Autor: Hexymama

  • Das Martingal

    Montag, 12. Mai 2025

    08:30 Uhr Volker will das Boot vom Salz befreien und geht nach vorne mit dem Schlauch. Ich höre drinnen nur ein leises „Nein“, und weiß, da kommt irgendetwas ganz Schlimmes! Wenn es nur eine kleine Katastrophe ist, schreit er ganz laut und entsetzt „NEIIIIN“, aber diesmal war es wirklich nur ein „Oh nein“.

    An dem  Metalldraht am „Martingal“ (Volker nennt das so), sind zwei Metallstränge von insgesamt 19 gebrochen. Die Arbeitsweise dieser Verspannung in Verbindung mit dem Draht und der Traverse ist ähnlich der einer Brückenkonstruktion. Der Draht läuft über einen erhöhten Pylon und dieser Pylon drückt durch den Druck und die Spannung des Drahtes die darunter liegende Traverse nach unten. Das wirkt den Zugkräften von Gennaker, Genua und anderen Vorsegeln entgegen. Die Traverse stabilisiert zudem noch die weit entfernten Bugs.

    Wie das passieren konnte? Wir wissen es nicht. Klar, gestern gab es Wellen und Wind, aber es waren keine fünf Meter hohen Monsterwellen, und es war nur ein Wind von nicht mehr als sechs Beaufort. Und wir waren im 2. Reff im Großsegel, und die Genua im 3. Das Boot ging hoch und runter, ist aber in kein Wellental gekracht. Eventuell kann man von einem Materialversagen des Drahtes sprechen.

    Egal wie…

    Zuerst muss entschieden werden, wo wir jetzt hinfahren, wir sind ja schon weit draußen auf dem Atlantik. Denn dass wir mit dem Schaden am Draht unsere Reise wie geplant fortsetzen können, daran ist gar kein Gedanke zu verschwenden. Zuerst muss das repariert werden, das steht fest. Fahren wir nach Lagos an der portugiesischen Algarve oder zurück nach Lanzarote? Beide Strecken sind fast gleich lang. Oder vielleicht doch nur bis Madeira? Madeira und Lanzarote haben den Vorteil, dass wir mit achterlichem Wind fahren, das bringt weniger Druck auf die Struktur als ein Halbwindkurs Richtung Lagos. Obwohl das natürlich gut wäre, es ist nicht so weit von Outremer entfernt, sodass benötigte Ersatzteile einfacher geliefert werden könnten. Und es wäre kein Zurück, nur ein „Anderswohin“.

    Inzwischen sind wir aber doch zurück auf dem Weg nach Madeira, wir haben den Mast mit Fallen nach Backbord und nach Steuerbord verspannt, und nun motorsegeln wir mit dem Großsegel bei achterlichem Wind vorsichtig wieder nach Süden. Welche Marina es wird, Calheta oder wieder  Quinta do Lorde, wird sich in der nächsten Stunde herausstellen, Freund Uli kennt einen Mechaniker auf Madeira, der sich unseres Sorgenkindes annehmen will.

    Nun hatte ich bis heute morgen gedacht, „Jetzt haben wir den ersten und anstrengendsten Teil unserer Reise hinter uns, jetzt kommt die Kür.“ Die Nacht war gut, wir sind schön gesegelt, und nun wird paar Stunden mit Motor gefahren, dann geht es ganz wunderbar mit halbem Wind auf A Coruña zu. Wir haben schon gemutmaßt, ob es vielleicht doch gleich weitergehen könnte, Richtung Concarneau. Nee, das waren nur Schimären!

    Jetzt fahren wir nach Calheta, dort konnte ich einen Platz reservieren, Miguel wird kommen, und Wes und hoffentlich auch die fehlenden Teile von Outremer. Madeira ist ja schön, aber ewig wollen wir auch nicht dort bleiben. Mal sehen, was die Tage so bringen!

    Also liebe Hexenblogfans, drückt bitte ganz fest die Daumen, dass jemand den passenden Draht, die passenden Walzterminals und eine starke hydraulische Pressmaschine auf Madeira hat, ansonsten haben wir ein echtes Problem.

  • Adieu Madeira!

    Der perfekte Regenbogen

    Sonntag (Muttertag) 11. Mai 2025

    Leider hatte der Wetterbericht von heute  morgen keine Anstalten gemacht, uns mit besseren Aussichten zu versorgen, aber wir wagen es trotzdem, wir lösen die Leinen für die Überfahrt zum Festland Europa. Zwischendurch werden wir wohl durch Flautenlöcher motoren müssen, danach winkt ein angenehmerer Nordwestwind. Am Anfang allerdings wird es nicht so schön, wir werden bei stärkerem Wind ein großes Stück Richtung NNW halten müssen, statt auf Kurs nach Nordosten zu fahren.

