Da nachmittags der Wind wieder auf Südwest drehen soll, verschieben wir die ganz ganz frühe Abfahrt auf morgen, legen heute nur früh ab, also kurz nach halb acht, und wollen die 24 sm bis Scheveningen segeln. Draußen empfängt uns ein schöner Wind und eine noch etwas ruppige See, aber jetzt haben wir auf jeden Fall noch eine Zeitlang den Strom mit uns.
Der Wind ist gut 12-14, in Böen bis 19 Knoten, es ist ein Anlieger, wir müssen also nicht kreuzen, und mit der Gezeitenströmung kommen wir so gut voran, dass wir schon mittags in Scheveningen wären, also segeln wir weiter, über die Maasmündung bei Hoek van Holland, wo immer sehr viel Schiffsverkehr ist, weil hier die großen Tanker und Frachtschiffe in den Hafen von Rotterdam fahren. Danach lbiegen wir Richtung Schelde ab und übernachten im Außenhafen vn Stellendam an der Haringvlietsluis.
Monat: August 2014
Bye bye, Ijsselmer!
Am Dienstag Abend wird es acht Uhr, bis wir fast alle Polster bezogen haben (Susanne sei Dank) und uns auf das Abendessen freuen können.
Direkt danach der Schreck: Der Kühlschrank tut es nicht mehr! Im Eisfach ist das Bier warm! Die erste Vermutung: Der Kompressor ist defekt. Aber wo sitzt der? Dann stellen wir fest, dass auch die Kühlschrankbeleuchtung nicht mehr funktioniert. Also muss es ein elektrisches Problem sein. Eine Sicherung? Wo könnte die sitzen? Gut, dass wir vor der Abreise alle Gebrauchsanweisungen sortiert und in ordentliche Ablagen gelegt haben. Hinter dem Kühlschrank soll die Elektrik sitzen. Aber wo ist, bei so engem Raum “hinter”? Volker findet es unter dem Herd und stellt fest, dass ein Kontakt korrodiert ist. Das ist jetzt nur noch eine Kleinigkeit und das kalte Bier (und das Hackfleisch) sind gerettet.
Mittwoch, 13. August, halb sonnig, halb bewölkt, Wind 4-5 Beaufort aus Südwest.
Nach dem Frühstück legen wir gleich ab, es sind doch 35 Seemeilen bis Ijmuiden, dort wollen wir sein, falls der Wind gpnstig ist, können wir sofort auf die Nordsee hinaus. Nach dem Paard van Marken, dem Leuchtturm auf der Halbinsel Marken, geht es hoch an den Wind, der mitnichten nachlässt. Wir kreuzen im Markermeer, und an der Schleuse lassen wir für lange Zeit das Ijsselmer hinter uns.
Das Kind, bzw. der Wind hat einen Namen

Jetzt wissen wir auch, welches Windsystem uns im Moment das Leben schwer macht. Es sind die Ausläufer des karibischen Hurrikans Bertha, die hier für stürmische Winde und langanhaltende Gewitter sorgt. Und die generelle Windrichtung soll sich auch in den nächsten Tagen nicht ändern. Deshalb verbringen wir nun den 3. Tag in Hoorn und hoffen auf Wetteränderung.
Aber in den letzten Tagen haben wir einiges getan, bzw. arbeiten noch hart daran. Gestern habe ich mit Jürgen und Leon ein neues Großfall eingezogen und das alte Fall zum Reserver-Spifall umfunktioniert und dazu den höhenfesten Jürgen in die Mastspitze gezogen.

Susanne und Cornelia nähen und schneidern schon seit 2 Tagen an unseren neuen Salonpolstern und sitzen mit der Nähmaschine bewaffnet im Clubhaus des WSVH. Herzlichen Dank an dieser Stelle, dass wir die “Rekenkamer” benutzen dürfen.
Wir haben aber auch schon einen ausführlichen Ausflug in die Altstadt unternommen und gestern in der gemütlichen Kneipe “Schippershuis” ein paar Getränke getrunken.
Morgen werden wir vorrausichtlich nach Amsterdam segeln, wenn der Wind wie versprochen nachlässt.
Und Tschüss
Gestern Abend haben wir noch einmal mit ein paar lieben Segelfreunden gefeiert (endlich wieder mal gefeiert!) und einiges an Fleisch und Wurst gegrillt (aber auch Salate!) und dann natürlich auch die eine oder andere Dose Bier geleert. Jürgen hat uns dabei musikalisch auf seiner Gitarre begleitet und dem Ganzen einen passenden Rahmen verliehen.Das Hundekörbchen muss auch mit
Nico hat ein Reisekörbchen bekommen und eine neue Hundeschwimmweste und ein Hundegeschirr, damit er gefahrlos an Bord auf langen Strecken mit uns Gassi gehen kann. Und sicherheitshalber hat er sich schon mal ins Auto gelegt, damit wir ihn auf keinen Fall vergessen können.
Hoffentlich haben wir nichts vergessen, Kleider und Zahnbürste sind gepackt, die Nähmaschine fährt auch mit, nur der Stoff, mit dem ich noch die Polster im Salon beziehen will, kommt direkt nach Holland, weil er versehentlich im Auslieferungslager der GLS in Hamburg liegen geblieben ist.
Ade Allee
So, das war der Blick zurück in die Siedlung. Gestern abend haben wir noch mit den Nachbarn zusammen gesessen und Abschied gefeiert. Und heute morgen waren auch schon einige früh wach, um uns noch eine gute Reise zu wünschen.
Der VW-Bus ist voll bepackt, hoffentlich passt das alles ins Boot!
Larissa und Johannes, ein Freund von ihr, sind auch dabei, sie bleiben zwei Tage bei uns, dann fahren sie den Bus wieder nach Hause. Das Wetter in Holland soll ganz schön sein, und wir hoffen jetzt auf freie Straßen. Und demnächst nur noch auf den richtigen Wind.
Krantermin
Nachdem der Regen in Holland es am Freitag nicht zugelassen hat, dass Larissa und Volker das Unterwasserschiff gemeinsam streichen, muss Volker am Montag noch in Workum bleiben. Zunächst sieht es so aus, als würde auch hier der Wettergott nicht mitspielen, aber dann klart es doch auf und er streicht bis zum späten Abend und am nächsten Tag noch einmal, damit die Hexe gerüstet ist für unsere Fahrt ins Mittelmeer.
Der Anstrich, den wir letztes Jahr gemacht haben, ist zwar noch gut, aber leider eher für Süßwasser als für Salzwasser geeignet, und schon gar nicht für das Mittelmeer.

