Dens

Die Krokusse wagen sich hervor

= lateinisch für Zahn, ist genau das, was mich seit acht Tagen auf Trab hält. Und um es genauer zu beschreiben, geht es nicht nur um einen, sondern um fünf von meinen Zähnen. Die sind nicht alle schlecht, nur deren alte Füllungen werden langsam porös und bröckelig. Aufgefallen ist das „meiner“ Zahnärztin, nachdem sie einen kariösen Zahn in der letzten Woche neu verfüllt hat und im Anschluss zwei Seitenaufnahmen meiner Kauleisten gemacht hat. Jetzt ist mein Terminkalender mit ein paar Zahnarztterminen aufgefüllt und mein langjährig tradierter zahnärztlicher Angstpegel steigt soweit in die Höhe, dass ich ernstlich am Überlegen bin, ob ich mich einmal in eine kleine Narkose versetzen lasse, damit dann alles auf einen Schlag, im Mund saniert wird. Beim Thema „Zahnarzt“ war ich schon immer leider alles andere als heldenhaft.

Mir fällt jetzt kein gelungener Themenschwenk, von den  Zähnen hin zum Segeln ein,  und darum lass ich es einfach sein.

Jedenfalls wurde uns vor zwei Tagen der neue Liefertermin für unseren Katamaran mitgeteilt und leider ist der nicht so bald wie gedacht, oder, besser gesagt, wie gehofft. Es werden viele Teile der Regelelektronik an Bord ausgetauscht. Vieles davon ist schon bestellt, manches auch schon geliefert. Der Mast ist überprüft worden und glücklicherweise in seiner Struktur, nicht von der Überspannung betroffen gewesen. Dennoch soll es nochmal ganze fünf Wochen dauern, bis wir die stolzen Eigner des Kat werden. Da hilft halt alles nichts in dieser Angelegenheit, die Natur hat gesiegt und wir müssen uns eben gedulden – wat mutt dat mutt ( bitte nachgucken).

Und die Schneeglöckchen blühen auch schon

Das Wetter in Südfrankreich ist bereits mediterran frühlingshaft und wir freuen uns schon auf die Zeit in den sogenannten wärmeren Gefilden. Auch wenn hier in Darmstadt der Winter deutlich sicht- und hörbar dem nahenden Frühling weicht. Seit ein paar Tagen begeistern die Vögel im angrenzenden Park mit ihrem frühmorgendlichen Gesang und erste Frühlingsblüher wie Schneeglöckchen und Krokusse entfalten ihre Blütenpracht.

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Kleine Verspätung

Die Auslieferung von unserem Katamaran verschiebt sich leider noch ein bisschen. Diesmal hat uns die Natur ein Strich durch die Rechnung gemacht. Sozusagen eine hohe Macht von ganz oben. Nicht spirituell gesehen, sondern reell. Ein Unwetter hat  über LGM gewütet und dabei gab es große Spannungen in der Luft, die durch Blitze verursacht wurden. Die Überspannung war so groß, dass es einige “ Irritationen“ in der Bordelektronik gab, die zum Ausfall von verschiedenen Navigationsinstrumenten geführt hat. Aufgefallen ist das Ganze, weil ein rotes Warnlicht im Schaltpaneel gebrannt hat. Nichts wirklich Tragisches, nur die Folge dieses „natürlichen“ Ereignisses von ganz oben ist, dass jetzt die gesamte Bordelektronik penibelst untersucht wird.

Wir  müssen uns also in Geduld üben, was zwar, bei Lichte betrachtet, vernünftig ist, und trotzdem nicht leicht fällt. Die Natur ist wieder mal die stärkere Macht – mit ihr geht alles, gegen sie gar nichts.

In der freien Zeit schauen wir immer mal gerne Segelfilme von anderen Seglern bei Youtube im Internet. Mittlerweile gibt es eine nahezu unbegrenzte Anzahl von Filmen, in ganz unterschiedlicher Qualität, aus dem Bereich „Segeln“. Einer dieser Segelfilmer  ist Guido Dwersteg. Ein mittelalter Einhandsegler, der mit seiner Bavaria die nordatlantische Runde gesegelt ist und dabei einige, wie wir denken, sehr sehr unterhaltsame Filme produziert hat. Filme, die gerade in der segelfreien Zeit inspirierend sein können, die die Zeit bis zum nächsten sommerlichen Segeltörn erträglich machen.

Hier ist der Link zum Film, wir wünschen gute Unterhaltung!

