Bilder statt Worte

IMG_1521

Am letzten Regattatag des Superyacht Cup Palma haben wir die Kamera gezückt und die großen segelnden Schönheiten auf dem Wettkampfparcours aus nächster Nähe abgelichtet.

IMG_1631IMG_1551

Der Wind hat mitgespielt, bei 4-5 Windstärken, blauem Himmel und prallem Sonnenschein wurde es eine spannende Wettfahrt für die teilnehmenden Mannschaften und die auffällig wenigen Zuschauerboote.

Auch bei Profis geht mal was schief

Auch bei Profis geht mal was schief …

…geht mal was schief

Halse

Amwindkurs

Amwindkurs bei den schönsten der Schönen

 

 

Alle haben schöne Leichtwindsegel

Alle haben schöne Leichtwindsegel

 

Zum krönenden Abschluss ist dann noch ein Hubschrauber mit Fotografenteam um die  Megayachten gekreist.

IMG_1588IMG_1574

oh, oh

oh, oh

Nicht so krönend war unser anschließendes Anlegemanöver an unserem Liegeplatz im Hafen. Ein dicke Schramme mit abgeplatztem Gelcoat ziert leider nun unser Heck. Durch den starken Seitenwind ist unsere Hexe seitlich vertrieben, bevor die Mooringleine angebracht war und an der Betonpier geschabt. Ohhhhhhh, Ärger und Asche auf des Skippers Haupt!

 

IMG_1246IMG_1613IMG_1505 IMG_1521IMG_1480 IMG_1464

Am Ende muss alles wieder verstaut werden

Am Ende muss alles wieder verstaut werden

IMG_1647

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Himmlische Ruhe

Good dog - bad dog

Good dog – bad dog

Nach einem angenehmen Spaziergang um acht Uhr morgens am Hundestrand und einem Tag im Schatten hatte ich für Nico und mich für den späten Nachmittag einen wahrhaft biblischen Ort ausgesucht: Galilea. Ich denke dabei sofort an das Weihnachtsoratorium, sehr unpassend zur jetzigen Jahreszeit, aber man muss sagen: Galilea ist nicht Galiläa, aber trotzdem etwas ganz Besonderes. Und es ist unglaublich ruhig dort, ab und zu bellt ein Hund.

Es gibt eine kleine Kirche, daneben eine Tapas-Kneipe, die, mit Balkon, sehr einladend aussieht, mir auch empfohlen wurde, wo aber leider keine Hunde erlaubt sind. Schade.

Blick von Galilea

Blick von Galilea

Der Reihe nach: Am Ende eines heißen Tages in Palma machen Nico und ich uns auf, und fahren mit unserem geliehenen Fiat Punto („so klein und schon Auto“) Richtung Nordosten, zu dem Ort mit dem biblischen Namen Galilea. Meine Osteopathin aus Barcelona hatte mir das empfohlen, sie war ganz verliebt darin. Durch das Weltkulturerbe „Selva Tramuntana“ führt uns der halbstündige Weg, immer nach oben. Auf halber Strecke machen wir Halt, damit Nico auch einen richtigen Spaziergang ohne Leine und mit Rennen haben kann. Ich habe an der Straße ein Schild gesehen, dass auf dem kleinen Weg keine Autos, Fahrräder oder sonstwas fahren dürfen. „Perfekt“, denke ich, aber die Sache hat einen Haken. Das ist ein Weg, um Mallorca sozusagen mit Höhenmetern zu erwandern, es geht steil bergan, Nico läuft voraus, und ich weiß nicht, wann er die nächste Straße kreuzen wird. Ich hechte hinterher, mal sehen, wer länger durchhält. Nach einer halben Stunde sind wir einig, wir gehen wieder runter, keine Ahnung, wohin dieser Weg weiter führt.

Im Restaurant: Fer Filmvorführautomat …

Im Restaurant: Der Filmvorführautomat gestern …

Zehn Minuten später erklärt das Navi, dass wir uns am Ziel befinden, ich parke den Wagen, und wir erkunden den Rest zu Fuß. Tatsächlich gibt es in Galilea kein Hotel, dafür eine Kirche, oben erwähnte zwei Kneipen  / Restaurants und viele hübsche Häuser, die fast alle als Ferienwohnungen vermietet werden, mit dem großartigen Blick bis zum Meer. Es herrscht eine wahrhaft himmlische Ruhe, man hört die Vögel singen, ab und an einen Hund bellen, aber sonst keine störenden Geräusche.

