Autor: Hexymama

  • Die Überfahrt von Lanzarote nach Martinique, Tag 3

    Tag 3, Dienstag 25. Januar 2022

    24-Stunden-Etmal um 12:00 Uhr: 176 sm, 12-Stunden Etmal von 12:00 – 24:00: 113 sm

    Barometer 1020, Wolkenfelder mit sonnigen Abschnitten, Wassertemperatur 20,7 Grad,
    Wind NE 3 – 30 Knoten, See bewegt bis ca. 2 m Wellenhöhe, Temperatur ab Sonnenaufgang angenehm warm

    Die Windvorhersage war korrekt, pünktlich um 05:00 Uhr höre ich, wie der Motor schweigt, die Genua ausgerollt wird, wir segeln bei um die 16 Knoten Wind, fast auf der Kurslinie von 260°.

    Bis 7 Uhr soll ich noch weiter schlafen, sagt mein Skipper, er könne jetzt eh noch nicht schlafen, er müsse erst mal schauen, wie sich das entwickelt..Da lass ich mich nicht zweimal bitten. Und dann hab ich doch tatsächlich verschlafen, erst um halb acht werde ich wach.Jetzt darf Volker schlafen, Segelstellung und Kurs sid in Ordnung, ich übernehme die Wache. Wie jeden Moren heißt es, die Eckdaten wie Barometer, Wind etc. ins Logbuch einzutragen, eventuelle Ereigniss in der Nacht aufzuschreiben, Wetterberichte einzuholen, Mails czu hecken etc.

    10:00 UTC eginnt die tägliche Funkrunde von Intermar, heute hatte sich Bernd von der Hulluporo mit mir verabredet, dass wir uns zehn Minuten früher auf einer anderen Frequenz treffen, das hat leider nicht geklappt, auch von Intermar habe ich fast nichts verstanden, und wurde auch nur von ganz wenigen in mieser Qualität gehört. Dabei hatte Uwe aus Lanzarote extra einen Wetterbericht für uns vorbereitet, den ich aber halbwegs verstehen konnte, in großen Zügen zumindest.

    Am vorigen Abend hatte ich vergessen, den Hefeteig für die Brötchen anzusetzen, das hole ich jetzt nach, aber obwohl wir ja eher „Spätstücker“ sind, hätte das nicht mehr ausgereicht, denn der Hefeteig muss ja gehen und nicht eilen. So gibt es Fleischkäse mit den Resten von gestern, in der Pfanne warm gemacht, auch gut.

    Bald danach wird der Wind immer leichter, wir setzen unseren Code D, das Leichtindsegel, aber das schlägt so bei den diffusen Wellen und dem immer weniger werdenden Wind, dass wir es kurz danach wieder einrollen, die Motoren starten, und das Großsegel ebenfalls bergen. Beim Auftuchen des Segels hat Volker die Stelle gefunden, wo sich eine kleine Schraube herausgedreht hatte, die wir dann an Deck fanden. Das Gewinde greift nicht mehr, aber glücklicherweise haben wir eine ähnliche an Bord, die hatte nämlich ein ungewöhnliches Gewinde. Und weil wir schon mal dabei waren, hat Volker am Vorliek des Großsegels noch ein paar Stellen gefunden, an denen sich das Schutzband gelöst hatte. Diese Stellen wurden auch noch repariert, es mussten mit einem ganz dünnen Bohrer feie Löcher gebohrt werden, damit man überhaupt mit einer Nadel durchkommen kann.

    Als wir damit fertig waren, frischte der Wind auf, wir ziehen das Großsegel wieder hoch, rollen die Genua aus, da sehen wir schon die „White Horses“, die Wellen haben weiße Schaumkronen.und sind höher geworden. In kurzer Zeit werden aus den weißen Pferdchen eine Herde ausgwachsener Zuchthengste. Natürlich hat inzwischen auch der Wind aufgefrischt, in Spitzen weht er mit an die 30 Knoten, und die Hexe surft die Wellen runter mit um die 12, manchmal auch über 15 Knoten Fahrt. Wir reffen die Genua, erst nur ein bisschen, dann noch ein bisschen, und überlegen, ob wir vor der Nacht besser doch ein Reff ins Großsegel binden sollten. Das macht natürlich nicht so richtig viel Spaß, wir müssen das Boot gegen den Wind drehen, bei diesem Wellengang schaukelt dabei selbst ein Katamaran nicht mehr angenehm. Also schauen wir auf den scheinbaren Wind und die Refftabelle von Outremer, und beschließen, dass wir nicht reffen müssen.

    Am Abend kocht Volker Kartoffelsuppe mit Fenchel zum Essen, ich versuche, neue Wetterberichte über die Funke zu bekommen, schreibe ein paar Mails. Nach einem späten Abendessen wird es langsam Zeit, dass wir uns für die Wache abwechseln und der jeweils andere ein bisschen schlafen kann.

