Kurz vor Schluss…

Die Hexe wartet auf den Transport nach Norden

Nur noch zwei Tage, bis die „Good old Hexe“ in ihre frühere seglerische Heimat transportiert wird. Der Tieflader ist schon in Holland losgefahren und auf dem Weg nach LGM, er soll morgen Abend hier eintreffen. Dann geht es für die Hexe ab in die Kälte des Nordens Der Rückweg ist so gesehen eine Vier-Ländertour, von Frankreich aus geht es mach Luxemburg über Belgien und schlussendlich nach Holland. Nahezu 1300 Kilometer liegen vor dem Schwerlastgespann und den Begleitfahrzeugen. Am 23. oder 24. Januar werden wir die Dehler in Lemmer in Empfang nehmen und in die beheizte Halle verfrachten.

Wir sind sehr zuversichtlich, dass das gute Schiff in Holland schnell seinen Liebhaber findet und verkauft sein wird. Die Marke „Dehler“ ist im Norden Europas gut bekannt und hat zu Recht einen herausragenden Ruf als schnelles und dennoch sehr komfortables und zuverlässiges Schiff. Sollten wir jemals wieder, rein zukunftsmäßig gedacht, vom Kat auf einen Mono umsteigen, wird es wahrscheinlich wieder eine Dehler werden. Zumal eine Dehler, als Schiff, ein Mädchen=weiblich ist, und der Katamaran schon per Artikel männlich, smile. Soweit so gut, wir sitzen im Moment auf gepackten Koffern und der Lagercontainer bei Outremer, wo unser Hab und Gut lagert, füllt sich mit jeder Fuhre, die wir hinkarren, zusehends. An Bord gibt es nur noch ein paar Kochutensilien, für das allabendliche Kochzeremoniell und das Bettzeug.

Nico mit Wintermäntelchen

Doch alles voran Geschriebene ist nicht so wichtig, denn es gibt einen ganz ganz dicken Wehrmutstropfen. Unser langjähriger und treuer Bordhund, Nico, gibt uns Anlass zu erheblicher Sorge. Die Nieren arbeiten nur noch minimalst, dadurch frisst er seit eingen Tagen nicht mehr und seine Beweglichkeit ist sehr eingeschränkt, Bereits nach 50 Metern geht nichts mehr und trotz zahlreicher Tierarztkonsultationen in den letzten Tagen gibt es keine positiven Tendenzen. Unsere Herzen tragen jetzt schon Trauer und jede Freude ist erst einmal verblasst. Viele glückliche gemeinsame Stunden, Tage und Jahre liegen mit Nico hinter uns und nur noch wenige gemeinsame Stunden oder Tagen verbleiben.

Egal, ob als jahrelanger treuer Wegbegleiter unserer ganzen Familie oder als absolut seefester Bordkamerad auf den Meeren dieser Welt, war oder ist Nico das Beste was man als Hund haben kann. Wir werden die verbleibende Zeit, mit ihm so intensiv wie möglich verbringen. Über 14 Jahre sind wir mit ihm tagtäglich rund um die Uhr zusammen gewesen. Als wir im letzen Sommer erstmalig von den schlechten Nierenwerten erfahren haben, waren wir uns erst einmal nicht bewusst, welch ein Damoklesschwert da so unbarmherzig über uns schwebt. Schlechte Nachrichten werden gerne verdrängt. Es ist jetzt, wie es ist, wir müssen uns in der kommenden Zeit der traurigen Wahrheit stellen. Das Leben ist endlich … auch für ganz ganz liebe Hunde.

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Im Schnee

Die drei Skifahrer, gut eingepackt

Neuschnee!

Der letzte Morgen in Sankt Anton bescherte den Skifahrern Neuschnee und damit weiche Fälle. Allegra und Volker haben sich, vom Frühstück frisch gestärkt, auf den Weg gemacht, haben Christian zu den Schleppliften begleitet, an denen er heute, am letzten Skifahrtag, entspannter üben kann, weil die Schneebedingungen noch besser sind.