    Was der Wetterbericht aber nicht vorausgesagt hat, waren 25 Knoten Wind und drei Meter hohe, kurze kabbelige Wellen. Es ist uns in all der Zeit, seit wir auf dem Katamaran segeln, noch nie passiert, dass die kleine DeLonghi Kaffeemaschine umgefallen ist, aber heute haben die Wellen das geschafft.

    ***

    Doch von Anfang an:
    Gestern hatten wir noch einen schönen Abend mit Johann und Christine von der schönen Fountaine Pajot verbracht, am Abend vorher waren es Uli und Alex von der Calypso, wir haben eine Französisch-Schweizer Familie kennengelernt, die uns auf einen Drink in ihr Appartement eingeladen haben, es fühlte sich schon fast an wie in Puerto Calero, wo man fast jeden kennt.

    Madeira hat uns wieder gut gefallen. Die Mädels im Hafenbüro sind einfach nur klasse, sie begrüßen – wie eigentlich alle auf den portugiesischen Inseln – jeden mit einem lächelnden „Guten Tag, wie geht es?“ Und wenn man etwas wissen will, braucht oder nur so, man bekommt immer eine nette Auskunft, und sie sind sehr hilfsbereit. Wenn ich nur daran denke, dass ich für Lukasz ein Leihauto bestellen konnte, ohne dass wir überhaupt in den Hafen kommen wollten!

    Aber schließlich sind wir ja doch in der Marina Quinta do Lorde gelandet, und weil das Auto ja für zwei Tage bezahlt war, haben wir es nach Lukasz’s Abflug übernommen, und noch einen Großeinkauf im Continente gemacht, damit wir ausreichend für die Überfahrt versorgt sein werden. Am Abend sind wir zu einem Restaurant oberhalb von dem Nachbarort „Machico“ gefahren, dem Restaurant „O Forno“, auf Deutsch „Der Ofen“. Das war eine gute Wahl, denn dort waren nur portugiesische Gäste, im Innenraum gab es karierte Tischdecken, wie früher im Elsass in den einschlägigen Kneipen, wir saßen in einer Art Wintergarten mit blanken Tischen und einem sensationellem Blick über die Bucht und die See.

    Volker hatte sich Grillhähnchen bestellt, „Frango“ auf portugiesisch, und ich wollte die hiesige Variante von Fish and Chips probieren. Vorher gab es noch „Pao com Alho“, Knoblauchbrot, aber das war lecker! Das war ein richtiger Brotteig, als Fladen über dem Holzfeuer gebacken, aufgeschnitten und mit reichlich Knoblauch und Olivenöl gefüllt, delikat.

    Dann wurde ein riesiger Metallarm an unserem Tisch festgeschraubt, und wir waren schon sehr gespannt. Tatsächlich wurde daran ein Spieß mit Hähnchenteilen aufgehängt, noch ein bisschen Butter über die heißen Fleischstücke geträufelt und es schmeckte so lecker. Auch mein panierter Fisch war das Beste, was ich an Fisch in dieser Form gegessen habe, es war nicht nur einfach so paniert, sondern mit vielen Kräutern, Gewürzen, wiederum reichlich Knoblauch und Olivenöl dazu, einfach nur ein Gedicht. Und viel zuviel!

    Außerdem musste auch noch ein Abfluss von der Backskisten-Entwässerung neu eingedichtet werden, dort sammelte sich immer das Wasser, weil es nicht ordentlich ablaufen konnte. Aber das war eigentlich nur eine Kleinigkeit für meinen ausgefuchsten  Bootsmechaniker, ein bisschen Abschrauben, Säubern, und Silikon, schon ist auch das wieder gerichtet.

     ***

    Um 08:00 Uhr heute morgen war es soweit, wir legen los. Um 08:30 Uhr waren wir klar, die Jungs von dem französischen „Sozialarbeiterboot“ gegenüber haben uns mit dem Loswerfen der Achterleine geholfen, und schon waren wir draußen. In Lee der Insel ist die See noch ruhig, nur der Wind bläst durch die Düsen, die von den Bergen gebildet werden, mit bis zu 27 Knoten.  Aber als wir aus dem Windschatten der Insel raus kommen, fängt das Geschaukel an. Von drei Meter Welle hat auch kein Wetterbericht geschrieben.

    Frühstück

    Naja, wir schaukeln uns so durch, alle Türen sind fest geschlossen, alle Schubladen gesichert, es gibt Frühstück, wie immer auf den Überfahrten am Kartentisch. Gerade haben wir abgedeckt, da ertönt um 12:30 Uhr der Bilgenalarm! “Bitte nicht!“ bringe ich nur heraus, nach den Erfahrungen von der letzten Überfahrt. Volker geht zu dem Backbord Motorraum. Tatsächlich ist da Wasser zu sehen, er steigt also, trotz des Wellengangs, in die Kammer hinab, wischt alles trocken, aber es scheint, dass es nur Reste des Wassers von der letzten Reparatur waren, die durch die extremen Schiffsbewegungen aus den hintersten Ecken hervor gekommen sind. 