    Und wir haben Besuch bekommen! Mitten hier auf dem weiten Meer ist heute Nachmittag eine Taube auf unserem Dach gelandet. Sie trägt einen Ring, und ist auch nicht wirklich ängstlich, offensichtlich an Menschen gewöhnt. Zuerst haben wir ihr ein kleines Einmachglas mit Wasser hingestellt und ein paar Müsliflocken auf das Dach gestreut. Das Wasser hat sie dankbar getrunken, blieb aber weiterhin auf dem windigen Dach sitzen. Wir hatten ja inzwischen 6-7 Beaufort. Irgendwann hat sie sich hinter den Gashebeln am Steuerstand niedergelassen, immer noch auf der Luv-Seite.

    Und da sagen sie alle, man müsse auf eine Atlantiküberquerung ganz viele Bücher mitnehmen, oder Kreuzworträtsel, oder Strickzeug, weil man nichts zu tun hätte.
    Was für ein Quatsch!

  • Von Lanzarote nach Martinique – Tag 2

    Die Überfahrt
    Von Lanzarote nach Martinique

    Tag 2, Montag 24. Januar 2022
    24-Stunden-Etmal um 12:00 Uhr: 161 sm

    Barometer 1021, sonnig, im Südosten bewölkt, Wassertemperatur 19,4 Grad, Wind NE 12-14 Knoten ab 0300, See ruhig, Temperatur ab Sonnenaufgang angenehm warm

    In der Nacht werde ich um 03:00 Uhr wach, denn plötzlich wird der Motor leiser, und schließlich ganz ausgeschaltet. Wir segeln! Bei um die 14-15 Knoten geht es mit 6,5 Knoten zügig voran, und ist es sehr angenehm, dass wir ohne Motor deutlich leiser unterwegs sind. Am Morgen übernehme ich die Wache ab 06:30 Uhr, ab 09:00 Uhr sind wir an dem Verkehrstrennungsgebiet zwischen Gran Canaria vorbei, nun sind nur noch kleine Boote im AIS zu sehen, die großen Frachter sind nach LasPalmas gefahren.

    Wir fahren nahe genug an Gran Canaria vorbei, dass wir tadellose Internetverbindungen haben, wir können noch einmal in Ruhe alle Wetterberichte und Windvorhersagen checken. Am Ende haben wir entschieden, dass wir, solange der Wind so leicht ist, am besten die kürzeste Strecke nehmen, das ist zwar eher unkonventionell, aber wir wollen es probieren.

    Um 10:00 Uhr höre ich in die Intermar-Runde hinein, leider bin ich nicht gut zu verstehen, weil die Berge von Gran Canarias Süden die Verbreitung der Wellen gestört haben, das wird sich in den nächsten Tagen ändern, wenn wir auf dem großen Meer sind ohne störendes Land ;-))

    Für kurze zehn Minuten schiebt der Motor um 11:00 wieder mit, ehe wir wieder segeln können und nach einer Halse auf Kurs 230 Grad gehen. Laut Wetterbericht erwartet uns spätestens ab morgen früh eine stabile Windlage, um 11 Uhr scheint die Brise sich schon zu stabilisieren, bei über 16 Knoten Wind sind wir immerhin mit 7,5 Knoten Fahrt unterwegs.

    Die Schönheit hält sich, wir frühstücken entspannt im Cockpit, für heute hatten wir noch Brot von gestern, das ich nur aufbacken musste. Und zwei Croissants waren auch noch da. Ab morgen mache ich uns die Brötchen selber, wir haben ganz viel frische Hefe, außerdem Trockenhefe und Backpulver in Mengen, mit denen wir in der Karibik locker eine Bäckerei aufmachen könnten.

    Anschließend haben wir die zusätzlichen Solarpanele ausgepackt und ins Trampolin gelegt, weil Volker Bedenken hatte, dass die Solarpanele auf dem Geräteträger am Heck die Batterien nicht genügend aufladen, wenn wir segeln, weil doch ein paar Verbraucher an sind, vor allem der Autopilot, die Instrumente und der Kühlschrank. Anschließend haben wir in weiser Voraussicht, bei der jetzt eher ruhigen See, jeweils zwei Kanister Diesel in die beiden Tanks gefüllt. Direkt danach, ca. 14:00 Uhr, wurde der Wind auch wieder schwächer, so motoren wir wieder übers leere leere Meer. Ganz hinten in der Ferne ist noch ein bisschen Land von Gran Canaria zu erahnen, ansonsten nur das weite blaue Meer und der ebenfalls blaue Himmel mit kleinen weißen Wölkchen.

