Es stinkt Teil 1 und 2

Ulrike empfängt uns mit Cava am Flughafen

Unsere Sommerpause in Darmstadt ist seit gestern beendet, und der Ferienflieger von Condor hat uns wohlbehalten zurück nach Lanzarote gebracht. Der Empfang, von unserer Freundin Ulrike am Flughafen in Arrecife war fulminant und sehr herzlich, wir wurden mit Willkommenschild und Sekt begrüßt. Auch Samy hatte seinen Spaß weil seine Hundefreundin Nelly mit von der Partie war. Vom Flughafen ging es zur Autovermietung ins Industriegebiet von Playa Honda und von dort aus zu unserer Hexe nach Puerto Calero.

Alles voller Sand…

Blitzblank und makellos geputzt von Pedro, dem besten Bootspfleger der Kanaren, lag unser Schiff schön vertäut, genau so, wie wir es verlassen hatten, in seiner Box, zwischen zwei Stegen. Nur im Hafen, direkt vor uns, hat sich einiges getan, dort ist ein temporärer Beachclub errichtet worden, für den extra über 300 Tonnen Sand angekarrt wurden, und am Wochenende soll basshaltige Technomusik sehr laut aus den Lautsprecherboxen bis tief in die Nacht dröhnen. Da sind wir natürlich nicht so von begeistert und segelnd wollen wir am Freitag die Flucht ergreifen und entweder vor Corralejo ankern oder in die Marina Rubicon flüchten.

Nun mal weiter im Text… Nach dem Ankommen an Bord schlug uns ein ziemlich schlechter Geruch aus dem Schiffsinneren entgegen, und wir rissen erst mal alle Luken und Fenster auf, um das Boot zu durchlüften. Aber auch abends im Bett trotz voller Durchlüftung roch es irgendwie unangenehm säuerlich und selbst die Bettwäsche hatte nichts vom werbemässigen Lenorduft.

Früh morgens fing ich gleich an, alle Bilgeabteile im Backbordrumpf zu kontrollieren, und statt Übelriechendem fand ich mal wieder ausgelaufenenes Glykol aus unserer Webasto Warmwasserheizung. Einige Minuten und Flüche später fand ich die Quelle der Undichtigkeitkeit, ein Entlüftungsventil war einmal mehr die undichte Stelle.

Ich arbeitete mich vom Heck zum Bug durch und in der Schiffsmitte kam mir beim öffnen der Bodenklappe ein übler Geruch entgegen. Der Übeltäter war schnell ausgemacht, eine Sahnetüte war in unserer Lebensmittelvorratsbox, warum auch immer, geplatzt, weitläufig ausgelaufen, die ausglaufene,Sahne hat dann, natürlich, im Laufe der letzten zwei Monate Schimmelkulturen angesetzt. Der Geruch erinnerte uns daran, wie es ist, wenn ein gerade gestilltes Baby, ein sogenanntes “feuchtes Bäuerchen” macht.

Der Rest des Tages ging mit weiteren Aufräumarbeiten schnell voran, abends sind wir dankbar und sehr gerne der Einladung von Ulrike zum Rouladenessen gefolgt und nach Arrecife gefahren. Ich hatte so einen Heißhunger, dass ich gleich zwei Rinderrouladen verdrückt habe.
Zurück an Bord habe ich das eingekaufte Hundefutter in der Backskiste im Cockpit verstauen wollen, und beim Offnen des Deckels kam mir auch von dort eine übler Geruch entgegen. Wir hatten schlicht und einfach ein paar Kilo Kartoffeln und Zwiebeln vor der Abfahrt darin vergessen und die hatten in der sommerlichen Hitze genug Zeit zu faulen. (Wir wolltem auch nur drei Wochen bleiben, nicht zehn Wochen, das hätten die Kartoffeln, denn die waren die Bösen, locker mitgemacht!)
Bilder zum Bei trag folgen morgen.

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