Pünktlich hält der Zug der SNCF am Bahnhof von Cherbourg, ich springe in ein Taxi, texte Wes, dass ich angekommen bin. Wir treffen uns am Marina Office, dort kann ich den Liegeplatz bezahlen, dann steigen wir ins Dinghy und ab geht es durch die Marina zur wartenden Hexe. Da werde ich tatsächlich mit dem Boot zum Boot gefahren!
Clive und Shay sind gerade dabei, Diesel aus den Kanistern in die Tanks zu füllen, dabei haben sie einen schönen Trick entdeckt, mit dem Schlauch das Vakuum solange zu halten, bis das eine Ende desselben im neuen Kanister steckt, dann wird die Schlcuhschlaufe angehoben, und der Diesel fließt wieder aus dem Kanister in den Tank, ohne dass man das mit dem Mund ansaugen muss, viel gesünder. Wobei wir sonst eher die Kanister über einen selbstgebastelten Trichter aus einer alten Plastikflasche einfüllen, aber das erfordert mehr Muskelkraft. Anschließend werden das Dinghy und der Außenborder mit dem Fockfall an Bord gehoben, alle leeren Kanister verstaut, schon sind die Leinen los, und um 16:00 Uhr verlässt das Boot den Hafen für die letzte salzige Etappe der “Hexe@home-Aktion”.
Der Wind zeigte sich im Hafen von einer “vorfreulichen” Seite, im Hafen fliegen mir die Haare um den Kopf, und auch Wes’ Sohn Shay hat die langen Rastalocken mit einem Tuch eingebunden. Ich freue mich schon wie die berühmte Schneekönigin auf das erste Segeln nach über einem halben Jahr. Kaum sind wir aus dem Hafenfahrwasser raus, rollen die Jungs die Genua aus. Direkt vor dem Wind segeln wir leise im leicht kabbeligem Nordseewasser nach Nordosten. Als der Wind sich in eine spätnachmittägliche Brise gewandelt hat, wird der Genacker rausgeholt, alle Leinen gelegt, schon steht das bunte Segel und zieht uns auf unserer Route. Leider ist auch der Zauber nicht von Dauer, der Wind wird immer leichter, und wir müssen ja doch vorwärts kommen. Schließlich ist das eine Überführung und kein Urlaubstörn. Also Motoren an, und los geht’s.
Der gleichmäißge Sound begleitet uns durch die Nacht, auch am Samstag haben wir mit dem Segeln kein Glück mehr, vier bis acht Knoten Wind genau von hinten sind nicht genug für die Hexe. Dabei hatten die drei Jungs sich so auf einen richtigen Segeltörn gefreut. Am Anfang, als sie Lanzarote verlassen haben, hatten sie guten Wind,nach Madeira aber kam die Flaute. Danach waren es nur noch die drei Tage über die Biskaya bis Brest, dass es genug Wind zum Segeln gab, dort, das haben wir auf MarineTraffic gesehen, ist die Hexe geflogen, bei aus Vorsicht bereits gerefften Segeln, einmal mit über 12,5 Knoten über Grund, und fast immer segelte sie um die 11 Knoten Geschwindigkeit.
Der Ärmelkanal jedenfalls hat Spiegelqualität, ein leichtes Atmen des Meeres ist noch spürbar, ansonsten liegt das Wasser glatt wie ein stiller See. Aufpassen muss der Wachhabende trotzdem, denn auch hier gibt es an unerwarteter Stelle Fischerfähnchen, und ein paar Segelboote sind unterwegs zwischen dem Fahrwasser für die großen Pötte und der Küste. Wir passieren das Verkehrstrennungsgebiet vor Zeebrugge in Belgien, hier liegen Unmengen von großen Tankern und Frachtern vor Anker “Waiting for Orders”, die Weltwirtschaft schläft noch ihren gekrönten Dornröschenschlaf.
Am Vormittag haben wir an Backbord die weißen Klippen von Dover gesehen, an Steuerbord liegt die liebliche Landschaft der Normandie, danach verlassen wir La Grande Nation, fahren an Belgiens Küste vorbei. Mit den ersten Strahlen der Morgenröte haben wir – just in time – Hoek van Holland erreicht, dort müssen wir uns über Funk melden, und im extra markierten Fahrwasser für Yahtren vorbei fahren. Auf Marifonkanal 3 bekommen wir Anweisungen, wie die vor der Mündung arbeitenden Bagger zu passieren sind. Vom Ende des Fahrwassers sind es noch 30 Seemeilen bis zur Schleuse zum Nordseekanal bei Ijmuiden, eine Premiere für die zweibeinige Hexe, dann wird die Hexe zum ersten Mal im Süßwasser schwimmen.
Autor: Hexymama
-
Auf dem Wasser, endlich!
-
Mit der Bahn zum Boot
Voller Vorfreude bin ich heute morgen um halb fünf aufgestanden, als der frühe Wecker geklingelt hatte. Heute geht es zur Hexe! Wes und seine Crew sind gestern Abend schon in Cherbourg eingelaufen, und obwohl ich telefonisch einen Liegeplatz reserviert, und extra gestern Nachmittag noch einmal im Marina Office angerufen hatte, um die Ankunft zu bestätigen, war an den mir genannten Längsseitsstegen nichts mehr frei, und sie mussten an einen „Inselsteg“ gehen, von dem aus man nur mit dem Beiboot an Land kommt.
Volker hat mich also heute morgen nach Frankfurt an den Hauptbahnhof gefahren, dort stand auch schon der ICE nach Paris auf Gleis 19, pünktlich ist er abgefahren. Doch leider kam schon in Mannheim die erste Hiobsbotschaft: Der Zug wartet auf verspätete Anschlusszüge, und hat dann selber 20 Minuten Verspätung. Der nette Zugbegleiter versicherte mir zwar, dass wir hinter der Grenze die Verspätung wieder aufholen würden, aber trotz Spitzengeschwindigkeiten von um die 320 km/h sind wir erst 10:20 statt 09:56 in Paris Est eingelaufen. Nun musste ich für den nächsten Zug leider den Bahnhof wechseln, denn in Paris fahren am Gare de l’est nur internationale Verbindungen, für innerfranzösische Correspondance muss man entweder zum nahe gelegenen Gare du Nord, oder halt, wie ich, zum etwas weiter entfernten Gare St. Lazare. Und ich hatte nur eine Stunde Aufenthalt!
Noch einige andere Mitreisende warteten nervös an der Tür, bis der Zug endlich auf dem Bahnsteig zum Stillstand kam. Nun, meine Experimente mit der Metro und einmal Umsteigen hab ich lieber gekippt, und mir einfach ein Taxi geschnappt. Der Fahrer war nicht sonderlich begeistert, denn es ist ja keine lange Strecke, zu laufen wäre es eine halbe Stunde gewesen, aber dann fuhren wir doch los. Natürlich war es voll, jede Menge rote Ampeln, Fahrradfahrer, die die halbe Fahrbahn einnehmen, Autos, die mal eben schnell, oder auch nicht so schnell was abladen wollen und in zweiter Reihe stehen bleiben und die Straße blockieren. Ich hab schon mal nach Leihwagen am Bahnhof geschaut, denn der nächste Zug nach Cherbourg würde erst zwei Stunden später fahren. Ein bisschen Wehmut und Sehnsucht kam schon in mir auf, Paris ist immer noch wunderschön, und ich wäre gerne ein bisschen länger geblieben…
Aber schließlich haben wir es geschafft, auf der rechten Seite taucht der Bahnhof St. Lazare auf, ich suche das Gleis, und keine fünf Minuten später ist der Zug auch schon eingefahren und alle wartenden Reisenden können einsteigen. Jetzt sitze ich kommod in einem in dunkellila gehaltenen Großraum der ersten Klasse (das hat für die ganze Reise nur 20 Euro mMehrkosten ausgemacht, sodass ich mir das einfach mal gegönnt habe), und fahre bei eher bedecktem Himmel der Küste entgegen. Volker muss leider noch ein bisschen in Darmstadt bleiben, und sich um die Renovierungsarbeiten und die Gartenanlage kümmern, der Arme! Ich freue mich aufs Boot, das wir wo lange nicht mehr besuchen konnten. So lange waren wir noch nie ohne Boot!
Hexe, ich komme!
-
Hexe is coming home!
Seit den Mittagsstunden des 9. Juni ist unsere Hexe unterwegs!

