Wir liegen vor Porquerolles

Leider zu verfallen, um besichtigt zu werden, das Fort auf der Petite Langoustier

Leider zu verfallen, um besichtigt zu werden, das Fort auf der Petite Langoustier

seit drei Tagen vor Anker, und ich mache jetzt mal den Versuch, unsere direkte und die ferne Umgebung zu beschreiben. Fangen wir mal mit dem Leichteren an. Unter uns befindet sich gut fünf Meter tiefes, klares blaues Mittelmeerwasser, mit hellem Sand als Ankergrund. Von Osten über Süd bis hin nach Südwesten können wir die Insel Porquerolles erblicken. Direkt an deren Küste wechseln sich felsige Abschnitte mit sandigen Buchten ab. Daran folgend steigt das Inselinnere teilweise steil, teilweise sanft empor. Von außen betrachtet, erscheint die Insel sehr grün mit niedrig wachsenden Hartlaubbüschen und höher aufsteigendem Kiefernwald. Vereinzelt wachsen auch Eukalyptusbäume, typisch für die Côte d’Azur. Westlich von unserem Ankerplatz sehen wir fast nur Wasser, ein beinahe ungetrübter Blick über das Meer, wäre da nicht das kleine Inselchen Île du Petit Langoustier, mit seinem verfallenen Fort im Weg. Aber der Blick auf diese kleine Insel hat natürlich auch was.

Das alte Fort aus Richelieus Zeiten

Das alte Fort aus Richelieus Zeiten

Wenn wir dann unseren Blick nach Norden schweifen lassen. sehen wir das Festland mit der Halbinsel “Presqu’Île de Giens” und nachts die Lichter von Hyères. Nach Nordosten ist unsere gut geschützte Ankerbucht offen, die Sicht übers Meer sozusagen unverbaut. So sieht sie aus, unsere Umgebung. Wir haben 20 Metter Ankerkette gesteckt, der Anker hat sich komplett in den Sandgrund eingegraben, nur noch der Ankerschaft ist vom Boot aus sichtbar. Das ist gut zu wissen, wir können so auf die volle Haltekraft unseres Ankers vertrauen. So muss es sein.

knorrige Bäume an einer der schönsten Buchten von Porquerolles

knorrige Bäume an einer der schönsten Buchten von Porquerolles

Denn für ausgedehnte Landspaziergänge lassen wir unsere Hexe mutterseelenallein an ihrem Ankerplatz zurück und vertrauen auf den guten Halt des Ankers oder Grundeisens, wie Segler ihn gelegentlich auch nennen. Wenn es noch ein zutreffendes Synonym zur Beschreibung unserer Umgebung gibt, ist es das Wort “Ruhe”. Kein durch Autos, Maschinen oder sonstige Gräuschquellen erzeugter Lärm ist hörbar. Wir liegen wirklich ganz ruhig, nur manchmal hören wir, tagsüber, entfernte menschliche Stimmen vom Strand. Diese beinahe himmlische Ruhe gefällt uns sehr. Unsere beiden Solarpanele füllen am Tage unsere Batterien auf, es bleibt sogar genug Energie übrig, um die modernen Kommunikationsmittel wie IPad, Computer und Handy zu laden. Schöne neue Welt, diesmal nicht ironisch gemeint.

Volker taucht ab

Volker taucht ab

Gestern habe ich meine Tauchausrüstung ihrem Bestimmungszweck zugeführt und einen Tauchgang unter und an unserem Schiff gemacht. Den kleinen Muscheln, die fest mit unserem Rumpf, dem Kiel und dem Antrieb verwachsen waren, bin ich mit einer Spachtel und Eifer zu Leibe gerückt. Jetzt ist unser ganzes Unterwasserschiff wieder spiegelglatt und sauber, ergo das Schiff auch wieder schneller;-)

Sonnenuntergang vom Feinsten

Sonnenuntergang vom Feinsten

Abends haben wir den Sonnenuntergang hoch oben von einer Klippe aus bestaunt. Blutrot und flimmernd ging der geliebte Planet über einer Gebirgskette unter. Kurz danach erhellte der aufgehende Vollmond die Umgebung und unseren Rückweg zum Schiff.

Der Mond geht über der Bucht auf

Der Mond geht über der Bucht auf

 

 

Kurzes Fazit, ankern spart nicht nur die Hafengebühren, es ist auch inspirierend und erholsam zugleich, zumal in einer so schönen Umgebung. Porquerolles und Port Cros sind zwei sehr schöne und abwechslungsreiche Inseln direkt vor dem Festland, die es wirklich wert sind, besucht zu werden. Île Port Cros wird die nächste Insel, die wir ansteuern werden und ist nur einen Katzensprung von Porquerolles entfernt, aber erst in ein paar Tagen, wir haben es nicht eilig.

 

Der Ankerplatz vor dem Ort Porquerolles

Der Ankerplatz vor dem Ort Porquerolles

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