 

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Auf den Spuren der Vergangenheit

Am Freitag hatte ich in Frankfurt zu tun, u.a. konnte ich unsere Glasenuhr endlich beim Uhrmacher Nickel abholen, der in mühevoller Kleinarbeit die Rädchen und Schräubchen im Uhrengetriebe gesäubert und wieder gangbar gemacht hat. Dann blieb mir eine gute Stunde Zeit, bis ich Allegras Freundinnen treffen sollte, um sie nach ihrer Facharztprüfung abzuholen und ordentlich zu feiern.

Die Baugrube wartet auch auf besseres Wetter

Ich bin dann mal nach Rödelheim gefahren, wo ich meine Kindheit verbracht habe, und den Großteil meines beruflichen Lebens. In der Strubbergstraße war das Gebäude, das Druckerei und Verlag beheimatet hatte, bereits abgerissen, und eine große Baugrube ausgehoben. Hier sollen Eigentumswohnungen entstehen, das ist bestimmt schöner in einem so ruhigen Viertel, vor allem für die hier ansässigen Anwohner.

Dann habe ich noch einen Abstecher in den Breidensteiner Weg gemacht, Elternhaus von den frühen 60er Jahren bis zur Jahrtausendwende. Hier war das Haus stehen geblieben, es ist schön renoviert und beherbergt eine Krabbelstube, bestimmt großartig für Kinder und Erzieher, mit dem Garten. Ich konnte leider nicht sehen, ob der große alte Kirschbaum noch steht, auf dessen Zweigen wir Kinder im Sommer so gerne gesessen haben.

Klar, bei Sonne sah das besser aus

Auf dem Weg Richtung Praunheim wollte ich mir die Nachbarschaft unseres ersten Rödelheimer Domizils ansehen, wo wir ab 1959 gewohnt hatten. Auch hier steht das Haus an sich unverändert, nur die Fenster sind erneuert, natürlich, und die Nachbarhäuser, in denen damals meine Freunde wohnten, haben sich – bis auf eine sehr moderne Erneuerung – nur wenig verändert. Die Straße war unser Treffpunkt, nachmittags nach den Schulaufgaben tobte das Leben, wir sprangen Seil oder hüpften Gummi-Twist; wenn genügend Kinder zusammengekommen waren, konnten wir auch Völkerball spielen. Tempi passati.

Dortmund-Fan Mikesch

Darmstadt-Fan Nana

Am Samstag hingegen hat Mikesch gegen Nana verloren. Die beiden waren sich offenbar nicht einig, einer hat für Herrchens, einer für Frauchens Mannschaft die Daumen gedrückt. Und – das Wunder ist geschehen! Die Lilien haben zuhause gegen Borussia Dortmund gewonnen, Volker und tausende Darmstadt-Fans sind glücklich, endlich hat die Mannschaft ihre Form gefunden und drei Punkte geholt!

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Nana

Ganz viele liebe Menschen haben uns geschrieben, die unsere Trauer um Nico verstehen und teilen, habt alle vielen Dank für die lieben Worte.

Nana im Spiegel

Manchmal dürfen wir „Hundegroßeltern“ sein, Nana, eine Australian Shepherd Hündin, ist Larissas treue Begleiterin, neben der Stute Ladisha (und natürlich Freund Johannes), bei Spaziergängen am Löwentor und bei Ausritten mit dem Schimmel „Ladisha“. Und wenn Larissa und Johannes zum Tanzen gehen, oder abends mal auf eine Party, dürfen wir unsere „Enkelhündin“ babysitten.

„Hunde-Opa“ und „Hunde-Enkelin“, hihi

Und Nana ist wirklich goldig. In den letzten Monaten hat sie sich von einem süßen unbeholfenen Welpen zu einem gelehrigen Hütehund-Kind entwickelt, sie läuft mit Volker beim Joggen, mit mir im Park, mit uns im Wald, und sogar nachts in der Darmstädter Albert-Schweitzer-Anlage kann man sie inzwischen ohne Leine laufen lassen, und sie interessiert sich keinen Deut für vorbeilaufende Jogger oder Herrchen mit ihren Hunden.

Nanas erster Tag im Schnee von Sankt Anton

Ich habe uns zunächst mal im örtlichen Einzelhandel mit zahlreichen Spieltieren ausgestattet, nicht immer zu Volkers Entzücken, eine Spielente macht beim Draufbeißen einen so lauten Quackton, dass wir sie in den Garten verbannt haben. Und Nana auch, falls sie damit spielen will. Das macht ihr aber nichts aus, denn sie hat ein so dichtes Fell, dass sie selbst bei den jetzt eher kühlen Temperaturen, auch abends, gut eine halbe Stunde im Freien verbringen kann.

