Heute gibt es mal ein paar Neuigkeiten zu den Reparaturfortschritten auf der Hexe

Vorgestern hat der Mecanico mit dem Ausbau des leckendes Lukes begonnen, dann hat aber so starker Regen eingesetzt, der die Vollendung vereitelte und zudem noch unser komplettes Bett eingenässt hat. Wie das kam, muss ich wohl detaillierter erklären: Es fing an zu regnen, die Dichtmasse vom Luk war zu dem Zeitpunkt soweit schon rausgepult. Also wurde der Alurahmen mit Gewebeklebeband abgedichtet, damit es nicht ins Schiff reinregnet. Dann ging der Mecanico nach Hause und ich für einen langen Mittagsschlaf in die andere Koje. Die Capitania war in der City auf der Suche nach einem Schnittmuster für ‘ne neue Bluse, die sie selbst schneidern will. Soweit alles klar und gut verständlich?

schnelle Hilfe

Es regnete heftig, Cornelia kam irgendwann zurück, ich war im Tiefschlaf, das Luk total undicht und das ganze Bett nass. Was macht die liebe Capitania, sie lässt mich schlafen, bewaffnet sich mit Töpfen und Pfannen und stellt die unter das leckende Fenster,  legt Folie oben drauf, denn im strömenden Regen kann man nix festkleben, und stellt einen Regenschirm drüber. Nach gut zwei Stunden Schönheitsschlaf war ich wieder munter, der Regen vorüber.Wir haben das Bettchen trockengelegt und ‘ne Plane über die Luke geklebt – danach war alles dicht!

Gestern war echtes Schietwetter mit Sturm, Regen und kalt, okay, relativ kalt.

Heute kam unser Mecanico wieder und hat sein Werk vollendet, fast jedenfalls. Den letzten Feinschliff mach ich morgen selber, die Schrauben ganz fest eindrehen und die überstehende Dichtmasse mit dem Teppichmesser abschneiden, dann kommt der Dichtheitstest mit dem Wasserschlauch.

Es gibt auch eine Zwischenmeldung vom Schiffselektriker, dass die neuen AGM-Batterien bald eintreffen sollen und, wenn alles gut geht, am Freitag in unser Schiff eingebaut werden. Das sind doch mal positive Neuigkeiten!!! Und damit noch nicht gut genug – ab dem kommenden Sonntag wird es wieder wärmer auf Teneriffa und im Langfristtrend sollen die Temperaturen auf über 20 Grad liegen und die Sonne vom wolkenfreien Himmel lachen – muy fantastico!

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Im Süden Teneriffas

Schluss mit der Völlerei und der Stubenhockerei! Heute wird die Insel erkundet!

Vorspeise im
Taller de seve díaz

Am Abend vorher hatten wir unseren Weihnachts-Essens-Gutschein von Allegra und Christian eingelöst und waren vorzüglich essen, im „Taller de seve díaz“ in Puerto de la Cruz, laut Tripadvisor dem besten Restaurant der Insel. Das Essen war super lecker, mit außergewöhnlicher Liebe zum Detail zubereitet.

ehemals
Ferienwohnungen im Fels

wildes Meer

Vorher hatten wir noch einen Abstecher zu Segelfreund Sepp unternommen, haben den Blick von seiner Terrasse aus genossen, und einen Spaziergang an der wilden Küste entlang gemacht. Der gut befestigte  Küstenweg bei Sauzal ist mit EU-Mitteln finanziert und lohnt einen Abstecher.

