Merry old England

Ganz am Ende unserer Zeit auf dem Trockenen sind wir in die Luft gegangen, um unsere lieben englischen Freunde Trevor und Kay in der Nähe des Flusses Humber zu besuchen. Zunächst bescherte uns das Wetter ein paar Stunden Schlaf, weil wegen Sturms der frühe Flug von Amsterdam nach Humberside ausgefallen war, und wir nicht um sechs Uhr am Flughafen sein mussten. In einem kurzen Telefonat mit KLM konnten wir problemlos auf den späteren Flug umbuchen. Allerdings war immer noch viel Wind, und es wurde immer mehr. Der Start in Frankfurt war schon ganz schön wackelig, bis wir über den Wolken waren, aber die Landung in Amsterdam war eine Glanzleistung des Piloten, bei Nebel und 6-8 Windstärken sicher auf dem Boden aufzusetzen. Schade, dass es zu einem solchen Anlass keinen Applaus mehr gibt, ich erinnere mich noch an Flüge, bei denen alle Passagiere nach der gelungenen Landung laut geklatscht haben. Dieser Flugkapitän jedenfalls hätte es verdient.
Auch der Start in Amsterdam war eine Herausforderung an das Können des Piloten, wegen des Sturms stand nur eine Startbahn zur Verfügung, wir mussten 15 Minuten warten, bis wir die Starterlaubnis bekamen. Währendessen wackelten selbst an dem Standplatz die Flügel der Maschine so arg, dass man hätte meinen können, man befinde sich bereits in der Luft. Bis wir dann tatsächlich abgehoben hatten, war der Himmel aufgeklart, und wir konnten die Wellen vor Ijmuiden sehen, Bohrinseln in der Nordsee und große Frachter. An der Humbermündung gab es noch mehr Schiffsverkehr, wir hatten ja auch schon an Höhe verloren und konnten so auch kleinere Boote erkennen, hier war deutlich weniger Wind als in Holland.
Am Flughafen warteten bereits Trevor und Kay auf uns, und, um Volker eine Freude zu machen, verbringen wir die erste Nacht in England auf der Moonbow, ihrem Segelboot, das gut vertäut im Hafen von Grimsby auf die Sommertörns wartet. Ein leckeres Mahl im indischen Restaurant, ein Besuch im nahe gelegenen Pub runden den Abend ab. Überhaupt, die Pubs! So viele! Und so schön! Schade, dass drei Tage nur 72 Stunden haben, sonst hätten wir noch viel mehr dieser hübschen Lokale aufsuchen können.
Am Dienstag machen wir einen Ausflug nach Lincoln, besuchen die überaus sehenswerte riesige Kathedrale, deren Chor so aussieht, als hätte man die Szenen im großen Saal von Hogwarts dort gedreht, sensationelle Holzarbeit. Auch die Steinmetzarbeit ist beeindruckend, und die alten Bleiglasfenster. Die Burg ersparen wir uns heute, der stürmische Wind macht es draußen eiskalt. Wir laufen durch die wunderschöne Altstadt, vorbei an kuriosesten Läden, echt englisch! Es geht steil bergab, und Volker bekommt langsam Hunger und Durst. Wir können ihn überreden, noch so lange abzuwarten, bis wir die steilen Straßen wieder raufgekraxelt sind. Oben finden wir ein Pub mit Namen „Magna Charta“, die ist nämlich hier in Lincoln unterzeichnet worden und ein Exemplar der alten Handschrift wird in der Kathedrale ausgestellt.
Zu Trevors Geburtstag gab es am Abend eine kleine Grillfeier, bei der wir auch Freund Steve wiedersahen und seine neue Frau treffen konnten. Trevors Bruder Dee war mit Tochter und Enkelsohn erschienen und nach dem Essen spielten wir Liederraten mit Hilfe von kleinen Tröten, gar nicht so einfach, aber sehr lustig.
Am Mittwoch war kein Ausschlafen angesagt, dafür sorgt Enkelsohn Reuben, ein echter Frühaufsteher, der schon um sechs Uhr wieder auf den Beinen war. Für uns war das auch in Ordnung, nach einem ausgiebigen Breakfast machten wir uns wieder auf den Weg. Für mittags war Regen angesagt, deshalb legten wir den Stadtrundgang in einer weiteren mittelalterlichen Stadt auf den Vormittag, um am Nachmittag „The Deep“, das meereskundliche Museum in Hull noch einmal zu besuchen.
Beverley ist eine hübsche Stadt, mit einem beeindruckenden Münster, nicht ganz so groß wie die Kathedrale von Lincoln, aber ebenfalls im gothischen Stil erbaut, und mit einem fast identischen Grundriss. Und in der Altstadt reiht sich Pub an Pub, ein ideales Pflaster für einen gemütlichen Kneipenrundgang, den wir uns aber gespart haben. The Deep ist toll, auch beim zweiten Besuch, verdiente eher einen eigenen Beitrag, aber am besten schaut man es sich live an.
Am Donnerstag ging es dann wieder über Amsterdam nach Hause, diesmal mit einem längeren Aufenthalt dort, aber deutlich angenehmeren, weil viel ruhigeren Flügen. Es waren wunderbare drei Tage, (many thanks to Kay and Trev) und wir freuen uns schon sehr darauf, unsere beiden lieben Freunde bald auf unseren neuen Hexe begrüßen zu dürfen.