Schön dass es so süße Hunde gibt!

Übrigens: Wer gerne per Mail informiert werden möchte, wenn es neue Beiträge gibt, kann sich unter dem auf der rechten Seite verfügbaren Punkt „Benachrichtigung bei neuem Post“ eintragen lassen, einfach die Email-Adresse angeben und fertig ist die Sause!

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Lilienblues und Fangesänge

Seglerisch gibt es diesmal rein garnichts zu berichten, unsere Katamaranbauer aus La Grande Motte schweigen. Wir wollen das mal als ein gutes Zeichen werten   und hoffen inständig, dass der Baufortschritt an unserem Boot planmäßig vonstatten geht.

Die letzten Regale sind mittlerweile auch weg

Die Capitania und ich gingen nochmals mit dem Gedanken schwanger, ein paar Tage Ski fahren zu gehen, doch so schnell der Plan ins Auge gefasst wurde, so schnell haben wir ihn  wieder verworfen – es gibt zu viel zu tun. Stattdessen nutzen wir die Tage in Darmstadt, um unser Firmengebäude zu leeren und für eine Neuvermietung vorzubereiten. Das kostet Zeit, viel mehr, als wir anfänglich gedacht haben. Langweilig ist uns daher nicht. Dazu tragen auch die vielen Besuche und Kontakte bei, die wir nicht nur mit unseren Darmstädter Freunden haben. Fast jeden Abend sind wir „on the road“ und verbringen schöne Stunden in fröhlichen Runden.

Schlusslicht…. :-((

Und dann gibt es ja noch den „König Fußball“. Nur der Darmstädter Bundesligafußball gibt zur Zeit eher Grund zur Sorge, genauer gesagt, der aktuelle Tabellenplatz lässt einen nahezu verzweifeln. Mit gerade mal neun Bundesligapunkten ist die Lilienelf das weit abgeschlagene Schlusslicht der Bundesliga. Da helfen auch vermeintlich tröstliche Worte nicht, die sagen, dass es nach dem letzten Tabellenplatz keinen schlechteren mehr gibt und es damit folgerichtig auch nicht weiter nach unten gehen kann. An diesem Wochenende steht zudem das Hessenderby gegen den 1. FC-Frankfurt an, die in dieser Fußballsaison weit vor den Darmstädtern in der Tabelle liegen. Das leider lass ich mal weg, weil in Cornelias Brust, als original „Frankforder Mädsche“,  zwei Herzen schlagen. Ich als Darmstadtfan kann nur hoffen, beten und singen – die Mannschaft mit den facettenreichen Fangesängen anfeuern beim Heim- oder Auswärtsspiel. Als Link hier die Lilienhymne.

Wie eingangs erwähnt, haben wir mit der christlichen Seefahrt derzeit wirklich wenig zu tun und sind im Moment richtige Landratten oder eben Landlubbers (Ländlabbers, ausgesprochen) wie die segelnden Amerikaner den nichtsegelnden Teil der Bevölkerung liebevoll nennen. Ein netter Ausdruck, wie ich finde, der sich schöner anhört als „Landratte“…

Eine kurze Rückmeldung gab es doch noch brandaktuell von unserem Yachtmakler aus Lemmer, der uns mitgeteilt hat, dass es ein großes Interesse an unserer Dehler 41 gibt. Wenn die jetzt zeitnah verkauft wird, sind wir vorübergehend „bootlos“. Ein Zustand, den es so bei uns schon seit vielen Jahren nicht mehr gegeben hat😀.

Wir jedenfalls wünschen allen Fußball- und Segelfans einen wunderbaren Sonntag aus dem schönen Hessenland!

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Vorübergehender seglerischer Stillstand

Kein Boot im Wasser, kühl vor der Tür,  noch mehr als drei Wochen Wartezeit bis zur finalen Bootsübergabe des Katamarans an uns. Dazu fehlt uns Nico sehr, auch wenn wir natürlich dankbar sind, dass wir so viele Jahre mit ihm verbringen durften. Jeder von uns hat, unabhängig voneinander, mindestens einmal am Tag so einen Moment, an dem wir das Gefühl haben, dass Nico gleich um die Ecke kommen müsste. Man holt Wurst aus dem Kühlschrank, sucht jemand für das Fett am Schinken, zieht sich die Schuhe an, um aus dem Haus zu gehen, steigt die Treppen hoch, fährt mit dem Auto weg, erwacht ohne Hund auf den Füßen auf, usw., bei alledem war Nico mit dabei, liebgewonnene Gewohnheit, fehlender Gefährte.

