Seit fünf Tagen ist die Capitania auf Familienurlaub in Deutschland, und ich bin allein an Bord. Ich habe sozusagen das Oberkommando über unseren Katamaran, der an seinem angestammten Liegeplatz im Hafen von Puerto Calero schwimmt. Sowohl das Dasein im Hafen als auch die Tage ohne Cornelia, fühlen sich ziemlich fremd an, obwohl ja beides in der Vergangenheit schon mal so gewesen ist.
Der frisch gestrichene Bugstauraum
Nach der langen Reisezeit sind wir nun auf gewisse Art angebunden, also das Schiff und ich, die unendliche (Sicht-) Weite des Atlantiks beschränkt sich nun auf den Ausblick über das Hafenbecken und dessen umgebende Hafenmauer, und die monatelange andauernde Zweisamkeit ist einer gewissen Leere gewichen. Doch es gibt glücklicherweise einige Projekte, die ich ohne Hilfe von Experten umsetzen kann. Als erstes ist der große Bugstauraum auf der Steuerbordseite dran, der einen neuen Oberflächenanstrich benötigt. Reinigen, schleifen, dann mit Verdünner reinigen, abkleben, was nicht gestrichen werden soll, das sind die Vorarbeiten, die gewohnheitsgemäß viel Zeit in Anspruch nehmen. Die speziell abgestimmte und angemischte Farbe ist dann schnell aufgebracht. Nach eineinhalb Arbeitstagen kann das Resultat sich wirklich sehen lassen.
Weitere kleine Arbeiten folgen: Die Segelpersenning wird an einigen Stellen ausgebessert, das ganze Boot einmal mit Bootsshampoo eingeseift und gründlich gespült. Die Bilge im Eignerbad wird an einigen Stellen gestrichen. Der Hydrogenerator wird zerlegt und der Schaft an einigen Stellen mit Sprühlack ausgebessert (den defekten Teil mit dem Elektromotor hat dankenswerter Weise der Gutachter von Pantaenius mit nach Deutschland genommen, um ihn schnellstmöglich zu Watt&Sea zu senden), die Rettungsinsel ist aus ihrem Stauraum rausgeholt, das Stauraumfach wird entsalzen und die inneren Edelstahlhalter entrostet. Kondenswasser wird aus beiden Kollisionsräumen entfernt und die Lüftungsdeckel bleiben jetzt im Hafen offen. Abends gönne ich mir dann eine atlantische Weitsicht und ein Bier im Upperdeck.
Wildlife an der Hafenmauer
Die Fernsicht ist für kanarische Verhältnisse zur Zeit aber auch wirklich hervorragend, der Passatwind ist im Ruhemodus und keine Sandkorn aus der Sahara in Sicht. Fuerteventura, die Nachbarinsel liegt zum Greifen nah und hebt sich bis weit zu ihren südlichen Ufern vom Horizont ab.
Mit dem Ersatz für unseren großen bunten Gennaker tun wir uns noch ein bisschen schwer. Die Angebote von den verschiedenen Segelmachern variieren nicht so sehr im Preis, sondern mehr im Tuchgewicht, das in der Einheit Unzen (Kurzform oz), angegeben wird. Die leichtesten Modelle werden mit einem 1,5 oz leichten Tuch (entspricht 42 Gramm Quadratmeter gefertigt und das schwerste Segeltuchangebot liegt bei 3,2 (entspricht 90 Gramm/Quadratmeter). Bei einer Gesamtfläche des Gennakers von ca. 210 Quadratmetern bedeutet das einen signifikanten Gewichtsunterschied, der entweder das Handling des Segels erschwert oder leichter macht, je nach Wahl. Die zusätzliche sonstige Ausstattung, die neben dem Tuch zum Segelgewicht dazukommt, wie das Antitorsionskabel, die Beschläge, die Verstärkungen im Segel und der Kompressionssack sind bei allen angebotenen Angeboten nahezu identisch
Jetzt müssen wir uns bald für einen Segelmacher entscheiden, da gilt wohl, wer die Wahl hat, hat die Qual.
Still und leise ist es, als wir mit der ersten Morgendämmerung auf unseren Liegeplatz in Puerto Calero zusteuern, um 6.47 waren wir an der Hafeneinfahrt, am Ende unserer großen atlantischen Reise. Mehr als 12.000 zurückgelegte Seemeilen liegen nun in unserem Kielwasser, wir sind angekommen, auf Lanzarote, dem Anfangs- und Endpunkt unserer atlantischen Reise.
Claudia filmte unsere Ankunft, großer Einsatz zur frühen Morgenstunde. Dann folgte, was kommen musste, eine verdiente Süßwasserdusche für den Kat, und am Nachmittag eine große Party an Bord.
Die Hexe ist geschmücktWir müssen die Kerzen auf dem Ankunftskuchen ausblasenChili con Carne vom Chef persönlich gekocht und serviert
Das ist nur ein kurzer Blogbeitrag, zur Ankunft, feiern und schreiben gehen nicht ohne Probleme miteinander einher.
Was für eine tolle Rückkehrfeier, sehr emotional für uns, trotz Schlafdefizits! Wir sind in Partystimmung. Das gekochte Chili con Carne kommt gut an, die Stimmung steigt, alle sind gut gelaunt.
Soviel haben wir in den zurückliegenden Monaten erlebt, so viel ist passiert. Nun sind wir wieder hier, die To-Do-Liste fürs Boot ist lang, und sie ist während der Rückreise immer länger geworden, nix Dramatisches. Aber trotzdem, er gibt viel zu tun, und wir sind sehr motiviert,
Nach einer wunderschönen Überfahrt mit 60 Meilen von Ponta Delgada nach Santa Maria, haben wir am Samstag Nachmittag im Hafen von Vila do Porto festgemacht, Lloyd, der freundliche Hafenmeister, erwartete uns schon am Steg, nachdem er kurz zuvor unseren „Königsplatz“ frei gemacht hatte. Vila do Porto ist ein paradiesischer kleiner Hafen, mehr als gut geschützt gegen Winde aus allen Richtungen, und durch die kurvige Einfahrt absolut schwellfrei. Nur Bagger, Laster und der Kran, die damit beschäftigt sind, den Deich noch weiter zu befestigen, störten am Tag die himmlische Ruhe ein bisschen. Aber das ist ja nur vorübergehend.
Abgesehen von dem herzlichen Empfang durch den Hafenmeister wurden wir auch von den Besatzungen der anderen Boote begrüßt, Belgier, Deutsche und Franzosen liegen am Steg, gleich kamen wir mit einigen ins Gespräch. Volker hilft den Nachbarn von der Balu, den Gennaker einzupacken, und bekommt dafür eine Einladung zum Drink für den folgenden Abend.
Blick auf die Marina
Ich gehe zum Hafenmeister für die Anmeldung, und zur GNR, der Guardia Nacional, zum Einklarieren, und werde auch hier super freundlich empfangen. Freund Bernd hatte Lloyd, den Hafenmeister, vorab informiert, dass wir gerne kommen würden, der hatte sofort im Internet recherchiert nach der Hexe, und war voll informiert, wusste unsere Maße, und bestätigte vorab, dass wir kommen können.
