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  • Calvi und danach

    Der Leuchtturm  an der Revellata vorCalvi
    Der Leuchtturm an der Revellata vor Calvi

    Drei Tage oder zwei Nächte haben wir uns Zeit genommen, um Calvi zu erkunden und kennen zu lernen. So viel vorab, ein Besuch dieser alten, ursprünglich genuesischen Stadt lohnt. Calvi liegt am nördlichen Ende einer sehr weitläufige Bucht mit über 500 Meter hohen, steilen und schroffen Bergen im Hintergrund. Die Bucht ist nach Nordosten offen, bietet aber sonst bei allen Windrichtungen Schutz vor Stürmen und heranrollenden Wellen. Besonders sicher liegen hier Schiff und Mannschaft bei Mistral-Lagen. jetzt aber zurück zu Calvi selbst. Die auf einem Fels errichte und dominierende Zitadelle stammt aus dem 15. Jahrhundert, zu der Zeit gehörte Calvi zu Pisa. Die Schutzwälle der Festung sind zum Meer hin ausgerichtet. In der Festung selbst gibt es gut erhaltene und bewohnte Häuser, Restaurants und die bekannte kleine Kathedrale St.-Jean-Baptiste (oder auch “Johannes der Täufer”). Die Fremdenlegion hat ebenfalls einen Standort in der Festung und versucht, das militärische Leben mit einer permanenten Ausstellung stark zu beschönigen. Gut gestählte uniformierte Krieger, unterwegs auf heldenhaften Missionen, für Frankreich. Also mal davon ab, ist diese Festung sehenswert, die verwinkelten Gassen der dreiseitige grandiose Ausblick aufs Meer, die erwähnte Kathedrale und eine schöne Auswahl an korsischen Spezialitätenrestaurants, wenn das nichts ist. Es gibt noch eine Altstadt außerhalb der Festung mit vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten, altem Kunsthandwerk, alles quirlig und bunt. Abends gibt es immer irgendwo Livemusik. Nebenbei sei noch für die Freunde des kühlen Gerstensaftes erwähnt, dass es auch Brauereien auf Korsika gibt. Das Inselgetränk schlechthin ist das würzige Pietra Bier, sehr lecker…

    Bei so einer hübschen Stadt kommt keine Langeweile auf, tagsüber bummeln wir durch die Gassen und abends geht es auf die Piste.
    Heute ging es dann weiter, der Wetterbericht hat nördliche Winde versprochen, die auch eintrafen. Für die touristischen Highlights von Korsika sind wir diesmal bestens gerüstet. Wir haben einen Insel-Reiseführer von Steffi und Thomas geschenkt bekommen und können uns vorab über die geplanten Stopps informieren, danke nochmal an Euch beide! Erster Stop nach Calvi ist in der ca. 3 Seemeilen großen Bucht von Crovani. Nur wenige Menschen zieht es dorthin, weil die Bucht, sowohl von Land als auch vom Wasser aus, relativ weit abgeschieden ist. Dabei bietet gerade diese Bucht, sozusagen für jeden etwas. Steile Felsen und Abbrüche im Norden, einen gaaaaannnnzzzz langen Steinstrand, bebaumte Berge im Nordosten mit einem lieblich-grünen Tal davor. (Danke für den Tipp, ein paar Handschmeichlersteine folgen). Trotz absoluter Hochsaison und Rummel in allen Metropolen liegen in dem Naturkleinod gerade mal 8 Boote, grandios. Der Unterschied, insgesamt, zur Côte d’Azur könte größer nicht sein, es gibt hier an der korsichen Westküste nur sehr wenig Bebauung, zu wild, karg und steil ist die Landschaft.
    (Und noch ein Dankeschön an Doro und Matthias für die After-Sun-Creme, ich habe mir heute so richtig den Pelz verbrannt.)
    Morgen geht es in den Golf von Girolata, der ist Unesco-Weltnaturerbe und wir sind schon sehr gespannt darauf, diese Naturschönheit zu entdecken.
    Für die Nacht haben wir noch einmal die Aussicht oder besser gesagt die Ankerbuucht gewechselt und sind nach Galéria gesegelt. Der kleine Ort ist laut Reiseführer die einzig nennenswerte Ansiedlung an der Westküste zwischen Calvi und Ajaccio. Auch hier liegen nur 5 Segelboote inkl. unserem vor Anker. Eins wollen wir an diesem Tag nicht unerwähnt lassen. Heute ist Jahrestag, vor genau einem Jahr sind wir sozusagen aufs Boot gezogen. Da wollen wir doch mal schauen, ob es in der kleinen “Ansiedlung” ein kleines nettes Restaurant gibt, wo wir dieses Datum mit einem Abendessen gebührend feiern können.

  • Anker auf!

