Gewitter in LGM

Und das nicht nur heute Abend, als sich die Wolken hoch auftürmten und es eine Stunde lang ganz schön viel Süßwasser auf die Boote fiel. Glücklicherweise blieben Blitz und Donner in der Ferne, nach den Erfahrungen mit den Blitzschäden auf unserem Boot brauchen wir das so schnell nicht wieder. Am liebsten nie wieder.

Der Schwarzwassertank

Gewitter gab es heute Morgen auch bei Outremer, als nämlich um 10 Uhr noch immer niemand an Bord aufgetaucht war zum arbeiten, hat Volker dort für ein kleines Unwetter gesorgt. Das hatte dann aber auch seine Folgen: Malik vom Plumbing kam, um die Schwarzwassertankanzeigen zu richten, jemand von Volvo, um das Motorenproblem zu beheben, für Laurent hatten wir noch einen Kratzer und ein Loch im Gelcoat entdeckt, auch Régis, der Elektriker, hatte im Bad zu tun.

neue Luke

Die Luken sind abgeklebt

Matthieu musste zuerst die fälschlicherweise aus einer nicht zu unserem Boot gehörenden Charge eingebauten Fenster wieder aus-, und unsere alten Fenster vorübergehend wieder einbauen, um sich sodann dem Schleifen der Rumpffenster von innen zu widmen. Kurz, auf einmal war die Hexe voller Menschen, die sich um ihre Sorgen und Probleme kümmerten.

Dank Gretas Lineal kann ich auch gerade schneiden

Wir beide waren derweil auch nicht faul, Volker hat vom Dinghi aus das Unterwasserschiff zwischen den Rümpfen vom Bewuchs befreit: „Dein Boot ist ganz schön groß, wenn man es pflegen muss!“, sagt er zu mir, in so einem Fall ist es halt immer mein Boot. Ich habe derweil die Antirutschunterlagen für unseren Teppichboden zurecht geschnitten, jetzt liegt der auch fest auf dem Boden und niemand muss mehr mit dem Teppich ausgleiten. Gut, dass unser Patenkind Greta uns zu Abreise ein Darmstadt-Lineal geschenkt hat, ich brauche das andauernd, nochmal vielen Dank, Greta!

Der Sommerschnitt

Am Nachmittag habe ich mich dann von dem ganzen Zauber verabschiedet und bin zu meiner Friseurin gegangen, ein letztes Mal soll Silvie von Sébastians Stéphan-Salon Hand anlegen und verpasst mir meinen Sommerhaarschnitt, ich bin sehr zufrieden, Volker findet es zu kurz, aber es wächst ja bekanntlich wieder. Und bis ich das nächste Mal zu Silvie gehen kann, dauert ja noch eine lange Weile, da muss man schon mal auf Vorrat abschneiden…

Regen und Sonne zugleich

Jetzt hat der Wind gedreht, die letzten Tropfen fallen aus ein paar schwindenden Wolken und im Westen lacht die Sonne. Vielleicht finden wir ja gleich den Weg zum Fuße des Regenbogens…

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Sommer, Sonne, Sonnenschein

Seit ein paar Tagen kennen die Lufttemperaturen nur noch eine Tendenz und die zeigt steil nach oben. Erreichte das Thermometer am Samstag noch zaghaft die 30°-Marke, klettert es seit Sonntag mit Leichtigkeit ab 11 Uhr über diesen Wert hinaus. Der Sommer scheint endgültig Einzug gehalten zu haben, heute hatten wir sagenhafte 36°. Ebenso pünktlich weht ab 11 Uhr ein Seewind, der diese heißen Temperaturen irgendwie erträglich macht.

Das ist nur ein kleiner Teil der zu polierenden Fläche

Heute war trotz Sommerhitze Poliertag und zumindest dabei fällt die Größe des Kat ziemlich negativ ins Gewicht. Die gesamte Steurbordrumpfseite war dran und man fühlt sich zu Beginn der Arbeit, als stünde man vor einer endlos langen weißen Kunststoffwand.

