Ein schönes Wochenende am Meer

Wie geplant sind wir am Freitag früh auf die Autobahn und haben es geschafft, fast ohne Stau nach Kiel zu kommen. Erstaunlicherweise war es auch an der Kieler Förde richtig heiß, 30 Grad zeigte das Autothermometer, als wir dort aussteigen, ein bisschen früher als unsere englischen Freunde Trevor und Kay, die wir hier nah langer Zeit einmal wieder treffen möchten, und die zu gleicher Zeit mit ihrer Moody 38 in Fehmarn losgesegelt sind. Wir nutzen die Stunde für einen Spaziergang mit Nico an der Förde und einen kleinen Snack, bevor wir die beiden endlich treffen.

Nachmittags nutzen wir die sommerlichen Temperaturen zu einem Bad in der Kieler Förde, an der „Seebar“, einem langen Steg voller Liegestühle und Barbetrieb gehen wir ins sehr kalte Ostseewasser. Das Mittelmeer ist doch deutlich wärmer! Die Herren nutzen das Bad folgerichtig nur zu einer kleinen Abkühlung, Kay und ich halten es deutlich länger aus, dann fühlt es sich auch nicht mehr so eisig an. Aber schließlich sind wir alle gut erfrischt lümmeln wir uns auf zwei Liegen, zum weiteren Austausch von Erlebnissen.

Die Flaggen werden eingeholt

Die Flaggen werden eingeholt

Die Fahne wird aufs Boot gebracht

Die Fahne wird aufs Boot gebracht

Die Band mit ihrer Dirigentin

Die Band mit ihrer Dirigentin

Als wir wieder zurück zum Hafen kommen, versperrt uns britisches Militär den Weg. Heute ist die offizielle Feier wegen der Schließung des britischen Marinestützpunkts in Kiel. Nach 71 Jahren verlassen die Briten Kiel, wo sie aktiv im Segel- und Tauchsport tätig waren. Der Brigadegeneral der BRD verlieh den Briten das Fahnenband, eine Hallberg Rassy legte ab mit dieser Fahne und irgendwann wird sie nach England zurück gebracht werden. Danach wurden symbolisch die Flaggen von Großbritannien und der Bundesrepublik Deutschland unter Abspielen der jeweiligen Hymne eingeholt, ein bisschen traurig schien die Festgesellschaft schon zu sein, ob des Endes der Stationierung, man versprach sich ewige Freundschaft, hoffen wir, dass das hält. Ein Grillabend an Bord rundet diesen Tag wunderbar ab.

Das Programm

Das Programm

Das Opernhaus

Das Opernhaus

Für Samstag haben wir außerdem Ralph und Inge von der SY „Malwieder“ eingeladen, die gerade für ein paar Wochen in der Heimat weilen. Damit haben wir zwei Stadtführer und wir bekommen einen ganz neuen Eindruck von Kiel, wir laufen durch viele Parks, alles ist so großzügig angelegt. Vor dem Rathaus steht der schöne Bau des Theaters, ein richtig großes Dreispartenhaus, das in den Saisons 2016-18 nicht nur den kompletten Ring von Richard Wagner auf die Bühne bringt, sondern auch die Uraufführung einer deutschen Oper, welches Theater macht das schon? Aber Kiel ist groß, hat 500 Mitarbeiter und einen Etat von 25 Millionen Euro steht das Theater ganz gut da.

Der mittelalterliche Altar

Der mittelalterliche Altar

moderne Kirchenfenster

moderne Kirchenfenster

Auch die Nicolaikirche hat uns sehr gut gefallen, auch wenn uns der Hahn auf dem Dach gefoppt hat, es ist keine katholische Kirche, 1526 kam die Reformation und die Kirche wurde evangelisch. Ganz moderne Kirchenfenster treffen auf einen Flügelaltar aus dem 15 Jahrhundert und andere sehr alte Kunstschätze, und vor der Kirche thront der „Geistkämpfer“ von Ernst Barlach, ein Engel mit Schwert siegt über ein wolfsähnliches Wesen.

Am Kai liegen zwei Aidas, die MSC Musica, ein riesig großes Kreuzfahrtschiff und – wie immer – die Schwedenfähren. Es gibt stets etwas zu schauen, wir freuen uns sehr über diese Perle des Nordens, wenn hier Palmen wüchsen und es im Herbst und Winter nicht so kalt wäre, könnte Kiel eine echte Alternative zu den Kanarischen Inseln sein.

Zumba am Kai

Zumba am Kai

Eine Hochzeit, wo Gersten noch das englische Militär verabschiedet wurde

Eine Hochzeit, wo gestern noch das englische Militär verabschiedet wurde

Eine alte Bekannte: Die Motor-A besucht die Segel-A im Bau, seltsamer Entwurf

Eine alte Bekannte: Die Motor-A besucht die Segel-A im Bau, seltsamer Entwurf

Und wir sind mittlerweile wieder im mittelhessischen unterwegs, haben mit Larissa, Johannes und Leonard beim Griechen gegessen, und bereiten uns auf eine ganz normale Arbeitswoche vor.

