Die DHL-Katastrophe

Vorausschicken sollte ich vielleicht, dass wir normalerweise gute Erfahrungen mit DHL gemacht haben, außer, dass sie oft nicht richtig klingeln, oder auch mal beim Nachbarn anfragen, ob der ein Paket annimmt, und dann rennt man wieder am nächsten Tag zum Paketshop…

Aber jetzt leisten sie sich wirklich die Oberkatastrophe!

Die Ankarolina

Im Zuge des Hausausräumens zu unserem Umzug haben wir eine Ankarolina, die noch in unserem Keller schlummerte, auf Ebay angeboten und auch schnell einen Käufer gefunden. Eine Ankarolina (hübscher Name, man könnte auch seine nächste Tochter so nennen) ist ein Polyester-Gurtband, das man anstelle einer Ankerleine verwenden kann. Sie ist auf einer großen Rolle, die man leicht an der Reling befestigen kann, und in der Regel läuft das Band dann beim Auswerfen des Ankers wunderbar ab.

Volker hat den Artikel dann sorgfältig in ein schon etwas größeres Paket verpackt, ich habe über den Ebay-Service die Paketmarke gekauft und wir haben es am 24. Juli zur zentralen Stelle der Post in Darmstadt gebracht. Über Oberhausen ist die Sendung dann nach Hagen gekommen, und da blieb sie. Bis heute.

Ich bitte immer die Käufer von Ebay, dass sie mir Bescheid geben, wenn die Artikel ankommen. Nach ein paar Tagen habe ich mich gewundert, dass sich der Käufer der Ankarolina nicht gemeldet hat, dann kam eine Mail, ob ich mal nachfragen könne, wo die Sendung bleibt. In der Sendungsverfolgung hieß es nur: „Aufgrund einer Beschädigung verzögert sich der Transport der Sendung.“ Dem Empfänger gibt man darüber keine Auskunft, weil ja der Absender der Vertragspartner ist.

Dann habe ich bei DHL angerufen, ich habe ihnen Mails geschrieben, dann sollte ich den Wert der Sendung angeben, die Dokumente könne man gerne über den Server hochladen. „Der Server ist leider überlastet, bitte probieren Sie es zu einem späteren Zeitpunkt.“ Nach 12 solchen Meldungen habe ich die Papiere in einen Umschlag gesteckt und zur Post gebracht. Ich habe das DHL auch per Mail mitgeteilt, und um Auskunft gebeten, was denn an dem Paket beschädigt ist, und ob man es nicht doch zustellen kann.

Gestern Abend kam eine Mail von dem Käufer, dass immer noch nichts angekommen ist. Wir hatten auch noch keine Auskunft bekommen, nicht per Mail, nicht per Post, nicht per Telefon. Daraufhin habe ich heute Morgen nochmal mit der Reklamationsstelle von DHL gesprochen, aber das war, als beiße man auf Granit. „Nein, wir können da nichts für Sie tun, die Bearbeitung von Reklamationen dauert drei bis vier Wochen.“ „Nein, ich kann nicht herausfinden, was mit dem Paket eigentlich ist.“ Nein, Sie können nicht selber dort anrufen, das geht nicht.“ „Sie müssen noch abwarten.“

Unglaublich, und das bei der Post, die sich doch als Experten für Kommunikation verstehen…

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Nach der Prüfung ist vor der Prüfung

Die Orchidee wartet auf die Abreise zum Boot

Eigentlich sollten wir uns jetzt vorbereiten auf den Flug morgen Abend. Aber wir haben tatsächlich noch einmal die Abreise zum Boot verschoben. Trotz der Regentage der letzten Woche warten wir noch ein bisschen, damit wir mit Larissa und Johannes gemeinsam im VW-Bus nach LGM fahren werden. In der Outremer-Werft sind Ferien, es ist keiner da, mit dem wir über die Fertigstellung der Nacharbeiten sprechen könnten. Für uns ist es einfacher so, Montag, 21.8. geht es dann wirklich los, und in den folgenden zwei Wochen werden wir – nicht allzu lange – Tagestouren unternehmen, uns aber mit Larissa, Johannes, und Australian Shepherd Hündin Nana nach Süden fortbewegen, mal sehen, wie weit wir kommen.