Wettervorhersage für Mittwoch Drei überaus fähige Segler sind an Bord und bringen sie von Lanzarote nach Holland. Wes und Clive kennen wir von Puerto Calero, Wes betreibt die dortigen Ausflugskatamarane, ist selbst erfahrener Katamaran-Eigner und schon mehrfach über die Weltmeere gesegelt. Außerdem verdient er, wie auch Clive, sein Geld mit der Reparatur und dem Service für Boote in der Marina auf Lanzarote, kurz gesagt, die Hexe ist in den besten Händen. Mit an Bord ist Wes’ Sohn Shay, den wir leider noch nicht persönlich kennen, der ebenfalls viele tausend Seemeilen auf den Ozeanen der Welt auf dem Buckel hat, also eine großartige Crew.
Manchmal können wir die Hexe auf MarineTraffic orten, dann wieder auf Vesselfinder, aber am zuverlässigsten sind die Emails von Wes, die wir täglich bekommen, mit Positionsangabe und Details des letzten Tages. Natürlich checken wir mehrmals am Tag unsere Mails, schließlich fiebern wir mit. Leider konnten wir, bedingt durch die Reisebeschränkungen wegen Covid-19, nicht nach Lanzarote reisen, um das Boot selber in den Norden zu holen. So haben wir uns schließlich schweren Herzens entschlossen, die Hexe nach Holland überführen zu lassen.