Am Samstagmorgen gibt es  einen schnellen Kaffee auf dem Boot, dann sitzen wir im Auto auf dem Weg in den  Inselsüden. Dort soll es ja generell eher sonniger und wärmer sein als im kühleren und wolkenverhangenen Norden und viele sehenswerte Plätze, Städte und Attraktionen liegen im Südteil der Insel.

bereit für den Tag

Frühstück an der
Strandpromenade

Für El Medano, den Surferstrand ist es noch zu früh, nur drei Kitesurfer tummeln sich auf dem Wasser, wir fahren weiter. Wir wollen die Costa Adeje sehen mit den Touristenhochburgen Playa de las Americas und Los Cristianos. In las Americas ist der langgezogene Strand inzwischen gut besucht, jedoch nicht überfüllt, das Wasser schillert verlockend blau, es gibt fliegende Händler mit großen Tüchern, Massagezelte, Restaurants und alles, was man für einen langen Tag am Meer so braucht. Wir nehmen ein spätes Frühstück in der Sonne; wenn sie scheint, wird es gleich richtig warm. Wir beobachten das Treiben am Strand und auf der Uferpromenade.

Bananen

Ein Abstecher zur Stadt Adeje folgt, hier geht es gleich richtig steil nach oben, wenn man weiter führe, käme man zum Barranco del infierno, der Höllenschlucht. Klingt gefährlich, und leider ist es, je höher man kommt, umso kühler. Adeje selbst ist ein netter Ort mit den typischen kanarisch-weißen Häusern und Plätzen, dann folgen wir der Küstenstraße bis Los Gigantes. Von hier bis zu den Bergen im Nordwesten werden Bananen angebaut, auf riesigen Feldern wachsen die Stauden dicht an dicht. Bei manchen Bäumen sind die Bananenstauden bereits in Plastikfolie verpackt (zur schnelleren Reife und gegen Schädlinge), und müssen nur noch verschifft werden, krass.

Los Gigantes

In Los Gigantes fallen die Felswände beeindruckend steil ins Meer hinunter ab, über 400 m ragen sie fast senkrecht hinauf, eine Aussichtsplattform gibt den Besuchern die Möglichkeit zu fotografieren.

Danach beginnt der Aufstieg. Ich weiß nicht, wieviele Haarnadelkurven wir hinauf und wieder hinunter gefahren sind, Volker mit Speed, ich ein bisschen vorsichtiger. Und das bei entsetzlich engen Straßen!

Landschaftsdetails

Wir fahren nach Santiago del Teide, wo wir einen beeindruckend großen öffentlichen Grillplatz finden, der von spanischen Familien bevölkert wird. Dann  geht es weiter, auf noch schmaleren Straßen durch die berühmte Masca-Schlucht.

beeindruckende Landschaft
bei Masca

In Masca, der Felsenstadt, ist es so voller Touristen, dass wir keinen Parkplatz mehr finden, und beschließen, einmal früh morgens hinzufahren. Ein bisschen weiter die Straße hinauf gibt es wieder einmal eine Aussichtsplattform (also, es gibt natürlich unzählig viele kleine Parkplätze mit Aussichten, Weitsichten und Absichten :-)), von der aus wir den Ort fotografieren können. Außerdem warten Christiane und Branco beim Leuchtturm in Buenavista del Norte.

schroffe Abhänge

Diese Schluchten, Täler und Gebirge sind unglaublich beeindruckend, Felsformationen, die die Fantasie anregen und beflügeln. Und immer wieder, hinter der nächsten Kurve, verschlägt es einem einfach die Sprache.

Bananenfelder
in den Barrancos

Dann sind die letzten Haarnadeln durch und wir haben es nach Buenavista del Norte geschafft, treffen die beiden Freunde am Meer, hinter dem Friedhof und weiteren Bananenplantagen. Wir kosten, mutig, von den dort wild wachsenden Kaktusfeigen, die dunkelrot an den piekseligen Gebilden wachsen und total süß sind. Aber es ist hart verdiente Süße, immer wieder bleibt so ein kleiner kleiner Dorn in den Fingern stecken.

Stadtmitte in Buenavista

Farbkontraste

Nach einem Besuch auf dem örtlichen Friedhof mit den vielen blumengeschmückten Kästen gibt es Café und Bier auf dem örtlichen Platz für uns vier, in der Kirche scheint sich eine Messe anzubahnen, und am Ende stellt sich heraus, dass es eine Beerdigung wird, und es gehen so viele Menschen hinein, dass sie in den offenen Türen stehen müssen.