Es fühlt sich erstmal ganz komisch an, am Steg zu liegen, nicht ins Beiboot zu steigen, wenn wir an Land wollen, einfach mal so an Land auf und ab gehen zu können, den Müll wegzubringen etc. Auch der Weg zum und vom Restaurant am Abend ist natürlich einfacher, obwohl uns das Fahren mit dem Dinghy schon so zur Gewohnheit geworden war.
Christiane und Dieter von der Balu
Lloyd hatte mir eine Autovermietung genannt, Sunbeach rent a car, sehr zu empfehlen, professionell und mit Service, wir bekamen das Auto zur Marina geliefert und es wurde dort auch wieder abgeholt. Dort haben wir am Montag dann auch einen kleinen Mitsubishi geliehen, und mit den neuen Freunden, Christiane und Dieter von der Balu, eine Rundfahrt um die ganze Insel gemacht.
Glückliche Kühe auf grünen Weiden
Santa Maria ist eine kleine Insel. In nur einem Tag konnten wir sie umrunden und ein paar wunderschöne Ecken kennen lernen. Auf 97 Quadratkilometern leben ca. 5.500 wunderbar freundliche Menschen, und wahrscheinlich doppelt so viele Kühe und Schafe. Das Portugiesisch, das hier gesprochen wird, ist allerdings gewöhnungsbedürftig, die Vokale am Ende der Wörter werden eingespart, und alles miteinander verbunden, sodass ein Lied entsteht, kein Satz. Das ist wohl ähnlich, als würde man mit rudimentären Deutschkenntnissen plötzlich in Oberbayern landen oder auf den ostfriesischen Inseln. Glücklicherweise kann man es, mit Spanisch-Kenntnissen, ganz gut lesen.
Santa Maria ist als einzige der Azoreninseln keine Vulkaninsel, sondern aus Sedimentgestein entstanden. Deshalb blieb sie auch von Erdbeben verschont, die rundherum oft auftreten können. Sie hebt sich ständig an, und wird dabei immer größer.
Üppiges GrünPicknickplatzBlick in die Ferne
Wir sind zunächst von Vila do Porto aus zum südöstlichsten Ende der Insel gefahren, wo ein wunderschöner Leuchtturm steht. Fast glaubt man sich im Regenwald, so grün und üppig ist die Vegetation. Allerdings hängen auch dicke Wolken über den Wäldern, hier, im Südosten der Insel, werden die vom Nordost-Passat heran getragenen Wolken abgefangen und sie regnen sich ab. Es gibt zahlreiche „Miradores“, Aussichtspunkte, von denen man atemberaubende Blicke an die wilde Küste und die sanft hügelige Landschaft werfen kann.
Wir begannen unsere Besichtigungstour, abgesehen von den Stopps an den zahlreichen Miradores, mit einem Besuch des wunderschönen Leuchtturms an der Ponta do Castelo. Auf dem letzten Stück ist die Straße so eng, dass es keinen Gegenverkehr geben kann, man wartet geduldig, bis die Straße wieder frei ist. Glücklicherweise gibt es insgesamt nicht viel Autoverkehr auf der Insel.
von obenDie WalfischfabrikEin steiler Aufstieg
Eine Steintreppe mit vielen Stufen führte uns nach oben, und von dort aus konnten wir einen großartigen Blick übers Meer und auf die stillgelegte Walfabrik werfen. Dorthin hätten wir auch – über noch mehr Treppenstufen – hinunter steigen können, aber bei dem Gedanken an den anschließenden Aufstieg haben wir uns das geschenkt.
Auffällig sind die an der Ostküste besonders zahlreichen terrassierten Weinberge. Wie am Rhein oder an der Mosel sind kleine Terrassen in die Hänge geschlagen, auf denen die Weinstöcke wachsen. Es gibt leckeren Wein von der Insel, allerdings auch im gehobenen Preisniveau.
Weinberge
Außerdem ist es – sehr angenehm – auffällig, wie sauber und gepflegt die ganze Insel ist. Es liegt kein Müll herum, Straßen und Gehwege sind geputzt (außer wenn gerade eine Kuhherde durch läuft, s.u.), und an den Straßenrändern sind vielfach Blumenstöcke gepflanzt, die offensichtlich auch gepflegt werden. Überhaupt, die Blumen! Tatsächlich sind alle Straßen gesäumt in den prächtigsten Farben, weiße Hortensien, blaue Schmucklilien und allerlei andere Blüten in leuchtenden Farben sieht man im Vorbeifahren.
Phantasievoller Mülleimer
Weiter ging es zu der Bucht von Maia mit ihren wunderschönen Stränden, eigentlich hatte wir gedacht, dort am Wasser sitzend einen Kaffee trinken zu können, aber es waren alle Restaurants und Cafés geschlossen, die Saison hat noch nicht begonnen.
Wir fahren die ebenfalls nicht sehr breite Straße zurück, um uns Santo Espirito anzuschauen, dort steht eine schöne Kirche mit einem Friedhof direkt daneben. Die Särge oder Urnen liegen unter Marmorplatten und aufgestellte Steine geben Namen und Daten des Verstorbenen an.
Prächtige KircheDer Friedhof
In Santa Barbara finden wir eine kleine Café-Bar, in der die Männer ein Azorenbier „Especial“ trinken und die Mädels eher Koffein zu sich nehmen, in Form von Cola oder Galão, Latte Macchiato auf portugiesisch. Wir wollen gerade wieder aufbrechen, da kommt eine Herde Kühe mit Kälbchen durch die Straße getrabt, angetrieben von dem Hirten, der sie offensichtlich auf eine andere Weide bringen will. Wir müssen beim anschließenden Überqueren der Straße aufpassen, nicht in Kuhfladen zu treten.
Weiter geht es zur „Roten Wüste“, dem Barreiro da Faneca. Hier, das ist jetzt im Nordwesten der Insel, regnet es so wenig, dass der rote Lehmboden völlig ausgetrocknet ist, und man sich in der Wüste wähnt.
Noch ein kleiner Ausflug nach Anjos, zu der kleinen Kapelle Nossa Senhora dos Anjos, erbaut im 15. Jahrhundert, wahrscheinlich die älteste Kirche auf den Azoren. 168 Stufen führen hinauf zu der Mutter Gottes, einem schönen, innen ganz in weiß gehaltenen Kapellchen.
Weiter unten im Ort gibt es einen kleinen Hafen mit Naturschwimmbecken. Auch das schauen wir uns an.
Noch kein Sonnenuntergang
Ein letzter Stopp bei dem Restaurant BluesBar, von dem aus die schönsten Sonnenuntergänge zu beobachten sein sollen, leider hat es heute geschlossen. Wir ruhen uns nur ein bisschen auf dem Mäuerchen aus, und fahren dann zurück nach Vila do Porto.
