Grund zum Feiern

Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung

Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung

Mittlerweile haben nicht nur die Balearenkinder Schulferien, sondern weite Teile von (Nord-)Europa und das macht sich auch in der Balearen-Landeshauptstadt bemerkbar. Wo wir abends vor zwei Wochen noch durch leere beschauliche Altstadtgassen gebummelt sind, drängen sich nun dicht an dicht die Besuchermassen. Urlaubszeit –Touristenzeit. Über zwei Millionen Touristen pro Monat verbringen ihren Urlaub auf Mallorca in der Hauptferienzeit.

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Das schafft, wie man der Inselzeitung entnehmen darf, neben den gewünschten Einnahmen einige logistische und verkehrstechnische Schwierigkeiten. Die Zufahrten zu beliebten Buchten sind schon frühmorgens blockiert, teilweise werden dort aber zur Entlastung ab diesem Jahr Shuttlebusse eingesetzt. Wochentags staut sich der Verkehr in Palma mehr als er fließt und beim sehr beliebten Wochenmarkt in Sineu hätte man am besten ein Auto zum zusammenfalten, bei der Parkplatzsuche.

IMG_1235Ein paar Kritiker würden den Besucherandrang auf der Ferieninsel am liebsten limitieren. Probleme bereiten wohl die Wasserver- und die Müllentsorgung bei so vielen Menschenmassen. Andererseits freut man sich über die sprudelnden Einnahmequellen und auch in diesem Jahr soll die Gesamttouristenanzahl die vorjährige übertreffen. Was wohl auch unter anderem auf die schwierigen Situationen in Griechenland und in der Türkei zurückzuführen ist.

Oh Schreck, oh Schreck, gestern waren Cornelias Daten auf unserer externen Festplatte weg umd wir mussten zum Datenretten bei einem lokalen PC-Doktor vorbeischauen. Tony residiert im 7. Stock auf einer der beliebten Straßen, in einem Kämmerchen voller Technik, ist irgendwann mal aus den USA hierher gekommen und hier geblieben. Auffällig blass, sitzt er wahrscheinlich den ganzen Tag hier und kümmert sich um die Technik. Unsere Probleme konnte er jedenfalls innerhalb von 24 Stunden lösen, ein voller Erfolg!

Heute gibt es dann noch mehr Grund zum Freuen und feiern, die Capitania hat Geburtstag.

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Als Höhepunkt ihres heutigen Jubeltages geht es zum Klassik-Openair-Concert ins Schloss Belver. Das Symphonieorchester der Balearen spielt leichtverdauliche Klassik mit stimmlicher Sopranunterstützung. Hingegen das Viertelfinalspiel der deutschen Fußballnationalmannschaft muss deshalb ohne unser Zusehen stattfinden. Vielleicht kann ja mal jemand ‘ne Kurznachricht mit dem Spielstand schicken und uns so auf dem Laufenden halten, wäre nett 🙂

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Geänderter Lebensrhythmus

Lieber im Schatten warten

Lieber im Schatten warten

Tagsüber klettert die Quecksilbersäule regelmäßig über 33 Grad. So wie heute, ist es schon ab 11 Uhr mit über 30 Grad im Schatten im Cockpit, viel zu heiß. Am kühlsten ist es tagsüber unter Deck. Unsere Sonnenrollos verdunkeln die sonnenzugewandten Fenster und durch die Dachluken fächelt meist ein kühler Wind. Scheißtreibende Tätigkeiten werden während den heißesten Stunden des Tages tunlichst vermieden. Mit Nico war ich heute beispielsweise schon vor 7 Uhr unterwegs. Frühstück entfällt, meistens gibt es tagsüber Obst oder irgendeinen Snack. Wo wir früher schon mal gerne mittags etwas deftig-leckeres gekocht haben, bleibt jetzt die Küche regelmäßig kalt, weil es viel zu warm zum Essen ist. Und auch für die nächsten sieben Tage ist keine Abkühlung in Sicht, im Gegenteil. Die Temperaturen sollen tagsüber bis auf 36 Grad steigen. Wir wollen nicht klagen, nur unser Aktivitätsdrang, mit dem wir sonst gerne und häufig unterwegs sind, sinkt mit den steigenden Sommerwerten. Das richtige Leben findet abends statt

Am Hundestrand

Am Hundestrand

Dazu passend hat uns Nico gestern Abend nochmal auf Trab gebracht. Sein rechtes Auge tränte sehr stark und die Bindehaut war stark gerötet. Wir haben erst überlegt ob wir das mit unserer reichhaltig ausgestatteten Bordapotheke selbst behandeln können, oder ob wir uns auf den Weg zum Tierarzt machen sollen. Glücklicherweise haben wir uns für Letzteres entschieden, denn die Tierärztin fand einen kleinen Dorn im durch eitrige Tränenflüssigkeit verzottelten Fell, dicht unter dem rechten Auge. Der Übeltäter hatte nicht nur für die Augenrötung gesorgt, sondern, von uns unbemerkt, auch für eine kleine offene Wunde. Jetzt bekommt Nico drei mal täglich, unter entsprechendem Protest Augentropfen eingeträufelt und eine antibiotische Salbe auf die Wunde gestrichen. Kein Spaß für ihn und auch nicht für uns, diese notwendige Prozedur.