Großartige Ingenieurskunst

Die anderen beiden versuchen sich am Galzig-Lift, einer wirklich phänomenalen Konstruktion, bei der die Gondelkabine vom Einsteigeplatz mit riesigen Rädern eine Etage höher getragen wird, und erst dann nach draußen startet. So haben die Skifahrer darunter genügend Platz, weil die Gondeln aus der oberen Etage starten. Leider hatten die beiden Pech, oben fuhren wegen des Schneesturms keine anderen Lifte, und es gab nur eine absolut überfüllte Talabfahrt. Also sind sie mit der Gondel wieder in den Ort gefahren, um ihr Glück auf der anderen Seite, beim Rendl-Lift zu versuchen und wurden mit schönstem Schnee und wunderbaren, aber sehr anstrengenden Abfahrten belohnt. „Das Fallen tat halt nicht weh“, so der Kommentar, nachdem sie wohlbehalten wieder im Ort angekommen waren und wir uns ein letztes Mal im Basecamp zum Après-Ski getroffen haben.

Larissa und ich haben derweil die Hunde gehütet, Nico geht es immer noch nicht so gut, er hat zwar keine offensichtlichen Schmerzen mehr, aber er trinkt nur mäßig und frisst absolut nichts. Nana hingegen liebt den frisch gefallenen Schnee und würde am liebsten den ganzen Tag darin rumtollen, Schneebällen hinterher rennen, sich im Neuschnee wälzen, Stöckchen suchen oder, falls sie nicht frei laufen darf, mit ihrer langen Leine spielen.

Die schön erleuchtete Dorfstraße von St. Anton

Abends gab es ein Abschiedsessen beim Grieswirt, zum letzten Mal haben wir uns mit österreichischen Spezialitäten verwöhnen lassen, und waren danach so satt, dass wir nicht einmal mehr zur abendlichen Partie „Wizard“ fähig waren. Nico ist brav mitgelaufen, die Strecke zum Restaurant und zurück, nur essen will er immer noch nichts, nicht einmal das Stück Tafelspitz, das ich mir von meinem leckeren Hauptgang habe einpacken lassen.

Die Autos müssen erst einmal frei geschaufelt werden

Der Bus ist auf dem Parkplatz noch ganz eingeschneit

In der Nacht hat es dann noch einmal geschneit, ca. 25-30 cm Neuschnee lagen heute morgen auf den Straßen von Sankt Anton. Glücklicherweise hat Volker gestern schon einmal die Autos vom Schnee befreit, so mussten heute nur die in der Nacht gefallenen Flocken abgekehrt werden. Schon früh begannen die Schneepflüge, die Straßen frei zu räumen. Bis wir gegen neun Uhr unser Auto beladen hatten, war immerhin der Hotelparkplatz befahrbar und auch die Straße bis zum Arlbergtunnel konnte man langsam ohne Schneeketten hinunter schleichen.

Schneefreie Straßen im Arlbergtunnel

Draußen wieder Schneefall und langsames Fahren

In dem Tunnel gab es – natürlich – keinen Schnee, nach den gut 12 Kilometern ging es mit Tempo 30 bei fortwährendem Schneefall weiter, aber es lief gut für uns. Die Kinder, die ca. eine Stunde später abgefahren sind, standen hier erst einmal bös im Stau, hoffentlich geht es bei ihnen gut weiter.

Bei uns staute es lediglich noch einmal an der Schweizer Grenze, und Volker wurde ganz schön angeschnauzt, weil er nicht angehalten hat zur Grenzkontrolle, in übelstem Kasernenton. Man sollte nicht meinen, dass wir uns im Europa des 21. Jahrhunderts befinden!

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Skifahrtage

Sonne über dem Rendl-Skigebiet

Die langfristige Wettervorhersage für St. Anton war in der letzten Woche eigentlich durchgängig schlecht. Schlecht bedeutet in dem Fall, dass es in unserer Skifahrwoche jeden Tag schneien sollte. Klar braucht der Skifahrer seinen Schnee wie der Segler den Wind und das Wasser. Dennoch sind gerade schlechte Sichtverhältnisse durch Schnee und große aufgeschobene Schneehaufen auf der Piste eine regelrechte Beeinträchtigung bei der Ausübung des alpinen Wintersports.

großartige Bergwelt

Gestern und heute gab es für uns, glücklicherweise und unerwartet, Idealverhältnisse auf der Piste. Sonnenschein von morgens bis abends, kein Wind und auch kein Schneefall. Das lies unsere Herzen höher schlagen und endlose Pistenkilometer wurden abgespult, bis abends die skifahrentwöhnten Beine brannten. Ein bisschen Skigymnastik im Vorfeld hätte nicht geschadet.

