Wir sind los!

Freitag, 28.4.2017, Baro 1016, sonnig, eher kühl, Wind NW 5-6
LGM 08:00

Bei strahlendem Sonnenschein legen wir früh ab, der Wetterbericht ist gut, nordwestlicher Wind, bis heute Abend ausreichend stark. Zuerst ist die See ziemlich kabbelig, und die Hexe schankt ganz schön durch die Gegend, aber als der Wind zunimmt, wird sie stabiler, und wir fliegen mit ständig über 10, oft über 12 Knoten Speed übers Wasser.
Das hätte ich allerdings nicht gedacht, dass wir uns in Faserpelz, dicke Jacken, Segeljacken, warme Unterwäsche und Stiefel einhüllen müssen, Ende April im Mittelmeer, selbst bei achterlichem Wind ist es so kühl, dass man dazu auch noch Handschuhe braucht. Weiße Schaumkronen sind auf dem Meer und bald verlässt uns das Handynetz, deshalb hier der kurze Bericht. Wer will, kann uns ja über Marine Traffic verfolgen, die Hexe unter französischer Flagge.

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Trocken gelegt,

die Navigationstischdecke für weltweite Fahrt

ist nun unsere Motorbilge und beim heutigen kurzen Probeschlag in der Bucht von LGM ist absolut kein Wassertropfen nachgelaufen. Wir sind sehr froh, dass wir jetzt ein trockenes Schiff haben. Wo genau das Wasser im Ruderabteil überhaupt herkam, lässt sich im Nachhinein garnicht sagen. Man muss  nicht jedes Rätsel ergründen, Hauptsache, das Schiff ist dicht, egal ob Süß- oder Salzwasser.

Zudem kam heute der neue Laderegler für unseren Hydrogenerator, der über eine drehende Schraube im Wasser bei Vorwärtsfahrt Energie für unser Bordstromnetz erzeugt. Je schneller wir segeln, umso mehr Energie wird in unser  24-Volt-System eingespeist. Heute beim Testsegeln lieferte der Hydrogenerator bei 8,5 Knoten Fahrt vielversprechende 10 Ampere oder umgerechnet gut 240 Watt Leistung. Zu dem Thema Energiegewinnung an Bord gibt es bald mehr Details.

Die Capitania prüft gerade die Wetterlage, während ich nur noch segeln will. Endlich raus, egal woher der Wind weht und beinahe egal wie stark, Hauptsache segeln, Meilen schrubben, mit unserem neuen Kat. Und dabei noch mehr Erfahrung sammeln, das Boot kennen lernen und ihm vertrauen. Beziehungsaufbau geht nicht nur zwischen Menschen, es geht für mich auch mit einem schönen flotten Schiff.

das nächtliche Schaltpanel

Am Anfang ist alles neu und fremd, die Vertrautheit und die Kenntnis fehlt noch, die wir bei unserer Dehler mit jeder gesegelten Meile mehr erlangt haben. Obwohl, ganz fremd ist uns unser Kat natürlich nicht. Dazu haben wir jetzt schon zuviel Zeit mit ihm verbracht. Ich bin mittlerweile in jedem erreichbaren Winkel rumgekrabbelt, kenne die ganzen verschiedenfarbigen Leinen und muss nicht mehr nachdenken, wofür beispielsweise die dunkelblaue oder die gelbschwarze ist. Alle Schalter am Schaltpanel sind vertraut, und Geräusche an Bord werden gleich erkannt. Wir sind also hoffentlich auf einem guten Weg, hin zu einer langen tragfähigen Beziehung mit unserer HEXE. Jetzt muss die Lady liefern und zeigen, was in ihr steckt.

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Das war’s noch nicht

Wasser in der Bilge, sehr unbeliebt

Seit ein paar Tagen haben wir leider ein paar Sanitärprobleme mit unserem Katamaran. Ständig steht irgendwo im Eignerrumpf Wasser, Süßwasser wohlgemerkt. Nach jedem kleinen Segeltörn, wenn das Boot von den Wellen ein bisschen durchgeschüttelt wird, ist es in drei Bilgenabteilungen nass. Zudem leckt auch der Heißwasserboiler aus dem Überdruckventil und sorgt für Wasseransammlungen in der Motorbilge. Das Problem mit dem Überdruckventil wird schnell gelöst, indem es gegen ein neues ausgetauscht wird.

