Autor: Beide

  • Pizza at Sea

    Samstag 4. Oktober 2025, Tag 7
    Baro 1025, wolkig, Wind ab 06:00 wechselnd zwischen 6 und 18 Knoten, die See 1 m
    Etmal 126

    Kurz nach Sonnenaufgang

    Nach einer Motornacht haben wir um sechs Uhr die Genua ausgerollt und um acht Uhr werde ich wach, als Volker den Motor anstellt, um das Großsegel zu setzen. Das ziehen wir bis in Reff eins, denn wir haben, wie fast immer auf dieser Fahrt, den Wind von achtern, und mit einem Reff steht das Großsegel ruhiger. Der sehr unbeständige Wind wechselt mit einer Vehemenz die Richtung, dass man mit dem Nachsteuern kaum nachkommt. Außerdem bewegt er sich in der Stärke auch gerne zwischen neun und sechzehn Knoten.

    Zum Frühstück gibt es heute selbst gebackene Brötchen, da es heute Abend Pizza geben soll, habe ich den Teig schon gestern Abend gemacht, und im Kühlschrank gehen lassen. Hat prima funktioniert. Als die Frühstücksbrötchen im Ofen waren, hat Volker sich erstmal beschwert, sie seien im zu flach, aber geschmeckt haben sie dann trotzdem.

    Der Tag verläuft eher unspektakulär, Kurse korrigieren, Logbuch und Blog schreiben. Manchmal läuft der Motor mit, wenn der Wind eine Pause macht.Wir schlafen immer mal wieder abwechselnd ein bisschen, und zum Abendessen gibt es selbst gebackene Pizza.

    Volker schreibt:

    Die selbstgemachte Pizza von Cornelia ist natürlich der Megaknaller, knusprig und saftig zugleich, nach Wunsch belegt, für mich Hawaii und dann noch ein Stück klassisch mit Salami und Champignons. Damit habe ich auch meistens keine Lust, im italienischen Restaurant eine Pizza zu bestellen, weil ich sowieso weiß, dass sie in der Regel nicht so gut ist wie Pizza Capitania.

    Nochmal eine kleine technische Ausführung für alle Interessierten

    Der mit Gas gefüllte Ausgleichsbehälter

    Der nochmals modifizierte Wassermacher läuft, als sei er neu. Kein Wunder, es ist ja auch alles neu, außer den Membranen, der 24-Volt-Motor, der 220-Volt-Motor und last but not least die Hochdruckpumpe mit dem Expansionsgefäß. Genau da, bei dem kleinen Expansionsgefäß, das die Funktion hat, kleine Druckschwankungen abzupuffern, saß noch ein Fehler im Detail. Ich ging davon aus, dass die Entsalzungsanlage mit einem Druck. Von 60 Bar arbeitet, deshalb hat der super freundliche Mitarbeiter von Catpumps den Druck auf 60 Bar im Ausdehnungsgefäß eingestellt. Damit hat die Anlage aber nur die Hälfte der Trinkwassermenge, nämlich 50 Liter/h, bei einer kleinen Testfahrt im salzhaltigen Wattenmeer geliefert. Im Original hat das Expansionsgefäß einen Druck von 120 Bar. 

    Also habe ich es nochmal ausgebaut und zum Mitarbeiter von Cat Pumps in Idstein mitgenommen, um es wieder auf 120 Bar auffüllen zu lassen und einen neuerlichen Versuch starten zu können. Auffüllen ging leider nicht, da die dafür vorgesehene Hochdruckgasflasche alle war. Dafür gab es ein neues Ausdehnungsgefäß geschenkt. Und genau das war der springende Punkt, oder das hüpfende Komma, der fehlende Baustein. Jetzt entsalzt unsere Entsalzunganlage das Meerwasser wieder wie sie soll. Läuft schnell an, funktioniert ohne Druckschwankungen, wenn sie einmal auf den richtigen Druck eingestellt ist, eben wie neu. Wir sind begeistert. Danke Team Cat Pumps, ihr seid Spitze! 

    Die general überholte Heizung springt schneller an als je zuvor, die neue Schubstange des Backbord Autopiloten hält das Schiff allzeit und unter allen Umständen ohne Leckagen auf Kurs, und der fast neue knallbunte Gennaker verbreitet sofort gute Laune, wenn er das Schiff mit seiner schieren Größe von 212 Quadratmetern über den blauen Ozean zieht.

    Bei so einer langen Fahrt zahlt sich unser steter Fokus auf den Unterhalt der Hexe wieder einmal aus. Wer will schon unterwegs mit technischen Problemen kämpfen?

  • Flautenjoker

    Freitag 3. Oktober 2025 Tag 6
    Baro 1023, bedeckt, Wind 4 – 6 Knoten aus Nord, die See unter 1 m, Etmal 126 sm

    Nach der ruhigen Motornacht folgt ein ebenso ruhiger Motormorgen. Aber: Der heutige Wetterbericht lässt hoffen, angeblich soll ab Mittag der Wind auf nette 10 Knoten, am frühen Abend sogar 12 Knoten, in der Nacht bis 14 Knoten zunehmen, dann werden wir unseren Kurs so anpassen, dass wir mit Gennaker segeln können.

