Meinungs-Verschiedenheit?

Ein Wind weht aus Süd und beide Motoren schieben uns aufs Meer hinaus. Bevor die Segel am 27 Meter hohen Carbonmast nach oben steigen, gibt es erst mal lecker Rührei mit dick Butter auf dem Baguette. Das hat schon beinahe Tradition, jedenfalls wenn wir spät ablegen. Die Hafeneinfahrt lag kurz nach halbelf hinter uns, Wind war Mangelware, dafür knurrte der Magen. Gestern fiel das Abendessen wegen Müdigkeit aus.

Nach dem ausführlichen Frühstück frischte der Südwind auf segelbare drei Beaufort auf. Erst mit Großsegel und Genua, dann als der Wind immer mehr raumte, ging der Code D nach oben. Nichts hält ewig, das trifft wieder einmal mehr für den  unbeständigen Mittelmeerwind zu. Der war nach zwei Stunden weg, dafür setzte ein kräftiger Herbstregen ein. Gut für die vertrocknete Mittelmeerfauna, nicht so nett für uns. Der Wind drehte mit dem Regengebiet auf West durch, frischte auf, Zeit zu reffen.

Mittlerweile gab es bei den verschiedenen Wetterdiensten eine Sturmwarnung für die kommende Nacht. Paardiskussion an Bord, weiterfahren oder nicht. Ich wollte das Schiff mal wieder richtig ausprobieren, heizen, wellensurfen. Die Capitania hatte auf pechschwarze Nacht mit Sturm und Regenschauern absolut keine Lust. Schade, denn der Wind soll auf günstige Nordrichtung drehen. Meistens sind wir uns einig, (nicht nur) was das Segeln angeht, diesmal nicht.

Cap d’Agde, wolkenverhangen

Jetzt liegen wir im regnerisch-grauen Cap d’Agde und können vor morgen früh 8 Uhr nicht weg, weil die Kasse im Hafenbüro schon geschlossen war und erst morgen wieder aufmacht. Die Bootspapiere jedoch, die haben sie der Capitania, – wie hier üblich – abgenommen, komplizierte Verwaltung.

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