Dort gibt es einen deutschen Bierbrauer, der mit einem cleveren System arbeitet, um das Bier ins Glas zu bringen, das nennt sich „Bottom Up“. Der Trick dabei ist, dass durch eine Öffnung unten im Glas das Bier hinein gedrückt wird, die Anlage schaltet aus, sowie die entsprechende Füllhöhe erreicht ist. Durch das Gewicht der Flüssigkeit wird die kleine runde Scheibe auf die Öffnung gepresst, schon kann serviert werden. Wenn die freundliche Bedienung einem neuen Gast das erste Glas bringt, warnt sie eindringlich, ja nicht den Finger unten in die Öffnung zu stecken. Volker will das natürlich gleich trotzdem probieren, aber das lässt die Kellnerin nicht zu. Sie holt ein leeres Glas, und Volker sieht es ein. Das wäre ja Biermissbrauch!
Natürlich gibt es in dem Restaurant „A Travessa“ auch deutsche Spezialitäten zum Essen, Brezeln eine Brotzeit, allerdings mit hiesigem Schinken und Salami, Spätzle und vieles mehr, nicht nur deutsches Essen. Müde und mit vollem Bauch trinken wir vier noch einen Absacker auf unserer Hexe. So ein schöner Tag!
Heute früh haben wir die Leinen los gemacht und sind jetzt auf dem Weg nach Lanzarote, 760 Seemeilen liegen vor uns. Den Bericht des ersten Tages auf See gibt es morgen.
Gestern haben wir, zum ersten Mal seit über drei Monaten, im Hafen fest gemacht. Wir waren das gar nicht mehr gewöhnt, Fender zu hängen, Leinen raus zu holen, in die Marina zu fahren. Nach 92 Seemeilen von Terceira aus haben wir um elf Uhr in der Marina Ponta Delgada angelegt. Da die Hafenbehörde von 12 – 14 Uhr in der Mittagspause war, haben wir uns, nach wieder einer Nacht auf See, für eine Mittagsruhe hingelegt, bis uns der Hafenmeister mit einem freundlichen Klopfen aufgeweckt hat. Wir hatten längsseits an einem langen Schwimmsteg angelegt, aber hier könnten wir leider nicht bleiben, sagte der freundliche Mann, ab morgen käme da ein großes Boot, das auch schon angekündigt sei. Aber wir sollen mal ins Marina Büro gehen, dort werde man einen Platz für uns finden. Und außerdem müssten wir einklarieren, das könne man neben dem Hafenbüro machen. Eigentlich komisch, denn wir kommen aus Frankreich und sind hier in Portugal, also beides Europa. Aber dazwischen liegt natürlich auch ein großer Ozean.
So schön liegt die Hexe hier am Steg
Gut, ich packe meine Papiere ein, Pässe, Bootsschein, Ausklarierung aus St. Martin, Versicherung für die Hexe, und mache mich auf den Weg. Das wird – leider – zu einer kleinen Odyssee. Der Hafenmeister hatte gesagt, es seien nur fünf Minuten, ich müsse nur durch den Tunnel gehen, die Treppe hoch und dann nach rechts.
Die Wände sind voller gemalter Bilder mit den Booten, die hier von fernen Ländern her kamen
Ich mache mich also auf, durch den Tunnel, aber wo ist jetzt die Treppe? Geradeaus geht es zu einem Freibad, nicht so gemütlich, auf dem heißen Beton zu liegen, aber das Wasser scheint in Ordnung zu sein, die Badeanstalt ist gut besucht. Da geht es nicht weiter, also gehe ich mal nach rechts, an der langen Pier sind viele Restaurants und Geschäfte, da werden, ganz am Ende, wohl Immigration und das Hafenbüro sein. Ich schlendere die Pier entlang, die Restaurants sind schwach besucht, die Läden eher gar nicht, aber am Ende ist nix mehr, keine Behörde, nix.
Auf dem Rückweg frage ich in mehreren Läden nach, wo denn die Imigração sei, aber keiner weiß was. Beim Tunnel zurück stehen zwei offiziell aussehende Burschen, die schicken mich hoch auf die große Straße, und dann nach links. Ich frage noch einmal nach: „Links oder rechts?“ Links, links wurde mir beteuert. Ich steige also die breite Freitreppe hinauf, dort oben wird gerade ein Zelt aufgebaut, die Leute laufen geschäftig mit irgendwelchen Eisenstangen und Planen herum, und ich wende mich auf der breiten Avenue nach links.
„Komisch“, denke ich, „wo soll denn hier Zoll und Hafenbüro sein, das sieht alles nach Bürohäusern und Banken aus.“ Ein Stück gehe ich die Straße entlang, aber dann kehre ich um, und versuche es in die andere Richtung. Bei einer Autovermietung frage ich noch einmal nach, die freundlichen Mädels haben auch keine Ahnung, aber ihr Kollege sagt plötzlich, ich solle noch ein Stück weiter gehen, dann gäbe es eine Treppe, die solle ich nach unten gehen, und dann nach rechts, dort ganz am Ende sei das Hafenbüro. Tatsächlich, nach all den Irrwegen stehe ich vor dem Hafenbüro, melde mich mit allen Formalitäten an, und eine halbe Stunde Bin ich auf dem Weg zurück zum Boot. Mission accomplished!
Courtesy Álvaro RP | Die Prozession während des Senhor Santo Cristo dos Milagres mit den geschmückten Straßen
In Ponta Delgada findet an diesem Wochenende ein großes Fest statt. Einheimische von den anderen Azoreninseln, Auswanderer aus Amerika, Brasilien, Kanada etc. kommen extra deswegen angereist. Die Stadt ist voll, und alle werden der Prozession am Sonntag folgen, oder von den Balkonen der Innenstadt aus zuschauen. Es ist zweifellos ein religiöses Fest, aber es erinnert ein bisschen an Rosenmontagszug in Mainz.
Die Sage schreibt, dass im 17. Jahrhundert, nahe eines Klosters im Süden der Insel, wahrscheinlich von einem havarierten Boot eine Kiste antrieb, in der sich eine Christusstatue mit Dornenkrone befand. Die Nonnen nahmen die Reliquie zu den Schätzen des Klosters auf. Am 11. April 1700 veranstalteten die Nonnen eine Prozession, um für das Ende des schweren Erdbebens zu beten. Während eines starken Erdstoßes fiel die Statue zu Boden, und von da an war das Erdbeben beendet. Seitdem wird an dem 5. Sonntag nach Ostern in Ponta Delgada dieses große Fest gefeiert.
Am Abend schlendern wir durch die sehr hübschen Straßen der Altstadt, genießen die Atmosphäre bei einem Glas auf der Gasse, bevor wir uns ein Restaurant suchen. Nun, das war nicht so einfach, denn klar, wenn die Stadt voll ist mit Touristen zu Ehren des Festes, dann sind natürlich alle Restaurants voll belegt. Glücklicherweise finden wir – kurz vor dem Aufgeben – ein kleines Restaurant mit Sushi und chinesischen Gerichten, all you can eat. Lecker.
Der Eingang zur Altstadt
Anschließend sind wir zum Boot zurück gegangen und fanden am Anfang der Marina eine große Ausstellungshalle mit allen möglichen Konsumartikeln vor. Auch Kunsthandwerk, Wein und Essen von den Azoreninseln wurde angeboten. Für nur einen Euro Eintrittsgeld schlenderten wir an den Ständen vorbei, probierten da ein bisschen Gebäck, dort einen süßen Honigrum in den verschiedensten Geschmacksrichtungen, und vieles andere. Ein bisschen Schmalzgebäck und vier Trüffelpralinen mussten wir einfach einkaufen und zum Boot mitnehmen. Dort hat Volker nicht mal mehr die eine Dose Bier ausgetrunken, die er sich aus dem Kühlschrank geholt hatte, ehe er auf dem Sofabett in einen seligen Schlaf fiel. Die Nacht auf dem Meer fordert ihren Tribut.