    Inzwischen hat der Wind nachgelassen auf 14 – 16 Knoten, auch die Wellen sind deutlich runter gegangen, es ist insgesamt viel angenehmer. Trotzdem fahren wir – mit zwei Reffs im Großsegel und einem in der Genua, weiterhin auf einem strengen Amwindkurs mit 6 – 7 Knoten. Heute Nacht soll auch der Wind  einschlafen, dann werden wir auf den Idealkurs gehen, jetzt fahren wir 60 Grad daneben, 330° statt 30°.

    Soviel für heute, morgen berichten wir weiter von unserer Überfahrt.

  • Montag, 5. Mai 2025, der erste Tag unserer neuen Reise

    Unter schönstem Sternenhimmel verlassen wir – tatsächlich wie geplant um 5 Uhr – den Hafen von Puerto Calero.

    Am 15. Oktober haben wir das letzte Mal die Leinen gelöst, nur, um eine Spazierfahrt nach Los Lobos, der kleinen Insel vor Fuerteventura zu unternehmen. Also mehr als sechs Monate war die Hexe im Hafen von Calero angebunden. 

    Nach anfänglicher Motorfahrt frischt der Wind auf, wir können segeln. Am Wind mit ca. 70° Windeinfallswinkel, und der Wind nimmt – wie von unserem Wetterbericht bei PredictWind versprochen – zunächst zu, auf 11, später 15 Knoten und wir segeln mit 7-9 Knoten Fahrt unserem Ziel Madeira entgegen. Seit dem Leuchtturm Pechiguera, ab dem wir auf Kurs Richtung 326° anluven konnten, ist die See doch sehr ruppig, als würden wir auf einem bockigen Pferd reiten.

    Das beste Schleifpapier

    Der Abfahrt voraus gingen anstrengende Tage, vor allem für Volker und unserem Freund Jens von der „Maje“, der Volker beim Schrubben des Unterwasserschiffs geholfen hat. Vier Tage lang waren die beiden jeden Morgen vor dem Frühstück im noch kühlen Meer, natürlich mit dickem Neopren, aber trotzdem. Und die Arbeit war hart: In den Monaten, in denen die Hexe hier unbewegt im Hafen lag, hatten sich ganz viele kalkige Stellen entwickelt, die aussahen wie kleine Würmer. Die mussten alle abgeschrubbt werden, mit Spachtel oder Schleifpapier oder Schleifschwamm. Auch die Ruder und die Schwerter mussten gesäubert werden, und am Ende kamen auch noch die Propellor und die Loggen dran. Dass man sich im Wasser immer selber wegstößt, macht die Sache nicht leichter. Um auch die tieferen Rumpfstellen ohne schweren Lungenautomat auf dem Rücken erreichen zu können, hatte Volker einen Kompressor ausgeliehen, und mit einem langen Schlauch funktionierte das eben ohne die schweren Sauerstofflaschen auf dem Buckel. Insgesamt über acht Stunden haben die beiden mit dieser Schwerstarbeit verbracht, Grund genug, dass Martina nd ich jeden Morgen pünktlich um 11:30 Uhr ein üppiges Frühstück auf dem Cockpittisch gedeckt hatten.

    Außerdem musste natürlich für die Fahrt eingekauft werden, denn wir wollen zunächst mit dem temporären Crewmitglied Lukasz bis Madeira segeln, dort geht er erstmal von Bord, um das Bruttosozialprodukt zu unterstützen, vielleicht passt es ja, dass er zu einem weiteren Streckenabschnitt noch einmal zu uns stößt.

    Wir wollen ohne längeren Aufenthalt Madeira wieder verlassen, und Richtung spanische Küste bis A Coruña segeln, dann geht es weiter über die Biskaya Richtung Bretagne, anschließend in den englischen Kanal. Das Ziel ist Hoorn, dort, am Ijsselmer liegt unser Segelverein. Dann wollen wir gerne das Boot ein wenig leichter machen, und all die überflüssigen Dinge von Bord schmeißen. Naja, nicht gleich weg, erstmal nehmen wir das meiste mit nach Hause, dann wird unsere Hexe noch schneller!

    Den Literpreis hätten wir daheim ach gerne

    Es war eine kurze Nacht, denn gestern Abend waren wir noch mit unseren Freunden in der besten Tapasbar der Marina Rubicon zum Essen, und so war es doch Mitternacht, bis wir im Bett lagen. Um 04:50 hr klingelte schon der Wecker. Obwohl, ich war sowieso schon seit halb fünf wach, denn in der Nacht vor einem größeren Törn schlafe ich nie so gut. Irgendwie ist man doch immer noch ein bisschen aufgeregt, bevor es los geht.

    Nun liegen schon über 70 Meilen in unserem Kielwasser, der Wind raumt ein bisschen und nimmt ab auf 10-12 Knoten, wahrscheinlich steht bald der neue Code Zero. Morgen werden wir weiter berichten!