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Landluft statt Seeduft,

Oh, wie ist es am Rhein so schön…

Oh, wie ist es am Rhein so schön…

liegt in der Luft, wenn man einen Ausflug in die Rheinebene macht. Die Felder sind gedüngt, die orangen Kürbisse prall gewachsen und erntereif, und an der angrenzenden Bergstraße bereitet man die Weintraubenlese vor. Weit weg vom Meer fühlen wir uns ein bisschen wie “Fische  auf dem Trockenen”. Und da hilft nur ein ein Schiff, sei es auch noch so klein, Hauptsache, es schwimmt auf dem Wasser. Wenn wir denn nun schon mal 2-3 Wochen in der Sommerzeit zuhause sind, muss zumindest unser kleines gut gehütetes Motorboot in sein natürliches Element gewässert werden.

Einfach mal wechseln von der Segel- hin zur Motorbootfraktion. Hauptsache ab auf’s Wasser. Auch wenn das nächste Ufer keine 200 Meter entfernt ist, und Süß- statt Salzwasser an die Bordwand schwappt.

Über zwei Jahre stand die kleine Amerikanerin – Schiffe sind einfach weiblich – in einer Halle, bevor SIE gestern wieder ans Tageslicht gezogen wurde. Ein paar Startversuche hat es schon gebraucht, bevor der Motor nach zwei Jahren Stillstand wieder zum Leben erweckt werden konnte. Dann ging der Spaß los. 85 Stundenkilometer sind maximal  drin, und das fühlt sich auf dem Wasser sagenhaft schnell an.

Jeden Tag nach getaner Arbeit werden wir ‘ne kleine Auszeit auf dem Rhein nehmen und in nahe gelegenen Buchten schwimmen, einen Ausflug nach Worms machen, oder einfach irgendwo ankern.

Das Leben am und mit dem Wasser ist, irgendwie unsere Bestimmung. Da sind wir nur wenige Tage von unserer Hexe weg und schon zieht es uns wieder zum Wasser, zum Rhein hin.

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Der Duft der Frauen

 

Donnerstag hat die Capitania das Leihauto vom Flughafen Montpellier abgeholt, das uns flott und sicher nach Darmstadt bringen soll, einen beinahe neuen Peugeot 308 Diesel mit Automatikgetriebe. Larissa will uns dann am Flughafen in Metz abholen und die letzten 200 Kilometer nach Hause kutschieren. Leider hat sich an diesem Donnerstag, heimlich und heimtückisch, ein Hammervirus in mein Verdauungssystem eingeschlichen mit fiesen Folgen bis tief in die Nacht. Meine Leistungsbereitschaft am Freitag war in Folge nicht so groß und die erforderliche gründliche Außenreinigung unserer Hexe eine Qual.

 Abschiedsabend vom Boot

Abschiedsabend vom Boot

Gestern Abend fühlte ich mich schon besser und wir waren zu einem kleinen Abschiedsessen im quirlig belebten La Grande Motte unterwegs. Ein wenig eingeschüchtert von der Stauprognose für den heutigen Samstag auf den südfranzösischen Autobahnen. Endlos lange Staus ab dem frühen Morgen zwischen Südfrankreich und Lyon waren wegen Rückreiseverkehr angekündigt. Klar, alle Holländer, Deutsche, Belgier, Skandinavier, Schweizer und viele Franzosen müssen an Lyon vorbei nach Norden fahren, wenn ihr Urlaub vorbei ist.

Der Vollmond über La Grande Motte

Der Vollmond über La Grande Motte

Wir sind dann konsequenterweise heute Morgen schon um 4 Uhr aufgestanden und waren eine halbe Stunde später auf der Autobahn. Allen Unkenrufen zum Trotz war, zumindest zu dieser frühen Zeit, doch nicht ganz so viel los. Um kurz nach 11 Uhr waren wir am Flugplatz Metz-Nancy. Wirklich schwierig war es nur zum Ende der Fahrt, die obligatorische Volltankung des Wagens zu organisieren. Die Tankstellendichte in der lothringischen dörflich-ländlichen Einsamkeit ist ist eher dünn. Ein halbstündiger Umweg war vonnöten, bis die Nadel der Tankanzeige wieder auf voll stand. Die Tankstelle am Flughafen kannte unser französisches Navi nämlich leider nicht.

