Autor: Skipper Volker

  • Viel passiert

    Zuviel Mädels?
    Zuviele Mädels?

    Nach dem missglückten Anlegemanöver stand am nächsten Morgen die Rettung in Form von Christoph auf der besagten Betonpier. Christoph ist der lokale Spezialist für alle Kunstoff-, Carbon- und sonstigen Kompositmaterialien an beschädigten Schiffen und auch für Neubauten. Gelernter Bootsbauer, von der Pike auf, war unser kleiner Gelcoatschaden für ihn nur eine Sache von wenigen Stunden.

    Für mich waren es aber sehr lehrreiche Stunden, verbunden mit einer praxisnahen Einführung in die fachgerechte Beseitigung von Oberflächenschäden bei Kunststoffyachten. Jedenfalls haben wir jetzt ein Set mit Gelcoatmasse, Härter und Farbpigmenten zum Anmischen an Bord, in der Hoffnung, dass natürlich keine weiteren Schäden auftreten.

    Vorgestern Abend, beim zweiten Exit der Engländer innerhalb weniger Tage, und dem glorreichen Spiel der Isländer, wurde Cornelias Handy geklaut. Einfach so, unterm Tisch. Wir hatten zur Straße hin gesessen, und die kleine Handtasche war unterm Tisch, nahe bei Nico. Trotzdem war jemand so dreist und hat die Tasche, von uns unbemerkt, geöffnet und das gute Stück entwendet. Cornelia war ziemlich sauer, da sie gerne mit dem Telefon über die verschiedenen Nachrichtendienste Kontakt zu unseren Freunden hält. Auch Rückfragen am nächsten Tag im Pub ließen das Handy nicht mehr auftauchen. Da das Gerät ausgeschaltet war, ließ es sich auch nicht orten, andererseits sind damit, Gott sei Dank auch die Missbrauchsmöglichkeiten beschränkt. Weg ist weg, Leben geht weiter…

    IMG_1378Gestern hatten wir dann einen deutschen Tag. Mit einer Freundin aus dem Hafen ist die Capitania morgens zum deutschen Inselsupermarkt gefahren und hat nach Herzenslust eingekauft. Soßenpulver, Laugenbrezel, Senf, Müsli und Schwarzbrot fanden ihren Weg in den Einkaufstüte und später aufs Boot. Damit noch nicht genug, abends sind wir dann zu dritt nach Paguera gefahren und haben ganz ganz lecker badisch-deutsche Spezialitäten im “El Paradiso” verspeist. Cornelia hatte Maultaschen mit Pilzsauce, und ich eine schöne große Rinderroulade mit Rotkraut und Semmelknödeln auf dem Teller, unsere Freundin Spargel mit Kartoffeln und Butter pur.

    IMG_1379Heute morgen hat es dann zum ersten Mal seit sechs Wochen für ein paar Stunden so richtig geregnet und mit 24 Grad war es angenehm kühl. Doch seit heute Mittag knallt wieder die Sonne vom Himmel und beim abendlichen Lotusgrillen um 21 Uhr waren es noch superwarme 28 Grad.

    Wir haben die letzten Tage genutzt und einige anstehende Arbeiten an Bord ausgeführt, bzw. an Dienstleister vergeben Unser Großsegel ist wieder frisch repariert an Bord. Bedingt durch die vielen Vorwindkurse hat sich das Segel im oberen Bereich an den Wanten durchgescheuert und zwei Segellatten waren zudem gebrochen.

    Der Motor hat frisches Öl, einen neuen Impeller und neue Filter erhalten und schnurrt wieder wie das berühmte Kätzchen unter der Niedergangstreppe. Der verbogene Ankerbeschlag wurde ausgebaut und irgendwo mit einer Metallpresse wieder in seine Ursprungsform zurückgebracht.

    IMG_1366Mit anderen Worten, unsere Hexe ist in Topp-Kondition und die To-Do-Liste ein leeres Blatt, nur bestimmt nicht für lange. Es bietet sich halt auch an, in Palma allles Anstehende machen zu lassen. Wir kennen keinen anderen Hafen, in dem sich so viele Yachtdienstleister rund ums Boot und für alle möglichen Gewerke niedergelassen haben. Zudem gibt es allein im Umkreis von 500 Metern zu unserem Liegeplatz fünf Yachtzubehörhändler, mit allem, was das Seglerherz, bzw. das Boot benötigt. Für modebewusste Segler haben zudem alle bekannten Labels, wie Musto, Slam, Dubarry, Gaastra und andere Bekleidungsmarken, ihre Läden in der Nähe des Yachthafens.

  • Bilder statt Worte

    IMG_1521

    Am letzten Regattatag des Superyacht Cup Palma haben wir die Kamera gezückt und die großen segelnden Schönheiten auf dem Wettkampfparcours aus nächster Nähe abgelichtet.