Mutter und Tochter bei der Mittagspause

Nico geht es endlich langsam besser, die offene Wund heilt ab, maßgeblich trägt dazu auch eine Kindersocke bei, die wir ihm einfach über den Fuß stülpen, wenn keiner nach ihm schaut.

Gestern bekamen wir eine Bestätigung von der holländischen Spedition, van de Wetering, dass unser Boot planmäßig in LGM am 18. Januar um 9 Uhr verladen werden soll für den langen Rücktransport nach Holland. Das bedeutet für uns, dass wir nach der Skifahrwoche, ab dem 15. Januar noch drei Tage haben, um unsere Hexe vor dem Transport komplett leer zu räumen. Wir sind  schon jetzt sehr gespannt, wie das Verladen so vor sich geht und hoffen, dass es keine Pannen oder unerwartete Verzögerungen gibt.

Nachdem die HEXE verladen ist, wollen wir uns sofort am gleichen Tag noch auf den Rückweg nordwärts, Richtung Darmstadt machen.

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Höhenlage

Der Skipper in dem geschmackvoll eingerichteten „Vent du Nord“

Nachdem wir die letzte Woche auf Meeresniveau verbracht haben, sind wir vor zwei Tagen zu den österreichischen Alpen aufgebrochen. Bei 950 Kilometer Fahrstrecke haben wir uns diesmal entschieden, einen Zwischenstopp in der Schweiz in Bern einzulegen. Bei 10 Grad plus sind wir in LGM losgefahren und bei Minus 11 Grad in Bern angekommen. Eiskalt, fanden nicht nur wir. Nico hat sich erstmal geweigert, abends länger Gassi zu gehen. Da eine Brauhauskneipe, ideal gelegen, in der Nähe des Hotels war, mussten wir nicht lange durch die Kälte stapfen. Lecker getrunken, sehr lecker gegessen, nur mit den unglaublich hohen Schweizer Preisen kann man sich wirklich nicht anfreunden. Einhundertachtundreißig Euro für ein einfaches Essen, allerdings mit Vorspeise, ein paar Bier und drei Gläser Wein sind schon eine hohe Hausnummer.

Blauer Himmel begrüßt uns am Morgen über Bern bei eisigen Temperaturen

Am Morgen danach hat uns Nico einen Schreck eingejagt. Beim Verbandswechsel fanden wir die Wundnaht entzündet vor. Also sind wir kurz vor der Weiterfahrt noch zur nahegelegenen Tierärztin gegangen, die Nico Antibiotikum und noch einen weiteren Entzündungshemmer verabreicht hat. Wir wurden ermahnt, die Wunde auch nicht mehr zu verbinden, damit sie trocknen kann.

Schneehügel vor dem Fenster

Die Weiterfahrt nach St. Anton war in der Relation nur ein kurzer Hopp, und nachmittags um 3 kamen wir zeitgleich mit unseren Töchtern Larissa und Allegra mit Freund Christian in Sankt Anton an. Nachdem wir unsere kleine, aber schön zentrumsnah gelegene Ferienwohnung eingeräumt und aufgeteilt hatten, sind wir, allesamt hungrig und durstig in den idyllischen Ortskern des Skimekkas gepilgert. Die typisch österreichische Küche im urigen Restaurant „Maximilian“ entsprach so recht unserem Geschmack, nur die Bergluft hat scheint’s irgendwie ihr Tribut gefordert. Nach dem Essen waren wir alle so müde, dass wir uns statt des geplanten Après-Skis mit lustigen Kartenspielen und frühem Zubettgehen begnügten.