    15:40 Uhr: Etwas später als geplant scheint der Wind sich zu stabilisieren, wir starten einen Versuch  mit dem Gennaker. Es ist sehr angenehm, wenn die Motoren schweigen, alles wird plötzlich so friedlich.

    Volker hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich gestern vergessen habe zu erwähnen, was es zum Abendessen gab. Und das, obwohl es eine meiner Lieblingsspeisen war: Spaghetti Carbonara (ohne Coca Cola). Heute Abend hatten wir wieder ein fürstliches Mahl, ein großes Steak für Volker, und schottischen Lachs für mich, mit herzigen kleinen Böhnchen, auch das war sehr fein.

    Danach bereite ich noch den Teig für die morgige Pizza vor, danach geht es in die Nachtruhe. Obwohl Ruhe zuviel gesagt ist, bei dem weiterhin unbeständigem Wind  muss doch häufig der Kurs angepasst werden.Und wenn wir mit Windsteuerung arbeiten, macht die Fernbedienung uns durch lautes Piepen darauf aufmerksam, dass der Wind sich deutlich gedreht hat und wir winen anderen Kurs steuern als ursprünglich geplant.

    Volker:

    Es ist Schluss mit der Ruhe an Bord und endlosen Schlafsessions. Der Wind hält uns auf Trab, manchmal durch seine Anwesenheit, ein paar Minuten später durch seine Abwesenheit. Auch die Windrichtungen variieren magisch um bis zu 30 Grad. Die Genua wird ausgerollt, um gleich darauf wieder weggedreht zu werden. Wir segeln für fünf Minuten mit dem Gennaker in die richtige Richtung, der Wind dreht dann plötzlich weg und wir fahren 60 Grad in die falsche Richtung.

    Kaum segeln wir mal im Schmetterling, mit nach außen gesetzter Fock, schwupps, schon geht der Wind weg, und die Segel wackeln nur noch unmotiviert in der Gegend rum. Segeln mit dem Autopiloten im Windsteuermodus? Unmöglich, zu schnell springt der Wind um, das Großsegel steht back und ist nur noch vom Bullenstander gesichert, auf der falschen Seite. Zudem sagen alle Wetterberichte, bis auf „mein“ Passageweather.com, zu viel Wind vorher. Die Windanzeige an Bord variiert innerhalb von drei Minuten von sechs auf dreizehn Knoten Windgeschwindigkeit.

    Entsprechend langsam kommen wir voran. Wir sind ja nicht in Eile, aber schlagende Segel sind eine Qual für unsere Ohren und Augen. Für die nächsten Tage haben Cornelias Windvorhersagemodelle mal wieder deutlich mehr Wind angekündigt, Pasageweather bleibt bei seinem wenigen Wind.

    Und wieder ein wolkiger Sonnenuntergang

    An Schlaf ist nur in kleinen Etappen zu denken. Schön ist es auf dem Meer, Segelspaß geht definitiv anders. Irgendwann heute Nacht gegen 02:00 Uhr war dann Schluss mit lustig, alle Segel schnell weggepackt und der Motor hält uns auf Geschwindigkeit.

    Hoffentlich hat die Capitania recht mit ihren Modellen….

  • Der Autopilot ohne Namen, Tag 5 der Reise zu den Kanaren

    Donnerstag 2. Oktober 2025
    Baro 1023, sonnig, Wind 12 – 7 – 10 Knoten aus nördlichen Richtungen, Etmal 134

    Seit Mitternacht zieht uns die Genua und das Großsegel übers Wasser, total ruhig, das ist sehr entspannt für Skipper und Navigatorin. Nach dem Frühstück wird wieder der Gennaker ausgerollt, bei einem Windwinkel von 135º zieht der am besten trotz eher leichten Windes zwischen sieben und zehn Knoten. Wir haben Glück, tatsächlich gibt es  mehr Wind, zumindest da, wo wir gerade sind, als in allen Voraussagen, PredictWind, ECMWF, GFS, Spire und UKMO angekündigt war. Wir wollen mal nicht meckern und freuen uns über einen Tag mit Gennaker.

    Es ist wunderschön warm, wir genießen die Sonne auf dem Vordeck, leider ohne den Besuch von putzigen Delfinen, und glücklicherweise ohne den Besuch von spielenden Walen, die unsere Ruder anknabbern würden. An der portugiesischen Küste haben gestern und heute wieder drei Angriffe in der Nähe von Viano do Castelo stattgefunden, und das sind nur die drei, die registriert wurden. Deshalb versuchen wir auf jeden Fall, einen Abstand von mindestens 70 Meilen von der Küste zu halten, in dieser Entfernung gab es bisher noch keine Angriffe und auch keine Sichtungen.