    18:00 Uhr: Inzwischen ist die See spiegelglatt, nur am Himmel sind ein paar Wolken. Doch der Wetterbericht verspricht Besserung, ab morgen mittag soll es einen schönen Wind geben, um die 15 Knoten zunächst aus Nordost, weiter im Westen dann bis 20 Knoten auffrischend. Wäre schön, also „Schau’n mer mal“

    19:30 Uhr gibt es Abendessen, heute Frikadellen mit Bratkartoffeln und Broccoli, sehr lecker, und zu den Frikadellen das von Jana für uns gemachte Ezre (?), eine scharfe Mischung aus Zwiebeln, Paprika, Minze und Koriander – zumindest hab ich das so geschmeckt ;-)) – Danach ist es auch schon wieder stockdunkel, nur die Südspitze von Teneriffa ist noch in der Ferne zu sehen, mit den abendlichen Lichtern von Los Christianos oder den Hotels an den Buchten von Las Galletas. Leider haben uns die Delfine heute nicht besucht, nur einmal haben wir kurz ein paar Rücken in der Ferne gesehen, aber die Tiere waren wohl mit der Jagd nach Essbarem beschäftigt.

    Um 22:00 Uhr ist doch tatsächlich ein weiteres Boot im AIS zu sehen! Die „Annie Sellmer“ wird mit zehn Knoten Fahrt in vier Seemeilen Entfernung in einer halben Stunde an uns vorbei fahren, das ist ja ein aufregendes Ereignis!

  • Die Überfahrt – von Lanzarote nach Martinique

    Tag 1, Sonntag 23. Januar 2022

    Motorstunden bei der Abfahrt:
    Steuerbord 466,5 h – Backbord 306,9 h – Logge 13.367 sm
    Wind 3 – 5 Knoten Ost

    Mit echt deutscher Pünktlichkeit haben wir – wie angekündigt – am Sonntag um 12 Uhr abgelegt, genauer gesagt, um 11:57 Uhr. Alle waren sie gekommen, um uns zu verabschieden, uns eine gute und sichere Überfahrt zu wünschen, alle Freunde aus Lanzarote, mit denen wir so schöne Tage und Abende verbracht haben, natürlich auch bei unserer berühmt-berüchtigten festen Date „Champagne Friday“. Wir bekamen zwei Piccolo zum Trinken bei der Ankunft, Mandarinen vom eigenen Baum wegen der Vitamine, einen zu Herzen gehenden Seglerspruch von Ulrike, und ein ganz großes Gepfeife und Gehupe, als wir aus dem Hafen gefahren sind.

    Wir lassen Fuerteventura an Steuerbord, in der Hoffnung, dass an der Außenkante der Insel ein bisschen mehr Wind ist, der zeigt sich zunächst leider gar nicht. Das Meer ist spiegelglatt, der Backbord-Motor läuft. Um 15:00 Uhr wird das Großsegel hochgezogen, eine leichte Thermik hat eingesetzt, später zieht sogar für kurze Zeit die Genua mit. Beim Segelsetzen haben sich ganz kurz zwei Delfine gezeigt, aber sonst haben wir leider keine Fische gesehen.

    Dafür sind wir fleißig, die gestern gekauften Fleischvorräte – Gulasch und Hackfleisch – müssen verarbeitet werden, denn spätestens wenn wir richtig segeln können (vielleicht Montag Nachmittag) wird der Gefrierschrank ausgeschaltet, damit er nicht den von den Solarpanelen erzeugten Strom frisst. Drei Einmachgläser mit Gulasch und fünf große Gläser voller Bolognese-Sauce stehen nun in der Steuerbord-Achterkajüte bereit für diverse Abendessen. Außerdem haben wir noch leckere Bio-Fertiggerichte zu Weihnachten bekommen, und Dosen voller hessischer Wurst. Schnitzel, eine Schweinelende und Leberkäse von Lidl warten im Kühlschrank auf die Zubereitung zu den Abendessen.

    Am Spätnachmittag verschwindet auch der thermische Wind wiede, um Mitternacht, sind es kaum spürbare 2 – 3 Knoten. So ist der erste Tag auf See ganz unspektalär zu Ende gegangen, die Alarme – AIS und Radar – melden, wenn ein Objekt in unsere Nähe kommt, denn die Nacht ist tiefschwarz, man sieht wohl unendlich viele Sterne, erst kurz vor Mitternacht erscheint die nur noch halbe Mondsichel am östlichen Nachthimmel.

  • Wo wir sind:

    Und nun haben wir wirklich abgelegt, Lanzarote liegt im Sonnenschein, und ganz viele liebe Freunde waren am Steg, um uns zu verabschieden. Ulrike hat uns einen schönen Seglerspruch mit auf die Reise gegeben, und alle haben uns gewunken und Fotos zum Andenken gemacht. Nun motoren wir auf dem glatten Ozean und sehen dem großen Abenteuer entgegen. Wir werden täglich von Bord an dieser Stelle berichten, und freuen uns auf die Karibik.

    Es gibt verschiedene Möglichkeiten, uns auf unserer Reise über den Atlantik und weiter durch die Inselwelt der Karibik zu folgen. Während der Überfahrt will ich versuchen, zweimal am Tag unsere Position mit unserem Tracker YellowBrick zu senden, sodass der Fortschritt gut sichtbar sein sollte. Später werden wir nur dann eine neue Position senden, wenn wir unterwegs sind, und sich unsere Standorte verändern.