    IMG_1631IMG_1551

    Der Wind hat mitgespielt, bei 4-5 Windstärken, blauem Himmel und prallem Sonnenschein wurde es eine spannende Wettfahrt für die teilnehmenden Mannschaften und die auffällig wenigen Zuschauerboote.

    Auch bei Profis geht mal was schief
    Auch bei Profis geht mal was schief …
    …geht mal was schief
    Halse
    Amwindkurs
    Amwindkurs bei den schönsten der Schönen

     

     

    Alle haben schöne Leichtwindsegel
    Alle haben schöne Leichtwindsegel

     

    Zum krönenden Abschluss ist dann noch ein Hubschrauber mit Fotografenteam um die  Megayachten gekreist.

    IMG_1588IMG_1574

    oh, oh
    oh, oh

    Nicht so krönend war unser anschließendes Anlegemanöver an unserem Liegeplatz im Hafen. Ein dicke Schramme mit abgeplatztem Gelcoat ziert leider nun unser Heck. Durch den starken Seitenwind ist unsere Hexe seitlich vertrieben, bevor die Mooringleine angebracht war und an der Betonpier geschabt. Ohhhhhhh, Ärger und Asche auf des Skippers Haupt!

     

    IMG_1246IMG_1613IMG_1505 IMG_1521IMG_1480 IMG_1464

    Am Ende muss alles wieder verstaut werden
    Am Ende muss alles wieder verstaut werden

    IMG_1647

  • Bellever – schöne Aussicht

    Und das im doppelten Sinne, während in den letzten Wochen der Luftdruck mit 1000 bis 1005 Millibar relativ tief war für die Jahreszeit, ist in den letzten beiden Tagen ein signifikanter Luftdruckanstieg zu verzeichnen. Stolze 1020 Millibar zeigt unser chromglänzendes Barometer an. Alle Zeichen stehen auf Sommer, dauerhaft, endlich… Wenn wir, wie fast täglich, auf Wetteronline die 16-Tagesprognose anschauen, sehen wir nur noch Sonnensymbole, 14 Stunden Sonnenschein pro Tag und Tagestemperaturen, die bald die 30-Grad-Marke knacken werden. Sommer, Sonne, Sonnenschein und in der nächste Woche ist dazu passend offizieller Sommeranfang. Nicht der meteorologische, der war schon am ersten Juni.

    Die letzten Stufen
    Die letzten Stufen

    Die andere schöne Aussicht hatten wir uns heute mühevoll erwandert, oder, anders gesagt, erstiegen. Hoch über der Südwestseite von Palma de Mallorca thront, von weither sichtbar, die Festung Bellver. Zahllose Treppenstufen führen zu dem 112 Meter hochgelegenen kreisrunden Bauwerk, das sowohl durch romanische und als auch gotische Bauelemente auffällt.

    Hoch geht es von der Stadt aus entweder über die Straße, die auch von zahlreichen Ausflugsbussen genutzt wird, über einen umwegigen unbefestigten Weg oder über eine nicht endend erscheinende Treppe. Da Nico nicht mehr ganz so gut beim Treppensteigen ist, wir aber auf direktem Weg hochwollten, habe ich ihn kurzerhand fast den ganzen Weg hochgetragen.

    Castell mit Wachturm
    Castell mit Wachturm
    Die Kapelle das Castell
    Die Kapelle das Castell
    Blick über Palma
    Blick über Palma

    Erstmal oben angekommen, war dafür der 360-Grad-Rundumblick umso schöner. Die im Osten ebenso hochhinausragende Kathedrale mit den umliegenden Altstadtgassen schien zum Greifen nah, der Blick nach Süden ging auf das ewig weite Meer und im Norden sind einige der 11 Gipfel des Tramuntana-Gebirges zu sehen. Und beim Blick nach unten sieht man fast zur Gänze die Inselhauptstadt Palma mit ihren fast 400.000 Einwohnern.

    Nico ist völlig erschöpft von dem Ausflug
    Nico ist völlig erschöpft von dem Ausflug

    Ganz durstig und hungrig von soviel Aussicht und Treppen, machen wir auf dem Rückweg einen Stopp im Shamrock-Pub. Bei Salat, Hamburger und Pommes sind alle verbrauchten Kalorien gleich wieder zugeführt und frisch gestärkt geht es zurück zum Hafen.

    Apropos Hafen, warum die uns ausgerechnet einen Liegeplatz zwischen zwei superlangen Megayachten gegeben haben, verstehen wir ehrlich gesagt nicht. Die Hexe wirkt dort zwischen den langen Segelschiffen wie ein kleines Beiboot, und unser Mast reicht bis zur ersten Saling der ungleich größeren Nachbarboote. Nur um mal die Abmessungen zu verdeutlichen: Das Boot “Open Season” direkt zu unserer Rechten ist 95 Fuß, also knapp 29 Meter lang und wirkt mit 6,40 Meter gigantisch breit. Links von uns liegt eine 70 Fuß lange Swan, die an zahlungskräftige Kunden vermietet wird.