Plastikdeckel werden
herzlich gesammelt
und recycelt

Hafeneinfahrt
von Garachico

Von hier aus fahren Christiane und Branco mit dem Bus zurück über Santiago del Teide nach Puerto de Santiago und wir nehmen die Küstenstraße bis Puerto de la Cruz, und zurück nach Santa Cruz. Auf dem Weg werfen wir noch einen Blick über den Hafen von Garachico, der so verrufen ist für die schwierige Einfahrt. Die Einfahrt ist eng, aber außer bei starkem auflandigen Wind durchaus machbar, und dann könnte man auch in Rihe den offensichtlich sehr beliebten Ort erkunden.

Wir haben in einem Tag fast die ganze Insel umrundet, und vieles erlebt,  beeindruckende Landschaften, die wir so noch nirgends gesehen haben und die wir sicherlich nicht vergessen werden.

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Abschiede

Mason, noch entspannt vor der Überfahrt

So langsam leert sich der Hafen, jeden Tag brechen Segelboote zur Atlantiküberquerung auf, aber auch einzelne Nachzügler kommen noch aus Portugal oder dem Mittelmeer in Santa Cruz an. Gestern haben wir unsere neugewonnen Freunde von der Liloe, einer Bavaria 40 verabschiedet, die nicht mit Kind und Kegel, dafür jedoch mit ihrem Hund Mason, einem 32 Kilo schweren verschmusten Vierbeiner in die neue Welt aufgebrochen sind. Am Vorabend haben wir noch ein bisschen bei uns an Bord gefeiert, gestern morgen hieß es dann „Leinen los“. Am Steg herrschte ein wenig Gedränge zum Abschied, gute Wünsche für die Reise wurden ausgesprochen und viel gewunken. Kurz nach der Liloe verließ noch die Saphir mit ihrem deutsch-schweizerischen Eignerpaar den Hafen. Wie gesagt, die Stegreihen lichten sich…

Die Alexander von Humboldt II

Heute hatten wir erwarteten und lieben Besuch an Bord. Unsere Freundin Christiane, Cornelias Trauzeugin bei unserer Hochzeit, und engagierte “Altsegelverwerterin” kam mit ihrem Lebensgefährten Branko zu uns an Bord (mehr Infos zu Christiane und ihrem Wirken unter www.sailartfashion.de). Wir hatten uns lange nicht gesehen und entsprechend herzlich war das Wiedersehen, es gab natürlich viel zu erzählen, wir haben gegrillt, dann ’ne Hafenrundfahrt mit dem Beiboot gemacht und einer wichtigen deutschen Botschafterin “Hallo” gesagt.

Das grüne Segel wird aufgetucht

Das bekannte Ausbildungs- und Traditionsschiff, die Bark “Alexander von Homboldt 2” hat im Hafen von Santa Cruz die Leinen fest gemacht. Leider bleibt das Schiff nur einen Tag für einen Crew-Wechsel liegen und kann daher nicht besichtigt werden. Ein ausführlicher Schnack mit dem Maschinisten war trotzdem möglich.

Es gibt leider nicht nur gute Nachrichten. Das Segelboot unserer Freunde Sabine und Joachim, die “Atanga” wurde vom Blitz getroffen. Die gesamte Bordelektronik ist zerstört und muss jetzt in Panama ersetzt werden (mehr auf www.atanga.de). Der Katamaran von unseren Freunden Angela und Franz wurde kurz vorm Losfahren zu den Kapverden von einem anderen Katamaran im Hafen von Las Palmas auf Gran Canaria gerammt und trug einige Schäden davon, die deren Atlantiküberquerung auf unbestimmte Zeit verzögert.

Die Bohrinsel gehört auch zur Hafenrundfahrt

Beide Vorfälle sind für mich gedanklich der Horror, weil ich auch immer latent Angst um unser schwimmendes zweibeiniges Zuhause habe und weil man auf solches Missgeschick keinen Einfluss hat. Wir drücken beiden Eignerpaaren ganz fest die Daumen, dass die Schäden bald behoben sind, und dass die Reise – wie geplant – weitergeht.