    PredictWind: Karte mit Wetterdaten

    Wenn Ihr  also wissen möchtet, wo sich unser Boot befindet,  und welchen Wind wir gerade haben, dann könnt Ihr das bei PredictWind   sehen. Dort gibt es zwei Ebenen, Satellit, da kann man die Erd- und Meeresbodenflächen sehen, oder Karte, darauf werden auch die aktuellen Windkarten angezeigt, das dauert allerdings immer ein bisschen, bis die geladen sind.

    Winlink-Karte mit unseren Positionen auf dem Weg nach Lanzarote

    Auf einer anderen Seite, bei Winlink, sollte der Fortschritt unserer Reise ebenfalls zu sehen sein. Hier senden wir unsere Position über die Kurzwelle, diese Adresse  lädt wahrscheinlich etwas flotter, allerdings ohne raffinierte Wetterdaten: Die Hexe auf Winlink

    YellowBrick Satelliten-Karte

    Und das geht auch noch: YellowBrick

    Viel Spaß beim Verfolgen der Reise!

     

     

  • Roter Sand

    Sand auf dem ganzen Boot

    Die Calima ist keine Schwester von Kalinka, dem berühmten russischen Volkslied, bei uns bekannt durch die Interpretation von Ivan Rebroff, und auch keine bezaubernde Schönheit aus den Märchen aus 1001 Nacht. Die Calima ist ein Wetterlage speziell auf den Kanaren, die bei südöstlichen Winden feinen roten Sandstaub aus der Sahara zu den Inseln bringt. Die Luft wird getrübt wie bei uns bei schweren Novembernebeln, die Sonne ist nur noch schemenhaft zu erkennen, und die ansonsten so klare wunderbare Weitsicht reduziert sich auf wenige Kilometer und manchmal nur noch auf ein paar hundert Meter.

    Roter Sand auf den Stufen …

    Solch eine Wetterlage ist bei entsprechender Windrichtung nichts
    ungewöhnliches auf Lanzarote. Aber die Calima, die sich seit ein paar Tagen hartnäckig hält, wird laut Zeitungsberichten von den Meteorologen
    als eine der stärksten je gemessenen bezeichnet. Ausgerechnet dann, wenn
    wir mit unserem frisch geputzten, gewachsten und abfahrbereiten weißen
    Boot hier im Hafen liegen!

    Nach unserem Ärger über den ganz verdreckt von der Reparatur aus der
    Werft wiedergekehrten Katamaran, der mehrtägige Putzorgien brauchte, um
    wieder in alter Pracht zu erstrahlen, war die Hexe herausgeputzt, alle
    Gelcoatflächen poliert und mit Wachs als Schutz überzogen, die
    Relingstäbe geputzt, alle Persenninge vom Dreck befreit – sie war wieder
    eine weiße Schönheit. Und dann kam diese Calima.

    … auf dem Vorschiff

    Am Wochenende hatte es begonnen, zuerst – das kennen wir schon länger – nur ein bisschen, kein Grund zur Aufregung. Mit der Zeit wurde es immer
    schlimmer, die Nachbarinsel Fuerteventura versank im Dunst, der nächste Ort mit seinen kleinen weißen Häusern war nicht mehr zu sehen, manchen
    Menschen fällt das Atmen schwer, der feine rote Sandstaub ist überall, in der Luft, auf den Straßenschildern, auf den Möbeln und eben auch auf
    den Booten im Hafen. Für Montag war deshalb wieder eine gründliche Bootsreinigung vorgesehen.

    Am Morgen werden wir kurz nach Sonnenaufgang durch ein nicht ganz rhythmisches Schlagen auf Metall aufgeschreckt: Ein Marinero hatte wohl
    den Auftrag bekommen, am letzten Steg in der Marina, unserem Liegeplatz, Rost zu klopfen an den großen Pfählen, die den Steg gezeitenunabhängig an seinem Platz halten. Und das in Luv von unserem weißen Boot! Die kleinen Rostkrümel machen üble Flecken auf dem Gelcoat und das darin enthaltene Eisen frisst sich, wenn es nicht sofort entfernt wird, in helle Kunststoffflächen ein. Nicht auszudenken, wie das Boot ausgesehen hätte, wären wir nicht an Bord gewesen!

    Strömender Regen in Puerto Calero

    Also hat Volker am Montag Vormittag über vier Stunden geschrubbt, gewienert, die Fenster geputzt. In weiser Voraussicht hatten wir die hellen Polster im Cockpit schon am Tag davor in die Gästekajüte gepackt. Die ehemals weißen Trampolinnetze sahen aus wie Tennisplätze. Glücklicherweise begann es, üppig zu regnen, so wurde auch der Rote Staub vom Mast gewaschen. Am Abend wehte der Südost immer noch, dazu begann es, in Strömen, wirklich in Strömen, nicht in Bächen, zu regnen. Erst heute Morgen hat der Wind auf Süd gedreht, und der Regen nachgelassen, sodass nach einer erneuten Grundreinigung, die Volker zähneknirschend aber natürlich mit der ihm eigenen Sorgfalt ausführt, die Hexe wieder im alten Glanz erstrahlt.