    Kaum zu sehen ist die Hexe neben ihren großen Schwestern
    Kaum zu sehen ist die Hexe neben ihren großen Schwestern

    Leider ist der Schwell der vorbeifahrenden Schiffe sehr unangenehm an diesem exponierten Platz und wir werden morgen beim Hafenbüro nachfragen, ob es nicht einen ruhigere Ecke für uns im Hafen gibt.

    Für insgesamt 8 Tage werden wir in Palma bleiben. Ab Dienstag geht es mit dem Leihauto dann auch mal ins Landesinnere!

  • Tief berührt

    Menorquinische Flagge
    Menorquinische Flagge

    sind wir von der Schönheit Menorcas, auch wenn wir bis jetzt nur Cituadella geshen haben. Was für eine Perle, was für eine Stadt, klein eigentlich, von der flächenmäßigen Ausdehnung her gesehen. Sehr schön gelegen am Ende einer Cala, einer fjordartigen Bucht, auf einem kleinem Hügel thronend. Je öfter wir durch die verwinkelten und garnicht mal so engen Gassen spazieren, um so schöner finden wir die Stadt.

    Von der Anzahl der Einwohmer her ist Cituadella die zweitgrößte Stadt Menorcas und war bis kurz nach 1800 Jnselhauptstadt.
    Heute ist Cituadella Bischofssitz und die Kathedrale ist schon weithin sichtbar.

    Plaça d'Atlas
    Plaça d’Atlas
    Gestutzte Flügel
    Gestutzte Flügel
    Noch 'n' Platz
    Noch ‘n’ Platz
    Gouverneurspalast
    Gouverneurspalast
    Plaça d'Atlas
    Plaça d’Atlas
    Der Fischmarkt
    Der Fischmarkt

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Frankfurt ist überall
    Frankfurt ist überall
    Castell de Sant Nicolau
    Castell de Sant Nicolau
    Nico braucht Abkühlung
    Nico braucht Abkühlung

     

     

     

     

     

     

    Tapas …
    Tapas …
    nur schön
    nur schön
    Plaça des Born
    Plaça des Born

    Mit 11 Kirchen insgesamt mangelt es wahrhaftig nicht an Versammlungsorten für gläubige Christen. Neben den Kirchen gibt es noch eine alte maurische Festung, das alte Rathaus und die historischen unter Arkaden gelegenen Geschäfte zu besichtigen. Gestern haben wir am östlichen Ende der Altstadt noch eine – leider flügellose – Mühle entdeckt. Zahlreiche Plätze mit landestypischen Tapasbars laden sowohl in der Altstadt als auch am Hafen zum Verweilen ein.  Der Hafen ist sehr gepflegt und der Service sehr gut.

    Lichtspiele in der Kathedrale
    Lichtspiele in der Kathedrale
    Die Kathedrale
    Die Kathedrale
    In der Esglesia del Roser
    In der Esglesia del Roser

     

     

     

     

     

    Die Cala
    Die Cala

    Ich will jetzt einmal ein Phänomen beschreiben, was wohl alle paar Jahre immer wieder einmal auf Menorca und speziell durch seine fjordähnliche Struktur in Cituadella auftritt und zu massiven Schäden führt. Es bilden sich sogenannte Meteotsunamis, hervorgerufen durch sehr starke Luftdruckschwankungen entstehen schnell laufende, 3-4 Meter hohe Flutwellen mit zum Teil verheerenden Auswirkungen. So sanken besipsielsweise in Folge so eines Tsunamis im Juni 1988 mehr als 30 Yachten und 100 weitere wurden zum Teil schwer beschädigt. In 2006 wurde die Stadt nochmals von einem Meteotsunami heimgesucht. Hier werden dies Phänomene Rissagas genannt. Mittlerweile hat man ein Frühwarnsystem installiert.

    Da gibt es Fußball!
    Da gibt es Fußball!

    Für das bevorstehende heutige Fußballspiel der deutschen Nationalmannschaft haben wir glücklicherweise eine Bar gefunden, wo wir das Spiel anschauen können 🙂 Denn Public viewing scheint es in Spanien nicht zu geben.

  • Muskelprotz

    IMG_0798An unserem letzten Abend in Barcelona hat es uns zum Strand hingezogen. Nicht auf direktem Weg, ein kleiner Schlenker durch Nico’ s Lieblingspark mit ganz vielen Art- und Spielgenossen muss schon sein. Obwohl das mit dem Spielen mit anderen Hunden nicht mehr so ganz sein Ding ist. Eher handelt es sich um ein schwanzwedelndes Beschnuppern. Meistens reicht das, nur manchmal kommt der Spanier in ihm durch und trotz Kastration wird der Versuch unternommen, das Gegenüber zu besteigen. Dabei scheint es häufig egal, welchen Geschlechts der Vierbeiner ist. Mir ist das meistens ziemlich peinlich, die spanischen Hundebesitzer sind dagegen eher amüsiert über die Versuche des kleinen Klettergenossen.