Donnerstag, 11. Mai 2023 Baro 1030, bedeckt, Nieselregen, Wind um 4, die See 1 -1,5 m
Hexe, Mann und Hase?
Gestern Abend haben wir einen schönen Spaziergang durch das noch ziemlich verschlafene Städtchen Praia Vitória gemacht. Man merkt sofort den portugiesischen Geist. Die Straßenfronten der Häuser sehen aus wie in Porto oder Sines, es gibt schöne kleine Plätze und ungefähr sechs Kirchen auf engem Gebiet.
mehr Gassen (mit Kirche)Kirche gelbkleinste Kirche
In der eigentlichen Innenstadt ist nichts los, einzelne Gestalten, gerne auch mit Hund, wandeln durch die Straßen. Die Läden sind alle geschlossen, in den Kneipen oder Restaurants, die allerdings auch mehr Fast-Food-mäßig aussehen, ist höchstens ein Tisch besetzt. Die eigentliche Saison auf den Azoren fängt wohl erst im Sommer an.
Der allererste Drink seit der Karibik
Glücklicherweise haben wir auf Anraten eines Australiers, der mit seinem Kat in der Marina liegt, eine Restaurantempfehlung bekommen für „O Pescador“. Volker hatte ein bisschen Bedenken, dass es dort nur Fisch geben würde, aber auf der draußen hängenden Speisekarte waren die verschiedensten Steaksorten aufgeführt. Wir wurden nicht enttäuscht! Der Service war großartig, das Essen eine Sensation, Oktopus für mich, Steak für Volker, beides außergewöhnlich lecker. Es gibt hervorragenden Wein vom ganzen Archipel. Hier wird tatsächlich auf allen Inseln Wein angebaut, wenn man mit dem Flugzeug anreist oder mit dem Boot, was auffällt, sind die Vulkankrater und die terrassierten Traubenfelder.
Die Hexe am Anker
Dass die Saison erst noch anfangen wird, ist uns auch von unserem Ankerplatz aufgefallen. Die wunderschönen langen Sandstrände werden in Ordnung gebracht, der Bagger schiebt Massen an Sand auf. den Strand und verteilt sie gleichmäßig „Praia“ heißt ja „Strand“ auf portugiesisch, wahrscheinlich ist die Stadt dafür berühmt, denn ansonsten gibt es bei vulkanischen Inseln höchstens mal schwarze Strände aus Lavasteinchen.
Die Azoren sind alle aus Vulkaneruptionen entstanden, Terceira zum Beispiel hat fünf Vulkankrater, bei den anderen habe ich es nicht gezählt. Und wie uns Freundin Inge-Lore von ihren früheren Reisen hierher beschrieb, gibt es auch immer noch Seebeben, ausgelöst durch Vulkanausbrüche unter Wasser. So sind die acht Inseln des Archipels entstanden.
Tja, und heute Nachmittag sind wir schon wieder Ankerauf gegangen, morgen früh wollen wir in Ponta Delgada sein, um einen Tag mit einem Leihauto die Insel zu erkunden und um unsere Vorräte aufzufüllen für die Überfahrt nach Lanzarote.
Warum wir es so eilig haben? Nun, bei der Ankunft auf Terceira hat Volker plötzlich festgestellt, dass unser Backbord Ruderblatt einen Schaden haben muss, denn statt der gewohnten Farbe schaute er auf glattes Weiß! Ein Teil des Ruderblattes ist weg! Noch können wir das Ruder normal gebrauchen, solange nicht mehr Teile sich verabschieden. Irgendwie müssen wir etwas getroffen haben, ein „UFO“, (ja das gibt es auch im Wasser, ein „Undefined Floating Object“), ein Stück Holz, einen Container oder sonst was, undefined halt. Deshalb sollen und wollen wir jetzt nach Lanzarote, weil dort der Schaden repariert werden kann. Es gibt einen Travellift, der breit genug ist, um die Hexe aus dem Wasser zu holen. Außerdem ist es viel einfacher, dort eventuell nötige Teile hin schicken zu lassen.
oh je!
Heute Abend, auf See, gibt es „Reste essen“ zum Abend, damit wir den Kühlschrank frei haben für die Einkäufe. Außerdem gehen wir sicher die nächsten beiden Abende an Land essen, ehe wir wieder allein auf weiter See sind.
Viel zu schnell gingen die wunderbaren Tage mit Larissa und Johannes vorbei, und ehe wir uns versahen, war es an der Zeit, die beiden zum Flughafen in den holländischen Inselteil zu bringen und zuzuschauen, wie sie im flughafentypischen Menschengewusel verschwanden.
Abschied ist jetzt keine Paradedisziplin von mir, obwohl ich es schon so oft exerziert habe.
Nachbau einer chinesischen Dhau, am Ankerplatz
Montags haben wir uns dann mal die Wetter- und Windsituation auf dem Atlantik zu Gemüte geführt. Viel Unterstützung erhielten und erhalten wir bei der Wetterplanung von unserem holländischen Freund Mattijs, der uns auf eine gute Wettersite aufmerksam gemacht hat, hier der Link für alle interessierten Segler:
Cornelia hat die Isobarenkarten für die folgenden acht Tage ausgedruckt und unsere Reiseroute darüber gelegt, das Gleiche haben wir mit den Windvektoren getan. Anschließend haben wir ein voraussichtliches Etmal von 170 gesegelten Seemeilen angenommen, nur um kurz darauf zu merken, dass wir keine Chance haben werden, das vorbeiziehende Tiefdruckgebiet auf 28 Grad Nord und 50 Grad West zu erreichen.
Törnplanung
1.000 Seemeilen in fünf Tagen schaffen wir unter Idealbedingungen, aber nicht bei einem Mix aus Amwindkurs und ausgebreitetem Flautengebiet, bedingt durch eine Hochdruckbrücke, zwischen den Azoren und Bermuda.
So wiederholt sich der Blick aufs Wetter Tag für Tag, bisher ist da aber keine Änderung der Wettersituation in Sicht. Wir sind abfahrtsklar, das Schiff ist abfahrtsklar, irgendwann wird es schon passen.
Cornelia und Wolfgang im Lagoonies
Nach fast einem Jahr, kreuzen sich auf Saint Martin wieder die Wege mit unserem Freund Wolfgang und das wird kräftig gefeiert. Mal im Lagoonies in der holländischen Lagune, wo sich viele Segler zum Abendessen und Live-Musik hören einfinden, ein anderes Mal im Le Plongeoir in Marigot, oder im Sint Maarten Yachtklub, dem Seglertreffpunkt bei der holländischen Brücke. Wolfgang und Segelfreund Ralf sind beide begeisterte Foilsurfer, egal ob mit Kite-, dem Wing- oder dem Surf-Foilboard.