Nach einer herzlichen Begrüssung mit Larissa und Johannes ging es zu einem kurzen Grillzwischenstopp auf den Campingplatz in Remering, und natürlich um meine Mutter zu besuchen. Wir alle hatten einen gesegneteten Appetit und es gab Reichliches für die hungrigen Münder. Leider  war das Wetter nicht auf unserer Seite. Für uns war es mit 17 Grad, Regen und Wind richtig richtig kalt.

Um 17 Uhr waren wir nach weiteren zwei Stunden Fahrt wohlbehalten in Darmstadt angekommen. Der Regen ist uns leider auch dorthin gefolgt. Heute Abend haben wir uns dann einen ruhigen Fernsehabend gegönnt und bei ZDF Neo “Der Duft der Frauen”  mit Al Pacino angeschaut. Unser erster Fernsehabend seit langem.

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Blitz- und Donner-Wetter

Direkt vom Fischer

Direkt vom Fischer für den Grill heute Abend

17. August 2016, Mittwoch, Baro 1008, sonnig, aber diesig, 26 Grad, Wind SW um 3
Cap d’Agde 08:45 – La Grande Motte 15:15, 32 sm

Nach anderthalb Tagen in Cap d’Agde wird es Zeit für uns weiterzufahren. Der Wind hat gedreht, ist noch ein bisschen schwach auf der Brust, wir setzen den Spi und segeln entlang der Küste. 11:00 Uhr ist der Wind weg, wir motoren kurz, dann hat er auf Süd gefreht und wir können mit halbem Wind an Sète vorbei segeln.

Viele Felsen liegen vor dem Strand von Cap d'Agde

Viele Felsen liegen vor dem Strand von Cap d’Agde

Gestern früh haben wir uns auf den weiten Weg zum Metzger gemacht, die Menschenmengen in den Restaurants, Bars und Cafés bewundert, sind über den kleinen Markt am äußeren Hafen, wo auch wir diesmal liegen, geschlendert, haben schließlich den Hund ins Boot gebracht und sind zum Schwimmen an den Strand. Auch da waren wir nicht alleine, aber das Wasser war angenehm, nicht zu kalt und nicht zu warm. Viele kleine Vulkanfelsstücke wechseln sich mit weichem Sand ab, und die kleinen Felsen sind übersät mit Seeigeln, da muss man schon aufpassen, dass man nicht dranstößt.

Abends ab 21 Uhr gibt es eine musikalische Darbietung auf dem kleinen Marktplatz, von hinter der Bühne, bei uns auf dem Boot, klingt das grauenvoll, weil die Stimmen nicht mit dem Playback der Instrumente passen, aber als wir auf dem Platz sind, passt alles.

Die zwei Mädels und ein junger Mann haben ein großes Repertoire, Volker ist zunächst etwas erschrocken, als wir mit französischen Chansons empfangen werden “Mein Genuss an Chansons dieser Art hält sich sehr in Grenzen”, aber dann gibt es Funk, Salsa, Jackson Five, Rock und vieles mehr. Und die Franzosen tanzen! Ältere und jüngere Paare versuchen sich am “Mambo No. 5”,  drehen sich im Salsa-Rhythmus und rocken das Pflaster. Den “Madison” können sie alle und alle Menschen auf dem Platz drehen sich im Gleichschritt. Wir können nur staunen!

Nach Sonnenuntergang

Nach Sonnenuntergang in LGM

Bis auf eine kleine halbe Stunde können wir die 32 sm bis La Grande Motte segeln, und wir schaffen es, genau vor dem Gewitter die Leinen an der Capitainerie fest zu haben. Ich bin noch oben, um unseren Liegeplatz zu organisieren, da fängt es schon an zu regnen. Der Hafenmeister flucht leise, weil er heute morgen die Fenster offen gelassen hat, und jetzt niemand bei ihm zuhause ist. Ich bekomme den Superservice: Als ich unten aus der Tür trete, und überlege, ob ich im Trocknen abwarten soll, bis es aufhört zu regnen, oder ob ich zum Boot flitzen soll „Es ist ja nur Wasser“, da steht Volker ritterlich mit einem Regenschirm, um mich abzuholen. So viel Regen hatten wir seit Deutschland nicht mehr, und dazu noch Blitz und Donner. Ich habe vorsorglich schon mal alle elektronischen Geräte in den Backofen gelegt und den großen Computer ausgeschaltet. Nach einer dreiviertel Stunde ist der Zauber vorbei, es wird wieder warm und sonnig.

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Nebel auf dem Mittelmeer

15. August 2016, Montag, Baro 1015, bewölkt, Wind NO 1-2
Gruissan 12:00 – Cap d’Agde 16:45, 23 sm

Gestern Abend hat uns noch eine Katze besucht.

Gestern Abend hat uns noch eine Katze besucht.