Wassertank, ausgebaut

Schwieriger ist es mit dem Wasser in der Bilge. Die Techniker von Outremer machen sich ihre Gedanken, probieren verschiedene Lösungsansätze aus, zunächst jedoch leider ohne den gewünschten Erfolg. Es kommt immer wieder Wasser nach und wir befürchten zunächst, dass der Wassertank einen Riss hat, was leider schon mal vorkommen kann. Gestern kam Malik, dem Chef des Sanitärteams, der rettende Gedanke. Kurzerhand wird der Wassertank ausgebaut und genau darunter befindet sich in einem abgetrennten Abteil viel Wasser. Das stand dort unerkannt seit dem Missgeschick mit der fehlenden Tankdichtung, und immer, wenn das Schiff sich bewegt hat, ist ein klein bisschen von dem Wasser übergeschwappt und weiter vorne im Boot zum Vorschein gekommen. Wir haben uns sehr gefreut, dass für dieses Problem nun eine Lösung gefunden war.

Heute morgen sind wir dann mit viel Elan aus den Federn gestiegen und haben das Schiff und uns für die Reise nach Tunesien vorbereitet. Die Wettervorhersage versprach für die nächsten Tage Wind aus der richtigen Richtung, der uns nach Nordafrika schieben sollte. Um 10 Uhr sind wir bei Flaute aufs offene Meer motort, Kurs Südost. Bei einem Kontrollblick in den Motorraum sah ich dann durch einen engen Spalt hinter dem Motor Wasser stehen. Ein kleiner geschmacklicher Kontrolltest ergab keine Klarheit, ob es sich um Süß- oder Salzwasser handelt. Die nächste Entscheidung war schnell gefallen, wir sind nach LGM zurückgekehrt.

Auch den herbeigeeilten Outremer-Technikern war nicht klar, woher das Wasser kommt. Um es jedoch zu entfernen, musste erstmal ein acht Zentimeter großes Inspektionsloch ausgeschnitten werden. Bis morgen werden wir die Angelegenheit im Auge behalten, um dann eventuell weitere Entscheidungen zu treffen.

Der Eingangsbereich ist schon schön gestaltet

Mit Patrick von der Pastis sind wir, um uns vom Wasserthema abzulenken, nachmittags in eine riesig große Wein- und Spezialitätenhandlung (http://www.maisondesvins-lespiguette.com) gefahren, die Produkte nahezu aller regionalen Weingüter und lokale Leckereien zum Verkauf anbietet.

Rosé-Weine aus dem Hérault

Wir haben noch nie ein dermaßen großes Weinsortiment gesehen, vom Wein für 3,50 Euro je Flasche bis zu einigen hundert Euro teuren Weinen wurde alles angeboten. Ein Paradies für Weinliebhaber und Gourmets…

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Viele Rümpfe

Das Wetter hat mitgespielt, Messebesucher füllten die Stege und die ausgestellten Katamarane waren gut besucht mit potenziellen Käufern, schön war es, auf der Katamaranmesse in LGM am Samstag und Sonntag, Das Beste war, dass neben den Serienherstellern jedes Jahr auch der eine oder andere “exotische” Kat präsentiert wird. Dieses Jahr waren gleich drei Boote vertreten, die uns in ihren Bann gezogen haben.