    03. August 2015, Montag, Baro 1014, sonnig, warm, Wind S 13 Knoten, am Ankerplatz zwischen den Isles des Lérins

    Am Morgen unternehmen wir mit Liz und Kevin und Barbie und Wayne einen ausgedehnten Inselrundgang um St. Honorat, besichtigen die renovierte Festung, die sehr schön ist, aus drei verschiedenen Bauzeiten stammt, dem 13., 15. und 16. Jahrhundert, zum Teil aus noch viel älteren Steinen und Säulen aus der Römerzeit errichtet, dort sind freiwillige Führer unterwegs und erklären den Besuchern alles. Da England und Australien kein französisch sprechen, versuche ich ein paar Brocken aufzufangen und ihnen zu übersetzen. Bilder folgen, sobald wir Wlan haben.

    Um 13:00 Uhr haben wir abgelegt, bei schönstem Wind, strahlendem Sonnenschein nehmen wirKurs auf die Insel Korsika. Irgendwann morgen ganz früh werden wir hoffentlich in Calvi sein, und dann gibt es einen weiteren Bericht.
    14:00 Uhr: Der Wind frischt auf gute 14 Knoten auf, und raumt ein kleines bisschen, wir machen 6,8 Knoten.
    15:00 Uhr: Der Skipper geht schlafen, wir segeln mit Halbwind und ca. 11 Knoten über 7 Knoten schnell. Vorhin ist uns ein Segler entgegengekommen, der offensichtlich nur auf einem Tagestripp war, denn er war vorher Richtung Korsika gesegelt. Ein schnelles Motorboot kommt entgegen, und verschwindet Richtung Cannes.
    16:00 Uhr: Der Wind kommt immer noch aus 90 Grad, hat aber ein bisschen nachgelassen auf 9 Knoten. Noch 75 sm, wir machen 6,4 Knoten über Grund.
    18:00 Uhr: Der Wind kommt mit 9-10 Knoten aus 110 Grad steuerbord, wir segeln mit 6,5 Knoten in der schönsten Sonne auf flachem Wasser. Leider lassen sich auch keine Wale oder Delfine blicken, keine Schiffe oder Fähren, nur zwei kleine Messbojen können wir erkennen.
    18:30 Uhr: Beim Versuch, den Spi zu setzen, müssen wir leider feststellen, dass er nicht ordentlich gepackt ist. Letztes Mal haben wir ihn einfach nur so in denSack getan, ohne ihn so zusammenzupacken, dass er beim nächsten Mal ohne Probleme zu setzen ist.
    19:00 Uhr: Der Spi steht, die Geschwindigkeit steigt sofort auf über 8 Knoten. Der Wind raumt immer weiter, und nimmt weiter ab. Ich will Frikadellen braten und schütte aus Versehen mindestens zwei Esslöffel Pfeffer dran, kann es aber gerade noch retten, indem ich mit einem Kaffeelöffel möglichst viel davon wieder abkratze. Dann halte ich mich mit dem weiteren Würzen zu sehr zurück, sodass Volker nachsalzt! Das mache normalerweise nur ich.
    20:00 Uhr: Bullenstander gesetzt (damit der Baum nicht aus Versehen auf die andere Seite schwingen kann, das wäre eine “Patenthalse” und sehr schlecht u.U. für Mensch und Material, wenn so ein Baum mit dem großen Segel dran voller Wucht umschlägt).
    Ein kleiner fliegender Fisch schwimmt vorbei, neben einer verirrten Libelle, die uns lange Zeit begleitet, das einzigeTier, das wir bisher gesehen haben.
    20:47 Uhr: Die Sonne ist am Horizont untergegangen, ein Motorboot kommt von hinten auf, der Wind hat sich wieder stabilisiert. Der korsische Mohr flattert als neue Gastlandflagge fröhlich unter der Steuerbordsaling. Noch 43 Meilen. Volker macht sich bereit für die erste Nachtwache, es wird so feucht, dass wir die Segelkleider anlegen, Gummihose und -jacke, die Taschenlampe kommt in die Jackentasche, Schwimmweste und Life-Leine liegen bereit. Jetzt noch ‘ne Flasche Wasser dazu, und fertig ist er für die Nacht.
    22:30 Uhr: Der Mond geht auf. Wie ein großer roter, oben rechts stark angenagter Ball steigt er am östlichen Horizont aus dem Wasser. Der Wind hat sich nach einer kurzen Schwächeperiode wieder stabilisiert. Speed 5-5,5 Knoten. Noch 33 Meilen.
    Es haben sich lauter Wolken gebildet, über der Küste von St. Tropez sind dicke Wolken, auch über Korsika sind Wolken an den Himmel gezogen, hoffentlich verdecken sie nicht den Mond.
    04.08.2015, 01:00 Uhr: Der Spi muss runter, der Wind hat auf unter 6 Knoten abgenommen. Der Spi ist so pitschnass, dass wir ihn direkt in den Sack stopfen und im Beiboot vertäuen, auch ich muss zu Wache die Gummihose drüberziehen. Volker geht schlafen.
    01:15 Uhr: Der Motor ist an und wir müssen gleich dem Passagierschiff Europa2 ausweichen, das nach St. Tropez fährt. Noch 20 sm.
    Die Wolken haben sich komplett verzogen, es ist sternenklar und ein heller Mond steht am Himmel. Die Cassiopeia kann ich erkennen, bei den anderen hilft mir meine Sternen-App. Am südlichen Himmel wieder dieser komische Schlangenträger, üner den habe ich mich schon mal in einer Nachtwache gefreut.
    02:16 Uhr: Die Athara, ein italienisches Passagierschiff mit Ziel Genua gleitet majestätisch und überreichlich beleuchtet in einer Seemeile Entfernung vorbei. Voraus sieht man schon die Lichter von Calvi und von einer Stadt, die oben auf einem Berg liegen muss. Geschwindigkeit unter Motor um die 5,5 Knoten. Noch 15 sm.
    Zwei große italienische Passagierschiffe mit Ziel Porto Torres ziehen hinter der Hexe durch, von rechts kommt ein Boot ohne Namen, das nur 5,4 Knoten fährt, und das wir erst in anderthalb Stunden treffen werden. Bestimmt auch ein Segler.
    03:30 Uhr: Der Wind hat gedreht, er kommt jetzt von backbord vorne, ich muss zum Bug und den Bullenstander losmachen, damit das Großsegel auf die andere Seite kann. Das weckt natürlich Volker, wenn irgendetwas am Boot passiert, aber er legt sich nochmal hin, es sind ja noch über 8 sm. Der Felsen der Rebellata ist schon gut zu sehen, den Leuchtturm darauf habe ich schon seit mehreren Stunden erblickt.
    05:15 Uhr passieren wir die Citadella und machen erst einmal in der Marina fest, um dem Nico die Gelegenheit zu einem Spaziergang zu geben. Leider hat der Boulanger noch geschlossen, sonst hätten wir uns ein schönes Baguette gekauft. So muss nachher die “Levure du Boulanger” mal zeigen, was sie drauf hat, dann backe ich eben Brot. In den Straßen sind noch ein paar Nachtschwärmer, und die ersten Müllmänner sammeln den Dreck des vergangenen Tages ein. Langsam wird es hell, die Wolken lila, und wir verziehen uns auf einen Ankerplatz. Neben dem Anker liegt ein Seestern, dass kann man gut erkennen in diesem unglaublich klaren Wasser, trotz 5 Meter Wassertiefe.