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Der Countdown

läuft seit heute um 15 Uhr 28. Genau zu diesem Zeitpunkt kam die erlösende Mail von Claudine aus der Outremer Werft, auf die wir so lange gewartet haben. Unser neues Boot, unser Traum auf zwei Rümpfen, unser neues schwimmendes Zuhause und was nicht noch alles, ist beinahe klar zu Auslieferung. In dieser zurückliegenden Woche wurde das Boot erfolgreich seitens der Werft probegesegelt, und einer Auslieferung zum 27. März an uns steht nun fast nichts mehr im Wege. Kurz nach dem  Eintreffen der Mail macht sich spontan bei uns beiden eine innere Unruhe breit. Wir sollen zum letzten Mal die mitgesandte Optionsliste durchchecken, damit auch keines der bestellten Extras irgendwo in irgendwelchem E-Mail-Verkehr oder anderen dunklen Datenkanälen verloren gegangen ist. Zudem benötigt die Werft für den Eintrag ins französische Schiffsregister den Versicherungsnachweis von uns, sowie eine Meldebestätigung aus Darmstadt. Der wiehernde Bürokratieschimmel macht auch vor der heiligen Seefahrt nicht halt.

Die Capitania ist kräftig am Wirbeln, und stellt die Unterlagen zusammen, damit alles glatt geht. Ich ziehe erst mal meine Laufschuhe an und und jogge die Aufregung im nahegelegenen Westwald ab – Aufgabenteilung kann man das offensichtlich nicht nennen. Doch wie wohl bei allen Paaren, die länger zusammen sind, haben auch wir gemäß unseren Stärken, oder auch den Schwächen, getrennte Aufgabengebiete. Das hat sich eingeschliffen, das hat sich bis jetzt bewährt und jeder von uns beiden ist damit zufrieden. Überwiegend jedenfalls.

Nun wird es also bald wirklich ernst mit der Zweirumpfsegelei, wer hätte das gedacht? Immerhin sind jetzt seit Vertragsunterzeichnung gut 14 Monate ins Land gegangen. Aber allein, dass es zurück zum Meer, zurück aufs Boot, und zurück in die Wärme des Südens geht, ist fantastisch – wir sind, wie man so schön sagt, total aus dem Häuschen.

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Wie lange noch???