    Die Freude über das angenehme Segeln bei schönem Wind hat leider am frühen Abend ein Ende, denn der Wind geht komplett schlafen, nachdem er sich nicht mehr sicher war, woher er wehen soll. Um 21 Uhr holen wir den neuen Wetterbericht von PredictWind, und der macht aber gar nicht viel Hoffnung. Bis mindestens morgen Abend werden wir unter Motor fahren müssen, und auch danach ist der Wind eher mittelmäßig aus Nord. Das ist für uns aus falscher Richtung, weil er direkt von hinten kommt, und das Segeln dann allerhöchstens mit Spinnaker funktioniert, aber sicher auch nicht schnell ist, und sehr anstrengend, denn man muss auf die kleinste Winddrehung reagieren.

    Die Front, die am Abend rings um uns herum aufzieht, macht Volker Hoffnung auf eine windige Nacht, sie zieht aber an uns vorbei.

    Es hilft ja nix, auch wenn Volker über den nicht vorhandenen Wind meckert und natürlich ich daran Schuld bin, der Motor muss an, wenn wir weiter kommen wollen. Auf jeden Fall  wird die Nacht entspannt werden, keiner muss nach der korrekten Segelstellung schauen, oder reffen oder ausreffen. Falls uns irgendwelche Schiffe zu nahe kommen, warnen AIS- und Radaralarme so laut, dass man es selbst im Tiefschlaf hören würde.

    Volker schreibt:

    Aufs Grad genau steuert der Autopilot, virtuelles Segeln nenne ich das, man sitzt vorm Plotterbildschirm und stellt den Kurs zum Wind so ein, dass der Gennaker genügend Druck entwickelt, damit die Hexe gut läuft. Ein Grad nach Backbord, drei Grad nach Steuerbord, fünf Grad nach Backbord, permanent wird der Kurs optimiert. Das Steuersignal für den Autopiloten geht dabei folgenden Weg, über die Eingabetasten am Plotterbildschirm oder über die Fernbedienung des Autopiloten geht die Kurseingabe zum Kurscomputer, der mit seinem Kreiselkompass unter dem hinteren Bett installiert ist. Der Kurscomputer sendet per Kabel ein Signal an den Ruderlagensensor, der achtern im Motorraum direkt mit dem der hydraulischen Schubstange verbunden ist. Der Kolben in der hydraulischen Schubstange bewegt sich und überträgt diese Bewegung auf den Ruderquadranten und damit direkt auf das Ruder. Der gewünschte neue Kurs liegt an.

    Beide Autopiloten, egal ob der im Badkbordrumpf oder der im Steuerbordrumpf, arbeiten zuverlässig wie ein ein Uhrwerk und halten unser Schiff sicher und zuverlässig bei allen Wetterbedingungen auf Kurs. Damit das so ist, tauschen wir schon bei kleinsten Undichtigkeiten die Hydraulikzylinder aus, ersetzen Dichtungen, erneuern den Ruderlagensensor und kontrollieren vor längeren Reisen die zahlreichen Halteschrauben der Ruderquadranten. Nur eins tun wir nicht, wie viele andere Segler es machen, wir haben unseren Autopiloten bis jetzt noch keinen Namen gegeben. Auch namenlos erhalten sie viel Andacht und Zuwendung, sie sind der 3. Steuermann an Bord.

    Der schwarze Ruderlagensensor. Mit seiner kleinen Schubstange, die rechts auf dem schwarzen Arm sitzt und ebenfalls mit einem von den beiden Armen des Ruderquadranten verbunden ist.
    Der aufgeschraubte Ruderquadrant mit seinen beiden Armen, das deutlich hellere runde obere Stahlgebilde ist die Achse vom Ruder selbst. Sie muss kraftschlüssig mit dem Ruderquadrant verbunden sein.
    Der Hydraulikzylinder des Autopiloten im Vordergrund, mit seiner Schubstange und im linken hinteren Bildrand dem dazugehörigen Ausgleichsbehälter mit dem Hydrauliköl.
  • Tag 4: Die Biscaya liegt hinter uns

    Mittwoch 1. Oktober 2025
    Baro 1022, Wind NO 4-5, sonnig, warm. die See ca. 1,5 m, Etmal 155,3 sm 

    Verkehr bei A Coruña

    Die Nacht und den frühen Morgen hat der Wind gut durchgestanden, nach dem Frühstück wird er langsam leichter, wir setzen den Gennaker. Das ist leider eine kurze Freude, es gibt immer weniger Wind und wir fahren nur noch mit 3,5 Knoten. So kommen wir nie nach Lanzarote. Also schiebt mal wieder der Motor mit, heute Nachmittag soll der Wind ja drehen.

    Tatsächlich kommt der Wind um 13:30 statt von Backbord von Steuerbord, wir setzen wieder den Gennaker. Bei zwölf Knoten Wind aus 150º fährt die Hexe ruhig ihren Kurs. Um 14:15 Uhr kommt plötzlich ein kleiner Vogel in den Salon geflogen und Volker packt ihn ganz zart und trägt ihn raus, hoffentlich findet er seinen Weg zurück. Er begleitet uns tatsächlich bis zum frühen Abend, gerade habe ich ihm ein Schälchen mit Wasser hingestellt, da war er fortgeflogen. Hoffentlich schafft er es bis zum Land.