So tief geht es an der Bordwand hinunter

Knappe zwei Meter hoch ragt die Bordwand über das Wasser hinaus, rund 33 Quadratmeter gilt es zu steuerbordseitig zu polieren. Frisch ans Werk, wir haben insgesamt acht Liter Politur auf Vorrat gekauft, denn, wer uns kennt, weiß, dass wir Hochglanzgelcoat mögen und deshalb alle paar Monate, poliermäßig, so richtig Gas geben, oder besser gesagt Muskelkraft.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen

Fünf Stunden brauche ich allein für eine Rumpfseite mit kurzen Trinkpausen, nein, keine Biertrinkpausen … (Und es gibt noch die andere Seite, und außerdem noch zwei Seiten zwischen den Rümpfen, Volker ist gut beschäftigt.)

Die Capitania wurde geschont, die übt jeden Tag ganz fleißig für ihre Amateurfunkprüfung, für die sie sich Ende Juli angemeldet hat. Und wer Cornelia kennt, weiß, dass sie keine halben Sachen macht, Übungsaufgaben stapeln sich auf dem Kartentisch, alle möglichen Begleit- und Erklärhefte hat sie gekauft und viel Speicherplatz auf dem IPad ist mit Amateurfunkwissen belegt. Nichts wird dem Zufall überlassen, mehrere Stunden am Tag löst die Capitania Musterprüfungen, wann genau es “Daumen drücken” heißt, wird bald verraten!

Heute Abend haben wir noch die Biervorräte aufgestockt, das bietet sich an, weil der nahe gelegene Supermarkt, deutsches Bier ohne Dosenpfand zum günstigen Preis anbietet. Was gibt es Schöneres als ein kühles Feierabendbier bei sommerlichen Biergartentemperaturen, die auch in den nächsten 7 Tagen bestand haben sollen. Prost!

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Beach-Rugby-Turnier

Gestern, am Samstag, ist nicht nur Larissa nach Hause gefahren, sondern auch Volker.

Ehestreit? Trennung?

Keine Sorge.

Da wir jetzt u.a. wegen des Mastproblems doch noch eine Weile in Frankreich bleiben werden, fand Volker, dass wir dann auch ein Auto brauchen, um beweglich zu sein, wenn wir nicht auf dem Boot sein können. So hatte ich plötzlich einen freien Samstag, den ich zunächst zum Bootputzen und Wäschewaschen genutzt habe. Als dann aber alles glänzte, und auch die Bettdecken auf der Leine baumelten, bin ich zum nahen Strand gelaufen und habe mich, zum ersten Mal in diesem Jahr, ins salzige Mittelmeerwasser getraut. Wunderbar! Es fühlte sich richtig gut an, endlich wieder ganz weit rauszuschwimmen, und es war auch nicht so kalt wie befürchtet.

ein ganz junger Fan

Am Strand fand ein großes Rugby-Turnier statt, die Möglichkeit für mich, gemütlich zuzuschauen und vielleicht endlich mal die Regeln zu verstehen. Vorher habe ich noch schnell im Internet nachgeschaut, wie das in Theorie aussieht, was man darf und was nicht, und siehe da, nach ein paar Spielen war ich schon ziemlich viel weiter.

Bei dem hiesigen Beach-Rugby-Turnier wurde in Mannschaften von fünf Menschen gespielt, Männer und Frauen gemischt, und nur zweimal fünf Minuten.

Das Tor ist wie ein “H” geformt

Nur? „Ja, beim Zuschauen erscheint das wenig, aber auf dem Spielfeld ist es absolut genug!“, klärte mich ein offensichtlich Eingeweihter auf. „Das ist ganz schön anstrengend, in dem weichen Sand bei diesen Temperaturen zu rennen!“, Das wäre schon mal geklärt! Ziel des Spieles ist es, den eierförmigen Ball hinter einer Linie abzulegen, die über die ganze Spielfeldbreite geht, und kurz vor dem gegnerischen Tor angesiedelt ist. Wenn das geschafft ist, kann man irgendwie auch noch versuchen, den Ball von einer bestimmten Position aus in dieses  seltsam geformte Tor zu treten, das hat aber, zumindest bei den Spielen, die ich gesehen habe, keiner geschafft. Einen Torhüter scheint es nicht zu geben, zu sehen war jedenfalls keiner.

Voller…

… Körpereinsatz

Zu der Linie, um dort den Ball abzulegen,  kommt man nur durch Rennen, gepasst werden darf der Ball, der getragen oder gekickt wird, nur nach hinten, niemals nach vorne. Das Vorankommen geht – wie gesagt – nur durch Laufen mit dem Ball im Arm, und dieses versucht die gegnerische Mannschaft mit vollem Körpereinsatz zu unterbinden.

