Knast statt Brett

Sieht ähnlich aus wie Fuchsien

Sieht ähnlich aus wie Fuchsien

Viel hilft viel – das war so das ungefähre Motto des gestrigen Abends. Dabei war einmal mehr das Wetter ausschlaggebend. Um es vorwegzunehmen, das hat aber auch gar nichts mit dem Segeln zu tun. Nein, wir wollten nur mal einen schönen Kneipenabend verbringen. Bereits gestern Mittag hatten wir einen Hinweis vor einer schönen Kneipe gesehen, dass abends Livemusik bei freiem Eintritt dargeboten werden soll. Aber vor der guten Mugge (Musikalisches Geschäft gegen Entgelt) kam erst mal der Regen und vereitelte unsere Pläne, denn durchgenässt im Pub anzukommen, das wollten wir nicht. Aber um 22 Uhr war der Weg frei, bzw. der Regen weg. Und als wir in der guten Kneipenstube ankamen, saßen Martina und Jens schon bei ein paar Getränken und waren guter Dinge. Wir gaben uns dann sichtlich Mühe, den Alkoholrückstand zu den beiden aufzuholen. War nicht einfach, ist uns aber gelungen. Und um halb elf fing dann Naomi an, der Star des Abends, bewaffnet abwechselnd mit Ukulele und Gitarre, ein abwechslungsreiches Repertoire zu spielen. Die Sängerin ist schon mehr als 12.000 Kilometer durch unser vereintes Europa gereist und durch zahlreiche Lokale getingelt. Ein Lied von den Beatles (… Sie liebt mich yeah yeah yeah… ), hat sie dann auch in unserer schönen Muttersprache vorgetragen. Und wer dann denkt, dass nach der Musik alle nach Hause gehen hier in Portugal, der irrt. Nach dem Folgemotto “jetzt geht die Party richtig los…” wurde es immer voller in der guten Stube und analog stieg auch die Stimmung und der Alkoholpegel. Eine Runde jagte die nächste und ein französischer Segler machte unsere Runde komplett. Und nicht zuletzt vereitelte mal wieder andauernder Platzregen eine rechtzeitige Heimkehr, das war aber wahrscheinlich nicht der Hauptgrund!

IMG_0885Heute morgen kam dann, was kommen musste, kein wirklich böses – aber ein sehr spätes Erwachen. Und dann hatten wir auch irgendwie Startschwierigkeiten und sind deshalb in das nahegelegene Fort gegangen statt an den entfernten Strand und auf das avisierte Wellensurfbrett.

 

 

Hier runter sind die Gefangenen mit Seilen geflüchtet

Hier runter sind die Gefangenen mit Seilen geflüchtet

Die Festungsanlage hier in Peniche wurde um 1500 als ein Wehrfort errichtet und diente später von 1900 bis 1973 als Gefängnis für politische Gefangene. Der Zellentrakt ist noch original erhalten, Fluchtversuche dokumentiert und der politische Wandel von Portugal ab 1973 hin zur Demokratie beschrieben. Man kann das sicher als sehr interessant und informativ beschreiben, aber die Atmosphäre, zumindest in dem Zellentrakt, ist auch beklemmend. Die Außenanlage wiederum bietet einen umwerfenden Blick über das Meer, den Hafen und die gesamte Stadt.

IMG_0909Und Kultur statt Brett war heute sicher die bessere Wahl – der Geist war willig, der Körper schwach… Ab nächster Woche soll es hier dann auch mit bis zu 30 Grad richtig warm werden und der Wind soll auch auf Nord umspringen. Das sind doch Top-Neuigkeiten, wir freuen uns auf schon darauf!

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