Begegnung mit “Je suis Charlie”

Wer kennt diesen Baum?

Wer kennt diesen Baum?

Gestern Morgen war es soweit, es hieß Abschied zu nehmen von unseren Freunden und von unseren Kindern. Die Skiwoche war zu Ende, die Zeit ist wieder mal dahingerauscht, gemeinsame schöne Stunden liegen hinter uns. Das Petit Chalet verschwindet schnell in unserem Rückspiegel, teils kahle, aber auch schneebedeckte Berge begleiten uns noch eine Weile. Auf einer mahezu leergefegten Autobahn fahren wir mit angeschaltetem Tempomat gemütlich Richtung Südfrankreich. Und dann, so plötzlich wie die Berge verschwinden, klettert das Thermometer nach oben und bleibt kurz vor Nimes bei traumhaften 19 Grad stehen. Nimes, die von Römern gegründete Stadt, mit ihren zahlreichen historischen römischen Ausgrabungsstätten und römischen Monumentalbauten ist unser heutiges Etappenziel. Cornelia hat im Vorfeld fleißig nach Hotels gesucht und für uns das alte und traditionsreiche Imperator Hotel zu einem sehr günstigen Preis gebucht. Ernest Hemingway, Ava Gardner und Jean Cocteau waren hier schon zu Gast und auch Jaques Chirac, der frühere französische Präsident hat schon im Imperator genächtigt.

Der Jugendstil-Aufzug ist ein echter Hingucker!

Der Jugendstil-Aufzug ist ein echter Hingucker!

Der Glanz früherer Zeiten ist in diesem Haus überall spürbar. Der Jugendstil-Aufzug mit seiner sichtbaren Mechanik und Technik ist für mich das Highlight. Cornelia war von dem weitläufigen Loungebereich mit riesigem Spiegel über dem großen Kamin und dem weitläufigen Garten sehr angetan. Leider nagt der Zahn der Zeit ebenso deutlich spürbar und sichtbar an Gebäude und Einrichtung.

 

 

Der Wasserturm in Montpellier

Der Wasserturm in Montpellier

Nimes selbst ist ebenfalls sehr prachtvoll mit seinen zahlreichen Prunkbauten, sehr gepflegten und weitläufigen Parks sowie drei herausragenden römischen Bauwerken.

Nur ein Eindruck aus dem Inneren des Gebäudes von Norman Foster

Nur ein Eindruck aus dem Inneren des Gebäudes von Norman Foster

Der Palais d’Art wurde von Lord Norman Foster entworfen, der auch das Commerzbank-Hochhaus in Frankfurt gezeichnet hat, und ist, ebenso wie dieses, lichtdurchflutet und ganz offen. Kulinarische Köstlichkeiten gibt es allerorts in der Innenstadt auf relativ engem Raum.
Da wir es nicht ganz so eilig haben, wollen wir noch eine weitere Nacht auf unserer Rückreise nach Spanien in Montepellier verbringen, das als die Perle des Languedoc schlechthin gilt. Da weite Teile der Innenstadt für den öffentlichen Verkehr schlecht zugänglich sind, und zudem ganze Straßenzüge wegen Pflasterarbeiten gesperrt sind, gestaltet sich die Anreise ähnlich schwierig wie ein Hindernissparcours. Kaum wähnten wir uns nahe beim Hotel, schon gab es wieder eine Umleitung. Unsere Dame vom Navi ist jedenfalls irgendwann total ausgestiegen und hat jegliche weitere Zusammenarbeit verweigert. Doch Ende gut, alles gut, wir sind im schön gelegenen Hotel angekommen.
Umso neugieriger waren wir auf die Sehenswürdigkeiten, wie den Triumphbogen, die Kathedrale, den Place de la Comédie, der als einer der größten Fußgängerzonen Europas gilt, die Gärten, der Aquaeduct und vieles mehr.
IMG_2268IMG_0080IMG_0059Aber was uns erstmal vielmehr gefesselt hat, war der heutige Marsch der Republik in Zusammenhang mit den Terroranschlägen in Paris. Hier in Montpellier waren über 70.000 Menschen zu dem Solidaritätsmarsch in der Innenstadt unterwegs, zum Teil ausgestattet mit Plakaten und “Je suis Charlie”. So viele Menschen liefen durch die Dtraßen, junge und alte, mit Kindern, mit Gehhilfen, mit Plakaten und Fahnen, und immer wieder fing irgendwo eine Gruppe an zu klatschen, und das Klatschen setzte sich über die ganze friedliche Menschenmenge fort. Beeindruckend!

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1 Antwort zu Begegnung mit “Je suis Charlie”

  1. Sabine sagt:

    Man kann’s auf dem Bild schlecht erkennen… sind es leicht eckige Fruchtstände? Wenn ja, könnte es ein Pfaffenhütchen sein.
    LG Sabine

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