Nachtrag

Der erste Regenbogen

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Darum will ich mich nochmal an eine kurze Zusammenfassung unserer Atlantiküberquerung wagen und einen Ausblick geben, wie unsere Segelreise weitergehen soll. Zum besseren Überblick will ich das gerne in mehrere Bereiche aufteilen, die unser persönliches Empfinden, das Boot und den Atlantik umfassen sollen.

Unsere Betten im Salon

Uns persönlich haben die Tage auf See sehr gut gefallen, wir haben die Zweisamkeit sehr genossen. Auch der Wachrhythmus, die Arbeit mit dem Boot und der Einklang mit unserer atlantischen Umgebung waren sehr schöne Erfahrungen und wir sind sehr froh, dass wir endlich diesen seglerischen Schritt gewagt haben. Langweilig war es uns zu keinem Zeitpunkt. Wir sind aktiv gesegelt, das Einholen der Wetterberichte, Essen kochen, Blogschreiben, den Atlantik beobachten, ein paar Telefonate und Zeit zum Schlafen, all das lässt wirklich keine Langeweile aufkommen. Und der digitale Enthaltsamkeit, wegen fehlenden Internets, hatte keine Entzugserscheinungen zur Folge, weder bei mir noch bei Cornelia.

Kleine Reparatur unterwegs

Der Katamaran passt perfekt zu uns. Wir haben uns zu jedem Zeitpunkt der Reise sicher und geborgen an Bord unserer Hexe gefühlt. Auch wenn es manchmal, windbedingt, etwas ruppiger zur Sache ging.

Ein Bad im Atlantik bei Flaute

Durch die gelungene Anordnung sämtlicher Beschläge und Winschen  bei der Outremer sind die  großen Segelflächen gut zu zweit zu händeln.

Mit den  erreichten 7, 2 Knoten als durchschnittliche Reisegeschwindigkeit sind wir mehr als zufrieden. Der Topspeed des Bootes lag bei 18, 3 Knoten, die maximale Windgeschwindigkeit in einer Böe betrug 32 Knoten, die größte Wellenhöhe ca. 3 Meter

Guten-Morgen-Sonne

Wir  haben zweimal Delfine gesehen, den Buckel von einem Wal, sowie endlos viele fliegende Fische. Der Atlantik hat es gut mit uns gemeint. Wenn die Richtung der atlantischen Dünung und die Richtung der Windwelle übereinstimmen, ist dieser Ozean der perfekte Platz für Segelboote.

Allgemein:

Volker beim Kochen

Alles eingekaufte Obst und Gemüse war am letzten Segeltag aufgebraucht, wir haben 40 Dosen alkoholfreies und 3 Dosen normales Bier während der Überfahrt getrunken. Uns sind keine anderen Segelboote in Sichtweite auf der nördlichen Route begegnet. Wir haben zum ersten Mal in unserem Leben unsere Sternzeichen am Nachthimmel gesehen.

Bis April werden wir das karibische Meer erkunden und dann über die Bahamas nach Amerika weiter segeln.

Die wildesten Wolkenbilder:

und hier eine Auswahl der schönsten Sonnenuntergänge:

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3 Antworten zu Nachtrag

  1. Ulrike Anneken sagt:

    Eine wunderschöne Zusammenfassung der Atlantik Überquerung.
    Und jetzt viel Spaß in der Karibik. Liebe Grüße von Jule und Dirk
    Eure Uli mit Nelly

  2. Bernd sagt:

    Ahoi Ihr Lieben,
    mittlerweile wohl schon voll akklimatisiert und von Jetlag sowieso nichts zu spüren…
    Mit grossem Interesse habe ich Eure Überfahrt verfolgt (nicht nur über Intermar e.V.) und insbesondere jeden der Blogeinträge genossen. Toll geschrieben. „Windisch und wellisch“ betrachtet sicherlich ein bisschen auf und ab, was aber Eure Stimmung scheinbar zu keiner Zeit beeinträchtig hat. Super gemacht. Vielen Dank!
    Wünsche Euch eine tolle Zeit mit viel Steelbandgetöse und was sonst noch dazu gehört.
    Fair winds…
    Bernd

  3. Corinna Möller sagt:

    Hallo Ihr Lieben,
    schön, dass Ihr wohlbehalten in der Karibik angekommen seid!
    Die Bilder und Texte sprechen für sich.
    Ich wünsche Euch eine wunderbare Zeit in der Karibik!
    Liebe Grüße
    Corinna

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