    Irgendwann sind wir am Strand angekommen und haben die kräftig pumpenden Jungs und Mädels bewundert. Als “Pumpen” bezeichnen wir, wenn Jugendliche ihre Muskeln trainieren und das der Welt auch gerne zeigen. Eben wie die Jungs und Mädels am Strand, es gibt einen Metallbarren, ein Reck, eine Sprossenleiter, genug Geräte also zum Muskelaufbau. Cornelia war am meisten von einem jungen Mann angetan, der Reck Übungen vollführte, die denen eines Turn-Asses in nichts nachstanden.

    Man trifft sich, man sieht sich am Strand und es gab noch mehr zu entdecken. Der DJ, der am Meer stehend auf seiner kleinen Anlage heiße Salsarhythmen laut abspielt, die Paare, die dazu im Sand und beim Sonnenuntergang tanzen, die Familie, die mit mitgebrachten Fackeln ein nächtliches Picknick vorbereitet, und zwei Jugendliche, die zur Ertüchtigung mit Sand gefüllte 50 Liter Kanister nach sich ziehen.

    Auf dem Rückweg haben wir noch an einem Weinfass ein Bier, ich und einen Wein, Cornelia, getrunken. Das muss erklärt werden, denn draußen trinken bei einer Kneipe ist nur erlaubt an den aufgebauten, Tischen und Stühlen oder den erwähnten hingestellten Weinfässern. Der Wirt oder die Wirtin verkauft auch kein Bier am Tresen, das man selbst mit rausnimmt, da kommt schon die Bedienung nach draußen und überzeugt sich selbst, dass man am Fass oder am Stehtisch steht. Andere Länder, andere Bestimmungen!

    Heute Mittag haben wir tatsächlich abgelegt, und Kurs auf Ciutadella de Menorca gesetzt. Leider kommt der kaum vorhandene Wind genau daher, im Moment motoren wir, vielleicht dreht der Wind ja noch ein bisschen, damit wir nachher segeln können. Auf jeden Fall ist schönstes Wetter, blanker Sonnenschein mit ein paar kleinen weißen Wolken, morgen werden wir mehr erzählen, jetzt muss der Bericht schnell rein, bevor das Netz ganz weg ist.

    Ahoi!

  • Ausgelöscht und doch gerettet

    IMG_0900In den letzten Tagen haben wir zig Kilometer abgespult, zu Fuß ausschließlich, wie üblich. Nico musste fast alle Wege mitlaufen und war danach ganz schön platt, der Arme. Wie in allen spanischen Städten gibt es auch in Barcelona gratis Trinkwasser an unterschiedlich konstruierten Brunnen, die zahlreich in der Stadt verteilt sind. Da machen wir kleine Trinkstopps für den durstigen Hund.

    IMG_1328Zum ersten Mal waren wir in den riesigen Markthallen in einer Nebenstraße am Ende der Ramblas. Das vorgefundene Lebensmittelangebot ließe wohl die Herzen aller Gourmets höher schlagen.

    IMG_0880 IMG_0879Regionale Leckereien werden durch exotisches Obst, Gemüse, Fleisch und Wurstspezialitäten aus der ganzen Welt ergänzt. Uuups, fast hätte ich die Meeresgetiere vergessen mit aufzuzählen…

    IMG_0889Dazwischen gibt es einige Kioske, die frisch hergestellte Tapas und Getränke zu günstigen Preisen an Stehtischen und Theken anbieten. Wer seinen Vitamispeicher auffüllen will, wählt aus mehr als 50 Sorten frischgepresster und gekühlter Drinks seinen Favoriten aus. Allein ist man auf dem Großmarkt natürlich nicht. Dicht an dicht gedrängt ziehen die Besuchermassen aus der ganzen Welt durch die Marktgänge. Wie schon gesagt, so ein Angebot an leckerem Essen haben wir noch nirgends gesehen.

    IMG_0873 IMG_0868 IMG_0862Der Abend auf der Dachterasse war übrigens auch klasse.  Neben einem fantastischen Blick über die Großstadt gab es zu einem vernünftigen Preis eine Flasche Sekt und Musik vom DJ.

    Der Capitania ist gestern eine echte Panne beim Umzug unserer Website auf einen anderen Vertrag unterlaufen, und plötzlich war die nicht mehr im Netz sichtbar. Ausgelöscht war die syhexe.de, weder Cornelia noch ich waren “amused”. Stunde um Stunde vergingen seit gestern mit intensiver Arbeit, um die Texte wieder zum Vorschein zu bringen. Gott sei Dank hat Cornelia vorher den Inhalt gespeichert und mit Franks professioneller Hilfe konnte unsere Website entgültig gesichert und wieder veröffentlicht werden. 21 Monate unseres Seglerlebens sind endlich wieder sichtbar für uns und für alle, danke Frank Computergott (www.seitenmaker.de), wir stoßen später auf Dich an!