Auf den Balearen sind seit einer Woche Schulferien. Nicht wie in Deutschland üblich für 6 Wochen, sondern für volle 3 Monate. Das stellt wohl viele Eltern erstmal vor ein „Betreuungsproblem”, da der normale Arbeitnehmer in der Ferien-/ Hauptsaison keinen Urlaub nehmen kann. Angeblich gäbe es aber genug Feriencamps und Institutionen auf der Ferieninsel, die für ausreichende Betreuung von den lieben Kleinen sorgen. Olé

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Viel passiert

Zuviel Mädels?

Zuviele Mädels?

Nach dem missglückten Anlegemanöver stand am nächsten Morgen die Rettung in Form von Christoph auf der besagten Betonpier. Christoph ist der lokale Spezialist für alle Kunstoff-, Carbon- und sonstigen Kompositmaterialien an beschädigten Schiffen und auch für Neubauten. Gelernter Bootsbauer, von der Pike auf, war unser kleiner Gelcoatschaden für ihn nur eine Sache von wenigen Stunden.

Für mich waren es aber sehr lehrreiche Stunden, verbunden mit einer praxisnahen Einführung in die fachgerechte Beseitigung von Oberflächenschäden bei Kunststoffyachten. Jedenfalls haben wir jetzt ein Set mit Gelcoatmasse, Härter und Farbpigmenten zum Anmischen an Bord, in der Hoffnung, dass natürlich keine weiteren Schäden auftreten.

Vorgestern Abend, beim zweiten Exit der Engländer innerhalb weniger Tage, und dem glorreichen Spiel der Isländer, wurde Cornelias Handy geklaut. Einfach so, unterm Tisch. Wir hatten zur Straße hin gesessen, und die kleine Handtasche war unterm Tisch, nahe bei Nico. Trotzdem war jemand so dreist und hat die Tasche, von uns unbemerkt, geöffnet und das gute Stück entwendet. Cornelia war ziemlich sauer, da sie gerne mit dem Telefon über die verschiedenen Nachrichtendienste Kontakt zu unseren Freunden hält. Auch Rückfragen am nächsten Tag im Pub ließen das Handy nicht mehr auftauchen. Da das Gerät ausgeschaltet war, ließ es sich auch nicht orten, andererseits sind damit, Gott sei Dank auch die Missbrauchsmöglichkeiten beschränkt. Weg ist weg, Leben geht weiter…

IMG_1378Gestern hatten wir dann einen deutschen Tag. Mit einer Freundin aus dem Hafen ist die Capitania morgens zum deutschen Inselsupermarkt gefahren und hat nach Herzenslust eingekauft. Soßenpulver, Laugenbrezel, Senf, Müsli und Schwarzbrot fanden ihren Weg in den Einkaufstüte und später aufs Boot. Damit noch nicht genug, abends sind wir dann zu dritt nach Paguera gefahren und haben ganz ganz lecker badisch-deutsche Spezialitäten im “El Paradiso” verspeist. Cornelia hatte Maultaschen mit Pilzsauce, und ich eine schöne große Rinderroulade mit Rotkraut und Semmelknödeln auf dem Teller, unsere Freundin Spargel mit Kartoffeln und Butter pur.

IMG_1379Heute morgen hat es dann zum ersten Mal seit sechs Wochen für ein paar Stunden so richtig geregnet und mit 24 Grad war es angenehm kühl. Doch seit heute Mittag knallt wieder die Sonne vom Himmel und beim abendlichen Lotusgrillen um 21 Uhr waren es noch superwarme 28 Grad.

Wir haben die letzten Tage genutzt und einige anstehende Arbeiten an Bord ausgeführt, bzw. an Dienstleister vergeben Unser Großsegel ist wieder frisch repariert an Bord. Bedingt durch die vielen Vorwindkurse hat sich das Segel im oberen Bereich an den Wanten durchgescheuert und zwei Segellatten waren zudem gebrochen.

Der Motor hat frisches Öl, einen neuen Impeller und neue Filter erhalten und schnurrt wieder wie das berühmte Kätzchen unter der Niedergangstreppe. Der verbogene Ankerbeschlag wurde ausgebaut und irgendwo mit einer Metallpresse wieder in seine Ursprungsform zurückgebracht.