So steuert man den Trimeran

Eines davon war ein Trimaran, als Charterschiff angeboten, der vom äußeren her als reinrassiger Renntrimaran daherkommt und im Inneren ein einfaches aber sehr wohnliches Interieur hat. Bei dem Schiff handelt es sich um einen Einzelbau, der auf einer französischen Werft an der Rhônemündung gefertigt wurde. Die 19 Meter langen seitlichen Rümpfe, die sog.Schwimmer, stammen von einem ehemaligen sehr bekannten und mittlerweile verschrotteten Renntrimaran, der Orma 60 “Banque Poulaire”. Die Mittelstreben, die sog. Beams und der 50 Fuß lange Mittelrumpf selbst wurden hingegen in 2007 komplett neu gebaut. Die ganze Konstruktion wiegt insgesamt gerade einmal 7,8 Tonnen und führt am Wind über 150 Quadratmeter Segelfläche. Doch damit nicht genug, die Seitenschwerter wurden als Tragflächen, oder wie der Segler sagt, als Foils konstruiert, und somit kann das Schiff über 60 Stundenkilometer schnell übers Wasser fliegen.

Innen ist der Tri geräumig und schön eingerichtet

Die Eignerin sagt, dass man in einem Nachmittag bei günstigen Winden bis nach Korsika segeln kann, was ja über 200 Kilometer weit weg ist. Wir bekamen eine Einzelführung über und durch das ganze Schiff und waren wirklich mehr als beeindruckt, von dem Gesamtkonzept. Das Schiff ist so ausgelegt, dass es von einer Person sicher unter allen (Wetter) Umständen zu händeln ist. Zur Sicherheit, damit der Tri nicht umkippen kann ist ein hydraulisches System mit Messdosen installiert, das die Kräfte misst, und wenn diese zu groß sind, die Großschot und das Großfall ausrauschen lässt.

Gestern Nachmittag kamen einige potenzielle Outremer-Kunden aus Amerika, Spanien und Deutschland zu uns an Bord, um hautnah zu erfahren, wie schön so eine Outremer segelt. Begleitet von Jean-Pierre und dem deutschen Outremerhändler ging es raus aufs bewegte Meer, und eine frische Brise lies uns beinahe 11 Knoten schnell werden.

Beim Genackersetzen dürfen die Gäste mithelfen

Mit soviel segelbegeisterten Menschen an Bord gab es für Cornelia und mich nicht wirklich viel zu tun. Uns gefiel es dennoch einmal, die Rolle des Zuschauers und gleichzeitig des Gastgebers auf dem eigenen Boot einzunehmen und wir hatten dafür umso mehr Zeit für gute Unterhaltungen. Im Hafen zurück wurden die Rollen wieder zurück getauscht und trotz viel Wind fuhr die Capitania ein Anlegemanöver, bei dem es an dessen Ende Applaus von den Mitfahrenden gab. (Aber das vor allem, weil man eben nicht gewohnt ist, dass Frauen größere Pleasureboote an- und ablegen oder im Hafen manövrieren können.)
Am Abend war wir dann mit Patrick von der Pastis und unserem Händler, Kapitän Klaus Tietze, ganz lecker essen, im Entre-Potes, was laut unseren französischen Freunden ein Wortspiel ist, und unter Freunden bedeutet. Das macht die Atmosphäre auch so nett, dass es “chez amis” ist.

Seit heute ist wieder die hafenübliche Ruhe in LGM eingekehrt, ein paar Katamarane sind auf dem Rückweg zu den Werften, auf einigen Schiffen wird vor Hafen noch testgesegelt, und Abbautrupps sind dabei, die Spuren der Messe nach und nach zu beseitigen.