Eigentlich wollten wir früh ablegen. Aber um acht weht es noch ziemlich stark und böig, genau aus 60 Grad, und da wollen wir hin. Um elf wird es besser der Wind dreht, ich gehe nochmal geschwind mit dem Hund zum Pipi machen, dann legen wir ab und verabschieden uns von der Capitainerie. Nur jetzt ist leider der Wind komplett eingeschlafen.

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Pottendichter Seenebel

Wir motoren Richtung Cap d’Agde, als es immer diesiger wird, und wir schließlich in pottendichtem Seenebel stecken. Ich sitze unten am Radar, Volker oben amSteuer. Neben dem Süd-Gefahrenzeichen sehe ich ein Signal auftauchen, das Marpa-Ziel verfolgt es bis zu uns, wir sehen nichts, bis ca. 100 m direkt rechts von uns ein 30-Fuß Bavaria auftaucht.

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So sieht es auf dem Radarbildschirm aus

Gut, wenn man so ein Radar hat! Auch das Gefahrenzeichne ist nur ca. 200 m entfernt, das können wir nur ganz verschwommen ausmachen, weil wir halt wissen, dass es da sein muss.

So plötzlich, wie er gekommen ist, verschwindet der Nebel auch wieder, er reißt auf, und plötzlich ist die Sonne da. Kurz danach kommt auch der Wind, wirkönnen segeln.

IMG_1892 IMG_1879 IMG_1854Links voraus sehen wir Fische im Wasser springen, als wir näher kommen, entpuppen sie sich tatsächlich als eine Gruppe Delfine, die offensichtlich auf der Jagd sind. Eine Weile schwimmen sie mit uns, endlich mal wieder, und wir können ein paar schöne Fotos machen.

Sonne, vernebelt

Sonne, vernebelt

Noch zwei, drei Wenden, und Cap d’Agde mit dem großen Fels vor der Einfaht liegt vor uns. Das letzte Mal waren wir im Mai 2015 hier, da war es vergleichsweise leer zu dem, was sich jetzt vor und an der. Hafeneinfahrt tummelt. Wir bleiben erstmal an dem äußeren Steg liegen, da ist die Aussicht einfach besser. Obwohl, gerade als wir in den Hafen reingefahren sind, kam der Nebel wieder und hat alles in milchiges Licht getaucht, für kurze Zeit. Jetzt können wir die Aussicht wieder genießen.

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Über vierundzwanzig Monate…

Abschied von Hoorn

Abschied von Workum

… sind wir nun mit unserer Hexe unterwegs und haben es glatt vergessen zu feiern. Ist ja beinahe so, als würde man den eigenen Hochzeitstag vergessen, hihi. So fühlt es sich geradewegs an. Nicht, dass wir im Vorfeld nicht davon gesprochen hätten, irgendwie haben wir es dann doch einfach vergessen. Aber was mich wirklich beeindruckt ist, wie schnell die Zeit vergeht. Trivialer Spruch ganz klar, aber voll zutreffend. Zwei Jahre, schwuppdiwupp, sind vorüber und liegen im nicht sichtbaren Kielwasser unseres Lebens.

Sturmtaktiken gefragt?

Hinterm Horizont geht’s weiter…

Dazu passend habe ich heute in einem englischen Segelbuch über Sturmtaktiken gelesen, dass ab einem gewissen Lebensalter die Zeit eh nicht mehr für, sondern gegen einen ist. Haben wir etwa dieses Alter schon schon erreicht? Ich glaube  und hoffe zugleich, dass es nicht ganz so ist. Dafür haben wir noch zu viele Pläne und Ideen, die auf ihre Realisierung warten. Die Engländer haben halt eine eigene Art von (Lebens)-Humor und nehmen sich selbst gerne nicht zu ernst.

So vergeht die Zeit…

So vergeht die Zeit…

Trotzdem werden wir heute Abend zur Feier der zwei Jahre nach Alt-Gruissan essen gehen und das eine oder andere Fläschen entkorken oder entkorken lassen. Über das Erlebte plaudern und uns die nahe (und ferne) Zukunft vorstellen.

Die Band

Die Band, die den Ort rockt

An das Thema Zeit habe ich gestern Abend ebenfalls gedacht. Wir waren nämlich bei einem kleinen Livekonzert an der gut besuchten Uferpromenade. Die nicht mehr ganz so jungen Bandmitglieder haben Rock und Songs aus den 70er und 80er Jahren dargeboten und die Menge zum Jubeln gebracht. Edle Darbietung. Und selbst die deutlich Jüngeren unter den Zuhörern kannten  die Songs von Queen, U2, The Doors, Jimi Hendrix und anderen Berühmtheiten aus dieser Zeit und sangen fröhlich mit. Ganz so, als seien es zeitlose Lieder…

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Flotte Lotte

Der kleine gelbe Twingo

Der kleine gelbe Twingo

Wir überlegen hin, wir überlegen her, sollen wir noch einen Tag in Argelès-sur-mer bleiben oder endlich weiter nordwärts segeln. Zwei Kleinigkeiten nehmen uns dann schnell die Entscheidung ab. Cornelias Versuch, den kleinen gelben Twingo noch einen Tag länger zu mieten, schlägt fehl, weil der Wagen das ganze Wochenende an Urlauber vermietet ist, und der Wind dreht früher als vorhergesagt auf eine für uns günstige Richtung.

