Nach Madeira – Tag 1: On the sea again!

Sonntag, 27.06.2021, Baro 1016, leicht bewölkt und sonnig, Wind W um 4
A Coruna 10:45
Kurzentschlossen entscheidet der Skipper, dass wir schon heute losfahren, Richtung Porto Santo, der Wind scheint günstig zu sein, und außerdem fahren Rob und Abel von der Liberté heute auch los, also was sollen wir da noch in der Stadt?! Wir hatten eine sehr schöne Zeit hier in A Coruna, noch einen Tag mit Matthijs und den beiden von der Liberté, und gestern auch noch ein gemeinsames Abendessen mit Rob und Abel, denn wir mussten wir ja den großen Thunfisch verspeisen, und einen späten Ausflug in die Altstadt, den wir alle sehr genossen haben.
Der Wind schien günstig zu stehen für eine Fahrt nach Porto Santo, insgesamt nicht mehr als 22 Knoten, Nord bis Nordwest und eine Wellenhöhe von nicht mehr als zwei Metern. Die Wellenhöhe mag ja stimmen, aber der Wind kommt eher aus WSW, denn aus Nordwest. Also motoren wir halt erst einmal gegenan und warten auf die Versprechen des Wetterberichtes.
Ab 14 Uhr dreht der Wind tatsächlich ein bisschen. Zuerst haben wir um 13:00 Uhr ein Reff ins Großsegel gebunden, weil der vorliche Wind ordentlich aufgefrischt war, und ganz dunkle Wolken auf uns zukamen, dann kam ein ergiebiger Regenschauer, mit dem der Wind nachließ, jetzt – dreht der Wind, etwas weiter in die gute Richtung, wenn wir an der „Punta Pendurada“ mit der vorgelagerten Insel „Sisarga“ vorbei sein werden, können wir hoffentlich segeln. Die Liberté ist uns dicht auf den Fersen, am Anfang haben sie wohl versucht zu kreuzen, aber jetzt sieht es so aus, als ob sie motorsegeln so wie wir.
Um das Cap herum macht der Wind gerade, was er will, er dreht wieder voll auf die Nase, anstatt sich mal Richtung Nordwest einzupendeln. Glücklicherweise, zumindest für meine Stimmung, scheint inzwischen wieder die Sonne, hoffen wir mal, dass der Windeinfallswinkel demnächst auch für eine entspanntere Stimmung beim Skipper sorgt.
Auf Kanal 16 kommt eine „Gale warning“, die mich völlig aus dem Ruder bringt, natürlich habe ich keine Lust auf Windstärken bis 8 Beaufort! Und obwohl dieser Mensch jetzt ausnahmsweise mal langsamer spricht als die anderen am Mikrofon auf 16, verstehe ich nicht genau, wo das sein soll. Ich suche sofort in der Seekarte eine geschützte Bucht, in der wir dem Sturm entfliehen könnten. Volker sieht meine Besorgnis und da wir noch Netz auf den Handys haben, fragt er mal seine Segelfreunde, was denn die Windwarnungen im Netz so sagen für die spanische Westküste. Schließlich kann er mich überzeugen, dass da ein Sturmtief oberhalb von A Coruna in der Biscaya liegt, das heute am späteren Abend durchzieht, und nicht hier bei uns an der Küste. Schließlich finde ich es auch noch auf Windy und bei Windfinder, da sieht man schön, wie das Tief an Nordspanien vorbei Richtung Nordosten zieht.
Rob und Abel sind gut zehn Meilen hinter uns, leider verliert ihr Motor immer noch Öl an der Motorkupplung, und sie beschließen, eine Nacht in der Bucht von Malpica zu verbringen. Wir motorsegeln weiter, und hoffen, dass irgendwann der Wind nordwestlicher dreht und ein bisschen, nur einbisschen (!!!) zunimmt, dann können wir auch richtig segeln.
19:30 Uhr, der Wind hat gedreht! Nun weht er mit ca. 10 Knoten aus NW, das heißt Halbwind für uns, der Motor kann aus, und wir segeln! Und es bleibt auch noch um 20:45 Uhr so, nicht wir vorhin, als wir andauernd Genua ausrollen, Genua wegrollen gespielt haben. Nun sind es weiterhin zehn Knoten, mit einem Windeinfallswinkel von 100°-110°, das erfreut des Seglers Herz.
Zum Abendessen gibt es lecker Bratkartoffeln, mit Würstchen für den Skipper, mit dem Rest vom Ceviche für mich, beide sind zufrieden, und nun schauen wir mal, was die Nacht uns noch bringt.

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1 Antwort zu Nach Madeira – Tag 1: On the sea again!

  1. Rolf sagt:

    Hallo ihr beiden,
    sendet mir doch bitte mal die E Mail Adresse
    Die Volker mir gesendet hat funktioniert nicht

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