    jetzt gute Nacht!

  • Auf der anderen Seite

    von Cannes waren wir im Port Canto und auf der anderen Seite von Juan-les-Pins wollen wir heute Nacht ankern.

    Die gute Nachricht am Freitagmorgen kommt von dem netten Hafenmeister von Port Canto in Cannes: Wir können noch eine Nacht auf unserem Platz bleiben, ob er allerdings danach bis Sonntag oder Montag einen Platz hat, kann er erst Samstag Morgen sagen.
    Das gibt uns die Chance, mit dem Auto einen großen Bunker-Einkauf zu machen, allerdings macht es am Freitagmittag in dem Casino-Supermarkt keinen Spaß, der ist, schon auf dem Parkplatz, dermaßen überfüllt, dass man nur mit Mühe an all die Sachen kommt, die sich in den Regalen stapeln. Und das nicht so teure Bier ist bis auf wenige Dosen ausverkauft, aber Wasser und Wein und Yoghurt und Fisch, Fleisch, Obst und Salat finden ihren Weg in den Einkaufswagen und in unser Auto.

    Also alles im Boot verstaut und noch ein Ausflug zum Carrefour in der Stadt, wo Volker doch das begehrte Bier ergattert. Leider hat der Supermarkt keine Parkplätze, also muss ich anderswo warten. Ich stehe auf dem Bürgersteig am alten Hafen, wo wir auch schon mal ausgeladen haben, als ichdrei Stadtpolizisten auf mich zukommen sehe. Die haben keine guten Absichten, das sehe ich ihnen an. Also höre ich schnell mal bei Volker nach, ob er noch weit ist, nein, er ist gleich da. Aber die Stadtpolizisten sind schneller, ich höre mir die Predigt an, sage, ich hätte nur auf meinen Mann gewartet, und sie entlassen mich mit einem: “depechez-vous!” (Beeilen Sie sich). Grad nochmal Glück gehabt!

    Ein weiteres Mal die Croisette entlang fahren, die jetzt sehr voll ist. Vor den großen Hotels wie dem Martinez oder dem Grand Hotel oder dem Marriott stehen Kuwaitische Porsches oder Rolls Royces oder Bentleys aus Dubai. So ‘ne S-Klasse ist hier vielfach vertreten, große Audis und BMWs an der Tagesordnung. Wahrscheinlich fällt man mit einer grünen Ente hier mehr auf.

