Die Jagd nach den Megabytes

Der kleine Zauber-Domino

Der kleine Zauber-Domino

Montag Abend haben wir in Ajaccio – leider erstmal vergeblich – versucht, eine französische Internetkarte für das IPad zu bekommen. Im Orange-Laden war man sehr freundlich und professionell, sie sagen, man muss es mit dem Gerät ausprobieren, weil manche IPads aus dem Ausland mit französischen Simkarten nicht zurecht kommen. Also läuft Volker zum Boot zurück, um das IPad zu holen, und ich gehe die große Einkaufsstraße weiter entlang, ohne einen Blick in die Boutiquen zu werfen, auf der Suche nach anderen Mobilfunkanbietern. Ich finde einen SFR-Laden, frage nach dem Preis, der ist ähnlich wie bei Orange, aber die Mädels scheinen mir von ihrem Job überfordert und nicht halb so professionell. Also probieren wir es bei Orange im arg frequentierten aber netten Servicebereich, doch das Pad will nicht mit der Karte ins Internet. Pech gehabt, wir fragen nach anderen Möglichkeiten, ja, die gibt es, aber da müssen wir uns wieder vorne bei den Verkäufern anstellen.

Unsere Geduld machte das aber nicht mehr mit, und so sind wir schnell in den – leeren – SFR-Laden gelaufen. Dort verstand man gar nicht, dass wir die Karte ausprobieren wollten, das würde auf jeden Fall klappen. Wir bestehen aber auf der Probe, und nach einigem Hin und Her mit dem Chef holt die eher zurückhaltend-freundliche Verkäuferin eine Simkarte, und siehe da, es klappt nicht. “Ja,” meint der Chef, “da muss man die APN-Einstellungen ändern!” O.k., wir stellen erstmal die Sprache des IPad auf Französisch ein, damit der Chef auch weiß, was er antippt, dann ändert er die APN-Einstellungen, aber es funktioniert trotzdem nicht. Ja, das könne zwei Stunden dauern, aber sie würden jetzt schließen. Wir lassen die nicht funktionerende Karte im Laden und vertagen das Ganze auf Morgen. Dann sollte es funktionieren.

Am Morgen geht die Jagd auf die Megabytes weiter. Diesmal mache ich mich alleine auf, versuche zuerst mein Glück bei Orange, da will ich es auch mit den APN-Einstellungen nochmal probieren. Außerdem liegt der Laden als erstes auf meinem Weg. Leider hat sich am Servicepoint schon eine Schlange gebildet, und es ist nur ein Techniker im Einsatz. Eine uralte Dame bekommt ihr Telefon neu eingestellt, das scheint nicht so einfach zu sein, der Techniker telefoniert wild in der Gegend rum. Außerdem warten noch zwei Männer vor mir, und einer stellt sich hinter mir an, ganz erschrocken über die Länge der Schlange. Dabei hat er nur ein Problem beim Übertragen eines Fotos von einem Handy auf das andere. Er fragt mich, ob ich was davon verstehe, ich empfehle ihm, das Bild zuerst auf einen Computer und dann auf das zweite Handy zu übertragen, falls die beiden Mobiltelefone nicht miteinander kommunizieren. Er ist glücklich und geht.

Nach gefühlten Stunden bin ich endlich dran, wir probieren es mit den APN-Einstellungen: wieder nix! Der Techniker empfiehlt, einen Domino zu kaufen, das ist eine Station, die mittels einer Telefonkarte ein Wlan-Netz aufbaut, in das bis zu zehn Geräte können. Das mache ich, da gibt es auch ein Sonderangebot, da bekommt man zwei Gigabyte dazu geschenkt, ich verlasse den Laden, und nach ein paar kleinen Anlaufschwierigkeiten funktioniert es auch tadellos an Bord. Freies Internet für freie Segler!

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