Auf jeden Fall sprachen die beiden so voller Euphorie von dem Fliegen über dem Wasser, dass sich der Foilvirus auch Stück für Stück bei mir einnistete. Beide ermunterten mich, das Foilen einmal auszuprobieren und boten sich als versierte Instruktoren an. Der Plan ist es, es erstmal sitzend auf einem Foilsurfbrett, das von einem Dinghy gezogen wird, auszuprobieren. Es folgten einige klar strukturierte Erklärungen, denn der Foil verzeiht nur kleinste Fehler und reagiert schnell und sensitiv auf gewichtsmäßig falsch platzierte Körperteile. So reicht es schon beispielsweise, nur das linke Bein ein wenig anzuheben und schon geht das Foilbrett in eine Linkskurve. Ralph macht alle Übungen für mich auf dem Foilbrett vor und dann ist es schon im wahrsten Sinne des Wortes an der Zeit, ins nicht ganz so kalte Wasser der Lagune zu springen.
Der erste Absturz vom wackligen Board erfolgt kurz nach dem Aufstieg, doch beim zweiten Versuch klappte es schon, erst in Gleitfahrt und dann hebt sich das Brett aus dem Wasser und ich foile zum ersten Mal in meinem Leben. Es folgten natürlich noch ein paar stuntartige Abstürze, doch nach einer guten dreiviertel Stunde genieße ich das Schweben auf dem Board, das ich sofort mit dem berühmten fliegenden Teppich assoziiere.
Anschließend läuteten wir die nächsten Stufe ein, ich will, stehend auf dem Brett, foilen. Doch das ist schwerer als es aussieht und der Fortschritt ist ein wenig schleppend. Am Schluss, und da habe ich schon reichlich Salzwasser geschluckt, stehe ich doch ganz passabel auf dem Brett. Nach anderthalb Stunden war mein sportliches Soll erfüllt. Vielen Dank an euch beide für kompetente Erklären und fürs Fahren vom Dinghy. Cornelia wollte leider nicht mit zum Foiltermin, deshalb gibt es da auch keine Fotos.
Das Ganze schreit natürlich nach Wiederholung, so viel Spaß hat das gemacht. Wolfgang und Ralph sind sich einig, dass ich beim nächsten Mal das Kitefoilboard ausprobieren soll, ich bin gespannt, wie das wird.
Champagne Friday mit Freunden
Gestern hatten wir eine schöne und traditionelle Champagne-Friday-Feier bei uns an Bord, mit einer dänischen Familie mit zwei Kindern, einem holländischen Segelpaar mit Sohn, Ralph, Wolfgang und Lars waren auch mit von der Partie.
Heute früh war Seglerflohmarkt im holländischen Inselteil im Lagoonies. Da wir aber nach nix speziellem gesucht haben, blieb umso mehr Zeit, sich mit den ausstellenden und schauenden Seglern zu unterhalten, eine sehr gesellige Veranstaltung.
Wir hoffen weiter auf einen günstigen Wind, um zu den Azoren zu segeln, so richtig eilig haben wir es jedoch auch nicht, es ist ja noch früh im nordatlantischen Jahr.
Nach unserer etwas ruppigen Überfahrt nach Antigua blieben uns noch drei Tage Zeit auf der Insel, denn Volker und Bernd hatten für Dienstag einen Termin bei „meinem“ Zahnarzt in St. John bekommen, beide vor allem deswegen, damit sie nicht auf der längeren Überfahrt wegen eines Zahnes schreckliche Schmerzen haben. „Meinem“ Zahnarzt deswegen, weil Dr. Moursy mir bei unserem letzten Antigua-Aufenthalt einen Zahn gezogen hat, der wegen einer Entzündung schreckliche Schmerzen machte. Und es hat überhaupt nicht weh getan! Das war auch der Grund, dass Volker, der bei Zahnärzten ganz klein wird, seinen schmerzenden Zahn dort behandeln lassen wollte. Es ging auch alles gut, „er hat überhaupt nicht gebohrt“!
Wir nutzten die Zeit, Larissa und Johannes etwas von der Insel zu zeigen. Dazu liehen wir am Ostermontag Morgen ein Auto bei Titi Car, bei denen wir schon während unseres letzten Aufenthalts auf Antigua einen Wagen ausgeliehen hatten.
Und wir haben sooo ein Glück! Als wir zur Teufelsbrücke kamen, das ist eine der Hauptsehenswürdigkeiten von Antigua, eine natürlich entstandene Felsformation, die sich als Brücke zwischen zwei größeren Landflächen spannt. Durch den Nordost-Passat wurde der Sandstein immer weiter ausgewaschen, nur der obere Teil blieb bestehen. Durch viele Höhlen schießen bei stärkerem Wind und welligem Meer wilde Wasserfontänen nach oben, ein gigantisches Naturschauspiel, das wir bei unserem ersten Besuch ausgiebig bewundern konnten.
Diesmal haben wir uns bei der Anfahrt gefragt, warum so viele Autos hier parken, wir hatten Glück, überhaupt noch einen Parkplatz gefunden zu haben, mindestens einen Kilometer weit weg von dem Meer.
Schon beim Laufen sahen wir ganz viele Drachen am Himmel stehen, und als wir zu dem eigentlichen Ort kamen, waren es hunderte bunter Flieger, die mehr oder weniger hoch am Himmel standen. In bunten Farben und Formen, viele selbst gebaut, es gab unzählige Kinder, die stolz ihre Flieger führten, so ein schönes Schauspiel! Deshalb hier Bilder statt weiterer Worte:
Fliegende Drachen
Am Mittwoch sind wir früh losgefahren nach Barbuda, denn wir wollten am Nachmittag noch zu der Fregattvögeln. Hier ist die größte Kolonie in der westlichen Hemisphäre. Auf Vermittlung des Wirtes von Shak-A-Kai (siehe weiter unten) holte uns Francis mit dem Taxi ab, und fuhr mit uns über staubige Straßen in die Hauptstadt Codrington. Francis erzählte viel über die Insel, die ihm sehr am Herzen laiegt, war er doch von Antigua gekommen, um hier die Ruhe und Sicherheit zu genießen. „There is zero crime on Barbuda“, hier gibt es keinerlei kriminelle Aktivitäten. So konnten wir unseren eher zwiespältigen Eindruck unseres letzten Besuches immer weiter revidieren.
Francis setzte uns am Hafen ab, wo George schon wartete, ein über siebzigjähriger Fischer, der mit seinem Boot auch Touren für Besucher der Insel zu eben jener Fregattvögel-Kolonie anbietet. Und er ist ein großer Geschichten-Erzähler. Mit Stories aus seinem langen Leben und vielen interessanten Details von den Vögeln und ihren Nistplätzen hat er uns über anderthalb Stunden unterhalten.
Der ursprüngliche Nistplatz in den Mangroven der Lagune wurde vom Hurrikan zerstört, aber die Vögel kamen wieder und suchten sich einen neuen Platz in den dichten Mangroven. Obwohl die Menge durch den Hurrikan Irma in 2017 deutlich dezimiert wurde, sollen es jetzt wieder an die 20.000 Tiere sein, die hier brüten und ihre Jungen großziehen. George brachte uns bei, wie man Männchen von Weibchen unterscheidet, und wie die noch nicht erwachsenen Tiere aussehen. Die männlichen Tiere haben diese orangefarbenen Kehlsäcke, die sie zur Brutzeit beeindruckend aufblasen können, die Weibchen sind größer und schwerer und haben eine weiße Brust. Die juvenilen Vögel zeigen einen weißen Kopf und tiefdunkelblaue Augen, während die erwachsenen Tiere alle schwarze Augen und Köpfe haben.