 … heute

…und  heute

Wir laufen eine gefühlt endlos lange Stunde die steilen Wege auf und ab, gönnen uns eine Pause mit einer „Caña“ und einem riesigen Eimer Wasser für den Hund auf dem Kirchplatz, ehe wir uns wieder in die Ebene bewegen. Hier ist heute Ausnahmezustand, morgen, Freitag, Johannistag, ist Feiertag auf den Balearen, in Santa Catalina, dem Viertel am Hafen, bebt die Erde.

Und am Ende des Tages gibt es ein Feuerwerk beim Yachtclub, ich vermute wegen der Super Yachts Regatta, gestern war auch eins, aber auf der anderen Seite von Palma…

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Am Hundestrand

Der Vollmond ist noch nicht schlafen gegangen

Der Vollmond ist noch nicht schlafen gegangen

Heute Morgen haben Nico und ich Volker zum Flughafen gebracht, schon um halb sieben waren wir dort, irgendwie gehen ganz viele Flieger so früh ab Palma. Volker ist auf dem „Kiss-and_Fly-Streifen“ aus dem Auto gehüpft, und Nico und ich heben den Hundestrand „Es Carnatge“ gesucht. Google hat uns irgendwie hingebracht, wir haben das Auto geparkt und sind über ein struppiges Gelände zum Meer gelaufen. Tatsächlich, da stehen Schilder, dass freilaufende liebe Hunde erlaubt sind, nicht so liebe dürfen auch freilaufen, müssen aber einen Maulkorb tragen, und ganz böse Hunde müssen an die Leine. Aber an den Strand dürfen sie alle.

fast windstill ist es in der Bucht von Palma

fast windstill ist es in der Bucht von Palma

Ich habe Nico mal ausnahmsweise als ganz lieben Hund eingestuft, er durfte eine ganze Stunde in der morgendlichen Kühle am sicher einen Kilometer langen, eher felsigen Strand mit kleinen Buchten rennen, schnuppern nach Herzenslust, mal ins Wasser gehen, um die qualmenden Füße abzukühlen, mit anderen Hunden spielen. Einen großen, (ob der so lieb war, obwohl er frei herumlief)-Hund haben wir auch getroffen, 5 Minuten gingen die beiden umeinander herum, der andere war mehr als doppelt so groß und nicht kastriert, aber schließlich haben sie sich – wahrscheinlich unter heimlichem Absingen schmutziger Lieder – voneinander verabschiedet.

Kunst an der Cala Gamba

Kunst an der Cala Gamba

Der Hundestrand liegt in unmittelbarerer Nähe des Flughafens, und so sind alle Frühstarter direkt über meinen Kopf hinweggeflogen, und ich dachte auch, die Condor-Maschine mit Volker gesehen zu haben, aber die ist wohl erst um halb neun gestartet, da saßen wir schon wieder im Auto. Doch Volker ist fast pünktlich in Frankfurt gelandet und kann so auch am Geburtstagskaffeekränzchen für Larissa teilnehmen. Das war schließlich das Ziel.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Bellever – schöne Aussicht

Und das im doppelten Sinne, während in den letzten Wochen der Luftdruck mit 1000 bis 1005 Millibar relativ tief war für die Jahreszeit, ist in den letzten beiden Tagen ein signifikanter Luftdruckanstieg zu verzeichnen. Stolze 1020 Millibar zeigt unser chromglänzendes Barometer an. Alle Zeichen stehen auf Sommer, dauerhaft, endlich… Wenn wir, wie fast täglich, auf Wetteronline die 16-Tagesprognose anschauen, sehen wir nur noch Sonnensymbole, 14 Stunden Sonnenschein pro Tag und Tagestemperaturen, die bald die 30-Grad-Marke knacken werden. Sommer, Sonne, Sonnenschein und in der nächste Woche ist dazu passend offizieller Sommeranfang. Nicht der meteorologische, der war schon am ersten Juni.

Die letzten Stufen

Die letzten Stufen

Die andere schöne Aussicht hatten wir uns heute mühevoll erwandert, oder, anders gesagt, erstiegen. Hoch über der Südwestseite von Palma de Mallorca thront, von weither sichtbar, die Festung Bellver. Zahllose Treppenstufen führen zu dem 112 Meter hochgelegenen kreisrunden Bauwerk, das sowohl durch romanische und als auch gotische Bauelemente auffällt.

Hoch geht es von der Stadt aus entweder über die Straße, die auch von zahlreichen Ausflugsbussen genutzt wird, über einen umwegigen unbefestigten Weg oder über eine nicht endend erscheinende Treppe. Da Nico nicht mehr ganz so gut beim Treppensteigen ist, wir aber auf direktem Weg hochwollten, habe ich ihn kurzerhand fast den ganzen Weg hochgetragen.