Die Mannschaften in rot oder schwarz, die Schiedsrichter gestreift oder oben ohne

Wenn man mal verstanden hat, worum es geht, ist das Spiel nicht schwierig zu verfolgen, und so kann ich auch auf meinem Zuschauerplatz am Strand ein paar bedeutende Bemerkungen fallen lassen, smile!

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Durchbruch!?

Testfahrt mit den Spezialisten

Gestern um 14 Uhr gab es eine gemeinsame Probefahrt auf unserem Schiff, mit Technikern und Ingenieuren von Outremer und einem Riggspezialisten von Agreement. Zuerst war kein Wind und keine Welle, doch kurz nach dem Verlassen des Hafens setzte ein frischer Südwind ein, der eine kleine Welle aufbaute. Zuerst war der Mast mucksmäuschenstill, kein Knarzton von aufeinander reibendem Metall war zu hören. Weder außen direkt am Mast noch im Salon. Nur der Wind war mit 12 Knoten recht frisch und die Hexe segelte emsig und flott bis zu 8 Knoten am Wind.  Nach einer Stunde waren alle Kurse zum Wind gefahren, trotz zunehmender Dünung war nichts zu hören – Versuchsabbruch.

Wir machen uns auf den Rückweg zum drei Meilen entfernten Hafen. Anscheinend hat das Schmierfett seinen Zweck vorübergehend erfüllt. Beim Großsegelbergen haben wir, wie üblich, den Kat genau gegen den Wind gestellt und sind langsam gegen die Welle anmotort. Und dann – direkt vorne am Mast habe ich ein leises einmaliges Knacken gehört. Danach war wieder Funkstille für eine Weile, bis es wieder knackte. Kurz darauf knarzte und knackte es wieder und dann immer wieder… Der Mastfuß knarzte wieder in seinem uns bekannten Knarzrhythmus, genau so frequent und rhythmisch. Alle zwei Sekunden knarzte es, wenn das Schiff sich in den Wellen auf und ab bewegte. Jetzt waren alle Profis an Bord eifrig auf der Suche nach der Ursache. Innen wurde die Deckenverkleidung abgenommen und die Maststütze inspiziert, außen wurde alles mögliche an Einstellungen ausprobiert: Großschot los, Großschot total festgeholt, Dirk los, Dirk fest, usw.

Da drinnen steckt der Knarzer

Alles sollte versucht werden, damit man andere Fehlerquellen wie den Baum, Leinen, Fallen und die Deckstruktur ausschließen konnte. Am Ende war es ein simpler hölzerner Schaber aus der Küche, den ich ins Spiel brachte und der uns die letzte Gewissheit gab, dass der Mastfuß sich im Mastschuh, leicht aber deutlich vernehmlich, hin und her bewegte. Holzkeil zwischen Mast und Mastplatte gleich himmlische Mastruhe, Holzschaber raus und schon knarzt es weiter.

Eine halbe  halbeStunde später passierten wir die Hafeneinfahrt und, auch wenn es irgendwie blöd ist, dass es so einen Fehler gibt, waren doch alle happy an Bord, dass die Ursache gefunden wurde und nun über eine finale Lösung nachgedacht werden kann. Und die kam dann auch sehr schnell auf den Tisch – Lorima, der Mastenbauer, soll den Mastfuß und den Mastschuh gegen jeweils neue Teile mit einem geringeren Spaltmaß austauschen. Das wird jetzt wohl noch eine Weile dauern, bis die Ersatzteile zur Verfügung stehen und  erstmal muss auch das aufgenommene “Beweisvideo” mit dem Küchenengineeringexperiment zum Mastenbauer geschickt werden. Doch im Moment sind wir guter Dinge, dass sich ein gangbarer Lösungsweg abzeichnet, und – geduldig zu sein, haben wir gelernt.

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Wer dachte…

Gleich wird der Mast “gelupft”

dass es das war mit dem Mast, nach dem heutigen Tag, liegt leider gedanklich genau so falsch wie wir. Der Kranwagen kam, die Outremer-Techniker kamen, die Rigger haben alles vorbereitet, wir waren auch da, nur passiert ist nicht wirklich was. Nicht viel, heißt in dem Fall, um das mal kurz und knackig zu formulieren, dass nur Fett auf den Mastschuh gestrichen wurde und wir ausprobieren sollen, ob jetzt die Knarzgeräusche der Vergangenheit angehören. Dafür wurde so ein Riesen-Aufriss veranstaltet, für einen Test mit Fett. Da hatte ich mir, ehrlich gesagt, deutlich mehr von versprochen und habe meinen Missmut auch klar zum Ausdruck gebracht. Genutzt hat es leider nicht viel und wir fühlen uns ein bisschen wie Versuchskaninchen.