    IMG_1302 IMG_1307Da sind wir dann auch beim nächsten Punkt, seit gestern liegt die viertgrößte Privatyacht der Welt neben uns, einhundertsechsundfünzigmeterlang. Frisch ausgeliefert im Mai, Made in Germany bei Lürssen in Bremen und an den russischen Eigner übergeben. Vier Tanklastzüge voll mit Diesel kamen zum Tankstopp angerollt, um den einige hunderttausend Liter fassenden Dieseltank der Megayacht “Dilbar” zu füllen. Gefühlt unendlich viele Crewmitglieder putzten und wienerten das Schiff von oben bis nach unten. Manche sogar vom Kai aus mit speziell angemieteten Kranwagen. Was für ein Spektakel!

    Und dann gab bzw gibt es noch ein Event im Hafen. Seat stellt in Barcelona sein neuestes Fahrzeugmodell, den Seat Ateca, der Weltöffentlichkeit vor und hat dafür u.a. einen großen Teil der Parkflächen im Hafen gemietet.

    IMG_0876Eigentlich war für heute unser Absprung nach Menorca oder Mallorca geplant, doch wegen des Webseitenproblems verschieben wir unsere Überfahrt. Hier in Barcelona haben wir eine stabile Internetverbindung, und die ist für solche Arbeiten absolut vonnöten. Nach soviel Aufregung ist jetzt erst mal Entspannung angesagt.

    IMG_0907Apropos Entspannung, es gibt auch sehr ruhige Gassen mit wenigen Menschen in Barcelona, man muss nur weit genug gehen. Auch das lohnt sich und wirkt beruhigend auf den reizüberfluteten Großstadtbesucher. Zu guter Letzt, Cornelias Rücken geht es seit drei Tagen besser, Kathy, die Osteopathin, (osteopatiadelmar.com) hat gute Arbeit geleistet, danke für die vielen Rückfragen diesbezüglich.

  • Großstadtleben …

    Lotusgrill gelötet
    Lotusgrill gelötet
    Segel geflickt
    Segel geflickt
    Solarpanel wieder festgeschraubt
    Solarpanel wieder festgeschraubt

     

     

     

    Nachdem der gestrige Mittwochmorgen in reichlich Arbeit ausgeartet ist, haben wir es uns dafür ab dem frühen Abend ganz entspannt gut gehen lassen.

    Sekt und andere Leckereien
    Sekt und andere Leckereien

    Den Weg in diese „Cavas Bar“ haben wir nicht von allein gefunden. Die Bekanntschaft zu Harald und Marten, zwei deutschen Seglern hier am Steg  mit reichlichen Barcelonakenntnissen, hat uns zu diesem super Erlebnis verholfen. Die kleine Sektbar, liegt versteckt in einer Altstadtgasse und hat keinne Namen, dafür einen hohen Bekanntheitsgrad und so kleine Sektpreise, dass sie schon ab 11 Uhr morgens gut gefüllt sein soll.

    Sektpreise
    Sektpreise

    Um 17 Uhr haben wir noch einen Stehplatz ergattert und in den folgenden Stunden einige „Java Extra Brut“ für unglaubliche eineurofündunddreißig je Glas geleert. Dazu gab es landestypische Tapas, also Schinken, Käse, Chorizo und – Achtung Zungenbrecher –  „Bratburst“, eine lecker gegrillte deutsche Bratwurst. Ob der Ausdruck Catalan oder spanisch ist, entzieht sich unserer Kenntnis.

    Pure Pork
    Pure Pork

    Nach der Cavafeier haben wir uns erstmal aufs Boot verzogen, damit Nico nicht zu lange allein ist. Am späteren Abend sind wir beide plus Hund noch durch das nahegelegene Bahnhofsviertel gezogen, das ebenfalls ein Teil der historischen Altstadt ist. Nach gut einer Stunde gemütlichen Rumbummelns haben wir uns auf einem kleinen Platz für eine Weile niedergelassen und das pulsierende Leben rund um uns herum beobachtet.  Jungs spielen Fußball, Familien sitzen zusammen, Musiker spielen auf, ein Sprach und Stimmengewirr liegt in der Luft, „muy bien“-sehr gut.

    farbiges Waschbecken gefällig?
    farbiges Waschbecken gefällig?

    Natürlich ist in Barcelona auch nicht alles gut oder besser gesagt in Spanien generell. Ein Problem ist für uns leider vielerorts deutlich sichtbar, der Müll, oder, noch genauer gesagt, der Plastikmüll. Im Meer, im Park, in der Innenstadt – überall liegen oder schwimmen große Mengen von Plastik rum.