  • Neujahrsausflug

    Pünktlich zum neuen Jahr haben wir mit Freunden Ulrike, Gerd und Achim einen kleinen Segelausflug und gleichzeitig eine Testfahrt gemacht. Denn vor der großen Fahrt wollten wir gerne ausprobieren, ob alle Systeme an Bord ihre Arbeit verrichten.
    Und das war gut so, denn einiges musste noch eingestellt werden in den Navigationsinstrumenten. Und am Backbord-Motor ist der Temperaturfühler kaputt. Und die Logge, die Bootsgeschwindigkeit angibt, tut ihren Dienst auch nicht.
    Aber draußen auf See, ganz in der Nähe des Hafens, sind wir plötzlich inmitten einer großen Delfinherde, die schönen Tiere spielen eine ganz lange Zeit um uns herum, zeigen ihre weißen Bäuche und springen aus dem Wasser.
    Bei sehr wenig Wind und glatter See verleben wir einen schönen ersten Tag des Jahres auf See.

    Unser Verein wird von der Potenzmittel Apotheke gesponsert. Alle Männer die leichte bis schwere Probleme mit der Potenz haben können hier Präparate wie Cialis Super Active rezeptfrei erwerben.

  • Windpoker

    Kein Wind in Sicht

    Die Windvorhersagen für die nächsten Tage sind sehr unterschiedlich, sowohl was die Gebiete, die Windrichtungen und die -stärken angeht. Im Moment ist es fast windstill, die RC44-Regatta am Wochenende konnte nur ein paar Läufe durchführen.

    Die Punkte sind die Boote

    Auf dem Atlantik ist ganz schön viel los, wie meist im November, denn dann starten die ersten Törns in die Karibik.

    Auch die GLYWO, das ist eine dreijährige Weltumsegelung, veranstaltet von Grand Large, der Mutterfirma unseres Bootsbauers Outremer, hat südlich der Kanaren wenig Wind. Einige von unseren Freunden und Bekannten nehmen teil, und beim Start in Teneriffa sah die Windsituation sehr mau aus.

    Ursprünglich wollten wir hier mitsegeln

    Die ARC+, die Atlantic Rallye for Cruisers mit Zwischenstop auf den kapverdischen Inseln, an der wir ursprünglich auch teilnehmen wollten, ist nach der ersten Etappe von Las Palmas nach Mindelo auf den Kapverden gestartet Richtung Grenada in der Karibik. Dort unten weht ein leichter Wind aus Nordost.

    Die Teilnehmer der anderen ARC, die direkt in die Karibik fährt, ohne Stopover auf den Kapverden, sind ebenfalls gestartet. Im Moment herrscht auch dort wenig Wind. Wenn man den Vorhersagen glauben kann, kommt dann ein Südsturm, der anschließend auch noch auf West dreht, das sieht nach einer, zumindest am Anfang, anstrengenden Überfahrt in die Karibik aus. Wir werden das weiter beobachten.

    Abendstimmung über dem glatten Meer

    Wir aber genießen weiterhin die Sonne und die Wärme von Lanzarote, ohne kühlen Wind, und bereiten uns mit allerlei Arbeiten am und im Boot auf unsere Reise vor.

  • Tatsächlich zurück auf der Insel

    endlich zurück

    Mit zwei Monaten Verspätung – am 3.9. wollten wir zurückfliegen, am 11.11. war es dann tatsächlich soweit – sind wir wieder an Bord.

    Dichter Nebel am Frankfurter Flughafen

    Nach einem sehr angenehmen Flug sind wir – mit fast einer Stunde Verspätung – in der Sonne von Lanzarote gelandet. In Frankfurt sind wir bei dichtem Nebel gestartet, und bald waren wir über den Wolken. Schon über Mainz wurde die Sicht viel besser,

    Die Windräder über dem Hunsrück

    über dem Hunsrück konnten wir die zahlreichen Windräder sehen, und der kommunikative Kapitän machte uns Passagiere auch immer wieder auf die unter uns liegenden geographischen Besonderheiten aufmerksam.

    die nordfranzösische Küste

    Wir überflogen Nantes und die nordfranzösische Küste, dann in südlicher Richtung über die Gironde-Mündung zu den Pyrenäen, entlang der portugiesischen Küste bis Sagres, nahe dem Cabo San Vicente, dem südwestlichsten Punkt Europas. Übrigens, das Bier aus Sagres trinkt Volker sehr gerne bei unserem Lieblingsportugiesen in Darmstadt (Grüße an Maria und Blaise).

    La Graciosa im Norden von Lanzarote

    Ab dort gab es nur Meer zu sehen, erst kurz vor der Landung konnten wir La Graciosa erkennen, die kleine Insel im Norden von Lanzarote.