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La Laguna

Der Marktplatz

Die Stadt in der Hochebene im Inselnorden hat es uns angetan, die gesamte historische Innenstadt, die der Vollständigkeit halber San Cristobal de La Laguna heißt, ist Weltkulturerbe, Universitätsstadt mit 25.000 Studenten und zudem Bischofssitz. Trotz Besucherandrangs strahlt die Innenstadt Charme und Gelassenheit aus.

weite Straßen

Vielleicht ist es, weil die Innenstadtstraßen nicht so eng sind, wie man es von mittelalterlichen Altstadtkernen her kennt, vielleicht ist es die Farbenvielfalt der alten Häuserfassaden, sicherlich spielt auch eine Rolle, dass der bereits im 16. Jahrhundert angelegte Stadtkern von dem italienischen Architekten Leonardo Torriania stammt und daher mediterran leicht wirkt. Die Bürger wurden von Anfang an verpflichtet, keine leicht brennbaren aber durable Baumaterialien für den Bau der Häuser zu verwenden. Uns zieht es zuerst in ein kleines Café in der Fußgängerzone, wir genießen eine Art Schwarzwälderkirschtorte und heiße Schokolade, die von der Konsistenz eher an flüssigen Pudding erinnert, dabei supersüß ist.

5 Stockwerke geht es hinauf

La Immaculata ganz in Silber

Danach besteigen wir kurz vor der 3-stündigen Mittagspause den Kirchturm von Nuestra Señora de la Immaculata Concepción und erfreuten uns an dem Ausblick über die gesamte Innenstadt und das in Wolken gehüllte Aranaga-Gebirge. Anschließend erkunden wir alle Altstadtstraßen und sind sicher, dass wir in den nächsten Tagen noch ein Mal in diese rundum hübsche Stadt zurück kommen werden.

Chocolata, heiß und dickflüssig

Bedingt durch den länger andauernden Regen hat sich eine neue undichte Stelle an unserem Boot gebildet, es regnet durch den Lukenrand über unserem Bett und beim morgendlichen Erwachen war unser Laken und meine Schulter klitschnass, die Capitania hatte mehr Glück, ihre Betthälfte blieb trocken. Wir hoffen, dass sich jemand findet, der die Luke komplett neu eindichtet. Ich trau mich da mit meinem mäßigen Geschick eher nicht ran, weil ich den dünnen Alurahmen beim Loslösen nicht verbiegen will. Die Batterien brauchen mindestens eine Woche nach Zahlungseingang, bis sie von Spanien auf die Kanaren transportiert werden. Es kann also noch einige Zeit dauern, bis wir mal wieder die Segel hissen können…

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Showtime

Alan? Alan? Steve! Steve!
https://youtu.be/F0BfcdPKw8E

Der Regen prasselt auf unser Salondach, heute ist Ruhetag, bei der Sonne und bei uns, keine 100 Schritte sind wir gelaufen, noch nicht mal vom Schiff auf den Steg sind wir runtergestiegen. Akuter Bewegungsmangel muss heute die Diagnose lauten, wenn man unser Bewegungsprofil anschaut. Dafür waren wir gestern recht fleißig, zumindest wenn man der Schrittzählerapp des Handys glauben will.

Aras fliegen

Kein Wunder, bei der schieren Größe des Loroparks, dem Tierpark im Norden Teneriffas, der 1970 erstmals seine Pforten für die Besucher öffnete und anfänglich über 150 Papageienarten aus der ganzen Welt dem Publikum präsentierte. Von den Papageien hat der Loropark auch seinen Namen, den Loro ist das spanische Wort für Papagei.

In der Aufzuchtstation

Mittlerweile bemisst die Gesamtfläche des Tierparks stattliche 13 Hektar. Der Loropark beherbergt heute die größte Vielfalt der Welt an Papageien, insgesamt leben hier 350 Papageienarten, Cornelia hätte am liebsten ein paar mit aufs Boot genommen). Eine eigene Aufzuchtstation kümmert sich um den Nachwuchs der bunt gefiederten Vögel und eine Pageienshow (die wir dann nicht mehr gesehen haben) unterhält das Publikum.