    Nicht schön und auch nicht mit südländischer Mentalität schön zu reden. Dafür ist dieses Thema zu imminent. Jeden Tag treibt der momentan leicht Südwind Plastikteile, Plastiktüten oder Plastikbecher in den Hafen. Gehen wir mit dem Hund in den Park, finden wir das Gleiche vor. Cornelia meinte, dass das in Südamerika noch ein größeres Problem darstellt. Gut, wir werden es nicht ändern, wenn Plastik bei uns vorbei schwimmt, fische ich es aus dem Wasser raus, ebenso an anderen zugänglichen Stellen. Vorbildliches Verhalten? Wir wollen nicht als moralische Instanz auftreten.

    Ist das ein Baumwollbaum?
    Ist das ein Baumwollbaum?

    Die nächsten 10 Tage feiert die Stadt ihr Dachterrassenfest mit Livemusik, Tanz, Workshops und zahlreichen Darbietungen aller Art. Auf Hoteldächern, in hochgelegenen Cocktailbars oder in historisch relevanten Häusern. Alle Dachterrassen stehen offen zum Besichtigen, zum Verweilen, zum Zuhören und Mitmachen und für kulinarische Ausflüge.

    Heute geht es los und wir werden davon berichten. Wir wünschen aus der Großstadt heraus ein schönes Wochenende mit vielen guten Erlebnissen. Hast luego – bis zum nächsten Mal!

  • Dritter Tag in Barcelona

    Wasserturm in Barceloneta
    Wasserturm in Barceloneta

    Wie schnell mal wieder die Zeit vergeht, mit diesem und jenem, vor allem, wenn man in so einer schönen Stadt wie Barcelona ist. Ständig gibt es was zu tun, und noch mehr zu sehen. Was hier so alles los ist! Zuerst einmal sind es die Massen von Menschen die durch die Stadt gehen, flanieren, spazieren und rennen, Fahrrad fahren und City. Zigtausende jeden Tag, in der Altstadt, auf den Ramblas, am Hafen entlang, in den Einkaufszentren, überall. Dazu noch die vielen Sonnenanbeter am Strand, die Durstigen in den Kneipen und die vielen meist dunkelhäutigen Straßenverkäufer. Man weiß garnicht, wo man zuerst hinschauen soll.

    Strandleben
    Strandleben

    Obendrauf gibt es noch die historischen und modernen Sehenswürdigkeiten aller Art. Denkmäler, Kirchen, Bürohäuser, feudale Gebäude, Galerien, Markthallen, und viele schöne Plätze.

    Und wir liegen mittendrin, können dem Gewusel passiv vom Boot aus zuschauen – die Hexe als Ruhepol in der Megacity, oder wir gehen vom Steg und sind sind sofort Teil des Ganzen. Wir nutzen beide Möglichkeiten, je nachdem, wie uns der Sinn steht.

    Cornelia hat zudem mal wieder Rücken und mit Katy eine fachkundige Osteopathin in nächster Nähe gefunden und lässt sich die verschobenen Partien wieder zurechtrücken. Katy hat vor 23 Jahren ihren Weg nach Barcelona gefunden, ist irgendwie hängengeblieben und betreibt inzwischen ihre eigene Praxis.

    Abendsonne
    Abendsonne

    Soviel dazu, gestern waren wir im Irish Pub, ich weiß, wir finden fast überall so eine Biertrinkeinrichtung und wurden dort sehr nett von einer deutsch sprechenden Engländerin empfangen und umsorgt. Zudem waren wir nach kurzer Zeit mit drei jungen Iren und einem schottischen Paar im Gespräch. Komischerweise werden wir von den Inselbewohnern immer wieder gefragt, was wir vom drohenden Brexit halten. (Nicht viel, um es vorwegzunehmen, genau so wenig wie vom katalanischen Nationalstolz, der uns hier immer begegnet umd zur Schau gestellt wird). Punkt. Mehr wollen wir zu dem Thema aber an dieser Stelle auch nicht sagen, selbst wenn wir es könnten und wir es auf Nachfrage gerne  tun.

    Segel geflickt
    Segel geflickt

    Die Windstille haben wir heute ausgenutzt, um einen Riss im UV-Schutzstreifen des Vorsegels zu flicken. Diesmal haben wir dazu ein Stück Dacron mit Kleber getränkt und einfach aufgeklebt und sind gespannt, ob es im Segelbetrieb halten wird.

    Solarpanel wieder festgeschraubt
    Solarpanel wieder festgeschraubt

    Das Solarpanel am Radarmast hat sich bei viel Seegang im wieder mal verstellt, weil die Madenschraube es nicht richtig beklemmt hat. Ich habe in das Edelstahlrohr ein Loch reingebohrt und die Madenschraube findet jetzt darin Halt und lässt sich dadurch kraftschlüssiger andrehen.