    In Frankfurt sind wir schon mit einer Stunde Verspätung gestartet, weil es kein Transportmittel für zwei Rollstuhlfahrer gab, nach dem Start hat der Kapitän den Turbo eingeschaltet, und wir sind nur eine halbe Stunde zu spät in Arrecife gelandet. Aber dann fehlten die Bremsklötze für die Maschine, und schließlich noch die Treppen, am Ende war es dann doch über eine Stunde später, vielen Dank fürs Abholen und die Geduld, Gerd!

    Endlich an Bord

    In Calero liegt die Hexe seit einiger Zeit auf einem anderen Liegeplatz, und wir mussten halb um den Hafen fahren, bis wir vor dem Boot ankamen. Nun sollten noch die schweren Taschen mit unserem Reserve-Autopilot samt aller Elektronik und die Kleider und die Medizin und die neuen Schuhe für die Capitania, etc. aufs Boot getragen werden. Nach einem Glas Wasser war Gerd verschwunden und wir haben alles ausgeräumt und verstaut.

    Der erste Vermejo im Upperdeck
    Mezza luna über Puerto Calero

    Am Abend genießen wir den Ausblick aus unserer Lieblingsbar, dem Upperdeck, und fallen um 22 Uhr, das ist 11 Uhr abends in Deutschland, müde ins Bett.

    Am nächsten Vormittag kommt Ulrike mit Nelly an Bord, Nelly, die alte Hundedame führt einen Veitstanz auf, als sie uns endlich wieder sieht, und als sie wieder an Bord ist, rennt sie wie ein Derwisch von einer Ecke in die andere und tanzt förmlich im Cockpit, wie ein junger Hund. Wir freuen uns auch sehr, Ulrike und Nelly wiederzusehen, allerdings geben wir unserer Freude doch eher mit verhalten-wohlerzogenem nordeuropäischem Temperament Ausdruck.

    Volker der Held hat meine Brille gerettet

    Mittags will ich Nelly vom Boot tragen, damit Ulrike, die mit ihrer Hüfte auf der steilen Treppe schon genug Probleme hat, mit ihr spazieren gehen kann, nehme voller Übermut die letzte Stufe nicht, und falle – mit Nelly auf dem Arm – auf den Steg. Mein einziger Gedanke gilt dem Hund, ich halte Nelly hoch, damit ihr nicht passiert, und falle so ungünstig, dass sich meine Brille verabschiedet und ins Meer baden geht. Glücklicherweise kommt sie auf einem der großen Steine zum Liegen, aber zu tief, als dass man sie vom Steg aus erreichen könnte. Und natürlich ist Volker, ohne Telefon, unterwegs in der Marina, um Freunde auf anderen Booten wiederzusehen. Da niemand da ist, der uns einen so langen Käscher leihen kann, ziehe ich meinen Badeanzug an, und will gerade, mit Taucherbrille bewaffnet, todesmutig ins Wasser steigen und darunter tauchen, als Volker doch angeradelt kommt, und mich – und meine Brille – rettet.

    Die Damenrunde
    und die Herrenrunde ohne Volker

    Zum Apéritif kommen neue und alte Freunde zu Besuch, es wird ein wunderbar fröhlicher Abend mit schönen Gesprächen, die Lust auf mehr machen. Lustig, ganz schnell haben sich zwei Gruppen gebildet, fünf Männer reden über Boote, das Segeln und die Technik dazu, vier Frauen über das Leben an sich und ihre Erlebnisse mit und ohne Boot.

    krank im Bett

    Am nächsten Morgen bricht bei mir eine doofe Erkältung mit trockenem Husten aus, die sich vorher schon leicht mit Halsweh angekündigt hat, aber vollkommen ignoriert wurde (nein, kein böses C., das habe ich zweimal getestet!). Leider ist es auch kein TMS, da ich ja damit begonnen habe. Aber da ich ja ein großzügiger Mensch bin, habe ich die nervige Erkältung mit Volker geteilt, der darüber zwar gerade erfreut war, sich aber nicht wehren konnte. Allerdings ist es besser, hier, als im kalten Darmstadt erkältet zu sein, hier kann man auf jeden Fall immer an der frischen Luft sein.

    Das Bild muss man vergrößern, um die Regentropfen zu finden

    Eben kamen aus einer dunklen Wolke ein paar Regentropfen, aber die konnte man zählen.

    So, liebe Freunde, das war jetzt ein langer Bericht, aber wir sind so froh, wieder an Bord zu sein, dass ich nicht nur meine Erkältung, sondern auch die schönen Momente der ersten Tage auf der Insel teilen und mitteilen wollte …

  • Noch mehr Sport

    Ja, mer saan mim Radl da…

    Um uns, weil bootlos, ein bisschen zu betätigen, machen wir am Wochenende gerne ein bisschen Sport, wie berichtet z.B. mit dem Kanu, um auch unsere Umgebung erkunden.

    Bei der letzten Tour sind wir übrigens mit dem Kanu gekentert beim Einsteigen, was uns aber nicht vom weiterpaddeln  abgehalten hat, wir haben die nassen Kleider ausgezogen und sind im Badeanzug losgepaddelt.