IMG_1366Mit anderen Worten, unsere Hexe ist in Topp-Kondition und die To-Do-Liste ein leeres Blatt, nur bestimmt nicht für lange. Es bietet sich halt auch an, in Palma allles Anstehende machen zu lassen. Wir kennen keinen anderen Hafen, in dem sich so viele Yachtdienstleister rund ums Boot und für alle möglichen Gewerke niedergelassen haben. Zudem gibt es allein im Umkreis von 500 Metern zu unserem Liegeplatz fünf Yachtzubehörhändler, mit allem, was das Seglerherz, bzw. das Boot benötigt. Für modebewusste Segler haben zudem alle bekannten Labels, wie Musto, Slam, Dubarry, Gaastra und andere Bekleidungsmarken, ihre Läden in der Nähe des Yachthafens.

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Bilder statt Worte

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Am letzten Regattatag des Superyacht Cup Palma haben wir die Kamera gezückt und die großen segelnden Schönheiten auf dem Wettkampfparcours aus nächster Nähe abgelichtet.

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Der Wind hat mitgespielt, bei 4-5 Windstärken, blauem Himmel und prallem Sonnenschein wurde es eine spannende Wettfahrt für die teilnehmenden Mannschaften und die auffällig wenigen Zuschauerboote.

Auch bei Profis geht mal was schief

Auch bei Profis geht mal was schief …

…geht mal was schief

Halse

Amwindkurs

Amwindkurs bei den schönsten der Schönen

 

 

Alle haben schöne Leichtwindsegel

Alle haben schöne Leichtwindsegel

 

Zum krönenden Abschluss ist dann noch ein Hubschrauber mit Fotografenteam um die  Megayachten gekreist.

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oh, oh

oh, oh

Nicht so krönend war unser anschließendes Anlegemanöver an unserem Liegeplatz im Hafen. Ein dicke Schramme mit abgeplatztem Gelcoat ziert leider nun unser Heck. Durch den starken Seitenwind ist unsere Hexe seitlich vertrieben, bevor die Mooringleine angebracht war und an der Betonpier geschabt. Ohhhhhhh, Ärger und Asche auf des Skippers Haupt!

 

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Am Ende muss alles wieder verstaut werden

Am Ende muss alles wieder verstaut werden

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Himmlische Ruhe

Good dog - bad dog

Good dog – bad dog

Nach einem angenehmen Spaziergang um acht Uhr morgens am Hundestrand und einem Tag im Schatten hatte ich für Nico und mich für den späten Nachmittag einen wahrhaft biblischen Ort ausgesucht: Galilea. Ich denke dabei sofort an das Weihnachtsoratorium, sehr unpassend zur jetzigen Jahreszeit, aber man muss sagen: Galilea ist nicht Galiläa, aber trotzdem etwas ganz Besonderes. Und es ist unglaublich ruhig dort, ab und zu bellt ein Hund.

Es gibt eine kleine Kirche, daneben eine Tapas-Kneipe, die, mit Balkon, sehr einladend aussieht, mir auch empfohlen wurde, wo aber leider keine Hunde erlaubt sind. Schade.

Blick von Galilea

Blick von Galilea

Der Reihe nach: Am Ende eines heißen Tages in Palma machen Nico und ich uns auf, und fahren mit unserem geliehenen Fiat Punto („so klein und schon Auto“) Richtung Nordosten, zu dem Ort mit dem biblischen Namen Galilea. Meine Osteopathin aus Barcelona hatte mir das empfohlen, sie war ganz verliebt darin. Durch das Weltkulturerbe „Selva Tramuntana“ führt uns der halbstündige Weg, immer nach oben. Auf halber Strecke machen wir Halt, damit Nico auch einen richtigen Spaziergang ohne Leine und mit Rennen haben kann. Ich habe an der Straße ein Schild gesehen, dass auf dem kleinen Weg keine Autos, Fahrräder oder sonstwas fahren dürfen. „Perfekt“, denke ich, aber die Sache hat einen Haken. Das ist ein Weg, um Mallorca sozusagen mit Höhenmetern zu erwandern, es geht steil bergan, Nico läuft voraus, und ich weiß nicht, wann er die nächste Straße kreuzen wird. Ich hechte hinterher, mal sehen, wer länger durchhält. Nach einer halben Stunde sind wir einig, wir gehen wieder runter, keine Ahnung, wohin dieser Weg weiter führt.