    Wir essen heute deftig, Volker hat einen Eintopf aus Grünkohl, englischem Sellerie, Fenchel, Kartoffeln und Mettwürstchen gekocht, sehr lecker und sehr nahrhaft. Nur der Grünkohl war eine Herausforderung an die Kaumuskeln. Irgendwie hat der Grünkohl von den Kanalinseln eine andere Konsistenz als daheim.

    Am Horizont sind lauter Wolken, sodass es kein schönes Sonnenuntergangsfoto gibt. Aber der restliche Himmel ist klar, bald wird man den Mond sehen, und der soll schon zu 70% zu sehen sein, und immerhin bis Mitternacht unsere Fahrt beleuchten.

    Noch steht der Gennaker, noch reicht der Wind, wir probieren jetzt mal aus, wie das ist, wenn unser Autopilot nach dem Wind steuert. Volker hatte sich bisher immer dagegen gewehrt, aber die Maschine macht das wirklich gut, sie behält stets den gleichen Windwinkel bei. Wir müssen nur darauf achten dass wir eingreifen, wenn die Windrichtung sich gravierend ändert, und wir in die falsche Richtung fahren würden. Schau mer mal, wie lange der Wind heute Nacht durchsteht.

    Volker schreibt…

    Die berüchtigte Biskaya liegt nun hinter uns, und sie war uns mehr als gnädig. Es war unsere 3. Biskayaüberquerung, mit Abstand aber auch die langsamste. Kleine Etmale, wenig Wind aus unterschiedlichen Richtungen, viele Seemeilen mit dem bunten Gennaker. Alles besser als ein Sturm in diesem zu Recht gefürchteten Seegebiet. Wir  beklagen uns nicht über das langsamere Vorankommen und sind froh, dieses Wetterfenster genutzt zu haben. Noch 900 Seemeilen bis Lanzarote liegen vor uns. 

    Das Schöne ist, es wird täglich wärmer und für das Leben im Warmen ist der Katamaran wie geschaffen. Mit seinem großen Cockpit und dem enormen Platz auf den Trampolinen und den Außenflächen lädt das Boot geradezu zum Sonnenbaden und Relaxen ein. 

    Und leckere Gerichte kochen, wird ohne stampfenden, oder rollenden Untergrund zum Vergnügen. Zudem gibt uns das ruhige Wetter genügend Raum zum stundenlangen Schlafen, wir sind frisch und ausgeruht, als wären wir gerade losgefahren.Was will man mehr?

    Ob wir für die Reise zu den Kanaren neun, zehn oder sogar elf Tage brauchen werden, spielt keine Rolle, die Zeit verliert ihre Bedeutung. Es zählt der Tag, das Hier und das Jetzt. Die Freude am Segeln, das Sein auf dem blauen geliebten Atlantik, das funktionierende Schiff, das ist unser Pragmatismus.

  • Der Austausch

    Früh ging es Sonntag Morgen los. Gestern sind Wes und Roisin mit dem neuen Draht und einem ganzen Koffer voller Werkzeuge hier angekommen.

    Um 07:30 war die Nacht zu Ende, die mitgebrachten und an Bord vorhandenen Werkzeuge wurden ausgepackt und auf dem Cockpit-Tisch ausgebreitet. Es gab noch schnell einen Café, und schon ging es los. Volker und Wes haben alles an Bord vorbereitet, um den Draht am Martingal auszutauschen. Zunächst wurde alle Spannung von dem Martingal genommen, die Dirk gelöst, lose auf die Fockschoten gegeben und die Hauptwanten soweit gelöst, bis absolut keine Spannung mehr auf dem Vorstag war.

    Mit Ruhe und viel Akribie wurde dann der kaputte Draht ausgebaut, dabei alle Schrauben usw. gesichert vor dem Sturz ins kalte Wasser. Wes arbeitete von oben an Bord, und Volker von unten im Dinghy. An der Backbordseite musste die Befestigung am Gewindespanner abgeschraubt werden, an Steuerbord – klug erdacht vom Hersteller Sparcraft – war in dem Bolzen, der das Auge des Terminals hält, ein Gewinde eingedreht. Dort konnten wir die 8mm-Schraube mit  Kontermutter lösen, danach wurde mithilfe von Holzkeilen Stück für Stück den Haltebolzen rausgedreht.

    Dann wurde der neue Draht angebracht, der statt dem alten Runddraht 1×19 jetzt aus Dyform 1×25 besteht, und dadurch mindestens 30 Prozent mehr Last aushalten kann. Der Rest war dann fast schon wieder Kür, den neuen Draht und die Wanten wieder spannen, die Sicherungssplinte einsetzten und fertig ist die Laube. 