Sankt Anton im Schnee, am Nachbarhaus zeigt die italienische Flagge den Wind an

Ja, und dann war er da. Der langersehnte erste Skifahrtag nach fast zweijähriger Pause. Die Capitania hatte dabei traditionell eine Sonderaufgabe, dem Skifahrnovizen Christian das Skifahren beizubringen, während Larissa, Allegra und ich schwungvoll die endlos langen  Pisten unsicher machen. Die Wettersituation machte das Skifahren am heutigen Tag zum anspruchsvollen Erlebnis, es schneite zwischendurch heftig und dadurch waren die Sichtverhältnisse alles andere als ideal. Beim Mittagessen an der Talstation kamen wir wieder alle zusammen. Auf der letzten Abfahrt am Nachmittag habe ich leider kurzfristig die Kontrolle über mein Snowboard verloren und einen kapitalen Sturz gedreht, mit der Folge, dass mein Knie wehtut und der rechte Fussknöchel angeschwollen ist. Ich bin aber bis jetzt guter Dinge, dass morgen alles wieder im Lot ist. Denn für morgen ist praller Sonnenschein angesagt und da sieht die Bergwelt, besonders hier am Arlberg, einfach traumhaft aus. Nico geht es heute nachmittag glücklicherweise deutlich besser und die Wunde ist wieder zu und heilt.

Mit einem fröhlichen Skiheil aus Sankt Anton grüßt ganz herzlich die Hexencrew.

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Le Démattage

Nach dem großen Tag gestern gab es heute wieder einen großen Tag für uns.

Die ersten Schrauben werden gelockert

Die „einbeinige“ Hexe soll entmastet werden. Frédéric und seine Mannen waren gestern schon an Bord, und haben vieles vorbereitet, heute kam er am Mittag zu uns, wir sind gemeinsam in den Kran gefahren. Dort wird geschafft, Kabel abgeklemmt, Klemmen gelöst, Fallen herausgezogen, kurz alles gemacht, damit der Mast gut und sicher aus dem Boot kommt. Volker hat bereits eine Holzplatte in unserem Esstisch herausgeschraubt, damit da nichts passieren kann.

1. Suchbild:
Was fehlt hier?

Zuerst wird der Baum herausgehoben, das war unspektakulär.

Präparation fürs Legen

Beim Mastlegen

Ausgerechnet heute ist die Wettervorhersage eher stürmisch, Böen bis 6 Windstärken sind vorhergesagt und treffen auch ein. Natürlich ausgerechnet dann, wenn es spannend wird, und gerade der Mast angehoben werden soll. Die drei Herren vom Kran sind ein bisschen nervös, und beordern mich wiederholt in die Mitte des Bootes, damit das Boot gerade steht. Als es richtig spannend wird, wird der Wind stärker, und die Hexe legt sich auf die Seite. Jetzt soll ich plötzlich doch eher auf die Seite steigen, damit das Boot möglichst gerade liegt.

Beim Mastlegen

Es dauert nicht lange, dann schwebt der Mast in der Luft, wird dann sanft auf den Boden gelegt und weggefahren, damit Mast und Baum für den Abtransport präpariert werden.

2. Suchbild:
Was fehlt hier außerdem?

Wir fahren – mastlos – zurück in unsere Box, Volker ist ganz begeistert, wie leicht sich unser Boot ohne Mast bei viel Wind manövrieren lässt, vielleicht sollten wir die neue zweibeinige Hexe einfach ohne Mast bestellen…

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Hurra, sie schwimmt…

Die Straße ist gesperrt

Heute morgen war es endlich soweit. Nach monatelanger Wartezeit und Bauphase schwimmt jetzt unsere neue Hexe im blauen Mittelmeerwasser. Waagerecht, in der vorhergesehenen Schwimmlage.

Noch steht sie in der Halle

Hier kommt der LKW

Der Tag ging früh los bei uns und dem Mitarbeiterteam von Outremer. Als wir um kurz nach 8 auf dem Werftgelände eintreffen, steht der Schwertransporter schon in der Einfahrt und schickt sich an, mit seinem langen Auflieger behutsam und langsamer als Schrittgeschwindigkeit unter unser Schiff zu fahren.

Vorsichtig manövriert der Laster

Das ganze Bauteam steht bereit, dirigiert den LkW, räumt potenzielle Hindernisse wie beispielsweise fahrbare Gerüste aus dem Weg. Flux wird noch der Zaun, der das Firmengelände umgibt, partiell entfernt und nach einer gefühlten Ewigkeit erhebt sich unser Schiff, unterstützt von Schwerlasthydraulik, von seinem ehemaligen Bauplatz.

Im Schatten der großen Pyramide von LGM

Die Ruderblätter liegen bereit

Das Herausmanövrieren aus der Bauhalle ist Millimeterarbeit, die Hallenhöhe und Breite sind knapp berechnet. Nachdem die Halle im „Fahrwasser“ liegt und die Engstellen überwunden sind, erreicht der ganze Tross, bestehend aus LKW, Werftmitarbeitern, Vertriebschef nebst fliegender Kameradrohne und uns das gegenüberliegende Werftgelände.