  • Fröhliche Ostern

    Nach unserem Ausflug in dem blauen Kanu hat es uns noch einmal zum Rhein gezogen. Gleich am nächsten Tag sind wir, bewaffnet mit zweien unserer Campingstühle, zum Rhein bei Groß-Rohrheim gefahren. Von dem kleinen Parkplatz aus muss man noch ein Stück laufen, immer am Rheinufer entlang, bis man zu der Sandbucht kommt, an der wir schon früher oft mit Familie und Freunden waren (dabei haben sich auch schon lang andauernde Beziehungen zwischen unseren Freunden gefunden …).

    Trotz Ferienbeginns waren keine Menschen dort, nur vom anderen Ufer des Flusses, auf der Rheinland-Pfälzischen Seite, waren Stimmen zu hören. Spaziergängerinnen mit Hunden kamen vorbei, das schon, aber es gab eben noch keinen Strandbetrieb. Weil es aber eigentlich richtig schön warm war, traute sich Volker tatsächlich, nicht nur die Füße nass zu machen, sondern komplett in die Fluten einzutauchen. Das war – abgesehen von der doch noch kühlen Wassertemperatur- gar nicht so einfach, denn der Rhein war so niedrig, dass Volker fast bis in die richtige Strömung laufen musste, um überhaupt genug Wasser zum – eher kurzen – Untertauchen zu finden. Als er herauskam, sah er fast aus wie ein Hummer, den man in kochendes Wasser gibt, die Haut wurde krebsrot. Ich hab mir das nur mit den Füßen angetan, auf dem glitschigen Rheinboden entlang zu spazieren, aber auch meine Beine waren danach ziemlich rötlich verfärbt. 

    Abgesehen davon waren wir fleißig, ich ja nur am Schreibtisch, um möglichst allen Bürokram erledigt zu haben, ehe wir für eine längere Periode – endlich – wieder auf unsere Hexe gehen. Volker hingegen hat mit seinen Lieblingshandwerkern viel erledigt, bis hin zum kompletten Ersatz des Rasens vor unserem Haus, der leider kein Rasen mehr, sondern eine mit Unkraut bestückte Wiese geworden war. Nun ist dort ordentlich gelegter Rollrasen, daher sind wir gar nicht so böse, dass es gestern und heute früh doch einmal geregnet hat.

    Wir wünschen nun allen unseren Lesern und Freunden ein schönes, sonniges Osterfest, in der Hoffnung, dass unser nächster Beitrag aus Lanzarote kommen wird.

  • Auf süßen Gewässern

    Nachdem wir es bisher aus vielfältigen Gründen noch nicht wieder zur Hexe geschafft haben, wollten wir, an einem wunderschön warmen, sonnigen Tag in Hessen, doch mal wieder aufs Wasser.

    Gesagt, getan! Das leuchtend blaue Kajak wurde aus seiner Einzelhaft in der Garage befreit, von Volker kraftvoll aufs Dach des alten Renault Kangoo gehoben und verzurrt. Für alle Fälle – im Gegensatz zu dem großen Katamaran ist das kleine Boot doch sehr kibbelig, und auch schon mal beim Einsteigen gekentert – haben wir einen kompletten Set Kleider eingepackt, die wasserfeste Tupperdose für Handys und Autoschlüssel darf nicht fehlen, und natürlich wurden auch die Paddel nicht vergessen (das habe ich dann später nach unserem ersten vergeblichen Versuch hinbekommen, oh oh!).

    Die Herausforderung wurde klar, als wir an den Altrhein kamen: Das schöne Wetter hier in Deutschland hatte dem Rhein – und damit auch den Altrhein am Kühkopf  – das Wasser geklaut, die Böschung ging weit hinunter. Vielleicht hätte Volker das Boot ins Wasser lassen können, aber ich hätte niemals dort einsteigen können, ohne vorher auf dem glitschigen Ufer auszurutschen, und das erste Bad der Frühlings zu nehmen. Also musste das Kajak wieder aufs Dach, und wir fuhren weiter. 

    Ein Stückchen weiter fand sich eine Stelle, an der das Einsteigen weniger schwierig sein würde, Volker hievte das Boot vom Autodach, schleppte es runter zum Wasser, und siehe da, ich hatte die Paddel an der letzten Stelle liegen gelassen. Nun müssen die erst wieder herbei geschafft werden, aber dann geht es los, wir sind tatsächlich mal wieder auf dem Wasser! Wir paddeln gemütlich, nach der endlich ausgestandenen Grippe bin zumindest ich noch nicht ganz fit. Bei strahlendem Sonnenschein schauen wir auch in die kleinen Seitenarme des Erfelder Altrheins, an denen die verschiedenen lokalen Wassersportvereinigungen ihre Liegeplätze haben, in dem einen Seitenarm der Yachtclub Darmstadt und der Yachtclub Erfelden, im nächsten der Sportboothafen Fretter, gut zu erkennen an dem großen Kran in der Einfahrt.