    Gott und Wes sei Dank, endlich sind wir wieder segelklar, hurra! Um 11 Uhr war der ganze Zauber vorbei! Alles passte, und uns allen vielen mehrere Wackersteine von den Nerven, alles hatte geklappt! In sensationell, kurzer Zeit war die Hexe wieder bereit für neue Segelreisen. 

    Unser ganz großer Dank gilt Wes und Roisin für ihren unglaublichen Einsatz, und auch Danilo und seiner Riggfirma  „Nordest“ aus Teneriffa für die großartige Arbeit bei der Herstellung des Drahtes.

    Heute Abend gibt es Champagne Sunday!

  • Gegensätze

    Fünf Tage GranCanaria liegen nun hinter uns, wir hatten einen royalen Liegeplatz in Pasito Blanco, einem kleinen Wohnresor mit angegliedertem Hafen.

    Diesmal, entgegen unseres letzten Aufenthalts auf der kugelrunden Ferieninsel, haben wir für zwei Tage ein Auto geliehen  und unzählige Haarnadelkurven, Serpentinen und Höhenmeter, sowie über 400 Kilometer abgespult. Steile schroffe Berge, die an die Alpen erinnern, tiefe Schluchten, bei denen man sich im Grand Canyon wähnt, dazu Kiefernwälder wie in den Rocky Mountains und tiefgrüne Täler mit einer üppigen Vegetation empfangen den Touristen im Landesinnern. 

    Dazu gibt es ein paar historische Dörfer, die je nach Gebiet nicht unterschiedlicher sein könnten. Insgesamt eine abwechslungsreiche Insel, vor allem im Inselinnern. Der Süden mit seinen Steilküsten und der Dünenlandschaft im Osten ist von unzähligen Hotelbauten für den Massentourismus geprägt. Nichts, was uns unbedingt abschreckt, aber ein krasser Gegensatz zu der Schönheit der Natur in der Mitte von Gran Canaria.

    Da dies kein Wort-, sondern ein Bildbeitrag werden soll, hört hier der Text schon auf.

    Beim Roque Nublo, eine beeindruckende Formation

    Kakteen am Weg

    In der Nähe vom Pico de las Nieves

    Auf dem Rückweg von Tejeda

    Am Wegesrand

    In Agüimes

  • Reparaturtag

    Sonntag, 11. Februar 2024, Puerto Calero 08:30 – Giniginamar, Fuerteventura 17:30, 58 sm
    Baro 1019, sonnig, Wind 1-2 Knoten, die See ruhig

    Um 8.30 werfen wir die Leinen los, die Reise nach La Palma startet. Zunächst geht es mangels Wind, nur unter Motor, in Richtung der Ostseite von Fuerteventura, das Meer ist spiegelglatt.

    So glatt das Meer, Lanzarote liegt achteraus

    Heute scheint Reparaturtag zu sein.

    Trotz Windmangels geht das Großsegel nach oben, denn allein schon dessen profilierte und effektive Form, in Kombination mit dem Fahrtwind, ergeben einen halben Knoten schnellere Fahrt als ohne das Segel.

    Die Reparaturstücke sind auf das Großsegel aufgeklebt

    Danach wird es Zeit, das von der Liekleine am Achterliek des Segels durchgescheuerte Segeltuch zu reparieren. Das wollten wir schon lange tun, aber da es sich um eine kosmetische und zeitaufwändige Reparatur handelt, haben wir das bisher erfolgreich, nach dem Trägheitsprinzip ;-), vor uns hergeschoben. Wir schneiden uns passende Reparaturstücke aus weichem Segeltuch zurecht, bestreichen diese einseitig, mit einem dauerelastischen Silikonkleber und kleben es so auf die hintere Kante des Segels. Da wir noch ein paar Stunden unterwegs sein werden, kann der Kleber schön antrocknen, und wir können mal wieder einen Punkt von der To-Do-Liste streichen. Wie man auf dem Foto gut erkennen kann, ist der Job gelungen. 

    Der Wind frischt ein kleines bisschen auf, die Genua wird ausgerollt, während wir mit den Vorbereitungen zum Setzen des bunten Gennakers beginnen. Wir freuen uns nach der Motorfahrt richtig auf eine entspannte Segelpartie mit Leichtwindsegel, wir ziehen den Code D hoch, die Schoten sind gelegt, jetzt muss er nur noch ausgerollt werden. Kaum waren die ersten Meter draußen, da höre ich einen schrecklichen Schrei von der Backbordseite, an der Volker stand: Die Endlosleine am Fuß der Rollanlage hatte sich voll um das Stag gewickelt, der eigentlich leichtgängige Rollmechanismus dreht sich wohl durch den vielen Wüstensand nicht mehr ganz so schnell, wie er sollte.  Mit viel Kraft, List und Tücke, und unter heftigen Flüchen, wird die Leine befreit, und das Segel wieder eingerollt. 