    Nachdem ich den Wagen weggebracht habe, laufe ich den Weg vom alten Hafen zurück zum Port Canto, gehe durch die große Einkaufsstraße, auch die ist jetzt überlaufen, erst in der zweiten Hälfte, wo die nicht ganz so populären Läden ansässig sind, wird es leerer. Ich finde noch einen Hundeausstatter (wir hatten hier schon mal einen entdeckt und davon berichtet), diesmal mit ausgefallenen Kleidchen für den kleinen Liebling.

    Beim Port Canto ist zu beiden Seiten ein wirklich sehr schöner gepflegter Park, mit Rosarien und Bänken zum Ausruhen. Dorthin gehen wir auch nach dem leckeren Grill-Abendessen (na, was denn sonst am ersten Abend an Bord?!), zum Abendspaziergang, schlendern nochmal auf der Croisette an den Porsches und Bentleys vorbei und hören, als Zaungäste, den musikalischen Darbietungen für die Gäste in den Strandrestaurants zu. Ein schönes Detail: An der ganzen Strandpromenade stehen Stühle, die beliebig zusammengestellt werden können, auf denen Familien oder Pärchen den Abend verbringen und dem Vollmond zuschauen können.

    Heute Morgen haben wir uns aufgemacht, Diesel getankt, und Kurs auf die Bucht direkt vor Juan-les-Pins genommen. Dort ankern nämlich die “Hope” mit Barbie und Wayne aus Cairns in Australien und die “Black Velvet” mit Liz und Kevin aus England. Die vier haben wir zuletzt in Cartagena gesehen und wir freuen uns sehr auf ein Wiedersehen.

    Wir können dorthin segeln, hoch am Wind kommen wir bei 10 Knoten Wind mal wieder zu langsam voran, wahrscheinlich ist wieder der Rumpf oder zumindest der Wasserpass voller Muscheln! Die “Hope” erkennt Volker schon von Weitem, doch die Enttäuschung ist groß: Beide Boote sind leer und verschlossen, da muss die Besatzung wohl gerade bei einem Einkaufsbummel an Land sein. Und richtig, nach einer Viertelstunde sehen wir ein Schlauchboot auf uns zu kommen, auch sie haben die “Hexe” schon gesehen, und wir können das Wiedersehen feiern. Da viele von uns in der letzten Zeit Geburtstag hatten, schlägt Liz vor, wir sollten einfache ein Datum als Geburtstag festlegen, an dem wir uns alle feiern. Der 1. August ist doch ein gutes Datum, das kann man sich merken!

  • Kurs Süd

    Bewölkter Himmel, 25 Grad, der Wind pfeift durchs Rhonetal, die A 7 ist voll. Ferienmitte, die einen wollen nach Norden, Urlaubsende, die anderen wollen mach Süden. Wir gehören zu den Letzteren. Der Heimaturlaub ist zu Ende. Eine Woche waren wir in Darmstadt. Haben die kühlen Nächte genossen, die Sonne vermisst, dafür meinen Geburtstag im Kreise der Familie und mit vielen lieben Freunden gefeiert. Die letzten Jahre waren wir zu dem Ereignis immer segelnd unterwegs, meine erste Geburtstagsfeier seit 15 Jahren, genial. Larissa hat mit Johannes Cocktails geshaked, Spareribs haben auf dem Grill gebruzzelt. Mein Dank an die Gäste und Gratulanten, Ihr habt mir das Älterwerden versüßt 😉

    Cornelia hat den ein oder anderen Job in der Firma gemacht, die Steuer wollte auch noch erledigt werden. Eine Woche geht schnell vorbei, die Zeit ist mal wieder nur so dahingeflogen.
    Schneller Abschied, 1100 Kilometer lagen vor uns, Landschaft huscht flott vorbei, abgespult in 10 Stunden Fahrzeit, nahezu staufrei, Gott sei Dank.

    Anspannung kurz vorm Ankommen, auf den letzten Kilometern: Der Moment, wenn man nach so einer langen Fahrt den (heimischen) Hafen und dann das Boot sieht, ist einfach magisch. Geht nicht nur uns so, da erzählen auch Segelfreunde von. Ist ja eigentlich klar, dass das Boot an seinem Platz liegt. Wo soll es sonst auch sein, aber dieser Moment, diese Anspannung, dieses Gefühl ist einfach da, immer und immer wieder. Seglers Freude – der Blick aufs schwimmende Zuhause.
    Die Vorfreude war so groß, dass die Capitania beim schnellen Hundespaziergang über eine Fahrbahnschwelle gestolpert ist und lang hingeschlagen. Kniee, Schulter, Lippe und Handgelenk sind angeschlagen, so was blödes!