Der Schwarm

Wir sind gestern erstmal zu den Pinguinen gepilgert, die in einem riesigen Innengehege bei kalten Temperaturen in einer nett gestalteten Eislandschaft leben. Fische in verschiedenen Lebenszonen kann man auch beobachten, Rochen, Haie, man kann in einem Tunnel unter diesen Raubtieren durchgehen, und diese schweben oben drüber, ein bisschen gespenstig ist das schon.

klatschen wir mal

Orca in voller Größe

an Land

Danach ging es zur Orcashow, wir waren tief beeindruckt von diesen gewaltigen Meeresbewohnern. Die Tiere folgen ihren Trainern auf Handzeichen, vollführen Sprünge, spritzen mit ihrer Fluke das Publikum in den vorderen Sitzreihen nass, tanzen ballettartig im Wasser, nicken mit dem Kopf im Takt zur Musik. Wir wussten nicht, dass diese Jäger der Meere so gut zu trainieren sind.

Da ham mer gelacht!

gestrandet

Jump

Nach der Show ist vor der Show und so ging es direkt danach zur Seelöwen-Show und im Anschluss folgten wir den Kunststückchen der Delfine. Beide Veranstaltungen waren ebenso so gut wie die Orcashow und das nahe Verhältnis zwischen Trainer und Tier war beeindruckend.

Einfach mal abhängen!

Wir haben noch die Löwen bestaunt, waren im Aquarium mit den verschiedenen Themenbecken und haben lange stillstehend die Bewegungslosigkeit der Krokodile bestaunt. Irgendwann hat uns der Hunger übermannt und wir haben in einem der kleinen schönen Parkrestaurant eine Pizza vertilgt, die Cornelia und Andy nach langem Anstehen käuflich erstanden haben. Nach 5-stündigem Parkbummel sind wir noch für einen Drink an den nahen Strand und haben dort die brechenden Wellen bewundert. Die rote Flagge zeigte verständlicherweise das Badeverbot an.

Zum Abendessen fuhren Andy und Christiane mit zu unserer Hexe und kurz nach der Ankunft schmorten leckere Hamburger und Bratwürste auf dem Lotusgrill.

Nach dem Essen ging es nochmals raus aus dem Hafen und rein in die Altstadt, denn es war Weihnachtsumzug. Hier ist das heilige Fest noch nicht vorbei und die Kinder erhalten erst am heutigen Tag, also dem 6. Januar, die lang ersehnten Weihnachtsgeschenke. Die Motivwagen sind richtig groß, so wie bei uns zum Karneval, bevölkert mit Weihnachtsmännern, Engeln, Fanatasie- und Filmfiguren. Leider waren wir diesmal ohne Fotoapparat oder Handy unterwegs.

Zu dem Umzug gibt es Weihnachtslieder aus laut aufgedrehten Lautsprechern, viele lachende Gesichter und auf dem Marktplatz einen Kunsthandwerkermarkt. Wenn die Weihnachtsumzüge hier schon so groß sind, wie überwältigend sind dann erst die folgenden Karnevalsprozessionen?

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Alle vier

Das Messgerät beweist es

Verbraucherbatterien sind – wie vermutet – defekt, das Display des Profibatterietesters zeigt ein eindeutiges Ergebnis an, “replace battery”.

Elektriker Mark prüft die Batterien

Das, was wir vermutet haben, ist nun Gewissheit und einmal mehr werden wir uns in Geduld üben müssen, bis neue Batterien aus Frankreich hier in Teneriffa eintreffen werden. Übrigens ist der genaue Grund, warum die fast neuen Energiespeicher jetzt schon kaputt sind, leider nicht exakt zu ermitteln. Es ist halt ein bisschen wie bei einem Grippevirus, wenn einer es hat, ist es schnell weitergegeben, d.h. wenn eine Batterie in einer Batteriebank ein Problem hat, geht es den anderen auch schnell an den Kragen.