19 Lektionen!

Mir kommt die weitere Woche Ruhe im sommerlich beschaulichen Darmstadt sehr gelegen, ich habe mich bereits für den 24. Oktober zur weitergehenden „A“-Prüfung als Funkamateur angemeldet, und ich habe mir einen strengen Trainingsplan auferlegt. Es sind 19 Lektionen in meinem Buch, (das leider auf dem Boot liegt, aber glücklicherweise gibt es einen Online-Lehrgang desselben Autors,) für jede Lektion habe ich zwei Tage Zeit, dann bleibt mir noch knapp ein Monat, um zwei Test-Prüfungen pro Tag zu machen.

Davon gibt es ganz viele verschiedene Fragen

Die Fragen im Fragenkatalog für die Technik der Klasse A sind schon sehr speziell. Für jemand wie mich, die ich eher aus der sprachlich-künstlerischen Richtung komme, noch spezieller. Seit Lehrgang fr Klasse E ist zwar das Ohm’sche Gesetz und die Umkehrung von Gleichungen und angeschlossene Rechenarten kein Geheimnis mehr, Aber für die Klasse A gibt es doch sehr viel weitergehende Fragen zur Physik und Elektrotechnik. Was man mit Verstärkern, Spulen, Dioden und Transistoren so alles machen kann, und was man da auch ausrechnen muss, schier unglaublich!

Formelsammlung und Rechenzettel zum Kopfzerbrechen

Nebenbei wollen wir auch bis zu den Kanaren segeln, aber wenn wir nicht in ganz schlechtes Wetter geraten, sollte mein Plan trotzdem aufgehen. Schaun mer mal. Auf jeden Fall freuen wir uns schon sehr darauf, wieder in Spanien unterwegs zu sein, Volker übt schon Vokabeln.

Die Fahrräder stehen bereit

Zur sportlichen Ertüchtigung waren wir heute morgen mit den Fahrrädern anderthalb Stunden unterwegs, nicht wie letzten Sonntag quer durch den Wald, sondern eher entlang der Straßen bis Wixhausen über Kranichstein, dann über Arheilgen zurück. In den Feldern und im Wald sind die Wege noch so matschig, und die Pfützen groß und tief, das hätte mir zumindest keinen Spaß gemacht.

So, das war das Update für alle, die uns demnächst wieder auf dem Wasser wähnen, wir wünschen allen Lesern noch einen schönen Sonntag Abend, und eine wettertechnisch bessere nächste Woche.

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Verlängerung

Spontan haben wir am letzten Freitag entschieden, noch eine weitere Woche in Darmstadt zu verbringen. Nicht dass es uns nicht zum Meer hin zieht, doch wir wollen noch ein paar Tage mehr die neue Wohnung und Darmstadt erleben. In den letzten drei Wochen vor dem Umzug haben wir jeden Tag mindestens 12 Stunden lang geackert, gepackt, organisiert und entrümpelt. Jetzt wollen wir das Erreichte ein paar Tage lang ausgiebig genießen, zumal gerade im spanischen Mittelmeerraum eine Hitzewelle mit Tagestemperaturen von 43 Grad und nächtlichen Tiefwerten um die 30 Grad herrscht. Das ist viel zu heiß für uns und normalerweise, so war es zumindest in den letzten beiden Jahren, wird es ab Mitte bis Ende August etwas kühler.

Sonntagsfrühstück auf dem Balkon nach der Fahrradtour

In den letzten beiden Tagen haben wir ausgedehnte Fahrradtouren in die umliegenden Regionen unternommen, ausgiebig und lang auf dem kleinen Balkon gefrühstückt und letzte kleine handwerkliche Tätigkeiten, im leergeräumten ehemaligen Zuhause verrichtet. Letzteres ist jetzt klar zur Übergabe an den Vermieter.

Zur Zeit läuft ja gerade das Fastnet Race und der bekannte deutsche Segler Boris Herrmann hat u.a. einen Journalisten von der Spiegel Onlineredaktion dabei, der live von Bord berichtet. Normalerweise gibt es in den Medien eher Reportagen über Fußball und andere populäre Sportarten, umso bemerkenswerte ist, dass nun ein deutscher Journalist zum ersten Mal live von so einer hochkarätig besetzten Segelveranstaltung berichtet. Ich finde den Artikel sehr gelungen und deshalb gibt es hier den Link: http://www.spiegel.de/sport/sonst/fastnet-race-mit-boris-herrmann-und-pierre-casiraghi-an-bord-der-malizia-a-1161587.html

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Fertig!