Wir haben die Nester bewundert, den Vögeln beim Fliegen zugeschaut. Fregattvögel haben eine Spannweite von 177-240 cm, gut sichtbar ist auch der fächerartige Schwanz, und die unglaublich elegante Art, durch die Lüfte zu schweben. Von so einem Schweber hat Larissa einen kleinen „Glücksschiss“ auf den Kopf bekommen. Auch hier sprechen die Bilder:
Jungvogel im NestEin WeibchenGeorge und sein Ausflugsboot
Dann hat George uns zurück zum Hafen gefahren, dort wartete Francis wieder mit seinem Bus, und nach einem kurzen Besuch im hiesigen Supermarkt, wo Volker für alle Bier oder wahlweise alkoholfreie Getränke spendierte, fuhr Francis uns zurück zum Strand.
Für unser Abendessen hatte ich bei Enoch vom Shak-A-Kai, dem legendären Hummer-Griller am Strand, zweimal Hummer und zweimal Hühnchen bestellt. Im Shak-A-Kai sollten wir schon vor über einem Monat mit Freunden drei Geburtstage feiern. Die Feier wurde wegen zu starken Seegangs an der Anlegemöglichkeit am Strand abgesagt, aber diesmal war die See ruhiger und wir trauten uns. Nur der Weg dorthin ist mit einigen Riffen gepflastert, die bis kurz vor die Wasseroberfläche reichen, deshalb habe ich bei unserer Fahrt im Hellen einen Track erstellen lassen, sodass wir im Dunkeln wussten, welche Stellen zu meiden waren. Aber Volker hatte das natürlich schon in seinem Kopf abgespeichert.
Larissa und Johannes bei Shak-A-Kai
Nach einem kurzen Ausruhen an Bord ging es zum Strand zurück, dort ist es trotz flacheren Wellen immer noch ein Abenteuer, ohne nass zu werden aus dem Boot zu steigen, und eine ziemliche Anstrengung, es hoch auf den Strand zu ziehen, damit keine Wellen es wegtragen können.
Vorher: Auf dem Grill
Die Kartoffeln glänzten in der Alufolie, die Hummer lagen halbiert auf dem Grill, und die Hühnchenbeine bruzzelten ebenfalls. Den Sonnenuntergang beobachteten wir wieder mal vom Strand aus, (ich erspare mir – und unseren Lesern – hier das fünfhundertste Bild im weltweiten Netz).
Dann kamen auch noch Nicole und Pierre von der Outremer 45 Te Reva. Volker hatte das Boot, das sich auf Dominica von der Mooring los gerissen hatte und durch das Ankerfeld trieb, ja damals gerettet, und heute wieder rette er die beiden beim Anlanden vor dem Bad im Meer.
Am Tisch…danach
Und diese Hummer waren köstlich, köstlich, köstlich! Jeder bekam zwei Hummerhälften vom Grill, wir konnten schlemmen, bis unsere Bäuche rund waren. Larissa und Volker bekamen Hühnerbeine, die wohl auch sehr lecker waren, aber natürlich nicht so sensationell wie unser Hummerschlemmen!
Den ganzen Tag, 75 Meilen, mit dem Gennaker
Heute, am Donnerstag, sind wir auf dem Weg nach Saint Martin. Bei leichtem Seegang und vollem Großsegel steht der Gennaker, wir segeln fast vor dem Wind, die Hexe zieht uns beständig und ruhig nach St. Barth, wir sind alle glücklich und der Skipper zufrieden mit der Performance seines Bootes.
Am Mittwoch war es dem Skipper – mit dem Gedanken an die nächsten vier Tage vor Jolly Harbour – langweilig. Eine Lösung dieses schwerwiegenden Problems wäre es, wenn wir am nächsten Tag rund Antigua segeln würden. Zuerst 9 Meilen bei halbem Wind zu der nordwestlichsten Spitze der Insel, dann 10 Meilen kreuzen bis zur nordöstlichen Spitze. Von dort aus könnten wir – bei einem angenehmen Halb- bis Raumwindkurs – bis zur südöstlichen Ecke „brettern“, wie Volker es nennt. Schließlich ginge es – je nach Uhrzeit – direkt vor dem Wind entweder bis English Harbour oder wieder zurück nach Jolly Harbour.
Antigua ist auch rund
Aber Donnerstag Morgen um sechs Uhr, direkt nach dem Aufwachen, meinte Volker: „Wir könnten doch auch heute nach Barbuda segeln, und Samstag zurück nach Jolly Harbour?!“ Barbuda ist die zu Antigua gehörende kleine Insel im Norden. Klar, am Montag könnten wir dann in Antigua ausklarieren, und in die Bucht von Malendure auf Guadeloupe segeln. Dort werden wir, zusammen mit Bernd von der Hullu Poro, auf Segelfreund Rainer am Dienstag sowie auf Larissa und Johannes am Karfreitag warten.
„Also dann los!“ Der Skipper macht die Motoren an, das Großfall klar, unser improvisiertes Ankerlicht wird von der Lazy Jack-Aufhängung geholt, Zähneputzen kommt später. Zehn Minuten danach ist der Anker gelichtet, und wir fahren langsam aus der Bucht, in der ebenfalls einige Segler bereits an Deck sind.
„Guten Morgen“, unser Nachbar hat eine deutsche Flagge am Heck. „Goedemorgen“ grüßt Volker den Skipper des kleinen Bootes dahinter, ein Holländer. „Good Morning“ heißt es ein bisschen weiter draußen, dort ankern zwei englische Einrumpfer und ein amerikanischer Katamaran nahe beieinander. Kurz vor dem Segel setzen noch ein „Bonjour“ an den dort vor Anker liegenden französischen Kat. Spanische und italienische Boote haben wir an diesem Morgen nicht gesehen, sie sind aber durchaus vorhanden, ebenso wie zahlreiche Dänen, Norweger und Schweden. Noch viele andere Nationen werden durch die Flaggen am Heck der Boote repräsentiert. So international ist des Seglers Leben in der Karibik. Wir genießen es sehr.
Wir segelten unter Vollzeug mit einem Windeinfallswinkel von 90 Grad über die nordwestliche Inselspitze raus Richtung Barbuda, das schon am Horizont gut erkennbar ist. Im Osten zeigen dicke Wolken an, dass in ihnen sicher mehr Wind und vielleicht Regen, lauert, als die angenehmen 17 Knoten, die zuerst unsere Segel füllen. Tatsächlich frischt es auf bis über 25 Knoten Wind. Zuerst muss die Genua ein Stück gerefft werden, dann kommt wieder mal Reff 1 ins Großsegel. Nun kann Volker durch Ein- und Ausreffen der Genua die optimale Balance halten zwischen Komfort und Schnelligkeit.