Die Einkäufe füllen die Kaimauer

Heute haben wir mal wieder unsere Vorräte kräftig aufgestockt und sind mit zwei gut gefüllten Einkaufswagen aus dem Lidl-Supermarkt heraus gerollt. Nachdem alles verstaut war, hat sich meine leider wiedergekehrte Erkältung bemerkbar gemacht, und ich mich erst mal ‘ne gute Stunde hingelegt. Irgendwie werde ich trotz des Einsatzes verschiedener Medikamente meinen nervigen Reizhusten nicht los. Jede Nacht kostet der mich ein paar Stunden Schlaf und das geht nicht spurlos an mir vorüber.

Heute Abend gehen wir mit unseren Freunden Andy und Christiane und unserem Patenkind Greta, die in einem Nachbarort Urlaub machen, essen, und morgen in den aus Funk und Fernsehen bestens bekannten Loropark. Mal was anderes!

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Im Norden Teneriffas

vulkanisches Anaga-Gebirge

Nach den vielen faulen und nährstoffreichen Weihnachts- und anderen Feiertagen sind wir heute Morgen, direkt nachdem wir die SY Florentine nach La Gomera verabschiedet haben, aufgebrochen, um endlich die Insel Teneriffa zu erkunden. Als erstes, weil nicht so weit weg,  haben wir uns das im Norden liegende Anaga-Gebirge vorgenommen, wie sich herausstellt, eines der schönsten Gebiete der Insel.

Playa de las Teresitas

Mit dem Leihauto brechen wir auf, fahren erstmal am Meer entlang nach San Andrés und dem sehr schönen weißen (!) Sandstrand Las Teresitas, heben uns aber den Busch dort für einen anderen Zeitpunkt auf, und folgen der kleinen Straße nach Igueste de San Andrés.

Der Friedhof

Dort hört dann auch die Autostraße einfach auf, aber ein Wanderweg führt durch den kleinen Ort zu einem sehr schön gelegenen kleinen Friedhof. Die Gräber sind rechts und links der – leider verschlossenen – Tür in Wände eingelassen, wie Bilder, geschmückt mit Plastikblumen. Wir nennen dieses Tal das „Tal der wütenden Hunde“, denn andauernd fängt irgendeiner an zu bellen, und die anderen antworten. Wir können nur nicht erkennen, warum.

Gecko auf der Flucht

die kleine Kirche in Igueste de San Andrés

Das Tal der wütenden Hunde

An dem Weg huschen jede Menge Geckos weg, sobald sie Schritte hören, und es gibt traumhafte Ausblicke auf Tal und Meer. Und alles ist grün, im Norden regnet es viel.

Nun müssen wir natürlich die Stichstraße zurück bis San Andrés, dann geht der Weg nach oben, mit unzähligen Haarnadelkurven gespickt, führt die Route von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt.

Einblicke

Ausblicke

Es sind immer wieder spektakuläre Blicke, die man über diese einzigartige Bergwelt mit ihren gefalteten Hügeln und tiefen Tälern werfen kann. Vereinzelt sieht man einsame Gehöfte. „Hier muss man schon das Alleinsein mögen“, meine ich, und Volker entgegnet: „Solange das Internet funktioniert…“

Die Felsen wärmen den Rücken

die Wellen brechen an den Felsen…

… oder am Strand

Wir fahren die TF-12 bis El Bailadero, dann biegen wir auf die kleinere TF-134 nach Taganana ab, lassen den Ort aber für den Rückweg übrig, und staunen über die Felsansammlungen im Meer, wo auch Bodysurfer auf die Wellen warten.

Papas arrugadas – verschrumpelte Kartoffeln

der Felsstrand

auf der Terrasse des Restaurant “Mirador”

Auf Anraten von Seglerfreund Sepp legen wir unsere Mittagspause nach Benijo, direkt hinter der Haarnadelkurve im Ort sollen wir essen, im kleinen Restaurant “Mirador”, es sei köstlich dort, hat er empfohlen. Wir finden auch direkt den Abzweig, und essen Gambas und Hühnchen mit den salzigsten und köstlichsten Papas arrugadas der ganzen Insel. Und direkt von der Terrasse des kleinen Restaurants hat man wiederum einen unglaublich schönen Blick auf die Felsküste im Norden Teneriffas.