Wir sind davon ausgegangen, dass am heutigen Tage etwas Finales geschieht, dass zum Beispiel irgendetwas zwischen Mastfuß und Mastschuh geklebt wird, was verhindert, dass Metall auf Metall reibt, oder das den jeweils gemessenen einen Millimeter großen Spalt links oder rechts überbrückt. Wir haben schon mal, rein prophylaktisch, alle Outremer-Techniker in die Karibik eingeladen, falls dort das Problem mit dem knarzenden Mast wieder auftreten sollte.

Freitag früh gibt es ein Meeting mit Xavier Desmaret, dem Chef von Outremer, und da kommt das Problem direkt wieder auf den Tisch.

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Passt …

passt gut in unser Wohnzimmer

beinahe wie angegossen, gemeint ist damit der neue Teppich, den wir auf dem Salonfußboden verlegt haben. Ein paar Zentimeter hier und dort mussten wir nachträglich mit dem Teppichmesser korrigieren. Alles im allem hat sich der tagelange Aufwand der Capitania bei der Schablonenherstellung mehr als gelohnt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, ein Profi hätte es wahrscheinlich an der einen oder anderen Stelle noch ein bisschen besser hingekriegt, aber wir als Gelegenheitsteppichverleger sind zufrieden, der Teppich ist sooooo flauschig!. Und mit allem was wir selbst tun, verändern wir die neue Hexe mehr und mehr zu unserem Zuhause, auf und in dem wir uns wohl fühlen.

Nana findet den Teppich auch bequem

Den Dienstag haben wir zusammen mit Larissa genutzt, um einen ausgiebigen Stadtbummel durch die wundervolle Altstadt von Montpellier zu unternehmen. Die historische Innenstadt ist so groß, dass wir bei jedem Besuch neue Plätze, Gassen und Sehenswürdigkeiten entdecken. So auch gestern, einmal anders abgebogen als beim vorhergehenden Spaziergang und schon gibt es wieder etwas zu entdecken, schön, wenn eine Stadt so vielseitig ist.

Zum Mittagessen haben wir uns auf einem kleinen Platz unter einer großen Kiefer niedergelassen und spanische Tapas genossen. Dabei hatten wir die Rechnung ohne die kleinen Käfer gemacht, die diese Kiefer anscheinend als ihr Revier ansehen und nach und nach über uns „hergefallen“ sind. Das Dessert haben wir unter diesen tierischen Umständen lieber ausgelassen.

Der nachmittägliche Spaziergang am leeren Strand hat nicht nur Nana viel Spaß gemacht, obwohl die so getobt hat und dem Ball hinterher gejagt ist, dass es eine reine Freude war, ihr dabei zu zusehen.

Ein langer  glücklicher Tag geht vorbei, der Fastvollmond spiegelt sich im Wasser und ein wolkenfreier Himmel zeigt seine Sternenshow…

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Erste Hundeschritte auf dem Kat

Nanas Fressplatz an Bord

Nana hat gestern mit uns ihre ersten Mittelmeer-Segelmeilen absolviert und sich bestens ans Bordleben auf dem Katamaran angepasst. Schon nach dem sonntäglichen Ankommen hat sich der Hund ganz ganz schnell ans Boot gewöhnt, ist überall herumgelaufen, hat die neue Umgebung für sich entdeckt, ist nach anfänglichem Zögern ins Trampolin gesprungen und hat kurz darauf sogar ganz entspannt mit ihrem Lieblingsspielzeug gespielt.

Larissa an der Pinne

Der gestrige Segelausflug, war trotz einer gut 1,5 Meter hohen Welle, die durch eine Tiefdruckstörung über Mallorca verursacht wurde, für Hund und Mannschaft ein sehr schönes Erlebnis und Larissa hatte auf den ersten Meilen den großen Kat souverän und entspannt mit der Pinne gesteuert. Gelernt ist eben gelernt, obwohl sie nie irgendwelche Segelscheine absolviert hat, kann Larissa doch alle Kurse zum Wind exakt steuern, bzw. den Kurs halten.