Überhaupt Speed: Mit gerefftem Groß und verkleinerter Genua standen auf der Logge 14,7 Knoten! Beinahe 11 Knoten Durchschnitt für unsere gesamte Fahrt. Volkers Mundwinkel ziehen sich – trotz der frühen Stunde – ganz nach oben. Diese Fahrt wird in unsere Segelgeschichten einfließen.
Die 33 Meilen bis Barbuda vergingen schnell, sodass wir bei der Ankunft nach einer Katzenwäsche für die von den überkommenden Wellen versalzene Hexe, unser Frühstück einnehmen konnten.
Jetzt unser Eindruck von Barbuda: Auf meinen Wunsch sind wir nach Codrington gefahren, das ist die Hauptstadt der Insel, und der einzige Ort. Meistens gehen die Segler vor dem südwestlichen Strand mit rosa Sand vor Anker, dort befindet sich ein legendäres Restaurant, Shak a Kai, wo Enoch, kalte Drinks serviert, und die Hummer auf Bestellung frisch aus dem Meer holt. Wir haben uns das für unseren nächsten Besuch aufgehoben, weil ich mir unbedingt ein Bild von der Stadt machen wollte, in der fast alle der 3.000 Einwohner der Insel leben.
Das Shak a KaiWirt Enoch
Wir ankerten am südlichen Ende der Low Bay, nicht weit von der Einfahrt in die Lagune. Die Fahrt nach Codrington wurde zu einem wilden Ritt, die Wellen in der Lagune sind ganz schön ruppig, aber irgendwann waren wir am Steg angekommen. Ich hatte ja nichts wirklich Besonderes erwartet, aber was wir in dem kleinen Ort vorfanden, hat uns sehr schockiert. Wir liefen durch die Straßen, wo große verblichene Plakate hängen, dass Barbuda wieder aufgebaut und zu neuer Blüte gebracht werden soll. Das ist wohl nicht passiert. Die Häuser sehen immer noch aus, als sei der letzte Hurrikan, der die Insel getroffen hat, ein paar Monate her, nicht einige Jahre.
Die Kita
Es gibt einen kleinen Supermarkt, der ziemlich gut bestückt ist, denn er ist der größte auf der Insel. Es gibt eine Kita für Kinder von drei Monaten bis zu drei Jahren. Dort sieht es auch ganz ordentlich aus.
Und da ist eine Grundschule mit einer großen Wiese. Dass dort eine ganze Ziegen-Großfamilie seelenruhig die Blätter von den Sträuchern frisst, ist zwar für uns ungewohnt, aber durchaus in Ordnung. Nur dass dort ebenfalls große Mengen an Müll herum liegen, ist skandalös! Wie sollen die Kinder denn lernen, dass Abfälle, vor allem Plastik, nicht einfach so in die Gegend geworfen werden können! Überall finden wir Müll, am Straßenrand, auf großen Haufen, das ist wirklich sehr traurig. Trotzdem sind die Menschen dort so freundlich und hilfsbereit, sie müssten nur lernen, wo die Abfälle hin gehören.
Zerstörtes Haus am Strand
Auf der Rückfahrt aus der Lagune machten wir noch einen Abstecher ans nördliche Ende der Bucht. Auch dort sind ehemals schöne Häuser einfach so dem Verfall preisgegeben, und das auf einer Insel, die für viele Reisende ein Art Traumziel darstellt. Schade!
Nicht nur Darmstadt kann sich, wegen der wunderschönen Mathildenhöhe mit dem Titel Weltkulturerbe schmücken, sondern auch English Harbour auf Antigua mit dem Nelson’s Dockyard. Welcher Nelson gemeint ist, nach dem das Weltkulturerbe benannt wurde, ist wohl jedem klar. Horatio Nelson, der wohl bekannteste Admiral der englischen Navy.
Admiral Horatio Nelson
Im Jahre 1671 kamen die ersten Engländer in dem hurrikan-sicheren Hafen an, und errichteten nach und nach Festungsanlagen Wohneinrichtungen, Handwerkshäuser und Werften in English Harbour. Ab 1800 und während der folgenden Napoleonischen Kriege war English Harbour der Hauptstützpunkt von Admiral Nelson und der englischen Armada in der Karibik.
Nach dem Ende der napoleonischen Kriege sowie dem Frieden mit Spanien, verfiel der Militärstützpunkt in eine Art Dornröschenschlaf. Es gab verschiedene Pläne zur weiteren Verwendung für den Hafen, die dann aber nicht umgesetzt wurden.
Heute Museum und Veranstaltungsort – Munitionslager als Hotel – Von der Schmiede zur Segelmacher-Werkstatt
Erst ab 1950 fand sich ein illustrer Freundeskreis zusammen, der sich die Renovierung der historischen Gebäude und der Hafenanlage auf die Fahnen geschrieben hatte. Während der Renovierung wurden zudem archäologische Untersuchungen durchgeführt, die zahlreiche Artefakte wieder an die Oberfläche beförderten. Heute ist die gesamte Befestigungsanlage Museum und Yachthafen zugleich.
Die ehemalige Bäckerei wird bis zum heutigen Tag immer noch als solche betrieben
Wir haben NelsonsDockyard natürlich einen Besuch abgestattet und waren begeistert von dem, was wir zu sehen bekamen und wie heute die historischen Gebäude genutzt werden. Ein Besuch lohnt sich also!
Historische Gallionsfiguren
Und just ein Tag, bevor wir dort waren, kam auch eine junge Frau in der Marina mit ihrem Ruderboot an, die in 99 Tagen, allein und nonstopp, im Rahmen der Thalisker Atlantic Challenge, über den Atlantik gerudert ist. Respekt vor soviel Mut und Ausdauer! Das Team um die junge Heldin war gerade dabei, alle Gegenstände, die während der Überquerung in dem winzigen Ruderboot gestaut waren, auszuräumen. Trotz des knappen Platzes an Bord war alles, was man zum Leben und Überleben braucht, irgendwo verstaut: Überlebensanzug, Navigation und Kommunikation, Werkzeuge, Seenotsignalmittel, gefriergetrocknete Lebensmittel, etc.
Ausblick vom Yachtclub
Unsere Abende haben wir in der Regel im Clubhaus des Antigua Yachtclubs verbracht, der ein sehr schönes Restaurant mit großer Bar beherbergt und einen tollen Ausblick über die ganze Bucht bietet. Am letzten Wochenende führte der Yachtclub, bei reichlich Wind, eine Laser- und OptimistenRegatta mit reger Beteiligung durch. Da die Luvboje, sehr nah zu unserem Boot lag, konnten wir das Spektakel live verfolgen. Da wurden dann natürlich wieder Erinnerungen wach an meine Zeit als aktiver Regattasegler.
Gestern hat Cornelia einen Zahn gezogen bekommen, der ihr schon lange Probleme bereitet hatte und zudem vereitert war. Sie war mit dem Zahnarzt so zufrieden, dass wir den jetzt auch mal nennen werden.
268 Dentist heißt die Praxis in St. Johns von Dr. Moursy; hoffentlich bleiben alle Blogleser von Zahnproblemen verschont, aber wenn, ist es ja gut zu wissen, „hier werden Sie geholfen“.