Botanikrätsel: Was sind das für Beeren?

Bananenstaude mir Früchten

Wilder Weihnachtsstern

Mit dem Besuch der berühmten und ältesten Kirche der Insel „Nuestra Señora de las Nieves“ in Taganana wird es leider nichts, wahrscheinlich macht der Küster Mittag, jedenfalls ist die große Tür verschlossen. Also fahren wir weiter, erstmal wieder zurück bis zur TF-12. Damit wir nicht genau die gleiche Straße zurückfahren wie auf der Herfahrt, nehmen wir einen Umweg in Kauf und fahren die TF-12 nach Westen statt nach Süden, Richtung Laguna, der alten Hauptstadt der Insel.

wie im Urwald

Blick über die Hochebene bis zum Teide

Blick über Santa Cruz bis Gran Canaria

Wieder gibt es viele Aussichtspunkte, die Straßen dazwischen sind wie Urwald, gesäumt von Gummibäumen, Pinien und anderen Nadelhölzern, ein dichtes Blätterdach, das sich in der Mitte der Straße trifft. Die vereinzelten Blicke zur Süd- wie zur Nordseite bieten ausreichend Motive für ganze Fotoserien, auf dem letzten Parkplatz vor Las Mercedes steht ein Tinerfeño, so nennt man die Einwohner der Insel, weist Parkplätze an (völlig unnötig) und verkauft Tütchen mit Nüssen, getrockneten Feigen sowie Bananen von der Insel (sehr lecker, Banane und Feigen haben wir gekostet und gekauft). Der Blick über die Hochebene reicht über Las Mercedes bis Laguna, links hinab bis Santa Cruz, rechts zu den Ausläufern des Anaga-Gebirges. Ein wunderbarer erster Ausflug!

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Cool

Feuerwerk

auf der Mathildenhöhe

Silvester liegt jetzt auch hinter uns, das neue Jahr hat begonnen, wir haben mit Freunden in unserer Wohnung gefeiert und ein super Feuerwerk auf der berühmten Darmstädter Mathildenhöhe, aus sicherer Entfernung bewundert. Für mich das feudalste Silvesterfeuerwerk meines Lebens. Jetzt ist erst mal Schluss mit kühl, windig und grau, wir sind wieder auf Teneriffa. Heute Morgen hat uns der Thomas-Cook-Ferienflieger, der eher als Condor Airline bekannt ist, trotz Sturmböen sicher auf die Kanareninsel gebracht. Außerdem, spektakulär (!), heute morgen gab es am Flughafen erst mal eine riesige Überraschung.

mit eigenem Schalter

Am gleichen Check-in-Schalter wie wir stand die komplette Bundesligamannschaft des 1. FC Augsburg, auf dem Weg zu ihrem Wintertrainingslager im Süden von Teneriffa. Eine kurze Recherche im Internet ergab, das der frühere Stammspieler der Lilien, Marcel Heller, „denn Heller ist schneller“, jetzt beim Augsburger Fußballclub kickt. Und bei der Passkontrolle habe ich den ehemaligen Darmstädter Kickerstar gleich erkannt.

Der Teide schaut aus den Wolken heraus

Im Flugzeug hatten wir dann das Glück, zwischen dem sportlichen Leiter der Augsburger und einem mitreisenden Profibundesligafotograf zu sitzen und so gab es noch ein paar Infos über die erste Liga und Meinungen zu den Lilien aus erster Hand. Für mich als Fan mehr als interessant. Die Augsburger reisen jedenfalls für fünf Tage Trainingslager mit kompletter Aufstellung an. Trainer, Stammmannschaft, Ersatzspieler, Nachwuchstalente, Kraft-und Ausdauertrainer, Management, und noch drei Physiotherapeuten, damit sich nix verklemmt. Insgesamt sitzen exakt 54 “Augsburger” mit uns im Flieger.