Trotz Leihauto spendiere ich  vor der Rückgabe “unserem” liebgewonnenen Renault eine kleine eigenhändige Endreinigung, dafür bekommen wir, großzügigerweise, die Hälfte der über 100 zuviel gefahrenen Kilometer erlassen – guter Deal!

Um 12 Uhr 15 liegt die Hafenausfahrt achteraus und die Segel gehen hoch. Ein günstiger Wind ist von Anfang an da, die See ist flach. Idealbedingungen. Mit schäumender Bugwelle und schneller Fahrt geht es unserem nächsten Ziel entgegen. Nach einer Weile zeigt unsere Geschwindigkeitsanzeige über 8 Knoten Fahrt an. Segeln kann sooooo schön sein. Schnell, eigentlich viel zu schnell kommt Gruissan näher. Ok, verglichen zum Autofahren sind ca. 15 Stundenkilometer wahrlich nicht der Brüller, aber für uns ist es gefühlt und in echt schon ganz schön flott. Die 60 Kilometer oder 35 Seemeilen segeln wir in vierdreiviertel Stunden ab. Wir haben Glück und bekommen einen Superliegeplatz, längseits an einem Steg mit tollem Blick zur Hafeneinfahrt.

Reste des Forts über Gruissan

Reste des Forts über Gruissan

Blick über den Etang…

Blick über den Etang…

… und zum Meer

… und zum Meer

Heute war Markttag im historischen Ortskern von Gruissan. Die Altstadtgassen waren voll mit Ständen und voll mit Menschen. Unser Hauptaugenmerk galt jedoch zuerst der Festung, die die Stadt im Nordwesten überragt. Der Blick von oben zum  Meer, zum Binnensee, über die Altstadt  bis hin zu den südlichen Ausläufern der Pyrenäen ist wirklich fantastisch.

Maria auf der Fahrt zum Himmel

Maria auf der Fahrt zum Himmel

Nach dem Abstieg und einem Blick in die wirklich sehr schöne Kirche “Mariä Himmelfahrt” haben wir uns in den (Markt)-Trubel gestürzt und reichlich frisches Obst aus der Region gekauft. Zum Verkauf feilgeboten wurde so ziemlich alles, was man sich vorstellen kann. Kleider, Schuhe, Obst, Gemüse, frische Grillhähnchen, Olivenpasten, Holzofenbrot, gegarte Tintenfische, Paella, Spielzeug und sicher noch vieles mehr. Müde vom Wandern machen wir mittags einen kurzen Zwischenstopp in einer kleinen Eckkneipe und schon war es Zeit für den 20 Minuten langen Rückweg. Bis Montag bleiben wir sicherlich in Gruissan liegen, die Liegeplatzpreise sind trotz Hochsaison mit 34 Euro für unsere Bootsgröße sehr moderat.

Markt

Markt

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Verbrannte Erde…

… und Wald, mit einer Gesamtfläche von über einer Million Quadrameter, ein evakuiertes Dorf, 500 Feuerwehrleute im Dauereinsatz und 4 Löschflugzeuge. Schlussendlich sind das nur die nackten Zahlen. Der Waldbrand ist gestern morgen im schwierig zugänglichen bergigen Gelände von Montalban ausgebrochen und hat sich rasend schnell, vom starken Tramontana-Wind angestachelt, in südliche Richtungen ausgebreitet.

Das Feuer beginnt

Das Feuer beginnt

Wegen des vorhergesagten Starkwindes hatten wir uns entschlossen, noch einen kleinen Ausflug mit dem Renault Twingo in die nähere Umgebung zu machen, statt zu segeln. Schon nach wenigen Fahrkilometern war eine riesige Rauchsäule am ansonsten blauen Himmel sichtbar. Erstes Ziel war das mittelalterliche Dorf Castelnou, das stufenartig an und auf einem Hügel errichtet wurde.

Castelnou

Castelnou

Das Dorf wird vor allem von Künstlern und Kunsthandwerkern bewohnt, die mit der Herstellung und dem Verkauf ihrer Werke ihren Lebensunterhalt bestreiten. Es gibt also genug zu entdecken. Über dem schönen Ort thront eine große komplett erhaltene Festung, die regulär zu besichtigen ist, aber Hunde dürfen leider nicht rein.