Im Restaurant: Fer Filmvorführautomat …

Im Restaurant: Der Filmvorführautomat gestern …

Zehn Minuten später erklärt das Navi, dass wir uns am Ziel befinden, ich parke den Wagen, und wir erkunden den Rest zu Fuß. Tatsächlich gibt es in Galilea kein Hotel, dafür eine Kirche, oben erwähnte zwei Kneipen  / Restaurants und viele hübsche Häuser, die fast alle als Ferienwohnungen vermietet werden, mit dem großartigen Blick bis zum Meer. Es herrscht eine wahrhaft himmlische Ruhe, man hört die Vögel singen, ab und an einen Hund bellen, aber sonst keine störenden Geräusche.

 … heute

…und  heute

Wir laufen eine gefühlt endlos lange Stunde die steilen Wege auf und ab, gönnen uns eine Pause mit einer „Caña“ und einem riesigen Eimer Wasser für den Hund auf dem Kirchplatz, ehe wir uns wieder in die Ebene bewegen. Hier ist heute Ausnahmezustand, morgen, Freitag, Johannistag, ist Feiertag auf den Balearen, in Santa Catalina, dem Viertel am Hafen, bebt die Erde.

Und am Ende des Tages gibt es ein Feuerwerk beim Yachtclub, ich vermute wegen der Super Yachts Regatta, gestern war auch eins, aber auf der anderen Seite von Palma…

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Am Hundestrand

Der Vollmond ist noch nicht schlafen gegangen

Der Vollmond ist noch nicht schlafen gegangen

Heute Morgen haben Nico und ich Volker zum Flughafen gebracht, schon um halb sieben waren wir dort, irgendwie gehen ganz viele Flieger so früh ab Palma. Volker ist auf dem „Kiss-and_Fly-Streifen“ aus dem Auto gehüpft, und Nico und ich heben den Hundestrand „Es Carnatge“ gesucht. Google hat uns irgendwie hingebracht, wir haben das Auto geparkt und sind über ein struppiges Gelände zum Meer gelaufen. Tatsächlich, da stehen Schilder, dass freilaufende liebe Hunde erlaubt sind, nicht so liebe dürfen auch freilaufen, müssen aber einen Maulkorb tragen, und ganz böse Hunde müssen an die Leine. Aber an den Strand dürfen sie alle.

fast windstill ist es in der Bucht von Palma

fast windstill ist es in der Bucht von Palma

Ich habe Nico mal ausnahmsweise als ganz lieben Hund eingestuft, er durfte eine ganze Stunde in der morgendlichen Kühle am sicher einen Kilometer langen, eher felsigen Strand mit kleinen Buchten rennen, schnuppern nach Herzenslust, mal ins Wasser gehen, um die qualmenden Füße abzukühlen, mit anderen Hunden spielen. Einen großen, (ob der so lieb war, obwohl er frei herumlief)-Hund haben wir auch getroffen, 5 Minuten gingen die beiden umeinander herum, der andere war mehr als doppelt so groß und nicht kastriert, aber schließlich haben sie sich – wahrscheinlich unter heimlichem Absingen schmutziger Lieder – voneinander verabschiedet.

Kunst an der Cala Gamba

Kunst an der Cala Gamba

Der Hundestrand liegt in unmittelbarerer Nähe des Flughafens, und so sind alle Frühstarter direkt über meinen Kopf hinweggeflogen, und ich dachte auch, die Condor-Maschine mit Volker gesehen zu haben, aber die ist wohl erst um halb neun gestartet, da saßen wir schon wieder im Auto. Doch Volker ist fast pünktlich in Frankfurt gelandet und kann so auch am Geburtstagskaffeekränzchen für Larissa teilnehmen. Das war schließlich das Ziel.

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Bellever – schöne Aussicht

Und das im doppelten Sinne, während in den letzten Wochen der Luftdruck mit 1000 bis 1005 Millibar relativ tief war für die Jahreszeit, ist in den letzten beiden Tagen ein signifikanter Luftdruckanstieg zu verzeichnen. Stolze 1020 Millibar zeigt unser chromglänzendes Barometer an. Alle Zeichen stehen auf Sommer, dauerhaft, endlich… Wenn wir, wie fast täglich, auf Wetteronline die 16-Tagesprognose anschauen, sehen wir nur noch Sonnensymbole, 14 Stunden Sonnenschein pro Tag und Tagestemperaturen, die bald die 30-Grad-Marke knacken werden. Sommer, Sonne, Sonnenschein und in der nächste Woche ist dazu passend offizieller Sommeranfang. Nicht der meteorologische, der war schon am ersten Juni.

Die letzten Stufen

Die letzten Stufen

Die andere schöne Aussicht hatten wir uns heute mühevoll erwandert, oder, anders gesagt, erstiegen. Hoch über der Südwestseite von Palma de Mallorca thront, von weither sichtbar, die Festung Bellver. Zahllose Treppenstufen führen zu dem 112 Meter hochgelegenen kreisrunden Bauwerk, das sowohl durch romanische und als auch gotische Bauelemente auffällt.