    Danach waren wir auf die Fahrräder umgestiegen (es wird ja langsam auch Herbst), und wir haben zwei schöne Touren am Main gemacht und eine weitere am Rhein über den Kühkopf.

    Frankfurter Skyline

    Die erste Fahrt ging von Schwanheimer Ufer aus Richtung Schleuse Offenbach, dort über die Kaiserleibrücke nach „Hippdebach“, wie wir Frankfurter die nördlichen Stadtteile nennen (für Ortsfremde „auf unserer Seite des Flusses“ im Gegensatz zu „Dribbdebach“, das ist die Sachsenhäuser  Seite, nämlich die auf der anderen Seite des Mains).

    Ein Tanker fährt in die Eddersheimer Schleuse ein

     

    Von dort aus ging es wieder zurück bis zur Griesheimer Staustufe, insgesamt ca. 22 km.

    Wir waren begeistert, wie schön das Mainufer von Frankfurt geworden ist. Auf beiden Seiten des Mains führen Spazier- und Radfahrwege entlang des Flusses, es gibt Gastronomie an und auf dem Wasser, Bänke für Wanderer zum Ausruhen, für Familien zum Picknick und für gestresste Banker in der Mittagspause.

    Breite Mainwiesen und ein schönes Café säumen das Deutschherrnufer

    Vor allem auf der nördlichen Seite des Mains stehen ganz viele Spielplätze, mit den tollsten Geräten und einen Skatepark mit Halfpipes etc., in dem die Kleinen mit ihren Rollern ebenso Platz fanden wie jugendliche Sportler auf den Skateboards. Es gibt Restaurants für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel, auch Cafés und Bars locken die Besucher. Die breiten Mainwiesen im Frankfurter “Nizza” bieten viel Platz für Besucher und Sportler aller Art, Jogger, Skater, Spaziergänger und eben auch für Fahrradfahrer.

    Hier fließt der Main in den Rhein

    Unser zweiter Fahrradausflug am darauffolgenden Samstag sollte uns bis zur Mainspitze führen, also dorthin, wo der Main in den Rhein mündet. Da ich insgesamt nicht mehr als 30 km radeln wollte – das, dachte ich, reicht für meinen ungeübten Fahrradpopo – hab ich einen Punkt ausgesucht, der ungefähr 15 km von der Mündung entfernt war, und an dem eine Brücke über den Main führt, damit wir an beiden Ufern radeln konnten.

    Die Mönchhofkapelle

    Begonnen haben wir an der Eddersheimer Schleuse, die verbindet Eddersheim mit dem Mönchhof, bekannt durch das danach genannte Dreieck. Auf der südlichen Mainseite sind wir bis zum Rhein gefahren, zunächst waren wir ein kleines bisschen enttäuscht, denn die Strecke nach Frankfurt rein, die wir letzte Woche geradelt sind, war kurzweiliger und führte viel näher am Main entlang.

     

    schöne Bilder entlang des Weges
    eine schmale Durchfahrt

    Aber die Wege waren gut zu fahren, an Rüsselsheim und Bischofsheim vorbei, bis wir bei Ginsheim-Gustavsburg wieder den Main überquerten.

    Diese Brücken sind für mich immer eine Herausforderung, ich hasse es, das Fahrrad über die schmale Rinne hinauf- und wieder hinunter zu schieben, glücklicherweise habe ich einen sportlichen und lieben Mann, der das für mich macht. Danke, Volker!

    Pause

    An der Mündung angekommen haben wir eine kurze Pause gemacht, um dann den Heimweg auf der nördlichen Mainseite über Hochheim und Flörsheim anzutreten.

    voller Weintrauben

    Diese Seite war interessanter, der Weg führte entlang der Weinberge, in denen auch gerade gelesen wurde. Ein bisschen weiter hingen die Reben noch voll mit Trauben, und ein paar Sorten mussten wir im Vorbeiradeln probieren, die Trauben schmeckten sehr lecker und verhießen guten Wein…

    Nach 34 Kilometern kamen wir wieder an der Staustufe an, eine letzte Brücke, dann hatten wir es geschafft.

    Das war einer der besseren Wege…
    Hier wurde der Weg schon schmaler

    Am nächsten Tag haben Volker und der Kühkopf gemeinsam mich geschafft. Nicht nur, dass zwei drittel der Zeit die Wege steinig und hubbelig waren, manchmal waren die Spuren für die Fahrräder so schmal, dass ich – nach einem etwas schmerzhaften Sturz in eine Brennesselböschung – auf diesen Strecken lieber das Fahrrad geschoben habe. Die blauen Flecken sind immer noch nicht ganz weg.

    Wiesen und Wiesen
    Über den Altrhein

    Die Landschaft ist zwar wirklich idyllisch, aber am Ende war ich doch sehr froh, dass wir irgendwann den kürzesten Rückweg genommen haben und ich meine schmerzenden Glieder ausruhen konnte.