Unser nächstes Ziel war Eus, ein kleiner Ort, der mal wieder zu den schönsten Dörfern Frankreichs zählt, am Eingang der Pyrenäen. Dazu mussten wir gut 40 Kilometer landeinwärts zur Route Nationale 116 fahren, die als einzige Straße dieses Pyrenäental mit Perpignan direkt verbindet. Die Rauchsäule wurde auf der Fahrt dorthin immer größer und dichter.

Es lodert am Bergrücken

Es lodert am Bergrücken

und verdunkelt die Sonne

und verdunkelt die Sonne

Irgendwann waren wir genau unter dem hoch aufsteigenden Rauch, der nach Süden hin über uns hinwegzog. Das lodernde Feuer in den Bergen war stellenweise, wenn es nicht vom Rauch verdeckt war, deutlich zu erkennen. Ein faszinierender und zugleich beängstigender Anblick. Als wir dann an der RN 116 ankamen war ein Massivaufgebot der Feuerwehr zu Stelle. Nur wozu gerade da, war uns noch nicht ganz klar. Ein paar Kilometer weiter, an der nördlichsten Brandfront, war bereits erkennbar (nur irgendwie nicht für uns…), das die hoch aufsteigenden Flammen den Berggipfel überwinden werden und das dadurch das Feuer sich talwärts ausbreiten wird.

IMG_2240Kurze Zeit – und 5 Kilometer später war Eus ereicht und wir sind dort erstmal auf einem kleinen Platz zur mittäglichen Stärkung in ein hübsches kleines Restaurant eingekehrt. Zeit für einen späteren Rundgang in Eus schien in Hülle und Fülle vorhanden. Das Essen war richtig lecker, einfache Küche mit regionalen Zutaten, dazu eine grandiose Fernsicht auf die Pyrenäen. Der Rundgang, gut gesättigt mit vollem Magen, führte uns in die Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Besonders Intereessant sind hier die detailverliebten Zeichnungen aus der gleichen Zeit. Leider war es durch einen Gruppe von Fotoamateuren, die mit ihrem laut dozierenden Kursleiter ihre Fotokenntnisse intensivieren wollten, eine unangenehm unruhige Atmossphäre in dem Gotteshaus.

IMG_2263Der folgende kleine Rundgang durch die Winkel und Gassen von Eus war dafür umso beschaulicher. Um 16.30 machten wir uns dann auf den Heimweg, der, was wir noch nicht wissen konnten, mehr als sechs Stunden dauern sollte. Bereits auf der Zufahrt zur RN 116 gab es den ersten Stau mit Stillstand. Französische Staukollegen erklärten uns, dass die Nationalstraße wegen des Feuers vollgesperrt ist.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, dachten wir uns, und suchten in den nächsten drei Stunden zahlreiche Alternativen, um nach Argeles zu gelangen. Um es kurz zu machen, keine war von Erfolg gekrönt. Wir fuhren auf winzig kleinen Straßen ganz hoch in die Berge, wir bretterten über unzählige Schotter- und Sandpisten, wir durchquerten mit unserem kleinen gelben Freund ein flaches Flussbett.

Hier laufen die Schafe …und die Autos fahren besser heim

Hier laufen die Schafe …und die Autos kehren besser wieder um

Alles um nach wenigen oder vielen Minuten dort zu enden, wo nur ein geländetaugliches Allradfahrzeug weiter gekommen wäre. Es war buchstäblich zum Mäuse melken, immer dann, wenn wir dachten, es irgendwo in Richtung Süden geschafft zu haben, ging es plötzlich für uns nicht mehr weiter. Alternativen zur gesperrten Nationalstraße gab es für uns nicht, freundlich-geduldige und befragte Gendarme kannten auch keine kurze zielführende Umleitung. Der Akku von unserem IPad, unser Navigationsgerät, wurde immer leerer und es wurde Zeit für eine Emtscheidung.

Dunkles Tal

Dunkles Tal

Entweder wir warten mit umgewissen Ausgang auf das Ende des Waldbrandes, bzw. der Straßensperre, oder wir fahren einen 180 Kilometer langen Umweg über kleine Departementalstraßen, um nach Hause zum Boot zu gelangen. Wir haben uns für die letztere Alternative entschieden und sind erstmal die Pyrenäen hochgekurvt, dann durch ein endlos erscheinendes dunkles einsames Tal und dann zum Ende hin über eine breite Landstraße langsam zurück. Schlussendlich haben wir für diesen Weg drei Stunden gebraucht und kamen um 22.35 hungrig, durstig und ziemlich entnervt im Hafen an.
Jetzt fragt sich sicher jeder, wie lang den die Sperrung ging. Die wurde genau um 22.39 aufgehoben. Viel Zeit haben wir also mit unserer Rumfahrerei am Ende nicht gewonnen. Aber das konnte keiner vorhersagen…

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2000 Meter über dem Meer

Hexenweisheit

Hexenweisheit (mehr Hexen gibt’s am Ende des Berichts)

Um 10 Uhr zeigt unser kleines Badethermometer 33 heiße Grad an, die im Laufe des Tages laut Vorhersage auf noch heißere 39 Grad steigen sollen. Doch nicht mit uns, wir werden der Hitze entfliehen und einen Ausflug in die umliegende Bergwelt der Pyrenäen machen. Die Capitania hat beim Renault-Händler, der gleichzeitig auch als Autovermieter fungiert, einen quietschgelben Renault Twingo für die nächsten drei Tage geliehen.