Irgendwie herrscht ein gefühlter emotionaler Leerlauf, das Segeln fehlt, der Hund fehlt, und die wärmeren Temperaturen des Südens fehlen auch. Seglerblues.


Themenwechsel

Letzte Woche haben wir unsere Rettungsinsel zur Wartung nach Kiel zur Firma SOS-Technik geschickt , die sich dankenswerter Weise bereit erklärt hat, kurzfristig die fällige Wartung durchzuführen und die „Insel“ bis zum 18. Februar wieder an uns zurückzusenden.

Nächste Woche müssen wir noch neue Automatikschwimmwesten und ein Epirb in England bestellen. Ein Epirb ist eine Seenotbake, die im Notfall aktiviert wird und das Notsignal an Satelliten weiterleitet, von wo aus dann Seenotleitstellen alarmiert werden. Bisher hatten wir ein Mini-Epirb, auch PLB genannt, an Bord, das wir durch eine schiffsbezogene Satellitenseenotbake ersetzen möchten. Bestellen werden wir beim englischen Wassersportausrüster, da zahlreiche Zubehörartikel in England signifikant günstiger sind, trotz höherer Versandkosten. Wer mehr Informationen zum Epirb möchte, hier ein Link: http://www.ybw.com/news-from-yachting-boating-world/new-long-range-point-of-contact-for-uk-coastguard-46849

Die Sonne scheint…

Ich habe mir, zusammen mit Freunden, die letzten beiden Spiele von Darmstadt 98 live im Stadion angeschaut. Nach dem hoffnungsvollen 0:0 gegen Mönchengladbach am letzten Wochenende gab es diesem Samstag eine richtige Klatsche für unsere Lilien. Die blauen Jungs verloren leider 1:6 gegen den 1.FC Köln. Der verbleibt im Oberhaus der Fußballliga, der Verbleib wird damit einmal mehr zu einer Zitterpartie in den folgenden Monaten der Bundesligarückrunde.

Zudem warten wir immer noch auf das passende Wetter, in Lemmer um unserer Dehler einen frischen Unterwasseranstrich zu spendieren. Zwar steigen die Temperaturen, doch dafür regnet es die folgende Woche fast durchgängig – Wetterpech.

Und hier noch ein Link zu einem Pressebericht zur Boot 2017, den Volker gerade im Netz gefunden hat.

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Programmänderung

Grau liegt das Ijsselmer da

Wie schon im letzten Beitrag angedeutet, waren die Wetterverhältnisse alles andere als ideal und so wurde es nichts mit dem geplanten Unterwasseranstrichtag.

Kalter Eisregen fiel morgens vom Himmel und verwandelte die Bürgersteige und Straßen in glatte Schlitterflächen. Vorm Übersteigen auf die Hexe wurde erstmal kräftig  Streusalz gestreut, damit der Weg vom Kai aufs Boot nicht ungewollt im Wasser endet.

Oberhalb vom Eise befreit hängt die Hexe im Kran

Das gesamte Deck und der Aufbau waren winterlich – komplett mit einer Eisschicht überzogen. Mit dem Hochdruckreiniger gelang es dann schließlich, das Eis mühevoll zu lösen und das Schiff von oben gut von den Salz-und Dreckresten der langen Rückreise zu befreien. So viel Salz und kleine Partikel Dreck waren überall abgelagert. Und es war eigentlich viel zu kalt, um am frühen Morgen mit kaltem Wasser zu spielen…

Wassernebel

Roland, der Servicemitarbeiter von Sailingworld Lemmer, befreite anschließend, so gut es ging, das Unterwasserschiff von seinem mediterranen Bewuchs und schließlich haben wir noch den 22 Meter langen Mast von der Hexe fachgerecht, auf mehrere Stützen verteilt, gelagert.

Auch die späten Morgenstunden brachten keine Wetteränderung. Es blieb kalt, neblig und feucht. Uns blieb nichts anderes übrig, als den Heimweg nach Darmstadt anzutreten und den Antifoulinganstrich auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Vielleicht gibt es in der nächsten Woche eine durchgreifende Wetteränderung.