In der zurückliegenden Woche gab es ein kurzes Update von Outremer, dass am kommenden Montag der Mast von unserem Katamaran wieder gestellt werden soll, der glücklicherweise vom Blitzschlag nicht betroffen war. Danach werden die Segel angeschlagen und das Werftteam wird erste Probeschläge auf dem blauen Mittelmeer unternehmen und alle Systeme an Bord überprüfen. Das soll nach Aussage vom Werftdirektor bis zum Ende der kommenden Woche abgeschlossen sein, wenn beim Probesegeln keine weiteren gravierenden Elektronikfehler gefunden werden. Das heißt auch im Umkehrschluss, dass wir bis zum Ende der nächsten Woche noch auf glühenden Kohlen sitzen werden und nur hoffen können, dass der angepeilte Bootsübergabetermin am 27. März vbestehen bleibt. Situativ passend geht mir der Megahit, „sit and wait“ von Sydney Youngblood nicht mehr aus dem Sinn, der hat sich seit ein paar Wochen als Ohrwurm tief in meinem Kopf eingenistet. Dieses doch relativ monoton gesungene, sit and wait – sitzen und (ab)warten – passt emotional ganz gut zu der seglerischen Leerlaufphase, in der wir uns seit einiger Zeit befinden.

Das zweite „wie lange noch“ scheint seit dem letzten, bzw. vorletzten Bundesligaspiel doch entschieden zu sein. Wunder gibt es – besonders beim Fußball  – ja immer wieder und von einigen hat der SVDarmstadt 98 in den letzten Jahren auch kräftig profitiert. Nur momentan sieht es danach aus, dass der Verbleib im Oberhaus der Liga nur bis zur Ligasommerpause geht und dass danach das Darmstädter Fußballmärchen in der zweiten Bundesliga weitergehen wird. Abschieds- oder Abstiegsblues gibt es trotzdem nicht, und die Lilienequipe will es den Gegnern bis zum buchstäblichen (Saison)-Ende so schwer wie möglich machen.

Heute geht es gegen Mainz – Regionalderby sozusagen. Hoffentlich ist das Spieleresultat so, dass die Mainzelmännchen am Ende des Spiels traurig sein werden. (Oder wenigstens nicht zu fröhlich ,-)) )

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Ausquartiert

In den zurückliegenden kalten und dunklen Wintertagen hat sich ein unliebsamer raumgreifender Mitbewohner eingeschlichen, den wir nun nach und nach aus dem Haus werfen. Wenig habe wir getan, in sportlicher Hinsicht, dafür keine Feier ausgelassen und reichlich gutes Essen konsumiert und einigen alkoholischen Getränken zugesprochen. Und das, leider, leider, bei gleichzeitiger Bewegungsstarre, wer will schon bei kalter Winterluft zum Lauftreff, um dann durch den Winterwald zu hecheln, oder wer läuft schon gerne auf Schusters Rappen, dick vermummt und eingepackt, zum Shopping-Bummel, in die eigentlich nahegelegene Innenstadt? Wir sicherlich nicht.

So hat der Schweinehund immer mehr Besitz von uns ergriffen und sich so richtig bei uns eingenistet. Doch wie wird man diesen unliebsamen fest eingenisteten Bewohner wieder los? Gut, dass die Natur da kräftig mithilft, mit steigenden Temperaturen, Sonnenschein und Glückshormonen. Und so fällt es nicht sonderlich schwer, dem Schweinehund so richtig in den Hintern zu treten und ihn endgültig auszuquartieren, und damit die teuer bezahlten Speckröllchen abzutrainieren. Praktisch gesehen heißt das, das ich zweimal in der Woche den regionalen Lauftreff aufsuche und dass die Capitania und ich bei jeder möglichen Gelegenheit kräftig in die Pedale treten, statt das bequeme Automobil zu benutzen. 24 Kilometer haben wir seit Sonntag zu Fuß zurückgelegt, einmal eine Stunde Squash gespielt und damit ist der solide Grundstein für weitere sportliche Aktivitäten gelegt. Der Winterschweinehund hat sich getrollt und macht sich mit eingekniffenem Schwanz von dannen  – wir werden seiner gedenken😀

Hier noch ein Link, dass auch bei Segelprofis was schiefgehen kann. (Für die Nichtsegler: Das Boot, das von links kommt, hat Vorfahrt! Backbordbug vor Steuerbordbig, danke Patrick!) YOUTUBE

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Bootlos…

Immer wieder schön …

seit der letzten Woche ist unsere alte „Hexe“, definitiv verkauft. Alle, die zu lange gezögert haben, unser nettes und adrettes Boot zu kaufen, gehen jetzt leer aus… An diesem Wochenende haben wir Abschied genommen und die letzten Sachen von Bord geräumt. Mittlerweile schwimmt sie wieder in ihrem vertrauten Element und im Moment wird gerade alles für die Übergabe an das neue holländische Eignerpaar vorbereitet.