Berge mit Wolken

Berge mit Wolken

Nach einem freundlichen Gespräch mit unserer kundigen Bootsnachbarin über möglichst attraktive Ausflugsziele, fahren wir gut gerüstet und vergnügt los. Bereits nach gut 20 Kilometern legen wir einen kleinen Abkühlungszwischenstopp am Stausee von Vinça ein. Die Klimaanlage im Auotinneren von unserem kleinen Stadtflitzer versucht zwar tapfer umd geräuschvoll gegen die immer weiter steigenden Temparaturen azukämpfen, aber die produzierte Luft ist nicht wirklich kalt. Dafür ist es das Süßwasser des Bergsees und Nico erfreut sich im Wasser liegend und trinkend – endlich mal kein Salzwasser.

Entrée de Mont-Louis

Entrée de Mont-Louis

Fort de Mont-Louis

Fort de Mont-Louis

Die Kirche in Mont-Louis

Die Kirche in Mont-Louis

Altar in Mont-Louis

Altar in Mont-Louis

Schöne mittelalterlich wirkende Orte bleiben links umd rechts liegen, es geht beständig bergauf und nach weiteren 60 Kilometern kommen wir in Mont Louis an. Der gut 1600 Meter hoch gelegene Ort mit ganz viel Historie, bietet einen wunderbaren Ausblick auf die umliegenden 2000 Meter hohen Skigebiete. Ein Rundgang durch den verträumt-ruhigen Ortskern ist wie eine Reise in die Vergangenheit. Trotz Urlaubszeit sind nur wenige Touristen in dem von einer Ringmauer umgebenen Mount-Louis unterwegs. Oberhalb befindet sich  ein Fort aus napoletanischer Zeit, das noch heute für miltiärische Ausbildungszwecke französischen Spezialeinheiten dient.

Volker im Skilift

Volker im Skilift

Kirche in Formigueras

Kirche in Formigueras

Skilift im Sommer

Skilift im Sommer

Unser nächstes Ziel war Font Romeu, ein beliebter alpiner Wintersportort auf über 1940 Metern Höhe. Die meisten Lifte standen verständlicher Weise still, aber auch hier versucht man, mit verschiedenen Outdooraktivitäten Sommerurlauber zu locken. Bei der lokalen Skischule konnten Kinder und Erwachsene sich im Bogenschießen üben und Mountainbiker sich von den Schleppliften nach oben ziehen lassen, um anschließend die Skihänge runterzurasen. Die Bergbahn war für Ausflügler in Betrieb, gleich nebenan gab es Ponyreiten für Kinder. Auch hier war die Aussicht auf die umliegende Bergwelt umwerfend.

Brunnen

Brunnen

Der erhoffte Abkühlungeffekt trat auch ein. Mit 26 Grad war es super angenehm, und im kleinen Gelben fächelte ein kühler Luftstrom in unsere Gesichter. Diesmal vom Fahrtwind! Kurze Zeit später hatten wir unser entferntestes Ziel Forminguera erreicht. Nur mit großem Ortsrundgng war es da leider nichts, weil Nico aus nicht ersichtlichen Gründen vorne rechts plötlich humpelte und die Pfote nicht mehr aufsetzte.

 

Das Fort oberhalb von Evol

Das Fort oberhalb von Evol

L'église d'Envol

L’église d’Envol

Haus in Evol

Haus in Evol

La vache qui rit

La vache qui rit

Auf der kurvenreichen Rückfahrt machten wir noch einen kurzen Zwischenstop in einem der schönsten Orte Frankreichs, Evol. Ein kleines mittelalterliches Dorf in einem Nebental gelegen, dessen Kirche bereits im elften Jahrhundert gebaut wurde. Die meisten Häuser stammen aus dem Mittelalter und werden bis heute von ihren Bewohnern und einer lokalen Stiftung leibevoll erhalten. Nachdem Nico eine kurze Zeit im kühlenden Dorfbach gelegen hat, war das Humpeln schlagartig vorbei.Evol ist hübsch aber echt klein, und auch wer langsam durchfährt, kommt gleich wieder zum Ortsausgang, und es ist dabei trotzdem sehr sehenswert.