Der Nebel hat uns bis Köln verfolgt…

Auf dem Rückweg stellten wir dann noch fest, dass wir vergessen hatten, den Bootsschlüssel bei unserem Bootsmakler abzugeben – schade. Denn so kann der keinem Interessenten das Boot zeigen. Mittlerweile haben wir die Schlüssel per UPS zum stolzen Preis von 27,50 Euro versandt. Wie war das mit „aus Fehlern lernt man…“

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Angekommen!

Da kommt sie!

Seit letztem Samstag ist wieder Bootsaustellungzeit, die „Boot“ in Düsseldorf hat bis zum folgenden Sonntag noch ihre Tore für Wassersportinteressierte geöffnet. Immerhin ist die „Boot“ die weltgrößte Wassersportmesse und der logistische Aufwand ist gigantisch. Allein „unser“ Bootsspediteur, der die Hexe von Südfrankreich nach Holland gebracht hat, hat über 80 große Yachten aus ganz Europa auf das Ausstellungsgelände gekarrt. Die ganz ganz großen Yachten hingegen kamen auf dem Wasserweg über den Rhein.

Ich selbst könnte locker ein paar Tage auf der Messe zubringen. Es gibt sooo viel anzuschauen, und alle Sparten des Wasersports sind zu sehen. Wer will, kann sogar Wassersport live erleben und entweder abtauchen im Probiertauchbecken, eine künstlich erzeugte Welle runtersurfen, segeln oder paddeln. Mehr Wassersport als in Düsseldorf geht nicht mehr. Für Schnäppchenjäger gibt es verlockende Messeangebote und manch einer steigt abends mit sperrigen Gegenständen in den Parkplatzpendelbus.

Abends sind wir dann zu unseren Freunden Susanne und Jürgen ins Bergische Land nach Remscheid gefahren, und haben bei den beiden einen schönen gemeinsamen Abend im original Remscheider Brauhaus mit bergischen Spezialitäten und selbstgebrautem Bier, und eine ruhige Nacht verbracht.  Draußen lagen mindestens zehn cm Schnee, brrrr.

Die Hexe im Kran

Heute sind wir nach Lemmer gefahren und pünktlich, wie avisiert, kam kurz nach 13 Uhr der Schwertransport mit unserer Hexe auf dem Hafengelände des Yachtmaklers an. Völlig wohlbehalten, aber von Salz und Straßen versaut, wie es auf den ersten Blick aussieht. Reichlich eingedreckt sind das Deck und der Aufbau, das kommt wohl von den nebelnassen salzigen Straßen. Denn in NRW und Holland ist in den vergangenen Stunden einiges an Rauhreif und Nässe heruntergekommen. Aktuell hängt die Hexe in den Gurten des Hebelkrans, eingetaucht im (nicht salzigen) Ijsselmerwasser, morgen soll das Unterwasserschiff mit einem Hochdruckreiniger vom Mittelmeerbewuchs befreit werden. Ob die Capitania und ich dann noch einen neuen Unterwasseranstrich aufbringen können, hängt vom Wetter ab.

Volker richtet alles

Aber jetzt mal weg vom Wasser und Schiffen, zumindestens teilweise. Die Capitania hat ein neugebautes Appartementhaus im Internet gefunden, das zufälligerweise sehr praktisch gelegen in Lemmer ist, und sie dort ein Zimmer für uns gebucht. Das Übernachtungshaus wird mit „fabelhaft“ von ehemaligen Gästen bewertet und die Zimmer haben einen einmaligen Ijsselmerblick, ganz wundervoll! Alles ist neu, ganz schick und für 85 Euro pro Nacht kann man wirklich nicht über den Preis meckern. Also, wer mal Lust auf einen kurzen oder langen Urlaub in Holland hat, sollte nach www.beachsuites.nl schauen.

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Good bye

Die Hexe ist tatsächlich am Mittwoch morgen pünktlich auf den LKW gekommen, es war zunächst ganz schön spannend, weil der Tieflader Stützen auf dem Hänger hatte, konnte das Boot nicht direkt aufgeladen werden, sondern der Kran musste eine Ehrenrunde über den Platz fahren, um sie von der anderen Seite aufzuladen. Dabei war zwar wunderschön klarer Himmel, aber es war saukalt, und auch die Jungs im Hafen hatten Kapuzenpullis unter dicken Winterjacken an.