Küche, alt, aber schon mit aufgebrochener Wand

Esszimmer und Küche, jetzt

Unsere neue Bleibe ist so gut wie eingerichtet. Morgen kommen noch die starken Jungs, um meinen schweren alten Sekretär in die neue Wohnung umzuziehen, sowie die vielen Ordner, die darinnen Platz finden sollen, damit ich während eines Heimaturlaubs schnell alle neu eingetroffenen Rechnungen, Bankbelege, etc. einsortieren kann. Die Unterlagen für die Betriebe muss man ja auch zehn Jahre aufheben, dafür und für die alten Möbel aus Großvaters Bestand haben wir ein Lager geschaffen. Unser neues Zuhause ist hell und leicht und es ist wirklich ein Beweis für die Handwerkskunst unserer Renovierungsprofis Blaszczyk und seiner Helfer. Wer mal jemand braucht, kann sich an uns wenden, wir geben die Kontaktdaten gerne weiter…

Bad, jetzt

Bad, vorher

Während ich dies hier schreibe, sitze ich am späten Abend an der geöffneten Balkontür, schaue aufs nächtliche Darmstadt, hier hört man fast keinen Verkehrslärm, von nebenan dringen die Stimmen der Shisha rauchenden Studenten von der Terrasse der Burschenschaft, in der Straße dahinter läuft jemand melodisch pfeifend durch die Gegend, Idylle pur.

Wohnzimmer, schon verputzt

Wohnzimmer, jetzt

Keine Angst, liebe Leser, wir werden jetzt nicht zu sesshaften Stadtmenschen mutieren, aber wir freuen uns natürlich sehr, dass alles so gut geklappt hat und dass wir jetzt als Wohnsitz und für Heimaturlaube eine schöne Wohnung haben. Am Wochenende geht es aber wieder los Richtung Süden, im VW-Bus, denn es hat sich doch noch eine Menge Zeug angesammelt, das mit auf den Kat will, hoffentlich ist das nicht zu schwer! Larissa und Johannes mit Hündin Nana werden mit von der Partie sein und eine Woche Urlaub bei uns machen, dann können wir ausprobieren, ob die Hexe noch segeln kann. Und die beiden nehmen dann ihren Bus wieder mit nach Hause, und wir werden frei sein zu segeln, wohin wir wollen.

Laut Bericht von Outremer sind fast alle Punkte unserer Mängelliste abgearbeitet und erledigt, der Rest soll bis Freitag fertig sein, wir sind gespannt und werden berichten.

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Happy Birthday

Volker bei wärmeren Temperaturen im Mittelmeer

Mein Skipper hat Geburtstag, deshalb gratuliere ich ihm hier noch einmal an dieser Stelle. Im Moment sind wir ja auch leider nicht auf dem Boot, und er ist furchtbar beschäftigt, selbst heute Morgen ist er schon um sieben Uhr in der neuen Wohnung gewesen, um mit den überaus geschickten polnischen Jungs von unseren Renovierungsprofi Lukasz Blaszczyk Möbel aufzubauen und letzte Hand anzulegen. Heute Abend kommen schließlich Schlafgäste, und die ersten sollen schon mal in der neuen Wohnung übernachten. Bis dahin muss alles fertig sein, die Gardinen angebracht, der Schrank und das Sidebord sollen aufgestellt sein, und sauber gemacht werden muss danach ja auch noch. Das konnte man sich am Anfang gar nicht vorstellen, wie schön die Wohnung wird, als noch alles staubig war und nach Baustelle aussah.

Ich bedanke mich an dieser Stelle für Euer Daumendrücken bei der Amateurfunkprüfung, es hat geholfen, ich habe bestanden, und mein neues Rufzeichen ist DO1HEX, sobald ich wieder auf dem Boot bin, werde ich es ausprobieren.

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Schöne (Haupt)-Stadt-Momente

Ich muss zugeben, dass ich eine gewisse Scheu vor Großstädten habe. Scheu bedeutet einfach, dass ich das Gewusel, den Verkehr, die vielen Menschen in den Straßen und die Hektik, die eine richtig große Stadt so mit sich bringt, schon ein bisschen “unheimlich” finde. Umso mehr steigert sich sich mein Reisefieber in den Tagen vor der Hinreise, das war auch diesmal der Fall.