Die bisherige Route 800 Seemeilen liegen schon in ihrem Kielwasser seit dem Start, es sind auch noch ca. 1200 Meilen bis Hoorn, dort haben wir in unserem Vereinshafen einen Liegeplatz reservieren können, dank der tatkräftigen Unterstützung von Kees, dem allerbesten Hafenmeister der Welt, vielen Dank, Kees, nochmal an dieser Stelle!
Im Moment ist an der portugiesisch-spanischen Atlantikküste eher Flaute, die Crew muss motoren, um rechtzeitig auf der Höhe von A Coruña zu sein, damit sie den einsetzenden Westwind über die Biskaya nutzen und schnell unter Segeln bis in den Englischen Kanal fliegen können, hoffentlich.
Es fühlt sich schon sehr komisch an, unser Boot segelt oder fährt unter Motor, dort, in den unendlichen Weiten des Atlantik, ganz ohne uns!
Wenn alles klappt, werde ich Mitte dieser Woche in Brest oder Cherbourg zusteigen, und wenigstens die letzten gut 300 Seemeilen bis Holland mit segeln. Wir werden berichten…
-
Unterstützung beim Rolling home für Segler
Wie alle sind auch wir in diesen seltsamen Zeiten häufig in telefonischem und Mail-Kontakt mit vielen Freunden. Hier in Deutschland arrangiert man sich mit den Umständen, Schlangen an den Supermärkten und der Maskenpflicht ab Montag, offensichtlich mehr oder weniger gut. Gestern waren wir mal am sehr späten Nachmittag kurz in der Innenstadt, um frisches Obst zu kaufen, dabei fiel uns, trotz der inzwischen auf 800 qm wieder geöffneten Geschäfte eine gähnende Leere auf.

Zuchttöpfe! Aber glücklicherweise haben wir ja seit Wochen sehr schönes Wetter. Außerdem sind wir hier in Deutschland nicht sooo reglementiert wie unsere Freunde auf den Kanaren oder in der Karibik und in anderen Ländern. Wir wurschteln so vor uns hin, und ich freue mich auf meinen neuen Garten, für den ich schon ganz viele Gemüse- und Nutzpflanzen vorziehe. Außerdem vermissen wir Samy schmerzlich, auch die obligatorischen Spaziergänge. Jetzt muss ich morgens turnen, damit ich nicht einroste, statt über die Mathildenhöhe zu laufen.
Unsere Segelfreunde Ralf und Inge von der Segelyacht „Malwieder“ liegen noch in der Marina auf Antigua, aber sie scharren mit den Füßen (oder besser, wedeln mit den Segeln?), um nach Europa zurück zu kehren, denn die Hurrican-Saison in der Karibik naht, und mit ihr die Notwenigkeit, das Boot in sichere Gefilde zu bringen, also außerhalb des Hurrikan-Gürtels zwischen 10° und 30° N. Das Problem haben dieses Jahr viele Segler, die vielleicht eigentlich weiter in die USA oder durch den Panama-Kanal wollten. Und so hat Trans-Ocean, der Verein zur Förderung des Hochseesegelns, mit dem Verein Intermar e.V. eine einmalige Initiative, das Trans-Ocean Rolling Home Team, entwickelt, um Boote, die sich auf den langen Weg machen, zu unterstützen, und den Crews mit Wetterberichten, und Kontakt zur eventuellen Transithäfen zur Seite zu stehen. Wer sich dafür interessiert, hier ist der Link dazu: https://www.trans-ocean.org/Bericht-lesen/ArticleId/6156/Unterstuetzung-fuer-die-Route-Karibik-Europa
Wir werden die „Malwieder“ auf jeden Fall, soweit es geht, verfolgen und per Mail Kontakt halten, ebenfalls das atlantische Wetter beobachten, um im Notfall mit Berichten helfen zu können.
-
Kurzes Update
Überall auf der Welt ist die Zeit verlangsamt, das öffentliche Leben ist mehr oder weniger zum Erliegen gekommen, die Menschen kommen mehr oder weniger gut damit zurecht.
Auch wir sitzen in Darmstadt fest, uns geht es gut, wir leben in unserer Wohnung wie so viele andere auch, noch können wir problemlos nach draußen gehen, im Familienverbund oder mit einer „haushaltsfremden“ Person, wie es so schön heißt.