    Dieser Weg sah besser aus

    Eine Woche später haben wir auf einem kurzen Ausflug – mit neuem Sattel – den restlichen Kühkopf erkundet, das war schon deutlich angenehmer, waren doch hier auch die Wege eher asphaltiert.

    Apropos schmerzende Glieder: Mein Skipper ist ja schon mit Schulterschmerzen nach Deutschland zurück gekommen. Als dieser Schmerz immer weiter Richtung Ellenbogen zog und sich verschlimmerte, hat Volker unseren besten Orthopäden und unsere ungeschlagen allerbeste Physiotherapeuten-Freundin  aufgesucht. Mit dem Erfolg, dass zwar mittlerweile Schulter und Ellenbogen in Ordnung sind, aber, wahrscheinlich wegen eines Karpaltunnelsydroms die Finger kribbeln, auf sehr unangenehme Weise. Und man weiß nicht, wie lange das dauert (nichts für ungeduldige Seemänner), und ob es nicht zu einer andauernden Lähmung führt. Mal sehen, was daraus wird…

  • Hauptsache auf dem Wasser!

    Die Fahrräder passen in den Kofferraum und das Kanu aufs Dach

    Da wir im Moment in Darmstadt sozusagen auf dem Trockenen sitzen, (da gibt es nur den winzigen Darmbach, der eignet sich höchstens für Segeln mit Papierschiffchen!), haben wir am letzten Sonntag einfach mal das Kanu aus dem Schuppen geholt und sind mit blauem Boot auf dem Dach und unseren Rädern im Kofferraum an den Altrhein gefahren.

    Ab ins Boot!

    Gut, dass wir einen Kangoo haben, da ist genug Platz für uns beide und die ganze Ausrüstung.

    In Stockstadt beim Restaurant “Bootshaus” gibt es einen Steg, an dem kleine Boote anlegen können. Auf der Wiese davor haben wir unsere Fahrräder abgeladen. Mit dem Kanu auf dem Dach sind wir weiter gefahren bis Gernsheim, Volker hat dort das Boot im Hafenbecken ins Wasser gelassen, das Auto zum Parken gefahren und unter den skeptischen Blicken der Sonntagsausflügler sind wir eingestiegen und auf den Rhein raus gepaddelt.

    Die Ufer des Rheins strahlen im Sonnenschein

    Es war das schönste Wetter, die Ufer des Rheins auf beiden Seiten, der hessischen und der rheinland-pfälzischen, waren gut besucht von sonnenhungrigen Menschen mit Picknick, Kinderwagen und Sonnenschirmen. Mit der Strömung den Rhein abwärts zu paddeln motiviert, denn die Fließgeschwindigkeit des Rheins mit ca. fünf Stundenkilometern lässt das Ufer schnell vorbei gleiten.

     

    Nach dem Frachtern geht es auf die andere Seite

    Wir kreuzen immer wieder das Fahrwasser, um auf der flacheren Innenkurve zu bleiben, denn dort sind wir außerhalb des Fahrwassers und die großen Frachtschiffe bleiben seit genug weg.

    Ab und zu steht ein Angler im Wasser, oder ein Hund spielt im kühlen seichten Wasser. Auch Jetskis und kleine schnelle Motorboote fahren an uns vorbei oder kommen uns entgegen.

     

    So idyllisch ist es im Altrhein

    Wir lassen den Eicher See links liegen, kreuzen mal wieder das Fahrwasser, nachdem drei große Frachter vorbei sind, und bei Rheinkilometer 468,3 biegen wir in den Erfelder Altrhein ein. Nach sechs Kilometer auf dem strömenden Rhein paddeln wir nun bei deutlich weniger Strömung durch eine idyllische Flusslandschaft.

     

    Ahoi!

     

     

     

    Ein Reiher begleitet uns die ganze Zeit, links grast ein Reh, zahlreiche Enten fliegen über uns, wir genießen die stille Fahrt. Vor Stockstadt sehen wir die ersten anderen Paddler, später kommen auch die Tretboote. Bis dahin waren wir völlig allein auf dem ruhigen Altrheinarm.

    Auf dem Radl

    Beim Bootshaus steigen wir trockenen Fußes über den Steg aus, denn den am Sonntag ist die Tür geöffnet, wir können das Boot über den Steg raustragen und legen es oben aufs Gras.Mit den auf vorhin abgestellten Fahrrädern radeln wir zurück nach Gernsheim, beim Fährhaus und der Frittenbude gegenüber ist es inzwischen noch voller geworden, denn bei dem schönen Wetter kommen alle nach draußen und genießen den Tag.

    Was für ein schöner und sportlicher Tag

    Wir haben einen zwei Drittel-Triathlon hinter uns, ca. 12 km Paddeln und fast 10 km Radfahren, am nächsten Tag merke ich zwar meine Schultern, aber es war ein wunderschöner Tag mit einem etwas anderen Wasserfahrzeug.