    Auf dem Rückweg finden wir die Anlegestelle eines Kanu-Vereins, mit ganz kommodem Ein- und Ausstieg-Steg. Ich halte mich mit dem Boot am Steg fest, während Volker zum Bootshaus hoch geht, um zu fragen, ob wir hier vielleicht aussteigen und das Kajak zu unserem Auto bringen dürfen. „Gar kein Problem!“ sagt Volker, als er wieder zu mir an den Steg kommt. Ich krabbele also aus dem Boot raus, dabei merke ich schon, dass ich spätestens am Abend höllischen Muskelkater bekommen werde, und wir tragen das Kajak die Treppen hoch. Nein, wir versuchen es, aber ich bekomme das Boot nicht einen Zentimeter angehoben. Glücklicherweise kommt gleich ein sehr netter Herr aus dem Verein Volker zu Hilfe, und gemeinsam bringen sie es an das Ende des Geländes. 

    Wir sind beim Darmstädter Schwimm- und Wassersport Club 1912 e.V. gelandet, eine Außenstelle des Vereins für die Darmstädter Ruderer, Kanu- und Kajak-Fahrer am Altrhein mit einem wunderschönen Gelände und einem großen Vereinshaus. Während Volker die anderthalb Kilometer zu unserem Auto zurück läuft, um es her zu holen, werde ich super freundlich empfangen, Eva, die den Wochenenddienst für die Sportler versieht, bietet mir Wasser, Kaffee und Kuchen an, und ich plaudere ein bisschen mit ihr und Dunja, der Frau von Bootswart Ralf, alle sind super nett zu uns. Auch die beiden Hundedamen Lara und Anna genießen die Sonne.

    Als Volker mit unsrem Kangoo ankommt, hilft sogleich Ralf, das Boot aufs Autodach zu hieven, und weil er ja nun schon weiß, dass ich bei dem Tragen nicht mehr helfen kann, schlägt er uns vor, doch ein etwas älteres aber sehr schönes Vereinsboot, das deutlich leichter sein soll, zu kaufen. Das steht aber ganz oben im Regal, Ralf will es morgen da runter holen, und wir sollen kommen und mal ausprobieren, ob ich das besser heben kann, er sagt, das wiege nur 20 kg, während unseres ca. 40 kg wiegt.

    Pünktlich um 14 Uhr treffen wir uns am Sonntag in Erfelden ein, das schmale hübsche Bavaria (hat nix mit der Segelboot-Werft zu tun) Kajak liegt schon geputzt auf zwei Böcken. Aber es wiegt nicht 20, sondern eher über 30 kg, und das ist leider doch wieder zu schwer für mich. Wir waren auch vorbereitet gewesen, heute bei einem kurzen Paddelausflug alles auszuprobieren, inklusive Wechselkleidung! Schade, sie, das Kajak, ist so eine elegante Dame! 

    Na gut, dann bleiben wir eben bei unserem azurblauen Boot, wenn uns zuhause das Dasein auf dem Wasser fehlt, vielleicht kaufen wir uns einfach einen kleinen Bootswagen als Alternative zum Tragen.

    Momentan genießen wir das schöne warme Frühlingswetter in Deutschland, inzwischen sind alle Bäume grün und in den Gärten leuchten die Tulpen, Narzissen und Primeln in den leuchtendsten Farben. Im Lanzarote auf der anderen Seite, wie wir aus den Berichten von Freunden erfahren, schüttet es seit Tagen in Massen, einige Straßen stehen unter Wasser und es ist viel zu kalt für die Jahreszeit. Dafür ist die Insel aber grün, ich freue mich schon darauf, das bald zu sehen.

    Wir wünschen allen unseren Lesern ein wunderschönes Osterfest, lasst den Hasen hoppeln, und die Kinder mit ihren Körbchen ganz viele Schokoladeneier finden.

    Frohe Ostern!
  • Zurück in der Kälte

    Schnee auf dem alten Friedhof

    Nun sind wir schon wieder eine Woche da, in dem leider meist grauen Deutschland. Obwohl, in den letzten Tagen gab es tatsächlich manche Sonnenstunden, sodass ich auch schon mal mit der Tasse Kaffee in der Hand auf der Bank vor unserem Haus sitzen konnte. Und dem Straßenkarneval tut es auch gut, wenn zwischendurch mal die Sonne scheint. 

    Auch die Oma muss verkleidet werden …

    Die Darmstädter sind da ja eher humorlos, aber in dem kleinen Dorf, in dem unsere Enkelkinder wohnen, geht einiges. An Weiberfastnacht waren alle Kinder in der Kita verkleidet, auch die Erzieherinnen erschienen in den schönsten Kostümen, und diese gingen dann am Nachmittag ins Bürgerhaus, um so richtig zu feiern. Daher muss auch am heutigen Freitag die Kita geschlossen bleiben, Helau!

    Wir werden in den nächsten Tagen unsere jeweiligen Zusammenfassungen der Afrikareise beschreiben, eine Sammlung all der Eindrücke, die wir an den sehr verschiedenen Stationen bekommen haben. 