Es war also definitiv ein letzter Besuch auf unserer Dehler 41. Viele viele glückliche Meilen mit der Dehlerhexe liegen nun endgültig für immer im Kielwasser,  und eine gute Portion Wehmut macht sich bei uns breit.

Letztes Foto

Unser Yachtmakler von Sailing World Lemmer versucht, tröstende Worte zu finden und versichert uns glaubhaft, dass die neuen Bootseigner samt Kindern schon jetzt total happy mit dem Boot sind und sich auf zukünftige Segelabenteuer sehr freuen. Und das ist doch was, kein kompliziertes ewiges Hickhack und Hin und Her, wie bei den spanischen Kaufinteressenten im letzten Jahr. Wir wünschen den neuen Eignern jetzt und hier,eine „altijd behouden Vaart en heel veel plezier met deze fantastische Zeilboot, en as uw ons en mailtje stuurt zullen wij dit leuk finden“.

Sonnenuntergang am Ysselmer

Und damit das Wochenende nicht allein im leicht traurigen Schatten des Abschieds abläuft, hatten wir zur Verstärkung Petra mit dabei. Mit ihr sind wir von Lemmer nach Hoorn gefahren und haben dort mit Kees, Grey und natürlich Petra einen wunderschönen Abend und der Stadt und auf Petras Boot verbracht. Hoorn ist wirklich immer eine Reise wert und wer diese malerische alte Stadt noch nicht gesehen und erlebt hat, hat echt was verpasst.

Lecker genieten: Abendessen in Hoorn

Heute ging es dann zurück nach Darmstadt. Ein wichtiges Kapitel unseres Lebens ist jetzt abgeschlossen, viele Jahre in Holland und einige Jahre mit der Hexe liegen hinter uns – wir schauen  mit Spannung und Vorfreude der Doppelrumpferzeit entgegen.

Ein ganz großes Dankeschön zum Schluss dieses Beitrages geht an Robin de Snoo, Yachtmakler und Inhaber von Sailing World in Lemmer: „Sie sind mit Abstand der beste und seriöseste Yachtmakler für Gebrauchtschiffe, den wir kennen und es war uns zu jedem Zeitpunkt des Verkaufsprozesses eine echte Freude, mit Ihnen zusammen zu arbeiten. DANKE!“

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Am Rosenmontag …

… bin ich nicht geboren, da waren 30° und meine Mutter hätte sich vielleicht über Rosenmontagstemperaturen gefreut. Im Jahr 2017 hatten wir jedenfalls Glück mit dem Wetter, am Faschingssonntag war so schöner Sonnenschein und milde Temperaturen, dass ganz viele Menschen an der Uferpromenade in Mainz flanierten, wir auch, erstaunlich viele kostümiert, sehr viele Clowns in den verschiedensten Ausprägungen, und, dem Straßenkarneval entsprechend, auch einige in Tierkostümen, weil man darunter warme Kleidung verbergen kann, und meist noch eine Kapuze für den Tierkopf hat.

Hexe mit Gorilla ?

Volkers Gorillakostüm hatte leider keine Kapuze, nur eine furchterregende Maske, die hat er am Rosenmontag Morgen lieber im Hotel gelassen, während ich stolz mit meinem großen Hexenhut durch die Straßen stolziert bin. So aufgeregt waren wir, dass wir schon viel zu früh aus dem Hotel und auf den Straßen waren, da war noch gar nichts los, nur ein paar einzelne Narren besorgten noch Kreppel beim Bäcker oder ein stärkendes belegtes Brötchen beim Metzger.

 

Die Zuschauer gegenüber…

…und die auf den Balkonen

Zwischen Dom und Gutenberg-Museum fanden wir den idealen Platz. Mit einem Geländer zum Anlehnen, einem Getränkewagen für den Nachschub und Toiletten für die Entsorgung. Außerdem stand man hier relativ windgeschützt und, wenn die Sonne sich zeigte, mitten im warmen Sonnenschein.