Wir sind gleich, nachdem das Boot sicher stand, losgefahren, die lange Strecke nach Deutschland, mit unserem kranken Hund im Körbchen und auf meinem Schoß. Er hat es überstanden, ab und an habe ich ihm mit einer Spritze ohne Nadel ein bisschen Wasser ins Mäulchen gespritzt, aber nach der Ankunft in Darmstadt mochte er nicht mehr stehen. Am Donnerstag hatten wir einen letzten Tag zusammen, haben uns verabschiedet, und am Nachmittag ist er dann über die Regenbogenbrücke in den Hundehimmel gegangen. Sehr traurig, er war uns ein guter Gefährte, der beste.

Montag soll unsere Hexe in Holland ankommen, wir werden auf dem Weg dorthin am Sonntag einen ausgiebigen Stopp auf der „Boot“ in Düsseldorf machen, vieles gibt es noch zu organisieren. Die Videos von dem „Launch“, der Wässerung der neuen zweibeinigen Hexe sind online, eines von uns gefilmt und ein weiteres, sehr tolles, von der Drohne:

„The Launch“ gefilmt von Matthieu mit der Drohne

„Die Wasserung“ gefilmt von Volker und Cornelia mit dem Telefon

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Kurz vor Schluss…

Die Hexe wartet auf den Transport nach Norden

Nur noch zwei Tage, bis die „Good old Hexe“ in ihre frühere seglerische Heimat transportiert wird. Der Tieflader ist schon in Holland losgefahren und auf dem Weg nach LGM, er soll morgen Abend hier eintreffen. Dann geht es für die Hexe ab in die Kälte des Nordens Der Rückweg ist so gesehen eine Vier-Ländertour, von Frankreich aus geht es mach Luxemburg über Belgien und schlussendlich nach Holland. Nahezu 1300 Kilometer liegen vor dem Schwerlastgespann und den Begleitfahrzeugen. Am 23. oder 24. Januar werden wir die Dehler in Lemmer in Empfang nehmen und in die beheizte Halle verfrachten.

Wir sind sehr zuversichtlich, dass das gute Schiff in Holland schnell seinen Liebhaber findet und verkauft sein wird. Die Marke „Dehler“ ist im Norden Europas gut bekannt und hat zu Recht einen herausragenden Ruf als schnelles und dennoch sehr komfortables und zuverlässiges Schiff. Sollten wir jemals wieder, rein zukunftsmäßig gedacht, vom Kat auf einen Mono umsteigen, wird es wahrscheinlich wieder eine Dehler werden. Zumal eine Dehler, als Schiff, ein Mädchen=weiblich ist, und der Katamaran schon per Artikel männlich, smile. Soweit so gut, wir sitzen im Moment auf gepackten Koffern und der Lagercontainer bei Outremer, wo unser Hab und Gut lagert, füllt sich mit jeder Fuhre, die wir hinkarren, zusehends. An Bord gibt es nur noch ein paar Kochutensilien, für das allabendliche Kochzeremoniell und das Bettzeug.

Nico mit Wintermäntelchen

Doch alles voran Geschriebene ist nicht so wichtig, denn es gibt einen ganz ganz dicken Wehrmutstropfen. Unser langjähriger und treuer Bordhund, Nico, gibt uns Anlass zu erheblicher Sorge. Die Nieren arbeiten nur noch minimalst, dadurch frisst er seit eingen Tagen nicht mehr und seine Beweglichkeit ist sehr eingeschränkt, Bereits nach 50 Metern geht nichts mehr und trotz zahlreicher Tierarztkonsultationen in den letzten Tagen gibt es keine positiven Tendenzen. Unsere Herzen tragen jetzt schon Trauer und jede Freude ist erst einmal verblasst. Viele glückliche gemeinsame Stunden, Tage und Jahre liegen mit Nico hinter uns und nur noch wenige gemeinsame Stunden oder Tagen verbleiben.

Egal, ob als jahrelanger treuer Wegbegleiter unserer ganzen Familie oder als absolut seefester Bordkamerad auf den Meeren dieser Welt, war oder ist Nico das Beste was man als Hund haben kann. Wir werden die verbleibende Zeit, mit ihm so intensiv wie möglich verbringen. Über 14 Jahre sind wir mit ihm tagtäglich rund um die Uhr zusammen gewesen. Als wir im letzen Sommer erstmalig von den schlechten Nierenwerten erfahren haben, waren wir uns erst einmal nicht bewusst, welch ein Damoklesschwert da so unbarmherzig über uns schwebt. Schlechte Nachrichten werden gerne verdrängt. Es ist jetzt, wie es ist, wir müssen uns in der kommenden Zeit der traurigen Wahrheit stellen. Das Leben ist endlich … auch für ganz ganz liebe Hunde.

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