In den Wellen

Die Hexe und die Alamea einsam in der Bucht

Am Dienstag haben wir uns für eine kurze Zeit von unserer Jacques-Cousteau-Bucht getrennt und sind nach Norden gefahren, um in Des Haies ausklarieren zu können. In dieser sehr gut geschützten Bucht war es uns viel zu voll, wir sind eine Bucht weiter gefahren, dorthin, wo auch die Alamea momentan ankert.

Hier sieht es aus wie Karibik aus dem Katalog: weißer endloser Sandstrand, dahinter Palmen und andere Bäume, zwischendrin kleine Sonnenschirme, die Beachbars versprechen.

Gemischtes Doppel auf dem Bord

Das einzige Problem beim Landgang ist die hohe Uferböschung, wodurch sich dort eine kräftige Welle aufbaut. Mit dem Außenborder muss man das garnicht erst probieren. Wir nehmen, jeweils zu zweit, das Stand-up-Bord, einer paddelt, der – oder vielmehr die – andere sitzt oder liegt vorne drauf. Auf dem Hinweg klappt das gut, ohne nass zu werden, nur die Landung in der Brandungswelle geht nicht ohne Abtauchen. Aber das Wasser ist ja warm.

Hüte aus Palmblättern

Handtuch und Bikini zum Wechseln sind in dem wasserdichten Seesack verstaut. Fritzi und Johannes erkunden auf ihrem Landgang die Gegend und genehmigen sich ein – überteuertes – Bier in einer der sehr netten Strandbars. Dafür braucht man dann schon ein Tuch zum Überziehen oder einen trockenen Badeanzug.

Kleine Bäume spenden Schatten

Wir zwei sind ein bisschen spät dran, hatten vorher auch noch lieben Besuch an Bord, sodass wir nach unserer nassen Landung nur ein bisschen am Strand entlang spazieren, und die jugendliche Crew der Alamea beim Schlappseil-Balancieren bewundern. Plötzlich entdecken wir hinter dem weißen Sandstrand einen kleinen Binnensee inmitten von Mangrovenwäldern, Volker trägt heldenhaft das Bord hierher, und wir machen einen kleinen Paddelausflug auf Süßwasser. Es sieht schön aus, und erscheint so friedlich nach dem sich eher ungestüm gebärdenden Meereswellen. Beim Aussteigen sehen wir sogar große Krebse, komisch, dass die sich hier in dem nicht salzigen Wasser wohlfühlen!

Karibik pur

Der Rückweg beginnt wieder abenteuerlich, die Wellen haben ja immer einen Rhythmus, auf drei ganz hohe folgen drei weniger wilde, und dann bauen sie sich wieder auf. Wir warten also auf die eher niedrigen Wellen, dann schiebt Volker das Brett ins Wasser, ich versuche mich so schnell wie möglich bäuchlings darauf festzukrallen, er steigt auf, und paddelt, was das Zeug hält, vom Strand weg. Das klappt erstaunlich gut, und tapfer gegen die Strömung ankämpfend bringt Volker uns sicher zurück zu der Hexe. Das Handtuch und die Wechselklamotten haben wir nicht gebraucht.

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