Reichstag

Die Capitania macht sich über diesen Umstand immer ein bisschen lustig, da sie im Laufe ihres langen Reiselebens einiges an richtig großen Großstädten besichtigt hat. Gemeint sind damit nahezu alle Megastädte Südamerikas und denen gegenüber ist Berlin natürlich noch eher klein. Egal, für mich und in meinem Kopf ist unsere Hauptstadt megagroß. Glücklicher- und dankenswerterweise habe ich mit unserem Freund Birger einen gleichsam kompetenten wie engagierten Führer, der die Stadt und ihre sehenswerten Ecken aus dem Effeff kennt, und der sich ein anspruchsvolles Besichtigungsprogramm für mich ausgedacht hat. Cornelia war zu dem Zeitpunkt mit dem Rest der Familie zur Diplomverleihung von Leonard in der ungarischen Botschaft eingeladen. Leider war die Teilnehmerzahl aufgrund der beschränkten Räumlichkeiten begrenzt und ich konnte deshalb nicht am Festakt teilnehmen.

Das Brandenburger Tor

Doch Berlin und Birger haben mich umso mehr für das entgangene Ereignis entschädigt. Eine Bootsfahrt auf der Spree, der Besuch des Gendarmenmarkts, ein Spaziergang Unter den Linden und durch Tiergarten, den Reichstag und den Bahnhof Friedrichstraße runden das dreistündige Ausflugsprogramm ab. Zusammen mit dem blauweißen Himmel präsentierte sich Berlin von seiner allerbesten Seite und meine Großstadtscheu war wie weggeblasen. Ein mehrtägiger Aufenthalt mit intensivem Kneipen- und Kulturprogramm erscheint mir jetzt lohnenswert, Berlin ist mehr als reizvoll.

Seit gestern sind  wir wieder in Darmstadt und das Chaos im Haus nimmt weiter zu, überall stehen gepackte  Umzugskartons. Nach einem Megamarathon durchs samstäglich überfüllte Möbelhaus sind wir jetzt um ein Sofa mit Schlaffunktion und ein Sideboard reicher. Nächste Woche werden wir die “Beute” abholen und im neuen Domizil aufbauen.

Der eigentliche Umzug findet am 3. August statt, damit wir am 5. August wieder in den Süden entfliehen können.

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Sommerloch …

Das blaue Kajak ersetzt das große Boot

in unserem Blog. Die nächsten drei Wochen werden wir in Darmstadt sein und bleiben. Es gibt wenig Berichtenswertes für unseren Segelblog. Klar können wir seitenweise davon schreiben, wie wir unseren Umzug vorbereiten und unser langjähriges angemietetes Zuhause gegen eine kleine Wohnung eintauschen werden, die, Stand heute, noch nicht ganz fertig renoviert ist. Spannende Zeiten für uns, nur mit Segeln hat das nichts zu tun. Eher mit unseren (Lebens-) Entscheidungen.  Und da sind wir uns sicher, dass wir noch ein paar Jahre reisend auf dem Wasser verbringen wollen. Soweit und genauso kurz ist das Fazit der nahezu drei vergangenen Jahre. Segeln, Reisen, an Bord leben und Entdecken ist das, was wir wollen, was wir immer schon wollten und was wir auch zukünftig wollen. So einfach, wie es klingt, ist es, zumindest meistens. Wir machen bis zum 5. August eine Sommerblogpause,  danach werden wir in gewohnter Manier von neuen Segelabenteuern berichten.

“ursprünglich” könnte man das nennen

Damit  für uns die momentanen Entzugserscheinungen vom großem weitem Meer und vom Schiff nicht zu stark sind, haben wir unser zweisitziges Kajak am Altrhein entstaubt und brechen hin und wieder zu kleinen Entdeckertouren auf dem insgesamt knapp 20 Kilometer langen Erfelder Altrhein auf. Die Wälder links und rechts des Flussufers stehen unter Naturschutz. Noch in den frühen achtziger Jahren waren die Flächen des heutigen Naturschutzgebietes landwirtschaftlich intensiv genutzt.