Um 11.11 Uhr war der Zug gestartet, bis er sich hierher gewunden hatte, zeigte das Handy 12:30 an, aber es war keine Minute langweilig, es gab so viel zu sehen. All die verkleideten Menschen wirklich jeden Alters, die vorbeiliefen, oder sich in der Nähe auch einen Platz suchten. Richtige Profis waren dabei, die hatten nicht nur Rucksäcke mit Kissen und Proviant mit, sondern auch Kabelbinder, um die Rucksäcke am Geländer aufzuhängen. Andere brachten sogar kleine Campingstühle mit, damit sie nicht so lange stehen mussten. Logenplätze sind natürlich die Balkons der umliegenden Wohnungen, da muss man bei manchem hoffen, dass die Statik ausreicht!

Der Einfallsreichtum ist groß

Und dann kamen sie, die ersten Wagen, geschmückt, voller Närrinnen und Narrhallesen, manche mit Musik aus der Dose, andere machten selber Musik, von den Wagen wurden die „Kamelle“ geworden, Bonbons, Schokolade, Schlüsselanhänger, Pixi-Büchlein, dem Erfindungsreichtum waren keine Grenzen gesetzt. Die Profis unter den Zuschauern hielten einfach große Handtaschen auf, das half beim Fangen.

Am besten haben mir die Gugge-Musik-Bands gefallen, die am Abend vorher auch schon durch die Stadt gezogen waren, und dort auf den Plätzen oder in den Straßen ihre ein bisschen schräge, aber immer sehr rhythmische Musik gemacht. Ich habe die Bands gefilmt, muss aber den Film noch schneiden, wenn er fertig ist, lade ich ihn hoch.

Über 150 Wagen mit einer Gesamtlänge von 9 Kilometern fuhren auf der 7,2 Kilometer langen Strecke an den Zuschauern vorbei, große Karnevalsvereine und kleine Gruppierungen, Marching Bands, Tanzgruppen Funkenmariechen, eine Augenweide! Sogar ein Achtspänner, eine von acht Pferden gezogene Kutsche war dabei, natürlich die politischen Motivwagen, die Donald Trump, Kanzlerin Merkl, die Rente mit 90 und vieles andere aufs Korn nahmen.

Star Wars

Anschließend gab es noch eine große Party zwischen Domplatz und Fastnachtsbrunnen, die legendäre Rosenmondnacht. Viele, vor allem jüngere Menschen haben hier gefeiert, sicher bis in den späten Abend. Wir haben noch ein bisschen mitgetanzt, hatten dann aber genug gesehen, und waren von den vielen Eindrücken ganz müde, sodass wir uns zu einer kleinen Spätnachmittagsruhe ins Hotel begeben haben, um den Schiffen auf dem Rhein beim Vorüberfahren zuzuschauen. So ein schöner Rosenmontag!

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Lebenswunsch und Narrenzeit

Die Capitania hat einen Lebenswunsch und der soll jetzt endlich erfüllt, zumal der Wunsch der Wünsche mit wenig Aufwand zu realisieren ist. Katze aus dem Sack – die Capitania will den Rosenmontagszug in Mainz Live miterleben. Der karnevalistische Umzug im nahegelegenen Mainz gilt als der größte seiner Art in Europa und hat eine fast 200 Jahre währende Tradition. Jahr für Jahr strömen mehrere hundertausend Feierwillige nach Mainz am Rhein, um das närrische Treiben am Rosenmontag anzuschauen
Eigentlich sind wir keine richtigen Fastnachter, die ab dem 11.11. in karnevalistischer Vorfreude, verkleidet in Kostümen, von einer närrischen Sitzung zur nächsten ziehen. Feiern tun wir dennoch sehr gern und damit wir nach dem jecken Großereignis nicht nach Hause fahren müssen, haben wir uns in ein Mainzer Hotel eingemietet und vom Hotelzimmer sogar Rheinblick. Karneval und fließend Rheinwasser zugleich – wie schön!

Und als was sich Cornelia verkleidet, wenn wir morgen zum montäglichen närrischen Lindwurm gehen, dürfte sicher auch jedem Leser/ jeder Leserin unsere Bloges längst klar sein.
Tatatataaaa, der Hexenhut der steht ihr gut! Bilder folgen natürlich.