    Bei den Bastelarbeiten sah es im Hexeninneren aus wie in einer Rumpelkiste, weil alles an unterschiedlichen Stellen lagert und jeweils herausgezaubert werden muss. Jetzt ist alles wieder an seinem Platz verstaut, wir waren gerade eben mit unseren leeren Dieselkanistern zur 800 Metern entfernten Tankstelle gelaufen.

    Wir ziehen den Diesel von gemeinen Autotankstellen dem von den Bootstankstellen vor, weil wir an jenen den teureren Diesel ohne Bioethanol tanken können. Sozusagen als Präventionsmaßnahme gegen Algenpest, was bei normalem Dieselkraftstoff vorkommen kann. Vor drei Jahren hatten wir die unliebsamen Algen schon mal im Tank und mussten denTank aufwendig leeren und reinigen lassen.

    Mindestens noch drei weitere Tage in dieser großartigen City liegen vor uns, wir freuen uns schon sehr darauf.

  • Kompliment an die Bootsbauer

    Flötenspieler in Palamos
    Flötenspieler in Palamos

    Lebensplattform – Überlebensplattform mit Spaßfaktor, auch wenn Neptun das Deck wäscht und die Wogen hoch gehen. Stabil, agil und mit durabler Ausrüstung, so muss ein Schiff gebaut oder konstruiert sein. Es muss etwas abkönnen, wie man so schön sagt. Schwerem Wetter, Wind und Wellen widerstehen können. Im Ernstfall ist ein solide konstruiertes Schiff der Garant  für die Sicherheit und das Wohlbefinden der Mannschaft, das nur vorausgeschickt. Jeder, der länger im Mittelmeer rumschippert, ist schon mal vom Wetter kalt oder nass erwischt worden, und hat gegen oder je nach Sichtweise mit den Elementen zu kämpfen gehabt. Wir auch, gestern ganz besonders  intensiv.

    Beim Start in Palamos war alles noch eitel Sonnenschein. Ein leichter Wind aus Ostsüdost schiebt unsere Hexe langsam, aber beständig über das silbrig glänzende Meer. Der Speck brutzelt, verführerisch riechend in der Pfanne, acht aufgeschlagene Rühreier folgen, frisches Baguette wird mit Butter bestrichen, fertig ist das üppige Seglerfrühstück. Der Wind schläft ein,  der Motor erwacht zum Leben, weiter geht die Reise. Barcelona ist noch fast 100 Kilometer entfernt.

    Was verheißen diese Wolken?
    Was verheißen diese Wolken?

    Zwei Stunden später und elf Seemeilen weiter, ändert sich die Situation schlagartig. Der Wind hat um fast 180 Grad auf West gedreht, die Farbe des Wassers hat sich mit den herannahenden Böen von Blau auf Dunkel verändert, der Wind orgelt im Rigg. Wir haben sofort die Segelfläche angepasst, d.h. verkleinert. Vom Vorsegel steht nur noch zwei Drittel, das Großsegel ist im ersten Reff. Der Windmesser zeigt nach wenigen Minuten sieben Windstärken an, das Schiff legt sich schwer auf die Seite. Erste Wellen finden ihren Weg über Deck, der vorher warme Wind fühlt sich kalt an, die wasserdichten Segelklamotten werden rausgekramt. Es ist an der Zeit, die Segelfläche weiter zu verkleinern, die Böen lassen den Mast erzittern. Es locken die nahen Yachthäfen, doch sind sie allesamt dem Wind ausgesetzt. Ein Anlegemanöver bei mittlerweile über 30 Knoten Wind ist mehr als riskant. (Ich glaube, der Skipper hatte auch ein bisschen Spaß dabei.) Mit Minimalst-Segelfläche erkämpfen wir unseren Weg nach Luv. Ein Blick nach oben zeigt, dass ein Mastrutscher sich verabschiedet hat und die Segellatte wild gegen den Mast schlägt. Zeit, das Großsegel ganz zu bergen. Mit dem Vorsegel allein sind die Schiffsbewegungen trotz gut zwei Metern Wellenhöhe deutlich ruhiger. Und das bei über 6 Knoten Speed. Dafür werden die Wellen immer höher und immer öfter brechen sie übers Boot.