Schwanenfamilie

Gras im Altrhein

Mehrere langandauernde Überflutungen durch extremes Rheinhochwasser führten zu einem Umdenkenkprozess, der darin mündete, dass auf eine weitere Nutzung der Flächen seitens der Landwirte verzichtet wurde.Seitdem steht  das gesamte Kühkopfgebiet unter Naturschutz.

blaugefiederte Libellen

In den zurückliegenden Jahren hat sich ein sehr ursprünglich anmutendes Landschaftsbild entwickelt durch das sich gemächlich der Altrhein schlängelt und windet. Man kann von einer Art Auenlandschaft, mit Wiesen, riesigen Pappeln und umgestürzten Bäumen als Kleinbiotopen sprechen. Der Fluss strömt mit gemessenen 1-1,8 Stundenkilometern dahin, Wasserpflanzen gibt es zahlreich, Schwäne, Kormorane und Enten bevölkern die Wasseroberflächen. Auffällig ist die große Anzahl an schönen gefärbten Prachtlibellen und Wasserläufern

entwurzelte Bäume und schöne Libellen

Glücklicherweise waren bei der Einrichtung des Naturschutzgebietes keine radikalen “Naturschutztalibane“ am Werk, die die Menschen aus dem Gebiet verbannen wollen. Ein sanfter (Öko-)Tourismus ist erlaubt. So profitieren Mensch, Tier und Fauna von diesem einmalig schönen Fleck Erde.

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Mit gemischten Gefühlen …

sind wir heute Morgen aus La Grande Motte abgefahren. Hier sind für die nächsten Tage schönster Sonnenschein angesagt, Badewetter in Südfrankreich, die Strände sind voller Menschen und das Meer lockt am Abend nach getaner Arbeit. In Darmstadt hingegen sind es in den nächsten Tagen nur 21 – 23 Grad, erst ab Dienstag wird es auch dort wieder richtig warm.

Die ausgebauten Küchenschränke

im Backbord-Rumpf

im Salon

Aber mehr noch sind wir natürlich in Sorge um unsere Hexe, denn ab jetzt wird hier richtig gearbeitet. Heute morgen wurden schon die beiden Küchenschränke ausgebaut, im Salon vorne Verkleidungen abgeschraubt, um den knarzenden Geräuschen auf den Grund zu gehen, ebenso der knarzenden Klappe über dem Backbord-Motorraum. Ein Türrahmen soll noch ausgebaut werden. Gestern Abend haben wir noch alles aus- und weggeräumt. Wir hatten ein richtig schlechtes Gewissen, das Boot in diesem Zustand alleine zu lassen, vielleicht fliegt Volker ja zwischendurch mal zurück, um nach den Rechten zu sehen.

Wir jedenfalls sind auf der Autobahn, bald in Darmstadt, freuen uns natürlich auf unsere Kinder, die wir bald sehen, zur Larissas Bachelorverleihung kommen auch Allegra und Christian, und Leonard sehen wir am 21. zu seiner Diplomverleihung in Berlin.

Das ist kein schönes Zuhause mehr: Eine ausgebrannte Motoryacht wurde in LGM gehoben

So richtig wissen wir nicht mehr, ob wir jetzt nachhause fahren, oder ob wir gerade von zuhause weggefahren sind. Ist Zuhause in Darmstadt, wo wir jetzt demnächst das Haus aufgeben werden und in eine Wohnung ziehen, die ja noch gar nicht richtig zuhause ist, obwohl wir sie mit der Hilfe von Handwerker Lukasz uns richtig schön gemacht haben; oder schwimmt unser Zuhause doch eher in Südfrankreich auf Salzwasser?

Vielleicht haben wir einfach zwei „Zuhauses“, jedes hat so seine Qualitäten.

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La Grande Motte lebt

voll auf im Moment. Es ist Ferienzeit in Frankreich, alle Hotels sind ausgebucht, der Strand ist voll und abends flanieren fröhlich vergnügte Urlauber an der Uferpromenade entlang. Ein ganz anderes Bild bietet sich uns, so kennen wir LGM noch nicht. Mit ein bisschen Wartezeit gibt es noch Platz in den zahlreichen Restaurants, der Höhepunkt der Sommerurlaubswelle ist noch nicht erreicht, erst ab Anfang August wird es richtig voll. Dann beginnen in Frankreich die Betriebsferien und wirklich fast alle starten auf einmal in die großen Ferien. Ein Verteilung so wie bei uns in Deutschland, nach Bundesländern, gibt es bei den Sommerferien nicht – frei für alle zur gleichen Zeit ist das Motto. Für die Kinder ist es genial, 8 Wochen schulfrei ist super, wie es für die Eltern ist, die sicher nicht so viele Ferientage haben, wissen wir nicht.