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Zweiundzwanzig Grad

Die Sonne scheint, der Himmel einheitlich blau, die sanften Hügel der Rhoneregion liegen rechts der Autobahn. Wein wird allerorten angebaut, und ist unter dem Namen Côte du Rhône, in jedem französichen Supermarkt für vergleichsweise kleines Geld zu haben. Anders als beim Rhein, der ja sehr frequentiert ist, sieht man auf der Rhône eher selten mal ein Schiff fahren. Dafür ist sie überwiegend breiter als unser Vater Rhein.
Wir sind unterwegs in den Süden, die letzten Tage haben wir in Darmstadt verbracht, jetzt geht es wieder nach Südfrankreich. Heute morgen ging es früh ais den Federn und ich habe das hochstehende Gras in unserem kleine Garten noch mit dem Rasenmäher auf eine optisch ansprechende Höhe geschnitten. Jetzt kann es wieder ein paar Wochen wachsen. Die Capitania will auch ein schönes Schnittmaß für ihr volles Haar haben und hat schon mal von unterwegs einen Termin bei ihrer Lieblingsfriseurin in LGM organisiert. Frühjahrsschnitt(e).
20 Grad zeigt das Autothermometer, seit Lyon geht es bergauf mit den Temperaturen, die Prognosen für die nächsten Tage sind vielversprechend.
Voll wird es sein in LGM, nicht zuletzt wegen der Katamaranmesse. Bei so schönem Wetter wird der Andrang auf die ausgestellten Schiffe sicher immens sein.
Das Auto ist mal wieder vollgepackt, Cornelia hat bei ihrer Sommerkleidergaderobe aufgerüstet und einige Kleidungstücke von Darmstadt mitgebracht. Aber nicht nur Kleider füllen das Kfz, sondern auch ein neuer Bugfender für knifflige An- oder Ablegemanöver, meine Lieblingswurstdosen, neue Kopfkissen, Bettdecken und -wäsche für die Gästekabinen, der neue Besteckschubladeneinsatz, damit endlich Ordnung in das Tafelsilber kommt und schließlich haben wir noch einen Badezimmerteppich und einen kleinen Läufer für den Salonfußboden eingepackt.
Gut, dass es noch viel bisher völlig ungenutzten Stauplatz auf unserer neuen Hexe gibt.

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Die Fastenzeit,

die für uns irgendwie keine war, ist vorüber und wir sind gerade über eine Datei, bzw. einen Reisebericht von uns aus dem Jahr 2002 gestolpert. Zu der Zeit waren wir superstolze Besitzer einer schnellen Dehler 39 und sind damit fast regelmäßig zwischen England, insbesondere der Ostküste und Holland hin- und hergependelt. In 2002 sogar viermal. Unsere Lieblingsdestination war dabei, der wunderschöne Fluss “River Orwell”. Ein Fluss, der eingebettet ist in eine lieblich-hügelige Landschaft mit Feldern, großzügigen englischen Gärten und sehr alten Eichenwäldern. Für die Segler: Die berühmten Oyster-Yachten werden am River Orwell gebaut.

Jedenfalls waren wir so vernarrt in diesen Fluss, dass es für uns an längeren Wochenenden oder in den Ferien nur ein Ziel gab. Sicherlich mit dazu beigetragen hat die nordseetypische Gezeit, das ewige Zusammenspiel von Ebbe und Flut, das besonders die Landschaft am Fluss alle paar Stunden optisch sehr verändert. Mal ist der Flusslauf nur sehr schmal und flach, um sich dann mit der auflaufenden Flut, alle paar Stunden, zu einem richtig breiten Flussbett hin zu verwandeln. Bei Ebbe hingegen sieht man alte Wracks, ausrangierte Torpedos und halbversunkene Schiffe im Schlamm. Wer einmal durch den beinahe mystischen uralten Eichenbestand zum historischen  “Butt and Oyster” Pub gewandelt ist und die Szenerie, die sich einem dort, gerade bei Ebbe, bietet, gesehen hat, wird sicher von diesem sehr schönen Stück England genauso fasziniert sein wie wir. Und wer jetzt noch Lust hat weiterzulesen, kann in unserem alten Reisebricht von vor 15 Jahren nachlesen, wie es denn mit der Segelei ist, wenn man sich für ein verlängertes Wochenende nach England aufmacht. Wir hatten jedenfalls heute Morgen viel Spaß beim Durchlesen unseres “historischen” Logbuchs.

Hier gibt es das Logbuch zum Download als hochaufgelöste Datei (37 MB) und hier die Sparversion mit 3 MB.

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Messezeit

Das Motto bzw. das Thema ganz einfach gehalten, den Termin sorgfältig geplant  und den idealen Austragungsort ausgewählt, schon hat man ein Messekonzept, das sowohl die Aussteller in Scharen und die Besucher in Massen begeistert – ein Event der Toppklasse. Jedes Jahr gibt es mehr Besucher, gibt es mehr Aussteller, gibt es mehr Werbung und Promotion, gibt es mehr Aufmerksamkeit, usw. Alles Vorgenannte trifft für eine Messe oder besser gesagt einen Bootssalon ganz besonders zu.