Castell mit Wachturm

Castell mit Wachturm

Die Kapelle das Castell

Die Kapelle das Castell

Blick über Palma

Blick über Palma

Erstmal oben angekommen, war dafür der 360-Grad-Rundumblick umso schöner. Die im Osten ebenso hochhinausragende Kathedrale mit den umliegenden Altstadtgassen schien zum Greifen nah, der Blick nach Süden ging auf das ewig weite Meer und im Norden sind einige der 11 Gipfel des Tramuntana-Gebirges zu sehen. Und beim Blick nach unten sieht man fast zur Gänze die Inselhauptstadt Palma mit ihren fast 400.000 Einwohnern.

Nico ist völlig erschöpft von dem Ausflug

Nico ist völlig erschöpft von dem Ausflug

Ganz durstig und hungrig von soviel Aussicht und Treppen, machen wir auf dem Rückweg einen Stopp im Shamrock-Pub. Bei Salat, Hamburger und Pommes sind alle verbrauchten Kalorien gleich wieder zugeführt und frisch gestärkt geht es zurück zum Hafen.

Apropos Hafen, warum die uns ausgerechnet einen Liegeplatz zwischen zwei superlangen Megayachten gegeben haben, verstehen wir ehrlich gesagt nicht. Die Hexe wirkt dort zwischen den langen Segelschiffen wie ein kleines Beiboot, und unser Mast reicht bis zur ersten Saling der ungleich größeren Nachbarboote. Nur um mal die Abmessungen zu verdeutlichen: Das Boot „Open Season“ direkt zu unserer Rechten ist 95 Fuß, also knapp 29 Meter lang und wirkt mit 6,40 Meter gigantisch breit. Links von uns liegt eine 70 Fuß lange Swan, die an zahlungskräftige Kunden vermietet wird.

Kaum zu sehen ist die Hexe neben ihren großen Schwestern

Kaum zu sehen ist die Hexe neben ihren großen Schwestern

Leider ist der Schwell der vorbeifahrenden Schiffe sehr unangenehm an diesem exponierten Platz und wir werden morgen beim Hafenbüro nachfragen, ob es nicht einen ruhigere Ecke für uns im Hafen gibt.

Für insgesamt 8 Tage werden wir in Palma bleiben. Ab Dienstag geht es mit dem Leihauto dann auch mal ins Landesinnere!