Während wir noch von unserer zukünftigen Weltumsegelung träumen, haben andere diesen Lebenstraum bereits hinter sich gebracht und zudem schöne Filme davon gemacht, die einmal mehr die einzigartige Schönheit unseres blauen Planeten beispielhaft zeigen.
Bei der Durchsicht einer englischsprachigen Segelwebsite bin ich über dieses wunderschöne, gutgemachte und sehenswerte Video „gestolpert“. Die Familie ist in 5 Jahren einmal um die Welt gesegelt und hat aus dem gesammten Filmatereial einen atemberaubenden 5-minütigen Film zusammengeschnitten. hier der Link

Alaaf, Helau und Allez Hopp – ihr lieben Menschen weit und breit, wir wünschen euch allen – eine schöne Narrenzeit😀❤️😀

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Dens

Die Krokusse wagen sich hervor

= lateinisch für Zahn, ist genau das, was mich seit acht Tagen auf Trab hält. Und um es genauer zu beschreiben, geht es nicht nur um einen, sondern um fünf von meinen Zähnen. Die sind nicht alle schlecht, nur deren alte Füllungen werden langsam porös und bröckelig. Aufgefallen ist das „meiner“ Zahnärztin, nachdem sie einen kariösen Zahn in der letzten Woche neu verfüllt hat und im Anschluss zwei Seitenaufnahmen meiner Kauleisten gemacht hat. Jetzt ist mein Terminkalender mit ein paar Zahnarztterminen aufgefüllt und mein langjährig tradierter zahnärztlicher Angstpegel steigt soweit in die Höhe, dass ich ernstlich am Überlegen bin, ob ich mich einmal in eine kleine Narkose versetzen lasse, damit dann alles auf einen Schlag, im Mund saniert wird. Beim Thema „Zahnarzt“ war ich schon immer leider alles andere als heldenhaft.

Mir fällt jetzt kein gelungener Themenschwenk, von den  Zähnen hin zum Segeln ein,  und darum lass ich es einfach sein.

Jedenfalls wurde uns vor zwei Tagen der neue Liefertermin für unseren Katamaran mitgeteilt und leider ist der nicht so bald wie gedacht, oder, besser gesagt, wie gehofft. Es werden viele Teile der Regelelektronik an Bord ausgetauscht. Vieles davon ist schon bestellt, manches auch schon geliefert. Der Mast ist überprüft worden und glücklicherweise in seiner Struktur, nicht von der Überspannung betroffen gewesen. Dennoch soll es nochmal ganze fünf Wochen dauern, bis wir die stolzen Eigner des Kat werden. Da hilft halt alles nichts in dieser Angelegenheit, die Natur hat gesiegt und wir müssen uns eben gedulden – wat mutt dat mutt ( bitte nachgucken).

Und die Schneeglöckchen blühen auch schon

Das Wetter in Südfrankreich ist bereits mediterran frühlingshaft und wir freuen uns schon auf die Zeit in den sogenannten wärmeren Gefilden. Auch wenn hier in Darmstadt der Winter deutlich sicht- und hörbar dem nahenden Frühling weicht. Seit ein paar Tagen begeistern die Vögel im angrenzenden Park mit ihrem frühmorgendlichen Gesang und erste Frühlingsblüher wie Schneeglöckchen und Krokusse entfalten ihre Blütenpracht.

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Kleine Verspätung

Die Auslieferung von unserem Katamaran verschiebt sich leider noch ein bisschen. Diesmal hat uns die Natur ein Strich durch die Rechnung gemacht. Sozusagen eine hohe Macht von ganz oben. Nicht spirituell gesehen, sondern reell. Ein Unwetter hat  über LGM gewütet und dabei gab es große Spannungen in der Luft, die durch Blitze verursacht wurden. Die Überspannung war so groß, dass es einige “ Irritationen“ in der Bordelektronik gab, die zum Ausfall von verschiedenen Navigationsinstrumenten geführt hat. Aufgefallen ist das Ganze, weil ein rotes Warnlicht im Schaltpaneel gebrannt hat. Nichts wirklich Tragisches, nur die Folge dieses „natürlichen“ Ereignisses von ganz oben ist, dass jetzt die gesamte Bordelektronik penibelst untersucht wird.