Hoch geht es von der Stadt aus entweder über die Straße, die auch von zahlreichen Ausflugsbussen genutzt wird, über einen umwegigen unbefestigten Weg oder über eine nicht endend erscheinende Treppe. Da Nico nicht mehr ganz so gut beim Treppensteigen ist, wir aber auf direktem Weg hochwollten, habe ich ihn kurzerhand fast den ganzen Weg hochgetragen.

Castell mit Wachturm

Castell mit Wachturm

Die Kapelle das Castell

Die Kapelle das Castell

Blick über Palma

Blick über Palma

Erstmal oben angekommen, war dafür der 360-Grad-Rundumblick umso schöner. Die im Osten ebenso hochhinausragende Kathedrale mit den umliegenden Altstadtgassen schien zum Greifen nah, der Blick nach Süden ging auf das ewig weite Meer und im Norden sind einige der 11 Gipfel des Tramuntana-Gebirges zu sehen. Und beim Blick nach unten sieht man fast zur Gänze die Inselhauptstadt Palma mit ihren fast 400.000 Einwohnern.

Nico ist völlig erschöpft von dem Ausflug

Nico ist völlig erschöpft von dem Ausflug

Ganz durstig und hungrig von soviel Aussicht und Treppen, machen wir auf dem Rückweg einen Stopp im Shamrock-Pub. Bei Salat, Hamburger und Pommes sind alle verbrauchten Kalorien gleich wieder zugeführt und frisch gestärkt geht es zurück zum Hafen.

Apropos Hafen, warum die uns ausgerechnet einen Liegeplatz zwischen zwei superlangen Megayachten gegeben haben, verstehen wir ehrlich gesagt nicht. Die Hexe wirkt dort zwischen den langen Segelschiffen wie ein kleines Beiboot, und unser Mast reicht bis zur ersten Saling der ungleich größeren Nachbarboote. Nur um mal die Abmessungen zu verdeutlichen: Das Boot “Open Season” direkt zu unserer Rechten ist 95 Fuß, also knapp 29 Meter lang und wirkt mit 6,40 Meter gigantisch breit. Links von uns liegt eine 70 Fuß lange Swan, die an zahlungskräftige Kunden vermietet wird.

Kaum zu sehen ist die Hexe neben ihren großen Schwestern

Kaum zu sehen ist die Hexe neben ihren großen Schwestern

Leider ist der Schwell der vorbeifahrenden Schiffe sehr unangenehm an diesem exponierten Platz und wir werden morgen beim Hafenbüro nachfragen, ob es nicht einen ruhigere Ecke für uns im Hafen gibt.

Für insgesamt 8 Tage werden wir in Palma bleiben. Ab Dienstag geht es mit dem Leihauto dann auch mal ins Landesinnere!