Kathrin hat einen Mundschutz, Stil “Florentine”, selber genäht Viele Freunde von uns sind aber noch auf ihren Booten, sie liegen in Häfen auf den Kanaren, In Puerto Calero, wo auch die einsame Hexe auf unsere Rückkehr wartet, Solvey und Armin in Santa Cruz de Teneriffa, Martina und Jens in Garrachico auf Teneriffa, Susanne und Martin in Lagos (Portugal), Kathrin und Peter inArenys de Mar nördlich von Barcelona, und ganz viele sind in der Karibik verstreut.
Von Solvey und Armin haben wir erfahren, dass es im Hafen von Santa Cruz de Teneriffa eine strenge Duschordnung gibt: Von 9 – 10 Uhr darf Steg 3 in die Waschräume, von 10 – 11 Uhr Steg 4, u.s.w., damit sich nicht zu viele Menschen dort aufhalten. Einkaufen darf immer nur einer. In Garrachico auf Teneriffa kontrolliert das Militär jede Bewegung der Boat People, Joggen, Sport im Freien, Fahrradfahren ohne Supermarktbesuch sind verboten. Die Segler verabreden sich zum Plausch auf der Toilette! Da ist das Leben wohl total eingeschränkt.
Hilfe über die Situation in den Marinas bieten Trasocean und Navily auf ihren Websites:
https://www.trans-ocean.org/Bericht-lesen/ArticleId/6136/Corona-Das-sagen-unsere-St-252-tzpunktleiterhttp://blog.navily.com/en/blog/covid-19-marina-information/
In Lagos ist die Marina ebenfalls abgeriegelt, die Bootsbewohner bekommen die Einkäufe an Bord geliefert, und igeln sich ein. Boote kommen vielfach weder rein noch raus aus den Marinas.
Prinzipiell gut geht es manchen Seglern in der Karibik. Auf einigen Inseln scheint das Leben halbwegs normal weiterzulaufen, aber ganz viele Inseln sind gesperrt. Und die Hurrikan-Saison steht vor der Tür! Ab Ende Mai gibt es keinen Versicherungsschutz für die Boote mehr, viele, sehr viele planen den Rückweg nach Europa, aber die Azoren sowie Madeira sind gesperrt, und stehen unter Quarantäne. Hier noch ein interessanter Artikel, den Volker im Netz gefunden hat:
-
Auf gefrorenem Wasser

Die Morgensonne färbt schon die Gipfel Obwohl wir ja eigentlich gerne in wärmeren Gefilden weilen, und auch eher übers Wasser gleiten, haben wir traditionell schon immer möglichst eine Woche auf Wasser in der festeren weißen Form verbracht, also beim Ski- oder Snowboardfahren. Dieses Jahr waren wir mit Larissa, Freund Johannes und lieben Freunden aus Remscheid in Maria Alm am Steinernen Meer.