Fußballer und Fan

Am Gepäckband in Teneriffa hab ich mir ein Herz gefasst, Marcel Heller angesprochen, vorher mich als Darmstadtfan zu erkennen gegeben und Cornelia hat ein Foto von uns geschossen. Die Unterhaltung war sehr nett und offen, und der Fußballprofi meint, dass der SVD den Klassenerhalt sicher schaffen wird, auch weil Schuster wieder Lilientrainer ist. Nur sieht auch er die Notwenidigkeit in frische Beine, resp. Spieler zu investieren, damit es weiter geht mit gutem Fußball am Böllenfalltor. So, Schluss mit Fußball, wir sind wieder an Bord, die Sonne scheint, die Hexe strahlt in der Sonne und bald geht es zum Abendessen auf die ” Florentine”.

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(Kalt) erwischt

Der Weihnachtsbaum passt gerade in den Türrahmen

Das Weihnachtsfest liegt achteraus, traditionell haben wir, wie immer und üblich, mit unseren Kindern und deren Partnern am ersten Weihnachtsfeiertag zusammen gefeiert. Doch trotz aller Tradition gab es einige Neuerlichkeiten. Zum einen ist Cornelias Sohn, Leonard reisend für ein paar Monate in Südamerika unterwegs und zum anderen haben wir nicht bei uns, sondern in Larissas Wohnung gefeiert. Ein möglichst großer und breiter Weihnachtsbaum,  Memory-Spiele, um Geschenke zu erhalten, und anschließendes Raclette-Essen mit langen Beisammensein, war dann wieder ganz traditonell wie in all den zurückliegenden Jahren. Die Capitania und ich sind richtige Weihnachtsfans, wir mögen das Fest der Liebe, alle Jahre wieder und mit allem drum und dran.

Einen kleinen Wermutstropfen gab es, bzw.  gibt es in diesem Jahr denn leider doch: Einen Tag vor Weihnachten hat mich ein grippaler Infekt angefallen, der sich scheinbar standhaft an mir festklammert. Ich niese, schniefe, röchele vor mich hin und nachts lassen mich keuchhustenähnliche Anfälle schlecht schlafen. Ich vermute, dass, aus reinem Mitempfinden heraus, die Capitania seit dem 25.12. ebenfalls richtiggehend krank geworden ist ,und nun hüten wir gemeinsam das Bett bzw. das Sofa.

Medikamentenecke

Heute morgen war es uns dann zu viel, bei der Capitania kamen noch fiebrige Anfälle hinzu und so sind wir in in aller Frühe zum Hausarzt, bzw. zur Hausarztvertretung gepilgert. Dort wurden wir eingehend untersucht, Cornelias Ohren sind dick zugeschwollen, die Bronchien belegt, mein Hals ist innen ritzeratzerot entzündet und in der Lunge brodelt es. Uns wurde angeraten, viel zu trinken (natürlich keinen Wein oder Bier), zu inhalieren und zu ruhen. Zudem wurde für jeden von uns ein gut gefülltes Rezeptblatt ausgestellt und mit den besten Wünschen zu einer baldigen Genesung wurden wir “entlassen”. Die Capitania ist keine geduldige Patientin und murmelt bei jedem Hustenanfall, dass sie diesen Mist nicht mehr haben will und mir graut es schon vor der nächsten Nacht.

Leider mussten wir, der Krankheit geschuldet, einige Verabredungen absagen und anstatt mit lieben Menschen zusammenzusitzen, haben wir heute Nachmittag über die volle Distanz “Vom Winde verweht” auf ARTE angeschaut – was für ein Schmachtfetzen! (Und heute Abend gibt es dort Doktor Schiwago!)

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Fröhliche Weihnachten!

Am heutigen 24. Dezember möchten wir allen unseren Freunden und Bloglesern ein fröhliches Weihnachtsfest und ein gesundes und glückliches neues Jahr wünschen.

 

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