    Heute möchte ich diesen kleinen Zwischenblog nutzen, um herauszufinden, ob unsere Email-Benachrichtigungen, die während der ganzen Reise nicht funktioniert haben, hiermit wieder rausgehen. Ich würde mich über Rückmeldungen freuen!

    Beim Restaurant „Ponyhof“ warten die Bobby Cars auf die Kinder im Frühling

  • Rauch der donnert

    Mosi-oa-Tunya, so nannten die dort ansässigen „Kololo“, ein afrikanischer Stamm, diese Wasserfälle an der heutigen Grenze zwischen Simbabwe und Sambia. Erst als David Livingston dieses Wunder der Natur zum ersten Mal sah, nannte er das beeindruckende Gefälle um, zu Ehren der britischen Königin Victoriafälle. Der Rauch ist der Nebel, der aus den fallenden Wassermassen aufsteigt, und der Donner, den diese Wassermengen erzeugen, ist bis zu unserem Hotel, das ca. einen Kilometer weit weg liegt, deutlich zu hören. Und die Nebelwolken sind deutlich zu sehen.

    Dort stürzt der Sambesi, der Fluss, der die Grenze zwischen Sambia und Simbabwe bildet, auf einer Breite von 1.708 m 110 m in die Tiefe und landet in einer kaum mehr als 50 m weiten Schlucht mit steilen Felswänden. Am Ende der Trockenzeit, das ist hier September oder Oktober, ergießen sich „nur“ 170 m³ pro Sekunde in die Tiefe, am Ende der Regenzeit sind es mehr als 10.000 m³/s. Der Sambesi ist mit 2.693 km der viertlängste Fluss Afrikas, nach dem Kongo mit über 4.000 km, dem Nil und dem Niger.

    Das waren die Fakten. Wir sind gestern mit unserem Guide Mbusi an der Schlucht auf der simbabweschen Seite entlang gegangen, bis zu der Brücke, die die beiden Länder verbindet. Tatsächlich ist die Grenzstation in der Mitte der Brücke. Simbabwe ist stolz darauf, den deutlich größeren Teil dieses Naturwunders auf seiner Seite zu haben.

    Mbusi hatte schon Regencapes für uns dabei, denn je näher man an die Fälle herankommt, desto feuchter wurde die Luft. Bei dem größten Wasserfall von den fünf einzelnen scheint es richtig zu regnen, aber auch das ist nur Spray aus der Luft, doch ist man am Ende komplett durchnässt. Im Hotel hat man uns gleich angeboten, unsere Kleider in den Trockner zu stecken, sie sind daran gewöhnt, dass die Gäste pitschnass von den Fällen kommen.

    Wir sind also alle fünf Arme lang gelaufen, haben unzählige Fotos und Videos gemacht, von denen wir hier eine Auswahl präsentieren:

    Mit Regenbogen
  • Die etwas andere Safari Teil 2 – die Flora

    Nach dem Blog über die Tiere des Krüger Parks hier ein paar Worte zu der Pflanzenwelt.

     Janine liebt es, uns die Einzelheiten der Pflanzen und deren manchmal ungewöhnlichen Eigenschaften zu erklären. Sie weiß genau, welcher Teil welcher Pflanze für was geeignet ist, gegen Kopfschmerzen, zum Blutstillen, gegen Magenschmerzen, für Halsweh, usw. 

    Von einem besonders giftigen Baum, dessen Name  ich leider vergessen habe,  werden die ebenfalls giftigen Blätter zum Angeln benutzt, sie werden ins Wasser getaucht, dann tritt die giftige Milch aus, und die Fische sterben. Sie müssen dann nur noch an der Oberfläche eingesammelt werden.

    Die Knoten des Giraffenbaums sollen schmerzstillende Wirkung haben, aber auch Augeninfektionen heilen, und vieles mehr.

    Der Marulabaum ist ein echtes Verwertungswunder. Alle Teile, einschließlich Rinde, Früchte, Blüten und Samen sind für irgendetwas gut, das Beste ist eigentlich der Amarula-Likör, der ein bisschen wie Baileys schmeckt, die anderen Teile dienen seriöseren Anlässen. Aus dem Samen kann man Öl gewinnen, aber ebenfalls ein alkoholisches Getränk durch Fermentierung herstellen. In der traditionellen Medizin werden Rinde, Wurzeln und Blätter des Marula-Baumes verwendet – die Rinde kann – gekocht – gegen Durchfall helfen, ein alkoholischer Auszug der Rinde kann als Malariaprophylaxe angewandt werden, sicher billiger als die herkömmlichen Tabletten, ein Auszug aus den Blättern hilft bei der Behandlung von Verbrennungen und Abszessen.

    Knob thorn oder Giraffenbaum

    Die Knoten des Giraffenbaums sollen schmerzstillende Wirkung haben, aber auch Augeninfektionen heilen, und vieles mehr.

    Auch der Saft aus den Blüten der blauen Camelina kann als Augentropfen verwendet werden, wenn man das bei Wanderungen im Busch mal braucht.