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Weibliche Engel

17. Juni 2016, Freitag, Baro 1010, sonnig, warm, Wind SSW um 5-6
Portocolom 09:45 – El Arenal 18:30, ca. 50 sm
Nachdem es ja leider gescheitert ist, in Cala Ratjada bei einem der zahlreichen Hotels meine Ausdrucke zu machen, die ich dringend nach Deutschland senden muss, sind wir gestern extra nach Portocolom gesegelt, hier muss es irgendeine Möglichkeit geben, 20 schlappe Seiten auszudrucken! Ich frage gleich nach der Ankunft bei den Marineros, sie empfehlen mir den Tabac-Laden, oder einen Schreibwarenladen, ihren eigenen Drucker wollen sie nicht bemühen, ich habe das Gefühl, sie wären hilflos überfordert, nicht, dass sie unfreundlich waren, aber…
Der Tabac macht erst um 17 Uhr wieder auf, zu dem Schreibwarenladen ist es ein weiter Weg, den gehe ich erst später, vor 16 Uhr macht der bestimmt auch nicht auf. Volker hat noch die Idee, dass ich der Marina die Daten per Mail schicken könnte, falls sie Angst vor meinem Stick haben. Ich gehe noch einmal dorthin, und jetzt sitzt ein Engel im Büro! Auf meine Frage lässt sie mich einfach an den Computer, ich kann meinen Stick anstecken und meine Seiten ausdrucken. Vor lauter Schreck braucheich einen Moment, bis ich mich im spanischen PC zurecht gefunden habe, aber dann klappt alles und ich laufe glücklich mit meinen Seiten zum Boot, nicht ohne meinem Engel (ja, die können auch weiblich sein!) vorher ein ordentliches Tringeld zugesteckt zu haben. Jetzt kommt nur noch die Herausforderung „Post“!
Früher habe ich mal gelernt, dass es in Indien nicht klug ist, nach dem Weg zu fragen, weil die Antwort immer lautet: „Go straight, next building“, angeblich, weil es unhöflich wäre zu sagen: „ich weiß es nicht“. Aber in Spanien scheint es auch nicht immer einfach. Nach meinen Erfahrungen mit dem anderen Links in Fornells hätte ich ja schon vorgewarnt sein müssen. Auf meiner Suche nach einer Post vertraue zunächst der Auskunt von Google Maps, laufe mit Nico am Ufer entlang, das Handy in der Hand, die freundliche Frauenstimme gibt Anweisungen: „im Kreisel die 2. Ausfahrt nehmen“, „jetzt rechts“, aber da, wo sie mich hinschickt, steht nicht Correos, Post, sondern Eissalon Venezia. Eis wollte ich jetzt aber nicht, sondern einen Brief aufgeben.
Ich frage im Supermarkt nach, ja, es gibt eine oficina de correos, aber die hat nur vormittags auf. Ja, wo die denn sei? Naja, am Eingang zum Hafen, ganz nach links. Ich mach mich darauf gefasst, am nächsten Morgen in aller Frühe einen weiten Spaziergang zu machen, finde aber im Internet keinen Hinweis auf diese Poststelle, sondern wieder nur auf die, die ein Eissalon ist. Das Hafenbüro hat zum Glück schon früh geöffnet. Der ein bisschen dröge Marinero kennt zwar keine Post in Portocolom, doch sein Kollege weiß Bescheid: „Die Treppe hoch, nach rechts und weiter“. Nach meinen letzten Erfahrungen bin ich misstrauisch, aber tatsächlich befindet sich 100 m weiter ein richtiges kleines Post Office, der ebenfalls weibliche Engel dort nimmt sich meines Anliegens professionell an. Halleluja!
Danach werden sofort die Leinen losgemacht, Volker hat die Wetterberichte gecheckt, wir wollen in eine der schönen Buchten für zwei Nächte zum Ankern. Der Plan war gut, allein, der Wind spielt nicht mit. Kaum haben wir den schützenden Hafen verlassen, frischt er auf auf über 20 Knoten, und rate mal, woher? Natürlich von vorne!
Dabei wollte Volker heute garnicht kreuzen, na so was! Aber genau das machen wir, zunächst motoren wir tatsächlich die vier Seemeilen bis zum nächsten Cap, aber dann kommen die Segel hoch, der Motor geht aus, und wir segeln und wenden und segeln und wenden…
Cabrera liegt vor uns, vielleicht können wir dorthin? Ich versuche, im Internet in Erfahrung zu bringen, ob man mit dem Hund dorthin darf, finde nichts, aber eine Telefonnummer, die zwar zunächst chronisch besetzt ist, aber schließlich bekomme ich die Auskunft, nein, ein Hund darf nicht dorthin, gemein! Also kreuzen wir weiter an der Küste entlang. Nach den entzückenden Calas im Südosten kommt jetzt eine längere, eher gerade Küstenlinie, mit wenigen bis gar keinen Besiedelungen, nur Wald und ein paar Felsen. Es sieht so einladend aus, aber bei so viel Wind kann mannicht ungeschützt ankern.
Und immer wieder dreht der Wind mit. Kaum haben wir ein Kap erreicht, danachändern wir den Kurs, aber der Wind dreht mitund wir kreuzen weiter, und wenden und wenden.
An der wunderschönen Playa es Trenc, wo wir vor Jahren schon mal vom Land aus waren, wollen wirankern, vielleicht nur für eine Stunde baden und Hund spazieren, aber leider steht dort noch so viel Welle drauf, und weiter hinten wird es zu flach, Kehrtwendung, weiter segeln. In der Bucht vor Estanyol machen wir noch einen Versuch, aber auch der scheitert kläglich. Ganz hinten ist das Wasser so blau, ein Hinweis auf sandigen Grund, aber der Katamaran, der gerade herausfährt, signalisiert: „dort wird es zu flach“. Wir versuchen es auf 10 Meter Wassertiefe, nur dass es da anscheinend nurFelsen gibt, kaum ist der Anker unten ruckelt er entsetzlich, es tut einen Schlag und der Ankerscheint nachzuschleifen. Schnell ziehen wir ihn wieder hoch, anscheinend sind wir heute wie der fliegende Holländer zu immerwährendem Segeln verdammt.
Natürlich dreht der Wind auch am nächsten Cap mit, weiter auf die Nase, und am letzten Cap, als wir dann einen Anliegerkurs haben, geht der Wind schlafen. Der Skipper beschwert sich, erst ist soviel Wind, dass wir reffen müssen, und jetzt kommt die Flaute. Ich glaube, er denkt über ein Motorboot nach 😉
Ich reserviere uns einen Liegeplatz in El Arenal, dann gehen wir eben auf den Ballermann!

