Langes Wochenende

Wenn man so aus dem deutschen Allltag draußen ist, vergisst man schon mal, dass dort ein langes Wochenende vor der Tür steht. Mir wurde erst nach einem deutlichen Hinweis von Larissa klar, dass am folgenden Montag Feitertag ist. Natürlich nicht so in Frankreich, die haben ihren großen Nationalfeiertag schon längst hinter sich. Seit dem 14 Juli. Trotzdem wird allabendlich in Antibes gefeiert, weniger von den Franzosen, mehr von den Engländern. Antibes ist “fest” in englischer Hand. Es gibt zahlreiche Pubs und alles ist auf das große Yachtbusiness ein- und ausgerichtet. Es gibt Trainigscenter für professionelle Crews für Superyachten, zahlreiche Zubehörhändler und alle Reparaturdienstleister, die man sich im Bootsgeschäft vorstellen kann.

img_1602Auch wir haben mal wieder einen Kunstofffachmann für zwei kleine Macken engagiert. Eine kam von einem blöden Anlegemanöver bei viel Wind, und die zweite Macke von einem fehlenden Gummifuss an unserer Badeleiter. Interessant für mich war, dass unserer französischer Spezialist (wieder ein „Gelcoat-Christoph” eine gänzliche andere Technik zur Schadensbeseitigung anwendete, als Christoph in Mallorca. Mit dem er jedoch lustiger Weise den Namen teilt.  Der hiesige Christoph spachtelte mit Polyester die beschädigten Stellen aus und sprühte dann ein Gelcoat auf, mit abschließender Politur. Christoph aus Mallorca nutzte eine Gelcoatspachtelmasse, die er mit Farbpigmenten dem Bootsgelcoat anpasst. Das Endresultat kann sich bei beiden sehen lassen.

Wie dem auch sei, wir haben, Dorothee und ihrem Auto sei Dank, unseren Getränkevorrat vor ein paar Tagen kräftig aufgestockt und bei Lidl unglaublich leckeren Champagner für kleines Geld gekauft, und soeben mit einer Flasche des sprudeldenden Rebensafts das Wochenende eingeläutet. Im Cockpit sitzend und über Gott und die Welt schnackend, lässt es sich gut aushalten. Die Gedanken schweifen in die Ferne, verharken sich im Hier und Jetzt, Pläne werden geschmiedet. Die Gedanken sind frei.

Über uns, nicht metamorphorisch gedacht, sondern real, ziehen dunkle Wolken auf, die einen Wetterumschwung ankündigen. Für morgen steht Regen auf dem Programm, und mit 22 Grad soll es deutlich kühler werden, leider. Der angekündigte Wind aus Südwest, mit dem wir eigentlich nach Korsika segeln wollten, fällt leider aus und soll genau von dort wehen.

Ein schönes Alternativprogramm wurde uns heute von Dorothee und Mohammed angeboten. Die beiden wollen uns erst zu einem schönen Ort ins Hinterland kutschieren und anschließend mit einem original marrokanischen Essen verwöhnen.

Da muss Korsika noch auf uns warten!

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.