Letzte Arbeiten

à l’eau!

Gleich schwebt sie

Dort steht schon der Schwerlastkran bereit, der unsere 16 Tonnen schwere Katamaranlady ins Wasser heben soll. Schnell werden, nach dem ersten Anheben, noch die Ruder angebaut und schon schwebt die schwere Last, von soliden orangenen Gurten getragen, ihrem Bestimmungselement entgegen.

Der Mast ist bereit

Nach dem Einwassern rücken die Mastrigger mit dem vorpräparierten Mast an und keine halbe Stunde später steht derselbe, lotrecht, unter einem tiefblauen Mittagshimmel

Happy future Owners

Jetzt heißt es für uns abwarten bis zur Übergabe am 20. Februar und für Outremer richtig ranklotzen, damit der Kat fristgerecht fertiggestellt wird.

Und das ganze Filmmaterial muss gesichtet und geschnitten werden, wenn das fertig ist, gibt es auch einen Film vom „Seabirth of Hexe“.

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Dem „Weiß“ entfliehen

Da sind doch am Montagmorgen tatsächlich diese kleinen weißen Dinger vom Himmel gefallen und haben den Park in ein weißes Licht getaucht, besonders, als dann am Nachmittag auch noch die Sonne schien. Bisschen zu spät für weiße Weihnacht, aber sehr schön.

Ansonsten sind wir busy, busy durch den Tag gerauscht, Skier rausgesucht, Kühlschrank ausgeräumt, die letzten Überweisungen gemacht, Termine ausgemacht, Telefonate geführt, Briefe aufgegeben, Koffer gepackt!

Jetzt sind wir unterwegs zu unserer Hexe. Von Freunden dort haben wir Nachrichten, dass sie vor ein paar Tagen noch sicher im Hafen lag, und auch Detlef mit den Webcam-Erfahrungen hat uns das bestätigt.

400 km lang hat uns der Schnee begleitet, und selbst kurz vor Lyon sind die Baumkronen immer noch mit Raureif bedeckt. Angeblich schient in LGM die Sonne, und es sind 12 Grad im Schatten. Bis wir heute Abend ankommen, wird die Sonne nicht warten, aber wir sind optimistisch, denn die Wettervorhersagen für diese Woche lassen hoffen. Das wäre auch schlecht, denn bei Regen kann man nicht so gut die Segel einpacken, und ab morgen will Frédéric, der Rigger und Chef von Agréement, genau das tun, Segel abschlagen, Baum und Mast vorbereiten, Radarmast abmontieren, damit am Ende dieser Woche unsere Hexe entmastet werden kann, und bereit für den Abtransport ist.

Und morgen soll die neue Hexe geboren werden, sprich ins Wasser kommen.
Wir werden berichten.

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Schon wieder Happy New Year!

Am Freitag haben wir uns aufgemacht, und sind den ach so vertrauten Weg nach Hoorn gefahren. Unzählige Male sind wir in unserem früheren Leben im Winterhalbjahr diese Strecke gefahren, denn von November bis März lag unsere Hexe bei der Segelvereinigung in der schönsten Stadt am Ijsselmer. Einmal im Monat sind wir mit 30 anderen Schiffen um die Wette gesegelt, solange das Ijsselmer nicht zugefroren war. Das ist aber in den letzten Jahren gar nicht mehr passiert, sehr zum Leidwesen der „Schaatser“, der Schlittschuhfahrer, die ansonsten auf flotten Kufen kilometerweit über die Kanäle gleiten würden.

Feuerwerk: mal weiß…

rosa…

Wir waren mit Freunden verabredet, das neue Jahr auf der „Old Salt“ anzufangen. Am Freitag Abend haben wir uns alle ganz eng aneinander gekuschelt, um mit Kees und Gre, dem Hafenmeisterehepaar im Bootssalon Fondue zu essen. Platz ist doch wirklich in der kleinsten Hütte!

blau

rot

bunt

Für den Silvesterabend haben Kees und Gre ein Plattbodenschiff, die „Bree Sant“ gechartert, damit wir alle gemeinsam mit holländischen Freunden aus dem Hafen grillen (ja, wie denn sonst würde Volker das alte Jahr verabschieden?) und feiern konnten. Geredet wurde ein Mischmasch aus holländisch und deutsch, Nico und Kollege Timber waren froh, in dem dicken Stahlschiff geborgen zu sein, denn draußen wurde seit nachmittags heftig geballert, mit Einbruch der Dunkelheit um fünf Uhr stiegen die ersten Raketen in den Himmel, und ab Mitternacht glühte der Himmel über Hoorn.