Das Einzige, was uns  leider mal wieder Sorge bereitet hat, war der Mastfuß, der weiterhin laute knarzende Geräusche von sich gegeben hat, obwohl er mühevoll umgetrimmt (vom Winkel her anders hingestellt) wurde.

Hier ein Beispiel für das Knarzen:

Heute morgen haben wir Outremer über das anhaltende Problem informiert und am Abend die Mitteilung bekommen, dass am Donnerstag der Mast gelegt werden soll. Das ist sehr sehr aufwendig, aber leider unumgänglich. Beim Mastlegen müssen die Segel abgeschlagen werden, alle Fallen und Strecker (damit sind die Leinen gemeint) müssen ausgeschoren werden und schlussendlich muss die gesamte Verstagung und auch alle elektronischen Kabel plus Antennenkabel, die im Mast laufen und mit dem Schiff verbunden sind, gelöst werden. Donnerstag morgen geht es los mit den Vorbereitungen und ab 13 Uhr steht der eigens angeforderte Kran bereit. Wenn der “Spargel” erst mal unten ist wollen die Experten klären, wie weiter verfahren werden soll. Entweder wird der Mastschuh, in dem der Mast steht mit Teflon ausgekleidet, oder eventuell ein anderer Mastfuß eingesetzt. Egal, was gemacht wird – wir hoffen sehr, dass mit dieser Maßnahme eine finale Lösung für das nervende Knarzgeräusch gefunden wird, damit endlich „Ruhe im Schiff“ beim Segeln ist.

Und hier der Skipper in entspannter Position:

Skipper und Hund an der Pinne

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Mit Nana und Teppich zurück zum Boot

Die Auswahl ist groß

Ganze zwei Tage hat die Capitania gebraucht, um aus den von ihr gemessenen Werten und dem Aufmaßplan der Werft eine 1:1-Papierschablone des Salonfußbodens herzustellen. Wir wollen nämlich, genau wie bei unseren bisherigen Schiffen, einen Teppich ins “Wohnzimmer” legen. Der Teppich schützt den Salonboden vor Beschädigungen, Larissas Hund kann darauf rumtoben und wir lieben das Hochflorteppichgehgefühl.

Professionell wird die Schablone aufgelegt und kritisch beurteilt

Das mit der Schablone in Eigenleistung war sozusagen die Grundvoraussetzung, um überhaupt beim Teppichhändler einen maßgeschneiderten Teppich bekommen zu können. Dem haben wir ein paar Tage zuvor den Grundriss per Mail geschickt, doch dort meinte man, dass man aus so einem verwinkelten Grundrissplan garantiert keinen später passenden Teppich ausschneiden kann. Beim ersten Teppichhandelbesuch h haben wir noch ein bisschen hin und her diskutiert, doch gegen 40 Jahre Berufserfahrung kamen wir richtigerweise mit unserem Laiendenken nicht an. Die Capitania biss in den sauren Apfel und schneiderte die Schablone.

Stolz wie Oskar sind wir damit zu Teppich Hinze in Darmstadt gefahren und, ehe wir uns versahen, war der neue Teppich mithilfe der Schablone rausgeschnitten. Wir haben uns für einen superweichen Hochflorteppich entschieden, der mit seiner hellgrauen Farbe gut zu unserer Einrichtung passen sollte.

Zwischen Koffer und Teppich: Nana auf Reisen

Seit heute morgen um kurz vor 8 Uhr sind wir wieder “on the Road” nach Süden. Larissa sitzt am Steuer und Nana liegt neben mir und macht mir den Platz auf der Rückbank streitig, Lyon liegt gerade hinter uns, es sind noch gut 300 Kilometer bis zum Meer. Heute abend treffen wir Astrid und Jörg mit Kindern in LGM, die eine Outremer 45 zum intensiven Probesegeln für eine ganze Woche gemietet haben. Und wir wollen mit Larissa und Hund ebenfalls eine kleine Woche entspannt cruisen.

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Zähne und ihre Wurzeln …

Wie ein kleiner Specht – der Wurzelbohrer

Noch ein kurzes Update zur zahnlichen Situation. Nachdem der Zahn nach dem Zahnärztinnenbesuch für zwei Tage Ruhe gegeben hat, obwohl dort ja nichts verändert wurde und ich schon von einer Art Wunderheilung ausging, hat sich  der Übeltäter leider schmerzlich zurückgemeldet. Denn voller guter Hoffnung habe ich den freitäglichen Termin bei Madame la Dentiste abgesagt. Und Madame hat beim Absagen schon mal prophylaktisch angekündigt, dass es in dieser Woche terminlich total schlecht aussieht.