    Die Rollanlage

    Also rollen wir erst einmal wieder die Genua aus, und trimmen sie schön ein. Mit einem halblauten Padäng werden wir auch hier schnell in die Realität zurück geholt: Das Gummi, das die Holepunktverstellung für die Genua nach oben hält, ist gerissen. Schnell findet sich Ersatz.

    Das blaue Gummi hält den Genuaholepunkt oben

    Der Rest des Törns verläuft aber zum Glück unspektakulär. Wir setzen den Gennaker, oder besser gesagt den Code D wieder. Im Laufe der Zeit frischt der Wind immer weiter auf, bis wir mit über 8 Knoten übers Meer rauschen. Der Skipper ist glücklich. 

    Um 16:00 Uhr müssen wir halsen, unser Wegepunkt zum Ankerplatz für die heutige Nacht liegt weiter westlich an der Küste von Fuerteventura. Hier reicht auch die Genua, zumal der Wind weiter auf 15 – 17 Knoten auffrischt. Wir haben noch 14 Meilen bis zur Ankerbucht.

    Unsere Ankerplätze für die nächsten Tage sollten möglichst fern von Ortschaften liegen, da hier bis nächsten Samstag der Karneval mit Umzügen, aber vor allem mit abendlichen Vergnügungen und den entsprechend lauten Bässen gefeiert wird. Und das ist nix für die sensiblen Ohren des Skippers.

    In Giniginamar finden wir einen kleinen Ort mit einer schön geschützten Ankerbucht. Um 17:30 fällt der Anker auf 8 m Wassertiefe auf sandigem Untergrund.

    Ein weiterer wunderbarer Tag auf dem Wasser liegt hinter uns!

    Morgenstimmung in Giniginamare
  • Rennfieber

    „Ein Bild (oder auch ein Video) sagt mehr als tausend Worte.“

    Deswegen ist es uns eine besondere Freude, endlich mal wieder, ein neues Hexevideo zu präsentieren.

    Am vergangenen Sonntag ist in Arrecife das RORC Transatlantik Race von Lanzarote nach Grenada in der Karibik gestartet. 

    Hier der Link für Youtube, wir wünschen viel Spaß beim Anschauen!

  • Im Frühtau …

    Auf der Fahrt von St. Pierre zur Grande Anse war Volker aufgefallen, dass der graue UV-Streifen an unserem Vorsegel lose herumhing. Oh, oh, das muss repariert werden, bevor der Schaden größer wird. Nun waren wir bei Dunkelheit in der Grande Anse angekommen, da hätten wir nicht genug gesehen für die Reparatur, außerdem hatten wir Hunger und Durst.

    Moonbow in der Dämmerung vor St. Pierre

    Am nächsten Tag weckt Volker mich ganz früh um 5 Uhr 50, am morgen ist der Wind noch ganz leicht. Zunächst rollen wir die Genua aus und lassen sie dann Stück für Stück aufs Trampolin ab. Nun konnte die Näharbeit beginnen, nachdem der Schaden ausgiebig begutachtet wurde. Mit zwei Bohrmaschinen und je einer Nadel mit Segelgarn bestückt, machten wir uns an die Arbeit, von beiden Seiten aus, um die drei Meter lange offene Naht provisorisch zu reparieren. Mit dem 2 mm Bohrer ein kleines Loch in den UV-Streifen bohren, Nadel durch und festziehen. So geht das Minute um Minute und Stunde um Stunde. 

    Eifrig am Nähen

    Ein bisschen Wettbewerb ist natürlich auch dabei, wer näht schneller, macht die schöneren Stiche, zieht den Faden besser nach? Nach drei Stunden nähen waren wir gemeinsam in der Mitte angekommen, der Wind wartete freundlicherweise auch, bis wir fertig waren, und die Genua wieder hochgezogen und aufgerollt. Danach frischte er – wie erwartet – wieder auf und wir können nun ganz entspannt frühstücken.

    Volker hatte dann mit Sverre von unserem Schwesterschiff, ebenfalls einer Outremer 5X, telefoniert, weil dieser die Kontaktdaten des lokalen Segelmachers von North Sails in Le Marin kennt. Und Sverre wird offensichtlich gleich aktiv, denn am nächsten Tag, also gestern, rief dieser bei Volker an, und sie machten aus, dass er am Samstag unser zwar liebevoll, aber eben doch nur per Hand  geflicktes Vorsegel professionell reparieren wird. Doch dazu gleich mehr.

    Jetzt wollen wir erstmal berichten, dass wir endlich unseren Freund Bernd aus Lanzarote und seine Frau Susanne von der SY Hullu Poro hier inSaint Anne wiedersehen konnten. Die beiden haben erst kürzlich den Atlantik überquert und erkunden jetzt ausgiebig die Karibik. Die (Vor-) Freude über das vorab geplante Treffen war sehr groß, es gibt unendlich viel zu erzählen, und wir können Bernd zudem den entscheidenden Hinweis geben, wo er seine defekten Verbraucherbatterien entsorgen und neue kaufen kann. Zudem hat unser neues Beiboot die entsprechende Kapazität, um 200 Kilo an Bleibatterien sicher durch die weitläufige Bucht bei kabbeliger See zu transportieren. Der Austausch der Akkus geht gemeinsam schnell vonstatten. 