    Jetzt mal seit langem wieder ein Wort zum Wetter. Es geht scheinbar doch noch anders als blau und heiß. Da gibt es zwei verschiedene Vorhersagen, die einen sprechen von Gewitter und Wetterturbulenzen von Freitag bis Samstag mit Starkwind. Die anderen sagen niedrigere Temperaturen vorraus, bei ansonsten stabilem Sommerwetter. Mal schauen, allein dass die Hitze weg ist, ist schon mal nicht schlecht. Fühlt sich fast an wie in Darmstadt, ein bisschen wärmer ist es schon und ganz viel Meer, rundrum.

    Leider verpassen wir jetzt den baldigen Bundesligsaisonstart der Darmstädter Lilien. Es gab auch keine Dauerkarten mehr, nix mehr für das leider viel zu kleine Stadion, alles ausverkauft, und man kann halt leider nicht auf allen Hochzeiten tanzen. Die Daumen werden am ersten Spieltag trotzdem kräftig gedrückt, hoffentlich von ganz vielen anderen auch.

  • Backwahn

    Drei Tage liegen wir vor Anker, natürlich nicht vor Madagaskar, sondern vor Ste. Marguerite und haben glücklicherweise nicht die Pest, aber auch kein Brot mehr an Bord. Unser fertiges Backbrot haben wir vor ein paar Tagen im Ofen aufgebacken und aufgebraucht. Das alte Restbaguette von vorgestern ist baguettetypisch steinhart und kann allenfalls noch als Schlagstock verwendet werden (oder als Fischfutter). Der Schlagstock ist aber im Moment nicht gefragt.

    Die Capitania, oder nennen wir sie in dem Falle besser die Bäckermeisterin Cornelia hat dann jedoch imageden rettenden Einfall und die glücklichen Hände. Nachdem der Vorratskeller durchforstet ist, kommen genügend Backzutaten an die Oberfläche, um daraus leckere Brötchen zu zaubern. Die Kombüse wird kurzerhand in eine Backstube umgewandelt. Schnell ist der Teig geknetet, der Ofen vorgeheizt und die Brötchen in Form gebracht. 20 Minuten später kann sich das Resultat mehr als sehen lassen. Einem feudalen Frühstück mit Spiegeleiern und frischen leckeren Brötchen steht nichts mehr im Weg. Skipper froh, Bäckermeisterin stolz, wir um eine lehrreiche Back-Erfahrung reicher. Da haben wir aus der Not eine Tugend gemacht und werden in Zukunft öfter mal selbst backen und von den Ergebnissen berichten. Aber jetzt muss erstmal die Backstube vom Mehl befreit werden.

  • Von außen betrachtet

    Das letzte Video, das wir von uns, der Umgebung oder unserem Schiff ins Netz gestellt haben, liegt schon ein paar Tage zurück. Mal war der Wind zu flau, mal der Seegang zu hoch, oder schlichtweg kein Internetz zum Einstellen da. Dabei hatten wir schon lange darüber nachgedacht, ein kleines Segelvideo, sozusagen von „Außen”, zu machen. Die Hexe in Fahrt unter vollen stolz geblähten Segeln, mit rauschender Bugwelle, dazu strahlender Sonnenschein und das Meer so blau, so blau. So schön, wie nur segeln sein kann!

    Das Beiboot als Filmplattform, schnelle Szenenwechsel, den Motor kurz aufgedreht und schon wird aus einer anderen Perspektive gefilmt. Ganz so einfach war es dann doch nicht mit der Filmerei. Der Motor will bedient werden, der Wind soll stabil sein, das Beibbot schaukelt, die Kamera rutscht aus der Hand und wird von der Sicherungsleine gebremst. Mit anderen Worten, wir üben noch. Wenigstens strahlt die Sonne und das Meer ist blau, der Wind lässt leider schneller nach als gedacht. Spaß beim Filmen hatten wir reichlich und wünschen denselben auch beim Anschauen.

    Schönwettersegeln mit der Hexe an der Côte d’Azur

  • Chez Brigitte

    18. Juli 2015, Samstag, Baro 1012 – 1008, sonnig, sehr warm, Wind SW 12-18 kn
    Cavalaire 12:00 – Canebiers 15:00 – St. Tropez 17:00, 18 sm

    Mit dem schönsten Wind legen wir ab, kurz nachdem der Startschuss für die hiesige Regatta gefallen ist, segeln an den schönen Buchten vorbei, und versuchen, ein bisschen weiter aufs Meer hinaus zu kommen, weil nahe der Küste ein unglaublicher Verkehr herrscht. Klar, es ist einerseits Ferienzeit und auch noch Samstag, und sehr heiß, da geht alles aufs Wasser, was nur halbwegs schwimmen kann. Das Meer ist regelrecht aufgewühlt, die großen Motorboote machen auch echt hohe Wellen. Leider, in diesem Falle wirklich leider, ist es für uns ein Vorwindkurs Richtung St. Tropez, wo wir Monika und Karl und Sven von der Eos nochmal treffen wollen. Bei diesem Vorwindkurs haben die Segel und der Großbaum weniger Stabilität und wir müssen mehrfach an den Baum springen, um ihn festzuhalten, wenn die hohen Wellen kommen.