Nebel

Heute Morgen sieht es so aus, als wäre der ganze Rauch über dem Land hängen geblieben, so neblig ist es. Im Radio wurde gesagt, dass an manchen Orten beim Feuerwerk die Feinstaubbelastung ultrahoch gewesen ist, das wundert mich jetzt nicht besonders bei dem, was wir heute Nacht gesehen haben. Parallel pingten den ganzen Tag die Handys mit Neujahrswünschen in Form von kleinen Videos oder Texten. Manche  Sprüche scheinen so populär gewesen zu sein, dass einige von uns mehrfach den gleichen Text erhalten haben, obwohl wir in ganz verschiedenen Freundeskreisen unterwegs sind.

Für uns war es ein sehr gelungenes Jahresende, wenn 2017 so weitergeht, wird es ein großartiges Jahr! Wir wünschen all unseren Lesern ein ebenso wundervolles neues Jahr voller schöner Erlebnisse.

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Vielen Dank!

Die Grußkarten verdecken den Spiegel komplett

Die Grußkarten verdecken den Spiegel komplett

Zunächst wollen wir uns ganz ganz herzlich für die vielen Weihnachtskarten und Grußmails bedanken. Wir sind tief beeindruckt – so viele Freunde haben an uns gedacht. Vielen lieben Dank dafür, und bei so vielen guten Wünschen kann das Jahr 2017 eigentlich nur noch positiv verlaufen.

Morgen fahren wir zur Silvesterfeier nach Hoorn ans Ijsselmeer, wo wir beim dortigen Segelclub mit ganz vielen Freunden auf einem Plattbodenschiff ins neue Jahr hineinfeiern werden. Das große Plattbodenschiff hat den Vorteil, dass es mehr als genügend Platz im gemütlich beheizten  Salon für uns alle bietet. Zudem ist so ein altes Traditionsschiff für so alte Salzbuckel wie ums mit urigem maritimen Ambiente per se die passende Location, um ins neue Jahr zu starten. Am Neujahrstag geht es zurück nach Darmstadt.

Noch hat Nico es gemütlich vor dem Weihnachtsbaum

Noch hat Nico es gemütlich vor dem Weihnachtsbaum

Am 3. Januar fahren wir nach La Grande Motte und beginnen mit den Vorbereitungen fürs Mastlegen bei unserer Hexe. Wir haben uns jetzt final entschieden, das Boot mit einer Spedition nach Holland transportieren zu lassen, um es dort in der Halle von unserem Yachtmakler der Firma Sailingworld abzustellen, bis es verkauft ist. Der Hallenplatz hat den Vorteil, dass wir uns keine weiteren Gedanken mehr um das Boot machen müssen, weil es dort gut und sicher, überdacht, vor Sturm und Unwetter steht. Der Mast soll bis zum 6. Januar gelegt sein. Der Transport nach Holland ist für den 17. oder 18. Januar vorgesehen und soll ganze 4 Werktage oder besser gesagt 4 „Werknächte“ dauern, weil so ein Bootsschwertransport wegen Überbreite nur nachts fahren darf. Wir wollen dann am 23. oder 24. Januar die Hexe in Holland in Empfang nehmen und entsprechend auf eine längere Lagerzeit vorbereiten. Das bedeutet, das Trinkwassersystem zu leeren, den Motor mit Frostschutz einzuwintern, alles kleinen und großen Dinge vom Schiff komplett zu holen,  alles nochmal zu putzen, staubzusaugen, zu polieren und abschließend das ganze Boot mit einer dünnen Plane zuzudecken.

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Merry Christmas!

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Wir wünschen allen Freunden und Followern unserer „Hexe“
fröhliche Weihnachten,
wo auch immer Ihr Euch befindet,
ob im Schnee, in der Stadt, am Strand oder auf den Weltmeeren.

Cornelia und Volker

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