“THE INTERNATIONAL MULTIHULL BOAT SHOW” , ist der Name der Bootsmesse, die in 2017 zum achten Mal in LGM stattfindet. Dort ausgestellt werden nur Mehrrumpfsegelyachten oder um es einfach auszudrücken, Katamarane und Trimarane, letztere jedoch nur in der Minderheit. Insgesamt werden 45 Schiffe ausgestellt, obwohl es das auch nicht ganz trifft. Denn die Boote werden alle in ihrem Element, dem blauen Mittelmeerwasser, stil- oder artgerecht, dem interessierten Publikum, präsentiert. Eine “im Wasser”-Messe ist für jeden Wassersportbegeisterten schon per se etwas Besonderes. Zum Einem gibt es nicht so viele Bootsaustellungen in Europa, auf denen Schiffe im Wasser präsentiert werden und zum anderen gibt es außer dieser keine andere Messe, auch keine „trockene“, bei der derart viele Mehrrumpfer gezeigt werden, die allesamt zu besichtigen sind.

Der größte Katamaranhersteller der Welt, “Lagoon“, ist ebenso vertreten wie der Lokalmatador aus La Grande Motte, “Outremer”. Dazu kommen noch, beispielsweise mit Leopard, ein Hersteller, der seine Schiffe in Südafrika baut, oder die noch junge Werft “Aventura”, die in Tunesien produziert und auch als einziger Katamaran-Erbauer kleinere Katamarane im 8-10-Meter-Segment in Serie herstellt. Und in Litauen werden seit einigen Jahren bei “O-Yachts”schnelle Katamarane gebaut.

Viele der Hersteller bieten abends nach den offiziellen Messezeiten Probetörns an, sodass das ins Auge gefasste Schiff  gleich auf Herz und Nieren getestet werden kann. Also, wer Mehrrumpfer mag oder an den Kauf eines solchen Bootes denkt, muss vom 19.-23. April nach La Grande Motte kommen.

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Wer sucht, der findet…

Das alles muss in die Fächer verteilt werden

Mittlerweile glauben wir, uns ganz gut auszukennen auf unserem breiten schwimmenden zweibeinigen Zuhause. Alles hat seinen Platz gefunden, Cornelia hat genug Schrankraum für ihre Kleider, mein großer Werkzeugkasten ist leicht zugänglich gestaut, das Beiboot, die Tauchausrüstung, das Leichtwindsegel, Geschirr und Pfannen, alles findet in den zahlreichen Schränken und Fächern seinen Platz. Unsere Lebensmittelvorräte sind unsichtbar verstaut genauso wie unsere breit aufgestellte Bordapotheke, die weitgefächerte Bordbibliothek steht, optisch schön, im Eignerumpf. Manches wurde in der Hitze des Einräumgefechts einfach nur weggeräumt, um dann anschließend mühevoll wieder gesucht und herausgekramt zu werden.

Das darf dekorativ draußen bleiben

Wir waren uns absolut sicher, dass wir Plastikkappen zur Entschärfung der scharfkantigen Solarpanelecken mitgenommen hatten und haben die, nach über zwei Stunden Sucherei, in den zahlreichen Staufächern endlich wiedergefunden. Cornelia war der Meinung, dass wir zwei kleine Faltstühle schon immer auf der alten Hexe mitgenommen hatten, die wir aber bis zum heutigen Tag nicht gefunden haben. In der Küche räumen wir fast jeden Tag Küchenutensilien um, weil es woanders praktischer ist und wir uns umentschieden haben. Nach wie vor schwierig zu finden waren Kleinteile wie Batterien, Sonnenbrillen, Sonnencreme oder Zutaten für eine Salatsauce. Es gibt einfach zu viele Ablagen und unser Stausystem ist noch nicht perfekt.