    Wir lassen es uns nicht nehmen, und machen für einen kurzen Landausflug mit dem Hund und einem Badestopp in der “Brigitte-Bardot-Bucht” fest, wie dieBay des Canebiers im Volksmund heißt. Sie hat mit ihren Eltern in St. Tropez gewohnt, und war wohl oft hier am Strand und auf dem Wasser. Da sind wir zwar auch nicht allein, aber es ist genügend Platz für alle Boote da. Nico legt sich am Strand erstmal eine Viertelstunde ins Wassser, das kühlt den kleinen Hundebauch ab. Auch ich schwimme ein paar Runden um die Hexe, um mich abzukühlen.

    Halb fünf holen wir den Anker hoch, um rechtzeitig um fünf Uhr an der Hafeneinfahrt zu sein, denn Monika hat uns einen Platz reserviert, den wir ab fünf Uhr besetzen können. Das klappt auch vorzüglich, ich melde mich auf Kanal 9 bei dem “Port de St. Tropez”, sage, dass ich die Hexe bin, und unsere Freunde uns einen Platz reserviert haben, und schon haben wir Steg A, Platz 61, den gleichen, wie vor sechs Wochen mit Eric und Nany.

    Es folgt ein Begrüßungsbier mit Sven, der zufällig auf unseren Steg herumgeschlendert ist, eine ausgiebige Dusche für die Hexe und für uns, päter sitzen wir bei der Eos im Cockpit und schlendern, an den Megayachten vorbei zum späten Abendessen bei Bruno, leider waren in der Pizzeria draußen alle Tische besetzt, aber direkt beim Pizzaofen gab es noch einen. Da mussten wir wenigstens nicht frieren.
    Monika und Karl kennen hier alles, sie entführen uns noch in eine schöne Bar, Sven verabschiedet sich früher, um ein paar Freunde zu treffen, und ist auch erst heute morgen um viertel vor sieben ins Bett gegangen, ja, wenn man jung ist…

  • Zurück zu den Wurzeln

    Gestern war, rein seglerisch betrachtet, mal wieder nichts los. Ein leichter thermischer Wind früh am Morgen, ab 12 Uhr absolute Flaute. Dazu ballerte die Sonne gnadenlos von Himmel. Um 10 Uhr sind wir noch optimistisch und mit Spinnaker in die Richtung von St. Tropez gesegelt. Alles lief gut, wir haben uns am Wind erfreut und gefreut, doch dann, schwuppdiwupp, so als ob jemand den Gebläseschalter ausschaltet, war es vorbei mit dem Wind. Der Spinnaker hängt schlapp vorm Mast und das Großsegel schlägt hilflos hin und her. Zeit, die Segel zu bergen. Motor an. Die nächste Ankerbucht liegt keine 10 Minuten querab von Kurs, ihr wohlkilngender Name, “Pointe des deux frères”. Der Ankerplatz ist noch schöner, als der Name klingt. Die Unterwasserwelt ist sehr aufregend, es gibt viele Fische an der steil abfallenden Küste zu sehen, Seeigel zum Greifen nah und formschöne Vulkanfelsen.

    Doch ein Platz für die Nacht ist dieser Ankerplatz nicht, der Abstand zu den Felsen beträgt gerade mal 20 Meter. Wenn da der Anker nicht hält, gibt es wenig Zeit zum Reagieren. Deshalb verholen wir uns, leider unter Motor, weil der Wind weiterhin streikt, in die weitläufige Bucht von Agay. Ein kurzer Landgang in den Ort und zum Supermarkt genügen, am Abend grillt der Lotusgrill, leckere Fleisch-/Wurstspieße gibt es für mich und Lammkoteletts für die Capitania. Abends setzt dann zur angenehmen Durchlüftung ein kühler Wind aus den Bergen ein, der die Hitze des Tages wohltuend vertreibt. Das ist so ein Ding, es wird jeden Tag ein bisschen heißer, wir sind jetzt bei 35 Grad im Schatten angelangt. Morgen soll sogar das Thermometer auf 38 Grad klettern. Keine Wolke bietet der glühenden Sonne Einhalt. Sommer im und am Mittelmeer.

    Heute Morgen hat sich dann der Wind zurückgemeldet und das nicht nur für ein paar Stunden, den ganzen Tag durch weht ein konstanter schöner Segelwind. Segeln vom Feinsten. Nach einem Anker- und Badestopp in der Bucht von Cavalaire machen wir abends an einer Mooringboje nahe bei der Stadt fest. Der rostige Schäkel der Bojenfestmacherleine hinterlässt leider eine unschöne Schramme in unserem Gelcoat. Ärgerlich!