    ´Weeping Wattle

    Das Beste aber sind die Blätter der Weeping Wattle, so genannt, weil zu bestimmten Zeiten aus den Blüten Saft austritt und es so aussieht, als würde die Pflanze weinen.

    Die Blätter aber sind so zart und dicht, dass sie als Toilettenpapier benutzt werden können bei längeren Wanderungen.

    Wildes Basilikum

    Wir haben auch wildes Basilikum gefunden, das wunderbar riecht, und Kokosnuss-Salbei, den kann man auch in den Gin Tonic tun zur Verfeinerung.

    So vieles andere hat Janine uns noch zu der Flora hier erzählt, aber so schnell, wie sie das vorgetragen hat, einBaum oder Strauch oder Busch nach dem anderen, kann ich gar nicht alle Details behalten, und es würde auch ein bisschen den Rahmen hier sprengen. Hier möchte ich Janine für all die Ausführungen danken, es hat sehr seh viel Spaß gemacht.

    Heute sind wir abgereist aus dem Krüger Nationalpark, sogar auf der Fahrt hinaus haben wir an der „Straße“ Tiere gesehen, Zebras und Gnus waren am Grasen. Eine Elefantenmama hat vor uns die Straße überquert, und eine Giraffe fand es nicht gut, dass sie dem Wagen Platz machen sollte, sorry.

    Morgen geht es auf die Panorama Route und zu Gods Window, mal sehen, ob man durchschauen kann.

    Dieser schöne Falter wollte gestern Abend an meinem Brot naschen

  • Die etwas andere Safari – Teil 1: die Tierwelt

    Am Sonntag sind wir mit der südafrikanischen Airline „Airlink“ von Kapstadt nach Hoedspruit zum Krüger Netionalpark geflogen. Es waren zwei Stunden in einer Embraer, die Wetterverhältnisse waren gut, und die Sicht großartig. Für Sonntag war noch schönes Wetter angesagt, erst die folgenden Tage sollen sehr regnerisch werden.

    An dem Busch-Flughafen Nelspruit werden wir von Malen abgeholt, er fährt uns in ebenfalls zwei Stunden bis zur Imbali Lodge. Auf dem Weg sehen wir schon so viele Tiere, dass man fast keine Safari mehr braucht. Wir sehen Elefanten und Kudus, aber auch Kühe, die einfach so über die Straße liefen. An einem Marula-Baum hält der Fahrer an und lässt uns die reifen süßen Früchte kosten. Die sind sehr lecker, der Geschmack ähnelt dem der Maracuja, und alle Teile des Baumes können verwertet werden, für Medizin, zum Färben, als Saft und alkoholisches Getränk aus den Kernen.

    In der Lodge werden wir freundlich empfangen, und starten auch sogleich zu unserer ersten Safari im Krüger Nationalpark. Janine, unsere Führerin durch den Park, hat ein enormes Wissen über alle Details der Tiere und Pflanzen. Sie führt uns diesen und die nächsten beiden Tage durch den Park, und hat uns viel zu zeigen, nicht nur die Big Five.

    Auf den Fahrten lernen wir von Janine in allen Einzelheiten, wie ein Termitenstaat funktioniert, sie hält auch bei kleinsten Tieren an, der Riesenschnecke, dem Tausendfüßler, der viel größer ist als bei uns, bis 30 cm, und er kann bis zu acht Jahren alt werden. Wir sehen Weißrückengeier, Rotgesicht Hornraben, die Nester von Community Spinnen, eine kleine Schnabelbrustschildkröte, und viele viele mehr. 

    Wir lernen auch ganz viele Vogelarten kennen, den leuchtend blauen Bee Eater, Weißrückengeier, das Buschhuhn, den Rotkehlfasan, der immer auf dem Weg entlang läuft und sich nicht so schnell verscheuchen lässt.

    Aber natürlich sehen wir hier auch Elefanten, Giraffen, Kudus, Wasserbüffel, Paviane und Impalas. Impala putzen einander mit zwei losen zähnen im Unterkiefer, auch, um aus den Zecken im Fell neues Protein zu bekommen. Am heutigen Tag haben sich endlich auch die Löwen gezeigt. Zuerst finden wir an unserer linken Seite eine Familie, aber leider in der Ferne, später liegen auf der rechten Seite vier Löwen, hier können wir ganz nah heranfahren und schöne Bilder machen. Auch bei der Nachmittags-Safari sehen wir eine Löwenmama, die ihre Babys noch säugt, erkennbar an den Zitzen. Die Leoparden sind leider zu scheu zumindest in diesem Teil des Krüger Nationalparks.