Alles muss katalogisiert werden

Die Capitania hat jetzt eine systematische excelbasierte Stauliste erstellt, so müssen wir nur ein Stichwort eingeben und schon wissen wir, wo was lagert. Alles ist jetzt an Bord, was wir vorher auf der Dehler hatten, zudem haben unsere 28-Zoll großen Trekkingräder in den vorderen Bugstauräumen ihren Platz gefunden. Das erhöht unsere Mobilität und den Bewegungsradius, das ist absolut sensationell, dass wir ab nun unsere Fahrräder dabei haben. Der Kat ist jetzt ein sozusagen ein komplett ausgerüsteter schwimmender Haushalt. Fertig für die großen Abenteuer rund um die Welt.

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Stürmische Begrüßung

Dolphins, Dolphins, ruft Trevor aufgeregt und zeigt mit ausgestrecktem Arm in die Ferne. Weiße Wasserfontänen spritzen in der Ferne auf, und die unverwechselbaren Rückenflossen von vielen Delfinen durchbrechen, in der Sonne glitzernd, die Wasseroberfläche. Plötzlich ändert das gesamte Delfinrudel seinen Weg und nimmt Kurs auf uns. Die lustigen Meeresbewohner springen hoch aus dem Wasser, umschwimmen unsere Rümpfe – ein ausgelassenes Spiel der Natur. Man könnte fast meinen, dass die vielgeliebten Bewohner der Meere unsere neue Hexe in ihrem Element begrüßen wollen, was für ein tolles Schauspiel, überwältigend!

Hier geht es zum Film, wir wünschen ganz viel Freude beim Anschauen.

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Beinah abfahrtsklar

Entspannung zwischen der Arbeit mit Architektur im Hintergrund

sind wir und unser Katamaran. Arbeitsreiche Tage liegen hinter uns und der Werftmannschaft von Outremer. Die endlos waschende Waschmaschine wurde durch eine neue ersetzt, die Überspannung durch den Blitz hat wohl einen unentdeckten Schaden in der Elektronik hervorgerufen und es wurde garnicht erst versucht, diesen zu beheben. Gut so, jetzt habe wir eine neue Clementine ohne Blitzschaden. Der Segelmacher hat die lange Vorderseite unseres Leichtwindsegels gekürzt und das modifizierte Segel gestern zurückgebracht. Heute haben die Elektriker formschöne Leselampen im Salon installiert, wir sehen beide noch sehr gut ohne Brille, brauchen jedoch deutlich mehr Licht beim Lesen. Die heutigen Led-Spots sind für diesen Zweck geradezu ideal, da sie mit ihrem hellen gebündelten Lichtstrahl punktgenau auf den richtigen Fleck beleuchten. Die Solarpaneele haben neue Relingshalter bekommen, die Rettungsboje ist an der Reling montiert, die alte Außenborderhalterung ebenso, Cornelia hat genau wie auf der alten Hexe die Geschirrschränke mit lackschonenden Antirutschunterlagen ausgelegt und für die Halterung von der Autopilotfernbedienung am Steuerstand haben wir ein neues Ladekabel montiert. Der Nordwind hat in den letzten Tagen kräftig durch die Straßen von LGM geweht und den Blütenstaub der Bäume gleichmäßig auf dem Boot verteilt. Egal, was man außen anfasst, alles fühlt sich leicht schmierig an, jedoch ist das Zeug glücklicherweise entgegen dem üblichen Regensaharastaub, farblos.

Abends ist der Turm angeleuchtet

Gestern Abend haben wir mit Trevor und Kay einen kleinen Ausflug ins benachbarte Palavas-les-Flots gemacht, sind dort rauf auf den Ausflugsturm, anschließend durch die engen Gassen des Fischerdörfchens gepilgert und haben im Restaunrant “Bilig”, dem lokalen Italiener, total gut zu Abend gegessen.das Restaurant heißt tatsächlich “Bilig“, ist dabei nicht billig, aber 100 Prozent preiswert.

Ja, und morgen, wollen wir dann endlich in See stechen, bei einem vorhergesagten moderaten Wind, der geradezu ideal für Katsegelanfänger ist. Nicht zu stark, nicht zu schwach, vom Land her wehend, ohne Wellen und hoffentlich mit einer gewissen Konstanz. Wir sind sehr gespannt.

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