Wir  müssen uns also in Geduld üben, was zwar, bei Lichte betrachtet, vernünftig ist, und trotzdem nicht leicht fällt. Die Natur ist wieder mal die stärkere Macht – mit ihr geht alles, gegen sie gar nichts.

In der freien Zeit schauen wir immer mal gerne Segelfilme von anderen Seglern bei Youtube im Internet. Mittlerweile gibt es eine nahezu unbegrenzte Anzahl von Filmen, in ganz unterschiedlicher Qualität, aus dem Bereich „Segeln“. Einer dieser Segelfilmer  ist Guido Dwersteg. Ein mittelalter Einhandsegler, der mit seiner Bavaria die nordatlantische Runde gesegelt ist und dabei einige, wie wir denken, sehr sehr unterhaltsame Filme produziert hat. Filme, die gerade in der segelfreien Zeit inspirierend sein können, die die Zeit bis zum nächsten sommerlichen Segeltörn erträglich machen.

Hier ist der Link zum Film, wir wünschen gute Unterhaltung!

 

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Auf den Spuren der Vergangenheit

Am Freitag hatte ich in Frankfurt zu tun, u.a. konnte ich unsere Glasenuhr endlich beim Uhrmacher Nickel abholen, der in mühevoller Kleinarbeit die Rädchen und Schräubchen im Uhrengetriebe gesäubert und wieder gangbar gemacht hat. Dann blieb mir eine gute Stunde Zeit, bis ich Allegras Freundinnen treffen sollte, um sie nach ihrer Facharztprüfung abzuholen und ordentlich zu feiern.

Die Baugrube wartet auch auf besseres Wetter

Ich bin dann mal nach Rödelheim gefahren, wo ich meine Kindheit verbracht habe, und den Großteil meines beruflichen Lebens. In der Strubbergstraße war das Gebäude, das Druckerei und Verlag beheimatet hatte, bereits abgerissen, und eine große Baugrube ausgehoben. Hier sollen Eigentumswohnungen entstehen, das ist bestimmt schöner in einem so ruhigen Viertel, vor allem für die hier ansässigen Anwohner.

Dann habe ich noch einen Abstecher in den Breidensteiner Weg gemacht, Elternhaus von den frühen 60er Jahren bis zur Jahrtausendwende. Hier war das Haus stehen geblieben, es ist schön renoviert und beherbergt eine Krabbelstube, bestimmt großartig für Kinder und Erzieher, mit dem Garten. Ich konnte leider nicht sehen, ob der große alte Kirschbaum noch steht, auf dessen Zweigen wir Kinder im Sommer so gerne gesessen haben.

Klar, bei Sonne sah das besser aus

Auf dem Weg Richtung Praunheim wollte ich mir die Nachbarschaft unseres ersten Rödelheimer Domizils ansehen, wo wir ab 1959 gewohnt hatten. Auch hier steht das Haus an sich unverändert, nur die Fenster sind erneuert, natürlich, und die Nachbarhäuser, in denen damals meine Freunde wohnten, haben sich – bis auf eine sehr moderne Erneuerung – nur wenig verändert. Die Straße war unser Treffpunkt, nachmittags nach den Schulaufgaben tobte das Leben, wir sprangen Seil oder hüpften Gummi-Twist; wenn genügend Kinder zusammengekommen waren, konnten wir auch Völkerball spielen. Tempi passati.

Dortmund-Fan Mikesch

Darmstadt-Fan Nana

Am Samstag hingegen hat Mikesch gegen Nana verloren. Die beiden waren sich offenbar nicht einig, einer hat für Herrchens, einer für Frauchens Mannschaft die Daumen gedrückt. Und – das Wunder ist geschehen! Die Lilien haben zuhause gegen Borussia Dortmund gewonnen, Volker und tausende Darmstadt-Fans sind glücklich, endlich hat die Mannschaft ihre Form gefunden und drei Punkte geholt!

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