Der Hund – leichter Hoffnungsschimmer

Nachdem vor zwei Tagen eine akute Pankreatitis bei Samy diagnostiziert wurde, und sich sein Zustand permanent verschlechtert hat, sank auch unser Mut und unsere Zuversicht in den emotionalen Keller. Abends sind wir dann nochmals mit Samy zu Jane aufgebrochen, weil es uns unmöglich erschien, ihm die Antibiotikatabletten oral zu verabreichen, da er eh sofort alles Aufgenommene erbricht. Jane erklärte uns, wie wichtig die Antibiotikaspritzen seien, auch wenn im großen weiten Internet, bei akuter Pankreatitis, dazu andere Meinungen existieren.

Außerdem erzählte sie uns von ihren nächtlichen Nachforschungen zum Thema Pankreatitis, auf tiermedizinischen Fachseiten und einem Telefonat mit ihrer Tochter, einer Humanmedizinerin, weil ihr „der Fall Samy“ keine Ruhe gelassen hat. Aber auch ihre Kernaussage zu einer möglichen Genesung war verhalten pessimistisch. Das klare Credo war jedoch, dass jetzt erstmal Antibiotikum verabreicht und um das Leben von Samy gekämpft wird.

Dazu gehört auch, dass wir einmal morgens zu ihr kommen, es eine Infusion mit Flüssigkeit gab, jeweils abends um 18 Uhr Anitbiotikum- und Penizillinspritzen, und ich ihm zur Nacht hin eine Infusion mit Kochsalzlösung anlegen soll. Samy ist super tapfer und lässt die ganzen Prozeduren klaglos über sich ergehen, was für ein Hundeheld!

Gestern kamen Ralf und Inge-Lore wieder zu uns, um uns wie jeden Tag beizustehen und abzulenken, auch Ulrike kam mit Samys Hundefreundin Nelly vorbei, es ist schon erstaunlich, wie sensibel unsere Vierbeiner sind und merken, dass was nicht stimmt. Abends gesellten sich dann noch unsere neuen Segelfreunde Solvey und Achim von der Segelyacht Jojo dazu. Ständig wurde Samy gestreichelt, angesprochen und umtüddelt.  Dann gab es spätabends das berühmte Hoffnungslicht am Ende des dunklen Tunnels,  der Hund wurde etwas munterer und noch wichtiger, er spuckte die paar Schlucke Wasser, die er trinken durfte, nicht mehr direkt aus.

Bei dem anschließenden 200 Meter Spaziergang lief er zudem stabiler und weniger schwankend. Nachts schlief er fast durch, heute morgen ging ich um 6 Uhr mit ihm ’ne kleine Runde, Cornelia um 10 Uhr ebenfalls ein Stück spazieren, und Samy hat jeweils Urin abgesetzt. Wenn er jetzt was trinkt, bleibt es auch weitgehend drin.

Wir haben wieder Hoffnung geschöpft, dass der vierbeinige Kämpfer diese schwere Krankheit überstehen wird.

Wir danken nochmals für die liebevolle, zahlreiche und mutmachende Zuwendung unserer Leserschaft, egal ob per Mail, Telefon, Kommentar, WhatsApp, sowie für den Zuspruch hier vor Ort, herzlich Dank an euch alle!!!

Samy hat einen PC-Ventilator für die Kühlung dank Ralf und Inge-Lore

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1 Antwort zu Der Hund – leichter Hoffnungsschimmer

  1. ULRIKE ANNEKEN sagt:

    Dieser Beitrag lässt hoffen dass es Samy schafft. Meine Nelly war gestern sehr verunsichert, konnte es nicht glauben dass Samy nicht reagierte.
    Als dann 2 fremde Hunde ans Boot kamen war Nelly so furchtbar böse wie ich sie noch nie erlebt habe. Ich glaube sie wollte den kranken Samy beschützen, da er sich ja nicht wehren kann.

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