    Batterien-Transport mit dem Beiboot

    Jetzt ankern wir sozusagen Boot an Boot, die Hexe und die Hullu Poro, natürlich mit ausreichendem Sicherheitsabstand. Wir freuen uns auf die gemeinsame Zeit, die nun vor uns liegt.

    Doch zurück zum Genua-Projekt:
    Abermals früh, um 06:30 Uhr fahren wir mit Freund Bernd  in die Grand Caye, eine geschütztere Bucht in der Nähe unseres Ankerplatzes, denn dort scheint es weniger Wind zu haben, um die Genua zu bergen, zusammenzulegen und zu verschnüren. Die Bucht ist auch wirklich sehr gut windgeschützt, schnell fällt das Vorsegel, und die beiden Herren können es problemlos zusammen legen, die 76 Quadratmeter Segelfläche sind gebändigt.

    Auf der Rückfahrt zu unserem Ankerplatz in St. Anne gibt es für Bernd und mich einen „richtigen“ , wohlverdienten Café aus der Siebträgermaschine. Nachdem der Anker wieder fest im Grund liegt, fahren Bernd und Volker mit dem Segel, und den alten Batterien von Bernd in unserem Beiboot nach Le Marin, bringen das Segel zum Segelmacher und die Batterien zum Entsorgen in den Laden, in dem Bernd die neuen gekauft hatte. Am Montag schon soll das Segel genäht und abholbereit sein.

    Das Wochenende steht nun vor der Tür, und heute soll endlich mal wieder die alte Tradition des „Champagne Friday“ aufleben, die wir so häufig mit unseren Freunden aus Lanzarote und den karibischen Segelfreunden zelebrierten, die aber, wenn wir alleine reisend unterwegs waren, natürlich ausgefallen fallen ist. In diesem Sinne wünschen wir allen Bloglesern einen perlenden Start in ein schönes Wochenende.

    Generalprobe für Champagne Friday

  • Oh, oh!

    Im letzten Blog habe ich einen Bericht über die Ereignisse ab dem Anlegen in Mystic versprochen.

    Weil wir vor der Straßenbrücke auf deren Öffnung warten mussten, und es noch eine ganze Weile dauern würde, wollten wir für die kurze Zeit an dem lokalen Dinghysteg festmachen. Genauer gesagt passierte das, worüber wir hier reden, nicht nach, sondern während des Anlegens. Denn plötzlich kamen aus dem Motorraum schreckliche Geräusche, beim Einlegen von Vorwärts- oder Rückwärts-Gang kamen mahlende Töne vom Steuerbordmotor, als ob da jemand mit den Zähnen knirschte. Der Propeller drehte sich nicht mehr, egal, ob der Gashebel nach vorne oder nach nach hinten geschaltet war. Schrecklich!

    angelegt

    Unmittelbar nach dem glücklicherweise sicheren Anlegen machte Volker sich auf Fehlersuche. Mit telefonischem Support von Bernhard, Wes und Ralf zeigte sich, dass es ein Schaden am Saildrive sein muss, aber die Ursache konnten wir noch nicht finden.

    Ein kurzer Tauchgang zur Schraube brachte keine neuen Erkenntnisse, die Schraube hing frei und fest verbunden am Saildrive. Ein Monteur der am nächsten Tag kam, in Verbindung mit einem abermaligen Tauchgang von Volker, half auch nicht weiter. Es muss ein Kegellager oder eine Verbindung im unteren Teil des Saildrives gebrochen sein.

    Eigentlich wollten wir doch sobald wie möglich nach Süden segeln, denn die Temperaturen entwickeln sich hier in die falsche Richtung, im Moment ist es in New England deutlich kühler als in Deutschland. Vor allem die Nächte sind kalt, das ist auf dem Wasser noch mehr zu spüren als in einem Haus an Land.

    Die Hexen im örtlichen Laden helfen auch nicht weiter

    Nun folgen drei Tage voller Telefonate, mit hiesigen Monteuren und Werften. Bei unserem Versuch, in den Häfen und Werften einen Krantermin zu bekommen, und einen Mechaniker zu finden, werden wir abschlägig beschieden. Alle Werften haben keine Zeit, weil sie jetzt am Saisonende so viel zu tun haben, um die zahlreichen Boote, die es in diesem Wassersportmekka gibt, aus dem Wasser zu holen. Wir werden vertröstet, weitergereicht, ignoriert, eine meint sogar, dass wir nun „F..cked up“ seien und keiner Zeit für uns haben werde.

    Mega frustrierend, die Stimmung an Bord sinkt. Glücklicherweise finden wir dann am Ende doch eine Werft. Die Zusage für einen Krantermin und die Aussicht auf einen Volvo Penta-Monteur bei der Safe Harbour Newport Shipyard, in Newport Rhode Island, hellen unsere Stimmung wieder ein bisschen auf.