Bergpanorama Glück gehabt, am Anreisetag fing es am Abend an zu schneien, gerade genug für eine Woche Fahrspaß in dem großen Gebiet vom Hochkönig. Bei strahlendem Sonnenschein wurden viele schöne Stunden auf Skiern, Volker meist auf dem Snowboard und Spaziergängen mit unseren beiden Familienhunden Samy und Nana verbracht. Mittags haben wir auf den Bergen oder im Tal bei einer Jause die leckeren österreichischen Spezialitäten wie Kaspressknödel, Frittatensuppe, Palatschinken oder Kaiserschmarrn genossen, abends haben wir es uns bei Schnitzel oder Kaasspatzen gemütlich gemacht.

Auf zum Tanz beim Après-Ski Natürlich ging es nach dem Skifahren das eine oder andere Mal zum Après-Ski beim Bachwirt, da gab es kleine „Schneewutzel“ oder „heiße Witwen“, warmen Likör mit Sahnehäubchen, oder schlicht „Willi mit Frucht“. Zünftige Musi wie der „Heli-Helikopter“ oder ähnliches durfte selbstverständlich auch nicht fehlen. In der Dengl-Alm gab es zweimal in der Woche Live-Musik zum Après-Ski, mit einem erstaunlich guten Allein-Unterhalter. Kurzum, wir hatten eine wunderbare Woche!
Und für uns beide, na, sagen wir mal, vor allem für mich, gab es auf dem Rückweg noch ein ganz großes Highlight. Wir hatten einen Stopp bei unseren Segelfreunden Peter und Irene in München eingeplant, und die beiden haben Karten im Cuvillié-Theater organisiert, „Die drei Musketiere“ wurde gegeben. Hier der Link im Netz: https://www.residenztheater.de/stuecke/detail/die-drei-musketiere.
Das Spektakel hatte wenig mit dem Original von Dumas zu tun, obwohl die vier brillanten Schauspieler auf der ansonsten leeren Bühne sich des öfteren fragten, wieso sie eigentlich als drei Musketiere zu viert waren, aber es war einer der großartigsten Theaterabende, die ich je erlebt habe. Das Publikum dankte es mit nicht enden wollendem Applaus, wir haben uns zwei Stunden lang amüsiert über intelligente Anspielungen auf die gesamte Theatergeschichte und haben die sportlichen Leistungen, inklusive einer Schwert-und-Degen-Einlage, sehr bewundert. Ganz großes Theater!Nächste Woche fahren wir nach Düsseldorf auf die „Boot“ und schauen mal, was es dort Neues zu besichtigen gibt. Wir werden berichten.
-
Fröhliche Weihnachten!
Wir wünschen allen Freunden und Lesern unseres Blogs
eine wunderschöne und friedliche Weihnachtszeit,
und ein gesundes, glückliches und spannendes neues Jahr!
Die Crew der Hexe: Cornelia Großmann und Volker Mandler mit Bordhund Samy
-
Alles gut?

Samy liegt entspannt im Netz, wie immer Vor dem Abflug nach Frankfurt am Freitag möchte Volker doch so gerne noch einmal segeln gehen. Meine Versuche, Alex im Marinabüro dazu zu bewegen, dass er uns bei unserer Rückkehr heute unseren Starplatz am Ende des Hafens zuweist, sind leider gescheitert. Egal, bei strahlendem Sonnenschein legen wir kurz nach ein Uhr mittags ab, die Restaurants im Hafen sind gut gefüllt für Cena oder Lunch, wir segeln statt Mittagessen, das hält schlank.
Bei leichtem Wind, Sonnenschein und flachem Meer segeln wir bei ca. 60° Windeinfallswinkel Richtung Arrecife, bei 14 – 16 Knoten Wind pflügt die Hexe mühelos mit über zehn Knoten Geschwindigkeit über Grund. Um 14:45 Uhr sind wir beim Grand Hotel angelangt, dem einzigen Hochhaus Lanzarotes, wir halsen, und fahren zurück nach Calero, der Wind kommt ein bisschen achterlicher als vorhin, das wirkt noch viel müheloser als vorhin, Samy liegt auf seinem Lieblingsplatz. Um 16 Uhr sind wir wieder im Hafen, ohne Streit angelegt, alles gut.