    Nach einem Bummel durch die quirlige kleine Stadt gibt es eine Erfrischung in einer Bar. Cavalaire ist sozusagen meine “fahrtenseglerische Heimat”. Als ich vor ca. 30 Jahren mit Stefan noch aktiv Regatten im 505 (eine sportliche Segeljolle) gesegelt bin, hatten seine Eltern ein schönes Fahrtensegelschiff, eine Etap 28, in Cavalaire liegen. Mit der auch wir jungen “Wilden” dankenswerterweise häufig auf ausgedehnten Segeltouren unterwegs sein durften. Ich verbinde sehr schöne Erlebnisse mit dem Boot. Lange Zeit noch lag das Schiff in Cavalaire, vor ein paar Jahren haben meine Freunde Wolfgang und Harry die mittlerweile in die Jahre gekommene Etap 28 gekauft und segeln damit jetzt am Ijsselmeer. Ich weiß, dass das Boot bei den beiden in guten Händen ist.

    Cavalaire ist ein bißchen rummeliger geworden, viele Jetskis, viele Leihmotorboote, viele Strandkats, Kirmes am Ufer, Modegeschäfte in der Innenstadt und zahlreiche Restaurants an der Uferpromenade. Aber die wirklich beste Nachricht ist, dass auch in den nächsten Tagen, trotz Hitzeperiode, ein frischer Wind wehen soll. Vorbei sind die flauen Tage, Segel hoch, der Motor hat Pause.

  • 14. Juli 2015, Dienstag, französischer Nationalfeiertag, Baro 1009, morgens bewölkt, dann wieder sonnig und warm, Wind SO 3-2
    Cannes 10:30 – Cannes 17:30 Uhr, 18 sm

    Zum ersten Mal werde ich morgens ermahnt, den Hund doch bitte an die Leine zu nehmen, klar, heute ist ja der 14. Juli, und vor dem Rathaus stehen Absperrungen und Stühle und ein Mikrophon, das gibt später bestimmt einen offiziellen patriotischen Akt. Die freundliche Polizistin, die mich angesprochen hatte, gibt auch Auskunft: “Ja, um 10:30 Uhr geht es los!”

    In der Stadt merkt man aber nichts vom Feiertag, der Metzger und die Bäcker und der Spar-Supermarkt haben ganz normal geöffnet und auf dem Markt herrscht – wie immer – geschäftiges Treiben. Zu dieser Jahreszeit ist es wirklich eine Augenweide, an den vielen Obst- und Gemüseständen vorbeizuschlendern. Da liegen Fenchel, Paprika, Auberginen, Zucchini, und alle Formen von Tomaten neben den ganz großen Artischoken, die leider ein schlechtes Gemüse für die Bordküche sind, weil man sie so ewig lange kochen muss, dabei das Boot aufheizt und viel Gas verbraucht. Am nächsten Stand gibt es ganz frischen Spinatsalat, davon muss ich was mitnehmen, und Koriander und Petersilie und Basilikum und Schnittlauch, alles riecht so gut. Die dicken gelb- und weißfleischigen französischen Pfirsiche liegen neben den leckeren Aprikosen, es gibt kleine Schälchen mit Brom-, Him-, Stachel- und Johannisbeeren, sündhaft teuer, und nicht zu vergessen, die fast schwarzen süßen Kirschen.

    Zurück auf dem Boot hat der Skipper festgestellt, dass ausnahmsweise mal der Wind weht, also heißt es: geschwind ablegen, Segel hoch und los geht es. Beim traditionellen Segelfrühstück, das bedeutet, dass wir unten Brote zubereiten, und sie dann im Cockpit verzehren, philosophiere ich darüber, wie viel angenehmer es ist, hier, im warmen Mittelmeersommer Nutellabrote zu schmieren als in den kalten nördlichen Gefilden, wo man immer mit der Butter känpfen muss, bis sie sich gleichmäßig auf das natürlich hier auch viel leckerere Baguette streichen lässt. Sogar die Nutella muss in den Kühlschrank!

    Zweieinhalb Stunden Halbwindkurs bei leichtem Wind, um 13:00 dann die Wende, und bei leider abnehmendem Wind wieder mit Halbwind zurück. Kleiner Badestopp, d.h. eigentlich kein Stopp, unter Segeln halten wir uns an der Badeleiter fest und lassen uns vom Boot nachziehen, natürlich immer nur einer, der andere bleibt an Bord.
    An der Nordseite von Ste. Marguerite ankern wir für einen kleinen Landausflug, der Hund muss dringend mal spazieren gehen, das macht auf der Insel viel mehr Spaß, als in dem kleinen Park in der Stadt. Wir gehen nochmal schwimmen, halten Ausschau nach Quallen und Fischen, bevor wir gegen sechs in den Hafen zurück fahren, damit wir für das große Feuerwerk einen guten Platz ergattern können.