Egal wie, mit dem Zahn ist das irgendwie ein Auf und Ab und irgendwann muss mal Schluss damit sein. Wenn  ich an die herbstliche Atlantiküberquerung denke, möchte ich nicht dabei an eventuelle Zahnkomplikationen denken.

Heute war großer Zahnbehandlungstag, nein nicht “en France” sondern in Goddelau, bei meiner jungen und super qualifizierten Zahnärztin, Frau Dr. Piepenbrock. Wie der Name schon ahnen lässt, kommt sie aus dem Norden der Republik, hat Salzwasser im Blut und weiß, was zahnkranke Segler brauchen – nämlich ‘ne gute lokale Betäubung, damit man bloß von der Behandlung nichts spürt.

“Düsen” war nicht immer

So hoch ist zuhause das Gras gewachsen

Dienstag sind wir von LGM für ein paar Tage nach Hause gedüst, Sonntag oder Montag geht es zurück zum Boot, hier in Darmstadt gibt es noch einiges zu regeln. Wenigstens spielt das Wetter mit und bereitet uns in Good old Germany ein paar schöne heiße Tage, Biergartenwetter!

So viele hübsche Folterinstrumente…

Jetzt noch ein Satz zum Zahn, dann soll Schluss mit dem leidigen Thema sein -heute gab es eine einstündige Wurzelbehandlung mit anschließender provisorischer Füllung, die nach ca. 6 Wochen final verschlossen werden soll. Wir suchen jetzt schon mal das passende spanische oder portugiesische Vokabular für eine Wurzelabschlussbehandlung raus.

Nana, müde

Larissa will ab dem Wochenende ein paar Tage mit uns segeln und Nana, ihr Hund, soll auch dabei sein. Zum ersten Mal mit aufs Boot. Wir sind schon jetzt sehr gespannt, wie die junge Hündin mit der neuen Umgebung zurecht kommt.

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Der Outremer Cup

ist vorbei, gestern gab es noch mal zwei schöne Wettfahrten, die glücklicherweise nicht wie die anderen ein Flautenpoker waren. Es wehte ein konstanter thermischer Seewind zwischen neun und elf Knoten, der unsere Hexe gut in Fahrt brachte. Die Regattamannschaft an Bord gab alles bei den Segelmanövern und wir wurden mit einem 1. und einem 3. Platz bei den Wettfahrten belohnt. Besonders der erste Durchgang, bei dem wir den ersten Platz belegen konnten, war eine perfekte Wettfahrt. Nach einem perfekten Start führten wir das Feld an, segelten eine fehlerfreie Kreuz zur Luvtonne, der Code D ging nach oben und mit über neun Knoten ging es ab zur Leetonne. Dort wurde fehlerfrei schnell gehalst und mit einigen hundert Metern Abstand waren wir das erste Boot im Ziel. Das bedeutete für uns eine Superleistung, war es doch unsere erste Regatta mit der neuen Hexe und die erste Wettfahrt mit einem Katamaran überhaupt. Gefeiert wurde anschließend ein bisschen im Hafen, doch für einen Großteil unserer tollen Crew war es bald danach an der Zeit, den Heimweg anzutreten – das lange Himmelfahrtswochenende ging zu Ende.

Bei der anschließenden Siegerehrung wurden wir gleich zweimal aufgerufen. Zum einem haben wir die französische Jury beim Kochwettbewerb überzeugt und einen herausragenden 3. Platz gewonnen und zum anderen wurden wir stolze Dritte in der Gesamtwertung.

Gestern Abend hatten wir dann noch ein sehr schönes Abendessen mit Astrid, Jörg, Liz, Bill, Maren und Mattgias, und dann war echt die Luft raus. Wir waren soooooo müde und sind einfach nur noch ins Bett gefallen, denn heute morgen standen die Outremer-Handwerker schon wieder um sieben Uhr am Schiff.

Der Salon ist abgeklebt

Jetzt ist das Team von Outremer wieder am Start, um die Arbeiten fortzusetzen und das Schiff ist wieder wie einen Baustelle. Es soll ja weiter gehen…

(Weitere Bilder folgen, wenn ich wieder an den Photoapparat und die Kabel komme.)

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