Statt Fenster haben wir heute grüne Folie

Aber noch wird regulär gearbeitet, auch bei Outremer ist von nahender Ferienstimmung im Moment nichts zu spüren. Heute morgen gab es erst einmal ein kurze Anbordbesprechung mit Stéphane und Christoph, die für den After-Sale-Service zuständig sind und direkt danach ging es los. Zuerst wurden die letzten beiden verkratzten Luken gegen neue ausgetauscht und am Nachmittag wurde das erste große ebenfalls verkratzte Plexiglasfenster ausgebaut. Morgen soll das zweite folgen und schon mit dem Wiedereinbau der neuen Scheiben begonnen werden.

Parallel dazu habe ich angefangen, den Kat von achtern an zu polieren, Cornelia hatte Waschtag, die Altwäscheschublade war zum Bersten voll. Heute Abend zieht eine kleine meteorologische Depression über La Grande Motte hinweg und beschert kräftige südwestliche Winde. Vorhin haben wir beim Aufbau des Nachtkunsthandwerkmarktes zugeschaut. Die Händler hatte alle Hände voll zu tun, damit die Stände, bzw. deren Inhalt nicht wegflogen.

Die Kitesurfer profitieren von der Wetterlage und viele bunte Kiteschirme beleben den wetterbedingt dunkelgefärbten Himmel. Kleine Segelboote und Surfer wuseln dazwischen herum , größere Segelboote ziehen  ihre Bahnen am Horizont, der Eisverkäufer mit seinem Karren singt seine französischen Verkaufslieder, der Strand ist bunt gefleckt von den zahlreichen Sonnenschirmen – das sommerliche Treiben ist vielfältig und bunt.

Fliegengitter sollen die kleinen Vampire draußen halten

Nur die Stechfliegen, die uns in der letzten Nacht zahlreich heimgesucht haben, werden heute Abend ausgesperrt, Antimückenspray wird angewendet werden, die Fliegengitter sind doppelt ausgerollt und in der Steckdose steckt ein Fliegenkiller, hoffentlich hilft das ganze Aufgebot. (Gestern Nacht hat der Skipper 14 – nicht auf einen Streich – aber in den Mückenhimmel geschickt, da konnte man heute die Wände abwaschen…)

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Technisches Update

Zuerst einmal eine gute Nachricht, auf dem kurzen Segelschlag nach Gruissan hat der Mast keinen Mucks mehr von sich gegeben. Das Meer war komplett ruhig und nur an der Oberfläche gab es eine leicht windbedingte Kräuselung, hin und wieder jedoch auch Schwell von passierenden Booten, trotzdem: Kein Knarzgeräusch war mehr zu hören. Heute Mittag soll der südöstliche Wind auffrischen und wir werden zu einem zweiten Testschlag aufbrechen.

Ein weiteres Problem wurde von Pochon, unserer Elektronikausstattungsfirma, für den Moment erfolgreich behoben. Die Instrumente zeigen wieder das an, was sie sollen, der Autopilot steuert brav das Boot. Die Fehlerquelle sitzt vermutlich in unserem Raymarine UKW-Funkgerät, trennt man nämlich das Datenkabel vom Funkgerät, funktionieren alle Instrumente fehlerfrei. Sobald man das Datenkabel wieder mit dem Gerät verbindet, fallen alle Geräte wieder aus. Der einzige Nachteil ohne diese Datenverbindung ist, dass das Funkgerät keine GPS-Positon mehr hat und somit im Seenotfall- Funkverkehr keine Schiffsposition mit übermittelt.

Das ist im Moment mühelos zu verschmerzen, wir befinden uns in keiner kritischen Situation, zumal in der nächsten Woche das defekte Funkgerät ausgetauscht werden soll. (Außerdem könnte unser neues KW-Funkgerät den Job übernehmen.)

Auf dem Rückweg nach LGM sind wir sowieso, es gibt eine relativ kleine 20-Punkte-Liste mit Problemen und Problemchen, die von Outremer behoben werden sollen.

Es gibt noch ‘ne frohe Kunde in die Runde. Die Hexe macht ihrem Namen wieder alle Ehre und segelt dank des glatten und sauberen Unterwasserschiffs mit dem frischen Antifouling sportlich flott durch das blaue nasse Element. Gestern war der Windeinfallswinkel ideal, immer zwischen 100 und 130 Grad und mit dem 190 Quadratmeter großen Code D sind wir so schnell wie der Wind gesegelt. So soll das ja auch sein, das entspricht dem Leistungspotenzial des Bootes, natürlich nur bis zu einer gewissen Windgeschwindigkeit. Alles andere wäre ja zu schön.

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