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Alle glücklich

16. Juni 2016, Donnerstag, Baro 1000, leicht bewölkt, warm, Wind NW 4-5
Cala de s’Aguila 09:00 – Portocolom 12:30, 22,5 sm
Beinahe wären wir noch früher gestartet. Um 06:15 kam plötzlich der Wind, es ruckelt und zippelte an der Ankerkette, da konnte kein Mensch mehr schlafen. Volker fährt noch vor sieben mit dem Beiboot und dem Hund an Land, ich mache alles klar zum segeln, aber dann beschließen wir doch, noch ein bisschen zu warten, was mit dem Wind so wird.
Gestern Abend waren wir auch mit dem Beiboot unterwegs, sind zur Tauchschule gefahren am südlichen Teil der Bucht und dann Richtung Ort gelaufen. Schon beim Anleger kam eine freundliche Deutsche und wollte uns helfen, auf ser Straße nur deutsche, meist Familien mit kleinen Kindern, die die Zeit vor den großen Ferien ausnutzen, um hier günstiger Urlaub zu machen. Und dann im Ort Cala Ratjada: Renates Biergarten Grill bei Matthias, Schnitzel, klar, auch Tapas, und überall deutsches Fernsehen zur EM.
Wir entscheiden uns für Schnitzel bei Heidi, einem Schweizer Restaurant, ultralecker, schlendern dann zur Tauchschule mit angeschlossener Bar zurück, auch hier ist noch ciel los, aber es ist ja auch erst halb zehn. Bis zum Boot begleitet uns heute Abend Partymusik, so aus der Ferne klingt das ganz nett.
Um halb neun heute Morgen rufe ich in Portocolon an, um einen Liegeplatz zu reservieren, gestern habe ich zweimal die Reservierung stornieren müssen, weil wir es uns doch anders überlegt haben, aber heute Nacht gehen wir noch einmal in den Hafen. Wir müssen unser Wasser austauschen, das Wasser von Menorca scheint aus einer Entsalzungsanlage zu kommen, der Tee schmeckt scheußlich.
Nachdem wir aus unserer geschützten Bucht heraus gesegelt sind, empfängt uns ein ordentlicher Wind, wir segeln auf Halbwindkurs und befürchten schon, dass wir nach dem nächsten Cap kreuzen müssen. Am Cap Vernell gibt es dann Fallböen direkt neben Flauten, und danach raumt der Wind, sodass wir gemütlich die Küste entlang segeln. Hier wechseln sich idyllische Buchten an deren Hänge sich schön gelegene Häuser in die Landschaft einfügen, mit Hochhausbausünden ab.
10:30 der Wind ist ganz weg, der Motor muss mitschieben, der Skipper ist unglücklich.
19:45, der Wind ist wieder da, es ist ein Amwindkurs bei 8-10 Knoten Wind, der Skipper ist auch wieder zufrieden.
11:09 der Wind frischt auf, 12-14 Knoten, der Skipper ist glücklich.
11:30 der Wind nimmt weiter zu, wir müssen die Fock einreffen, der Skipper ist immer noch glücklich.
12:30 die Leinen sind fest in Portocolom, der Hund ist glücklich.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Menorca rund

14. Juni 2016, Baro 1006, bedeckt, ca. 25 Grad, Wind NO um 4
Mahon 09:15 – Ciudadella
Entgegen den Plänen von gestern mittag beschließt der Skipper direkt nach dem Aufwachen, einen frühen Start in Richtung Ciutadella zu wagen. Zwar war das Angebot von Alberto verlockend, dass wir seinen Wagen haben können, um im Sipermarkt Eroski mal so richtig zu bunkern, aber der ordentliche Ostwind spricht eher für den Schlag nach Westen.
Als wir aus der Bucht herausfahren, treffen wir auch auf eine ordentliche Welle, aber mit halbem Wind macht die Hexe locker 7-8 Knoten Fahrt, sowas hatten wir ja schon lange nicht mehr!
Ab dem südöstlichsten Zipfel Menorcas, Punta Prima. mit der vorgelagerten Insel Illa de l’aire sind die Wellen weg und wir genießen eine entspannte Fahrt entlang der Südküste Menorcas. Diese ist, im Gegensatz zu dem kargen Norden, deutlich stärker besiedelt, immer wieder tauchen kleine Orte auf, die meisten scheinen Feriensiedlungen zu sein, fast alle sind hübsch, nur ganz selten stört ein Hotelklotz oder unschön gebaute Ferienhäuser das Bild.
12:30: Der Wind lässt ein bisschen nach und raumt immer weiter, wir segeln mit ausgebaumter Fock, müssen halsen, danach kommt auch Bulli, der Bullenstander wieder an die Arbeit und hält das Großsegel fest. Wir diskutieren die Taktik für die nächsten Tage, im Moment sieht die Planung so aus: Morgen nach Alcúdia, Freitag weiter nach Pollença oder Andratx, Samstag oder Sonntag nach Palma.
13:45 sind wir am Cap d’Artrutx, dem südwestlichsten Punkt Menorcas, nach einer Halse geht es mit halbem Wind auf die Zielgerade.
Als wir in den Hafen einlaufen, müssen wir doch tatsächlich feststellen, dass die Marina Club Nautico voll ist, jeder Platz belegt, der Segelclub Camargue ist mit einer ganzen Flotille da und besetzt alle Plätze. Na, so was! Wir fahren einfach weiter in die Cala hinein, um unser Glück beim Ports IB zu versuchen, eigelntlich nehmen die hier keine Boote über 12 Meter. Wir legen an einem Steg an, wo man eigentlich nicht anlegen darf, und ich versuche, mit Hund, mein Glück beim Marina Office. „Eslora (Länge), Señora?“ „Oh, 12,40 m? Solo hasta 12 metros!“ Naja, ich bitte schön, und sage, es ist nur für eine Nacht, und dann muss ich versprechen, dass wir morgen, auch wenn schlechtes Wetter ist, ablegen, und wir bekommen einen Platz am Steg 1 Platz 1!