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Weibliche Engel

17. Juni 2016, Freitag, Baro 1010, sonnig, warm, Wind SSW um 5-6
Portocolom 09:45 – El Arenal 18:30, ca. 50 sm
Nachdem es ja leider gescheitert ist, in Cala Ratjada bei einem der zahlreichen Hotels meine Ausdrucke zu machen, die ich dringend nach Deutschland senden muss, sind wir gestern extra nach Portocolom gesegelt, hier muss es irgendeine Möglichkeit geben, 20 schlappe Seiten auszudrucken! Ich frage gleich nach der Ankunft bei den Marineros, sie empfehlen mir den Tabac-Laden, oder einen Schreibwarenladen, ihren eigenen Drucker wollen sie nicht bemühen, ich habe das Gefühl, sie wären hilflos überfordert, nicht, dass sie unfreundlich waren, aber…
Der Tabac macht erst um 17 Uhr wieder auf, zu dem Schreibwarenladen ist es ein weiter Weg, den gehe ich erst später, vor 16 Uhr macht der bestimmt auch nicht auf. Volker hat noch die Idee, dass ich der Marina die Daten per Mail schicken könnte, falls sie Angst vor meinem Stick haben. Ich gehe noch einmal dorthin, und jetzt sitzt ein Engel im Büro! Auf meine Frage lässt sie mich einfach an den Computer, ich kann meinen Stick anstecken und meine Seiten ausdrucken. Vor lauter Schreck braucheich einen Moment, bis ich mich im spanischen PC zurecht gefunden habe, aber dann klappt alles und ich laufe glücklich mit meinen Seiten zum Boot, nicht ohne meinem Engel (ja, die können auch weiblich sein!) vorher ein ordentliches Tringeld zugesteckt zu haben. Jetzt kommt nur noch die Herausforderung “Post”!
Früher habe ich mal gelernt, dass es in Indien nicht klug ist, nach dem Weg zu fragen, weil die Antwort immer lautet: “Go straight, next building”, angeblich, weil es unhöflich wäre zu sagen: “ich weiß es nicht”. Aber in Spanien scheint es auch nicht immer einfach. Nach meinen Erfahrungen mit dem anderen Links in Fornells hätte ich ja schon vorgewarnt sein müssen. Auf meiner Suche nach einer Post vertraue zunächst der Auskunt von Google Maps, laufe mit Nico am Ufer entlang, das Handy in der Hand, die freundliche Frauenstimme gibt Anweisungen: “im Kreisel die 2. Ausfahrt nehmen”, “jetzt rechts”, aber da, wo sie mich hinschickt, steht nicht Correos, Post, sondern Eissalon Venezia. Eis wollte ich jetzt aber nicht, sondern einen Brief aufgeben.
Ich frage im Supermarkt nach, ja, es gibt eine oficina de correos, aber die hat nur vormittags auf. Ja, wo die denn sei? Naja, am Eingang zum Hafen, ganz nach links. Ich mach mich darauf gefasst, am nächsten Morgen in aller Frühe einen weiten Spaziergang zu machen, finde aber im Internet keinen Hinweis auf diese Poststelle, sondern wieder nur auf die, die ein Eissalon ist. Das Hafenbüro hat zum Glück schon früh geöffnet. Der ein bisschen dröge Marinero kennt zwar keine Post in Portocolom, doch sein Kollege weiß Bescheid: “Die Treppe hoch, nach rechts und weiter”. Nach meinen letzten Erfahrungen bin ich misstrauisch, aber tatsächlich befindet sich 100 m weiter ein richtiges kleines Post Office, der ebenfalls weibliche Engel dort nimmt sich meines Anliegens professionell an. Halleluja!
Danach werden sofort die Leinen losgemacht, Volker hat die Wetterberichte gecheckt, wir wollen in eine der schönen Buchten für zwei Nächte zum Ankern. Der Plan war gut, allein, der Wind spielt nicht mit. Kaum haben wir den schützenden Hafen verlassen, frischt er auf auf über 20 Knoten, und rate mal, woher? Natürlich von vorne!
Dabei wollte Volker heute garnicht kreuzen, na so was! Aber genau das machen wir, zunächst motoren wir tatsächlich die vier Seemeilen bis zum nächsten Cap, aber dann kommen die Segel hoch, der Motor geht aus, und wir segeln und wenden und segeln und wenden…
Cabrera liegt vor uns, vielleicht können wir dorthin? Ich versuche, im Internet in Erfahrung zu bringen, ob man mit dem Hund dorthin darf, finde nichts, aber eine Telefonnummer, die zwar zunächst chronisch besetzt ist, aber schließlich bekomme ich die Auskunft, nein, ein Hund darf nicht dorthin, gemein! Also kreuzen wir weiter an der Küste entlang. Nach den entzückenden Calas im Südosten kommt jetzt eine längere, eher gerade Küstenlinie, mit wenigen bis gar keinen Besiedelungen, nur Wald und ein paar Felsen. Es sieht so einladend aus, aber bei so viel Wind kann mannicht ungeschützt ankern.
Und immer wieder dreht der Wind mit. Kaum haben wir ein Kap erreicht, danachändern wir den Kurs, aber der Wind dreht mitund wir kreuzen weiter, und wenden und wenden.
An der wunderschönen Playa es Trenc, wo wir vor Jahren schon mal vom Land aus waren, wollen wirankern, vielleicht nur für eine Stunde baden und Hund spazieren, aber leider steht dort noch so viel Welle drauf, und weiter hinten wird es zu flach, Kehrtwendung, weiter segeln. In der Bucht vor Estanyol machen wir noch einen Versuch, aber auch der scheitert kläglich. Ganz hinten ist das Wasser so blau, ein Hinweis auf sandigen Grund, aber der Katamaran, der gerade herausfährt, signalisiert: “dort wird es zu flach”. Wir versuchen es auf 10 Meter Wassertiefe, nur dass es da anscheinend nurFelsen gibt, kaum ist der Anker unten ruckelt er entsetzlich, es tut einen Schlag und der Ankerscheint nachzuschleifen. Schnell ziehen wir ihn wieder hoch, anscheinend sind wir heute wie der fliegende Holländer zu immerwährendem Segeln verdammt.
Natürlich dreht der Wind auch am nächsten Cap mit, weiter auf die Nase, und am letzten Cap, als wir dann einen Anliegerkurs haben, geht der Wind schlafen. Der Skipper beschwert sich, erst ist soviel Wind, dass wir reffen müssen, und jetzt kommt die Flaute. Ich glaube, er denkt über ein Motorboot nach 😉
Ich reserviere uns einen Liegeplatz in El Arenal, dann gehen wir eben auf den Ballermann!