    Mastrutscher
    So ein Mastfutscher kann auch mal streiken…

    Die kurze Mittelmeerwelle, berühmt-berüchtigt, alle 2-3 Sekunden folgt eine nasse Ladung, eine Belastung für Mannschaft (er, Hund und ich) und Schiff. Es geht voran, immer nach Luv, immer gegen den Wind, Kurs Westsüdwest. Nico ist im Bootsinneren und hat sich in sein Körbchen verkrümmelt. In diesen Momenten verflucht er bestimmt sein Leben als Bordhund (wer nicht?). Cornelia hat einen Hafen kurz vor Barcelona ausgemacht, der fast vollständig von Appartementhäusern umgeben ist und dadurch windgeschützt sein muss. Doch zuerst heißt es noch 12 Seemeilen gegenan zu segeln bei Böen von über 35 Knoten. Irgendwie ist das Ganze auch faszinierend (zumindest für den Skipper) – die brechenden Wellen, das Schiff, wie es sich seinen Weg durch die “Buckelpiste” bahnt. Ich genieße Stunde um Stunde am Steuer, 10 Stunden sind es am Ende ohne Autopilot, ohne Unterbrechung. Die letzten drei Meilen zum Hafen motoren wir. Vor den  landnahen Gebirgen hat sich eine Wolkenwand aufgebaut und bremst ab 20 Uhr den Seewind. Als wir im Hafen festmachen, weht nur ein laues Lüftchen. Das Schiff wird von seiner dicken Salzkruste befreit und bekommt eine Süßwasserdusche, Nico den wohlverdienten Gassigang und kurz darauf bruzzeln leckere Steaks auf unserem Lotusgrill. Der Mastrutscher wird am nächsten Morgen ausgetauscht. Ansonsten gibt es keine Schäden am Schiff zu vermelden, wir sind stolz auf unsere stabile agile Hexe. Eine der letzten Dehler, die noch in Freineohl gebaut worden sind. Seit ein paar Jahren werden dort keine großen  Schiffe mehr gebaut, über 50 Jahre Bootsbau sind in Freienohl Geschichte. Die Marke lebt zwar weiter, wird aber mittlerweile in Greifswald gebaut. Kompliment an die ehemaligen stolzen Bootsbauer!

    Die Statue von Kolumbus ziert die Einfahrt von Barcelona
    Die Statue von Kolumbus ziert die Einfahrt von Barcelona

    Bei leichtem Wind geht es heute die letzten fünf Meilen nach Barcelona. Wir liegen wieder im Stadtzentrum und werden bis zum Wochenende dort bleiben und das urbane Leben einer wunderbaren Großstadt genießen.

  • Schiffe im Gurt…

    Die "Krake" fährt über den Parkplatz
    Die “Krake” fährt über den Parkplatz

    Wenn der freifahrende 100-(in Worten einhundert)-Tonnen Kran die Schiffe zwischen seinen Gestellen an “dünnen” Gurten übers Hafengelände kutschiert, sieht das beinahe so aus wie eine Krake, die ihre Beute festhält. Behutsam werden die Boote aus dem Wasser genommen, zum Lagerplatz gefahren und dort ganz vorsichitg auf Stahlgestellen abgestellt, oder eben den umgekehrten Weg.  Den ganzen Tag geht das so hier auf dem Kranplatz. Egal, ob Yachten die sozusagen frisch mit dem LKW angeliefert werden, kleine oder ganz große Boote, Segelschiffe Motorboote, Katamarane, alles was ins oder aus dem Wasser rausmuss, wird von dem gigantischen Krakenkran an die richtige Stelle verpflanzt.

    Nur LKW-mäßig war heute ausnahmsweise nicht so viel los, denn die Tankstellen in Frankreich stehen weitestgehend ohne den lebensbestimmenden Brennstoff dar. Warum das so ist, ist jedem Frankreichkenner sofort klar – es wird wieder mal gestreikt. Nicht dass das ungewöhnlich ist, diesmal sind halt die Raffinerien dran. Rien de va plus – nichts geht mehr und die “Grande Nation” steht still. Ein paar Insider steuern mit ihren Autos die hiesige Bootstankstelle an und füllen den leeren Tank geschwind auf. Wer danach fragt, wann der Streik vorbei ist, erntet nur ein Schulterzucken, niemand weiß es so genau.

    Beeindruckende Beton-Architektur des 20. Jahrhunderts
    Beeindruckende Beton-Architektur des 20. Jahrhunderts

    Auch wir haben heute morgen ein paar Tropfen fossilen Dieselkraftstoffs verbrannt, haben aber noch über 100 Liter im Dieseltank. Kalt ist es geworden seit gestern, relativ kalt natürlich. Aber mit 12 Grad um 10 Uhr morgens liegt die Quecksilbersäule deutlich unter ihrem gewohnten und möglichen jahreszeitlichen Niveau. Das gute an unserer Dieselheizung ist, dass sie auch nach wochenlanger Pause sehr willig anspringt und binnen kürzester Zeit unseren Lebensraum muggelig aufwärmt. Es gab Menschen, die vor unserem Reisebeginn gesagt haben, das man südlich von Genua keine Heizung mehr braucht, sondern eher eine Klimaanlage. Letztere haben wir noch nie vermisst und erstere doch häufig in Gebrauch.

    Morgen hat die Capitania einen Termin beim Osteopathen ergattert und wir hoffen sehr, dass der blockierte Nerv im Rücken dort gekonnt gelöst wird, damit wir bald weiterschippern können. Wetterberuhigung ist angesagt, das Schiff zuppelt an den Leinen, das Meer ruft, und wir wollen es nicht zu lang warten lassen.