15. Juni 2016, Mittwoch, Baro 1000, Sonne/Wolken-Mix, warm, Wind SSW um 4
Ciudadella 08:30 – Cala de s’Aguila 14:00
Wieder gibt es einen frühen Start. Die Wetterberichte sind – wie. Immer – uneinig, Lammarete zeigt Westwind 10-16 Knoten, windfinder und Passageweather Südwind um 10 Knoten, Wetteronline SSW 3 Beaufort. Anfänglich ist die See noch sehr ruppig, der Wind bläst mit frischen 15-17 Knoten aus Südsüdwest, nachdem das lange graue Wolkenband durchgezogen ist, lässt auch der Wind etwas nach und dreht weiter auf Süd, das ist angenehmer, und auch die Wellen sind viel netter.
10:00 Uhr es ist ziemlich diesig, von Mallorca ist noch keine Spur zu sehen, nicht einmal Cap Formentor, das wir auf dem Weg von Barcelona nach Ciutadella schon solange vorher sehen konnten, zeigt sich, und jetzt ist auch Menorca im Dunst verschwunden. Wir sind allein auf dem weiten Meer.
Nein, so allein auch wieder nicht, die Boote des Segelclubs Camargue, die uns gestern den Liegeplatz geklaut haben, sind auch schon gestartet. Zwei Boote – eine Regatta, drei haben wir schon eingeholt, das vierte ist auch gleich dran. Diesmal habe ich aber vorsichtshalber einen Platz in Alcúdia reserviert, nicht, dass die uns wieder die letzten Plötze wegschnappen.
In Fornells hat mich morgens ein Mann total verwirrt. Ich frage ihn nach einem Supermarkt: „Si, hay“, aber der sei jetzt noch geschlossen. Ich sage, ja, ich kann ja auch noch später hingehen, wo der denn zu finden sei. „Adelante“, geradeaus und dann nach links. Dabei macht er mit dem Arm eine deutliche Bewegung nach rechts. Ich wiederhole: „adelante“ , zeige nach vorne und dann nach rechts, „si“, sagt er, „adelante et pues a la izquierda“, geradeaus und dann nach links. Und wieder unterstreicht er seine Worte mit einer Geradeaus-Bewegung seines Arms, und macht dann einen deutlichen Schlenker nach rechts. Das andere Links, eben.
11:00 Uhr die beiden Boote vom Segelclub, die noch vor uns liegen, motoren, diese französischen Betrüger, deshalb kann Volker sie nicht einholen, denn der Wind hat immer weiter nachgelassen. Vorhin habe ich neben den Segelkleidern auch noch die Schwimmwesten rausgeholt, jetzt tauschen wir die langen Hosen gegen kurze und einen Rock ein, und, hast Du jicht gesehen, wird ein neues Ziel festgelegt. Alcúdia muss warten, wir versuchen, zu der nordöstlichen Spitze, vorbei am Cap des Freu Richtung Cala Ratjada zu kommen. Mal sehen, wo wir landen werden.
Hinter dem Cap Des Freu lässt der Wind deutlich nach und es gibt noch jede Menge alte Welle, das ist vielleicht ein Geschaukel, das mögen wir nicht, wir biegen in die nächste Cala de s’Aguila ab und ankern über blauestem Wasser auf sandigem Grund. Und ich kann zum ersten Mal in diesem Jahr im Meer schwimmen, wie geil ist das!