Durchgang in Villefranche Confluent

Durchgang in Villefranche Confluent

Hier lebt ein Katalane

Hier lebt ein Katalane

Eingang nach Villefranche

Eingang nach Villefranche

geheimnisvolles Tor

geheimnisvolles Tor

Schlusspunkt und gleichzeitiges Highlight unserer gestrigen Tour war der kleine in einer Festung liegende Ort Villefranche-Confluent. Mich hat Villefranche-de-Conflent an Mont St. Michel oder den Ortskern von St. Malo erinnert. Cornelia fühlte sich hingegen nach Rothburg o.d. Tauber vesetzt. In jedem Fall ist Villefranche-de-Conflent ein in vieler Hinsicht lohnenswerter Zwischenstopp. Es ist nicht nur die Historie, die überall spürbar ist, oberhalb des Orte liegt eine von Napoleon erbaute Festung, die durch einen Tunnel und zahlreiche Treppenstufen erreichbar ist, durch den Ort fließt der PyrenäenflussesTêt. Und es gibt mehrere zu besichtigende  Höhlen. Nach einem kühlen Bier auf dem Place de la Republique geht es zurück zum Meer. Unterwegs haben wir noch an ein paar Aussichtspunkten gestoppt. Zum Sonnenuntergang saßen wir dann in Le Racou, dem kleinen Fischerort zuhause und genossen müde aber voller Erlebnisse unser Abendessen.

Talbrücke

Talbrücke

Die Bergwelt der Pyrenäen

Die Bergwelt der Pyrenäen

Außerhalb von Font Romeu

Außerhalb von Font Romeu

Das Fort oberhalb von Evol

Das Fort oberhalb von Evol

Ein Canyon in den Pyreneen

Ein Canyon in den Pyrenäen

Hexe Margot

Hexe Margot

Noch 'ne Hexe

Noch ‘ne Hexe

sweet witch

sweet witch

gefährliche Hexe

gefährliche Hexe

Alte Hexe

Alte Hexe

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Après-Swim statt Après-Ski

Eine Theke wie auf der Almhütte

Eine Theke wie auf der Almhütte

war mein erster Gedanke, als wir durch das kleine alte Fischerdorf Racou spaziert sind. Die Kneipen und Restaurants links und rechts der einzigen Ortsstraße waren bereits um 17 Uhr mit Gästen gut belegt, die dort die Zeit trinkend und geschäftig plaudernd bis zum Abendesssen verbrachten. Je später, umso voller, wurde es auf der kleinen Straße und in den anliegenden Bistros.

Es gibt auch eine kleine Episode von Racou zu erzählen, die eigentlich typisch für die unabhängigkeitsliebenden Franzosen ist. Vor über 80 Jahren gab es den Ort noch nicht, erst im Jahre 1933 wurden erste einfache Fischerhütten errichtet. Nach dem Krieg gab es dann erste Ansiedlungen mit Ferienhäusern. Schnell wuchs der Bedarf an Ferienhäusern und mit ihm Racou.

Der lange Strand von Racou

Der lange Strand von Racou

Kleine Häuser stehen direkt am Strand, große Grundstücke mit Villen sind rechts von der Dorfstraße zu finden. Zwischendrin gibt es die besagten bunt eingerichteten Bistros und da ist es, wie schon erwähnt, ab dem frühen Abend, quirlig voll. Anders als in französischen Skigebieten, wo nach dem Skifoahrn nur noch in den Restaurants ein wenig Leben ist, gibt es nach dem (Sonnen)-baden viele feiernde Menschen. Schön für uns, denn wir genießen das bunte Treiben sehr, plaudern angeregt mit holländischen Campern (die sind halt überall, mit ihren Wohnwägen), bekommen ein paar gute Insiderausflugstipps von Anwohnern und erfreuen uns an den schönen kreativen Kneipenausstattungen.

farbenfroh eingedeckt

farbenfroh eingedeckt

Zurück zur Episode, jedenfalls hatten in den 70er Jahren die Bewohner von Racou die Unabhängigkeit von Argelès angestrebt. Der Versuch war nicht mit Erfolg beschieden, dennoch steht heute allerorten sichtbar derOrtsname Racou und nirgends Argelès. Wer mal hier in die Languedoc Roussilion-Gegend kommt, dem sei ein Besuch in Racou empfohlen.

Argelès selbst besteht aus drei Stadtteilen, Port-, Plage- und Argelès-sur-mer. Letztere, die Altstadt, liegt gut zwei Kilometer vom Hafen entfernt und wartet darauf, heute Abend von uns entdeckt zu werden.

Wandmalerei im Restaurant

Wandmalerei im Restaurant

Aber warten ist in dem Fall wörtlich zu nehmen, denn mit 33 Grad ist es momentan noch viel zu heiß für schweißtreibende Wanderaktivitäten.

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