Urlaubstörn mit Kindern, Logbuch Teil 2: Regatta den ganzen Tag

Freitag, 11. September 2020, Baro 1017,
bedeckt, später auch mal sonnig, kühl, Wind SW um 4
Vlieland 08:40 – 16:00 Enkhuizen, 53 sm

Noch grau am Morgen: Der Abschied von Vlieland

Start in Vlieland: Direkt vor uns fährt eine Dehler 36 aus dem Hafen, setzt – wie wir – direkt nach der Hafeneinfahrt das Großsegel, und los! Obwohl ein ganz leichter achterlicher Wind weht, überholen wir sie mit Leichtigkeit, der Skipper ist zufrieden.Nach und nach stehen die anderen Matrosen auf, Larissa muss ja immer früh schon mit Hund Nana raus, sie war wach und konnte beim Ablegen helfen.

Schnell im Watt, über 11 Knoten Geschwindigkeit!

10:25 Uhr sichten wir, leider auf der falschen Sandbank, neun Robben. Alle anderen Attraktionen haben ja auch ganz gut geklappt, sogar ein Hubschrauber über Vlieland wurde gesichtet! Der Strom beschleunigt die Hexe, die aber sowieso schnell segelt, an allen anderen Seglern können wir vorbei ziehen, sehr zur Freude des Skippers.

12:40 sind wir an der Schleuse Kornwerderzand, haben Glück, denn sofort geht die Brücke auf, und wir können direkt in de Schleusenkammer einfahren. Mit zwei anderen Booten werden wir hinunter auf Ijsselmerniveau geschleust, schnell werden wieder Segel gesetzt und abermals überholen wir eine Dehler 39 und eine X-Yacht, die Regatta ist eröffnet.

14:00 Uhr sind wir an Stavoren vorbei, der veränderliche Wind macht dem Skipper zu schaffen, denn wir haben hier mindestens drei Schiffe, die heimliche Regatta segeln, eben jene Dehler 39, die X 36 (der heimliche Favorit) und noch mindestens ein anderes Einrumpferboot. Volker kämpft gegen den schwachen Wind, aber nach Stavoren frischt der auf und nun ist der Kampf eindeutig gewonnen für den Skipper der Hexe.

Mit Sicht über alles: Die Hexe

Die „Leichtmatrosen“ vertreiben sich derweil die Zeit mit Kartenspielen im Warmen, das Ijsselmer ist flach genug, dass es auch den empfindlichsten Magen schont. Und im Boot ist es deutlich wärmer als draußen gegen den Wind. Wir haben ungefähr fünf Lagen Klamotten an, einschließlich Skihose und gefütterter Weste. Doch das Segeln macht großen Spaß und sobald wir angelegt haben und aus dem Wind sind, merkt man, dass es immer noch Spätsommer ist.

Im Buitenhaven in Enkhuizen bekommen wir auch wieder einen royalen Liegeplatz, längsseits an der „Vriendshap , die Freundschaft ist ein schöner großer Boter mit einem Schweizer Skipper, der leider auch wegen Corona über zu wenig Charterfahrten klagen kann.

Fast wie ein Bühnenbild

Enkhuizen präsentiert sich von seiner besten Seite, der Himmel ist fast wolkenlos, die Menschen sitzen in den Cafés und Restaurants, es ist Freitag Spätnachmittag / Abend, ein entspanntes Einläuten eines schönen Wochenendes scheint hier gegeben.

Enkhuizen

Gerade machen Volker und ich uns noch Gedanken über das Abendessen, da kommen die Kinder zurück vom „Landgang“, und meinen, sie hätten ganz viel Lust auf holländische Spareribs. Die besten, sagt Larissa, gab es doch früher in der Mastenbar am Companieshaven in Enkhuizen. Tatsächlich kann ich noch einen Tisch für uns organisieren, heute holländisch Aus-Essen!

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