Fremdgegangen

Das Ankündigungsplakat

Ähnlich wie mit unserem Segelverein in Hoorn verhält es sich mit einigen südfranzösischen Segelsportvereinigungen. Ab dem frühen Herbst wird über den ganzen Winter hinweg bis hin zum Frühjahr um “Ruhm und Ehre” gesegelt. Wer die Winterserie gewinnen will, muss schon einiges an Aufwand leisten, die seglerische Messlatte hat sich in den letzten Jahren spürbar nach oben verschoben. Fast alle teilnehmenden Schiffe haben Laminatsegel, sind innen leergeräumt und die Crews trainieren schon im Sommer für die anstehenden Wintermonat.

Egal wo wir bisher herumgeschippert sind, im Vereinigten Königreich, in Belgien, Frankreich, Italien oder eben in den Niederlanden, zieht sich das wie ein goldener Faden bei den Segelvereinen durch. Sportlich und mit Können segeln reicht nicht mehr aus, auch das Material muss stimmen. Soviel vorab.

Eric et Nany, die stolzen Eigner der J-122

Ich hatte das große Glück, am letzten Sonntag bei unseren Freunden Eric und Nany an Bord ihrer J-122 als Crewmitglied aushelfen zu dürfen. Die erste Regatta der Winterserie, der sogenannte Lionscup, eine vom örtlichen Lionsclub unterstützte Regatta, stand auf dem Kalender.

Rund 30 Yachten fanden sich ein, gesegelt wurde eine Art “Up-and-Downwind-Kurs”. Einfacher ausgedrückt, eine Schleife, einmal gegen den Wind und dann zurück auf Vorwindkurs. Ich freue mich immer sehr, auf fremden Booten mit zu segeln und deren Potenzial zu erfahren.

Warten vor dem Start

Jeder, der J-Boote kennt, weiß, dass deren Stärke, durch die gemässigte Bauform, also einfallender Steven und nicht zu breit im hinteren Bereich, auf dem Amwindkurs liegt. Da zieht das Boot, wie mit einem Lineal geradeaus gezogen, seinen Kurs sehr hoch am Wind. Beim Segeln mit dem Wind kommt kein symmetrischer Spinnaker, sondern ein Code D zum Einsatz, der an einem langen ausziehbaren Bugrüssel gesetzt wird. Hier und da klemmte es noch ein bisschen bei den Manövern im Ablauf, doch mit der nötigen Ruhe und Gelassenheit hatten der Skipper und seine Frau, Boot und die (unerfahrene) Mannschaft gut im Griff.

Flaute …

Ein dritter Lauf kam wegen Windmangels leider nicht zustande, trotzdem war es super klasse, mal wieder auf einem kompetitiven Monohull zu segeln, das hat schon was.

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