Bilder müssen noch ein bisschen warten.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Mahon oder Maó

13. Juni 2016, Montag, Baro 1009, bedeckt mit einzelnen blauen Löchern, 25 Grad, Wind O 4
Fornells 10:30 – Mahon 15:00 ca. 30 sm
Nach dem erfreulichen Fißballspiel gestern Abend, das wir, als ziemlich einzige wirklich Interessierte, in der Bar des Hostal de Fornellus geschaut haben, sind wir bald im Bett verschwunden, es war ein langer Tag mit vielen Wenden…
Heute morgen haben wir früh einen Rundgang durch den sehr überschaubaren Ort gemacht, auch hier sind die Häuser unglaublich gepflegt, der weiße Anstrich blendet in der südlichen Sonne, die Bürgersteige werden geputzt und renoviert, die Gärten sind gepflegt.
Auch die kleine Kirche ist in einem perfekten Zustand, ordentlich aufgereiht liegen die Gebetsbücher auf dem Tisch bereit, leider gibt es nur elektrische Kerzen, das ist nix für uns, wir zünden immer nur richtige an. Im Supermarkt allerdings wird gerade erst eingeräumt, Fleischtheke und ähnliches sind noch leer, aber wir finden ein bisschen gekochten Schinken, um dem Hund ein Frühstück zu kochen. Ja, Nico wird immer schneubischer, das isst er nicht und das nicht, und am besten frisch gekocht, Herrschaftshund, halt!
Natürlich kommt auch heute der Wind von vorne, aber die Wellen sind weg, und so kreuzen wir gemütlich gen Osten, nachmittags wollen wir in Machon oder Maó sein, wie es die Menorquinos nennen. Auch die Stadt ist schön, an der Einfahrt liegt das riesige Fort und das große Krankenhaus, das bis in die siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts als solches benutzt wurde. Leider ist das zu weit vom Ort entfernt, als dass man da eben so mal hinlaufen könnte.
Ich gehe erst mal mit Nico Gassi, der will nur ins Wasser, und nach einer kleinen Weile finden wir auch eine Stelle, wo er sich hineinlegen kann. Das macht er ganz ausgiebig, die Leute, die es im Vorbeischlenderm sehen, lächeln nd sagen, das würden sie auch gerne machen. Tatsächlich ist es heiß hier am Hafen, und um die Mittagszeit sitzen die Menschen in den Restaurants im Schatten, nur wenige sind unterwegs.
Um 18:00 Uhr kommen Cris und Alberto, Segler, die wir in Mazarrón kennengelernt haben, mit ihren beiden Kindern und einer Freundin von Tochter Noa. Der siebenmonatige Marcel darf gleich zu mir auf den Arm, macht das auch miteinem Lächeln, und schon hat er mein Herz gefangen. Wir plaudern ein bisschen im Cockpit, Volker zeigt den Mädchen, wie holländische Kinder Krabben fangen, leider gibt es hier nicht so viele, dass man Krabbenwettläufe veranstalten kann wie auf Vlieland oder Terschelling.
Abends laufen wir in die Stadt, hoch auf dem Felsen ist die Altstadt gelegen, und auch die ist schön mit Kirchen und alten Bauwerken, wir werden wieder kommen, und uns alles genau ansehen. Heute schlendern wir nur durch die Straßen und über die Plätze, erholen uns bei einem menorquinischen Drink aus Kaslimón und Gin, mit Blick über die Bucht. In dem alten Gebäude hinter uns übt ein Chor Carl Orffs „Carmina burana“, die Musik passt absolut zur Aussicht.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Cala Fornells

12. Juni 2016, Sonntag, Baro 1011, diesig, aber warm, Wind NW um. Drei, manchmal mehr
Ciutadella 10:00 – Fornells 16:30, ca 35 sm
Sonntag morgen, schon früh legen die ersten Boote ab, die Engländer auf beiden Seiten von uns, mal geschickter, mal weniger geschickt, später legen Vanessa und Richard mit ihrer Sense „Bacchus II“ ab, um nach Palma zu motoren, vielleicht haben sie ja später auch ein bisschen Wind. Im Moment ist nämlich gar nichts los, windtechnisch, und das Meer ist glatt wie ein Kinderpopo.
Die „Akaroa II“, die Outremer 51 mit James und Tracey legt gemeinsam mit uns ab, wir setzen bald Segel, der Wind frischt auf, auch die Akaroa setzt Segel und segelt tapfer eine ganze Weile gegenan, aber da hat die Hexe echte Vorteile, sie kann viel höher an den Wind, und der kommt heute immer von vorne. Ich weiß nicht, wieviele Wenden wir nun schon gefahren haben, aber es waren ganz schön viele. Die Akaroa hat auch irgendwann aufgegeben, sie motoren Richtung Fornells.
Die Nordseitevon Menorca ist eher karg, beim Leuchtturm von Cabo Nati, dem nordwestlichsten Ende von Menorca, stehen ein paar seltsame Bauten, Volker meint, dass es alte Gräber seien, und ansonsten gibt es außer zahlreichen Calas nur eine einzige Ansiedlung, eine Art Feriensiedlung. Alles andere sind entweder riesige Steinwüsten oder macchiabewachsene Hügel.
Um 15:00 Uhr sind wir des ewigen Wendens müde, der Wind hat auch noch nachgelassen, wir motoren die drei Meilen bis zum Cap Roig. Es sind – für den wenigen Wind – erstaunlich hohe Wellen. Wir motoren eine halbe Stunde, dann segeln wir wieder. Langsam neigt sich die Küste der schmalen Einfahrt zur Cala Fornells zu, natürlich dreht der Wind mit, und bläst unverirrt weiter auf die Nase, nur sind jetzt die Wellen weg, wir kreuzen his zum Hafen.
Die Akaroa liegt schon an einer Boje, aber ich hatte uns ja einen Platz im Hafen reserviert, deshalb rufen wir die Marineros über Kanal 8, bekommen auch den Starplatz mit Aussicht über die Bucht zugewiesen. Da unsere Logge sicherlich voller Muscheln ist, jedenfalls zeigt sie nichts an, vermute ich mal, dass wir ca. 35 Meilen gekreuzt sind.
Fornells ist klein, sehr touristisch, aber hübsch, kein Ballermann-Tourismus, eher der gehobenen Art, es ist berühmt für den Langustenfang, und überall werden diese leckeren Tierchen angeboten.