Unser heutiger kleiner Schleifenkurs bis Arrecife und zurück Heute Morgen war Kathrin, die Physiotherapeutin, bei uns an Bord und hat sich dankenswerterweise um meine Schulter gekümmert. Seit gut zehn Tagen schmerzt mein rechtes Schultergelenk, zuerst andauernd, seit ein paar Tagen immer mal, aber dann sehr. Glücklicherweise kannte Ulrike die Kathrin und hat sie mir empfohlen, und glücklicherweise hatte Kathrin heute Zeit. Die Behandlung hat so gut getan, vielleicht sollte ich morgen mal über Schmerzen auf der anderen Seite klagen, oder im unteren Rücken, dann käme Kathrin bestimmt noch einmal. Aber jetzt bin ich erst einmal dankbar, dass es der rechten Schulter wieder besser geht. Schulter gut.

Volker um einem Backenzahn ärmer Und wenn wir schon bei den kleinen Wehwehchen sind: Gestern hat Volker endlich den seit Wochen, ach was sag ich, seit Monaten schmerzenden Backenzahn ziehen lassen. Der hat nämlich vorgestern Morgen richtig angefangen zu eitern. Auch hier wusste Ulrike Hilfe: Janique, die französische Zahnärztin aus Bordeaux, die es ebenfalls nach Lanzarote verschlagen hat, soll angeblich Zähne ziehen, ohne dass man es merkt. Bei Ulrike jedenfalls.
Nun, bei Männern tut es etwas mehr weh. Volkers entzündeter Backenzahn ist auch erst einmal auseinander gebrochen, so marode war der schon, Janique musste die beiden Wurzeln anschließend einzeln entfernen. Danach sah Volker um Jahrzehnte gealtert aus, begnügte sich auch mit Yoghurt zum Mittagessen, aber glücklicherweise wurde es sehr schnell besser, und heute Morgen ist er völlig schmerzfrei erwacht und glücklich, dass der Störenfried nun endlich draußen ist.
Boot segelt, Schulter gut, Zahn raus, Ende gut, alles gut.
-
Es wird Winter

Blauer Himmel wechselt sich ab mit dichten Wolken Ganz heimlich hat sich in den letzten zwei Wochen das Wetter verändert. Anfang November mussten wir Samy mittags noch mit dem Schlauch abduschen, damit es ihm nicht zu heiß war, und auch wir suchten Abkühlung beim Schwimmen und Schnorcheln in der kleinen Bucht oder hinter unserem Boot. Dann fing es an und wurde abends nach Sonnenuntergang so kühl, dass man tatsächlich eine lange Hose brauchte. Letzte Woche kam der Sturm und seitdem ist hier kanarischer Winter. In den Restaurants sind inzwischen die Plätze im Innenraum die begehrteren, nicht mehr die auf der Terrasse. Und seit ein paar Tagen gibt es immer wieder mal einen kleinen Schauer, nach dem wir dann wieder Boot putzen können, weil der Regen immer roten Sand mit bringt.
Es sind immer noch viele Boote in Transit hier in der Marina, manche warten auf ruhigeres Wetter, andere haben noch kleinere Reparaturen zu machen, die große Leopard 3 hat ein neues Großsegel bekommen, hat aber vor einer halben Stunde abgelegt. Für gestern gab es eine Wind- und Wellenwarnung fürLanzarote, das hat sicherlich manche davon abgehalten los zu segeln, aber bald werden auch sie sich auf den Weg in die Karibik machen.

Die Boote der ARC+ auf Yellowbrick Die Boote der ARC+ sind fast vollständig auf den Kapverden angekommen, auch unsere Freunde von der Saoirse und der Oktant haben offensichtlich eine super Rallye gefahren, herzlichen Glückwunsch. Am 21. starten sie Richtung St. Lucia, und am 24. startet die direkte ARC von Gran Canaria. Wir wünschen allen Teilnehmern „Fair Winds“ und werden ihren Weg über Yellowbrick verfolgen. Das ist ein Satelliten-Tracking-System, bei denen man Boote, die mit einem solchen Tracking-System ausgestattet sind, über das Internet verfolgen kann.
Das mit dem kanarischen Winter ist aber auch Auslegungssache. Wir haben gestern Abend die Dieselheizung angemacht und ein paar Stunden laufen lassen, die Spanier laufen in Mänteln und Stiefeln herum. Nur die Engländer spazieren mit kurzen Hosen und Spaghettiträgerkleidchen durch die Marina, in den Ferien auf den kanarischen Inseln ist eben einfach Sommer angesagt!