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Alle glücklich

16. Juni 2016, Donnerstag, Baro 1000, leicht bewölkt, warm, Wind NW 4-5
Cala de s’Aguila 09:00 – Portocolom 12:30, 22,5 sm
Beinahe wären wir noch früher gestartet. Um 06:15 kam plötzlich der Wind, es ruckelt und zippelte an der Ankerkette, da konnte kein Mensch mehr schlafen. Volker fährt noch vor sieben mit dem Beiboot und dem Hund an Land, ich mache alles klar zum segeln, aber dann beschließen wir doch, noch ein bisschen zu warten, was mit dem Wind so wird.
Gestern Abend waren wir auch mit dem Beiboot unterwegs, sind zur Tauchschule gefahren am südlichen Teil der Bucht und dann Richtung Ort gelaufen. Schon beim Anleger kam eine freundliche Deutsche und wollte uns helfen, auf ser Straße nur deutsche, meist Familien mit kleinen Kindern, die die Zeit vor den großen Ferien ausnutzen, um hier günstiger Urlaub zu machen. Und dann im Ort Cala Ratjada: Renates Biergarten Grill bei Matthias, Schnitzel, klar, auch Tapas, und überall deutsches Fernsehen zur EM.
Wir entscheiden uns für Schnitzel bei Heidi, einem Schweizer Restaurant, ultralecker, schlendern dann zur Tauchschule mit angeschlossener Bar zurück, auch hier ist noch ciel los, aber es ist ja auch erst halb zehn. Bis zum Boot begleitet uns heute Abend Partymusik, so aus der Ferne klingt das ganz nett.
Um halb neun heute Morgen rufe ich in Portocolon an, um einen Liegeplatz zu reservieren, gestern habe ich zweimal die Reservierung stornieren müssen, weil wir es uns doch anders überlegt haben, aber heute Nacht gehen wir noch einmal in den Hafen. Wir müssen unser Wasser austauschen, das Wasser von Menorca scheint aus einer Entsalzungsanlage zu kommen, der Tee schmeckt scheußlich.
Nachdem wir aus unserer geschützten Bucht heraus gesegelt sind, empfängt uns ein ordentlicher Wind, wir segeln auf Halbwindkurs und befürchten schon, dass wir nach dem nächsten Cap kreuzen müssen. Am Cap Vernell gibt es dann Fallböen direkt neben Flauten, und danach raumt der Wind, sodass wir gemütlich die Küste entlang segeln. Hier wechseln sich idyllische Buchten an deren Hänge sich schön gelegene Häuser in die Landschaft einfügen, mit Hochhausbausünden ab.
10:30 der Wind ist ganz weg, der Motor muss mitschieben, der Skipper ist unglücklich.
19:45, der Wind ist wieder da, es ist ein Amwindkurs bei 8-10 Knoten Wind, der Skipper ist auch wieder zufrieden.
11:09 der Wind frischt auf, 12-14 Knoten, der Skipper ist glücklich.
11:30 der Wind nimmt weiter zu, wir müssen die Fock einreffen, der Skipper ist immer noch glücklich.
12:30 die Leinen sind fest in Portocolom, der Hund ist glücklich.

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Menorca rund

14. Juni 2016, Baro 1006, bedeckt, ca. 25 Grad, Wind NO um 4
Mahon 09:15 – Ciudadella
Entgegen den Plänen von gestern mittag beschließt der Skipper direkt nach dem Aufwachen, einen frühen Start in Richtung Ciutadella zu wagen. Zwar war das Angebot von Alberto verlockend, dass wir seinen Wagen haben können, um im Sipermarkt Eroski mal so richtig zu bunkern, aber der ordentliche Ostwind spricht eher für den Schlag nach Westen.
Als wir aus der Bucht herausfahren, treffen wir auch auf eine ordentliche Welle, aber mit halbem Wind macht die Hexe locker 7-8 Knoten Fahrt, sowas hatten wir ja schon lange nicht mehr!
Ab dem südöstlichsten Zipfel Menorcas, Punta Prima. mit der vorgelagerten Insel Illa de l’aire sind die Wellen weg und wir genießen eine entspannte Fahrt entlang der Südküste Menorcas. Diese ist, im Gegensatz zu dem kargen Norden, deutlich stärker besiedelt, immer wieder tauchen kleine Orte auf, die meisten scheinen Feriensiedlungen zu sein, fast alle sind hübsch, nur ganz selten stört ein Hotelklotz oder unschön gebaute Ferienhäuser das Bild.
12:30: Der Wind lässt ein bisschen nach und raumt immer weiter, wir segeln mit ausgebaumter Fock, müssen halsen, danach kommt auch Bulli, der Bullenstander wieder an die Arbeit und hält das Großsegel fest. Wir diskutieren die Taktik für die nächsten Tage, im Moment sieht die Planung so aus: Morgen nach Alcúdia, Freitag weiter nach Pollença oder Andratx, Samstag oder Sonntag nach Palma.
13:45 sind wir am Cap d’Artrutx, dem südwestlichsten Punkt Menorcas, nach einer Halse geht es mit halbem Wind auf die Zielgerade.
Als wir in den Hafen einlaufen, müssen wir doch tatsächlich feststellen, dass die Marina Club Nautico voll ist, jeder Platz belegt, der Segelclub Camargue ist mit einer ganzen Flotille da und besetzt alle Plätze. Na, so was! Wir fahren einfach weiter in die Cala hinein, um unser Glück beim Ports IB zu versuchen, eigelntlich nehmen die hier keine Boote über 12 Meter. Wir legen an einem Steg an, wo man eigentlich nicht anlegen darf, und ich versuche, mit Hund, mein Glück beim Marina Office. “Eslora (Länge), Señora?” “Oh, 12,40 m? Solo hasta 12 metros!” Naja, ich bitte schön, und sage, es ist nur für eine Nacht, und dann muss ich versprechen, dass wir morgen, auch wenn schlechtes Wetter ist, ablegen, und wir bekommen einen Platz am Steg 1 Platz 1!