    Die Leute in Mystic sind zudem wirklich unglaublich freundlich, alle, denen wir von unseren Problemen erzählen, versuchen uns zu helfen, telefonieren mit Freunden, um eine Werft oder einen Monteur zu finden. Oder sie bieten uns an, uns mit dem Auto zum Einkaufen zu fahren, und wir bekommen Tipps für die besten Restaurants vor Ort.

    Die Hexe ist gut sichtbar

    Unser Liegeplatz ist sehr prominent, an unserem ersten Tag war hier Feiertag, Kolumbustag, enorm viele Menschen laufen an dem schönen Platz mit Park vorbei und bestaunen unser Boot. Ein paar sprechen uns an, und in den folgenden Tagen kommen noch viele interessierte Spaziergänger vorbei, wenn sie uns draußen auf dem Boot sehen, werden wir meistens angesprochen, und alle wollen mehr wissen, über uns und unsere Reise, über unser Boot und warum wir hier an dem Dinghysteg liegen.

    Aber eigentlich sollten wir nicht hier sein

    Am ersten Abend waren wir in einem sehr schönen Restaurant essen. Neben uns saß Patty an der Theke, wir kommen ins Gespräch, finden einander sehr sympathisch, und treffen uns während unserer Zeit in Mystic täglich, zum Abendessen, auf einen Café oder ein Bier an Bord, mit Pattys Freundinnen Maria und Frane, im lokalen Pub „The Harp and Hound“, wo wir auch wieder freundliche Menschen treffen, die uns bei der Werftsuche helfen.

    Die Brücke wird 100 Jahre alt. Happy Birthday!

    Jetzt müssen wir nur noch mit dem einen funktionierenden Motor unseren engen Liegeplatz am Dinghysteg schadensfrei verlassen und nach Newport schippern. Die Wetteraussichten für Samstag sind vielversprechend, zudem feiert Mystic das größte Stadtfest der Saison 2022. Die wunderschöne alte Straßenbrücke wird 100 Jahre alt, da wird der Dinghysteg für seine originale Bestimmung gebraucht (das wurde uns auch deutlich vermittelt und wir wollen ja nun auch wirklich nach Newport zurück).

    Schlepphilfe von den zwei französischen Freunden mit Hund

    Und wieder haben wir Glück, denn zwei unserer neuen Freunde haben sich bereit erklärt, uns bei dem Ablegen zu helfen. Der frühe Zeitpunkt, um 8 Uhr, schreckt die beiden Franzosen nicht, sie wollen anschließend zum Angeln gehen. Es klappt hervorragend, das kleine Boot zieht unser Heck vom Steg weg, dreht uns dann, und schon sind wir auf dem Weg zu der Eisenbahnbrücke, durch die wir noch fahren müssen, bevor wir den Mystic River verlassen.

    Der Wind auf dem Weg nach Newport ist schwach, der Backbordmotor tut zuverlässig seinen Dienst. Es ist trotzdem ein befreiendes Gefühl, unterwegs zu sein. Am Nachmittag ankern wir wieder in „unserer“ Bucht vor Bristol, der Liegeplatz in der Werft ist für Montag reserviert und wir genießen einen Abend im Aydan’s Pub.

    Meat Loaf Mountain, eine Spezialität im Aydan

    Heute sind wir unter Motor nach Newport gefahren, ohne Wind, wurden in der Marina sehr freundlich empfangen, zwei Leute standen schon bereit, um uns beim Anlegen zu helfen, brachten uns sämtliche Informationen über den Hafen, inklusive eines Briefes von der Projektmanagerin. Wir sind hier fast das kleinste Boot im Hafen, der ist schon sehr luxuriös, mit richtig großen Booten und allem Service, den man sich vorstellen kann. Wir können ein eigenes Golfcart haben, um den nicht so langen Weg vom Liegeplatz bis zum Ausgang des riesigen Werftgeländes laufen zu müssen.

    Bisher haben wir einen sehr guten Eindruck von dem Newport Shipyard, die Leute sind sehr kompetent und ausgesprochen freundlich, wir haben ein gutes Gefühl, dass uns hier geholfen werden kann. Moe und Hadley kümmern sich sehr um uns und unsere Anliegen, und Charlie, der Dockmaster, hat mir alle Annehmlichkeiten und die wichtigen Dinge, wie Waschmaschinen, Duschen, den Chandler und das Café der Marina gezeigt.

    Morgen erfahren wir mehr über die nächsten Tage, wenn der Mechaniker von Volvo hier gewesen ist, dann berichten wir weiter. Und dass wir dann hoffentlich wieder weiterfahren können.

    Unser ausdrücklicher Dank geht an dieser Stelle an Frau Binge und Herr Hagena von Pantaenius Yachtversicherungen, die uns mit Rat und Tat täglich zur Seite gestanden und uns mit ihrer Fachkompetenz in dieser Situation bisher sehr unterstützt haben.