Und wenn wir schon mal beim Nennen von Ärzten sind, machen wir gleich mal weiter, denn es gab auch ein kardiologisches Problem mit zu niedrigem Puls, und einer notwendigen medikamentösen Umstellung bei der Capitania. Die Ärztin, Dr. Meade, konnte ihr sehr professionell und schnell helfen. Ihre Praxis, das Hope & Grace Cardiac Center,.ist ebenfalls in St. John’s gelegen. Auch andere Segler haben uns nur positive Rückmeldungen, bei verschiedenen Wehwehchen, zur Behandlung auf Antigua gegeben. Das Gesundheitssystem scheint vorbildlich zu funktionieren.
Wie bei fast allen ehemaligen englischen Kolonien, fährt man auf Antigua auf der falschen ;-), sprich linken Straßenseite, und bei der ersten Ausfahrt mit dem Mietwagen muss man sich schon gut konzentrieren, um nicht auf der rechten Fahrbahn als Geisterfahrer zu enden. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase ist das dann aber kein Problem mehr, zumal, wenn das Steuer auf der rechten Seite ist.
Wir haben noch ein paar touristische Highlights abgeklappert. Die spektakulärste war zweifelsfrei die „Devils Bridge“, eine natürliche Steinbrücke über dem Abgrund, wo der Atlantik anbrandet und manchmal Wasserfontänen hoch spritzen.
Devil’s Bridge, wir haben uns nicht getraut, drüber zu laufen
Es bleibt noch anzumerken, dass die Versorgungslage auf Antigua sehr gut ist, alle Dinge für das tägliche Leben sind in Hafennähe verfügbar.
Da hab ich jetzt ziemlich viele, zum Teil unzusammenhängende Punkte in diesen Blogbeitrag reingepackt, aber manchmal ist es schwer, alle Eindrücke und Erlebnisse klar zu strukturieren. Wir versuchen jedoch gerne auch in den Beiträgen, neben schönen oder touristischen Punkten ein paar nützliche Hinweise für die Segler zu hinterlassen, falls auch sie hinkommen, wo wir schon waren.
Wir basteln uns so durch die ewig existierende und niemals endende To-Do-Liste, die man getrost auch als Seglers Los bezeichnen kann. Aber glücklicherweise sind es nur kleine kosmetische oder komfortverbessernde Interventionen, oder einfach eine Standardkontrolle, die anstehen. Zum Glück sind wir nun schon eine ganze Weile von größeren Reparaturen verschont geblieben.
Frisch lackiert
Nun mal ans Eingemachte: Die hintere Backskiste, die wir auch nur für lang lagernde Gegenstände wie Ersatzmaterialien für unseren geliebten Lotusgrill, oder eine zusätzliche, mobil einsetzbare Lenzpumpe benutzen, hat mehrere neue schneeweiße Anstriche erhalten und sieht jetzt wieder wie fabrikneu aus.
Die Holzstütze für den Gefrierkompressor
Der Halter, auf dem der Kompressor für den Tiefkühler steht, hatte stark vibriert und war dadurch sehr laut, weshalb wir seit Jahren den Tieffrierer fast nie benutzt haben. Die Lösung des Problems war relativ simpel, ich habe ein Holzbrett auf Maß zugeschnitten und mit der Halteplatte, als zusätzliche Stütze, verschraubt. Jetzt sind die lästigen Vibrationsgeräusche weg, der Gefrierkompressor arbeitet diskret, flüsterleise, vor sich hin und die Gefrierschrank ist jetzt auch gefüllt und permanent angeschaltet.
Dann haben wir noch die Füllstände der Motoren kontrolliert und ein bisschen Öl beim rechten Motor aufgefüllt, mehr gab es an dieser Stelle nicht zu tun.
So gab es in den ersten Tag viel zu feiern, einmal aus einem klar definiertem Anlass und die anderen Male, weil es sich einfach so ergeben hat.
Beide Jubilare, hübsch umrahmtParty!Viele Gäste-viele Dinghys
Der klar definierte Anlass waren die Geburtstage von Udo und Claus, letzterer mit frischen 88 Jahren, immer noch zuweilen mitsegelnd auf dem Boot von Sohn und Schwiegertochter. So lässt es sich gut alt werden, bei bester Gesundheit und einer allgemein guten Fitness. Jedenfalls haben 13 Menschen an Bord der Avatar von 15-24 Uhr ganz ordentlich gefeiert, getrunken und köstlich gegessen. Herbert, der in seinem früheren Leben Koch war, hat ein exzellentes Dreigänge-Menü gezaubert.
Party an Bord der Hexe
Am Folgetag waren viele Geburtstagsgäste zu einer Nachfeier bei uns an Bord, jetzt haben wir wieder neue Segelfreunde, mit denen sich bestimmt, früher oder später, unsere Kurse wieder kreuzen werden. Wir freuen uns schon jetzt auf Euch!
Jolly Harbour selbst ist ein künstlicher, lagunenartiger Hafen mit Kanälen und Ferien- oder Privatimmobilien am Ufer, er erinnerte mich sofort an Port Grimaud. Es gibt italienische, indische, kreolische und mexikanische Restaurants und natürlich auch einige Möglichkeiten, die Zeit der viel gepriesenen untergehenden karibischen Sonne, mit einem Cocktail in der Hand, gebührend zu begehen. Auch die Freunde der gepflegten Livemusik, kommen in Jolly Harbour, nicht zu kurz. Der Dinghysteg ist Luxus pur, es gibt eine niedrigere Holzstufe für den bequemen Ein- und Ausstieg, dazu ein Rohr zum Festhalten, das gleichzeitig als Anschließpunkt für Beiboote fungiert, besser geht es nicht. In dem sehr geschützten und Yachthafen mit moderten Preisen, gibt es auch Ärzte, Autovermietung, Immobilienmakler für diejenigen, die gleich für immer dort bleiben wollen, einen Budget Marine Zubehörhändler, Tankstelle für Boot und Straße, Yachtservice Betriebe und einen Travellift für Boote.
Ankerbucht vor Jolly Harbour
Gegenüber vom Steg ist ein gut ausgestatteter Supermarkt und dem gegenüber sind mehrere Markstände mit lokalem Ost, Gemüse und Eiern. Der weit gereiste Segler ist also rundum gut versorgt in Jolly Harbour.
Auf dem Weg zum Schnorcheln vor Jolly Harbour
Wir sind mit dem Taxi durchs Land in Richtung Saint Johns, der Inselhauptstadt, gefahren. Es gibt keine lokale Rum-Produktion mehr auf der Insel, dafür zahlreiche Ruinen von ehemaligen Zuckermühlen, die aus dem Zuckerrohr die zur Rum-Herstellung notwendige Melasse hergestellt haben. Fast das gesamte Obst und Gemüse, das man hier erstehen kann, wird lokal angebaut, was sich zum einem in günstigen Preisen niederschlägt und zum anderen viele Arbeitsplätze sichert. Nach acht Tagen nahe Jolly Harbour ankernd, sind wir nun in Falmouth angekommen und wollen von dort aus den berühmten English Harbour mit dem Nelson Dockyard, das ein Weltkulturerbe ist, besichtigen.