der vorläufig letzte…

…Blogbeitrag von unterwegs. Dunkel legt sich die Nacht über uns, Wolken bedecken den Himmel, nur vereinzelt sind Sterne zu sehen. Anders als in den südlicheren Gefilden der Kanaren wird es jede Nacht draußen richtig gehend feucht und das ganze Deck ist nass. Der Wind hat uns heute bis nach Rosas gepustet, ein sehr schöner Segeltag geht zu Ende und mit dem Einzug der Nacht geht der Wind schlafen. Cornelia hat gerade ihre abendliche Amateurfunkrunde beendet, und hatte Funkkontake nach Wien, zu einem Segler auf Rügen, und einem Amateutfunker aus Düsseldorf. Die abendliche Funkrunde wird von Michael aus Östereich moderiert und wenn er spricht, verstehen wir ihn so gut, als wenn er neben uns stehen würde. Er muss eine sehr starke Amateurfunkanlage haben und kann seine Antenne ausrichten. Es ist schon erstaunlich, wie weit man mit unserer kleinen Sende- und Empfangsanlage kommt. Wir sind sehr froh, dass es diese Funkrunden gibt. Es vermittelt uns ein gutes Gefühl, dass wir auch mitten auf dem Meer, fernab von jeder Küste, mit Landfunkstellen kommunizieren können und auch bei einem möglichen Notfall jemand erreichbar ist.
Wir sind jetzt am Anfang unserer vorerst letzten Nacht auf See und irgendwie macht sich ein bisschen Wehmut breit. Seit wir von Lanzarote weg sind, waren das Meer und die Wettergötter gut zu uns. Es gab keine Kämpfe gegen die Unbillen der Natur, nur ein paar Gefechte gegen die Tücken der Technik. Fast 1300 Seemeilen liegen seit den Kanaren jetzt in unserem Kielwasser, knapp 6500 Seemeilen sind wir mit unsere Hexe seit März 2017 gesegelt. Noch wissen wir nicht, wann unsere Segelreise weiter geht, wir hoffen bald von Outremer zu erfahren, wie viel Zeit für die Garantiearbeiten am Schiff benötigt wird.
Im Moment fahren wir in eine dunkle Nacht hinein, der abnehmende Mond wird erst um 02:00 Uhr aufgehen, bis dahin müssen das Radar und das AIS unsere Augen sein. Und weil das mit dem Funken so viel Spaß emacht hat, stellt die Capitania diesen Bericht nicht über einen Handy-Hotspot, sondern über das Pactor-Modem via Airmail rein.

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