    Statt vieler Worte folgen nun die schönsten Fotos von den Begegnungen mit den Tieren auf unseren Ausflügen. Und morgen folgt dann Teil 2 mit der Pflanzenwelt, denn das hätte hier einfach den Rahmen gesprengt.

    und die Löwen:

  • Der König der Löwen, die Dickhäuter und die Langhälse

    Früh ging es los gestern morgen, Coolman holt uns mit dem Toyota um sechs Uhr ab zur ersten Safari des Tages. Von unserer (viel zu großen) Villa dürfen wir nicht bis zur Rezeption oder dem Parkplatz laufen, ganz abgesehen davon, dass es relativ weit über staubige Wege ginge, haben wir bei der Anmeldung unterschrieben, dass wir uns auf dem Gelände außerhalb des umzäunten Gebiets mit Restaurant, Rezeption und ein paar kleineren Häusern nicht frei bewegen. Es kann nämlich passieren, dass zum Beispiel eine Herde Wasserbüffel auf der Straße steht, und die (und auch andere Bewohner des Parks) sind nicht so friedlich, wenn da plötzlich Zweibeiner auftauchen. Also werden wir immer abgeholt oder nach Hause gebracht, gestern morgen eben direkt zur Tour.

    Die Müdigkeit ist schnell vergessen, als wir nach einigen wilden Off-Road-Strecken mit dem Jeep an einem Busch ankommen, an dem sich der König der Tiere mit seinen zwei schlafenden Frauen ausruht. Wir sind so beeindruckt von der Schönheit und Kraft dieser Tiere, man würde das weiche Fell gerne streicheln. Doch, besser nicht – unsere Mitfahrer erzählen uns, dass sie gestern bei eben diesem Tier Zeugen eines aufregenden Schauspiels geworden sind. Der Löwe hatte ein Baby Gnu im Maul, das laut quiekte. Er hat es am Leben gelassen, damit die Mutter kam und es retten wollte, dann hat er erst die Mutter und dann das Kind gegessen, das war nicht so schön anzuschauen.

    Löwenrolle

    Aber heute waren er und seine beiden Weibchen wohl noch satt, so konnten wir ganz wunderbare Fotos machen.

    Mindestens eine halbe Stunde haben wir dort verbracht, danach fuhr Coolman mal wieder über die gewagtesten Pisten den Berg hinauf, oft dachten wir, das geht doch niemals so weiter, aber er hat es immer geschafft. Und was sehen wir dort oben? Eine ganze Herde Elefanten, mehrere Familien haben sich getroffen. zwölf an der Zahl, im ganzen Park gibt es genau 13 dieser Dickhäuter. Hier hält auch unser Fahrer ausreichend Abstand, und er steht so, dass wir jederzeit wegfahren könnten. Da steht schon eine Menge Kraft vor uns!

    Zum Abschluss gibt es einen Kaffee, so wie gestern den Sundowner, und wer möchte, kann auch den Kaffee mit Amarula anreichern, einem Likör ähnlich wie Baileys, ein Destillat aus den Früchten des südafrikanischen Marula-Baums mit Sahne vermischt.

    Am Nachmittag treffen wir uns um vier Uhr zur späten Tour, dafür hatte ich einen besonderen Wunsch: Ich wollte doch so gerne Giraffen sehen. Natürlich macht Coolman das möglich. „We take it easy today“, wir schauen einfach mal, was so kommt, meint er. 

    Und zunächst fahren wir wieder an den hübschen Impalas vorbei, die haben auf dem Hinterteil eine Zeichnung, die aussieht wie ein „M“, MacDonalds für Löwen…

    Sekretär Vögel sehen wir, die heißen so, weil ihr Kopfschmuck so aussieht, wie die Köpfe der Sekretäre oder Sekretärinnen, mit dem Bleistift hinter dem Ohr.

    Und dann sehen wir sie am Hang: Drei lange gelbbraune Hälse strecken sich in die Höhe. Wieder einmal geht es über sehr spezielle Wege, zwischen weißen Basketballgroßen  Kieselsteinen quält sich der Jeep den Berg hinauf. Aber jede einzelne Bodenwelle hat sich gelohnt, wir stehen unmittelbar vor diesen wunderschönen Tieren.

    Das Weibchen ist ganz still mit Essen beschäftigt, nur die zwei Herren amüsieren uns mit einem Tanz, der aber eigentlich ein Kampf ist. Als unser Wagen wegfährt, hören sie auf damit, fast so, als wäre dies nur eine Show für uns gewesen.

    Auf der anderen Seite grasen friedlich die Zebras mit ihren Babys, erst nachdem wir uns an den Langhälsen satt gesehen haben, bekommen auch die gestreiften Tiere die gebührende Aufmerksamkeit. Zebras und auch Impalas sehen wir schon als normal an, sie sind so zahlreich hier im Park vertreten.

    Eigentlich sind wir alle schon so überwältigt von den Erlebnissen, dass es für diese Tour mehr als ausreichend wäre. Aber in einem Tal stehen plötzlich vier Elefanten und fressen träge vor sich hin, und kaum zehn Minuten später liegt die Löwenfamilie mitten auf dem Weg.

    Auf dem Heimweg sehen wir noch Gnus, Impalas und Springböcke, überwältigend!