Vor der Regenbogenbrücke umgekehrt …

… ist unser Samy. Wir hatten alle große Angst, dass er es nicht schaffen würde, die schwere Entzündung der Pankreas, der Bauchspeicheldrüse, mit nachfolgender Leber- und Niereninsuffizienz zu überwinden, aber jetzt sieht es wirklich so aus, als hätten er und wir es geschafft. Seit gestern Abend frisst er eher wie ein Scheunendrescher, zwar keine riesigen Portionen, aber am liebsten alle paar Stunden. Und er wirkt ganz anders, lebendiger, interessiert an seiner Umwelt, er reagiert auf andere Menschen und andere Hunde, die Apathie ist verschwunden. So haben unsere Bemühungen doch Früchte gezeitigt, das nächtliche Wachen, die vorsichtige osteopathischen Anwendungen durch Nicole, die ja eigentlich Menschen behandelt, die Sonderbehandlung in der Hundeküche und die liebevolle Betreuung durch Jane the Vet haben sich mehr als gelohnt.

Verlassen haben uns dagegen mehrere Freunde. Schon gestern haben sich Ralf und Inge-Lore von der Segelyacht “Malwieder” verabschiedet, sie sind heute vormittag aus der Marina Rubicon nach Santa Cruz de Teneriffa aufgebrochen, von wo aus sie im November über den großen Teich starten werden.

Heute Morgen haben wir unseren lieben Besuch aus der Heimat, Nicole und Harry, zum Flughafen gebracht, es war eine wunderschöne Woche mit den beiden. Gestern hatten wir, nach dem Spaziergang zur Montaña de las Cuervas, viel Spaß bei der Weinprobe im El Grifo.

Heute mittag gab es ein kleines Abschiedsessen mit der Seglerfamilie, Aisling, Wolfgang, Cuisle und Óisin, die um 14 Uhr abgelegt haben, um nach Las Palmas de Gran Canaria zu segeln oder zu motoren, denn heute ist ganz wenig Wind. Wir hatten so viel Spaß zusammen, haben wunderschöne Abende miteinander verbracht. Cuisle war zweimal mit Volker Schnorcheln, dabei haben sie soooo viele Fische entdecken können, dass die Kleine ganz beeindruckt war. Und sie ist so tapfer bei Volker auf dem Standup-Brett mitgefahren, völlig entspannt und ohne jegliche Angst. Auch sie werden mit ihrem Boot Saoirse im November in die Karibik aufbrechen, mit der Atlantic Rallye for Cruisers und hoffentlich Mitte Dezember auf Saint Lucia landen.

So sind wir gerade ein bisschen vereinsamt, aber glücklicherweise nicht ganz, denn Ulrike kommt morgen mit Hund Nelly, vielleicht können wir ein bisschen segeln gehen und ausprobieren, ob Samy immer noch seekrank wird. Und Freund Axel aus Darmstadt kommt nächsten Mittwoch mit Ryanair angeflogen. Es wird also nicht ganz so schlimm mit der Einsamkeit.

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1 Antwort zu Vor der Regenbogenbrücke umgekehrt …

  1. Irene Bilderling sagt:

    Wie schön, dass Samy es geschafft hat. Es war offenbar ein schwerer und langer Kampf und wir haben es nur ganz aus der Ferne mitverfolgt. Aber jetzt sind auch wir ganz erleichtert und freuen uns mit Euch über die Genesung .
    Liebe Grüße Irene und Peter

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