15. Juni 2016, Mittwoch, Baro 1000, Sonne/Wolken-Mix, warm, Wind SSW um 4
Ciudadella 08:30 – Cala de s’Aguila 14:00
Wieder gibt es einen frühen Start. Die Wetterberichte sind – wie. Immer – uneinig, Lammarete zeigt Westwind 10-16 Knoten, windfinder und Passageweather Südwind um 10 Knoten, Wetteronline SSW 3 Beaufort. Anfänglich ist die See noch sehr ruppig, der Wind bläst mit frischen 15-17 Knoten aus Südsüdwest, nachdem das lange graue Wolkenband durchgezogen ist, lässt auch der Wind etwas nach und dreht weiter auf Süd, das ist angenehmer, und auch die Wellen sind viel netter.
10:00 Uhr es ist ziemlich diesig, von Mallorca ist noch keine Spur zu sehen, nicht einmal Cap Formentor, das wir auf dem Weg von Barcelona nach Ciutadella schon solange vorher sehen konnten, zeigt sich, und jetzt ist auch Menorca im Dunst verschwunden. Wir sind allein auf dem weiten Meer.
Nein, so allein auch wieder nicht, die Boote des Segelclubs Camargue, die uns gestern den Liegeplatz geklaut haben, sind auch schon gestartet. Zwei Boote – eine Regatta, drei haben wir schon eingeholt, das vierte ist auch gleich dran. Diesmal habe ich aber vorsichtshalber einen Platz in Alcúdia reserviert, nicht, dass die uns wieder die letzten Plötze wegschnappen.
In Fornells hat mich morgens ein Mann total verwirrt. Ich frage ihn nach einem Supermarkt: “Si, hay”, aber der sei jetzt noch geschlossen. Ich sage, ja, ich kann ja auch noch später hingehen, wo der denn zu finden sei. “Adelante”, geradeaus und dann nach links. Dabei macht er mit dem Arm eine deutliche Bewegung nach rechts. Ich wiederhole: “adelante” , zeige nach vorne und dann nach rechts, “si”, sagt er, “adelante et pues a la izquierda”, geradeaus und dann nach links. Und wieder unterstreicht er seine Worte mit einer Geradeaus-Bewegung seines Arms, und macht dann einen deutlichen Schlenker nach rechts. Das andere Links, eben.
11:00 Uhr die beiden Boote vom Segelclub, die noch vor uns liegen, motoren, diese französischen Betrüger, deshalb kann Volker sie nicht einholen, denn der Wind hat immer weiter nachgelassen. Vorhin habe ich neben den Segelkleidern auch noch die Schwimmwesten rausgeholt, jetzt tauschen wir die langen Hosen gegen kurze und einen Rock ein, und, hast Du jicht gesehen, wird ein neues Ziel festgelegt. Alcúdia muss warten, wir versuchen, zu der nordöstlichen Spitze, vorbei am Cap des Freu Richtung Cala Ratjada zu kommen. Mal sehen, wo wir landen werden.
Hinter dem Cap Des Freu lässt der Wind deutlich nach und es gibt noch jede Menge alte Welle, das ist vielleicht ein Geschaukel, das mögen wir nicht, wir biegen in die nächste Cala de s’Aguila ab und ankern über blauestem Wasser auf sandigem Grund. Und ich kann zum ersten Mal in diesem Jahr im Meer schwimmen, wie geil ist das!

Bilder müssen noch ein bisschen warten.

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