    Die Franzosen feiern ja bekanntlich am 14. Juli einerseits den Sturm auf die Bastille im Jahr 1789, sozusagen den Beginn der französischen Revolution, als die Bürger von Paris wegen der ins astronomische steigenden Brotpreise sich gegen absolute Monarchie erhoben. Der Marie Antoinette, Ehefrau von Louis XVI. und damit Königin von Frankreich zugeschrieben Spruch: “Wenn die Leute kein Brot haben, warum essen sie dann keinen Kuchen?”, stammt wohl nicht von ihr, aber die Monarchie war durch unglaubliche Prunk- und Verschwendungssucht so weit von der bürgerlichen Menge entfernt, dass die Revolution erst möglich wurde.
    Auch das Föderationsfest, abgehalten am 1. Jahrestag des Sturms auf die Bastille, bei dem der König einen feierlichen Eid auf die Nation ablegte, konnte die Revolution nicht aufhalten. UndNapoleon hat diese dann sowieso wieder für seine Machtzwecke missbraucht, wie der Lauf der Geschichte halt so geht. Übrigens sind wir bei unserem kleinen Landausflug von Grasse aus auf der “Route Napoleon” gefahren, eben jener Straße, die Napoleon nahm, als er von Elba ausgerissen war, um nach Paris zurückzukehren, um dann sein “Waterloo” zu erleben…

    Das Feuerwerk war von asserbeidschanischen Pyro-Experten gestaltet worden und wunderschön.

  • ZIVILCOURAGE

    war bei meinen Eltern ein ganz großes Thema. Zivilcourage zeigte man, wenn man den Mund auch in unangenehmen Situationen aufmachte, wenn man sich traute, gegen den Strom zu schwimmen, oder einfach nur keine Ungerechtigkeiten unbeachtet ließ. Heute hat Volker genau diese Zivilcourage bewiesen, und großes Lob von ganz vielen Leuten eingeheimst, von Franzosen, Italienern und Engländern, und natürlich von mir.

    Das kam so: Nach einem fleißigen Tag, Volker mit Politur und Wachs und ich am Computer, haben wir am späten Nachmittag beschlossen, uns noch eine Stunde am Strand und ein Bad im nicht mehr kühlen Mittelmeer zu gönnen. Ich springe auch immer gleich ins Wasser, sowie wir am Strand angekommen sind, und Volker spielt David (H), während er erst kurz vor dem Heimweg schwimmt und ich die Pamela gebe.

    Als ich zurückkomme vom Schwimmern, hat Volker schon ein italienisches Ehepaar auf dem Kieker, das ganz unten am Wasser lag, man konnte sozusagen nicht anders, als sie beim Blick aufs blaue blaue Meer wahrzunehmen. Zuerst schrie die Mutter ziemlich hysterisch in ihr Telefon, daraufhin kam wohl die (fast erwachsene) Tochter von irgendwoher angetrabt. Als Begrüßung hat die Mutter der Tochter zunächst mal eine schallende Ohrfeige gegeben. Als sie aber dann fortfuhr, und die Tochter mit ihren Schlappen schlug und schließlich auch noch boxte, wurde es Volker zuviel.

    Er stand von seinem Handtuch auf, ging zu der Familie und schrie die Mutter auf englisch an, dass sie gefälligst aufhören solle, ihre Tochter hier in der Öffentlichkeit vor allen Augen zu schlagen, das sei unerhört. Die Mutter wurde noch wütender und schrie zurück, er solle sich zum Teufel scheren, und das ginge ihn gar nichts an. „Das geht uns sehr wohl etwas an, wir müssen ja alle hier zusehen!“, erwiderte Volker, und der Vater, der bisher eher teilnahmslos dabei gestanden hatte, pflichtete Volker auch noch bei. Die Tochter wirkte, als sei sie solches durchaus gewöhnt, was die ganze Situation natürlich nicht besser machte.

    Nun kamen schon Stimmen von den anderen Sonnenbadenden, die zu Volker sagten, wie Recht er habe, und dass das unmöglich sei. Schließlich waren hier auch viele Kinder am Strand, die das mit ansehen mussten. Schlussendlich hat die Mutter aufgegeben, die Familie hat ihre Sachen gepackt und ist vom Strand weggegangen. Mehrere Leute kamen daraufhin bei Volker vorbei und haben ihn ob der Aktion gelobt, wie gut er das gemacht habe. Selbst als wir nach dem Strand im Lieblingspub noch ein Bier getrunken haben, kam eine Familie vorbei, reckte die Daumen in die Höhe und meinte: „Richtig so!“

    Der Werner, mein Vater, hätte es Zivilcourage genannt.