 Bilder folgen

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Tief berührt

Menorquinische Flagge

Menorquinische Flagge

sind wir von der Schönheit Menorcas, auch wenn wir bis jetzt nur Cituadella geshen haben. Was für eine Perle, was für eine Stadt, klein eigentlich, von der flächenmäßigen Ausdehnung her gesehen. Sehr schön gelegen am Ende einer Cala, einer fjordartigen Bucht, auf einem kleinem Hügel thronend. Je öfter wir durch die verwinkelten und garnicht mal so engen Gassen spazieren, um so schöner finden wir die Stadt.

Von der Anzahl der Einwohmer her ist Cituadella die zweitgrößte Stadt Menorcas und war bis kurz nach 1800 Jnselhauptstadt.
Heute ist Cituadella Bischofssitz und die Kathedrale ist schon weithin sichtbar.

Plaça d'Atlas

Plaça d’Atlas

Gestutzte Flügel

Gestutzte Flügel

Noch 'n' Platz

Noch ’n‘ Platz

Gouverneurspalast

Gouverneurspalast

Plaça d'Atlas

Plaça d’Atlas

Der Fischmarkt

Der Fischmarkt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Frankfurt ist überall

Frankfurt ist überall

Castell de Sant Nicolau

Castell de Sant Nicolau

Nico braucht Abkühlung

Nico braucht Abkühlung

 

 

 

 

 

 

Tapas …

Tapas …

nur schön

nur schön

Plaça des Born

Plaça des Born

Mit 11 Kirchen insgesamt mangelt es wahrhaftig nicht an Versammlungsorten für gläubige Christen. Neben den Kirchen gibt es noch eine alte maurische Festung, das alte Rathaus und die historischen unter Arkaden gelegenen Geschäfte zu besichtigen. Gestern haben wir am östlichen Ende der Altstadt noch eine – leider flügellose – Mühle entdeckt. Zahlreiche Plätze mit landestypischen Tapasbars laden sowohl in der Altstadt als auch am Hafen zum Verweilen ein.  Der Hafen ist sehr gepflegt und der Service sehr gut.

Lichtspiele in der Kathedrale

Lichtspiele in der Kathedrale

Die Kathedrale

Die Kathedrale

In der Esglesia del Roser

In der Esglesia del Roser

 

 

 

 

 

Die Cala

Die Cala

Ich will jetzt einmal ein Phänomen beschreiben, was wohl alle paar Jahre immer wieder einmal auf Menorca und speziell durch seine fjordähnliche Struktur in Cituadella auftritt und zu massiven Schäden führt. Es bilden sich sogenannte Meteotsunamis, hervorgerufen durch sehr starke Luftdruckschwankungen entstehen schnell laufende, 3-4 Meter hohe Flutwellen mit zum Teil verheerenden Auswirkungen. So sanken besipsielsweise in Folge so eines Tsunamis im Juni 1988 mehr als 30 Yachten und 100 weitere wurden zum Teil schwer beschädigt. In 2006 wurde die Stadt nochmals von einem Meteotsunami heimgesucht. Hier werden dies Phänomene Rissagas genannt. Mittlerweile hat man ein Frühwarnsystem installiert.

Da gibt es Fußball!

Da gibt es Fußball!

Für das bevorstehende heutige Fußballspiel der deutschen Nationalmannschaft haben wir glücklicherweise eine Bar gefunden, wo wir das Spiel anschauen können 🙂 Denn Public viewing scheint es in Spanien nicht zu geben.

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar