Potluck auf dem Wasser

Montag, 23. Mai 2022

Cape Santa Maria, Calabash 09:00 – Sand dollar bay 14:00, Baro 1017, Sonne/Wolken-Mix, warm, Wind 15-20 Knoten, die See um 1 m

Was für eine Farbe morgens um halb sieben!

Noch einmal ein kurzer Sprung ins unglaublich türkise Wasser der ruhigen Bucht am Cape Santa Maria, dann geht es nur mit Vorsegel  Kurs 249° nach Georgetown auf Exuma.

Abschiedsdrink

Gestern Abend hatten wir wieder einen sehr geselligen Abend an der Bar des Cape Sant Maria Ressorts, mit Jeff und Nicole aus Washington, und Petra und Marco Medici (!) aus Tennessee, die aber eigentlich aus Düsseldorf und Modena stammen. Beide Paare haben uns eingeladen, sie zu besuchen, wenn wir die Staaten bereisen werden.

Es sind nur 25 sm bis Georgetown und es ist genug Wind, sodass wir gemütlich nur mit der Genua segeln und immer noch schnell genug sind. Wir frühstücken in Ruhe, erledigen Post und Banken, alles gemütlich bei 17-18 Knoten Wind auf einem angenehmen Raumschotkurs.

Die Einfahrt ist nicht trivial

Ab der Einfahrt in die Lagune allerdings sind wir wieder sehr wachsam, gibt es doch eine ganze Reihe kleiner Riffe und Untiefen, die nicht betonnt sind, aber nicht ungefährlich für Bootsfahrer. Die vorher ausgesuchte Ankerbucht gefällt uns nicht so sehr, weil sie doch dem Wind ganz schön ausgesetzt ist.

Hier ist ein kleines Video von der Einfahrt in die Lagune, einfach anklicken!

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Wir sind ja früh, deshalb fahren wir alle möglichen Ankerplätze in der großen Bucht vor Georgetown ab, und entscheiden uns am Ende für die Monument Bay, so benannt nach einer Bake für die Seefahrt, die 100 m über der Bucht steht. Hier sind die Wellen deutlich angenehmer, und wir sind immer noch nah dran an der kleinen Stadt.

Die Beiboote werden miteinander vertäut

Wir freuen uns auch schon darauf, Mareike Guhr wiederzusehen, die hier mit Gästen Charter fährt. Von ihr haben wir erfahren, dass die Seglergemeinde sich um 16 Uhr zum Potluck  trifft, an der Sandbank vor dem “Peace and Plenty Beach Club“. Dorthin kommen alle, die mögen und es wissen mit ihren Beibooten, diese werden dann aneinander gebunden, und der ganze Pulk lässt sich durch die Bucht treiben.

Für uns ist bis 16 Uhr nicht mehr viel Zeit, wir packen ein paar kalte Bier ein und ein bisschen Knabberzeug, und ab ins Beiboot. Die ersten Boote sind schon da, auch Mareike, und nun kommen mit uns noch weitere. Man begrüßt sich, stellt sich vor, und wenn das alles so schnell geht, und es so viele neue Gesichter sind, kann man sich – zumindest ich – die vielen Namen gar nicht merken. Auf einem Nachbarboot war Alex, und auf einem anderen Dirk aus Deutschland, es gab irgendwo noch Dean und Jeff, meine ich, aber die kann ich schon nicht mehr zuordnen.

Das Essen wird von Boot zu Boot gereicht.

So und jetzt erfahren wir, was Potluck hier bedeutet: Jedes Beiboot hat ein selbst gekochtes Gericht mitgebracht, sie haben Teller und Besteck dabei, und dann werden die Töpfe oder die Tupperschüsseln weitergereicht. Auf soviel Luxus waren wir nicht vorbereitet, wir dachten eher so an Kekse oder Salzstangen, aber das hier ist wirklich eine schöne Idee. Es mit Beibooten auf dem Wasser zu veranstalten, hat den Effekt, dass es die um diese Uhrzeit an den Stränden zahlreich auftauchenden Stechmücken selten so weit aufs Wasser schaffen. Wobei es leider auf der Hexe einige von den Viechern gibt, sodass wir alles mit Mückennetzen sorgsam verschließen, und abends so wenig wie möglich Licht anschalten.

Blick von der kleinen Bar

Morgens um acht Uhr gibt es eine  Funkrunde auf VHF-Kanal 72, daran nehmen wir gerne teil, dann wissen wir auch mehr über die nächsten Aktivitäten. Nach einer kurzen Spritztour durch die Lagunen auf der Georgetown vorgelagerten Insel sind wir mit dem Sonnenuntergang zum Boot zurück, den Kopf gefüllt mit vielen neuen Geschichten.

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1 Antwort zu Potluck auf dem Wasser

  1. Hallo ihr Lieben, das ist doch eine tolle Idee. Habt noch viel Spaß mit den vielen netten Menschen dort. Liebe Grüße aus Kroatien

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